StadtratWatch

Stadtratssitzung vom 21.05.2026

Bei aktiviertem Filter werden nur Beschlussvorlagen, Anträge und Änderungsanträge aufgelistet.

Verfahrensabstimmungen, wie z.B. Geschäftsordnungsanträge oder Abstimmungen zur Tagesordnung, werden ausgeblendet.

  • Wir verlangen eigentlich die Absetzung der Drucksache 180 aus 26, das ist der Tagesordnungspunkt N13.1, und zwar aus folgenden verschiedenen unabhängigen Gründen.

    Erstens, die Drucksache verstößt gegen die Sperrfrist in Bezug auf die Behandlung identischer Verhandlungsgegenstände gemäß § 6 Absatz 2 letzter Satz der Geschäftsordnung oder auch § 53 Absatz 5 Satz 4 des Kommunalverfassungsgesetzes. Wir wurden vorhin hervorragend daran erinnert, wie das Gelöbnis gelautet hat, als mein Kollege Bernd ihn nochmal geleistet hat.

    Der zweite Grund, die Drucksache verstößt gegen die Fristen gemäß § 4 Absatz 2 der Geschäftsordnung. Viertens, die Drucksache durchlief keine eingehende Prüfung durch den Finanz- und Grundstücksausschuss, obwohl dies aufgrund der finanziellen Erörterung, der Betroffenheit von Liegenschaften und der Entwicklungsplanung gemäß § 48 Absatz 3 des Kommunalverfassungsgesetzes in Verbindung mit § 8 Absatz 2 der Geschäftsordnung hätte der Fall sein müssen.

    Und ein weiterer Punkt ist eigentlich der Verstoß gegen den Öffentlichkeitsgrundsatz. Durch die Behandlung in der allgemeinen öffentlichen Presse und die Berichterstattung gibt es keinerlei schutzwürdige Interessen mehr, die noch gewahrt werden müssten. Und daher verlange ich eigentlich von der Verwaltung nur noch, diese Gründe einmal darzulegen, welche konkreten Nachteile entstehen würden, wenn öffentlich verhandelt werden würde.

    Wie gesagt, wir beantragen die Absetzung der Drucksache von der Tagesordnung.



  • Naja, aus unserer Sicht handeln wir hier stark rechtswidrig.



  • Das Folgende zu Protokoll genommen wird und zwar ausdrücklich. Wir erklären hiermit Widerspruch zu dem beschlossenen Vorgehen und behalten uns vor, die Angelegenheit vom Landesverwaltungsamt sowie der Verwaltungsgerichtsbarkeit überprüfen zu lassen, insbesondere die Zulässigkeit der Drucksachen in Bezug auf die Sperrfrist wegen desselben Themas, die Vorlauffristen für die Behandlung von Drucksachen, die Unterlaufung der Zuständigkeit des Finanz- und Grundstücksausschusses zur Vorberatung sowie den Verstoß gegen den Öffentlichkeitsgrundsatz.

    Eine der größten Grundstücks- und Vermögensentscheidungen der Stadtgeschichte darf nicht unter Zeitdruck, verkürzten Fristen, im Schatten der Nichtöffentlichkeit und entgegen jüngster bindender Stadtratsbeschlüsse durchgedrückt werden.



  • Sehr geehrter Vorsitzender und auch Mitglieder des Vorstandes des Stadtrates.

    Auf dieser Tagesordnung heute stehen wieder mehrere Drucksachen, wofür wir nicht zuständig sind. Und ich möchte nochmals darauf hinweisen, dass das bitte richtig geprüft wird, bevor wir hier eine Tagesordnung freigeben. Denn unsere Anträge, die nicht zulässig waren, an denen haben Sie und Ihr Vorstand immer von der Tagesordnung genommen.

    Und wir möchten gerne eine Gleichbehandlung haben. Und wenn das nicht geht, dann muss ich einen Antrag stellen, dann brauchen wir einen neuen Vorsitzenden und einen neuen Vorstand hier im Stadtrat.



  • Stephan Papenbreer Tierschutzpartei

    Ich habe nur eine Frage. Mit Überraschung habe ich festgestellt, dass am Dienstag die Sitzung um 15 Uhr beginnen soll. Die Nachsitzungen sind immer um 16 Uhr. Ich weiß nicht, ob das allen bekannt ist, ob das wirklich wahrgenommen worden ist. Ich habe um 14.30 Uhr noch einen Termin.

    Ob das überhaupt so richtig ist oder ob da ein Fehler im System ist, das müssten wir bitte einmal klären.



  • Für mich ist jetzt fraglich, was wir hier abgestimmt haben. Die nächste Stadtratssitzung am Montag. Wir wurden schriftlich eingeladen, um 15 Uhr eine Sitzung zu machen.

    Wir beschließen heute einfach mal so. Dann muss es eine neue Einladung geben mit Ladungsfrist. Also ich glaube nicht, dass das einfach so geht, was hier abgeht.



  • Sehr geehrte Damen und Herren Stadträte,

    Ihnen liegt ein Widerspruch der Oberbürgermeisterin gegen den Beschluss des Stadtrates vom 23. April 2026 zum Tagesordnungspunkt 5.6 Konzession für Leistungen im Rettungsdienst, Festlegung des Auswahlverfahrens, Vorlage DS 0080 aus 26 vor. Der Stadtrat hat in dieser Stadtratssitzung die Ursprungsdrucksache insofern mit einem Änderungsantrag geändert, als dass das Los 4 erst vergeben wird, wenn die von der Landeshauptstadt Magdeburg zu errichtende Rettungswache dafür zur Verfügung gestellt werden kann.

    Außerdem wurde die in der Leistungsbeschreibung enthaltene Vergabebedingung, soweit und solange Standorte seitens der Landeshauptstadt Magdeburg nicht zur Verfügung gestellt werden, hat der Leistungserbringer sämtliche benötigten Rettungswachen und Standorte für die KTW auf eigene Kosten zu beschaffen, einzurichten und während des Genehmigungszeitraums vorzuhalten und zu betreiben, gestrichen.

    Dieser Beschluss ist aus mehreren Gründen rechtswidrig. Die Rechtswidrigkeit wurde auch im Einzelnen dargelegt. Einmal der Verstoß gegen die Sicherstellungsverpflichtung nach Rettungsdienstgesetz, zum anderen Verstoß gegen das Haushaltsrecht und rechtliche Unmöglichkeit. Zu den näheren Gründen wird dann der Ordnungsbeigeordnete, Herr Krug, noch was sagen.

    Ich möchte zum Prozedere schnell noch etwas erwähnen. Und zwar, ich bitte Sie, dem Widerspruch beizutreten, denn die Konzession, die aktuellen Konzessionen laufen zum Ende des Jahres aus. Also möchte ich Sie bitten, die Ursprungsdrucksache zu beschließen heute. Und wenn Sie heute diesem Widerspruch nicht beitreten, dann verlängert sich das ganze Verfahren noch einmal, weil dann die Verwaltung den Widerspruch dem Landesverwaltungsamt vorlegen muss und das dauert eben auch seine Zeit.

    Ich gebe jetzt das Wort an Herrn Krug weiter, der dann zu den rechtlichen Voraussetzungen noch was sagen wird.



  • Ja, sehr geehrte Stadträte, dieser Widerspruch geht ein bisschen mit auf meine Kappe und da muss man auch ein bisschen Asche aufs Haupt machen, denn was wir jetzt gerade mit dem Widerspruch machen, ist im Grunde genommen Ausschussarbeit. Ich glaube, dass diese Argumente, die jetzt hier ausgetauscht wurden, die ich jetzt auch gleich nochmal darlegen werde, wir eventuell im GESO hätten austauschen können, wo es nicht auf der Tagesordnung gewesen ist. Da gelobe ich es mal für die Zukunft besser, dass wir solche Drucksachen nicht nur in den KAB einbringen, sondern dann auch in den anderen Fachausschuss schon, dann hätten wir es unter Umständen vermeiden können.

    Das Hauptproblem des zweiten Antrags, des Antrages der SPD, ist, dass wenn wir den so stehen lassen, wir gegen das Rettungsdienstgesetz des Landes Sachsen-Anhalt verstoßen würden. Das sieht eine Hilfsfrist von zwölf Minuten vor, die wir im gesamten Stadtgebiet einhalten müssen und die auch nicht disponibel ist. Die müssen wir einhalten, das ist eine gesetzliche Verpflichtung. In dem Moment, wo wir die Ausschreibung des Loses 4, also einen Teil der Abdeckung, davon abhängig machen, ob eine Rettungswache errichtet wird, reißen wir diese Frist, weil die Haushaltsmittel für eine solche Wache, der finanzielle Spielraum der Stadt, gibt es nicht her. Wir werden eine solche Wache in diesem Jahr finanziell und auch tatsächlich nicht hin. Wir hatten nochmal die Idee, vielleicht auch von städtischer Seite eine Containerlösung bereitzustellen, auch die bekommen wir in diesem Jahr mangelnd eigener Mittel nicht. Deswegen würden wir gegen das Rettungsdienstgesetz verstoßen. Wir würden zwei KTW und einen RTW im Stadtgebiet fehlen.

    Darüber hinaus verstößt dieser Änderungsantrag gegen Paragrafen 100 fortfolgende des KVG, weil uns eine Baupflicht auferlegt würde, für die wir in meinem Teilhaushalt des Amtes 37 keine Mittel eingestellt hätten. Und auch die Änderung des Leistungsverzeichnisses, der dritte Punkt, ist problematisch, der wirkt sich sogar auf alle Lose aus. Das heißt, wenn wir den Änderungsantrag stehen lassen, würde es dazu führen, dass ich im Ergebnis alles, was ich erstmal nicht mit städtischen Rettungswachen abdecken kann, mit der Stadt abdecken müsste und das kann ich mangels eigener Mittel nicht.

    Die Argumente, jetzt spreche ich es immer da persönlich an der Chemis, die Sie gebracht haben, nach dem Motto, es ist utopisch, diese Wache bis Ende des Jahres herzustellen, da gebe ich Ihnen sogar recht. Eine städtische Wache oder dass ein Dritter eine komplette Wache dort bauen kann, das ist in der Tat utopisch, aber das ist es im Übrigen bei allen anderen drei Losen auch. Das heißt, wir gehen natürlich aus, dass sich Bewerbende hier auf bestehende Infrastruktur zurückziehen, dass eine Containerlösung, eine Hallenlösung, wie auch immer, in Betracht gezogen wird und man sich damit dann auf das Los 4 bewirbt. Und wir gehen auch nicht davon aus, dass das nur ein Anbieter kann, sondern dass das durchaus mehrere Anbieter können. Das haben die Ausschreibungen in der Vergangenheit bewiesen.

    Ich bitte dringend darum, da kann ich Frau Kuhle nur unterstreichen, dass dem Widerspruch beigetreten wird. Ansonsten ist die Versorgung zum Ende des Jahres hin, zum neuen Jahr hin, akut gefährdet bei uns in der Stadt. Der Vollständigkeit halber, ohne diese Diskussion aufgreifen zu wollen, Änderungsantrag 1 ist nicht rechtswidrig, das lasse ich der Entscheidung des Stadtrates. Wenn Sie dem weiter zustimmen, also wieder zustimmen würden, würde das nicht dazu führen, dass wir einen erneuten Widerspruch einlegen müssten. Danke.



  • Lucas Kemmesies SPD/Tierschutzallianz/Volt

    Ich hätte zumindest noch eine Nachfrage. Also ich gehe weiterhin davon aus, dass das nicht möglich ist, dann zum nächsten Jahr tatsächlich mit vollen vier Losen durchzustarten, wenn man so will. Wenn das irgendwie durch die Stadt, durchs Baudezernat, durch bestimmte rechtliche Bestimmungen ein bisschen beschleunigt werden kann, dann kann man da ja vielleicht zusammenarbeiten, dass das irgendwie funktioniert mit dem entsprechenden Los Vier dann.

    Aber was zum Beispiel die Bestellfristen für den RTW angeht, also wie gesagt, die Lose, die Dienstleister, die das machen, die halten in der Regel keine RTWs vor. Und wir haben, glaube ich, auch gesetzliche Fristen, nicht Fristen, aber gesetzliche Bestimmungen, die besagen, dass die RTWs zum Beispiel nicht mehr als 200.000 Kilometer haben dürfen, dass sie hier fahren dürfen. Über so eine Sachen muss man halt einfach nachdenken und diskutieren.

    Deswegen finde ich das halt auch, also ich sag mal, es wurde beim letzten Mal auch kritisiert, dass mein Änderungsantrag, unser Änderungsantrag zu kurzfristig kam. Der Kritik stelle ich mich nach wie vor. Aber ich finde eben auch, dass die Drucksache halt wirklich nicht gut vorbereitet ist. Man muss schon sagen, dass es hier ja, und das wird ja jetzt auch nochmal in der Stellungnahme so geschrieben, dass wir sehenden Auges die Versorgung der Bevölkerung gefährden. Und da muss ich schon sagen, diese Formulierung, die ist ein bisschen fett aufgetragen. Weil das würde nämlich heißen, dass aus aktueller Sicht die Versorgung der Bevölkerung in hier in Magdeburg auch nicht gewährleistet ist. Und das stimmt ja so nicht.

    Also Sie haben ja sogar die Zahlen reingeschrieben, wie sich die Notfallzahlen sozusagen entwickelt haben in den letzten zwei, drei Jahren. Wenn wir das über 20 Jahre ziehen, dann wird sich da wahrscheinlich ein deutlicher Anstieg ergeben. Aber in den letzten zwei, drei Jahren gab es eben keinen Anstieg. Deswegen finde ich halt auch so dieses Gutachten zumindest irgendwo fragwürdig. Aber darüber können wir nun mal nicht diskutieren.

    Worüber aber diskutiert werden kann, ist, wie zum einen diese mobile Rettungswache, anders wird es nicht gehen. Diese Fristen sind quasi nicht anders einzuhalten, dahin kommt. Da muss mit der Stadt zwingend zusammengearbeitet werden. Und dann auch, wie die RTWs und KATWs, die da stehen, mit welchen Voraussetzungen die da stehen dürfen. Das muss rechtlich klar sein. Wenn sich da dann nämlich auch, wie jetzt hier in der Stellungnahme, einfach an das Kommunalverfassungsgesetz oder dergleichen gehalten wird oder ans Landesgesetz, dann ist das höchstwahrscheinlich so in der Form nicht umsetzbar.



  • Simone Borris Oberbürgermeisterin

    Sehr geehrter Herr Stadtrat Vorsitzender, sehr geehrte Stadträtinnen und Stadträte, meine sehr geehrten Damen und Herren,

    ich möchte den Sachverhalt zur ursprünglich in der Stadtbibliothek vorgesehenen Lesung von Herrn Arne Semsrott am 5. Juni anhand meines derzeitigen Kenntnisstandes einordnen. Und deswegen ist mir auch wichtig zu sagen, dass ich hier nicht als Verteidigungsrede das Ganze rüberbringen will, sondern ich möchte den Sachverhalt darstellen, wie er sich nach der bisherigen Aufarbeitung für mich darstellt.

    In meiner Dienstberatung am 14. April wurde die Veranstaltung im Zusammenhang mit Fragen der parteipolitischen Neutralität vor Wahlen angesprochen, also nur angesprochen. Eine Entscheidung oder Weisung meinerseits, die Veranstaltung abzusagen, die Lesung zu untersagen oder die Kooperation der Stadtbibliothek zu beenden, hat es nicht gegeben. Ebenso möchte ich klarstellen, Grundlage meiner Befassung war nicht eine Bewertung des Autors, ich kenne weder ihn noch seine Bücher, also auch seines Buches oder welches Buches auch immer oder einzelne Inhalte als provokant zu bewerten. Dieser Begriff war für meine Überlegung überhaupt gar nicht maßgeblich und ist von mir in diesem Zusammenhang auch gar nicht verwendet worden. Ich habe mich an der Diskussion der Dienstberatung auch gar nicht weiter beteiligt, wie gesagt, weil ich gar keine Kenntnis habe, weder von ihm noch von den Inhalten seiner Bücher, in welche Richtung die gehen. Anders als vielleicht in der Dienstberatung andere Kollegen, die sich da sehr wohl auskannten.

    Im Zuge der nunmehrigen Aufarbeitung ist deutlich geworden, dass bereits am 9. April eine fachliche Einordnung der Stadtbibliothek vorlag. Darin wurde ausdrücklich dafür geworben, die Veranstaltung wie geplant in der Stadtbibliothek stattfinden zu lassen. Diese Einordnung verwies unter anderem auf die Rolle der Stadtbibliothek als Ort des demokratischen Diskurses, der Meinungsvielfalt sowie der Meinungs- und Kunstfreiheit. Diese Inhalte waren in der Dienstberatung am 14. April jedoch nicht Gegenstand der Erörterung und waren mir in diesem Zusammenhang nicht bekannt. Sie hätten für eine vollständige Bewertung des Sachverhaltes eine wesentliche Rolle gespielt.

    Vor diesem Hintergrund ist festzuhalten, ich habe keine Absage angewiesen. Ich habe um Prüfung gebeten, dass daraus im weiteren Verlauf gegenüber den Kooperationspartnern der Eindruck einer Absage oder eines Rückzuges der Stadtbibliothek entstanden ist, war nicht in meinem Sinne. Ich kann nachvollziehen, dass der weitere Verlauf bei den Beteiligten irritierend, enttäuschend oder auch verletzend angekommen sein kann. Gerade deshalb ist es mir ein besonderes Anliegen, den Sachverhalt nicht nur schriftlich oder öffentlich zu bewerten, sondern ihn persönlich mit den Beteiligten zu besprechen. Zu einem solchen Gespräch habe ich für kommende Woche Mittwoch eingeladen. Wir haben die Zusage sowohl von dem Autor als auch von der BILD-Stiftung.

    Für mich ist entscheidend, eine Stadtbibliothek muss ein Ort der offenen Debatte bleiben. Gerade deshalb müssen Entscheidungen, die diesen Raum betreffen, sorgfältig, transparent und auf vollständiger Informationsgrundlage getroffen werden. Wenn in diesem Vorgang ein anderer Eindruck entstanden ist, nehme ich das ernst. Ich werde deshalb dafür sorgen, dass wir den Sachverhalt sauber aufarbeiten, mit den Beteiligten besprechen und daraus für künftige Verfahren klare Schlussfolgerungen ziehen. Warum? Weil mein Anspruch ist, Magdeburg bleibt eine Stadt, in der kontroverse Debatten möglich sind und in der Verwaltungshandeln nachvollziehbar, fair und verantwortungsvoll erfolgt.

    Vielen Dank.



  • Sehr geehrte Damen und Herren Stadträtinnen und Stadträte,

    Herr Dr. Hoppe drückt sich heute. Die Drucksache ist eigentlich das Ergebnis unserer oder Ihrer Kritik oder auch Ihrer Hinweise, die Sie im letzten Stadtrat gegeben haben, nachdem Herr Dr. Hoppe damals ohne mich natürlich erläutert hat, worum es eigentlich geht. Der entscheidende Absatz, es hat sich nichts daran geändert, ich wollte jetzt auch gar nicht auf die Begründung oder sowas eingehen, in den Beschlusspunkten steht das drin, was wir Ihnen vorgeschlagen hatten, nämlich, dass wir ausschließlich für die, zunächst ausschließlich für die öffentlichen Sitzungen und in einem bestimmten Zeitraum, nämlich ab heute, wir sind nämlich bereits in der Testphase mit SpeechMind, allerdings nicht mit dem Stadtrat, sondern verwaltungsintern und bis einschließlich 30.09. die Software hier auch für die Stadtratssitzungen testen würden und dann natürlich im nächsten Schritt auch den Ausschüssen die Chance geben wollen, um diese Software zu nutzen.

    Meine Kolleginnen, die damit bereits arbeiten, sind hellauf begeistert, ich im Übrigen auch, wir haben uns das bereits angeguckt, im AM12 habe ich aber, wurde aber das letzte Mal alles schon gesagt, sind gute Erfahrungen gemacht worden, wir werben wirklich nachdrücklich dafür, dass Sie das unterstützen. Wir würden es, wenn die Testphase vorbei ist und Sie sich dem heute anschließen könnten, wofür wir unfassbar dankbar wären, das meine ich ganz ehrlich, wirklich und gar nicht ironisch, würden wir das natürlich evaluieren mit Ihnen als Information oder als Vortrag oder als gemeinsame Veranstaltung natürlich auch vorstellen.

    Ganz entscheidend in dieser Drucksache ist allerdings ein Absatz, auf den ich erstmal ganz kurz eingehen möchte, weil der, auf den haben wir so nicht hingewiesen das letzte Mal. Es kamen schon Fragen von Ihnen vereinzelt an uns, wieso denn jetzt die Drucksache, wenn wir uns dazu schon geäußert haben. Zum jetzigen Zeitpunkt liegen uns nur 27 Zustimmungserklärungen von Ihnen vor und wenn Sie mal rechnen, ist das weniger als die Hälfte, also nur auf der Grundlage der Zustimmungserklärung würden wir das nicht einführen wollen, weil wenn wir das auf dieser Grundlage machen würden wollen, dann müsste bei jedem, der jetzt noch nicht sich einverstanden erklärt hat, das Mikro sozusagen, also nicht das Mikro, aber die Aufnahme abgestellt werden und dann wäre das ganze Ding sinnlos und dann könnte auch die Software damit nicht mehr arbeiten.

    Aber es ist nun mal so, dass nach der DSGVO eine Verarbeitung von Daten und Sie wissen, dass Ihre Daten hier schon seit 2012 verarbeitet werden für den Livestream zum Beispiel, verarbeitet werden könnten, wenn dies im öffentlichen Interesse liegt und das öffentliche Interesse an Stadtratssitzungen und deren Niederschriften ist doch wohl unstrittig hoch. Und deswegen werbe ich wirklich nachdrücklich dafür, geben Sie uns und vor allen Dingen auch sich die Chance effektiver, digitaler und vor allen Dingen auch moderner unterwegs zu sein. Es sind schon einige Kommunen, die uns das in Magdeburg, Quatsch, die uns das in Sachsen-Anhalt voraus haben und deutschlandweit natürlich auch. Herr Dr. Hoppe hat das das letzte Mal ja schon ausgeführt und die Präsentation hängt ja auch hinten dran an der Drucksache.

    Geben Sie uns eine Chance, seien Sie ein bisschen mutig, vertrauen Sie uns vielleicht doch mal ein bisschen, zumindest dem Sitzungsdienst, im ersten Schritt. Stimmen Sie doch bitte zu. Achso, echt noch eine kleine Drohung zum Schluss? Wenn Sie das natürlich nicht beschießen, dann können wir es auch nicht einführen. Sowas zum Beispiel. Nein, wenn Sie das nicht beschießen, dann wird es natürlich auch für die Ausschüsse nicht eingeführt. Das ist die natürliche Folge, weil wie soll das funktionieren? Dankeschön. Vielen Dank.



  • Ich war wirklich irritiert, als ich diese Drucksache gesehen habe, beziehungsweise als wir in unserer Fraktionssitzung gehört haben, dass es dazu eine Drucksache geben wird. Aus dem einfachen Grund, uns wurde vorgegaukelt, Entschuldigung, wenn ich das so sagen muss, ich bin da ein bisschen, ich bin da ein bisschen drüber über diese ganze Art und Weise. Wenn man vorher gesagt hätte, wir machen eine Drucksache, okay. Aber erst zu sagen, ihr dürft, also wir möchten gerne euer Einverständnis haben und wenn dieses Einverständnis nicht da ist, also wenn sich nicht alle beteiligen oder wenn es mehr als zehn Personen sind, dann wird das eben nicht stattfinden. Das war eine Aussage, das war eine klare, deutliche Aussage.

    Und dann kommt man plötzlich um die Ecke und sagt, es tut mir leid, aber jetzt ist das nicht zustande gekommen, es haben sich so viele nicht zurückgemeldet. Ich meine, wenn sich jemand nicht zurückmeldet, hat das sicherlich auch einen Grund, denn wenn ich etwas unbedingt will, dann melde ich mich schon. Also ist das für mich auch ein Signal. Und jetzt zu kommen und zu sagen, also das, was ihr jetzt hier, wir haben uns da wirklich, also gerade ich habe mir wieder sehr viel Gedanken drüber gemacht, ja, und man gibt uns das, wir sollen das unterschreiben und dann sagt man, April, April, ist ja wurscht, was ihr unterschrieben habt, weil wir machen jetzt eine Drucksache und da ist ja wieder ein Mehrheitsbeschluss. Und wie der Mehrheitsbeschluss dann aussieht, das weiß ich. Und darauf spekuliert man.

    Und ich hätte kein Problem damit gehabt, wenn man von Anfang an gesagt hätte, wir machen eine Drucksache. Aber zuerst so den Schein zu erwecken, ihr dürft ja mitbestimmen, ob wir das machen oder nicht. Und es dann doch zu machen, das finde ich persönlich, und das ist jetzt wirklich meine persönliche Meinung, finde ich nicht ordentlich, das ist für mich keine gute Vorbereitung. Denn wenn man das richtig durchdacht hätte von Anfang an, dann hätte man es gleich so machen können und dann hätte man sich das Ganze sparen können. Ich könnte jetzt ja ganz böse sagen, wie viele Bäume mussten dafür sterben, nein, das mache ich natürlich nicht, aber das hätte man sich wirklich die Arbeit und den Frust und das Ganze hätte man sich sparen können.



  • Dr. Kathrin Meyer-Pinger CDU/FDP

    Liberal heißt ja auch, unterschiedlicher Meinung zu sein manchmal. Ich ehrlicherweise begrüße diese Drucksache schlicht und ergreifend deshalb, weil es ein klares Bild vermittelt über das, was wir wollen oder was wir auch nicht wollen. Ich bin ganz eindeutig dafür, ein wenig mehr Digitalität oder Digitalisierung hier Einzug halten zu lassen, insbesondere auch deshalb, weil wir uns in Ermangelung an personellen Ressourcen mit vermutlich einem überschaubaren finanziellen Ressourceneinsatz durchaus einen großen Mehrwert versprechen können.

    Und es geht hier aus meiner Sicht wirklich um eine relativ kurz und überschaubare Möglichkeit, eine Pilotierung, in der wir prüfen können, wie hoch ist der Mehrwert. Und ich muss ganz ehrlich sagen, gerade weil wir bereits jetzt, und das hat Frau Dr. Ignatuschtschenko ja schon angesprochen, bereits seit Jahren, wenn wir es wollen oder auch nicht wollen, über YouTube unsere eigenen Wortbeiträge verfolgen können oder es auch nicht tun und wir am Ende darüber auch die Möglichkeit jetzt schon hätten, Wortprotokolle aus unseren Beiträgen in YouTube erstellen zu können und by the way erstellen zu lassen über andere interessante Tools, die ich jetzt hier gar nicht nennen möchte, halte ich es durchaus für sinnvoll und auch absolut für tragfähig und nachvollziehbar, genau das hier bei uns im Stadtrat auch zur Anwendung kommen zu lassen.

    Und ich finde ehrlicherweise auch ganz persönlich es hervorragend, wenn wir genau das nicht nur im Stadtrat tun, wobei wir sowieso schon über YouTube verfolgen können, sondern das auch für die Ausschusssitzungen nutzen, weil wir durchaus den einen oder anderen Punkt haben, wo ich mich nicht immer, ohne jemanden persönlich zu kritisieren, sondern ich kann das sogar sehr gut nachvollziehen, nicht immer so in den Wortbeiträgen, an die ich mich noch erinnern mag, wiedergefunden habe in diesen Protokollen. Und das ist auch völlig nachvollziehbar, wir machen keine Wortprotokolle, aber mit einer solchen Software ist es durchaus möglich, die jeweiligen Beiträge auch entsprechend so abzubilden, wie sie tatsächlich auch in den Ausschusssitzungen stattgefunden haben.

    Insofern klares Go von mir und ich hoffe einige oder hinreichend viele Stadträte pflichten bei.



  • Das kleine Gerätchen war gerade irgendwie ein bisschen hektischer als ich und hat Mehreres geklickt, aber alles gut. Ich will nur noch mal sagen, die Einverständniserklärung habe ich als Schnellschuss empfunden und das habe ich ja in der letzten Debatte, als wir darüber das erste Mal sprachen, ja auch deutlich gemacht, dass das irgendwie so nonchalant einfach dahin geworfen wurde und jetzt unterschreibt mal und dann machen wir hier Aufzeichnungen.

    Grundsätzlich finde ich das Vorgehen gut und richtig und eben auch zur Entlastung des Personals wichtig, dass wir die Prozesse mehr digitalisieren als bisher. Und wie wir jetzt der Drucksache entnehmen können und das möchte ich gerne positiv unterstreichen, hat ja die kurze Diskussion in der letzten Stadtratssitzung auch dazu geführt, dass in dieser Drucksache heute Ergänzungen erfolgt sind zu dem Zettel, den wir als Einverständniserklärung bekommen haben.

    Und ich will auch genau sagen, was und zwar, dass es sich dabei nur um die öffentlichen Sitzungen handelt. Das waren so Unbekannte, die wir vorher hatten. Für mich sind die Punkte heute geklärt und ich kann mir sehr gut vorstellen, dem Verfahren auch zuzustimmen an der Stelle.



  • Es geht mir wirklich darum, um die Verfahrensweise, wie mit uns verfahren wurde in diesem Kontext. Darum ging es. Die Drucksache heilt einiges. Nichtsdestotrotz, ich will nur mal sagen, ich habe sogar abgegeben. Ich habe sogar abgegeben gehabt. Ich sehe ein Nicken.

    Also es geht wirklich nicht darum, ob ich das in der Probezeit machen möchte oder nicht, sondern ich bemängele wirklich wieder mal das Verfahren, dass man erst etwas sagt, dass man unsere Meinung haben möchte und dann sagt, wenn es uns nicht passt, dann machen wir es ja doch. Darum geht es mir.

    Und deswegen ist auch mein Abstimmungsverhalten entgegen meiner damals getroffenen Zusage jetzt anders, weil es eine Drucksache ist und nicht meine freiwillige Meinung, Entscheidung.



  • Ja, weil ich schon die erste Wortmeldung gesehen habe, ist es mir wichtig, dazu mal drei Sätze zu verlieren. Eins vielleicht vorweg. Dieser Antrag richtet sich in keiner Weise gegen unsere Veteranen, von denen ich zumindest persönlich tiefsten Respekt empfinde.

    Der Hintergrund ist folgender. Wir haben den Stadtratsauftrag bekommen, ein Konzept gemeinsam mit der Bundeswehr zu erstellen für die Abhaltung eines städtischen Veteranentages hier in Magdeburg. Ein solches Konzept ist aus verschiedenen Gründen, das hatte ich in der Drucksache dargelegt, gescheitert. Wir haben daraufhin nicht aufgehört, sondern haben quasi überobligatorisch versucht, eine städtische Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Die hätte eine Lesung, eine Ausstellung beinhaltet, aber sie hätte auch Kosten beinhaltet. Kosten personeller und fiskaler Natur. Und diese Kosten sind weder bei mir im Dezernat noch in anderen Dezernaten entsprechend eingeplant gewesen.

    Deswegen die Bitte an Sie, diesen Beschluss aufzuheben. Ich bleibe auch dabei, das hatte ich damals, letztes Jahr schon gesagt, wo Sie diesen Beschluss gefällt haben. Ich halte das auch nicht für eine städtische Aufgabe, so einen Veteranentag abzuhalten. Ich sehe da ehrlich gesagt eher das Land und die Veteranenverbände in der Pflicht. Und nach meiner Kenntnis plant das Land da auch etwas um den Veteranentag im Juni herum. Aber wir als Stadt können das nicht organisieren. Ich bitte herzlich um Zustimmung. Danke.



  • Also die Aufhebung ist ein falsches Signal, ganz klar. Der Veteranentag ist ein Zeichen der Anerkennung für Soldaten und Veteranen. Die Haushaltslage ist ganz klar auch nachvollziehbar, aber kein Grund für gar nichts. Nicht immer ist ein Großevent notwendig.

    Zum Beispiel könnte man auch einen Empfang im Rathaus machen oder eine Beflaggung vornehmen. Der Beschluss sollte lieber angepasst werden, statt komplett aufgehoben. Und insbesondere Magdeburg als Landeshauptstadt sollte dafür ein Zeichen setzen, dass man die Wertschätzung und Respekt und das Anbrechen der Öffentlichkeit auch da gut oder kundtut.

    Deswegen, wie gesagt, komplett aufheben, falsches Signal, vielleicht eher mal eine Anpassung, was man Kleineres umsetzt, um auch symbolhaft zu zeigen, dass man quasi an den Seiten der Soldaten und Veteranen steht. Deswegen lehnen wir ab.



  • Anerkennung, Wertschätzung, Veteranentag, das sind natürlich alles Begriffe, die wir zu 100 Prozent unterstützen. Aber wenn ich es gerne mache, möchte ich daran erinnern, das ist genau das, was die AfD damals vorhergesagt hat. Wir hatten damals das kritisiert, dass man hier als Stadt Magdeburg etwas übers Knie bricht.

    Wenn ich da richtig in Erinnerung hatte, würde man irgendwelche Gutscheine für den Elbauenpark rausgeben und so weiter. Das ist doch alles nicht dementsprechend, wie so ein Tag gestaltet werden muss. Das ist Landesaufgabe. Deswegen gab es den Änderungsantrag von uns, glaube ich, damals, sich ans Land zu wenden und dafür Sorge zu tragen, dass die, die dafür verantwortlich sind, auch die Verantwortung übernehmen.

    Und dass wir als Stadt Magdeburg nicht irgendwas übers Knie brechen, was nicht dementsprechend ist, wie so eine Veranstaltung hier ablaufen soll. Und schon gar nicht mit irgendwelchen Gutscheinen oder vielleicht bloß eine Flagge hissen oder hier kurz ins Rathaus einzuladen auf Kaffee und Kuchen. Das ist nicht dem Anlass entsprechend. Und deswegen unterstützen wir die Rücknahme dieses Antrags.



  • Carola Schumann CDU/FDP Kulturausschuss

    Für den Kulturausschuss. Wir hatten den Beigeordneten schon im Vorfeld zu dieser Information im Kulturausschuss. Er hat uns diese Information erläutert, genauso wie er es heute auch gemacht hat. Und wir waren im Kulturausschuss der Meinung, dass das alles nachvollziehbar ist.

    So war die Meinung, es ist ja am 13.02. dem zugestimmt worden. Und zwar nicht, weil der Kulturausschuss sagt, die Veteranen gehören nicht gewürdigt, sondern weil wir wirklich sagen, in der jetzigen Situation kann die Stadt es nicht stemmen.

    Wir sehen auch Vereine und den Bund und das Land da in der Verantwortung und sagen, wir können uns das natürlich gemeinsam vorstellen. Man kann es gern auch wieder auf die Agenda holen, wenn die Zeit ist, aber begleitend und zwar die Stadt begleitend, nicht als Ausrichter eines solchen Tages.

    Deshalb hat der Kulturausschuss abgestimmt, wie er abgestimmt hat, nämlich dem zugestimmt.



  • Sehr geehrter Stadtratsvorsitzender, herzlichen Dank, dass ich jetzt noch reden darf. Ich möchte gerne anmerken, die Aufforderung zur Abstimmung ist in einem Satz gefallen mit Einbringung, Redebedarf, Abstimmung. Da war kaum Gelegenheit, sich wirklich zu melden, zumal ich unter dem Punkt Einbringung gerne sogar noch etwas einbringen möchte. Und zwar würde ich gerne einen mündlichen Änderungsantrag formulieren an der Stelle und zwar zum Punkt 5.

    Wir alle wissen, wie wichtig uns die Sanierung der Kapelle des Südfriedhofes ist. Nicht umsonst war das 2016 bereits schon mal Thema. Und wer bedauerlicherweise auch die Kapelle aus persönlichen, privaten Gründen nutzen muss, weil man dort zu einer Trauerfeier geht, weiß, wie schwierig das ist, gerade Menschen mit Einschränkungen. Und wir reden hier auch oftmals über eine Zielgruppe, die ein höheres Alter hat, dass es schwer ist, in die Kapelle hineinzukommen und man dann externe Unterstützung benötigt, die den Personen helfen, dort hineinzukommen. Also ist es wichtig, dass wir hier eine barrierefreie Sanierung vornehmen, ohne Frage.

    Und ich möchte gerne, dass der Punkt 5 geändert wird. Ich möchte einen Antrag, einen mündlichen Änderungsantrag stellen. Und zwar erkläre ich den vorher und dann würde ich Ihnen die Änderung vorlesen. Möchten wir gerne zum einen, dass das Effizienzprogramm insbesondere geprüft wird, ob hier Fördermöglichkeiten bestehen. Und zum anderen möchten wir gerne einbringen, dass, wenn es bis zu einem bestimmten Zeitpunkt und zwar bis zum Ende des zweiten Quartals des kommenden Jahres nicht gelungen ist, Fördermittel zu akquirieren, dass die Stadt dann Haushaltsvorsorge betreibt. Und zwar aus dem einfachen Grund, damit sind wir wirklich in der Verantwortung, hier eine Barrierefreiheit zu schaffen, die wir, wenn es nicht möglich ist, über Fördermittel zu ermöglichen, dann auch umsetzen können. Aber auf der anderen Seite stärkt es auch nochmal die Inanspruchnahme von Fördermitteln aus unserer Sicht.

    Ich lese jetzt mal die Änderung vor. Die Umsetzung der Investitionsmaßnahme erfolgt nach Möglichkeit bei zur Verfügung stehenden Fördermitteln. Hierzu sind geeignete Fördermöglichkeiten, insbesondere des Effizienzförderprogramms, zu erschließen und entsprechende Anträge zu stellen. Wurden bis zum zweiten Quartal 2027 keine Fördermittel akquiriert, ist über den folgenden Haushalt entsprechend finanzielle Vorsorge zu treffen. Und ich denke, in unserem Sinne sollten wir auch so agieren.



  • Frau Anger, die Intention ist nicht schlecht, aber brauchen wir nicht. Aus den folgenden Gründen.

    Wir hatten den Antrag oder die Drucksache im Bauausschuss, da war ich mit bei. Ich hatte die Drucksache im Finanzausschuss mit behandeln und abstimmen dürfen. Und bei Punkt 5 ist es so, das kenne ich und das war in der Regel immer so, auch im Finanzausschuss, wenn es keine Fördermittel gibt, gibt es eine Information und dann wird entsprechend nochmals geprüft, was für Möglichkeiten bestünden für solche Maßnahmen, die jetzt nicht förderfähig sind. Und dann guckt man, wo man das Geld herholen könnte oder auch nicht.

    Aber jetzt einen Änderungsantrag in der Form, den bräuchten wir eigentlich nicht, weil, wie gesagt, das hat Herr Vorsitzender Schwenke ja schon gesagt, der war einstimmig und lassen Sie uns das so abstimmen, bitte.



  • Herr Rupsch, dann frage ich mich in der Tat, warum das seit 2016 einfach nicht umgesetzt wurde. Wo ist denn die Information geblieben, dass es nicht finanziert wird? Wo ist die Aktivität des Stadtrates geblieben, das doch zu finanzieren?

    Warum müssen wir zehn Jahre warten, um einen weiteren Warteschleifenbeschluss zu fassen, der nicht mal in Punkt 5 ein konkretes Datum beinhaltet? Also das heißt ja, die Verwaltung kann jetzt die nächsten zehn Jahre gucken, ob es möglicherweise Fördermittel gibt. Dann haben wir 20 Jahre auf Barrierefreiheit gewartet, das hilft den Menschen dieser Stadt nur wenig.

    Deswegen würde ich gerne wirklich Nägel mit Köpfen machen und das konkret machen. Und was hindert uns denn daran zu sagen, ihr habt jetzt Zeit bis Ende 2. Quartal des kommenden Jahres, das sind mehr als zwölf Monate, Fördermittel zu akquirieren. Das erhöht auch ein bisschen die Verantwortung auf Seiten der Verwaltung und sollte auch im Interesse des Finanzausschusses sein.



  • Ich hatte Gelegenheit, an der Ausschusssitzung des Betriebsausschusses SFM teilzunehmen, wo wir sogar eingeladen waren, vor Ort uns ein eigenes Bild zu machen durch eine Besichtigung dieser historischen, vermeintlich sogar schönsten Trauerhalle, wenn ich das mal so frei bei Herrn Matz, dem eigenen Betriebsleiter, zitieren darf.

    In dem Zusammenhang will ich einfach nur darauf hinweisen, dass bei dieser Führung wir auch darauf hingewiesen worden sind, dass es Bauschäden gibt, schon jetzt, auch jenseits der wichtigen Herstellung der Barrierefreiheit. Wandmalereien, Fresken sind beschädigt. Es gibt Nässe, Stau, Schäden, die alle nicht Bestandteil dieser Drucksache sind, die aber dringend behoben werden müssen. Ich will das hier einfach mal gesagt haben, damit es auch alle gehört haben.

    Man hat damals versprochen, auch Herr Matz hat das gesagt, das wird aus der laufenden Bauunterhaltung erledigt. Hoffentlich ist es so, weil in den meisten Fällen wissen wir ja, dass diese Mittel in der laufenden Bauunterhaltung, die über das KGM dann die auch bloß begrenzte Mittel haben, den Eigenbetrieben zur Verfügung gestellt wird, dass es ja dann oft nicht reicht. Es ist mir schon wichtig, dass wir uns heute das auch ins Gesicht rufen, dass da also noch andere Schäden sind, die dringend behoben werden müssen, die Geld kosten. Und ich wünschte mir dazu auch hier meine Aussagen im Hohen Haus, ob das denn wirklich so vorgenommen werden wird.

    Und ich möchte kritisch anmerken, das ist nicht nur mir aufgefallen, dass ich mir schon gewünscht hätte, dass es tatsächlich eine echte Stellungnahme der Behindertenbeauftragten geben soll. Ich meine ja allein der Titel dieser Drucksache, da ist das Wort Barrierefreiheit schon drin. Wenn nicht hier, an welcher Stelle denn dann, soll eine Behindertenbeauftragte denn eine Stellungnahme abgeben, nur ein Kreuz in einer Verwaltungsdurchlauf-Arbeitsblatt-Geschichte. Also da muss ich ganz ehrlich sagen, ist unsere Fraktion doch viele Jahre gewohnt gewesen. Ein Niveau, das Herr Fischner vorgelegt hat, wo auch eine verbale Stellungnahme stattfindet. Ein Satz hätte ja genügt, denn wer vor Ort schon mal war, und da bin ich auch fertig, weiß, wie schwierig es ist, dort aus baulichen Gründen überhaupt eine Barrierefreiheit herzustellen, weil man ja auf einer Ebene drei verschiedene Höhen ausgleichen muss.

    Vielen Dank. Änderungsantrag, soll ich sagen, steht jetzt auf dem Mandatus, damit Sie nochmal in Ruhe nachgucken können, liebe Kollegen.



  • Die Bemerkung zur Behindertenbeauftragten dachte ich, hätten wir im Ausschuss geklärt. Sie hatte angekreuzt keine Stellungnahme, weil sie keine Kritik hatte und keine weiteren Anmerkungen hatte. Sie ist beteiligt worden und damit fertig. Man kann, das haben andere Stadträte vorgeschlagen, vielleicht der Behindertenbeauftragten empfehlen, sie möge mal ein paar Sätze schreiben. Aber das ist aber ihre Aufgabe und ihre Zuständigkeit. Darüber werde ich jetzt keine Bewertung abgeben.

    Die Baumaßnahme ist schon eine dringliche, das haben Sie richtig beschrieben. Allerdings, Herr Müller, haben Sie jetzt verschoben die Unterhaltung mit der wirklichen Baumaßnahme. Herr Matz hat zugesichert, dass diese Schäden auch kleinster Art außerhalb der Baumaßnahme beseitigt werden. Da dürfte kein Problem drin liegen.

    Wir haben den Fördermittelvorbehalt deshalb aufgenommen, weil wir im Rahmen des gesamten Tableaus der Investitionen und Maßnahmenliste und der Zuschüsse für die Eigenbetriebe für solche Investitionen gewisse Grenzen einhalten mussten. Und das haben wir austariert. Wir haben, wie Sie gesehen haben, auch nicht die umfassendste Variante gewählt, die Variante 3 oder C, sondern haben die mittlere gewählt, um gerade den wichtigen Punkt der Barrierefreiheit zu lösen und, was auch arbeitsrechtlich von Interesse sein muss, den Sanitärtrakt sowie die Trinkwasser- oder überhaupt Wasserversorgung, Heizungsversorgung und den Aufenthalt der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, jetzt passt das mal richtig, so zu organisieren, dass man nicht aus der Dusche kommt und im Gemeinschaftsraum landet. So ist es da ja zu sehen.

    Das hat eine große Wichtigkeit und deswegen sehe ich auch keinen Grund, hier dem Änderungsantrag zu folgen, das Stadtrat hat zu entscheiden.



  • Ich hätte mal ein paar Fragen, und zwar, mich würde mal interessieren, da ich es auch nirgendwo gelesen habe in der Drucksache, was sagt eigentlich der Sportverein dazu, zu diesem Anbau, Neubau?

    Ich kenne ja das alte Objekt, wenn ich jetzt die Summe sehe, dann kommt mir die Summe sehr wenig vor, also viel zu wenig, und ich glaube, wir bauen dann zu klein. Der Platz wird nicht ausreichen, bei den Duschen, bei den Toiletten oder was auch immer, muss ich das so sagen, da habe ich große Bedenken bei, für so einen Sportverein, der so erfolgreich ist zurzeit.

    Also da wundere ich mich schon, dass das so ist. Ich habe das ja letztens im Jugendhilfeausschuss auch gesehen, für Neubauten, was heute auf der Tagesordnung noch steht, wo wir ja kürzen, manchmal sagt man das ja uns auch vorher, aber hier sehe ich das nicht. Aber mir kommt die Summe eben viel zu wenig vor, für diesen Anbau, für so einen großen Sportverein.



  • Tim Rohne CDU/FDP Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr

    Ich habe tatsächlich in der StBV-Sitzung dazu teilgenommen und kann den Beigeordneten Rehbaum jetzt einmal entlasten. Die komplette Baumaßnahme ist mit dem Verein abgestimmt. Ich habe dazu auch Fragen gestellt. Beim nächsten Mal einfach in Ausschusssitzungen teilnehmen. Dann kann man sich das hier im Stadtrat sparen.

    Die Drucksache ist lange überfällig. Die Zustände, die dort herrschen, das steht in der Stellungnahme drin, sind seit 20, 30 Jahren mittlerweile völlig unhaltbar. Da besteht mittlerweile mehr aus irgendwelchen Pappwänden und Rost als aus tatsächlich irgendwelchen funktionsfähigen Bauten. Das soll so schnell wie möglich umgesetzt werden. Wir werden einstimmig zustimmen. Die 450 Vereinsmitglieder haben das dringlich.



  • Sehr geehrte Damen und Herren Stadträte,

    Herr Rohne hat es im Prinzip schon gesagt, selbstverständlich haben wir das mit dem Verein abgestimmt und wir sind froh, dass wir es umsetzen können. Wir haben ja zum Glück auch nochmal eine zweite Förderung über Städtebau bekommen und wir haben einen funktionellen Neubau mit allem, was der Verein braucht.

    Also, wir haben Umkleiden, wir haben Sanitär, Kraftraum, Vereinsraum, Lager, Technik, Sportgeräte. Es ist abgestimmt und wenn Sie heute zustimmen, dann werden wirklich 30 Jahre Übergangsvariante mit Container dann bald, nämlich Ende 2027, beendet.



  • Ja, sehr geehrte Damen und Herren, vom Grundsatz her ist es so, dass Schülerinnen und Schüler am Wohnort beschult werden. Nun macht es aber wenig Sinn, dass in jeder Stadt, in jedem Landkreis alle Schulangebote vorgehalten werden. Insofern gehört auswärtige Beschulung zu uns natürlich als Oberzentrum schon sehr lange dazu. Wir haben aktuell 3.300 auswärtige Schülerinnen und Schüler hier bei uns. Das sind 11 Prozent der Gesamtschülerzahlen. Insbesondere betrifft das solche Schulen wie berufsbildende Schulen, weil dort bestimmte Fachklassen oder Bildungsangebote vorgehalten werden.

    Wir haben aber auch die inhaltlichen Schwerpunktschulen Sport und Siemens beziehungsweise auch Förderschulen wie beispielsweise die Förderschule Sprache. Sie gehören also zu unserer Schulentwicklungsplanung. Wir wollen diese Schülerinnen und Schüler hier in Magdeburg und wir möchten auch die Aufgaben als Oberzentrum hier wahrnehmen. Allerdings, das muss man auch sagen, wer bestellt, bezahlt. Wir möchten uns unsere Aufwendungen bezahlen lassen, weil nämlich die Landkreise natürlich auch Geld sparen, indem sie die Schülerinnen ja bei sich nicht beschulen müssen.

    Im alten Schulgesetz gab es mit der Gastschulbeitragsverordnung dort eine Regelung. Wir haben also die stammt aus 1995. Das ist längst nicht kostendeckend, aber wir haben eine Regelung gehabt, dass Gastschulgelder zu zahlen sind. Das hat für die Landeshauptstadt immerhin 1,5 Millionen Einnahmen und rund 200.000 Aufwendungen, also ein positives Einnahmen-Delta von 1,3 Millionen ergeben. Im neuen Schulgesetz überlässt uns das Bildungsministerium jetzt sozusagen in die Einzelabstimmung untereinander zu gehen. Es gibt im Paragraf 66 die Möglichkeit, Vereinbarungen abzuschließen. Das ist eine Kannbestimmung und der Paragraf 41 sagt eindeutig, abgebende und aufnehmende Schulträger müssen zustimmen. Es gibt aber keine Regelung, was passiert, wenn diese nicht zustimmen.

    Wir haben also versucht, in vielen Gesprächen auf Ministerialebene, auf Landesschulamtsebene, auch in der Arbeitsebene mit den Landkreisen hier eine Regelung zu bekommen. Nun kann man sich vorstellen, freiwillig zahlt keiner Geld. Also haben wir im März an die Landkreise richtig schön gegeben, eine Vereinbarung, wie wir das gerne hätten und wir haben sogar die Kosten hinten dran gehangen. Das muss man sagen, die Kostenberechnung, wenn wir alles bezahlen würden für diese 3.300 Kinder, das sind 3,4 Millionen Euro Erträge, die wir hätten. Das ist Basis Schuljahr 2024, 2025. Da kann man nicht einfach darauf verzichten. Das ist in der Haushaltskonsolidierung und so weiter überhaupt nicht möglich. Das ist rechtswidrig.

    Ja, was war das Ergebnis? Die Rückläufe von den Landkreisen teilweise gar nicht gemeldet. Ein, zwei haben Diskussionsmöglichkeiten zumindest angeboten und bei einigen war es dann so auf unserem Formular einfach durchgestrichen. Abgabe ja, aber ohne Geld zu zahlen. Wir standen also sozusagen vor der Wahl aufzunehmen und ich sage mal freiwillig rechtswidrig auf Geld zu verzichten oder Ihnen diese Drucksache vorzulegen, weil wir haben nur noch drei Monate bis zum Schuljahresbeginn. Es musste jetzt was passieren und alleine diese Drucksache hat schon sehr stark dazu beigetragen, den Druck aufrecht zu erhalten.

    Wir haben im ursprünglichen Entwurf der Drucksache gesagt, okay, wir haben ein Eigeninteresse. Wir möchten gern die Vereinbarung und bieten den Landkreisen als Kompromiss 80 Prozent an. Dann hat es am 13.05. im Ministerium bei Herrn Minister Riedel die Abstimmung gegeben. Dort war der Landkreistagsvertreter mit dabei vom Städte- und Gemeindebund von den Oberzentren und dort war es erstmals, dass eindeutig auch gesagt wurde, jawohl, die Oberzentren haben ein Anrecht darauf, diese Sachkostenbeiträge zu erheben. Es wurde vorgeschlagen im Sinne der Schülerinnen und Schüler und auch der Schulen, weil die drei Monate, wie gesagt, die müssen ja alles noch organisieren, zweigleisig zu fahren. Im ersten Schritt erst mal die alte Gastschulgeldverordnung noch anzuwenden für das Schuljahr, was jetzt folgt und dann in der Folge in die Verhandlungen zu gehen und dann 80 Prozent zu verhandeln. Also Sie würden uns damit beauftragen. Das ist der Inhalt des Änderungsantrages. Ich bitte Sie um Zustimmung.



  • Vielen herzlichen Dank, Herr Vorsitzender, meine sehr geehrten Damen und Herren Stadträte. In der Tat möchte ich einführen, weil im Vorfeld dieser doch sehr wichtigen Drucksache viele Gespräche geführt wurden über das, was dort im Bereich des Cable Island schon entstanden ist, auf welche Grundlage das Ganze entstanden ist. Wir haben dazu auch mit den Fraktionsspitzen dieses Stadtrates zusammengesessen und haben gemeinsam beraten, wie wir unser grundsätzliches Ziel als Landeshauptstadt, zumindest habe ich das so aufgefasst, dass wir die Entwicklung des Bereiches für das Freizeitparkes Neustädter See als sehr wichtig empfinden für wenigstens die nördlichen Stadtteile, wenn nicht gar für die gesamte Landeshauptstadt, weil es eben halt doch die örtlichen Stadtteile aufwertet mit Freizeitmöglichkeiten, mit Bereicherung, mit Vielfalt, mit Besuchermöglichkeiten, also sprich mit Austausch. Viele Dinge, die sozusagen einer Entmischung der Bevölkerung dort vor Ort entgegenwirken und deshalb auch aus planungsrechtlicher Sicht positiv sind.

    Nun hat es, wie das manchmal so ist, das ist kein Einzelfall, dann die Situation gegeben, dass der Bebauungsplan als Rechtsgrundlage etwas langsamer vorangekommen ist, als die eigentliche Bautätigkeit. Der Investor war bemüht, bis zum Jubiläum des Neustädter Sees möglichst hier eine Attraktion schon zu schaffen und war damit etwas vorschnell. Darum war die große Runde mit den Fraktionsspitzen oder den Vertretern der Fraktion schon wichtig, um zu klären, wie geht es weiter mit diesem wichtigen Projekt, auf welche rechtliche Grundlage können wir das Ganze stellen und wie schnell kommen wir mit dem Bebauungsplan, der eigentlich die rechtliche Grundlage bilden soll, voran.

    In diesem Zusammenhang haben wir dann festgestellt, dass es vielleicht noch einen anderen Weg geben könnte. Herr Wüllick als Vorhabenträger hatte einen Rechtsanwalt mit dabei, der mir gestern seine Gedanken mitgeteilt hatte, schriftlich. Darin ist zu entnehmen, dass wir womöglich auf der Grundlage von § 35 auch eine Genehmigungsfähigkeit der einzelnen Vorhaben dort herbeiführen könnten und damit eine rechtliche Grundlage schaffen können. Das ist im Moment im Baurechtsbereich noch zur Prüfung, aber nach ersten Durchsehen bin ich da durchaus positiv gestimmt, dass wir dadurch eine Genehmigungsgrundlage haben.

    Das ist erstmal die Vorgeschichte zum Bebauungsplan an sich und jetzt möchte ich zu dem kommen, was tatsächlich hier als vorhabenbezogener Bebauungsplan und als Änderung der Planungsziele Ihnen als Drucksache auf dem Tisch liegt. Nämlich, dass die Planungsziele erweitert werden. Über das eigentliche, was wir bislang hatten als Strandparks hinaus soll auf einer weiteren Fläche das Vorhaben 10.16 entstehen, also zwei Gebäude mit bis zu 19 Geschossen ergänzt durch eine Parkpalette oder überhaupt Parkmöglichkeiten, mache ich es mal allgemeiner, 130 Stellplätze und Unterkünften für die entsprechenden Mitarbeitenden, die dort diesen Komplex unterhalten und bewirtschaften.

    Dazu gab es im Vorfeld natürlich spannende Diskussionen, was sagt der Flächennutzungsplan dazu aus, ist das ein Bebauungsplan drin, wie ist das mit der Umweltverträglichkeit dieses Projektes, also eine ganze Menge Fragen, die neu zu klären sind und die weiteren Planziele habe ich Ihnen eben benannt, also sprich die bauliche Erweiterung und die Begründung, die Sie lesen können, wirft einiges an Fragen auf. Da ist dargestellt, dass im jetzigen Flächennutzungsplan natürlich diese bauliche Entwicklung noch nicht abgebildet ist und so könnte ich das durchdeklinieren bis runter.

    Nichtsdestotrotz habe ich aus der Runde insbesondere, als wir mit den Fraktionsspitzen zusammensaßen, natürlich hat die Oberbürgermeisterin dazu eingeladen, das hatte ich vorhin noch vergessen, mit anzumerken und haben wir doch schon als Verwaltung herausgehört, dass es Ihr Wunsch ist, dass dieses Projekt grundsätzlich sich positiv weiterentwickeln soll. Und um dem nachzukommen, braucht es eben halt jetzt hier nochmal den Beschluss zur Ergänzung der Baulichkeiten, weil der Investor uns in dieser Runde erklärt hat, dass sein Projekt erst dadurch richtig rund wird und ich kann Ihnen auch sagen, dass die Verwaltung schon vorbereitend daran arbeitet, die einzelnen Planwerke, ob das jetzt der Umweltbericht ist, ob das letztendlich die Änderung des Flächennutzungsplanes ist und Ähnliches, schon gedanklich vorzubereiten. Natürlich vorausgesetzt, dass Sie heute diesem Beschluss grünes Licht geben und darum würde ich Sie auch bitten, damit wir dieses Projekt für Magdeburg weiterentwickeln können. Herzlichen Dank.



  • Tobias Hartmann GRÜNE/future!

    Wir erkennen erstmal das Engagement von Herrn Böhlicke im Stadtteil an als Investor. Gleichzeitig muss man auch von dieser Investition in die Wohngebäude, Hochhäuser an diesem Standort natürlich weiterdenken.

    Im Umweltausschuss hatten wir die Drucksache auch zur Diskussion und wir als Fraktion halten es auf jeden Fall für nicht sinnvoll, weiteren Flächenverbrauch durch Stellplätze in dieser Region oder diesem Stadtteil vorzuhalten. Darum rührt auch der Änderungsantrag. Also wir verstellen uns zumindest nicht teilweise ganz der Investition, sondern fordern halt, dass die Stellplatzanlage integriert im Gebäudekomplex erfolgt. Das ist auch bei 19 Geschossen, ja, beim Hochhaus finden wir das auch angemessen. Ich meine, die Mieter oder auch Nutzer des Gebäudes können dann vielleicht auch trockenen Fußes in ihre Wohnungen fahren. Das ist ja, je nachdem, wie man zu Autoverkehr steht, auch positiv, auch als Investor, vielleicht so auch als Tipp oder Wunsch an Sie, Herr Böhlicke, die Sie da sitzen.

    Genau, und gleichzeitig möchte ich es dann auch nochmal, um diesen Änderungsantrag zu untermauern, das Baugesetzbuch Artikel 1a kurz zitieren. Erster Absatz bei der Aufstellung der Bauleitpläne, hierbei geht es um einen Bauleitplan, sind die nachfolgenden Vorschriften zum Umweltschutz anzuwenden. Und ich zitiere nochmal Absatz 2, den ersten Satz, mit Grund und Boden soll sparsam und schonend umgegangen werden. Und genau das bewirkt dieser Änderungsantrag. Wir bitten um Zustimmung.



  • Ich weiß jetzt gerade gar nicht, was ich zu diesem Antrag sagen soll. Also mit dem kompletten Vorfeldtag hat er gezeigt, dass sie bei keinem der Vorfeldtermine bei den Besprechungen dabei waren, dass sie sich nicht bei Cable Islands Leute mal um die Fraktionen eingeladen haben mit Stellen, wo die Hauptobjekte mal irgendwo, wir haben das ja proaktiv angeboten und haben damit drei Leuten gesprochen. Frage nur mich, wo das plötzlich herkommt.

    Der Grundentwurf sah einen großen Parkplatz, da gab es dann Kritik und der Ur-Ur-Grundentwurf sah sogar eine Garage vor, die dann verworfen wurde, weil das einfach aufgrund des Baches daneben einfach Überschwemmungspflicht ist. Also der Grundwasserspiegel so niedrig liegt, dass man da keine Garage ohne weiteres bauen kann. Das war der erste Entwurf, der verworfen wurde. Der zweite Entwurf, der verworfen wurde, war der relativ große, platte Parkplatz, der da draußen war, wo es dann schon um Flächenversiegelung ging. Das wurde wiederum angepasst. Das wurde auch bei dem Modell da oben dann mit angepasst.

    Dann kam diese Garage mit zwei oder drei Ebenen, was das ist, mit einer Dachbegrünung und so weiter und so fort, um den Flächenbedarf einfach runterzusetzen. Jetzt soll irgendwie zwischen den Gebäuden, zwischen den Gebäuden ist über zwei Etagen gehende Galerie, mit Aufenthaltsflächen, mit Coworking-Space, mit einem Café, was da etabliert werden soll, mit Einsätzen, weiß nicht, was da sonst noch geplant ist. Das wird sich dann wahrscheinlich in der Zeit ergeben. Wo sollen da drin Autos parken? Und da geht es gerade im Prinzip schon gar nicht.

    Dieser Änderungsantrag ist wirklich mit Verlaub, wenn man sich die Entwicklung der letzten ein, zwei Jahre und die Diskussionen und das Auf und Ab so ein bisschen mit angeguckt hat, einfach nur der Beweis, dass der Zeitverlauf, wir werden das ablehnen, die Grundlage, da werden wir.



  • Als erstes würde ich gerne mal dann beantragen, dass wir jetzt so lange Pause machen, bis das Brummen hier aufhört. Also es muss doch möglich sein, dort draußen mal den Veranstaltern zu sagen, bitte keinen Soundcheck, das brummt hier, wenn man hier hinten sitzt, man versteht gar nicht, was hier gesagt wird. Also das muss ja möglich sein, oder die drehen da draußen mal ein bisschen leiser.

    Als zweites mal zur Drucksache, ja. Also ich finde es auch eine Katastrophe, dass heute hier ein Änderungsantrag auftaucht, zumal wir uns ja mit der Verwaltung getroffen haben und eine wunderbare, vernünftige, eine menschliche Lösung gefunden haben, wo man sagen kann, da können wir mitgehen. Hier sprechen wir doch von einem Investor, der Millionen ausgibt, um dort was Schönes zu bauen. Und gehen Sie doch mal in diesen Stadtteil, und ich habe auch sogar eine Mitarbeiterin, die da oben wohnt, in dieser Ecke, und die hat sich mal so ein bisschen rumgeherrscht, was die Bürger sagen, die dort wohnen, die finden das gar nicht so schlecht. Und wer auf einer GWA war, das war ich glaube ich mal sogar schon fast zwei Jahre her, wo das mal vorgestellt wurde, selbst da wurde sich dazu positiv ausgesprochen.

    Ich finde es gut, dass wir den Tag, wo wir zusammengesessen haben in einer Runde, einen Weg gefunden haben, dass es eigentlich vorwärts geht. Was mich persönlich noch ein bisschen stört daran ist, die Genehmigung für den Weiterbetrieb für gewisse Teile ist immer noch nicht erteilt worden. Der Unternehmer darf immer noch nicht so wirtschaften, dass es wirtschaftlich ist. Das finde ich dann auch das einzigste Schlechte an der Sache. Aber sonst sollte man die Drucksache so zustimmen, wie sie hier steht, dass wir da auch mal in Gange kommen und dass jeder, der dort wohnt, auch mal sieht, es geht vorwärts.



  • Wir waren auch da. Wir haben uns das auch natürlich vor Ort angeschaut. Ich ließ mir sagen, Herr Stern sagt ja immer, Ortskenntnis ist die erste Pflicht des Beamten. Das lernt man auch, wenn man später mit dabei ist. Es ist allen voran erstmal anzuerkennen, was Cable Island oder was der Strandparks da oben geschaffen hat, auch in den letzten Jahren und welche wichtige Aufgaben er auch teilweise mit für die Stadt mit übernimmt. Wenn ich an das Mähboot zum Beispiel erinnern kann und wenn es um die Qualität des Sees geht. Das ist allen voran zu stellen.

    Was für uns sehr unglücklich lief in der gesamten Gemengelage war einerseits diese sehr spannende Diskussion über 10-16 als Bauprojekt und auf der Gegenseite die Frage nach, was legalisieren wir, was dulden wir. Das hat lange gebraucht, bis wir irgendwie durchsteigen konnten oder rekonstruieren konnten, wo vielen Kinder wahrscheinlich im Brunnen, es war nicht nur eins, es waren mehrere so von unserer Gefühlslage her.

    Bei dem Projekt, und da komme ich jetzt nochmal genau auf 10-16 zu sprechen, haben wir uns als Fraktion darauf verständigt zu sagen, uns ist sehr bewusst, dass es einen großen Wunsch im Norden gibt, dass dieses Projekt umgesetzt gibt. Gleichwohl hieß es in unserem Wahlprogramm immer, wir werden uns nicht intensiv für Projekte einsetzen, die zusätzliche Flächenversiegelung fordern werden, beziehungsweise erst positiver auseinandersetzen mit Projekten, wo zum Beispiel es mit dem aktiven Umgang mit Leerstand geht. Dann wären wir auch sehr viel offener gewesen.

    Nun ist es da oben keine qualitativ hochwertige Fläche bei dem ehemaligen Kieswerk, das muss man auch sagen. Wir sind deshalb für uns übereingekommen, uns heute dem zumindest nicht zu verirren und uns zu enthalten.



  • Tobias Hartmann GRÜNE/future!

    Herr Rohne, ich verstehe Ihre Erregung gar nicht. Es geht einfach nur um die Integration von Parkplätzen in den Baukomplex. Es steht auch nicht Tiefgarage drin, wie Sie es zitiert haben, es steht einfach Parkkassette allgemein drin. Wir wollen nicht einen Tiefbau etc.

    Gleichzeitig, nach meiner Information, wo wir die Drucksache im Umweltausschuss hatten, ist das Projekt noch in der Vorplanung, wo Sie jetzt einen Kaffee haben, was natürlich, hoffe ich, schön wird. Das wissen Sie auch noch nicht, also ich bitte wirklich auch ein bisschen um gegenseitigen Respekt, sich nicht irgendwie an irgendwelchen Lappalien runterzumachen.

    Gleichzeitig muss ich dann auch nochmal kurz darauf eingehen, also das gesamte Bauvorhaben stellt trotz allem auch einen gewissen naturschutzrechtlichen Ausgleichsbedarf dar. Also es müssen eine Million Wertpunkte nach dem Bewertungsmodell des Landesachsen-Anhalts generiert werden. Da würde ich den Beigeordneten nochmal kurz bitten, ob das denn dann überhaupt dieser Ausgleich in der Stadtfläche erfolgen kann.



  • Es ist nicht möglich auf der Fläche den gesamten Eingriff in Natur und Landschaft auszugleichen. Darum hat der Vorhabensträger Wertepunkte, Ausgleichspunkte über die Landgesellschaft erworben und die Bestätigung der Landgesellschaft liegt uns vor. Das Thema sehe ich als gelöst an.



  • Frank Schuster CDU/FDP Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr

    Wir haben im Bauausschuss das uns sehr, sehr intensiv angeschaut. Wir haben das Modell vorgestellt bekommen. Wir haben über die Parkplatzsituation gesprochen. Wir haben über die Ausgleichspunkte gesprochen. Eigentlich im Großen und Ganzen alles relativ klar und eindeutig.

    Ob ich jetzt ans Mikro gehe, ist schlicht und ergreifend. Wir reden jetzt über eine Änderung der Planungs- und über einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan. Wir reden noch nicht über eine Ausführungsplanung. Die kommt erst später. Und wenn die dann vorliegt, dann können wir uns auch darüber unterhalten, ob der Parkplatz an der richtigen Stelle ist, ob da eine Parkpalette hin sollte, ob das so eine Parkkassette wird oder nicht.

    Wir haben auf jeden Fall im Bauausschuss, und das denke ich mal so ganz wichtig, das steht auch im Protokoll drin, und der Investor hat sich dazu auch bekannt, wenn dann die Bebauungspläne mit allem Drum und Dran vorliegen, soll das auch festgeschrieben werden mit einem städtebaulichen Vertrag. Damit wir andere Bauchlandungen, die wir auch schon mal hier im Stadtrat erlebt haben, wo ein Investor mit einer super Zeichnung kam und was er alles bauen wollte, und dann hat er die Baugenehmigung bekommen, und das können Sie runtergehen an der Elbe, und dann können Sie sich die eckigen Klötze angucken, da waren mal runde Balkonen ein Drum und Dran, wir haben uns hier im Stadtrat die Köpfe heiß geredet, und letztendlich sind wir, da muss man einfach sagen, hintergangen worden.

    Und der Investor hat aber jetzt hier in diesem Fall ganz klipp und klar gesagt, er würde es in einem städtebaulichen Vertrag auch festschreiben, dass er dann in dieser Kovertur, mit dieser Gebäudeform, mit dieser Begrünung, er befürwortet das sogar, danke für den Hinweis, und dann sollten wir das jetzt auch machen und nicht schon im Vorfeld eingreifen. Und ob da nachher eine Parkkassette hinkommt, weil er Platzprobleme hat oder weil es sinnvoll ist, das überlassen wir doch jetzt bitte dem.



  • Ja, mich macht die Diskussion hier schon fassungslos. Eigentlich dachte ich, die Hauptsache geht da durch, ohne dass da jemand sich zu Wort meldet. Wir haben einen Investor, der seit Jahren sich ganz weit aus dem Fenster lebt, mit viel, viel Eigenleistung, viel Investition, viel mehr als viele andere hier in Magdeburg machen. Einen Investor, der schon seit Jahrzehnten in Magdeburg investiert und tätig ist. Also nicht jemand, der kurz vor der Angst eineinhalb Stunden vor irgendeiner Sitzung kommt mit irgendeinem Antrag oder irgendeiner Idee und die Stadt Magdeburg soll das mal schnell umsetzen.

    Sondern das läuft seit Jahren herausragend, nicht nur für Magdeburg, sondern für Sachsen-Anhalt, deutschlandweit, weltweit. Da kommen Besucher teilweise aus der ganzen Welt, aus Frankreich und so weiter, muss ich alles aufzählen. Und jetzt spielt die Linksbrühe-Fraktion hier so auf Verhinderungstaktik und kurz vor der Angst wird hier nochmal ein Änderungsantrag eingebracht, den keiner so richtig auf dem Schirm hatte. Das macht mich wirklich fassungslos. Da hat man das Gefühl, das ist so ein kleines bisschen Investorenhass, den man da betreibt.

    Ich wollte mich gar nicht dazu melden, das macht mich wirklich wütend, wie man solch schwachsinnige Anträge kurz vorm Gong bringt. Das Ding wabert schon seit Ewigkeiten durch den Stadtrat, das hätte man regelmäßig diskutieren können und einbringen können. Und jetzt, wo es hier im Stadtrat abgestimmt wird, da bringt ihr so einen Antrag. Wahnsinn, fassungslos macht mich das. Vielen Dank.



  • Vielleicht gelingt es mir, so ein bisschen die Emotionen rauszunehmen. Ich habe es versucht, aber Sie machen es einem auch nicht leicht, liebe Kolleginnen und Kollegen. Ich war vertretungsweise dabei im Umweltausschuss, als wir dort diese Drucksache ja auch vorgelegt bekommen haben. Wir haben eigens dafür die Tagesordnung geändert, weil der Chef persönlich, der Baubeigeordnete kam, mit dem Investor und dringende Folgetermine. Das haben wir alles gemacht. Da haben wir uns, Herr Schuster, Herr Hohen, Herr Kumpf und alle, die sich da so besonders kritisch hier äußern, tatsächlich, also den Teppich ausgerollt. Was nur noch?

    Die Fragen, die allerdings aufgeworfen worden sind in der Runde, die wurden, lieber Jörg Rehbaum, eher nicht beantwortet. Das muss ich leider feststellen, das lag nicht allein an der Zeit, die da im Nacken saß, sondern irgendwie war immer nur der Hintergrund, wir müssen legalisieren. Als ich fragte, ja was denn nun, da wurde ehrlich gesagt nichts gesagt. Aber es ist ja auch nicht schlimm. Wir haben die Zwischenzeit genutzt, Herr Biswanger hat ausgeführt, wir waren zusammen draußen, sogar mit Verstärkung. Nochmal herzlichen Dank dafür des Baudezernates und auch ein Vertreter der grünen Fraktion war mit draußen, Herr Rohne. Also das haben wir alles geheilt. Ja, es war knapp, aber wir sind da alle stets bemüht. Und auch wir, Herr Biswanger hat das gesagt, sind durchaus angetan von dem, was da alles geschaffen worden ist. Und es war wirklich schön, wäre noch schöner gewesen, wenn die Sonne geschienen hätte, aber das hat selbst Herr Bödecke nicht im Griff, nehme ich an, auch Herr Rehbaum nicht.

    Aber was deutlich wurde, und das klang ja so ein bisschen an, auch selbst in deinen Ausführungen, Herr Rehbaum, dass in der Vergangenheit bis heute nicht alles gut lief. Ja, darum gibt es ja auch Stoppen, Dulden, alles so Dinge, die ja eigentlich eher Maßnahmen der Intervention sind in so einem Bauleitverfahren. Und da wir das an anderer Stelle leider auch schnell erleben mussten, ich erinnere mal an das Kavalierschanhaus in den Ausführungen meiner Kollegen Anger, was wir das neulich hier hatten, wo sich dann aus Ihrem Bereich, Herr Rehbaum, keiner mehr so richtig daran erinnern kann, wie das damals war, weil Sie auch gar nicht dabei waren, aber eigentlich war niemand mehr dabei. Da sind wir so ein bisschen angefasst, da sind wir so ein bisschen irritiert und wollen, dass alles richtig und gut läuft.

    Und vor diesem Hintergrund möchte ich dann heute doch mal fragen, wie diese Wohntürme 10.16, dieses Hochhaus, in das gerade erst von uns, Herr Schuster, beschlossene Hochhauskonzept passt. Die Stelle habe ich jetzt noch nicht verstanden. Ja, wir treffen uns hier immer regelmäßig, haben wenig Zeit, Herr Vorsitzender, sind immer in Eile und fassen dann weise Beschlüsse, die offenbar kaum zwölf Monate reichen, weil dann im Gehen denn Hochhäuser gebaut werden sollen, zumindest ist das Ziel, die wir gar nicht im Blick hatten. Nun bin ich der Letzte, ich will das nicht verhindern. Ja, da denkt ein Mensch, ändert seine Meinung, aber würde mal fragen dürfen, wie das zusammenhängt.

    Und da hat tatsächlich auch Herr Rehbaum in der besagten Umweltausschusssitzung eine Antwort gefunden und hat gesagt, nee, das passt nicht. Und vielleicht wiederholt er das ja heute mal hier im gesamten Forum und erläutert, wie denn sozusagen dieses Ziel dann, diese Variable dann doch noch kompatibel gemacht werden soll mit dieser ganzen Geschichte, eben dieses Beschluss- und Hochhauskonzeptes und ja, so richtig verstanden, was nun legalisiert werden musste oder so. Wäre schon mal schön, ja, wenn man aus dem Mund der Verwaltung hört, wer wofür Verantwortung trägt. Weil da will ich auch nochmal eine Lanze brechen für den Investor. Also bei uns bei dem Gespräch wurde gestern auch deutlich, dass auch der Herr Böhlke nicht nur immer Gutes über die Stadtverwaltung, die Bauverwaltung zu sagen weiß. Ja, also das ist ja wohl ein Dialog im Prozess, wo beide lernen können. Und wenn ich jetzt schon höre, Anwälte müssten bemüht sein, dann sind das alle keine vertrauensbildenden Maßnahmen. Also wir wünschen mal noch ein bisschen Antworten auf diese aufgeworfenen Fragen.



  • Dr. Thomas Wiebe SPD/Tierschutzallianz/Volt

    Unsere Fraktion wird der Drucksache zustimmen. Dass touristische Einleitung in eine Wohnbebauung wird, aufwerten.

    Ich muss erst mal googeln, was eine Parkkassette ist. Ich weiß es inzwischen. Zeit mir aber, teurer Parkplatz. Ich soll ja auch Einzelheiten erst noch zu.



  • Dr. Thomas Wiebe SPD/Tierschutzallianz/Volt

    Eine Bemerkung, Herr Kumpf, kann ich mir nicht ersparen. Vielleicht differenzieren Sie Ihre Anschuldigungen in unsere Richtung ein bisschen. Sie legen ja auch Wert darauf, dass das differenziert wird. Das würde ich mir ja auch wünschen.

    Sie guckt dann immer sehr herausfordernd in unsere Richtung. Das finde ich ehrlich gesagt nicht so gut. Leider ist es auch nicht sachlich gedeckt.



  • Tobias Hartmann GRÜNE/future!

    Ich will es auch nicht in die Länge ziehen, das wird ja oft genug hier getan leider. Ich verbitte mir aber auch wirklich den Ausdruck schwachsinnige Anträge. Herr Kumpf, Sie sind leider nicht kundig. Hätten die Mitglieder des Umweltausschusses aus Ihrer Fraktion gesprochen, wüssten Sie, dass wir im Umweltausschuss so einen Antrag schon gestellt hatten.

    Und leider war es bis vor einigen Tagen, beziehungsweise eigentlich erst bis heute, nicht ganz klar, wie das läuft, wenn im Umweltausschuss sowas beraten wird oder zu einem Antrag gestellt wird. Und deswegen mussten wir als Fraktion das heute nochmal so stellen.

    Deswegen bitte achten Sie auf Ihre Worte, weil ich meine, Ihre Anträge, was ich von denen halte, will ich mir ja auch nicht um die Ohren hauen, ob die jetzt schwachsinnig sind oder nicht oder verfassungstreu oder nicht oder menschenverachtend oder nicht. Das interessiert Sie doch sowieso auch nicht, also ist mir auch egal, was Sie sagen.



  • Burkhard Moll Tierschutzpartei

    Also ich kann das auch nicht nachvollziehen hier, warum wir jetzt solche Diskussionen machen, weil ein Hochhauskonzept, auf wenig Fläche viel Wohnraum zu schaffen, das passt ja da auch hin. Das ist, was da entstehen soll, ist ein Highlight für dieses Stadtteil und die GWA und dort anwohnende Leute finden das alle toll.

    Die Familie Bödecke hat mehrfach bewiesen, dass sie auch dem Naturschutz und verschiedenen Sachen gewidmet ist. Sie haben also da schon Arbeiten geleistet, die also wirklich gut sind und dem Stadtteil dort sehr gut tun.

    Und wenn man weiß, wenn man von der Autobahn reinfährt in Magdeburg, die Skyline kann sich dadurch nur positiv ändern mit diesen grünen Türmen und grünen Sachen. Nebenbei Parkkassette, ich habe das versucht mal zu googeln eben, da kommt immer irgendwas raus, aber eine Parkkassette findet man da nicht.

    Ich finde, das ist so, wie der Ausschussvorsitzende vom Bauschuss Frank gesagt hat, wir sollten erstmal die Sache jetzt beschließen und dann diese Details kann man immer noch später klären. Aber ich würde sagen, wir stimmen der Sache hier zu.



  • Madeleine Linke GRÜNE/future!

    Der Linke, Fraktion Grüne, ich möchte nochmal bitten, der Tatsache, dass ja auch durchaus Inspiration, die letzten zwei Absätze, die haben wir auch ausgiebig tatsächlich im SGB V-Aufschluss besprochen, ich habe das Gefühl, das ist runtergefallen und ich möchte nochmal daran erinnern, wir sind die Fraktion Grüne, also mit Verlaub bitte für uns auch durchaus sprechen, das Thema Umwelt- und Naturschutz, auch Klimaschutz, das ist deswegen auch aufgeschlossen, unsere Stimme.

    Verwaltung hat ganz klar in der eigenen Drucksache beschrieben, in den letzten zwei Absätzen, offene Fläche ist im Flächennutzungsplan, im ISEK und im Landschaftsplan, Grünfläche dargestellt, gilt das wie Innenentwicklung vor Auslandsentwicklung, dass natürlich eigentlich wir in Neustädter See sehr viel Leerstand haben und auch andere Flächentransparenz, die man eigentlich nutzen könnte, nachhaltig nutzen könnte, ich will das nochmal sagen, das hat die Verwaltung dort reingeschrieben, das haben die vier reingeschrieben, das haben wir auch besprochen.

    Genauso übrigens, dass mein Kollege hat versucht zu sagen, das Gesamtprojekt würde einen naturschutzrechtlichen Ausgleichsbedarf von über eine Million Wertungspunkte geben nach dem Bewertungspotenzial des Landes Sachsen-Anhalt verursacht, das sind so Ökopunkte, das ist kein Pappenstiel, so eine eine Million Punkte, wir haben jetzt versucht, das rauszufinden und das zu vergleichen, aber es ist wirklich sehr, sehr, sehr viel, das haben wir auch aus dem SVV besprochen, deswegen mit Verlaub, einigen Sie uns doch einfach, dass wir da Bedenken haben, das ist doch gut, wenn eben so viele naturschutzrechtliche Bedarfe aussteigen und Ersatzpflanzen.



  • Madeleine Linke GRÜNE/future!

    Wir haben auch Flächen angebetet.



  • Madeleine Linke GRÜNE/future!

    Das ist halt alles irgendwie mit in die Waagschale. Wir müssen immer eine Abwägung machen. Das versuchen wir hier im Stadtrat gerne. Eigentlich ist die Ausschussarbeit ja, aber es ist doch rechtfertig, dass wir hier auch äußern, unsere Bedenken äußern und eben mit Versuch des Änderungsantrages, der aus der Diskussion des Umweltausschusses herrührt, einfach da nochmal das Thema aufrufen, versuchen möglichst wenig Fläche zu versiegeln.

    Deswegen opt für unsere Abwägung. Gleich müssen wir halt auch Kenntnispflicht für aufbringen, wenn wir das eben nicht alles toll finden, wir uns enthalten teilweise bei Klienten. Gehört ja damit so zu. Mehrheit wird das entscheiden, das tragen wir dann auch am Ende mit.

    Aber wir dürfen solche Punkte durchaus ansprechen, es gibt Bedenken. Es gibt Bedenken bei dies gewesenen, also bitte können wir mit der Wertschätzung miteinander übergehen und einfach Punkte gegeneinander auslegen, wie man sagt, jetzt ist es vorbei.



  • Es funktionieren mehrere nicht. Der Ton nach außen ist sehr schlecht, da haben Sie recht, Herr Vorsitzender. Die Nachrichten haben wir auch schon gekriegt aufs Handy. Man kann das nicht verfolgen im Internet alles, aber egal.

    Also ich hätte aber jetzt noch eine Frage nach all dem, was hier so gesagt wurde. Also wir haben ja, wir beschließen also heute, Herr Rehbaum, bevor Sie da die anderen Fragen noch beantworten, mich würde interessieren, ab wann darf denn der Bauherr jetzt anfangen mit Bauen im welchen Jahrzehnt? Das würde mich noch interessieren, weil wir warten ja, da wurde ich nochmal darauf hingewiesen, bei vielen Baustellen dauert das manchmal jetzt schon zehn Jahre. Wird sich das hier auch noch so lange hinziehen?

    Also mich würde jetzt interessieren, ab wann, 27 oder 28, wann ist Baustart? Könnte Baustart sein, vielen Dank.



  • Ja, zumindest möchte ich die Fragen, die an mich gerichtet wurden, noch beantworten. Zunächst einmal die von Herrn Stadtrat Müller. Ich hatte eingangs gesagt bei meiner Einbringung, dass der Investor etwas schneller gebaut hat als geplant. Damit wollte ich vorsichtig umschreiben und habe, glaube ich, auch noch ein paar Worten erläutert, dass die Genehmigungsgrundlage Bebauungsplan nicht schnell genug bearbeitet wurde und deshalb noch nicht zur Verfügung steht. Darum sind pro forma alle Vorhaben da draußen praktisch erstmal, oder fast alle, nicht genehmigungsfähig und nicht genehmigt.

    Aber wir haben ja hier auch eine politische Diskussion und Dimension, das merkt man ja, wenn man hier die einzelnen Wortbeiträge hört, und dem wollen wir uns als Verwaltung natürlich auch nicht verschließen und sagen, ja okay, das ist auch nicht zum ersten Mal, das habe ich vorhin auch schon gesagt, dass das auseinander läuft und dass etwas schneller gebaut wird, als tatsächlich geplant wird. Wir müssen es aber heilen. Eine Heilungsmöglichkeit wäre tatsächlich das, was der Anwalt uns vorgeschlagen hat und ich darf sagen, ich bin hoch erfreut, dass der Antragsteller diesen Schritt gegangen ist und sich einen Anwalt genommen hat, um da mal ein Fundament reinzubringen und einen Genehmigungsvorschlag der Verwaltung zu unterbreiten, den wir womöglich mittragen können. Also ich bin da in erster Hinsicht positiv, kann aber noch nichts Abschließendes sagen, weil die Juristen bei uns im Hause es noch nicht zu Ende geprüft haben. Aber wie gesagt, ich bin zuversichtlich. Darum dulden wir fast alles, was dort draußen momentan an Gebauten steht. Das zu Ihrer ersten Frage.

    Ja, ich habe im Umweltausschuss gesagt, diese beiden Türme würden da draußen nicht dem Hochhauskonzept entsprechen, können sie und müssen sie auch nicht. Weil zum einen ist ein Konzept ein Konzept und dieses Konzept wurde geschrieben für die Altstadt, für die Innenstadt und die wesentlichen Achsen, die hin oder weg, wie man sehen möchte, zur Altstadt führen, um da ein einheitliches Bild, eine einheitliche Silhouette zu fassen. Diese äußeren Bereiche, ob das nun der Neustädter See ist oder Ottersleben oder Puppendorf, die wurden gar nicht betrachtet bei dem Hochhauskonzept. Demzufolge sind solche Standorte da auch nicht drin. Anwalt bemühen habe ich schon gesagt.

    Zu den ergänzenden Fragen und Themen von Frau Linke, Flächennutzungsplan, Isäk, Landschaftsplan. Wir sind verpflichtet, Ihnen das aufzuschreiben, dass nach momentanen Stand der Bebauungsplan dem entgegenstrichelt. Insbesondere deshalb sind wir verpflichtet, weil das Ihre Beschlüsse sind. Nicht nur, weil es im Baugesetzbuch steht, sondern weil dieser Stadtrat beschlossen hat, wir wollen diesen FMP, dieses Isäk, diesen Landschaftsplan. Darum steht das mit drin und muss das auch mit stehen bleiben. Und Sie haben jetzt die Chance, Ihre Auffassung zu ändern und zu sagen, ja okay, für dieses wichtige Projekt wollen wir das an der Stelle aufheben und dann werden die angepasst, die entsprechenden Planwerke. Auch das habe ich schon angedeutet, dass die Verwaltung da gedanklich schon dabei ist.

    Letzter Punkt von Herrn Zander, wann darf gebaut werden? Wenn das, was der Anwalt uns dort aufgeschrieben hat, meine Juristen genauso sehen, dann können wir Baugenehmigungen erteilen. Gebaut ist ja schon.



  • Sie wissen ja, dass auf dem Universitätsklinikum sehr viel Umbruch gerade herrscht, dass sehr viel neu gebaut wird, umstrukturiert wird und dass diese Aufgaben eines Bebauungsplanes grundsätzlich bedürfen. Nun kann man gleich eine solche Rechtsgrundlage schaffen und läuft aber Gefahr aufgrund der vielen unterschiedlichen Entwicklungen, die dort anstehen, dass man das immer wieder wiederholt.

    Deshalb haben wir uns erstmal dazu mit dem Klinikum und denen, die es baulich zu vertreten haben, dafür ausgesprochen, dass wir uns einen Rahmenplan geben und es einfacher haben, tatsächlich darüber einen Bebauungsplan zu schaffen, weil wir uns über die grundsätzlichen Ziele, wie sich das Uni-Klinikum-Gelände entwickeln soll, schon verständigt haben.



  • Tobias Hartmann GRÜNE/future! Ausschuss für Umwelt und Energie

    Ich wollte nur kurz klarstellen, dass in der Diskussion im Umweltausschuss die Kritikpunkte vorrangig um die Mobilität oder den Transport von Patienten ging. Es ging nicht so sehr um die Belange vom Umweltschutz, muss ich sagen.

    Genau, so viel dazu. So ist das Abstimmungsergebnis zustande gekommen.



  • Ich hätte kurz einige Punkte, die ich gerne noch anmerken möchte. In der städtebaulichen Rahmenplanung, wir hatten ja sowohl im Uwe als auch im STBV einmal darüber gesprochen, da wurde auch eine Bestandsaufnahme gemacht. Das ist die Anlage 1, Seite 16 folgend. Da wurden einige Kritikpunkte genannt, die wir auch besprochen hatten, wie jetzt zum Beispiel Herr Hartmann schon angeführt hat.

    Ein Punkt war jetzt beispielsweise die dezentralen Parkbereiche für die Beschäftigten. Da weiß ich noch, da hatte Herr Kemmesies, der im Bauausschuss auch mit saß, behauptet, okay gut, ich brauche ja nur anderthalb Minuten jeden Morgen vom Parkplatz, bis ich mich denn hier zum Hauptgebäude eingefunden habe. Und das ändert sich leider mit dieser Rahmenplanung für die Patienten und deren Besucher. Nämlich, Herr Kemmesies, Sie sind noch fitten Alters, Sie sind wahrscheinlich Mitte 30. Das betrifft jetzt aber auch andere Personen, die da hinwollen, nämlich Patienten, die über 80 sind mit Arthrose. Die haben leider denn etwas mehr zu kämpfen mit diesen langen Fußwegen zu ihren Zielstandorten.

    Eine zweite Sache ist, die schon in der Bestandsaufnahme angeführt war, war die zusätzlichen Emissionen verursacht in einem Gebiet, wo ja eigentlich die Luftschadstoffe vermieden werden sollten. Das wird jetzt aber auch nicht unbedingt besser, da man eine riesengroße Freiluftschneise einfach verbaut. Siehe Anlage 2, Karte Nummer 7. Dann weisen Sie noch auf ein Gefahrenpotenzial hin zwischen den Verkehrsteilnehmergruppen. Das wird jetzt auch nicht unbedingt besser durch den geplanten Radweg quer durch das komplette Gebiet.

    Dann muss man auch noch sagen, wo ich mich jetzt wundere, ob das jetzt tatsächlich richtig ist, vielleicht könnte mir das jetzt nochmal jemand beantworten. Über die bisher wichtigste Zufahrtsstraße ist gemäß Anlage 2, Seite 9, überhaupt keine Befahrung für Besucher und Patienten, also besonders geschweige Patienten, mehr möglich. Wodurch Patienten zwei der drei ausgewiesenen Parkbereiche gar nicht mehr besuchen können oder befahren können.

    Ein weiterer Punkt, trotz verschiedener Anmerkungen im STBV wurden etliche Punkte nicht nachkorrigiert. Stichwort Anlage 2, Seite 11, Vollständigkeit der ausgewiesenen Straßenverkehrsflächen. Diese wurden nicht nachgebessert und korrigiert. Und zu guter Letzt ließe sich noch hinzufügen, Herr Hartmann, vielleicht erinnern Sie sich, ja, es wurde auch über diese langen Wege gesprochen, aber auch über die Umweltbelange. Ich glaube, die Herr Dr. Schäffer noch mit angeführt hat. Er hatte da auch einige Punkte. Ich wollte gerade nochmal das Protokoll nachschauen, aber das war leider in der Form jetzt nicht mehr vorhanden. Und das war auch einer der Punkte, warum das auch im Uwe abgelehnt wurde.

    Wir sind prinzipiell für dieses Vorhaben, doch es besteht ein dringlicher Nachbesserungsbedarf. Und deswegen werden wir diesen Rahmenplan heute ablehnen.



  • Auch nochmal rückblickend aus dem StBV, wie gesagt, es gab durchaus Kritikpunkte, Anmerkungen und Dinge, die dann noch erledigt werden sollten. Meines Wissens nach gab es dazu Gespräche mit der IPG und auch Schriftverkehr.

    Unsere Fraktion würde dem Rahmenplan zustimmen, wenn dann die Bedenken, die wir dort geäußert haben, größtenteils ausgeräumt sind. Da handelt es sich hauptsächlich um die Wegebeziehungen und die Parkplatzsituation, dass eben auch Kurzzeitparken, erweitertes Parken auch für Abholungen unterm Kinderklinik, glaube ich, möglich war.

    Ja, vielleicht kann dazu die Stadt nochmal Stellung nehmen, dann würden wir zustimmen.



  • In der Tat schicke ich gern voraus, dass auch wir uns freuen, dass es eine solche Drucksache mit dem Ziel einer besseren, auch klimatischen Situation dort in diesem wichtigen Bereich inmitten unserer Stadt geben soll. Allein, ich komme zurück auf diese besagte Uwe-Sitzung, von der ich vorhin schon sprach, war auch dieses Thema und ich oute mich gern, dass auch ich dem dort jedenfalls so nicht zustimmen konnte, weil viele der aufgeworfenen Fragen, die vielleicht nur bedingt tatsächlich in Uwe gut aufgehoben sein können, also die Parkplatzthematik, aber eben trotzdem gestellt wurden, auch von mir, konnten nicht einer Beantwortung zugeführt werden, jedenfalls keiner zufriedenstellenden.

    Ich erinnere mich gut, dass seitens der Bauverwaltung Frau Schäfer-Henrich da war und bereitwillig versuchte, alles zu beantworten, aber das gelang ja aus meiner Sicht eben nicht und deshalb hoffe ich, dass, wenn gleich der Beigeordnete gesprochen hat, er folgenden Wunsch mit aufnehmen kann, dass wirklich mal plastisch erläutert wird in kurzen Worten, wie denn eine Anfahrt mit einem geh-eingeschränkten Menschen zu einer Fachambulanz, meinetwegen Gefäßchirurgie, aus 60 praktisch erfolgen soll. Wie das jetzt erfolgt, weiß ich sehr gut, weil ich jedes Quartal einmal mit meinem Vati dort bin und ich kann Ihnen sagen, das ist eher nicht lustig. Manchmal, wenn man gleich um 8.01 Uhr einen Termin hat, hat man noch Glück und kriegt einen Parkplatz dort von der Einrichtung, dann funktioniert das gut, aber die paar, die da sind, die sind eben schnell weg. Und wenn der Vati eben nicht alleine aus dem Auto aussteigen kann und Sie mitten auf der Straße dort stehen, weil Sie helfen müssen, dann stehen Sie da eine Weile. Da können Sie den Vati aber nicht stehen lassen, Sie müssen es ans Haus 60 bringen. Also das ist jetzt schon der Zustand.

    Und leider hat Frau Schäfer-Henrich nicht deutlich machen können, wie das jetzt mit der Drucksache besser werden soll. Vielmehr hat sie sich hinreißen lassen zu der Aussage für Menschen wie mein Vati, also für Geh-Eingeschränkte, wird es Ausweise geben. Auf meine Frage hin, wo ich die bekomme, gab es dann keine Antwort. Ich erneuere die heute, Herr Reborn. Wo gibt es diese Ausweise, von denen Frau Schäfer-Henrich sprach?

    Nochmal, ich will das gar nicht so spaßig hier verortet wissen. Dieses Uniklinikum, auch oder gerade weil es eine Landeseinrichtung ist, liegt inmitten unserer Landeshauptstadt. Ein Großteil, viele nicht, aber ein Großteil der Patienten da sind unsere Menschen, unsere Einwohnerinnen. Und ja, viele Menschen fahren noch mit dem Auto und müssen dann dort auch die Möglichkeit haben, dort hinzukommen. Und die werden nicht alle mit dem Krankenwagen und entsprechenden Transportscheinen versehen, dort hingebracht. Das sind dann die schwereren Fälle, das klappt sicherlich ganz gut. Aber die, von denen ich jetzt spreche, die in den Fachambulanzen, Ambulanzen versorgt werden, die leben davon, die haben einen anderen Publikumsverkehr. Und da hätte ich gern mal mehr Input, wie das dann eben künftig noch besser funktionieren kann und freue mich auf die Darstellung. Vielen Dank.

    Achso, diese Zufahrtsstraße, die ist ja nun wirklich seit Jahr total holprig. Also wer da schon halb im Sterben liegt im Rettungswagen, der spinnt sich dann an der Stelle wieder lebendig. Wann wird die denn mal gemacht? Ich weiß, das war eine Landesstraße, aber vielleicht kann man dazu auch mal was sagen.



  • Lucas Kemmesies SPD/Tierschutzallianz/Volt

    Herr Reek, Sie haben guten Blick für das Offensichtliche. Ich bin tatsächlich noch halbwegs fit. Das ist richtig. Ich bin auch 35, haben Sie auch gut abgeschätzt, danke. Was Sie nicht gut erzählt haben, ist, was ich tatsächlich gesagt habe. Ich habe nämlich gesagt, dadurch, dass ich da arbeite, muss ich diesen Weg jeden Tag gehen. Das ist richtig, habe aber nicht gesagt, dass alle anderen diesen Weg genauso schaffen. Logischerweise gibt es geh-eingeschränkte Menschen, ist gar kein Problem. Mit denen habe ich auch relativ viel zu tun.

    Was ich aber gesagt habe, ist, dass nicht alle Menschen vor dieser Tür parken müssen. Und diese Diskussion, die geht mir teilweise so ein bisschen auf den Keks. Also teilweise wird so daraus gemacht, wir müssen am besten mit dem Auto vors Krankenbett fahren, da muss sich nur noch jemand draufsetzen und dann fahren wir wieder los. Das ist halt Blödsinn. Also so funktioniert halt kein Krankenhaus. Und das habe ich auch im STBV schon gesagt. Die meisten Menschen wissen halt nicht, wie ein Krankenhaus funktioniert. Und die meisten Menschen, die in ein Krankenhaus kommen, auch ambulante Patientinnen und Patienten, die können halt laufen. Und denen ist auch zuzumuten, 500 Meter zu laufen. Das ist einem Menschen zuzumuten, auch einem Menschen mit Arthrose tatsächlich. Ich glaube, wenn ich mich so hier umgucke, haben auch ein paar Menschen hier schon Arthrose und die kriegen es auch hin, hierher zu laufen. Das ist einfach ein Krankheitsbild, was heutzutage relativ normal ist. Und Bewegung hilft tatsächlich gegen Arthrose. Das können Sie sich ja vielleicht nochmal durchlesen.

    Ansonsten kann ich vielleicht schon ein Stück weit vorwegnehmen. Also die IGG, die hat schon ein paar Missverständnisse, möchte ich es mal nennen, eigentlich aufgehoben. Und vielleicht noch als Vorschlag, der geht in Herrn Müllers Richtung. Was man relativ problemlos machen kann, ist ja zum Beispiel, dass tatsächlich die eingeschränkte Menschen oder generell eingeschränkte Menschen ein Vorrecht haben, vor diesem Uniklinikum zu parken. Und allen anderen ist es eben zuzumuten, die nicht eingeschränkt sind, auch ein paar Meter weiter weg zu parken. Das ist vollkommen in Ordnung.

    Und vielleicht das auch alle erkennen, dass es mir auch darum geht, durchaus auch regelmäßig meine Berufsgruppe zu kritisieren. Man darf auch Chefärztinnen und Chefärzten, meistens sind es die männlichen, hat immer noch großes Übergewicht da, denen darf man ruhig auch ihre Parkplätze für den Porsche direkt vor der Uniklinik wegnehmen. Auch denen ist zuzumuten, 500 Meter zu laufen. Damit wurde vielleicht das Bild noch etwas klarer.



  • Ja, Herr Kemmesies, da haben Sie natürlich recht. Nicht jeder oder nicht jedem ist es unmöglich, diese Strecke zurückzulegen, bloß uns kommt es eben auf die Leute an, bei denen es eben schon sehr, sehr schwierig ist. Wer hier in diesem runden Haus Arthrose hat, vermag ich jetzt nicht zu beurteilen. Das war jetzt auch nur ein Beispiel. Es war jetzt nicht nur auf diese Arthrose-Patienten bezogen.

    Ich meine ja nur, wir müssen uns einfach nochmal darüber unterhalten. Es ist auch schön, dass das jetzt auch nochmal die anderen Fraktionen nochmal angesprochen haben. Es ist ja nur ein Rahmenplan, aber dieser soll ja schlussendlich doch auch für die spätere Bebauung, für die Bebauungspläne genutzt werden. Deswegen auch hier nochmal die Anmahnung, dass wir das nicht vergessen. Dass einfach die Leute da vor Ort nicht zu kurz kommen.

    Und ja, Herr Müller, ich gebe Ihnen da auch recht. Auch ich hatte schon das Vergnügen, meine Großeltern oftmals begleiten zu dürfen. Für die ist das auch nicht witzig. Und genau darauf kommt es eben auch uns an. Und das war es auch schon.



  • Ja, ich versuche es im fange ganz allgemein mit den Worten auch von Herrn Reek an. Es ist ein Rahmenplan, der durch einen Bebauungsplan später untersetzt wird, wo man Detailfragen nochmal klären kann. Nicht alle Detailfragen werden hier mit einem Rahmenplan erklärt. Das wäre ja auch komisch, dann bräuchte man ja gar keinen Bebauungsplan mehr oder andere tiefer gehende Pläne.

    In der Tat war im STBV, da sage ich all denjenigen, die dabei waren, nichts Neues, eine durchaus brillante Diskussion hinsichtlich der Frage, bis wo kommt wer mit dem Auto und ab wann muss man zu Fuß gehen. Meines Wissens gab es da mit dem stellvertretenden Ausschussvorsitzenden nochmal eine Vorortbegehung mit dem Fachbeiratsleiter 64 und man hat sich darauf geeinigt, dass eine Stellplatzanlage genau auf die andere Ecke der Straße gespiegelt wird und man dadurch bessere Zugänge hat. Und dann war dieses Thema für mich eigentlich ehrlich gesagt schon gelöst.

    Und alle anderen Themen, die mit Sicherheit nochmal im Detail hochkommen werden, müssen und werden wir im Bebauungsplan lösen, nicht über diesen Rahmenplan. Der Rahmenplan ist nur die grobe Orientierung und deshalb würde ich bitten und darum, Herr Stadtrat Müller, nehmen Sie es mir nach, ich kann es nicht genauer darstellen als Frau Schäfer-Henrich, weil die Unterlage schlicht und ergreifend da noch im Detail gerade gar nicht vorhanden ist, um das zu klären.

    Es sind Fragestellungen aufgeworfen, denen werden wir und müssen wir uns widmen, das ist absolut richtig und die Erreichbarkeit der einzelnen Einrichtungen ist da eine ganz wesentliche Rolle. Das werden wir aber in den weiteren Planungsschritten lösen und Ihnen auch vorlegen. Ich würde ganz gerne da mal erstmal die Zufahrtsstraße vielleicht noch. In der Tat, wir sind dafür nicht zuständig. Das ist ein Gelände des Landes und wir werden dem Land daran erinnern, dass das halbwegs glatt sein muss. Danke.



  • Für mich beißt sich da die Maus, Katze oder was wäre das immer, ist da in den besagten Schwanz da. Also ja, das ist ja nur so ein Plan, das kommt ja nochmal alles später. Vorhin haben Sie selber gesagt, mit dem Plan ist es eh schon schwierig, mit der Zeit kommen Sie eh hinterher. Ja, und ein paar Jahre bin ich ja doch schon dabei. Wenn dann die Pläne irgendwann vorgelegt werden, dann sitzen ja ganz andere Leute, die wissen gar nicht, was los war. Und dann wird schon mal das eine so durchgewunken, weil man gar nicht alles im Blick haben kann. Ist so meine Wahrnehmung. Stimmt, ist die falsch? Weiß ich nicht, aber kann Ihnen passieren.

    Dann wäre doch jetzt die Bitte, ja, in Folge dessen, was Herr Rehbaum gerade gesagt hat, dass ich doch wohl heute dann erwarten kann, dass die Verwaltung mitnimmt, dass bei der weiteren Planung insbesondere die Belange von Menschen mit Geh-Einschränkungen da jetzt irgendwie Berücksichtigung finden. Ja, ist das. Da wäre ich ja schon froh. Das konnte ich beim Uwe jetzt nicht so mitnehmen. Noch mal habe ich das gesagt, da war die Aussage, für die gibt es Ausweise. Aber wahrscheinlich erst in 20 Jahren. Weil wenn Behindertenausweise gemeint worden wären, dann verweise ich auf die Statistik, dass in Sachsen-Anhalt wir das Bundesland sind, wo die wenigsten ausgereicht werden. Also das ist das eine.

    Achso, das andere, das muss ich jetzt entschuldigen, das bestimmt darf ich gar nicht sagen. Aber habe ich es eben richtig verstanden, lieber Jörg Rehbaum? Es gab einen extra Sondertermin mit dem stellvertretenden Bauausschussvorsitzenden und aufgrund dessen wird jetzt, obwohl es ja nur so eine Zielplanung ist, wird jetzt das eine Parkhaus schon verlegt. Also das möchte ich doch mal im Protokoll dann so nachlesen. Das finde ich spannend. Also deine, Entschuldigung, unsere Denkmalschutzbehörde braucht sich nicht mit mir treffen, weil bei mir eine politische Veranstaltung im Schneidersgartenpark angeblich gemutmaßt wird. Aber was so an anderer Stelle geht, also ich sammle weiter, Herr Beigeordneter.



  • Frank Schuster CDU/FDP Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr

    Also wie gesagt, keine Arthrose. Wir haben im Bauausschuss sehr lange darüber gesprochen und Herr Dr. Kube war besonders aufgebrannt. Die Diskussion war relativ heikel, würde ich diesmal vorsichtig ausdrücken. Wir haben aber einiges herausgearbeitet und das hat der Herr Müller eben auch schon gesagt. Da werden wir als Bauausschuss auch Acht drauf geben.

    Wir möchten eigentlich, dass die Kurzparkplätze, Kurzzeitparkplätze für Anlieferung bzw. Abholung Angehörigen etwas erweitert wird, dass die Möglichkeiten dort bestehen, im Prinzip ältere Herrschaften dorthin zu bringen. Ich war auch einer derjenigen, der ein bisschen dicke Backen gemacht hat, denn ich habe Schwiegereltern von 91 und 93 Jahren, die auch ab und zu da mal hin müssen. Und das ist immer nicht so ganz einfach.

    Also meine Schwiegermutter mit 91, das war noch relativ, aber 500 oder 800 Meter zu laufen, vom Parkplatz aus dem Auto raus zu kaufen oder als sie mal so aus dem Krankenhaus abgeholt, dann möchte man eben mit dem Auto wirklich möglichst dicht ranfahren. Und das war eigentlich, sagen wir mal, die Kernbotschaft.

    Und jetzt warten wir mal die Planung ab und dann werden wir sehen und dann können wir uns alle noch mal einbringen. Aber lassen Sie uns jetzt die Diskussion beenden.



  • Frank Schuster CDU/FDP Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr

    Wir haben im Bauausschuss lange darüber gesprochen.



  • Ich will es auch versuchen, sehr kurz zu machen, weil mein Kollege, der neben mir hier sitzt, bei Wortminute 5 das ergänzen wird. Die EW-Bau liegt Ihnen vor, auch diese wurde sehr kontrovers diskutiert im SDWWV, sicherlich auch anderswo. Hier geht es insbesondere um das Gesamtkostenvolumen und die Tatsache, dass festgestellt wurde, wohl merklich auf Nachfrage des Vorsitzenden, dass es schwierig ist mit 1,963 Millionen tatsächlich das komplette Gebäude zu sanieren. Das war eine ehrliche Aussage, die jetzt nicht die Drucksache verfälschen wollte oder den Inhalt, sondern lediglich darauf hinweisen wollte, das wird eine Herausforderung, das so zu machen, beziehungsweise können wir nur einen Teil machen.

    Es gab daraufhin die Diskussion oder eben auch den Antrag, das Ganze dann auf eine andere Bausumme hoch zu zoomen, die dann auf Nachfrage benannt wurde, nämlich 2,8 Millionen. Das geht so natürlich nicht. Man kann nicht so auch zurufe nach einer Sitzung den Finanzrahmen ändern, aber letztendlich stießen da zwei Fragestellungen aufeinander. Verwaltung soll immer mit einer Zunge sprechen, das ist uns und mir bewusst. Nichtsdestotrotz kommt es immer mal vor, dass diejenigen, die sagen, wir sind die Bewirtschafter dieses Hauses, wir wissen, durch welche Bevölkerungsgruppen dieses Haus genutzt werden soll, welche Bedarfe die haben und wie solche Räume und wie das Gesamtgebäude ausgestattet werden soll. Und die anderen haben einen harten Finanzrahmen und sagen, oje, wie sollen wir das damit schaffen.

    Das ist der einzige Widerspruch, der in dieser Sitzung hochgekommen ist und den wir versuchen eben halt beizukommen. Darum drehen sich die Änderungsanträge und darum gucke ich jetzt schon mit Dr. Gottschalk.



  • Okay, also dann nehme ich an, dass die Anträge nicht mehr eingebracht werden müssen. Ich würde also dazu sprechen wollen. Die Frage ist ganz einfach. Der letzte Satz in der Drucksache, der da steht, ist eigentlich der Kasus Knacksus. Zurzeit können wir diesen Mehrbedarf nicht abbilden im Haushalt. Das ist das Problem.

    Wir haben die Information bekommen im Mai, muss ich jetzt dazu sagen, im Mai, dass wir also über den Landesarm das Investitionsprogramm Struktur Bund anzapfen können, sage ich jetzt mal so flach. Das Ministerium stellt also 15,45 Millionen zur Verfügung landesweit. Wir werden uns um Geld bemühen. Wir sagen ja sonst immer, das nehmen wir mit. Ich erweitere das mal, das Geld nehmen wir mit. Wir werden uns also darum bemühen, diesen Landesarm dort mit zu begleiten und auch abzuholen und werden dann sehen können, was wir dann mehr machen können.

    Deswegen plädieren wir auch und können auch mitgehen bei dem interfraktionellen Antrag, der da steht, diese zwei Prüfaufträge mit umzusetzen. Aber ich kann auch zur Entlastung des zweiten Punktes, also des vierten Antrages eingehen und sagen, wir sind schon dabei, diese Diskussion zu führen, was und wie da begleitend weitergehen kann in der eigentlichen Bauzeit. Also das werden wir dann jeweils informieren können.

    Also insofern nochmal, ja, wir können bei dem Änderungsantrag da mitgehen, würden das auf jeden Fall unterstützen, dass da keine Pause reinkommt, sondern dass wir auch wirklich mal anfangen zu bauen. Das ist der eigentliche Punkt. Und lassen Sie uns dann im weiteren Fortgang schauen, ob wir noch Mittel draufpacken können und dann dort das Haus noch verändern können. Ansonsten denke ich, versuchen wir das auch und das ist ja die Idee einer Generalübernehmerschaft, mit dem Geld, das zur Verfügung steht und haushaltsseitig abzubilden ist, umzusetzen.



  • Ja, mache ich sehr gern. Sie haben völlig recht, wir wurden schon des Öfteren darauf angesprochen. Ich habe auch dieses Entwässerungsgutachten von einem Ihrer Mitbewohner in die Hand gedrückt bekommen und wir haben uns dazu ausgetauscht.

    Ich bin verschiedenste Strecken schon selber abgelaufen, habe einige Problemstellen gefunden, habe auch Wiesen gesehen, wo das Wasser sozusagen an die Oberfläche tritt. Und ja, wir haben einen Vernetzungsbereich insgesamt im Hopfengarten und auch ein Stück weit darüber hinaus, das ist bekannt. Jedoch wird das nicht an dieser einen kleinen Stelle liegen, die Sie dort genannt haben, sondern wir haben sicherlich eine ganze Reihe von Schädigungen, sodass das ganze System nicht mehr funktioniert.

    Und wir müssten aus unserer Sicht, aus Sicht des Tiefbeamtes, eben ein komplettes neues Netz entwickeln. Aber es ist schwierig, man braucht eine Vorhut dazu, das schreiben wir nochmal ein bisschen genauer auf. Man muss ja das Wasser auch wegbekommen und darum haben wir in den Bebauungsplänen eben halt immer drin, das meinten Sie vielleicht vorhin, dass man, wenn man neu baut, tatsächlich das Wasser auf dem eigenen Grundstück so verbringen muss, dass es nicht in den öffentlichen Raum kommt.



  • Ich würde vorschlagen, wir schicken Ihnen erstmal eine Zusammenfassung dessen, was wir dort an Erkenntnissen haben, welche Vorschläge wir haben. Dann würde ich ganz gerne mal wieder in eine GBA-Sitzung im Hofgarten kommen und das dort erörtern. Dann ist das gleich ein bisschen Allgemeinwissen.



  • Ich würde die erste Frage relativ nüchtern beantworten wollen und bitte vorab schon um Verzeihung. Ich erkenne keine Verschiebung der Klimaneutralität. Es wurde ein Beschluss aufgehoben, der danach bis 2035 klimaneutral zu werden, ein Ziel, wo wir wissen, dass es faktisch nicht erreichbar ist, das wurde aufgehoben. Das heißt für mich nicht unbedingt, dass damit verbunden ist, dass wir in unseren Anstrengungen zur Klimaneutralität jetzt uns zurücklehnen und gar nichts mehr machen. Das ist meine persönliche Auffassung dazu.

    Und das zweite, wenn ich tatsächlich keine Mitte der Stabsstelle Klima zur Verfügung stelle, dann kann sie auch weniger Projekte und weniger Output insgesamt produzieren, um Klimaneutralität herbeizuführen und sinnvolle Maßnahmen dafür anzuregen bzw. zu finanzieren. Auch da ist die Diskussion auch im Nachhinein ja nochmal, ich will nicht sagen entbrannt, aber aufgeflammt vielleicht, also nochmal weitergeführt worden. Und da hat sich ein Stadtratsmitglied auch zitieren lassen und sah die Städtebauförderung, die sie ja eben konkret angesprochen hat, nicht in Gefahr. Ich ganz persönlich sehe das auch so.

    Ich denke, dass der Stadtrat nicht gemeint hat, dass wir wirklich diesen Begriff so weit fassen, dass alles, wo irgendwo ein Klimaeffekt bei ist und wo es eine Förderung gibt, dass wir das automatisch ausschließen wollen, sondern nur der Hinweis, nicht in gesondertem Maße, ich weiß nicht, wie ich es so richtig beschreiben soll, in gesondertem Maße weitere Haushaltsmittel aus der klammen Kasse in das Thema Klima zu stecken. So würde ich das mal zusammenfassen.

    Also wir haben das natürlich verwaltungsintern ausdiskutiert und sind auch zu dem Ergebnis gekommen. Und ich sage das jetzt einmal so, grundsätzlich machen wir so weiter wie bisher. Ich sehe da keinen Grund, die Verfahrensweise zu ändern.



  • Grundsätzlich sind wir gerade dabei, die Parkplatzfläche neu zu bauen. Noch im Juni wird der erste Abschnitt fertig werden und dann werden dort auch behinderten Parkplätze eingerichtet werden.

    Aktuell ist die Situation schwierig im Stadtpark, das ist tatsächlich der Fall, vor allem weil auch die Parkplätze vor Ort momentan wandern, je nachdem, wo aktuell auch die Baustelle ist.



  • Flächendeckend in der Stadt haben wir das nicht, dass die Parkflächen gesperrt werden. Wenn die Straßenreinigung nach Reinigungsklasse anliegt, an einzelnen Stellen haben wir das entsprechend. Mir ist bislang auch noch nicht gespiegelt worden, dass es dort Probleme gibt.

    Deswegen würde ich Sie bitten, im Anschluss nicht wegzulaufen, sondern mir die Straße nennen, wo Sie das konkret beobachtet haben, dass ich das durch den städtischen Abfallwirtschaftsbetrieb prüfen kann.



  • Ja, bezogen für die Antragstellenden an der Stelle. Hintergrund des Änderungsantrags war die Diskussion, die wir im Finanzausschuss dazu haben. Ich würde gelinde gesagt beschreiben, innerhalb der Verwaltung waren vielleicht relativ unentspannte Vibes zu vernehmen oder Räucherstäbchenstimmungen angesagt. Der Beigeordnete Rehbaum sagt ja, die Verwaltung spricht nicht immer mit einer Zunge. In dem Fall hat sie nicht mit einer Stimme gesprochen, aber es war schon eine sehr erheiternde Sitzung.

    Nun wollten wir versuchen, da nochmal Abhilfe zu schaffen bei dem Punkt, weil der konkrete Problemfall, der aufgemacht wurde, lautete, wir haben keine Deckungsquelle für die Gelder, die dort mehr drinstehen. Deswegen haben wir nochmal für Sie nachgeschaut im Landesamt des Sondervermögens. Das ist ja mein Lieblingswort. Und nochmal geschaut, in welcher Position steht das drin. Auch da nochmal der Verweis, warum wir uns für das Jahr 2027 entschieden haben, weil dort noch mehr Mittel frei zur Verfügung stünden als für 2026, zumindest meiner Kenntnis. Deswegen wäre das vielleicht nochmal der Hinweis dazu.

    Und der zweite Punkt, da hatte der WG5 ja schon drauf verwiesen gehabt, zu den pädagogischen Konzepten resultierte letzten Endes daraus, dass wir ja vor allen Dingen eine Einbringung zu baulichen Angelegenheiten erfahren hatten. Das heißt, Nachfragen zu den pädagogischen Konzepten und wie Übergänge gestaltet werden, während diese wichtigen Maßnahmen dann in der Düppler Mühle vonstatten gehen sollen, blieben größtenteils unbeantwortet. Und insofern war da einfach nochmal ein Bedarf dazu zu sagen, da hätten wir gerne Aussagen zu. Und alles andere haben Sie ja schon richtig gedeutet beim Lesen der Änderungsanträge.



  • Frank Schuster CDU/FDP Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr

    Ja, ich war auf der letzten Bauausschusssitzung leider nicht anwesend. Dr. Gruber hat die Sitzung eigentlich geleitet und da ist die Diskussion so ein bisschen an mir vorbeigegangen. Ich muss aber jetzt sagen, wir haben uns auch innerhalb der Fraktion abgestimmt über die Änderungsanträge. Ich denke, der Änderungsantrag, der jetzt aus dem Bauausschuss gekommen ist, ist nicht zielführend. Wir können nicht einfach Gelder im Prinzip noch zusätzlich freigeben. Da haben wir einfach ein Problem mit.

    Der Änderungsantrag, der der Interfraktionelle, der gekommen ist, ist aus meiner Sicht nicht uncharmant. Andererseits wurde ja eben von Dr. Gottschalk gesagt, dass man da eh schon dran ist. Und mir sind da doch ein paar Dinge, auch in der Begründung und in der Prüfung, wir dürfen Maßnahmen jetzt nicht unnötig verzögern. Deshalb würde ich jetzt eigentlich dafür werben, beide Änderungsanträge nicht positiv zu bewerten, sondern uns hier wirklich mal auf das Protokoll, was wir jetzt im Prinzip ja hier verfassen, zu verlassen. Auf die Aussage von Dr. Gottschalk, dass man also versucht, parallel zu den jetzt beginnenden Baumaßnahmen an dem Objekt im Prinzip dann noch versucht, Fördermittel einzuwerben.

    Der Bauausschuss hat wirklich was anderes gesagt, Frau Hangauer. Ich war an dem Tag nicht da. Ich hätte wahrscheinlich auch mein Veto eingebracht. Ich hätte das wahrscheinlich auch ein bisschen anders gesehen. Aber es ist eben jetzt so, wie es ist. Also ich würde beide Anträge im Prinzip wirklich empfehlen abzulehnen und im Prinzip dann parallel dazu zu gucken, ob wir Fördermittel kriegen.

    Wer das Objekt selber kennt vor Ort, weiß, das war ja ein ewiges Hin und Her. Mal sollte der Mühlenverein im Prinzip das Objekt übernehmen, dann sollte für ein neuer Jugendclub gebaut werden. Dann war die Diskussion dahingehend, dass der Jugendclub im Prinzip saniert werden soll. Er sieht wirklich nicht besonders schön aus, aber ich denke trotzdem mit 1,9 Millionen kann man da einen vernünftigen Start machen und das dann auch in Ordnung kriegen.



  • Kornelia Keune SPD/Tierschutzallianz/Volt Jugendhilfeausschuss

    Für den Jugendhilfeausschuss, ganz kurz, wir haben die Drucksache beraten, die Träger waren erfreut darüber, dass es jetzt langsam angeht, dass wir in der Düppler Mühle jetzt endlich was machen, dass da saniert wird. Es ist ja auch mit dem Träger gesprochen worden, sozusagen, dass auch die kleinere Finanzierung sie hinnehmen würden erstmal, damit überhaupt was gemacht wird.

    Wir haben aber dann im Jugendhilfeausschuss aus der Verwaltung heraus gehört, dass der SDBV einen Änderungsantrag formuliert hat, weil wir schon darüber gesprochen hatten, ob es eigentlich reicht, die kleine Summe ja gar nicht, es müsste ja vielleicht mehr sein, ob man da was machen könnte. Da kam es nicht vor, haben wir nicht mit beschlossen, aber Sie sehen das Votum, sodass ich darum bitten würde, der Drucksache auf jeden Fall zuzustimmen.



  • Steffen Kraus AfD Finanz- und Grundstücksausschuss

    Bislang hat es schon gesagt, im Finanzausschuss gab es eine erstaunliche Situation, wo die Verwaltung letztlich mit zwei Stimmen gesprochen hat.

    Da würde ich gerne Herrn Kroll fragen, wie es dazu gekommen ist und wie denn jetzt die eigentliche Haltung der Verwaltung dazu ist.



  • Also mit meinen Worten mal zu sagen, ist für mich diese Drucksache eine Riesenkatastrophe. Wir reden jahrelang darüber. Erst sollte es ja die Düppler Mühle dort einziehen. Wir wollten neu bauen. Neu bauen konnten wir nicht, weil ja Leitungen in der Erde sind. Das war dann nicht machbar. Jahrelang reden wir darüber. Diese Einrichtung, also ich würde meine Kinder gar nicht mehr reinschicken wollen, so sieht die aus.

    Und ich habe ein großes Problem damit jetzt in der Drucksache. Darum habe ich auch im Jugendhilfeausschuss nicht zugestimmt dort und habe mich enthalten. Wir wollen jetzt bei Kindern und Jugendlichen sparen. Gleichzeitig haben wir eine Behelfsbrücke, Brenneckestraße gemacht für 650.000, die gar nicht nötig wäre, weil man dort hoch und runter fahren kann. Hier sparen wir wieder ein.

    Den Änderungsantrag hier, ich glaube, ich weiß gar nicht, von wem der war, die die Originalsumme von 2,8 Millionen haben möchten, den finde ich gut, da könnte man mitgehen, dass wir das haben und wir haben es doch hier sehen. Und das habe ich auch im Jugendhilfeausschuss gesagt, wenn ich hier eine Münze gehe, gucke mir die Münze an, die wir saniert haben. Auch das verstehe ich nicht, kann ich nicht verstehen. Wir sanieren ein Objekt, wo die Leitungen, die Elektroleitungen oben drauf auf dem Putz draufgehauen werden mit Schächte. Das sieht aus wie vor 40 Jahren hat man das gemacht oder vor der Wende haben wir das gemacht, aber doch nicht mehr den heutigen Standpunkt, den es im heutigen Zeitpunkt, wo es eigentlich viel besser geht, anständiger geht, sauber geht, schöner geht und für alle viel erträglicher ist.

    Und wir wissen eins doch ganz genau, wenn wir jetzt da nur halb sanieren, werden wir das die nächsten Jahre auch nicht ändern, weil wir das Geld dann nicht haben. Es sei denn, wir kriegen doch mal irgendwo Geld her, aber das sehe ich auch nicht so. Man sollte vernünftig sanieren und gucken, wo wir das Geld auftreiben in der Verwaltung und vielleicht sagen, dann sparen wir da mal noch ein. Das kann möglich sein, aber dafür haben wir ein Finanzbeigeordneten, vielleicht legt er uns was vor, wo wir das Geld noch herholen können, warum nicht.

    Aber hier will ich nochmal betonen, bevor ich jetzt aufhöre, es geht hier um Kinder, um Kinder und Jugendliche. Und immer, wenn es um Kinder und Jugendliche geht und um Rentner geht, haben wir hier kein Geld in der Verwaltung, dann finden wir keine, bauen wir was anderes, dann finden wir hier immer Millionen, die holen wir irgendwo her und wir machen es, da fragt keiner nach.



  • Dr. Thomas Wiebe SPD/Tierschutzallianz/Volt

    Es ist ja nicht so oft, aber Herr Zander, der Befund, der stimmt. Und ich kenne dieses Objekt da auch schon sehr lange. Unser Ortsverein ist da vor Ort gewesen. Wir haben uns da sehr engagiert und wir haben ja auch in diesem Rat da schon sehr oft drüber geredet. Da hing ja dann indirekt auch noch die Düppler Mühle dran und da gab es ja auch verschiedene Varianten, dass die die Räume mitnutzen oder wie auch immer.

    Hin wie her, ich bin froh, dass da jetzt was passiert. Endlich und ich hoffe, es passiert jetzt auch wirklich was. Denn es war schon ein paar Mal so, dass wir kurz davor waren und dann ging es aus irgendwelchen Gründen wieder nicht. Und deshalb bin ich froh, wenn das jetzt vorwärts geht.

    Und ich muss natürlich auch sagen, diese Verwirrung mit den Zahlen, die macht mir schon auch Mut. Oder kann ich schwer nachvollziehen. Vielleicht muss man da die Kommunikation auch an der entsprechenden Stelle nochmal irgendwie verbessern. Also das geht doch eigentlich so nicht, dass uns hier zwei unterschiedliche Zahlen nicht unerheblich vorgelegt werden.

    Ich bin auch, wenn ich mir die Vorgeschichte ansehe, eigentlich neige ich eher dazu zu sagen, wir unterstützen jetzt und machen es richtig und unterstützen einen Änderungsantrag aus dem STBV, der übrigens dort mehrheitlich zugestimmt wurde. Würden wir also unterstützen und zu dem Änderungsantrag mit den Fördermitteln, ja gut, das ist natürlich immer so eine Sache. Mit dem Fördermittel ist man ja oft auch wie auf hoher See in Gottes Hand. Aber zu prüfen, ob noch aus irgendwelchen Quellen Fördermittel angezapft werden können, das würden wir natürlich eigentlich auch unterstützen.

    Aber wie gesagt, es muss jetzt dort was passieren. Das ist wirklich eine räudige, ich sage das ganz bewusst, eine räudige Immobilie dort.



  • Also wir sind da mehrheitlich der Meinung, dass es super ist, dass es da jetzt vorangeht. Immerhin ist dieser Beschluss aus 2023, also schon einige Jahre her. Und wir möchten ausdrücklich den Originalantrag sozusagen beschließen und dem befürworten.

    Zu den Änderungsanträgen, also den aus dem StBV, den lehnen wir ab. Es wurde schon hinreichend erklärt in den Ausschüssen, warum da keine Option besteht unter der aktuellen Haushaltslage. Und ich finde, die Balance zwischen fachlichen und inhaltlichen Themen und auch einer guten Finanzpolitik muss gegeben sein und das wäre sie hier in dem Fall. Und 1,9 Millionen sind nicht nichts, lieber Herr Zander.

    Und vielleicht noch ergänzend, also die Kinder gehen da freiwillig hin, die werden da nicht hingeschickt, sondern das ist ein Angebot zur Freizeitgestaltung und ein sehr wertvolles. Und umso mehr freut es eben auch gerade in der Region in Olvenstedt, dass sich da auch qualitativ was tut.

    Ich als Stadträtin für die Region möchte gerne noch betonen, dass es mich noch mehr freuen würde, wenn die benachbarten Projekte dort in der Nachbarschaft, also die Düppler Mühle, der Verein und der Jugendclub vielleicht auch dadurch noch ein bisschen enger zusammenrücken. Es wurde schon angesprochen, vielleicht kann man auch gemeinschaftlich in die Zukunft denken und versuchen, die Kapazitäten, die man dann hat, auch gemeinschaftlich zu nutzen. Es wäre ein großer Mehrwert auch für dieses Stadtteil.



  • Wenn ich meine Vorrednerin hier höre, also da geht mir schon der Hut hoch. Wir als CDU sind dagegen, dass diese Kindereinrichtung richtig saniert wird. Man möchte nicht diese 2,8 Millionen, man möchte eine abgespeckte Version.

    Und ich erinnere mal dran, wer war denn schuld damals, dass wir die Einrichtung nicht vor fünf Jahren saniert haben? Wer war denn daran schuld? Die CDU wollte unbedingt, dass die Düppler Mühle in diesen Jungklub zieht und dass wir neuen Jungklub, eine neue Einrichtung bauen.

    Liebe CDU, das habt ihr zu verantworten hier in der Stadt Magdeburg, dass die Kinder in so einem Zustand dieses Objekt besuchen müssen. Und jetzt möchte man das nicht vernünftig sanieren. Und ja, so sollte man das machen, vernünftig für die Kinder. Und nicht sagen, es reicht uns doch so aus, so ein bisschen was machen, ein bisschen Farbe drauf und fertig. Das erklären sie bitte dann auch die Kinder und die Eltern.



  • Herr Zander, ich fange mal mit einer Erinnerungshilfe an. Also, Sie haben recht, wir müssen für die Kinder und Jugendlichen in dieser Stadt was tun. Und Sie haben recht, es ist wichtig, dort das Geld hin zu investieren. Aber Sie haben anscheinend auch vergessen, dass auch Sie für diese Brücken gestimmt haben. Also das gehört ja dann auch insgesamt zu dem Konstrukt mit dazu. Bei aller, gucken Sie gerne nach, bei aller Richtigkeit, dass wir dort investieren müssen.

    Herr Schuster ist es heute wieder ganz galant gelungen, sich als Ausschussvorsitzender ans Mikrofon zu stellen und die CDU-Position zu vertreten. Unser Antrag, Herr Schuster, ist im Ausschuss gar nicht beraten worden. Da können der Ausschuss sich gar keine Meinung zu gebildet haben. Dieser interfraktionelle Antrag kam erst diese Woche über den Äther und lag noch nicht vor. Das kann also nicht Bestandteil des Ausschusses gewesen sein.

    Und was mich ganz besonders verwirrt, wenn wir uns mal eine Stunde, anderthalb Stunden zurückerinnern, haben wir über eine Barrierefreiheit vom Südfriedhof gesprochen. Da waren Sie dagegen, dass wir das mit eigenen kommunalen Mitteln machen und wollen das unbedingt mit Fördermitteln machen. Jetzt machen wir einen Antrag und sagen, liebe Stadt, guckt bitte, da gibt es ein Förderprogramm vom Land, da kommen fast 15 Millionen Euro. Schaut mal, wie wir da für unseren Jugendclub Geld bekommen. Und den Antrag lehnen Sie ab? Was ist denn das bitte für ein Widerspruch? Das verstehe ich nicht.

    Wir brauchen Geld in dieser Stadt. Das Land hat ein Investitionsprogramm. Bitte, Verwaltung, kümmere dich darum, dass wir von diesem Investitionsprogramm Geld für diesen Jugendclub kriegen. Was Einfacheres geht doch an der Stelle gar nicht. Da liegt doch alles auf dem Tisch. Wir müssen einen Antrag stellen und zugreifen. Und dass wir ein Ausweichobjekt in der Nähe dieses Jugendclubs brauchen, das spricht doch für sich. Die Kinder und Jugendlichen, die jetzt in die Mühle gehen, sollen doch auch weiter in der Zeit des Bauens dort vor Ort eine Möglichkeit haben, eine Anlaufstelle zu haben, wo sie freiwillig hingehen können, wo sie Freizeit verbringen können und wo sie Ansprechpersonen finden.

    Es macht keinen Sinn, wenn wir diesen Ausweichclub irgendwo in einem anderen Stadtteil unterbringen, weil dann brechen uns die Jugendlichen vor Ort weg. Deswegen ist auch dieser Änderungsantrag in dem zweiten Punkt so wichtig, dass wir vor Ort eine Ausweichmöglichkeit finden. Und ich denke, wenn man da mit der BOWA beispielsweise ins Gespräch geht, ergibt sich auf jeden Fall was. Also bitte nochmal überlegen, dieser Änderungsantrag ist wichtig und sollte Zustimmung finden.



  • Mal ein paar Dinge mal ein bisschen klarzustellen. Also hier uns immer als Sündenbock hinzustellen als CDU, wir sind dagegen gegen Kinder und Jugendarbeit, das stimmt überhaupt nicht. Punkt Nummer eins.

    Wir alle hier im Stadtrat haben bestimmte Dinge, die wir erfüllen und Verantwortung übernehmen und die CDU-Fraktion oder die CDU-FDP hinzustellen, wir sind gegen Kinder und Jugendliche, das ist totaler Schwachsinn, das müssen wir mal wirklich hier widerlegen. Punkt Nummer eins.

    Punkt Nummer zwei, das was in den Ausschüssen war, hätte eine bestimmte Person in den Bauausschuss nicht diese Summe von 2,844 Millionen Euro in den Raum geworfen, hätten wir gar keinen Änderungsantrag vom stellvertretenden Bauausschussvorsitzenden gehabt, muss man mal dazu sagen.

    Und Frau Anger, der liebe Frank Schuster, hatte ja wirklich gesprochen als in Klammern Vorsitzender des Bauausschusses, aber er war ja nun mal an dem Tag nicht da und dann kann er ja nur noch erstmal seine Fraktionsmeinung mitteilen. Dass wir diesen Antrag nicht hatten im Bauausschuss, das ist bedauerlich, muss man sagen, warum der nicht vorher gestellt worden ist, der Interfraktionelle, aber der Änderungsantrag vom Bauausschuss, der macht gar keinen Sinn, weil wir würden damit sau viel Zeit verlieren und KGM hat eindeutig klargestellt in beiden Ausschüssen, im Bauausschuss und im Finanzausschuss, das ist die Variante, auf der man sich jetzt geeinigt hat, das ist die Variante, die man umsetzen kann jetzt und dann lassen Sie uns doch umsetzen und deswegen nein zu den Änderungsanträgen.



  • Ich war der Erste, der sich gemeldet hat und der oben auf der Liste stand. Ich habe mich nicht als Ausschussvorsitzender gemeldet. Frau Anger, tut mir leid, dass das so ist und wenn Ihnen das irgendwie sauer aufstößt. Ich habe meine Meinung dazu gesagt.

    Jetzt aber mal zu den Kritikern, die sagen, wir brauchen da mehr Geld. Es ist zu wenig Geld, wir müssen 2,8 Millionen in die Hand nehmen, nicht 1,9. Oder Herr Zander, der nun sagt, wir würden jetzt die Kinder da in Sumpf und Schmutz leben lassen. Das Objekt hat rund 500 Quadratmeter Grundfläche. Durch 1,9 Millionen heißt das 3.800 Euro pro Quadratmeter in der Sanierung. Doch ist so. Mit Zahlen kann ich noch so halbwegs umgehen. Jetzt gucken Sie einfach mal bei Wikipedia, was ein Quadratmeter in der Sanierung normalerweise kostet. Das heißt, das ist nicht schlecht.

    Und wenn wir jetzt im Prinzip die 2,8 Millionen nehmen, dann wären wir bei 5.600 Euro pro Quadratmeter. Vielleicht kann man die auch vernünftig in diesem Bau unterbringen. Aber bevor wir jetzt gar nichts machen und uns hier wieder streiten bis zum Anschlag, sollten wir doch jetzt tatsächlich diese 1,9 Millionen nutzen. Und wenn, so wie Herr Dr. Gottschalk gesagt hat, auch nach Fördermitteln geguckt wird und wir uns nachher mehr leisten können, dann sollte man vielleicht dieses Geld dann auch noch in das Umfeld investieren. Denn das Umfeld, da gebe ich Herrn Zander auch komplett recht, das Umfeld da drumherum sieht auch katastrophal aus.

    Also das nochmal zu meinem Statement. Ich habe mich nicht als Bauausschussvorsitzender gemeldet, sondern ich war der Erste in der Liste, der sich gemeldet hat zu der Drucksache.



  • Ich fange nicht damit an, ich muss mich entschuldigen. Also das brauche ich ja nicht, ich bin nicht gewählt und ich darf ja frei meine Meinung sagen. Aber wenn jemand sagt, sie haben mit abgestimmt, Frau Anger, dann gucken sie bitte nach und verbreiten sie bitte hier keine Lügen. Bei der Brücke der Brenneckestraße hat unsere Fraktion dagegen gestimmt und davon habe ich geredet. Ich habe von der Brenneckestraße Brücke gesprochen mit 650.000 Euro. Ich habe über keine andere Brücke gesprochen.

    Also wenn sie es nicht ganz verstehen, wir haben ja hier technische Probleme im Haus, das haben wir heute schon öfter gehört, fragen sie bitte nochmal nach, bevor sie irgendwie eine Behauptung hier hinlegen. Und ja, Herr Schuster hat ja recht, das ist viel Geld pro Quadratmeter. Aber wenn wir sanieren, wollen wir richtig sanieren. Wollen wir so sanieren, dass die Kinder sich wohlfühlen, anständig ist und alles dazu. Alles andere haben wir schon gesagt, das möchte ich gar nicht mehr sagen. Aber wir werden darauf aufpassen.

    Also ich werde mich enthalten bei der Drucksache, sollte der Änderungsantrag hier nicht durchgehen. Volle Summe, volle Sanierung und anständig sanieren.



  • Zunächst einmal in Richtung Herrn Kraus. Ich bin die falsche Adresse dafür, wie Sie gesehen haben im Ausschuss. Wir müssten die, die für die Baumaßnahme zuständig sind, eigentlich fragen, wieso das so gekommen ist.

    Dann kommt jetzt was Kurioses vielleicht, aber abgestimmt mit Herrn Dr. Gottschalk. Wir haben parallel natürlich weitergearbeitet und wir hatten auch vor, einen Änderungsantrag noch einzubringen. Und der ist das Thema des interfraktionellen Änderungsantrages Punkt 3. Und zwar ist da über die Fördermittel, er wird dort gesprochen. Und ich brauche als Finanzer quasi ein Votum des Stadtrates, dass wenn diese Maßnahme beschlossen ist, dass die auch für den Landesarm mit vorgesehen wird. Wäre am schönsten, aber wie es hier steht, werden kann, geht auch.

    Deswegen kurioserweise würde ich den Änderungsantrag der Interfraktionell Nummer 3 unterstützen im Einklang mit Dr. Gottschalk, weil wir das formal brauchen. Wir haben uns quasi zurückgehalten, weil er das abgreift, was Herr Biswanger uns halt als Hilfe angedeihen lassen wollte.



  • Ja, auch nur drei Sätze. Ich sage Ihnen das jetzt mal aus der Perspektive der Jugendhilfe, was sie braucht. Und jetzt ohne zu feilschen, ob das nun 1,9 oder 2,8 oder 2,76 sind oder sonst etwas. Was wir brauchen, ist der Überschluss, dass wir anfangen können, das Gebäude zu sanieren. Ich hoffe, darüber sind sich alle einig. Und dass wir es anfangen.

    Und wenn wir es schaffen sollten, dass wir also Fördergeld angeboten bekommen, na bitteschön, ich glaube, in den letzten 30 Jahren kennen Sie mich, als wer mir Geld anbietet, der hat es nicht lange. Ich nehme es. Also die Frage ist ganz einfach, wie wir dann weitermachen können und diese Summe von 1,9, die nun mal im Haushalt stehen, dann möglicherweise noch verbessern können. Das wäre die Frage. Und was und wie sinnvoll geht, haben Sie da auch ein bisschen Vertrauen in uns.

    Beschließen Sie es bitte so, wie es im Beschlusspunkt 1 steht. Wir fangen so an und wir haben uns ja auch was dabei gedacht, dass wir die Schmerzen, die wir eigentlich bei der Finanzierung von Bauten haben, mit der Generalübernehmerschaft vielleicht mal ein bisschen besser hinkriegen, dass man viel bekommt, vielleicht auch für ein bisschen weniger Geld. Das Beispiel dafür haben wir Ihnen auch schon geliefert, mehrfach geliefert. Ich erinnere an die Kindertageseinrichtungen, Sonderprogramm und so weiter. Da hat es auch ein General- oder Totalübernehmer in der Form geschafft.

    Also wenn wir es schaffen können, dieses Geld anzuziehen und da habe ich gute Hoffnung, weil wir da auch die Informationen von der Ministerin bekommen haben, jetzt auch offiziell und Herr Düsseldorfer hat es ja auch letztlich dann zitiert, wo es dann zu finden ist letztlich, sind wir in der Lage, da ein Haus auch zu sanieren, das dann für Kinder und Jugendliche die entsprechenden Angebote vorhält. Beschließen Sie es bitte.



  • Ich finde es sehr gut, dass die Beigeordneten das bekräftigen und unterstützen möchten und dass wir diesen Förderbedarf beziehungsweise den Zugriff auf eine Förderung da auch nutzen wollen. Mich würde noch mal interessieren, wie das mit dem Ausweichobjekt aussieht, ob es da schon konkrete Handlungen oder konkrete Orte gibt.

    Und dann habe ich noch eine persönliche Anmerkung. Ich habe hier noch mal den Beschluss vom 28. August 2025 offen, Punkt 46, Drucksache 04 27 25 zu den Ringbrücken Halberstädter Straße und Brenneckestraße mit grüner Zustimmung der Gartenpartei. Sie können sich das gerne bei mir vor Ort angucken, Herr Zander. Ich erwarte eine offizielle Entschuldigung, dass ich Sie angeblich der Lüge bezichtigt habe und hier genau das Gegenteil beweisen kann.



  • Ich bin verwirrt, weil ich habe jetzt auch die Punktweise-Abstimmung so verstanden, dass wir dann auch über den anderen Änderungsantrag punktweise abstimmen.

    Wenn der Punkt 2 beschlossen ist, kommen die anderen beiden wieder dazu. Deswegen hatte ich zwischendurch auch schon gewinkt gehabt und würde deswegen die Abstimmung anzweifeln wollen und über den Änderungsantrag nochmal abstimmen wollen. Und zwar punktweise so.



  • Entschuldigung, ich wollte die Abstimmung nicht zum zweiten Mal unterbrechen, Herr Vorsitzender. Ich hatte eine Frage an die Verwaltung gerichtet und hätte gerne schon noch eine Antwort darauf gehabt. Die Frage ging um das Ausweichobjekt.

    Sie waren aber so stringent wieder in der Moderation, wahrscheinlich damit wir heute alles schaffen, dass diese Frage auch wieder unter den Tisch gefallen ist.



  • Ich kann das entspannen. Ich denke, dass die Fragestellung der Jugendhilfeplanung als Instrument im Jugendhilfeausschuss auch das ist, was eigentlich den Prozess und den Diskurs auch letztlich dann zur Aufstellung der Angebote bereithält. Wir sind da dabei, darüber zu diskutieren.

    Im Unterausschuss war es jetzt auch schon. Ich glaube, vor dem vorletzten Unterausschuss war die Situation besprochen worden. Also wir machen das auch. Und das, was als pädagogisch sinnvolle Lösung da dann eine Rolle spielen kann über diese entsprechende Bauzeit, wird dann auch entsprechend vorgeschlagen.

    Wir sind im Diskurs.



  • Ja, der Änderungsantrag ist dem geschuldet, dass wir ja schon seit langem über den Knotenpunkt Friedrich-Ebert-Straße/Gübser Weg diskutieren. Und wir jetzt nicht einfach mal sagen, okay, wir machen das, sondern wir haben ja auch bestimmte Bauprojekte in der Umgebung. Wir haben ja in der letzten Stadtratssitzung den Rewe-Markt dort beschlossen.

    Wir haben jetzt aber eben auch neue Projekte vor der Brust. Wir haben die Schwimmhalle, die hoffentlich auch kommen wird. Da sind ja die Mittel auch bestätigt worden. Wir haben eine Entlastungsstraße, was ein Dauerthema ja auch hier im Stadtrat ist für Ostelbien. Wir haben generell das Problem mit dem Parkverkehrsleitsystem in Ost-Elbien und natürlich auch generell den Sportcampus und das Gelände der ehemaligen Traglufthalle in Krakau in der Friedrich-Ebert-Straße.

    Diese Punkte sollten wir unbedingt mit in Betracht ziehen, weil das sehr, sehr wichtig ist. Weil wenn wir jetzt einmal diese gesamte Sache dort anfassen in dem Kreuzungsbereich, dann sollten wir das auch richtig machen und nicht irgendwie in der Salami-Taktik hier häppchenweise, sondern wirklich jetzt mit einem Ding mal wirklich da durchziehen, dass wir wirklich eine komplette Lösung haben, dass wir eine Baustelle dann komplett auch mal haben und dass wir immer nicht nur häppchenweise dort die Dinge anfassen.

    Deswegen bitte ich um Zustimmung für den Änderungsantrag.



  • Jens Rösler SPD/Tierschutzallianz/Volt

    Eben hat es Manuel Rupsch ja schon dargelegt, dass es schon diverse Beschlussfassungen sowohl zur Kreuzung als auch zu dem Bereich um die Kreuzung herum gibt und das wollen wir natürlich tatsächlich alles mit einbezogen haben, das ist richtig.

    Wir hatten aber Ursprungsgrund des zweiten Änderungsantrages ist, dass ursprünglich bei dieser Drucksache Anlagen vorhanden waren, auf denen sich übrigens auch die Finanzierung oder das Finanzvolumen für die Planung jetzt gründet, die wieder Verkehrsführungen an dieser Stelle zutage treten lassen haben, die wir eigentlich schon ad acta gelegt haben. Und aus diesem Grund wollten wir jetzt nochmal verstärkt sagen, dass diese Beschlussfassung zur Kreuzung und zur Ampel geregelten Kreuzung für uns sehr wichtig ist und dass es da auch keine Änderung geben sollte und darauf basierende Planungen.

    Und wenn es da verschiedene Varianten gibt, würden wir gerne verschiedene Varianten auch vorgelegt bekommen, um die beste auswählen zu können. Das ist uns wichtig und in diesem Zusammenhang sollte aber beachtet werden, dass die gesamten Planungen nicht auf die lange Bank geschoben werden. Also es sollte jetzt nicht so lange dauern, bis dann irgendwann mal vielleicht die Umgehungsstraße gebaut wird oder so, als Beispiel. Es sollte schon ein Stückchen schneller gehen und diese Kreuzung muss vor allen Dingen im Berufsverkehr und im Verkehr, wenn Schülerinnen und Schüler zur Schule gehen, dann muss diese Kreuzung funktionieren.

    Also es kommt nicht ganz drauf an oder nicht zu 100 Prozent drauf an, dass sie während eines Fußballspiels funktioniert, weil da wird sie meistens sowieso wahrscheinlich ausgeschaltet werden, die Ampel, sondern sie muss im ganz normalen Berufsverkehr, muss diese Kreuzung funktionieren. Und von daher ist die Planung in dieser Richtung sehr wichtig und das hat Manuel Rupsch eben auch schon gesagt, da muss man natürlich damit einbeziehen, dass wir in diesem Bereich weitere Handelsflächen bekommen und natürlich das in diesen Planungen auch berücksichtigt werden sollte.



  • Wir sind uns, glaube ich, einig, dass der Verkehrsknotenpunkt dort relevant und wesentlich ist. Jens Rösler hat schon einiges dazu ausgeführt. Also, wir müssen eine gute Planung für das Verkehrskonzept vor Ort hinkriegen.

    Was ich allerdings sehr befremdlich finde, oder auch meine ganze Fraktion, ist der Änderungsantrag der CDU. Man versucht jetzt sozusagen, in diesem Komplex andere Beschlusslagen mit hineinzunehmen, die mit dem Verkehrsknotenpunkt vor Ort erstmal nicht wirklich konkret etwas zu tun haben. Man versucht dann nochmal ganz charmant, eine dritte Elbquerung dort mit aufzurufen und so weiter und so fort.

    Wir haben Beschlüsse in diesem Stadtrat, und ich denke, die sind in der Verwaltung durchaus bekannt und werden an den entsprechenden Stellen, da wo es notwendig ist, auch berücksichtigt werden. Aber die jetzt hier mit zu beschließen, ist einfach absolut obsolet.



  • Wir haben eine Drucksache der Verwaltung, wo alles genau beschrieben ist, was die Verwaltung machen möchte, was uns das kostet. Jetzt haben wir wieder zwei Änderungsanträge und gucken Sie mal richtig auf die Änderungsanträge drauf. Das wird auch Geld kosten, wo wir nicht wissen, woher wir das nehmen wollen. Eben haben wir um Geld gestritten bei einer Kindereinrichtung, da funktioniert es nicht, das reicht ja das Geld.

    Jetzt möchte die CDU das erweitern, die SPD erweitern, nochmal kurz und nochmal einen drauflegen. Also hier bitte ich mir doch auch von der Verwaltung denn die Aussage, was würde uns denn diese ganzen Änderungsanträge noch zusätzlich kosten. Ja, also da hätte ich schon mal eine Summe genannt, gewusst, was soll uns das denn nachher wirklich kosten. Also ich glaube, da kommen ja nochmal fünf oder sechs Millionen drauf, wenn wir das alles so machen, was wir nicht im Haushalt haben. Und nur um mal das zu bestimmen, um zu sagen zu können, wir haben wieder was beschlossen, wir sind wieder die Besten.

    Also hier sollte man wirklich mal richtig gucken in der Geschichte und dann habe ich gerade nochmal so, es gucken ja viele Leute zu, ich weiß gar nicht, ob sie es noch kennen, aber die uns auch schreiben, wir sollten mal überlegen, da vielleicht einen Kreisverkehr zu machen und aufhören mal hier mit Ampelregelungen was zu machen. Wir wissen doch, warum die Situation in Krakau so ist und die werden wir in den nächsten Jahren, egal was wir dort bauen, nicht ändern. Der Verkehr wird immer dort so bleiben.



  • Also, ich finde es ja immer interessant, dass Herr Zander uns hier mal als CDU immer schon kritisieren muss. Also, es ist ja der Wahnsinn langsam.

    Also, nochmals. Das hat Herr Rösler und meine Wenigkeit auch eindeutig erklärt. Wir werden und wir müssen diese Sache einmalig und richtig mal anfassen. Und na klar gibt es dann auch Dinge, die uns mal gucken, inwieweit diese Finanzen auch sind.

    Zu dem Thema Kreisverkehr. Wenn man bei der GWA Ostelbien mal öfters dabei wäre, was ich empfehlen würde, wurde ja zigmal schon gesagt, dass ein Kreisverkehr in der Form gar nicht machbar ist. Und auch die Nachversorger und auch der REWE-Markt sagen, das geht gar nicht, weil gar nicht für den Lieferverkehr die Möglichkeit bestünde, dass die Sattelzüge dort rumkommen würden. Und dann haben wir nämlich das Problem, dass wir einen Kreisverkehr haben, der uns überhaupt nichts bringt. Und vor allem, du hättest dann noch mehr Chaos in dem Bereich.

    Deswegen diese beiden Änderungsanträge und nochmal ein kurzer Satz zu Frau Anger. Das ist ja heute wieder Ping-Pong-Spiel, Frau Anger, Herr Zander. Frau Anger, es steht nicht drin, dass wir eine in Verbindung der dritten Elbführung. Es war generell das Thema Entlastungsstraße. Das Thema Entlastungsstraße, wissen Sie selbst, ist immer ein gängiges Thema. Und wir müssen irgendwo ja mal gucken, wann wir mit der Sache da anfangen und wo wir auch damit mal aufhören. Und Sie kennen die Variantenuntersuchungen, wo die rauskommen sollen. Und deswegen ist das mit in Verbindung gezogen worden.



  • Jens Rösler SPD/Tierschutzallianz/Volt

    Ja, ich hätte natürlich gern gehört, was Herr Guderjahn noch dazu zu sagen hat. Aber ich muss erst mal ganz klarstellen, Herr Zander hat scheinbar keine Ahnung von der Gegend und von der Sachlage und von dem, was wir jetzt hier beschließen.

    Die Änderungsanträge wollen nämlich genau gerade bewirken, dass wir nicht mehr Geld ausgeben an der Stelle für die Planung. Es geht tatsächlich um die Planungskosten und wir wollen eben nicht, dass irgendwie eine sinnlose Planung gemacht wird mit irgendwelchen Straßenverschwenkungen und Verschrenkungen von Radwegen in Größenordnungen, was weiß ich immer, sondern wir wollen gezielt spezielle Varianten haben, die auf eine Ampellösung hinauslaufen.

    Ich war übrigens auch Verfechter eher eines Kreisverkehrs, aber wir haben Beschlusslagen bezüglich dieser Ampelkreuzung. Die sind jetzt einfach mal hier als Beschlusslage im Stadtrat auch schon fest. Und von daher ist es gut, wenn wir jetzt dabei bleiben und das ist insgesamt, glaube ich, eine gute Lösung, die sich übrigens auch bisher in der jetzigen Variante so provisorisch schon so halbwegs bewährt hat.

    Und gerade im Verkehr oder zu Schulzeiten oder zum Schulbeginn, wenn die Schülerinnen und Schüler dort langkommen, ist es durchaus von Vorteil, dass wir da eine Ampel haben an der Stelle. Oder für Radfahrende, die an der Stelle die Friedrich-Ebert-Straße kreuzen müssen. Also es ist schon eine gute Variante, dass wir, wenn wir dort eine Ampel planen und gezielt diese Planung machen und nicht noch irgendwelche anderen Sachen. Das spart Geld. Und deswegen dieser Antrag.

    Und ansonsten bitte ich eben, wie gesagt, das nicht noch weiter nach hinten zu verzögern, warum auch immer, sondern das möglichst zeitnah umzusetzen.



  • Marcel Guderjahn Gartenpartei

    Also erstmal ganz kurz zu Herrn Rupsch, Sie arbeiten ja in einem großen städtischen Unternehmen, was ja auch Müllautos und auch große Sattelzüge hin und her fahren lässt. Und wenn Sie wüssten, wenn Sie uns schon anprangern, dass wir keine Ahnung haben, es gibt auch Kreisverkehre, die überfahrbar sind und zwar gerade überfahrbar, wo man auch mit einem Sattelzug um die Ecke kommen kann oder wie auch immer gerade drüber fährt.

    Fakt ist doch eins, wenn man eine Planung macht, wo alleine die Ampelanlagen schon mehrere hunderttausend Euro kosten, eine Ampel kostet, eine ganz normale Ampel kostet hunderttausend Euro, so und wenn Sie da eine große Ampelkreuzung hinstellen, dann haben Sie schon mal vierhunderttausend Euro nur für eine Ampel ausgegeben. Wenn Sie zweihunderttausend mehr bezahlen, dann kriegen Sie einen Kreisverkehr und das ganze Ding braucht nie wieder gewartet werden, also von Ampelanlage, ja und und und.

    Und ganz ehrlich, wenn da auch noch von geredet wird, dass ja mal die Idee war, sowieso einen Kreisverkehr dahin zu machen, dann ist doch das gut. Aber es wird hier immer Theater gemacht, ja die Gartenpartei, also der Antrag ist schön, aber der kommt nicht von uns, den lehnen wir ab. Das habe ich schon so oft gehört, das ist krass. Ja, Leute, ihr wollt da mehr Sicherheit, das kriegt ihr mit einer Ampel da nicht hin, ja mit einem Kreisverkehr habt ihr eine bessere Sicherheit auf der Kreuzung, die hier drinne steht, ja alleine das Durchfahren, ja, also ich verstehe das nicht. Und wie sagt Herr Ruppsch, es gibt auch überfahrbare Kreisverkehre, kann ich Ihnen gerne zeigen.



  • Stephan Papenbreer Tierschutzpartei

    Ich lade die Gartenpartei gerne mal ein, kommt von Westerhüsen mal mit dem Paddelboot. Ich hole euch am Herrenkrug ab und wir gucken uns das Ganze mal an.

    Ein Kreisverkehr ist nicht möglich. Punkt. Und deswegen stimmen wir natürlich. Und wir sind ja nun mal Ostelbien euren Anträgen zu, weil es der vernünftigste und sinnvollste Antrag ist.

    Gleichzeitig möchten auch wir darum bitten, es kann natürlich nicht sein, dass der Rewe gebaut ist und wir immer noch am Planen sind. Wir müssen da wirklich Gas geben und zügig auch den Ostelbien zuliebe dort Gleitschaffen. Danke.



  • Also ich weiß gar nicht, wie ich anfangen soll. Als meine Fraktion diesen Antrag stellte vor fast einem Jahr, da konnten wir ja noch gar nicht ahnen, welche Entwicklungen kulturpolitischer Art in den jüngsten Zeiten sich abzeichnen würden. Sonst hätte der Text wahrscheinlich, Installation eines Kunstbeirats, der Titel, wäre ein anderer gewesen, denn wie dringend Beratung im Bereich der Kultur nötig scheint, wurde ja gerade in den letzten Tagen und Wochen besonders deutlich.

    Umso mehr muss es erschüttern, wenn die Stellungnahme auf zwei Seiten darstellt, dass eben das gerade nicht benötigt wird. Frau Steins kann das alles so mit ihrem Team und es wäre auch gar kein Geld da. Also woher diese Einlassung kommt, verstehe ich überhaupt nicht. Der Kunstbeirat, den es ja mal gab, hat auch kein Geld bekommen. Ganz anders als ein Gestaltungsbeirat etwa, der ja beim STBV angesiedelt ist, wo natürlich horrende Summen fließen, sicherlich berechtigterweise. Aber hier spielte das beim Kunstbeirat keine Rolle. Übrigens der Projektbeirat Kultur, da klappt es ja mit der Entschädigung bis heute, meine Damen und Herren im Stadtrat, die dort nicht Mitglied sind und das nicht wissen können, auch noch nicht wirklich. Also man hat schon den Eindruck, wenn es um Kulturthemen geht, dann ist man da nicht so hinterher wie bei manch anderen Themen. Das macht uns sehr, sehr traurig.

    Der Kunstbeirat, ja vor einem Jahr beantragt, er war schon mal installiert, da konnten wir noch gar nicht wissen, dass die Stadtverwaltung vorhat, die Trauernde aus der Johanneskirche zu verbannen, sage ich mal, an den alten Markt. Das konnten auch wir nicht absehen. Allein dieser Aspekt, den wir Gott sei Dank hier gemeinsam geheilt haben vor wenigen Wochen, macht deutlich, wie dringend nötig Beratung sein kann. Das ist ja auch nichts Schlimmes, dass man einfach sich mal in einen Diskurs begibt, reflektiert mit anderen Fachleuten. Ich habe damals den Antrag geschrieben für meine Fraktion, weil ich angesprochen worden bin immer wieder von teilweise frustrierten ehemaligen Mitgliedern des alten Kunstbeirates, die eben sich gefragt haben, wann werden wir mal eingeladen, wann tagen wir mal. Aber Frau Stille-Hinz hat ja im Kulturausschuss gesagt, das hat man eben so auslaufen lassen. So geht man eben nicht mit Menschen um.

    Aber wir mussten dazulernen, vor wenigen Wochen erreichte uns ja die Information, ich betone Information, keine Drucksache zum Thema Stadtschreiber-Stipendium. Auch dort gibt es eine Jury, also quasi einen Beirat, der wenigstens einmal mehr zusammenkommt und die Auswahl dann vornimmt. Das soll ja nun nicht mehr passieren. Ein Stadtratsbeschluss soll mit einer Information aufgehoben werden, was formal schon mal, meine Damen und Herren, überhaupt nicht geht, wovon wir auch ausgehen dürfen, dass die Spitze der Stadtverwaltung das ganz genau weiß. Und auch hier setze ich mal voraus, dass zu keiner Zeit, wenn nicht mal mit den Stadtratsmitgliedern gesprochen wird, mit den Mitgliedern der Jury, der Stadtschreiber gesprochen worden wäre, dass sie also künftig ihre Arbeit einstellen können. Ich nehme mal an, dass getreu dem traditionellen Muster wie beim Kunstbeirat Frau Stille-Hinz in der Meinung ist, das läuft dann eben mal so aus. Für sich selber immer achtsam Umgang einfordern, aber dem dann mit anderen Menschen eben vermissen lassen, ist keine gute Arbeitsgrundlage, meine Damen und Herren.

    Und ich finde es, ich muss das wirklich heute so deutlich sagen, auch beschämend im Kontext der Erläuterung der Oberbürgermeisterin, war hin zu diesem Thema der unsäglichen Verlegung der Lesung mehr als bedauerlich, dass die zuständige Kulturbeigeordnete heute nun wieder mal nicht anwesend sein kann, muss. Auch gestern, als der Kulturausschuss tagte, fehlte sie. Ich sage das wirklich ohne Wertung, das können Sie mir glauben. Entweder ist Frau Stille-Hinz im Urlaub oder leider oft krank oder auf Dienstreise wie heute. Heute und morgen oder gestern und heute soll sie wohl beim Kulturausschuss, wahrscheinlich im Rahmen einer Weiterbildung, des Städtetages sein. Offenbar hat sie ganz vergessen, dass sie nicht beim Städtetag angestellt ist, sondern bei der Landeshauptstadt Magdeburg hier.

    Und wer Mitglied des Kulturausschusses ist, so wie ich, konnte in den letzten Wochen mehrfach wirklich erfahren, ist quasi von allen Seiten angesprochen worden, mit Mails, mit Anrufen aus der Ära der Kulturschaffenden, was ist da eigentlich los bei euch? Was macht die Kulturbeigeordnete und vor allem, was macht ihr Stadträte da? Und viele Dinge sind ja außer unserer Zuständigkeit. Ich habe es gerade gesagt, eine Information zum Stadtschreiberstipendium, da reden wir ja nicht mal hier drin im Stadtrat drüber. Die nehmen wir ja bestenfalls zur Kenntnis. Sie spielte gestern eine große Rolle, Gott sei Dank, im Kulturausschuss, wo der arme neue Fachbereichsleiter Herr Dr. Moser, der natürlich nie eingearbeitet werden konnte, nun dort sozusagen den Part übernehmen sollte, der eigentlich ja der der Beigeordneten wäre. Insofern sehen Sie es mir nach, es gab dort niemanden, wo wir den Frust, der uns erreicht, in unsere Kompetenzen als Stadtratsmitglieder eingegriffen wird, den wir dort also auf Augenhöhe jemand zurufen konnten. Das nehmen dann alle Leute irgendwo mit hin, die Stabsstellenleiterin nimmt es mit hin und damit ist der Fall dann erledigt. Für uns ist er das nicht.

    Wer wirklich in den letzten Wochen in Kultureinrichtungen kam, musste Gruseliges erleben, wenn er darauf angesprochen wird, was hier passiert. Vor wenigen Wochen haben wir den Antrag beschlossen, am 5. Dezember den Antrag 279 aus 25. Kunstfreiheit verteidigen, kulturelle Vielfalt in der Landeshauptstadt schützen. Da hat die Oberbürgermeisterin noch mit zugestimmt und ich bin auch sehr froh, wenn ich vorhin richtig verstanden habe in der persönlichen Erklärung, dass gerade auch künftig die Oberbürgermeisterin dieses Thema offenbar zur Chefsache machen wird und muss, um eben die Umsetzung dieses Antrags tatsächlich sicherstellen zu können, weil es anders augenscheinlicher nicht funktioniert.

    Ich möchte daran erinnern, dass vor wenigen Wochen viele von Ihnen hier zu Gast waren, auch die Oberbürgermeisterin, Kulturbeigeordnete natürlich leider nicht, zu 20 Jahre Moritzhof, wo im Grußwort der Landesregierung immerhin der zuständige Kulturstaatssekretär Putz, wie ich fand, doch bemerkenswerte Worte fand, indem er die Vielfalt der Kultur lobte, davon sprach, dass ein Kultusministerium niemals ein Geschmacksministerium werden dürfte, schon gar keins für schlechten Geschmack. Ich bin sehr froh, wenn ich heute richtig verstanden habe, dass es dann nicht so ist, wie man noch vor kurzem befürchten hätte müssen, dass die Stadtverwaltung sich auf den Weg machte, eine Zensurbehörde werden zu wollen.

    Insofern sehen Sie es mir nach, wenn der Antrag Kunst beigert heute vielleicht, das gebe ich zu, die Folie für gleich mehrere kulturelle Themen bieten, die aber alle irgendwie miteinander verwoben sind und wir ja sonst, liebe Frau Borst, auch keine Gelegenheit gehabt hätten, auf Ihre persönliche Erklärung irgendwie Einfluss zu nehmen. Das ist so thematisch jetzt der einzige Punkt, der so ein bisschen passt und ja, ich bin aufgeregt, weil mich das wirklich traurig macht. Einer der Kulturschaffenden schrieb mir noch ausgehend von der Geschichte der Einstellung des Stadtschreiberstipendiums, dass schon immer man 1826 schrieb, willst du die Dichtung glücklich ausrotten, dann musst du die Dichter nach Magdeburg schicken. Das kann nicht unser Ziel sein.

    Im Kulturausschuss gestern hat ein sachkundiger Einwohner gesagt, man muss ja froh sein, dass wir nicht Kulturhauptstadt geworden sind. Bei den Ereignissen, die jetzt gerade sich abzeichnen. Ich möchte wirklich die Kulturverwaltung oder die Verwaltung überhaupt einladen, wieder zurückzufinden zu einem gemeinsamen Ziel, das in der Kulturstrategie ja auch Kultur mit allen für alle festgeschrieben ist. Und wenn Sie harte Einsparzwänge haben, das sehen wir ja ein, dann ist doch Ihre erste Adresse sind doch wir. Das sind wir als Stadtrat, insbesondere natürlich die Kulturausschussmitglieder. Dann hätten wir erwartet, dass eine Beigeordnete im Kulturausschuss mit uns darüber spricht, was sie plant. Und wir hätten eine Lösung finden können. Vielleicht wäre dann das Stadtschreiberstipendium Biannale oder so verlaufen. Bestimmt hätten wir das nicht ganz so aufgegeben. Never ever. Das glaube ich nicht. Dazu ist es uns zu wichtig. Aber überhaupt nicht in den Diskurs mit uns einzutreten, zeigt, dass sich einige in ihrer Riegel, Frau Boris, offenbar zunehmend alleine als Staatsapparat fühlen. Und das kann ich nicht hinnehmen. Nach meiner persönlichen Einschätzung hat sich in den Ereignissen der letzten Wochen die Kulturbeigeordnete sich selbst disqualifiziert.



  • Carola Schumann CDU/FDP Kulturausschuss

    Wir haben wieder mal über dieses Thema intensiv diskutiert, über den Kulturbeirat. Und ja, wir sind der Meinung, das sieht man auch an der Abstimmung, 3 zu 0 zu 2 waren wir im Kulturausschuss der Meinung, die Kultur sollte mehr Gehör finden. Und zwar ein Kulturbeirat, der eben nicht nur aus dem Kulturausschuss, also wo alles im Kulturausschuss besprochen wird, sondern wo eben auch Expertise von außen gehört wird.

    Aus diesem Grund haben wir uns, wie gesagt, für diesen Antrag ausgesprochen. Wir haben ganz verschiedene Beiräte und der Stadtgartenrat hat schon vom Gestaltungsbeirat gesprochen. Es geht hier nicht um die Finanzen, also man möchte nicht noch groß verdienen oder sowas. Darum geht es gar nicht, sondern es geht wirklich um Partizipation, um Mitnahme, um Gestaltung.

    Wir reden immer davon, dass wir möglichst viele Meinungen einholen wollen, dass wir mitgestalten wollen. Und hier hätten wir die Möglichkeit, mit dem Kulturbeirat, Kunstbeirat, dann dieses auch zu ermöglichen. Also deshalb hat sich der Kulturausschuss für diesen Antrag ausgesprochen.



  • Möglichst viele Personen in Entscheidungen mit einzubeziehen, das ist gut und richtig. Das tun wir an vielen Stellen auch in den Beiräten, im Beirat für Migration und Integration, im Klimabeirat, im Seniorenbeirat, im Kulturbeirat. Viele wurden auch schon genannt. Dort agieren Expertinnen und Experten mit uns gemeinsam und beraten uns. Das ist dort ihre Aufgabe. Ja, hier und da hakt das. Auch das haben wir schon gehört. Aber das müssen wir an anderer Stelle evaluieren und schauen, wie wir da Prozesse und Wege verbessern können.

    Diese grundsätzliche positive Haltung zu den Beiräten teilen wir bei uns in der Fraktion natürlich und arbeiten da auch gut und produktiv mit den Beiräten zusammen. Trotzdem sehen wir den Antrag, der jetzt hier vorliegt, tatsächlich kritisch und werden uns gleich versprechen halten oder können dem so nicht ganz folgen. Nicht, weil wir irgendwie glauben, die Magdeburger Künstlerinnen und Künstler könnten irgendwie nichts zum Thema beitragen, hätten nichts zu sagen. Ganz im Gegenteil, das könnten sie sicherlich sehr gut und sehr fachkundig.

    Aber, das ist auch schon angeklungen, im aktuellen vorhandenen System, im Wechselspiel aus Stadtplanungsamt, aus Gestaltungsbeirat, aus dem Fachbereich Kunst und Kultur, Baudezernat und anderen Playern, die da schon eine Rolle spielen, wie mit Kunst in der Stadt, im öffentlichen Raum umgegangen wird, sehen wir gerade nicht, dass es da noch eine ernstzunehmende Nische gibt, wo ein weiterer Beirat wiederbelebt wird. Was sollen die tun? Mit ihrer Expertise, die sie mitbringen, sie müssen sich ja auch irgendwie gehört und ernst genommen fühlen und müssen eine, überhaupt eine Arbeitsfläche kriegen, um zu agieren. Und den sehen wir gerade nicht, diesen Arbeitsbereich, diesen Raum, wo sie das tun könnten.

    Die Stellungnahme erklärt das dann auch ja recht deutlich und relativ gut und ausführlich und darauf an der Stelle sei nochmal verwiesen.



  • Herr Oberbürgermeisterin Die Linke, vielen Dank für Ihre Entgegnung, die ich nicht alle teilen kann. Das haben Sie sicherlich auch nicht erwartet. Ich teile sehr wohl die Ansicht, liebe Kollegin Dr. Bettecken, die ich bis vor kurzem auch noch vertrat, dass man ja eigentlich schon im Kindergarten lernt, dass man Probleme nicht damit löst, wenn die Chefin nicht da sind. Aber da habe ich von der Oberbürgermeisterin gelernt, dass man es genau so macht. Denn die Simone Borris wird sich erinnern, dass sie vor zwei Jahren eine persönliche Erklärung über meinen schlechten Umgangston hier abgegeben hat. Da war ich auch krank und nicht da und ich musste mir das dann später sagen lassen. Und man muss auch mal was dazulernen, dass man manche Sachen anders machen kann. Ja, so ist das manchmal.

    Und bei Frau Stiller-Hinz gehen wir hinzu, wie lange soll ich denn da noch warten? Das hatte ich ja nun gerade dargestellt. Sie ist ja offenbar auf der Flucht vor uns und drückt sich vor dieser Auseinandersetzung. Ich habe vorhin vergessen, und das ist ja offenbar auch ein Fehler gewesen, nochmal auf diesen Artikel hinzuweisen, den hoffentlich viele von Ihnen gelesen haben in unserem monatlich erscheinenden Stadtmagazin Dates. Das ist die Ausgabe vom Monat April. Da ging das quasi schon los, dass beinahe Frau Stieler-Hinz zur Magdeburgerin des Monats geworden wäre. Das ist dieselbe Kolumne zumindest, dieselbe Seite. Auch das wurde mir von vielen Kulturschaffenden zugespielt mit Kommentaren, die ich hier gar nicht wiedergeben will, aber die fast alle das unterstützen, was dort steht. Und die eben die der Verbannung der möglichen, die wir verhindert haben, ich sprach schon davon, der Trauernden aus der Johanniskirche nochmal deutlich machen, die dringend notwendig, Frau Lehnert, Frau Dr. Bettecken, es nur wäre, wenn es da einen solchen Kunstbeirat gegeben hätte, dann wäre ein solcher Vorschlag sicherlich nicht dem Stadtrat in der Form unterbreitet worden. Da bin ich mir ziemlich sicher.

    Zur Wahrheit dazu gehört auch, dass der alte Kunstbeirat schon gegründet wurde. Da gab es den Gestaltungsbeirat schon. Also diese Argumentation, die Frau Stieler-Hinz Ihnen in der Stellungnahme eben glauben machen will, läuft leider ins Leere und trifft dem so nicht zu, weil gerade der Gestaltungsbeirat für Kunst im öffentlichen Raum, so wie wir ihn ja im Kulturausschuss mitbehandeln, gar nicht zuständig ist. Das ist gar nicht dessen Aufgabe, dass eine Frau Stieler-Hinz sich dieser Aufgabe natürlich gerne entledigen will. Ja, das habe ich von Anfang an verstanden. Das ist tatsächlich so gewesen und da liegt Ihnen das Problem.

    Übrigens, eins lässt sich nicht nur wie am Ausschuss sehen, sondern eben auch die Kunstschaffenden, die das bedauern, dass sie sich einbringen können und es muss ja auch gute Gründe gegeben haben, überhaupt einmal einen solchen Kunstbeirat auf den Weg zu bringen. Themen, Frau Lehnert, könnten sein das Scholl-Denkmal, das wir ja beschlossen haben, wo wir auch drei Sondersitzungen durchführen mussten. Ich weiß gar nicht, ob Sie da schon mit dabei sein konnten, weil eben die Vorgehensweise der Verwaltung unter Ausschluss, weil wir ja keinen hatten, Kunstbeirat eben sehr, also nicht glücklich verliebt. Die Trauernde hatte ich schon erwähnt. Die ganze Diskussion darum, dass ja leider Kunst, Diebe oder Rowdis, Vandalen, ich weiß gar nicht, wie man die heute noch richtig nennt. Ich bin fertig. Kunstwerke beschädigen und die Frage ja auch war, stellen wir die wieder auf, dürfen wir das überhaupt? Also es gäbe Themen genug, wirklich, es gäbe viele Themen und wir halten es für dringend notwendig, dass Beratung erfolgen muss.



  • Dr. Falko Grube SPD/Tierschutzallianz/Volt

    Eine kleine Vorbemerkung beim Stadtläufer, Herr Kollege Müller, bin ich mir nicht sicher, ob Sie nicht manchmal selber schreiben? Rhetorisch würde das passen? Ja? Man weiß es nicht. Dann wäre das jetzt ein Auto-Zitat gewesen. Und man muss Ihnen sicherlich persönlich zugutehalten, Sie hätten den gleichen Text gesagt, wenn Frau Stieler-Hinz nicht da gewesen wäre. Aber darum habe ich mich nicht gemeldet.

    Ich habe mich gemeldet, weil ich tatsächlich in der Stellungnahme den Hinweis auf den Gestaltungsbeirat einigermaßen absurd finde. Der Gestaltungsbeirat ist ein Beratungsgremium für den Bau beigeordneten bzw. insgesamt natürlich für den Stadtrat, aber am Ende auch für den Bauausschuss. Und da geht es tatsächlich um die Bewertung von Bauvorhaben. Etwas anderes haben wir im Bauausschuss, ich mache das jetzt zwölf Jahre, noch nie gehabt. Etwas anderem wird der Gestaltungsbeirat nicht befasst, steht im Übrigen auch nicht in seiner Satzung.

    Insofern können wir dem Antrag folgen, weil wir erstens wertschätzen, dass Künstlerinnen und Künstler in dieser Stadt sich engagieren wollen und beitragen wollen. Und dafür muss man eine Plattform schaffen. Und das, was sie beitragen, können wir dann vernünftig würdigen. Das sollte sich nicht ausschließen.



  • Ja, nur ein kleiner Nachtrag. Zum einen, Frau Dr. Bettecken, vielen Dank auch für den Hinweis. Ich finde es tatsächlich auch immer sehr unpassend, auch in der Art und Weise über Menschen herzuziehen, die nicht da sind. Wir können uns über Kommunikationsfehler, über Entscheidungsunterschiedlichkeiten gerne austauschen, gerne auch heftig diskutieren, gerne, aber ich finde, ein gewisses Niveau sollte es dabei bitte nicht unterschreiten.

    Das zum einen und zum anderen. Ich bin auch die Letzte oder wir als Fraktion sind die Letzten, die nicht gerne auch die Künstlerinnen und Künstler dieser Stadt mit einbinden, wenn es darum geht, über Kunstwerke zu entscheiden oder auch zu überlegen, wie gehen wir mit Vandalismus an Kunstwerken um. Ganz im Gegenteil.

    Probleme sehen wir nur, der Beirat, wie er war, war ein Rat, der nicht dem Stadtrat beraten hat, der nicht eingebunden war, ähnlich der Beirat für Migration und Integration. Er war da, um den Beigeordnete für Kunst und Kultur zu beraten. Also mit welcher Wirkmacht agiert so ein Rat? Dass er vielleicht wichtig ist und vielleicht an irgendeiner Stelle auch gebraucht wird, darüber können wir uns an anderer Stelle unterhalten. Aber mit dem Antrag, der hier vorliegt, wollen Sie etwas zurückhaben, was vielleicht ja auch eingeschlafen ist, weil es keine Wirkmacht hat.



  • Gerade das hat ja eben der Stadtratskollege Grube erklärt, dass eine Beratung des Beigeordneten ist. Der Gestaltungsbeirat berät den Bau-Beigeordneten mit, und hier ist es eben auch beraten, natürlich ist das eine andere Form von Beirat. Aber wieso nicht? Es ist doch gut, wenn man sich Expertise, das hat Frau Lehnert übrigens auch gesagt, von außen holt.

    Und von daher fließt das, was Sie jetzt gesagt haben, sich überhaupt gar nicht aus. Sondern im Gegenteil macht es noch deutlicher in meiner Wahrnehmung.



  • Der Antrag ist ja entstanden aufgrund der Haushaltslage, die wir haben. Wir kriegen ja immer diese Pflichtaufgaben vom Bund und vom Land übertragen und wir müssen dementsprechend auch die Manpower beziehungsweise die Frauenpower in der Verwaltung stellen.

    Interessant ist aber immer wieder, dass wenn wir unseren Haushalt hier bestätigen als Stadtrat und den dann beim Landesverwaltungsamt einreichen und das Landesverwaltungsamt sagt uns immer, naja, es geht nicht so, wie ihr das gerne wollt, gerade auch in Bezug wegen Personalstellen, dann haben wir irgendwo einen kleinen Kreislauf, der uns hier immer wieder ereilt.

    Deswegen war jetzt mal wirklich dieser Antrag gestellt worden, mal zu gucken, was sind denn diese Pflichtaufgaben, die wir als Kommune übertragen bekommen und wo es wirklich auch ein defizitäres, eine Summe, die quasi für uns mal aufgelistet wird bezüglich, wo wirklich auch Verwaltungsstellen nur für solche Aufgaben eingestellt sind, also Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die wirklich für so eine Aufgabe nur abgerufen sind. Und deswegen bitte ich um die Zustimmung auch des Antrags, um das mal wirklich alles so herzukriegen.



  • Der Antrag hat natürlich versprochen, eine gute Idee zu sein, aber wir können sie nicht umsetzen. Das liegt daran, dass die Stellen eben nicht in jedem Fall eindeutig zuzuordnen sind, ob das der Wirkungskreis der eigenen ist oder der übergeordnete ist oder ob wir freiwillige Leistungen damit umsetzen. Wir können es einfach nicht.

    Und das Landesverwaltungsamt hat uns auch nicht gerade das immer vorgeworfen als Kritik, sondern hat uns bislang ja eine, das unterscheiden wir uns ja von einer anderen großen Stadt in Sachsen-Anhalt, eine Möglichkeit gegeben im Rahmen dessen, was wir beschlossen haben, bin ich zu verstehen, die einfach mal Beträge herauszuschneiden. Und das haben wir mit Ihnen ja auch zusammen hier beschlossen dann. Da ging es also nicht um Abgrenzung, freiwillig oder pflichtig.

    Ich bitte Sie wirklich, uns diese Aufgabe nicht aufzuhucken, weil wir es nicht leisten können. Wir müssten irgendwas zusammenbasteln, was Ihren Erkenntnisgewinn in keinster Weise bereichert.



  • Tobias Hartmann GRÜNE/future!

    Wir beantragen, also ich muss gestehen, ich übernehme hier einen Wortbeitrag für den geschätzten Kollegen Meister, der leider im Landtag gerade zugegen ist, eine absatzweise Abstimmung.

    Wir beantragen die Streichung, also ab dem Wort außerdem, welcher in der Mitte des, in der vierten Zeile zu finden ist, dem stimmen wir zu, ehrlich gesagt, den ersten vier Zeilen vor dem außerdem.

    Wir wollen es gerne so getrennt abgestimmt haben. Ich hoffe, dem kann gesprochen werden.



  • Zunächst einmal ist es kein Geschäftsordnungsantrag, sondern ein Verfahrensantrag und dieser Verfahrensantrag ist unzulässig. Erstens, weil es keine Nummerierung gibt, weil es keine katalogweise Gestaltung des Antrages ist.

    Und zweitens, wenn ich an die Folgen denke, wenn wir dem zustimmen, ich werde mir einen Spaß daraus machen, irgendwann mal sämtliche Druckvorlagen zur Stücke zur Abstimmung zu stellen.



  • Ja, ich bin völlig irritiert, überrascht, noch dazu beim Thema Bäume, was ja hier sowieso allseits beliebt und bekannt ist. Ich mache es wirklich kurz, weil wir haben ja nachher noch einen ähnlichen Antrag, wo es allerdings um eine konkrete halbseitige Allee gibt.

    Ich will nur sagen, ich war ja dabei, als beispielsweise im Umweltausschuss oder auch im Betriebsausschuss SFM darüber gesprochen worden ist. Ja, ich weiß, wir reden jede Sitzung über Bäume und viele können es nicht mehr hören und die Stadt pflanzt auch nach. Das ist ja, ist alles richtig. Trotzdem sind immer noch mehr Bäume verloren gegangen, als wir wahrscheinlich jemals schaffen, in nächster Zeit nachzupflanzen.

    Und wenn man eben als Sudenburger, es sind ja ein paar mehr im Raum, Wahlbereichsstadträte und solche zuständig fühlen, für diesen Bereich tatsächlich mal, so wie ich das ja nun auch tue, weil ich schon lange dort lebe, die Halberstädter Straße beginnt vorne bei den Behelfsbrücken ja jetzt, muss man sagen, also bei früher mal Opel-Dürkop, so viel Veränderung, ja, schadet, dann wird man gerade im unteren Bereich bis zum Südring merken, dass also auch bis zur Johanna-Straße, da steht ja nun gar kein Baum mehr, ja, also das war mal anders, ja.

    Gerade auch auf der, ich traue es mir kaum zu sagen, Ausstellungsfläche von Opel-Dürkop sind Bäume abhandengekommen, die, ich bin jetzt böse, natürlich schon immer störten bei der Präsentation der Fahrzeuge, jetzt ist uns das Autohaus abhandengekommen, aber die Bäume sind trotzdem weg, ja. Also ich, ja, und es kommt auch wenig hinterher, Manuel, weil wenn immer man mit Herrn Matz spricht, den ich mich sehr schätze, da müssen wir prüfen, was sind die Leitungen, ja, und dann prüfen die drei Jahre lang, und natürlich liegt da immer was, und in der Regel kommt da nichts wieder hin. Und das ist eben wirklich traurig.

    Ja, die Bilder sind, glaube ich, erst beim nächsten Antrag. Ja, soll ich den auch gleich mit einbringen? Dann sage ich das trotzdem schnell mit, dann brauche ich mich nicht nochmal melden. Das kommt ja in Kürze, das ist tatsächlich diese halbseitige Allee am Südring, da gibt es allerdings andere Probleme. Hier sehen Sie ja, da hätte, würde man heute, würde Jens Rehbaum sagen, nicht mehr State of the Art nach dem Stand der Technik, dort wahrscheinlich den Rad- und Gehweg anlegen, nun ist er aber da, und so alt ist der Neuer nicht, also nicht so alt wie ich, ja. Der ist also in den 90er Jahren dort ja quasi im Zuge der Westring-Brücke angelegt worden. Dieter Steinecke war noch zuständiger Dezernent, kennt den hier noch, ich war dabei, als die, als Abiturient, als das Band durchgeschnitten wurde bei der Westring-Brücke, und da sind diese Bäume gepflanzt worden. Die sind also gute 30 Jahre.

    Einige sind in der Ausbildung des Stamms sehr voluminös, andere nicht. Sie sehen das auch, also es ist ja nicht bei jedem Baum, wenn man jetzt da lang gehen würde, würden Sie nicht bei jedem Baum, hebt sich das Pflaster. Also ich kenne die Gründe nicht, ich bin kein Fachmann, aber das Problem ist schwer zu lösen. Ich will nicht, dass die Bäume wegkommen, um Gottes Willen, ja, aber darum ist ja auch der Wunsch, einen Termin zu machen, das ist wieder ein anderer Antrag, mit den Anwohnern, mit auch Vertretern vom BUND oder von Magdeburg, hier Otto Pflanzt, die AG Stadtgrün, dass man vielleicht gemeinsam nach Möglichkeiten sucht, weil Herr Matz hatte mir erzählt, wenn ich mal nach Amerika schaue, dort werden nach 30 Jahren die Bäume in den Städten alle gefällt und da werden neue gepflanzt. Also ich will gar nicht nach Amerika schauen, schon gar nicht in diesen Tagen und glaube auch nicht, dass das Nachpflanzen nach 30 Jahren nun unser Ziel sein kann.

    Und meine Sorge hier ist, vielleicht so unbegründet, an manchen Stellen, auf andere Bilder, wenn Sie so freundlich sein wollen, Frau Gleisbaum, mal weitergehen, sieht man da hinten diesen jungen Baum, da ist schon mal was nachgepflanzt worden. Also man pflanzt wahrscheinlich dieselben Bäume, also man lernt nicht, es ist traurig, was kommt zu sagen, man lernt nicht aus dem Fehler und macht das immer so weiter? Das kann doch nicht der Plan sein. Und darum dachte ich, wir treffen uns da mal draußen, die Lust haben und wollen und schon immer mal ein Baumhaus in nächster Nähe sehen, die suchen dann gemeinsam nach der Lösung.

    Vielen Dank, Herr Dr. Belas, dass ich zwei Anträge gleichzeitig anbringen durfte, was natürlich eigentlich gar nicht geht, aber ich muss mich dann noch nicht nochmal melden.



  • Dr. Thomas Wiebe SPD/Tierschutzallianz/Volt

    Ich bin auch ein ausgewiesener Freund, wie Herr Müller, der Bäume, aber ich verstehe nicht, warum wir diesen Antrag, der eigentlich gar kein Antrag ist, sondern es ist eine Anfrage, warum wir darüber jetzt hier abstimmen und diskutieren.

    Wenn das hier Schule macht, dann werden wir also in Zukunft jede Anfrage auch im Stadtrat nochmal ausführlich diskutieren und abstimmen. Da habe ich wenig Verständnis für, im SFM war da auch kein Verständnis für, ich hatte es Herrn Müller schon gesagt, aber offensichtlich hat das wenig Resonanz gefunden.



  • Wir brechen heute ab und vertagen, bis mal die Technik hier in Ordnung ist. Es ist ja jetzt schon mindestens das dritte Mal, dass es nicht funktioniert. Also da muss ich schon mal sagen, ich weiß nicht, woran es liegt. Ja, müssen wir mal gucken.

    Ja, Bäume. Ja, ich finde diesen Antrag richtig, ich muss das so sagen. Und man muss wirklich sich mal fragen, warum funktioniert es nicht. Also ich habe vor genau einer Woche einen Tag einen Brief bekommen von einem Unternehmer, der in Magdeburg baut und er muss Ersatzpflanzung machen. Er muss 150 Bäume in Magdeburg pflanzen und hat bei der Stadt ja angefragt. Und alle Stellen der Stadt haben abgelehnt, haben gesagt, such dir einen anderen Platz. Wir als Stadt haben keinen Platz. Wir können keine Pflanzen annehmen. Ich weiß gar nicht, woran es liegt. Der würde sogar noch bezahlen dafür.

    Jetzt bin ich mal so frech und sage das mal. Ich habe das an vielen Stellen erzählt und auch bei mir in meiner Kleingartenanlage. Jetzt haben meine Gärtner gesagt, lass uns das doch pflanzen. Wir würden sogar noch 450.000 Euro bekommen als Kleingartenanlage. Also jetzt bin ich gerade dabei, das zu prüfen, ob das überhaupt funktioniert und geht. Da bin ich ganz ehrlich, weil ich eigentlich kein Verständnis habe. Wir haben so viele Baumscheiben, die nicht bepflanzt sind. Warum können wir diese 150 Bäume nicht pflanzen? Also da habe ich kein Verständnis und darum finde ich diesen Antrag auch schön.

    Gott sei Dank haben wir das ja irgendwann drauf. Die Baumsatzung muss mal geändert werden. Vielleicht muss man das da mal einfügen, dass wir auch sonne Bäume noch pflanzen können. Dass wir endlich mal noch grüner werden. Wir sind ja noch grün genug, aber wir müssen doch mal einen Weg finden, wie wir das lösen können. Und darum werden wir auch diesen Antrag zustimmen.



  • Bei Hans Grade geht es ganz bewusst um eine Würdigung einer Persönlichkeit der deutschen Luftfahrtgeschichte und mit einem direkten Bezug zu Magdeburg. Der erste Motorflug war in Magdeburg am 28.10.1908. Auch in der Stellungnahme wurde quasi eine positive Würdigung seiner technischen und historischen Leistungen und damit als Verdienst für das Renommee in Magdeburg hervorgehoben.

    Wie Sie hinter mir sehen können, gibt es am Flugplatz einen Gedenkstein. Der wurde freigeschnitten. Der wurde umgesetzt in den 60er Jahren. Der war ursprünglich mal an dem Erst-Ortpunkt, wo der Flug stattgefunden hat, aber da das Baumaßnahmen waren, wurde er umgesetzt. Der Beiname Business Airport Hans Grade ist ein praktischer Kompromiss. Deswegen gibt es auch den Änderungsantrag aus meiner Fraktion. Es gibt noch zwei weitere Änderungsanträge von den Grünen und den Linken. Durch diese Änderungsanträge soll quasi eine Entscheidung praktisch verschleppt werden.

    Ich frage mich ganz ernst, sollen noch Zeugen eingeladen werden, sollen noch Gespräche stattfinden? Die NSDAP-Mitgliedschaft ist auch ein Thema gewesen. Es gibt zum Beispiel in Magdeburg ein Unigebäude. Das hat hier richtig den Namen Hans Grade bekommen. In diesem Unigebäude ist da an der Seite so ein Zettel angebracht. Dieser beschäftigt sich auch direkt mit dem Thema. Ich lese mal kurz vor. Entnazifizierungskommission von 1946. Man trat an mich heran, also die Aussage von Hans Grade, an den Flugtagen als historische Nummer zu fliegen. Dieses Angebot kam mir insofern entgegen, als ich Schulden aus der Insolvenz der Grade Automobilwerke aus dem Jahr 1925 abzudecken hatte. Im Jahr 1939 war ich schuldenfrei. Für Kriegssachen habe ich nicht gearbeitet, auch nicht für das Luftfahrtministerium, obwohl ich alter Flieger war. Wegen der Fliegerei wurde mir empfohlen, in die Partei einzutreten. Nach Vernehmung der Zeugen unter anderem auch Verfolgte des Naziregimes, die es in einer persönlichen Unterstützungsgrades berichteten, beschloss die Kommission einstimmig, dass der Appellant zwar 1935 der NSDAP-Beitrag, aber im Sinne der Entnazifizierungsordnung nur nominell teilgenommen hat. Das ist die Aussage.

    Also sprich, die Uni Magdeburg, die ein Gebäude nach ihm benannt hat, hat sich aktiv da schon mit beschäftigt und auch dazu Stellung genommen, deswegen dieses Beiblatt. Jetzt sollen quasi erneute Forschungen durchgeführt werden. Was soll da rauskommen? Das ist vom Prinzip her nur dagegen sein. Stand heute gibt es keine Hinweise auf einen Nazi-Verbrechen, ein NS-Verbrechen. Generell müssen historische Persönlichkeiten differenziert betrachtet werden. Ich meine, wir hatten so 8,5 bis 9 Millionen NSDAP-Mitglieder in der Nazizeit, keine Frage. Bundesweit gibt es zahlreiche Ehrungen, die müssen generell in Frage gestellt werden.

    Der Ursprungsantrag, den ich gestellt habe, ging am 21.08.2025 hier im Stadtrat ein. Im November letzten Jahres gab es die Stellungnahme, da wurde auch über NSDAP gesprochen. Und jetzt, wie gesagt, kommen nochmal Änderungsanträge, um alles nochmal ganz genau aufzuleuchten. Wir haben generell eine Erinnerung an der Luftfahrtgeschichte und mit einer Wahrung der historischen Einordnung, das möchte ich darauf hinweisen. Es gab aber auch, wie ich schon im Verwaltungsausschuss gesagt habe, auch mehrere Flugzeuge in der Bundesluftwaffe, die den Beinamen Hans Grade getragen haben. Und zum Beispiel hat er auch dann quasi auf Staatsbesuchen, wenn der Bundeskanzler oder Bundespräsident sonst wohin geflogen ist, ist er gelandet und auf dem Flugzeug stand draußen dran Hans Grade. Jetzt glaube ich mal nicht, dass die Bundeswehr oder wer auch immer diesem zustimmt hätte, wenn er ein Nazi- oder Kriegsverbrecher gewesen wäre.

    Wir müssen mal ganz klar sagen, wir haben das Glück, dass wir diese Persönlichkeit, die historische Persönlichkeit in Magdeburg hatten, dass sie hier gewirkt hat, dass wir hier den Erstflug hatten. Es geht jetzt nicht darum, sonst was zu machen, sondern es ist ein Beiname, dass man das würdigt und deswegen bitte ich um Zustimmung zu dem Änderungsantrag, dass der Flughafen oder Flugplatz Magdeburg, dem Business Airport, Hans Grade als Beiname bekommt. Das soll keine Umbenennung des eigentlichen Flughafens sein. Wie gesagt, sonst können wir eigentlich ja alles in Frage stellen. Müssen wir die Straßen umbenennen, müssen Schulen umbenannt werden etc. Ich bitte um Zustimmung.



  • Meine Damen und Herren, meine Damen und Herren, ich verzichte mal darauf, lieber Kollege Schache, die wissenschaftliche Einordnung der Persönlichkeit Hans Grade, die Sie gerade versucht haben zu bewerben, aus Sicht unserer Fraktion ist es dann doch noch teilweise ein ganz schönes Desiderat der Forschung und darauf zielt ja auch unser Änderungsantrag ab. Nur weil irgendwo anders mal Hans Grade gewürdigt worden ist, heißt das noch lange nicht, dass tatsächlich belegt ist, dass das alles so ist, wie Sie uns Glauben machen wollen.

    Ganz sicher, und da bin ich weit von entfernt, das in Frage zu stellen, hat Hans Grade großartige fliegerische Leistungen vollbracht, um Himmels Willen, mein Gott, bleib sogar am Bilde. Das steht ja außer Frage. Das will ja Ihnen niemand aberkennen. Aber Sie wollen ihn jetzt besonders würdigen. Sie wollen eine noch zusätzliche Würdigung erfahren lassen, indem ausgerechnet, sage ich jetzt mal, unser kleiner Verkehrslandeplatz diesen etwas doch sehr sperrigen zusätzlichen Namen bekommen soll, der ja schon in der September-Sitzung oder Oktober, also Herbst-Sitzung des Verwaltungsausschusses große Diskussionen im Verwaltungsausschuss ausgelöst hat.

    Das hat ja dann dazu geführt, dass dieser, Ihrer Antrag ja zurückgezogen wurde. Eigentlich mit der Bitte um Qualifizierung. Diese ließ lange auf sich warten und lag auch leider nicht vor in der letzten Verwaltungsausschusssitzung, wo Sie uns übertölpelt haben, einschließlich der Oberbürgermeisterin, indem Sie uns vorgaukelten, Sie würden uns jetzt was anderes vorlegen. Haben Sie ja auch nicht. Jetzt liegt was vor. Jetzt liegt ein anderer Änderungsantrag vor, der uns aber trotzdem so nicht gefällt.

    Bevor wir sozusagen Herrn Hans Grade eine besondere Würdigung erfahren lassen wollen, indem die Landeshauptstadt Magdeburg ihren einzigen Flugplatz nach ihm benennt, wollen wir sicher gehen, und zwar aus Blick von heute, da reicht es eben nicht, wenn 1946 oder 1948 mal irgendetwas davor stand, sondern viele Dinge werden von der jeweiligen Gesellschaft neu befragt. Das wissen Sie auch, da bin ich mir sicher. Und das wollen wir mit unserem Änderungsantrag erreichen.

    Wir haben ja zunächst unser eigenes Stadtarchiv, das ist natürlich gerade schwer gefordert, zieht um und so weiter. Aber ich bin mir sicher, Herr Prof. Volkmar findet einen Weg, um mal zu schauen, was überhaupt da ist an Schriften. Vielleicht ist auch gar nichts da, kann ja auch sein. Wir wollen nur einfach sicher gehen, dass wir alle Möglichkeiten nutzen, bevor wir einen solchen Schritt wagen.

    Sehen Sie uns bitte nach, liebe antragstellende Fraktion, dass wir es Ihnen nicht gleich mit diesem Feuer, wie Sie da Herrn Grade folgen wollen. Wir wollen einfach eine wissenschaftlich fundierte Auskunft haben und dann werden wir das auch entsprechend bewerten. Letzteres, meine Damen und Herren.



  • Stephan Bublitz GRÜNE/future!

    Auch wir haben uns natürlich in Vorbereitung auf die heutige Sitzung mit dem Antrag noch einmal beschäftigt. Er war ja auch schon im Verwaltungsausschuss ausführlich diskutiert worden, im Zuge dessen ja auch der Änderungsantrag kam der Fraktion CDU-FDP.

    Letzten Endes verwehren wir uns als Fraktion, das sagt unser Änderungsantrag ja auch aus, nicht einer Umbenennung bzw. zusätzlichen Benennung, in dem Fall als Beinamen von Hans Grade. Allerdings zumindest sollte man immer noch, das haben auch wir festgestellt, das war auch damals in der Diskussion nochmal, dass es halt immer noch im Raum steht, ob tatsächlich was wäre oder nicht. Jetzt wurde zwar schon ein bisschen was vorgetragen dazu, deshalb, wenn das so ist, würden wir uns ja auch nie verwehren, entsprechend dem denn zuzustimmen.

    Aber in Punkt 2 möchten wir ähnlich wie die Kollegen von den Linken auch halt eine wissenschaftliche Zuarbeit haben zur Biografie. Es wurde vor kurzem auch nochmal, das ist ja aus Amerika glaube ich, diese NSDAP-Datenbank entsprechend freigegeben, die ja auch verschiedene Zeitungen nochmal für Deutschland ein bisschen aufbereitet haben, dass man da den Namen eingeben kann und so weiter und so fort. Allerdings sind viele Namen mit dem Buchstaben G dort noch nicht drin, sodass es vielleicht schwerer werden könnte. Aber all das kann ja dann im Zweifelsfall dort beschrieben werden.

    Und wenn das dann am Ende aufgeschrieben ist, uns dann überzeugt, Punkt 3 wäre dann ja dann die Entscheidung über die Vergabe des in dem Fall Beinamens für den Verkehrslandeplatz, wie gesagt, wird zurückgestellt, bis halt das Ganze vorliegt. Deshalb bitten wir dem Änderungsantrag, der auch am weitestgehenden von allen wäre, weil er ersetzt ja den Antrag, entsprechend zuzustimmen und dann geht es Stück für Stück weiter.



  • Ja, kommt auf die Fraktion das übliche schmutzige Spiel der Linken und Grünen hier im Stadtrat, die Sau wird durchs Dorf getrieben, obwohl man keinerlei Belege dafür hat. Und man kann heutzutage, wenn man das Internet benutzen kann, auch selbst etwas recherchieren und wie Herr Schache das schon gesagt hat, da ist halt auch nichts zu finden. Und man nutzt jetzt wieder die Drohkulisse der Nazi-Herrschaft, um hier irgendwelche Leute durch den Dreck zu ziehen und man hat nichts in der Hand, um das hier irgendwie zu rechtfertigen.

    Und ja, im Ausschuss gab es die Diskussion, unser weltweit berühmtes und anerkanntes Stadtarchiv zu bemühen, da zu recherchieren. Ich wusste jetzt nicht, dass die solche Aussagekraft haben, die dann belegen, dass da auch wirklich nichts mehr zu finden ist. Ja, ich hoffe einfach nur an die Fraktionen der Vernunft, also ich meine die hier auf der linken Seite und vielleicht auch nur die SPD, dass sich das Herr Dr. Wiebe sich wieder angegriffen fühlt, hier diese beiden Änderungsanträge von links und grün ablehnen werden.

    Einen kleinen redaktionellen Änderungsantrag hätte ich noch im Änderungsantrag der CDU, ist da so ein kleiner Schreibfehler drin. Das U müsste versetzt werden, wir wollen ja keinen Bus-Nies-Airport haben. Wir sind natürlich auch dafür, dass der Flughafen ein bisschen ins Englische geführt wird, weil das ja hoffentlich auch bald ein internationaler Airport wird. Wir wollen den ja erweitern, die Landebahn erweitern und so weiter. Und vielleicht können wir demnächst ja auch nach Mallorca und Spanien, Italien und so weiter fliegen. Und von daher finden wir das als richtigen Schritt, da auch ein bisschen was Englisches ins Spiel zu bringen, unterstützen den CDU-Antrag.



  • Herr Kumpf hat meinen Punkt vorgegriffen, ist mir auch aufgefallen, aber ich habe es eben gerade vergessen zu sagen. Also definitiv bitte ich auch nochmal um die redaktionelle Änderung, bis in das Airport, da ist ein I verrutscht, irgendein N.

    Und nochmal eine kurze Werbepause: Nächste Woche haben wir dann die 90 Jahre Flugplatz Magdeburg mit dem Fest und das wäre auch nochmal eine hervorragende Rahmenmöglichkeit, das dann auch umzusetzen oder zu verkünden, diese beiden Namensbenennungen.



  • Marcel Guderjahn Gartenpartei

    Ja, also Herr Schache hat das ja gerade gesagt, zum Thema 90 Jahre Magdeburger Flughafen oder Fluglandeplatz wäre das natürlich ein schönes Highlight, dass man das gleich hätte verkünden können und ich glaube auch, dass wir das hinkriegen sollten, weil ganz ehrlich, Zeit zur Überprüfung war auch lange genug.

    Ja, wenn man überlegt, ich als kleines Kind im kulturhistorischen Museum, da hängt ja der Hans-Grade-Flieger noch im großen Foyer, jetzt hängt er im Technikmuseum und wenn es da Probleme gegeben hätte, hätte man das schon mal längst abbauen können. Und ja, also man hätte das schon mal recherchieren sollen.

    Fakt ist aber eins, der Antrag ist gut und wir schauen uns mal, wie es jetzt hier ausgehen soll.



  • Unten am Rathaus gibt es eine Bronzetür und da gibt es eine Bronzetafel von Heinrich Apel Und ich glaube, die DDR-Zeit, wo diese Tür entstanden ist, hätte sich da doch schon gewaltig gewehrt und auch gewaltig darüber nachgedacht, ob man darüber nachdenkt, überhaupt Hans Grade in irgendeiner Form zu würdigen.

    Und wir machen jetzt hier wieder ein riesiges Theater und verunglimpfen jemand, der im Prinzip sicher damals in der Zeit groß und auch gelebt hat und wollen jetzt hinterfragen und das Stadtarchiv beschäftigen, allen Ernstes, um rauszufinden, ob er sich nicht vielleicht doch in irgendeiner Form in der NS-Zeit schuldig gemacht hat. Das ist seit Jahrzehnten steht diese Tür dort unten. Und wenn jetzt tatsächlich was rauskommen sollte, was ich nicht glaube, dann fangen wir an jetzt hier auch Denkmäler abzubauen.

    Also ich spreche mich gegen diesen Antrag raus. Ich bin auch nicht unbedingt der Fan, dass nur der Flugplatz Hans Grade heißen muss. Aber die Diskussion jetzt ist ein bisschen vordergründig. Und wir haben jetzt am kommenden Wochenende ein riesiges Flugplatzfest. Und da bin ich bei Herrn Schacher, wo ich sage, das wäre jetzt wirklich mal ein richtiges super Zeichen zu zeigen, wir stehen zu unserem Flugplatz.



  • Ich fasse mich auch kurz, denn es wurde schon vieles gesagt. Es wurde schon vieles gesagt. Ich meine, ich erinnere auch daran, wir haben eine Hans-Grade-Schule gehabt, wir haben eine Hans-Grade-Straße. Über die Tür wurde eben gerade schon berichtet.

    Also wir reden immer von Ressourcenschonen und die Stadtverwaltung und alle wären überfordert. Und jetzt wollen wir noch zusätzlich das Stadtarchiv, was sowieso schon wirklich genug zu tun hat, noch damit beauftragen mit einer Prüfung, die wirklich so überflüssig ist wie ein Kropf. Das muss ich einfach mal loswerden.

    Und für mich ist diese ganze Diskussion hier scheinheilig. Ich weiß nicht, warum man jetzt hier versucht, jemandem etwas an das Zeug zu flicken, also jemandem etwas nachzusagen. In meiner Wahrnehmung ist das einfach bloß eine Verzögerungstaktik. Und es wurde schon gesagt, es wäre jetzt auch der richtige Zeitpunkt dafür, diese Würdigung vorzunehmen. Und daher Zustimmung zu diesem Antrag.



  • Es geht nicht um Hans Grade, Flieger, die Bronzetür. Der Motorflug steht ja für sich als Ereignis. Der steht in der Stadtgeschichte. Als der Antrag aufkam, Hans Grade, habe ich von der Linken gehört, das kann man machen. Ein lokaler Flugpionier, den für den lokalen Flugplatz, warum nicht? Was mir nicht klar war, war tatsächlich diese NSDAP-Geschichte. Das kam durch die Drucksache, wurde mir bewusst, dass das so ist. Das scheint ja recht gut belegt zu sein mit Mitgliedsnummer und dergleichen. Und da stellt sich dann doch schon die Frage, ob man das so will. Und ich möchte dann, wenn ich einen Flugplatz danach benenne, schon die Gesamtwürdigung der Persönlichkeit haben.

    Wir wissen alle, wir wissen jetzt nicht, was Arte hat 1933 gemacht. Wir wissen, dass er NSDAP war, aber was war da, das können wir alle nicht sagen. Und da fühle ich mich unwohl, so eine Würdigung der Person auszusprechen, wenn ich nicht weiß, was in dieser Phase passiert ist. Und deswegen finde ich die beiden Anträge, Linke und wir sind ja da unterwegs, wir haben keinen Zeitdruck, lasst uns das nochmal angucken, was für eine Persönlichkeit würdigen wir da? Ist da irgendein Problem dabei?

    Der Antrag der Linken, den finde ich ein bisschen schwierig, weil das Stadtarchiv, die kennen sich mit der Stadtgeschichte aus und so, wenn Hans Grade in Berlin war zu dem Zeitpunkt und auch wie krasse Sachen gemacht hat, wissen die es nicht. Deswegen haben wir den Antrag gemacht, der ist jetzt tatsächlich so ein bisschen schief. Das Argument ist in der DDR-Zeit geprüft, Leute. Also mal abgesehen davon, dass mich bei der CDU total erstaunt, habe ich von euch noch nie gehört als Argument. Die DDR hat da moralisch, da geht nichts drüber. Das ist schon mal sehr merkwürdig. Und dann ist es natürlich so, wir haben heute Zugangsinformationen, der so damals nicht war. Was hat denn die DDR-Geschichte gemacht, wenn die hier so eine Straße benannt haben? Also Google haben die nicht eingeworfen, die haben das Lexikon geguckt, habe ich jetzt nicht gemacht. Was wird ein DDR-Lexikon zu Hans Grade gestanden haben? Also vermutlich nicht seine NSDAP-Mitgliedschaft. Wenn das gewesen wäre, hätten die ein Problem gehabt, hätten die möglicherweise anders gesehen. Das war halt nicht jeden Stand. Wir wissen das heute und wir benennen jetzt.

    Insofern, ich bin auch kein Bilderstürmer, also die Hans-Grade-Straße, die ist denn erst mal so. Das war eine Entscheidung der damaligen Zeit, aber wir treffen jetzt ja eine neue Entscheidung. Wir haben die Albert-Vater-Straße als Beispiel. Hört ihr heute keinem mehr darauf kommen, eine Straße nach Albert Vater zu benennen? Denn die große politische Leistung von Albert Vater war die Geiselnahme des Justizministers Landsberg. Würde man heute nicht mehr bringen. Haben wir uns denn hier am Rat entschieden? Na ja, wir lassen mal die Straße, da müssten ganz viele Leute zum Amt. Deswegen heißt die noch so, aber das ist eben eine Sache. Tatsächlich, die ist in dieser Zeit entschieden worden, würden wir heute so nicht mehr machen, nur weil es so heißt.

    Insofern meine ich, hat es tatsächlich Sinn, sich diese Historie anzugucken. Wir sind da gar nicht in Eile. Und wenn das jetzt anders geht, was erzählt ihr denn der israelischen Delegation aus unserer Partnerstadt? Hans Grade, was für Flughafen nach benannt, hatten wir so gemacht. Na ja, war eine NSDAP, war Nazi, aber sonst war es durfte. Das kann man nicht ernsthaft, meine ich, wollen. Wir haben nicht diese Eile, wir können die Gesamtwürdigung der Person vornehmen. Da will ich jetzt gar keine Vorfestlegung treffen. Deswegen unser erster Punkt, der Stadtrat erwägt das tatsächlich zu tun. Gar keine ablehnende Entscheidung gibt. Aber dann muss man das doch auf einer Basis machen. Das läuft ihr Gefahr, laufen wir alle Gefahr, dass in Monaten Historiker um die Ecke kommt, euch Dokumente hier vorlegt, wo wir sagen, da war der beteiligt, danach heißt unser Flugplatz, das ist aber keine gute Idee. Das wissen wir jetzt alle nicht und deswegen macht es hier total Sinn, den Änderungsantrag zu beschließen und dann gucken wir weiter.



  • Herr Schache hat es schon einmal erwähnt, für mich ist das jetzt eine halb redliche, halb unredliche Verzögerungstaktik aus Fraktionen, die mit dem Flughafen eine Aufwertung oder was auch immer, was dieses Thema angeht, grundsätzlich meistens ein Problem haben. Ganz, ganz, ganz kurze Mülle. Seit wann sind Sie Stadtrat? Danke.

    Ich habe etwas Lustiges gefunden. Im Jahr 2008 gab es die sogenannten Hans-Gerade-Festwochen. Innerhalb der Stadt, in diesem historischen Kontext, gab es zwei Kernpunkte. Die Lokalpolitik der damaligen PDS, das muss dann noch 2007 gewesen sein für die Beschlüsse der 2008-Besonder-Linx-Partei-Punkt-PDS, anlässlich des Jahrhundert-Jahrfeierns im Jahr 2008, setzte sich die PS-Fraktion im Magdeburger Stadtrat stark dafür ein, die Geschichte aufzuarbeiten.

    Haben Sie dann damals keine richtige Arbeit geleistet? Ich weiß es nicht. Offensichtlich haben Sie sich mit dem Thema schon mal inhaltlich beschäftigt und das offensichtlich über Wochen. Ihre politischen Forderungen damals umfassten unter anderem die Aufwertung und Benennung des Areals rund um den Krakauer Anger als historisches Fluggelände für den Grundflug von Hans Gerade und die Förderung von Gedenkveranstaltungen, Ausstellungen und sogenannten Festwochen, die dann auch stattfanden, auf dem Buger-Gelände im Jahrtausendturm, um das Erbe Gerades für die Stadtbevölkerung erlebbar und sichtbar zu machen.

    Ich weiß nicht, was Sie 2007 gemacht haben, offensichtlich etwas anderes als in diesem Jahr. Vielleicht sind Sie auch ein bisschen kritischer oder unkritischer geworden, aber das ist definitiv nicht das, was Sie gerade eben erzählt haben.



  • Vielleicht als Entgegnung dann auf die Grünen, die ja damit offensichtlich auch ein Problem haben. Ich war jüngst über Ostern in der Nähe von Detmold. Da gibt es eine der größten Heereskasernen NRW. Grün, CDU regiert. Die heißt aber Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne. Und wir regen uns jetzt, wie Stadträtin Schumann gerade gesagt hat, über Dinge, die feststehen.

    Nee, Generalfeldmarschall, nicht der Bürgermeister. Kann ich kurz ausreden? Dann reden wir über Ressourcen. Es ist ja nichts, was nicht unbekannt wäre. Wir können nichts Neues feststellen. Das ist ja damals festgestellt worden, weil es klar war. Er ist entnazifiziert worden. Das heißt, es ist bewusst gewesen. Und da, wo es bewusst war, hört man nämlich auf und sagt, na gut, wir brauchen jetzt mal schnell jemanden. Dann macht man schon durchaus auch weiter.

    Das politische Regime zu der Zeit war jetzt nicht dafür bekannt, besonders zimperlich mit allen Nazis. Stellenweise ist das vorgekommen, alles gut. Aber Sie können ja weiter forschen. Versuch des Ausgleichs ist Ihr Antrag. Lassen Sie doch einfach über die Biografie forschen. Dann müssen wir uns ohnehin noch über Straßennamen Gedanken machen, wenn da was weiter rauskommen sollte. Aber dem Antrag jetzt muss man nicht weiter vorbauen. Da gab es offensichtlich Aufarbeitung genug. Also wir bitten um Zustimmung.



  • Danke, mit euch in all Ihrem Rücken, das bin ich ja gewohnt. Hinter mir stehen immer viele, besonders wenn der Wind von vorne kommt. Herr Rohne, das kennen Sie aus Ihrer Fraktion ja vielleicht auch. Also erstmal vielen Dank für diesen Hinweis. Vielleicht schicken Sie mir den Link. Ich konnte ihn jetzt in der kurzen Zeit nicht finden. Das ist ein bisschen schwierig. Ich kann das gar nicht einordnen, wirklich nicht. Was wir am Festwochen veranstaltet haben, das glaube ich jetzt nicht. Also da müssen Sie jetzt noch... Ja, die Stadt, ja okay, wir hatten auch damals nicht die Mehr... Also das muss ich gerne prüfen.

    Und das ist eigentlich das, was wir auch mit unserem Änderungsantrag bezwecken wollen. Also eine wissenschaftliche Prüfung, was Hans Grade anbelangt, vielleicht nicht gerade was meine Beteiligung bei diesen Festwochen anbelangt. Ich glaube, da werden wir nicht so viel... Ich meine, da können wir gerne prüfen, aber es muss keine wissenschaftliche Prüfung sein, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass es da viel zu holen gebe.

    Also nochmal offenbar haben es einige oder vielleicht auch einige, die wollen das ja auch gar nicht so richtig verstehen, weil sie natürlich mit sich schon im Reinen sind. Sie wollen insbesondere Herr Schacher, der ja für den Flughafen lebt dort offenbar mit den vielen Anträgen, die wir in seiner kurzen Amtszeit hier schon erleben durften. Sie wollen das unbedingt so haben. Das ist auch der Plan. Nun haben sie noch was gefunden, wo sie glauben, mich vorführen zu können. Okay, ich kann darüber lachen. Das ist überhaupt nicht schlimm. Schicken Sie mir auch mal den Link. Ich will das mal wirklich prüfen, was da los war.

    Wir waren damals 17 Abgeordnete in der PDS-Fraktion. Wir waren damals stärkste Fraktion. Ich sehe ja nicht aus, als könnte ich es mir nicht vorstellen. Ja, nicht mal Sie sind jetzt 17, glaube ich. Ja, Sie kommen ja oben auch. Jetzt sind wir ja erst mal bei der CDU-FDP-Fraktion. Und ich muss das also prüfen. Wichtig ist eben diese wissenschaftliche Relevanz, die Olaf Meister nochmal ansprach. Du hast völlig recht, dieser Änderungsantrag, der von uns ist, der ist so entstanden, weil wir den in der Situation, in diesem Verwaltungsausschuss, in dieser doch spannenden Diskussion so gestellt haben, der dann nicht mehrheitsfähig war, kein Ausschussantrag wurde. Und Frau Gleismann vom Sitzungsvorstand, wenn ich so freundlich war, das wird dann einer automatisch der Fraktionen. Das ist genau das, was eben im Uwe neulich schief ging. Sonst hätten wir den besser nochmal formuliert. Also insofern ein Abbild der Wirklichkeit.

    Gern stimmen wir auch euren Antrag zu. Es geht wirklich um das Ziel. Es ist doch ein Unterschied, ich habe es vorhin gesagt, ob wir jetzt heute hier jemanden neu würdigen oder eben schon eine Hans-Garde-Straße haben. Und gestatten Sie die eine letzte Rückfrage, liebe CDU-FDP-Fraktion, welchen Mehrwert, welchen Nutzen, wie viel Start- und Landbewegung mehr auf unserem Verkehrslandeplatz versprechen Sie sich denn damit, wenn allein auf dem Geschäftspapier, so haben wir es ja verstanden, damals auch von Frau Buschmann, nun steht, nach diesem, ich kriege es gar nicht raus, Business Airport Hans-Grade. Also sehen Sie es mir nach.



  • Ja, Vergleich mit Rommel und Kasernen und so fand ich schwierig, weil die Bundeswehr ja gerade in sich geht und tatsächlich guckt, wie ist denn die Geschichte und ist denn alles, was in der Vergangenheit tatsächlich als Traditionswert das Übernehmen war, das wird ja heute anders bewertet, wie das bei der Kasernen, das weiß ich nicht. Insofern ist das ja gerade ein Beispiel dafür, dass ich sage, okay, solche Einschätzungen verändern sich auch, muss man gucken.

    Wir hatten im Stadtrat vor vielen, vielen Jahren mal eine ganz ähnliche Situation, da wollten wir eine Straße nach Xaver Schichtel benennen. Die Älteren erinnern sich noch, hat mit Puppenspiel zu tun, toller Mensch, Vorschlag, das können wir machen, das nennen wir nicht das Puppentheater, benennen wir eine Straße nach Xaver Schichtel. Dann wurde natürlich geforscht zu ihm und da kam Verstrickung mit NSDAP und nationalsozialistischer Gewaltherrschaft raus und da waren das nicht die bösen Grünen, die gesagt haben, das können wir nicht. Das war die CDU-Fraktion insbesondere, die sagte, wollen wir uns das aufhören, so habe ich es in Erinnerung, lass uns einen anderen Namen nehmen. So und dann wurde tatsächlich ein anderer Name genommen und eben nicht Xaver Schichtel, der Name ist nicht genutzt in der Stadt Magdeburg.

    Ich verstehe nicht, wieso ihr da jetzt anders drauf seid, weil die Situation ist tatsächlich so, dass Leute haben einen bunten Lebenslauf nur aus heutiger Sicht, wo du sagst, okay, da gibt es Sachen, die tatsächlich ehrenwürdig sind und auch andere Sachen, die natürlich im Leben passieren, die anders sind. Und wenn ich jetzt am Ende aber ein goldenes Schild irgendwo dran schraube, dann kann ich nicht, wie im Verwaltungsantrag von der AfD gesagt wurde, das gilt die Unschuldsvermutung. Nein, ich möchte wissen, was hat dieser Mensch gemacht und ist es insgesamt wert, dass ich da einen Flugplatz nach benenne. Dass sein Motorflug super war und dass wir das Flugzeug zeigen und so, das hat damit nichts zu tun mit dieser späteren Geschichte.

    Aber die Gesamtwürdigung, da müsste eigentlich die CDU, verstehe ich gar nicht, nach dem, was ihr in der Vergangenheit auch hier verhalten habt zu solchen Themen, müsstet ihr sagen, okay, wir treten mal ein Stück zurück und gucken uns das nochmal genauer an, das wäre das Maß.



  • Jens Rösler SPD/Tierschutzallianz/Volt

    Ich verstehe immer gar nicht, dass wir jetzt hier schon zig Anträge und Informationen und Anfragen zum Thema Flughafen in den letzten eineinhalb Jahren haben. Ich weiß nicht, ob wir wirklich nicht in der Stadt tatsächlich wichtigere Dinge haben, als über diese Themen des Flugplatzes zu diskutieren. Das ist erstmal der erste Punkt.

    Der zweite, es ist schwierig zu argumentieren, dass zu DDR-Zeiten oder Anfang Bundesrepublik bei der Bundeswehr die Geschichtsaufarbeitung tatsächlich so weit gediehen war, dass bestimmte Namen durchs Raster gefallen sind oder nicht oder wie auch immer auf jeden Fall das entsprechend aufgearbeitet wurde. Gerade zu DDR-Zeiten wurden auch nur die Namen aufgearbeitet, die gerade so ins Konzept passten. Also das damit zu argumentieren, ist eine ganz schwierige Geschichte.

    Für mich ist aber eins wichtig an der Sache und das hat Herr Rohne eben so nebenher erwähnt. Ich finde, Hans Grade hat mit dem Flugplatz in Süd überhaupt nicht viel zu tun. Und das ist eine Sache, die eigentlich irreführend ist. Hans Grade war zu der Zeit schon, glaube ich, kaum noch in Magdeburg oder wenig. Und das war also eine Zeit sozusagen nach seiner Flugpionierzeit. Und diese Zeit, als er Flugpionier war, die hat er hauptsächlich auf dem Flugfeld in Krakau verbracht. Und von daher ist das eigentlich eine grundsätzlich irreführende Sache, wenn wir jetzt... Oder beziehungsweise jetzt ist es ja eher Krakauer Anger gewesen oder am Krakauer Anger. Und Magdeburg hatte damals also mehrere Flugfelder, mehrere Flugplätze. Und der südliche Flugplatz ist erst später dazugekommen, haben wir eben schon gesagt, 90 Jahre, ist also einer eher der späteren Flugplätze. Und von daher finde ich es auch aus diesem Grunde nicht ganz richtig, den Flugplatz dort nach Hans Grade zu benennen.

    Ich würde eher den Vorschlag machen, und das solltet ihr euch als CDU-Fraktion vielleicht mal überlegen, wenn wir schon sagen, es ist ein Business-Flugplatz oder Flugfeld oder wie auch immer, dann sollten wir ihn vielleicht auch als ein Opferfonds-Firma vergeben, so wie wir es beim Stadion oder bei der Handball-Arena auch machen, dass wir eine Namensvergabe für einen Sponsor sozusagen übergeben und dadurch auch noch ein bisschen Geld in die Kasse bekommen. Und das kann der Flugplatz und die Gesellschaft mit Sicherheit sehr gut gebrauchen. Und von daher kann ich mich nicht mit der Namensgebung, so wie ihr das jetzt vorgeschlagen habt, kann ich mir nie so richtig erwärmen, würde lieber einen anderen Namen wählen, der vielleicht, wie gesagt, auch den ein Sponsor stellen würde.