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Ich würde Sie bitten, diesem Antrag nicht zuzustimmen oder ihn nicht auf die Tagesordnung zu heben, weil wir in der Verwaltung seit längerer Zeit in die Vorbereitung der Erarbeitung einer Drucksache sind, wo wir Ihnen tiefgreifendere Informationen geben möchten und dann auch eine Sondersitzung machen möchten, weil es im Rahmen der regulären Stadtratssitzung zu komplex zu behandeln ist und es wird sicherlich viel Rücksprachebedarf geben.
Die Terminierung ist auch schon optional für den 14.4. vorgesehen. Deswegen würde ich darum bitten, weil viele von den Dingen, die Sie am Antrag enthalten haben, schon laufen im Hintergrund, davon Abstand zu nehmen.
Wir warten jetzt seit einigen Wochen und Tagen, dass in diesem Bereich irgendetwas passiert und die Zeit läuft. Es gab dazu jetzt einschlägige Zeitungsartikel in den letzten ein, zwei Wochen und eine Sondersitzung irgendwann mal nach Ostern. Nein. Mit irgendetwas, wo wir nicht wissen, was dann da drin steht. Nein.
Die Handlungsoptionen, die wir brauchen und den Weg, den wir brauchen, das sind alles Sachen, die wir in den letzten Tagen, auch mit Ihnen in den letzten zwei, drei Wochen mit Person A, B, C besprochen haben. Das muss, wenn dann heute kommen. Deswegen dieser Antrag außerhalb der Zeiten mit einer Zweidrittelmehrheit. Das ist nichts, was irgendwie hier noch zwei, drei Wochen rumliegen kann, ohne dass wir wissen, was dann da eigentlich dann überhaupt drin steht.
Ja, viel mehr kann ich dazu inhaltlich jetzt nicht sagen, weil es ist ja nicht öffentlich. Eigentlich, wenn wir uns da nochmal austauschen wollen, würde ich das auch ganz gut finden, weil es nicht ganz trivial ist.
Ich wollte nur den Hinweis geben, natürlich kann ich zu Ihrem Antrag im nichtöffentlichen Teil Rede und Antwort stehen und Ihnen aufzeigen, wie der Bearbeitungsstand ist, gleichwohl wissend, dass es am nächsten Tag wieder in der Volksstimme steht. Wenn Sie das so wollen und der Antrag jetzt durchgeht, dann machen wir das so. Ich würde aber gleich darauf hinweisen, ich freue mich schon auf die Zeitung am morgigen Tag.
Gegen den Geschäftsordnungsantrag schlicht und ergreifend, ich habe damit gerechnet. Und ich habe mir dementsprechend gestern von meiner Geschäftsstelle mal kurz den Verlauf hier aufschreiben lassen. Erstberatung 24.04.2025, wenn ich jetzt hier runtergehe, wie oft wir das vertagt, geändert, zurückgestellt und keine Ahnung was haben, das ist so eine Liste. Es wird nicht besser. Es wird nicht besser.
Und ich verstehe nicht, weshalb wir das seit fast einem Jahr regelmäßig hier drauf haben, runternehmen, zurückstellen, ändern. Offensichtlich funktioniert da etwas nicht. Ich würde darum bitten, den heute hier zu behandeln. Wir werden den dementsprechend dann ablehnen. Und wenn sich dann irgendetwas geändert hat, was dann dazu führt, dass der offensichtlich wieder behandelt werden kann, dann können wir uns da gerne wieder darüber unterhalten. Aber wir spielen das Spiel seit fast einem Jahr jeden Monat neu.
Herr Rohne, das ist das zweite Mal, dass wir es hier im Stadtrat schieben, also bitte nicht übertreiben und irgendwelche Fake News verbreiten. Es hat alles seine Gründe, aber wenn das jetzt hier abgelehnt wird, was bei jeder Fraktion zusteht, das Recht, Anträge zurückzustellen auf die nächste Sitzung, auch Ihren Antrag, den Sie anscheinend zu Wahlkampfzwecken eine Sitzung später schieben wollten, dem haben wir eben gerade zugestimmt.
Aber wenn Sie das hier anders handhaben wollen, dann brauchen Sie natürlich auch in Zukunft nicht bei uns damit rechnen, dass wir Ihre Anträge, die Sie aus taktischen Gründen verschieben möchten, da weiterhin zustimmen. Vielen Dank.
Ich möchte noch mal ganz kurz was zum Punkt 623 sagen, den Sie vielleicht unwissend fälschlicherweise auf die Tagesordnung genommen haben. Und zwar ist das die Drucksache 0066 aus 26. Da geht es um die Weihnachtsmarkt-Weiterführung beziehungsweise Neubeauftragung. Das ist nicht rechtens. Es hätte eine Zweidrittelmehrheit zustande kommen müssen.
Die Tagesordnung ist demzufolge noch nicht abzustimmen. Und sie war weder auf der Einladung drauf, weil Sie sagten, es war auf der nicht öffentlichen Sitzung mit drauf, was laut Einladung nicht der Fall ist, weder auf der öffentlichen. Von daher müsste es dann nochmal abgestimmt werden oder nehmen es jetzt so in Kauf?
Aber dann setze ich da genau nochmal nach. Die AfD-Fraktion, auch wie die Gartenpartei-Fraktion, haben die Tagesordnung ausgedruckt, wo die veröffentlicht wurde, und da stand der Punkt noch nicht unter, nämlich nicht öffentlich. Der muss ja anscheinend im Nachhinein hinzugefügt worden sein. Das möchte ich gerne geprüft haben, auch eine Rechtsauskunft, ob das jetzt möglich ist, so wie das jetzt gehandhabt wurde, dass das nicht bei der Einladung mit versandt wurde und jetzt im Nachhinein erst noch hinzugefügt wurde. Punkt eins, da möchte ich gleich eine Antwort zu haben.
Und Punkt zwei ist, tut mir leid für die Wortwahl, aber ich finde es auch ziemlich dilettantisch für eine Landeshauptstadt, für die Verwaltung, die dafür die Verantwortung trägt, und der Stadtratsvorsitzende, der die Verantwortung dafür trägt, dass man ein Schreiben vom Landesverwaltungsamt zwei Tage vor Gongen bekommt, dass man das dann doch im öffentlichen Teil behandeln muss. Man bereitet sich auf solch ein Thema, kann man ganz offen sagen, ganz anders vor, ob es nicht öffentlich oder öffentlich ist.
Dann gab es ja hier mal die neuen Regeln, dass man Sachen auf die Tagesordnung nur runternehmen kann, indem man das abstimmt, weil man argumentiert hat, dass die Bürger darüber Bescheid wissen müssen, weil man sowas ja auf der Tagesordnung hat. Und hier konnte sich jetzt kein Bürger darauf vorbereiten, auf diesen Tagesordnungspunkt, weil der jetzt ganz spontan in den öffentlichen Teil gerückt wurde. Von daher hätte ich da gerne eine Auskunft zu, warum das jetzt zwei Tage vor Gongen passiert ist und warum das in der Originaleinladung nicht war und ob das jetzt überhaupt einen rechtlichen Bestand hat, wenn wir das jetzt hier so durchziehen. Danke.
Herr Vorsitzender, es geht genau darum, also wir haben das auch ausgedruckt, hier steht drin, in der Nichtöffentlichkeit gibt es nur eine Information, keine Drucksache zum Weihnachtsmarkt. Dann erklären Sie mir das, ob wir hier mehrere Systeme im Rathaus haben oder ob das so eine Ecke ist, dass gewisse Sachen einfach weg sind bei manchen Fraktionen und bei manchen Fraktionen steht's drauf.
Es steht nicht drauf. Das muss ich so sagen, also sind wir verpflichtet laut Ordnung und Satzung, Zweidrittelmehrheit, und ansonsten kann ich darüber nicht abstimmen, sonst werden wir es nochmal bemängeln. Vielen Dank.
Es möchte keiner die Sitzung unnötig in die Länge ziehen. Ich möchte nur für Recht und Ordnung sorgen, dass im Nachhinein nicht irgendwas angekreidet wird. Ich möchte jetzt von der Verwaltung wissen, ob bei der ursprünglichen Einladung für diesen Stadtrat alle Tagesordnungspunkte dabei waren, also auch der Tagesordnungspunkt im nicht öffentlichen Teil, wo es um die Betreuung der Weihnachtsmarkt GmbH geht.
Das ist einfach die Frage, die ich jetzt stelle und da eine klare Antwort drauf haben möchte und nicht, was Sie sich wann wo ausgedruckt haben. Es geht darum, was bei der originalen Einladung alles auf der Tagesordnungspunkt stand und ob das nachträglich hinzugefügt wurde. Das ist der Knackpunkt, da möchte ich eine Antwort drauf haben.
Ich möchte nochmal ganz kurz darauf hinweisen, auf dem nicht öffentlichen Teil, was Herr Zander schon nochmal angesprochen hat, steht Information zur wirtschaftlichen Situation der Weihnachtsmarkt GmbH und die strukturelle Handlungsoption. Das steht in dem Nichtöffentlichen als Information. Das ist keine Drucksache.
Und heute steht auf der Tagesordnung Betrauung der Gesellschaft zur Durchführung des Magdeburger Weihnachtsmarkts. Denn haben Sie vorhin gesagt, dass am 24.03. ein Brief von der Landesverwaltung gekommen ist, den wir als Fraktion nicht kennen. Der Bürger könnte sich gar nicht, so wie Sie jetzt sagen, konnte sich gar nicht darauf vorbereiten, heute hier daran teilzunehmen, weil er ja meinte vielleicht, dass das ja nicht öffentlich ist.
In demzufolge stelle ich jetzt hier den Antrag, dass das zurückzuüberweisen ist, beziehungsweise in der nächsten Sitzung der nochmal komplett besprochen wird. Weil entweder sagen Sie jetzt, was jetzt hier bindend ist, ist jetzt die Einladung bindend oder ist die Tagesordnung, die ich heute ausdrucke?
Ich habe mit meiner Fraktionsgeschäftsstelle gesprochen, habe mir die Anlage zeigen lassen. Ich habe gefragt, ob das die einzige war, die an diesem Tag kam. Und da hieß es dann nein, am gleichen Tag wäre eine geänderte PDF gekommen. Damit ist für mich die Ladungsfrist gehalten. Vom gleichen Tag, da hat sich nichts geändert.
Es kann immer mal ein Fehler passieren, wenn dann komm mal das nächste Mal falsch steht, dann lassen wir da auch nicht drüber abstimmen oder was. Wenn die Ladungsfrist gehalten ist und am gleichen Tag wurde die PDF offensichtlich geändert, nochmal hochgeladen, dann ist das für mich sauber.
Und das andere Thema, was jetzt hier angesprochen wird, mit der Verschiebung von öffentlichen und nicht öffentlichen, das haben wir in mannigfaltigen Sitzungen in der Vergangenheit gemacht, dass wir das eine ins eine geschoben haben und das andere wieder zurück. Das ist auch nicht das erste Mal, dann hätten wir jetzt ein richtiges Problem.
Frau Doktor Ihle hat ja gerade gesagt, dass die Zweidrittelmehrheit für unseren zurückgestellten Antrag von der letzten Sitzung demzufolge jetzt nicht drauf wäre.
Ich weise darauf hin, dass die Zweidrittelmehrheit damit nicht gegeben gewesen ist zu der Abstimmung zum Antrag 67/26.
Ich kann jetzt also zukünftig, wenn ich auf irgendwas keine Lust habe, meiner Fraktion sagen, wir verlassen den Raum?
Mit den sonst fehlenden Stadträten kann ich mit Anmeldung sämtliche Zweidrittelmehrheiten sprengen.
Herr Vorsitzender, das ist nicht statthaft. Wir können nicht so oft abstimmen, bis das Ergebnis stimmt.
Das Ergebnis haben Sie festgestellt, das ist festgestellt, die Zahlen stehen im Protokoll. Sie haben nur die falsche Schlussfolgerung rausgezogen. Das ist aber auch schon alles.
Wie oft hier Demokratie missbraucht wurde, gerade aus der Seite da drüben, und nochmal versucht wurde, neu abzustimmen. Wir haben es einfach gemacht. Vielen war nicht bewusst, wie das hier läuft und jetzt mittlerweile wurde uns erklärt, dass wir teilweise auch schon vorher solche Fehler begangen haben.
Da könnte man überprüfen, ob man das nicht ... Also an seine Aussage habe ich nämlich auch schon den Sinn, dass hier Sachen als zwei Dritte gewertet worden sind, die es dann vielleicht doch nicht waren.
Um hier Rechtssicherheit zu schaffen, kritisiere ich die Abstimmung oder bezweifle sie und möchte, dass wir jetzt hier nochmal neu abstimmen. Das war eine weise Wortmeldung von Ihnen, Herr Schwenke, das möchte ich gerne so umgesetzt haben.
Es ist ein strategischer Orientierungsrahmen, der uns hilft, die Zukunft unserer Stadt aktiv zu gestalten. Es ist ein Angebot zur Zusammenarbeit, zur Diskussion und zur gemeinsamen Entwicklung. Lassen Sie uns diese Chance nutzen, um Magdeburg in Bewegung zu halten und gemeinsam eine lebenswerte, zukunftsfähige Stadt zu gestalten. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und freue mich auf die Diskussion.
Erst einmal ist es richtig und wichtig, dass sich die Stadt mit einem Strategiepapier mittel- und langfristig aufstellen will und dass sie dazu Ideen entwickelt und Schwerpunkte setzt, ist ebenso richtig. Dazu gehört sicherlich auch, eine Vision zu haben und auch eine Diskussion anzustoßen und dafür danke ich der Oberbürgermeisterin ausdrücklich. Das ist ja von der Anlage her ein richtiger Weg.
Diese Vision von der Verwaltung, wurde von der Verwaltung, so wurde es ja eben vorgestellt, mit drei Ziel-Ankern und zehn Kompasszielen untersetzt und es muss aber doch natürlich das Ziel sein, dass sich die gesamte Stadt und die gesamte Stadtgesellschaft dort wiederfinden und damit identifizieren können. In einigen Passagen ist beim Lesen zumindest bei uns der Eindruck entstanden, dass mit die Stadt in erster Linie die Stadtverwaltung gemeint ist. Das sieht man auch an den ersten Zielen. Das Ziel, dass Verwaltung digital und einfach sein solle, ist sehr zu begrüßen. Es wäre aber schön, wenn wir deutlich vor 2040 damit fertig werden. Das wäre wirklich hilfreich. Und dass eine Stadt das Ziel hat, finanziell handlungsfähig zu sein, versteht sich eigentlich von selbst und sollte sich ebenfalls nicht nur auf die Verwaltung beziehen. Viel wichtiger wäre hier wirklich noch mal deutlich herauszuarbeiten, was sind die Rahmenbedingungen für eine finanzielle Handlungsfähigkeit. Das ist nicht durchgezogen.
Resilienz einer Stadt auch in Krisensituationen und belastbare Infrastruktur, Sicherheit im Alltag und Frühwarnsysteme sollten eigentlich immer zu einem funktionierenden Gemeinwesen gehören. Dass man das durch gezielte Maßnahmen weiter erhöhen kann, das ist sicherlich richtig. Dass Partizipation als eigenes Ziel aufgerufen wird, überrascht. Partizipation ist in unserem Verständnis eigentlich Bestandteil eines jeden Prozesses. Schließlich ist Bürgerbeteiligung in einem demokratischen Gemeinwesen unverzichtbar. Resilienz, Partizipation, Digitalisierung, so weit, so gut, so allgemein. Diese fünf Ziele sind so abstrakt gehalten, auch wenn natürlich immer ein gewisser Abstraktionsgrad ist, dass sie letztlich auf jede Kommune zwischen Berchtesgaden und Flensburg von Görlitz bis Aachen passen.
Für mich ist die spannende Frage, was ist denn jetzt eigentlich das Alleinstellungsmerkmal der Landeshauptstadt Magdeburg? Da gibt es weitere Ziele, in denen sich einige konkrete Bilder finden. Welches Ziel das Herzensanliegen ist, ist schnell ausgemacht, Magdeburg als Sportstadt. Das wird sehr ausführlich beschrieben, mit sehr viel Ambition und auch mit sehr viel Herzblut und das ist auch richtig so. Aber da hätten wir uns gewünscht, dass die übrigen Ziele ebenso ambitioniert und konkret dargestellt worden wären. Dieser Wunsch wird am ehesten in 3.7 erfüllt, Magdeburg lebenswert und sozial. Offensichtlich ist ein umfängliches Wohnungsbauprogramm vorgesehen, in dem wir Mieterhauptstadt werden sollen. Ich hoffe allerdings nicht, dass das heißt, dass Bürgerinnen und Bürger der Stadt, die sich den Traum vom Eigenheim erfüllen wollen, demnächst jetzt wieder jenseits des Stadtrands siedeln müssten.
Ambition, Vision und eine konkrete Zielvorstellung hätten wir uns bei einem der zentralen wichtigen Ziele Magdeburg wirtschaftsstark gewünscht. Für das Ziel Magdeburg als Wirtschaftsstandort zu positionieren, wird eine Maßnahme konkret benannt, ein Dashboard. Das ist sicherlich richtig, um Wirtschaftsdaten und Standortinformationen zu generieren, aber die vorhandenen wirtschaftlichen Kernkompetenzen und die damit verbundene wirtschaftliche Dynamik kommt Stand jetzt überhaupt nicht vor. Aber die Wirtschaft ist doch in einer Stadt, die Magdeburg bewegt, sagt, der Motor, ohne den sich in Magdeburg gar nichts bewegt. Und irgendwo im Zwischentext zwischen 3.6 und 3.10 schimmert Magdeburg als Wissenschafts- und Technikstadt auf. Hier besteht aus meiner Sicht eindeutig ein Vakuum, das Otto von Gericke überhaupt nicht gut geheißen hätte. Technik und Forschung sind Kernelemente der Bewegung im Sinne des Fortschritts und hatte sich Magdeburg nicht 2005 als Stadt der Wissenschaft beworben, da müsste doch dann in einer Strategie 2040 schon etwas mehr Vision drin sein. Dass die Bildungslandschaft als zwingende Voraussetzung für erfolgreiche Wissenschaft und Forschung in dem gesamten Papier mit genau einem Satz vorkommt, das überrascht dann doch.
Sie hatten eben darauf hingewiesen, dass die Kultur nicht erwähnt worden sei, weil es ja eine eigene Kulturstrategie gäbe. Ehrlich gesagt, eine Strategie neben einer Strategie macht aus meiner Sicht nicht so richtig Sinn. Das kulturelle Erbe der Stadt als Impuls für die Stadtentwicklung kommt ebenso wenig vor, wie die kulturelle und im Übrigen auch gesellschaftliche Wirkmacht von Theatern, Museen, Bibliotheken, Kunst- und Kulturszene. Und das ist in einer Stadt mit dieser kulturellen Substanz, die sich übrigens auch für das Jahr 2025 als Kulturhauptstadt beworben hatte, zu wenig.
Es ist völlig richtig, dass dieses Strategiepapier einen Rahmen bildet. Einen Rahmen braucht aber auch etwas, was umrahmt wird, sonst entsteht kein Bild. Und deswegen denke ich, ist es eine gute Idee, das Angebot, das Sie uns machen, deutlich auszubreiten und eine Diskussion auf breiter Basis anzustoßen, wo die relevanten Beteiligten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Sport, Aufzählung nicht abschließend, in diese Diskussion einbezogen werden. Herzlichen Dank.
Herr Dr. Wiebe, die Fraktionsgrößen müssen schon berücksichtigt werden. Das wird sich in Zukunft sicherlich auch noch ändern. Da sind sie vielleicht gar nicht mehr dabei und werden aufgerufen. Zur Grundsatzaussprache, zum Strategiepapier Magdeburg 2040. Es ist ein Anfang, es ist eine Leitlinie, die dazu einlädt, von der bloßen Verwaltung wegzukommen und neue Wege einzuschlagen.
Wir können jetzt nur eine Stunde debattieren und das als bloße Show instrumentalisieren, welches Klientel hier vergessen wurde, welche kleine Randgruppe nicht berücksichtigt wurde. Aus unserer Sicht sollten wir das vielmehr als Orientierung sehen. Ich hoffe, allen ist bewusst, dass es ein durch Phrasen und Schlagworte und Überschriften versehenes Strategiepapier ist, was allgemeine Formulierungen beinhaltet, die so in der Form auch höchstwahrscheinlich alleine schon aus finanziellen und Ressourcengründen so nicht umgesetzt werden kann. Trotzdem unterstützenswert, denn es bietet eine Orientierung.
Und nun zurück zur Sacharbeit. Vielen Dank.
Herr Vorsitzender, Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrte Damen und Herren Stadträtinnen und Stadträte, wir nehmen heute ein Strategiepapier der Verwaltung zur Kenntnis. Und das ist auch gut, dass wir es nur zur Kenntnis nehmen. Ich muss gestehen, in meiner Fraktion hat sich bei der Lektüre dieses Papiers eine gewisse Ratlosigkeit breitgemacht, weil wir nicht so richtig wissen, wofür das Papier da ist. Da sind ganz viele Schlagworte drin und die passen auch zu dem, was in der Stadt ist und was auch in der Stadt sein soll. Aber wenn ich mir das bei Lichte betrachte und ich werde es gar nicht an das anschließen, was die Kollegin Bettecken schon gesagt hat, dann beschreibt das ganz viel von dem, was schon ist. Wo jetzt das Neue für 2040 herkommt, erschließt sich mir, erschließt sich uns nicht.
Die Kritik, dass es an der einen oder anderen Stelle oder insgesamt nicht konkret ist, die kommt auch von uns, der schließen wir uns an. Wir wundern uns auch, dass das als Problem gesehen wird. Ich will ein Zitat bringen, Seite 17. Da steht, eine Strategie entfaltet ihre Wirkung erst dann, wenn sie konsequent umgesetzt, klar gesteuert und regelmäßig überprüft wird. Magdeburg 2040 lebt deshalb nicht nur von Ideen, sondern von einer durchdachten Organisationsstruktur, einem verbindlichen Zeitplan und einer Kultur der Offenheit und Rückkopplung. Die Kultur der Offenheit und Rückkopplung hat die UB angeboten, das nehmen wir dankend an, das ist keine Frage. Aber der verbindliche Zeitplan ist uns nicht klar. Der fehlt. Was da wo wann wie abgerechnet werden soll, steht in der Tat in Frage.
Und ja, viele große Themen in der Stadt sind nur schlaglichtartig angerissen, beziehungsweise fehlen ganz. Ich will mal vier nennen. Wir wollten mal Kulturhauptstadt werden und wenn wir es geworden wären, dann würden wir jetzt große Schlussfolgerungen daraus ziehen, was uns das letzte Jahr gebracht hat. Das ist Geschichte. Wir wissen, wir sind es leider noch nicht geworden. Wir gönnen es den Chemnitzern, uns hätten wir es mehr gegönnt. Aber dass das hier in diesem Strategiepapier eine so geringe Rolle spielt, das stört auch uns. Und das gleiche gilt für das Thema Wissenschaft. Angerissen, aber für die zentrale Rolle, die die Wissenschaft hier in Magdeburg steht, ist es einfach zu wenig.
Was mich erstaunt hat, ist, dass das Thema Sicherheit nicht fehlt. Ich hätte erwartet, dass es einen Punkt gibt, Magdeburg ist sicher. Magdeburg 2040 soll eine sichere Stadt sein. Wir wissen alle um die Probleme in den verschiedenen Stadtteilen. Wir wissen, dass wir hier ganz viele Anträge und verschiedene Anfragen auch von den Bürgerinnen und Bürgern zu besprechen hatten. Und dass das Thema, dass das kein strategisches Ziel für die Verwaltung ist, ist ein echtes Versäumnis.
Aber wir wollen ja nicht nur meckern. Ich weiß, da kannst du nicht meckern, das ist das höchste Lob des Magdeburgers und natürlich auch der Magdeburgerin. Und deswegen will ich das wiederholen, was ich im Verwaltungsausschuss schon gesagt habe. Was ich positiv finde, ist, dass sich die Verwaltung selbst auf die Fahnen schreibt, eine moderne Dienstleistungsmentalität. Das ist gut. Und das ist für Teile, ich sage ausdrücklich für Teile der Verwaltung neu. Wir kennen alle ganz viele engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung, wo das seit vielen Jahren angekommen ist. Wir sind Dienstleister für die Bürgerinnen und Bürger. Aber ich weiß, Sie alle kennen aus Ihrer Stadtratstätigkeit auch andere Beispiele. Sie kennen alle Bürgerinnen und Bürger, die Sie schon angesprochen haben. Wir werden von oben herab behandelt. Ich finde gut, dass das bis 2040 ausgetrieben werden soll, von mir aus auch gerne früher.
Wenn wir als Fraktion, und ich bleibe da auch nur im Fragmentarischen, Sachen hätten in das Strategiepapier reinschreiben dürfen, dann hätten wir reingeschrieben, 2040 Magdeburg, eine Stadt, die bezahlbar ist. Die bezahlbar ist bei Energie, die bezahlbar ist bei Mieten, die übrigens auch bezahlbar ist im ÖPNV. Da haben wir noch einige Hausaufgaben vor uns. Das steht in dem Strategiepapier so nicht drin, weil das Teil von anderer Rahmenplanung ist. Aber ja, diese Hausaufgabe werden wir erfüllen müssen. Und dann ist für uns 2040 Magdeburg, 2040 eine Stadt, wo Bus und Bahn fahren. Und zwar in dem Takt wie jetzt, nicht weniger. Ich weiß, die Diskussion haben wir noch. Und ich weiß nicht, ob das Wort Bus und Bahn und ÖPNV deshalb in dem Papier nicht vorkommt, weil wir die Diskussion noch nicht abgeschlossen haben. Da hätten wir uns mehr Mut gewünscht. Für uns ist klar, wir brauchen die MVB. Der Verkehr in der Stadt braucht ein ÖPNV, der fährt. Tagsüber in der Takt wie jetzt, nachts übrigens auch. Und, meine Damen und Herren, wäre das richtig gewesen.
Und dann noch eine Bitte, die ich auch im Verwaltungsausschuss schon geäußert habe. Bitte nehmen Sie das mit dieser Stadt der Bewegung da raus. Das war in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts eine andere Stadt mit M. Ich habe es jetzt nicht rausgesucht, es steht da so drin. Bewegungshauptstadt steht da drin. Mich erinnert das an was anderes. Ich finde das mit der Bewegung ja sonst ganz gut, aber diesen Terminus bitte ich tatsächlich zu streichen und auch nicht weiter zu verwenden.
Wie geht es mit dem Papier weiter? Und da muss ich der Kollegin Betthecken widersprechen. Ich würde das gerne heute zur Kenntnis nehmen, die Verwaltung damit arbeiten lassen und dann ist tatsächlich gut. Wenn wir jetzt alle miteinander einen Prozess um des Prozesses Willens anstoßen, damit das Papier vom Allgemeinen zum Konkreten wird, dann brauchen wir drei Tage Stadtratssitzung pro Monat und nicht zwei. Und meine Damen und Herren, ich finde Lebenszeit ist dafür zu schade. Die Oberbürgermeisterin hat recht, da wo es konkret wird, gibt es verschiedene Rahmenpläne, gibt es verschiedene andere Planwerke, die wir im Stadtrat beschließen müssen. Das werden wir weiterhin aktivisch tun. Das Papier ist eine Orientierung für die Verwaltung. Wir nehmen das zur Kenntnis. Vielen Dank.
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrter Herr Vorsitzender, werte Beigeordnete, liebe Kolleginnen und Kollegen,
in unseren Augen bleibt dieses Visionspapier hinter den Möglichkeiten zurück, wo es hätte sein können. Ich möchte drei generelle Punkte aufmachen. Zum einen danke ich dem Kollegen Dr. Grube für den Hinweis auf das Sprachbild der Bewegungshauptstadt. Und allgemein würde ich deutlich abraten wollen von diesem Sprachbild der Bewegung. Das ist nicht nur unglücklich gewählt, sondern historisch und politisch sehr unsensibel, insbesondere angesichts dessen, dass wir uns exakt 100 Jahre später verwenden, als es schon mal vorkam. Aber auch an anderen Beispielen wartet es auf, wo wir eine missglückliche Sprachwahl vorfinden können. Beispielsweise wird über das Konzept New Work gesprochen und da wird für Mitarbeitende der Anspruch definiert, Zitat, das Sinn-Erleben in der Arbeit zu stärken. Und ich weiß jetzt nicht genau, was das heißt, aber fühlen, tasten und schmecken, hoffe ich, gehören da jetzt einfach mal nicht dazu.
Zweitens die Finanzen. Also der Anspruch, einen ausgeglichenen Haushalt bis 2034 aufzustellen, der ist mit Sicherheit lobenswert, aber unter den aktuellen Bedingungen ja schlichtweg unrealistisch. Das hatte Frau Oberbürgermeisterin auch schon gesagt. Die Kommunen sind strukturell unterfinanziert, nicht aufgrund des lokalen Versagens vor Ort, sondern aufgrund der politischen Probleme, die wir an Land und Wund feststellen müssen. Die Folge für uns soll dann aber lauten, Prioritäten zu setzen. Und gleichzeitig, und das ist die Schwierigkeit, fehlen uns aber die Grundlagen für diese Prioritätensetzung. Wir haben keine vollständige Übersicht über die Investitionsbedarfe in der Stadt. Wir können keine klare Linie bei dem Einsatz des Sondervermögens Infrastruktur erkennen. Also zumindest warten wir noch seit drei Wochen mehr als gespannt, wann denn die Priorliste endlich kommen wird. Und ich muss konstatieren, ohne Grundlagen, da lässt es sich unsererseits dann auch irgendwie schlecht mitmachen. Am Ende stehen beide Seiten ein bisschen enttäuscht da und dann tut mir leid für den laxen Ausdruck, schauen wir uns an, wie die Kuh, wenn es donnert.
Und der dritte Teil, über den ich sprechen möchte, ist der Wirtschaftsteil. Weil wirklich, Sie hätten die ganze Klaviatur guter Maßnahmen bespielen können. Sie hätten sagen können, wir hatten da mal eine Empirica-Studie und die hat uns gesagt, in welche Wirtschaftsflächen wir ran müssen, um irgendwie zu schauen, wie wir den Wirtschaftsstandort in Magdeburg weiterentwickeln. Großer Silberberg, Sülzegrund, den Eulenberg und keine Sorge, das mit dem großen Silberberg, das versuchen wir als Fraktion dann mal als Serviceopposition zu heilen. Aber wir finden keine Aussage dazu, dass wir ein Drittel der Produktionsarbeitsplätze am Standort Magdeburg in den letzten Jahren verloren haben. Nicht mal ein Satz zum kleinen Mittelstand, der einen erheblichen Beitrag zum Aufkommen der Gewerbesteuer beiträgt. Kein Satz dazu, wie wir bessere Übergänge zwischen Schule, Ausbildung und Beruf gestalten wollen. Stattdessen das erwähnte magische Dashboard, wo verwiesen wird, dass wir dort alle relevanten Daten zusammentragen wollen. Da stelle ich mir aber die Frage, was machen wir momentan im Wirtschaftsdezernat? Also ich hoffe, die Daten liegen vor, welche Flächen irgendwie in Bearbeitung sind. Ich gehe davon aus, dass das im Regionalmanagement schon jetzt gemacht wird. Deswegen fehlt mir da der innovative Anteil.
Und ich komme dann auch zum Schluss, Herr Janak hat gleich noch ein paar Ergänzungen unsererseits. Insgesamt ist das Papier meinerseits gedacht zu dünn. Wo wir uns beteiligen sollen, keine Ahnung. Es ist eine Information, ergo nichts mit Änderungsanträgen an der Stelle. Aber auch die auf Seite 17 angesprochene gemeinsame Strategieklausur, bin ich jetzt schon gespannt, wann wir die finden werden. Die Vision formuliert Ansprüche, bleibt aber bei keinen klaren verbindlichen Maßnahmen, die ich mir an der einen oder anderen Stelle doch deutlicher gewünscht hätte. Und steht auch im Widerspruch zur Praxis der letzten Jahre. Beim Wohnen etwa sprechen wir von Bezahlbarkeit. In den vergangenen Wochen und Monaten haben wir aber mehr über große Prestigeprojekte gesprochen. Da hinkt für mich die soziale Lösung, die irgendwie nicht erkenntlich ist. Also mein Eindruck daher, viel Vision, wenig Substanz. Ein Papiertiger, der die zentralen sozialen und wirtschaftlichen Fragen dieser Stadt nicht beantwortet. Und im Übrigen übergebe ich an Herrn Janak.
Ja, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, liebe Kolleginnen und Kollegen, ich möchte einen Blick darauf richten, wie sich diese Strategie im Alltag der Menschen auswirkt. Wenn zum Beispiel finanzielle Engpässe da sind, würde ich sehr gut zeigen, welche Bereiche zuerst zurückgestellt werden. Angebote für Kinder und Jugendliche, Schulsozialarbeit, kulturelle Einrichtungen sind dabei oft besonders anfällig. Obwohl für viele junge Menschen eine tragende Rolle im Alltag spielt.
Der Sport, ein wichtiger Teil dieser Strategie, zu Recht. Für viele Kinder und Jugendliche ist er jeder mehr als identitätsstiftender Faktor. Er ist ein verlässlicher Ort, an dem Gemeinschaft entsteht und Entwicklung möglich wird. Im Verein werden Regeln nicht nur gelernt, sondern gemeinsam ausgehandelt. Verantwortung wird übernommen, Konflikte werden ausgetragen und Lösungen gefunden. Sport ist damit einer der wenigen Orte, an dem demokratische Prozesse im Alltag konkret erlebt werden. Unabhängig von Herkunft und Einkommen. Gerade deshalb kommt es darauf an, dass diese Strukturen überall in dieser Stadt stabil sind. Denn wo solche Orte fehlen, fehlen nicht nur Freizeitangebote, sondern auch Erfahrungsräume für Zusammenhalt und Demokratie.
Damit verbunden ist die Entwicklung im Stadtteil insgesamt. Ob Mieten bezahlbar bleiben, ob Infrastruktur vorhanden ist, ob Menschen langfristig in ihrem Umfeld bleiben können, entscheidet sich vor Ort. Die Strategie setzt hier auf Kooperation, Programme, insbesondere Wohnungsbau. Schon mal ein guter Ansatz. Gleichzeitig bleibt offen, wie stark die Stadt selbst steuernd eingreift. Insbesondere bei der Frage des Bodens. Dabei wird genau hier festgelegt, wie sich Quartiere entwickeln, wie sich Miete verändern und ob soziale Durchmischung erhalten bleibt. Ohne eine ausreichende aktive Rolle der Stadt besteht Gefahr, dass diese Entwicklungen nur begrenzt beeinflusst werden können.
Auch die Beteiligung wird im Papier weiterentwickelt und systematisiert. Gerade die Einbindung junger Menschen ist dabei ausdrücklich vorgesehen. Damit diese Beteiligung Wirkung entfalten kann, muss jedoch erkennbar sein, wie sich diese Entscheidung auf das Leben der jungen Menschen auswirkt. Beispiel der Mariannenplatz, wo nach fast zehn Jahren Beteiligung immer noch nichts passiert ist und die jungen Menschen mittlerweile aus dem Kindergartenalter in ein Erwachsenenalter übergehen. Das zeigt, wie entscheidend Verlässlichkeit und zeitliche Perspektiven für solche Prozesse wichtig sind. Wenn Beteiligung zu lange ohne Ergebnis bleibt, verliert sie Wirkung.
Am Ende wird sich der Erfolg dieser Strategie nicht an Formulierungen messen lassen, sondern daran, ob sich die Lebensverhältnisse in dieser Stadt verbessert und Menschen Vertrauen in die Entwicklung ihrer Stadt haben. Vielen Dank.
Vielen Dank, Herr Herrmann.
Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrte Damen und Herren! Die Nachricht aus der Lokalpresse, dass es nun eine Strategie für Magdeburg bis 2040 gibt, erreichte uns als Stadtrat doch sehr überraschend. Als Stadtparlament kannten wir den Entwurf weder vorab, noch waren wir an der Ausarbeitung beteiligt. Selbstverständlich geht es hierbei vor allem um ein Papier, das die Verwaltung an sich selbst richtet. Dennoch weckt der Titel Magdeburg 2040 andere Erwartungen, eine Vision, wie soll Magdeburg 2040 aussehen und wie kommen wir dahin?
Dass man sich diese Fragen stellt, ist richtig. Auch das Motiv, die Haltung einer Stadt in Veränderung, würde ich mal nennen, die sich eben verändert und eine neue Situation anpasst, anpassen muss, ist gut und könnte eine gute Klammer für zukünftiges Handeln sein. Doch das vorliegende Strategiepapier lässt die Antworten darauf leider vermissen. Zentrale Konflikte und Missstände werden nicht adressiert, welche Prioritäten gesetzt werden, ist unklar. Eine Strategie ohne Ecken und Kanten, nichts oder nur wenig, an dem man sich messen lassen kann. Häufig wird es wolkig, bleibt floskelhaft.
Aber lassen Sie mich auf einzelne Teilaspekte des Strategiepapiers eingehen. Jetzt hätte ich etwas Freundliches gesagt zur Digitalisierung. Ich wusste nicht, dass es nur sechs Minuten sind, das jetzt etwas kürzen. Magdeburg finanziell handlungsfähig, das ist ohne Zweifel notwendig. Was heißt das aber konkret? Und wer entscheidet eigentlich, bei welchen Themen wir handeln? Um es an einem konkreten Beispiel zu machen. Im Text steht, Vorhaben ohne strategische Relevanz und gesicherte Finanzierung werden nicht mehr umgesetzt. Okay, das ist irgendwie verständlich. Die Durchführung der Deutschlandtour letztes Jahr wurde hier noch hart durchgekämpft. Würden wir jetzt bei Anlegen der Vision ein anderes Handeln sehen? Oder hatte das Vorhaben eine strategische Relevanz? Und wenn ja, wie ist die definiert?
Gegen das vor Jahren vom Stadtrat beschlossene Modellprojekt für die Aufwertung der Innenstadt wird von der Oberbürgermeisterin ein Aufhebungsbeschluss eingereicht. Der Grund, das Geld sei nicht da, obwohl Händler und Bürgerbefragungen, wie sie beim Rahmenplan Innenstadt oder im Abschlussbericht zur Belebung der Magdeburger Innenstadt erfolgten, ganz klar Handlungsbedarf aufzeigten. Echt keine strategische Relevanz? Ringbrücken ja, Petriförderbrücke hat es schon viel schwieriger. Wieso hängt die strategische Relevanz davon ab, dass die Fortbewegung motorisiert erfolgt? Woraus ergibt sich das?
Bei Magdeburg Mobil heißt es, wir entwickeln die Verkehrsinfrastruktur konsequent, übrigens zehnmal drin, konsequent weiter. Was heißt das? Innenstadt und Quartiere werden als urbane Bewegungsräume qualitativ vollgestaltet. Ja gut, wer sollte da dagegen sein? Aber was mag es bedeuten? Kann man endlich mit dem SUV ordentlich einparken oder wird der Radverkehr ausgebaut? Sind Berliner Kissen eine qualitativ volle Gestaltung? Ja, ja, ich würde das sagen. Möglicherweise stattfand es mir ja nicht. Wie sich der Verkehr in Magdeburg entwickeln soll, bleibt unklar. Mir ist klar, der Stadtrat ist da auch ein schwieriger Partner, da er aktuell verkehrspolitisch mehrheitlich wieder in den 60ern schwägt. Die Verwaltung hätte in ihrem Konzept aber den Mut aufbringen müssen, einen eigenen Vorschlag zu unterbreiten und es nicht unter Floskeln zu begraben.
Etwas mutiger der Bereich Stadtentwicklung, Magdeburg lebenswert und sozial, wo der Begriff Segregation auftaucht, die gezielt, 18 Mal gezielt übrigens im Programm, berücksichtigt werden soll. Heißt das denn, dass zukünftig neue Wohngebiete immer mit einem starken Element des sozialen Wohnens einhergehen? Wäre super. Ich erlebe es so bisher aber nicht. Die Finanzlage ist angespannt, das Geld ist knapp. Darum wäre es umso wichtiger, in so einem Strategiepapiert klar zu sagen, was sind diese Prioritäten und was sind die Nice-to-have, die wir uns leider gerade nicht leisten können.
Magdeburg resilient. Wo ist das Bekenntnis zu den Magdeburger Klimaverpflichtungen, bis 2035 klimaneutral zu sein? Klar, die CDU, ich weiß, will da jetzt gerade ran, jetzt ein Antrag. Eine Positionierung der Verwaltung zu einem so zentralen Thema unserer Zeit wäre doch aber sinnvoll. Bei den Folgen und Klimafestigkeit stehen zu bleiben, springt unserer Auffassung da zu kurz. Wie steht es um die vor drei Jahren ausgesetzte Klimarelevanzprüfung, die verbessert und überarbeitet werden sollte und nun immer noch nicht da ist? Das Fazit des Klimabeirats zum gegenwärtigen Stand des Masterplans Klimaschutz war vernichtend.
Selbstverständlich sind dies nur einzelne Schlaglichter auf das vorliegende Papier. Kultur fiel mir auch auf, also wir als ehemalige Werbungsstadt, als Kulturhauptstadt, taucht es nur am Rande auf, fand ich auch nicht gut. Magdeburg hat viele Konzepte und Strategien, die in Schubladen auf eine Umsetzung warten. Wir müssen sie mit konkreten Handlungsleitlinien hinterlegen und Prioritäten setzen. Das fängt damit an, dass wir bestehende Beschlüsse und Konzepte ernst nehmen und fokussiert messbar abarbeiten. Daran fehlt es. Wie soll es jetzt helfen, jetzt noch ein Konzept der Konzepte draufzusetzen?
In Paris konnten wir im letzten Jahrzehnt beobachten, was es heißt, wenn eine Bürgermeisterin eine Vision für eine Stadt entwickelt und diese zielstrebig umsetzt. Magdeburg ist nicht Paris. Trotzdem würde ich mir eine solche Ernsthaftigkeit und Bereitschaft, mit altem Denken muss man zu brechen und Widerstände auszuhalten, auch für Magdeburg 2040 wünschen. Vielen Dank.
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrte Stadträtinnen und Stadträte, wir reden heute über eine Strategie bis 2040. Leider reicht es oft hier im Rat nicht einmal bis zur nächsten Haushaltssitzung. Strategie 2040, Magdeburg in Bewegung, ein schönes Papier, kluge Überschrift, ein Leitbild mit vielen Schlagwörtern. Die Frage ist, wollen wir als Stadtrat wirklich Politik bis 2040 machen oder nur eine Verwaltung von gestern mit neuen Trends von morgen kuschen?
Wir stehen in Magdeburg vor einem brutalen Wettbewerb um gute Jobs, um Fachkräfte, um junge Familien, um Lebensqualität. Wer glaubt, wir können uns weiter, uns wird weiter so bis 2040 durchschummeln, der unterschätzt den Druck, den heutige Städte, unter denen heutige Städte stehen. 2040 ist nicht weit weg, es sind zwei, maximal drei Kommunalwahlperioden. Alles, was wir heute verzögern, zahlen unsere Kinder und Enkel in Form von verpassten Chancen, kaputter Infrastruktur, ein Ruf als Stadt, die ständig hätte, könnte, aber selten gemacht hat.
Magdeburg gemeinsam Zukunft gestalten. Dieser Satz klingt gut, aber ehrlich, dann dürfen wir in Magdeburg nicht wie so oft ausbremsen. Wenn wir bei jedem Schritt nach vorne zuerst erklären, warum es nicht geht, warum wir noch eine Vorlage, ein Gutachten, eine Arbeitsgruppe brauchen, dann brauchen wir keine Strategie bis 2040, sondern einen Wecker. Eine moderne Stadtverwaltung, eine digitale Stadt, eine Stadt, die Bürger ernst nimmt. Das schaffen wir nicht mit Sonntagsreden, sondern nur mit Montags- bis Freitagsentscheidungen.
Was heißt das konkret? Erstens, wir müssen schneller werden. Eine Strategie bis 2040 bringt nichts, wenn wir für jedes kleine Pilotobjekt drei Jahre brauchen. Wir brauchen eine Verwaltung, die nicht nur verwaltet, sondern ermöglicht. Wir als Stadtrat müssen die Rahmenbedingungen dafür setzen. Klare Prioritäten, weniger Detailsteuerung, mehr Vertrauen in die Fachbereiche und gleichzeitig harte Controllingpunkte, ob die Ziele erreicht werden. Wer 2040 eine digitale Stadt will, kann 2026 nicht mit Formularen aus dem letzten Jahrhundert herumwedeln.
Zweitens, wir müssen sozial stabil und gleichzeitig mutig in der Stadtentwicklung sein. Ja, bezahlbares Wohnen, gute Kitas, starke Schulen und sichere Quartiere kosten Geld. Aber nicht zu investieren kostet uns am Ende Abwanderungen, Leerstand und Konflikte in den Stadtteilen. Wenn wir ernsthaft sagen, in Magdeburg wird niemand abgehängt, dann dürfen wir bei sozialen Projekten nicht ständig mit dem Rotstift ansetzen. Eine zukunftsfähige Stadt, das heißt Infrastruktur für Menschen, wir haben hier die Elbe mitten in der Stadt. Diesen Vorteil sollten wir mehr nutzen. Auch Boulevards, die zu einem Einkauf einladen und Parks gehören dazu.
Drittens, Nachhaltigkeit ist kein Luxus, den wir uns vielleicht irgendwann mal leisten, wenn es uns besser geht. Die Klimafolge spüren wir längst auch hier. Wir brauchen eine Stadtplanung, die Hitze, Wasser, Energie, Mobilität zusammen denkt. Und zwar nicht als Anhängsel, sondern als Standard. Wer heute Straßen, Plätze, Quartiere und Klimaanpassungen plant, plant an der Realität vorbei. Und wer glaubt, Nachhaltigkeit sei nice to have, der wird merken, Investoren, Fachkräfte und junge Menschen entscheiden, ob eine Stadt verstanden hat, was der Zeitgast 2040 bedeutet.
Viertens, Wirtschaft, Wissenschaft, Startups. Magdeburg kann mehr, als wir uns selbst zutrauen. Wir haben Potenzial in Forschung, Industrie, Logistik, aber auch in Kultur und Kreativwirtschaft. Die Frage ist, geben wir diesen Akteuren genügend Raum, Tempo und Verlässlichkeit? Oder sind wir eine Stadt, in der gute Ideen an Zuständigkeiten und Verfahrenswegen scheitern? Eine Strategie von 2040 muss klar sagen, wo wir wachsen wollen, wo wollen wir wachsen, wie holen wir junge Talente in die Stadt und vor allen Dingen, wie behalten wir sie hier. Lippenbekenntnisse reichen nicht, wenn gleichzeitig jede mutige Entscheidung den Ausschüssen kleingeredet wird.
Und fünftens, Beteiligung. Gemeinsam Zukunft gestalten. Heißt nicht, wir machen alles wie immer und lassen die Menschen einmal im Jahr ihre Meinung sagen. Das heißt Bürgerbeteiligung als Standard, nicht Ausnahme. Das heißt, wir trauen den Magdeburgerinnen und Magdeburgern etwas zu. Und wir halten aus, dass Beteiligung auch widersprüchlich, unbequem und manchmal laut ist. Eine Stadt, die 2040 lebendig sein will, braucht engagierte Menschen, die nicht nur Geduld, sondern auch gewollt sind.
Liebe Stadtrinnen und Stadträte, wir haben zwei Möglichkeiten. Entweder wir behandeln Strategie 2040 als nette Imagebroschüre, mit der wir uns auf Social Media schmücken, dann bleiben wir eine Stadt, die anderen hinterherläuft. Oder wir nehmen den Titel ernst. Magdeburg in Bewegung, einfach gemeinsam Zukunft gestalten. Das heißt, Konflikte führen statt vermeiden, Entscheidungen treffen statt vertagen, sowie Prioritäten setzen statt alles ein bisschen zu machen und nichts richtig. Ich wünsche mir, dass wir als Stadtrat den Mut haben, uns in ein paar Jahren an unsere eigenen Worte messen zu lassen. Dass wir uns nicht dafür feiern, wie viele Konzepte wir verabschiedet haben, sondern dafür, was davon in der Stadt zu sehen, zu spüren und zu erleben ist.
Magdeburg 2040 wird nicht im Rathaus entworfen, sondern in den Kiezen, in Vereinen, in Betrieben, in Schulen, aber auch in Gasthäusern und Cafés. Unsere Aufgabe ist es, heute die Weichen so zu stellen, dass die Stadt sich nur verwaltet, sondern gestaltet wird. Lassen wir uns später nicht vorwerfen, wir hätten diese Chancen gesehen und stehen lassen. Lassen wir uns heute anfangen, die Strategie 2040 nicht nur zu beschließen, sondern auch zu leben. Vielen Dank.
Und jetzt kommen noch ein paar kritische Worte von Herrn Papenmeier. Er hat noch acht Sekunden. Ja, schaff ich noch.
Freizeit, Kongresse, Tourismus. Mit 450 Millionen Euro Umsatz ist das ein relevanter Wirtschaftsfaktor mit Entwicklungspotenzial und gleichzeitig auch wichtig für die Lebensqualität unserer Bürger. Es ist völlig rausgenommen.
Zweiter Punkt, eine starke Stadtmarke, die uns auch von innen und nach außen hin trägt. Weiterhin die Funktion als Oberzentrum und die sich daraus ergebene Umlandsverpflichtung. Diese sind aus meiner Sicht so gar nicht thematisiert. Da fehlen wichtige Bausteine, die intensiv eingearbeitet werden müssen.
Tourismus sollte für uns ganz oben stehen. Vielen Dank.
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, werter Vorstand, werte Gäste oben auf der Tribüne, werte Gäste, die uns zuschauen, also ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, ob ich heute im falschen Film bin. Also Gott sei Dank, muss ich mal so sagen, war das ja Thema im Verwaltungsausschuss und die Volksstimme war ja dort anwesend. Dann gab es ja einen Artikel. Der Einzige, der was kritisiert hat, das war die Fraktion Gartenpartei, Herr Zander, der gesagt hat, das Papier ist so und so.
Was heute hier gesagt wurde, willkommen im Wahlkampf 9.6. September. Was hier die Altparteien und was Sie hier losgelassen haben, also das finde ich schon untere Gürtellinie. Also Sie wollen und wollen, aber im Verwaltungsausschuss habe ich nichts gehört, da waren Sie alle dafür, dass es ein gutes Papier ist, das funktioniert oder sonst irgendwas. Heute das ganze Gegenteil, wo ich sage, wie viel wollen Sie sich noch lächerlicher machen und denken Sie denn eigentlich wirklich daran, dass Sie deswegen am 6. September besser gewählt werden. Gucken Sie die Hochrechnung an, mehr möchte ich gar nicht dazu sagen.
Also das ist doch wirklich untere Gürtellinie, muss ich dazu sagen, was hier passiert, das verstehe ich gar nicht. Und ja, die Oberbürgermeisterin hat doch im Verwaltungsausschuss dargelegt, was das für ein Papier ist. Ein Papier zur Orientierung, wo soll es hingehen, was haben wir vor, wie wollen wir es machen. Ja, es wurde kritisiert, das Einzige, was kritisiert wurde, war der Kulturbereich damals in dieser Verwaltungsausschuss. Das war das Einzige, wo wir lange darüber diskutiert haben, aber sonst hat nicht einer was dagegen negativ gesagt.
Ja, das muss man also sagen, der ein bisschen was kritisiert hat, wo ich gesagt habe, die Realität passt nicht ganz mit dem Papier, das war doch der Herr Stadtrat Zander und kein anderer. Also ich wundere mich schon, was hier los ist und ich hätte mir gewünscht, dass man wirklich das nur als Information zur Kenntnis genommen hätte und wir hätten ja nicht darüber diskutiert, weil das ist so und wie hat so gut mein Kollege eben gesagt, diese Videos, die heute hier von dieser Stadtratssitzung wieder gedreht werden, von der Einzelfraktion, sehen wir jetzt wieder in jeder Öffentlichkeit und jeder ist der Beste, egal wer, das muss man so sagen.
Also das soll verstehen, wer das ist. Gott sei Dank wird hier im Stadtrat was ganz anderes dargespielt und Gott sei Dank kann der Bürger sich das angucken, wie doch manche hier rumtricksen und doch immer mal hopp sagen und hot und wie sie dann entscheiden und das werden wir ja heute auch bei vielen Beschlusslagen noch sehen. Vielen Dank.
Wir haben noch ein bisschen Redezeit, also darf ich jetzt noch mal... Ich möchte das jetzt einfach nicht so stehen lassen. Ich möchte das nicht ganz so stehen lassen, wie Herr Stadtrat Zander das gesagt hat. Es gab schon Kritik. Und wenn man sich das anschaut, es heißt ja auch strategische Ziele der Verwaltungsspitze. Und da sind wir ja auch drüber gestolpert, haben gesagt, das ist Verwaltungsspitze, also wo bleiben wir da? Wo bleibt der Stadtrat? Wo bleibt die Stadtgesellschaft? Das wurde klar und deutlich formuliert.
Und ja, ich habe natürlich festgestellt, dass es sehr viel Sport ist, Sportstadt, aber wir sind nicht nur Sportstadt, das habe ich auch festgestellt und ich sage es hier gerne noch mal, wir sind auch Kulturstadt. Wir haben viel Kultur, das wurde von einigen meiner Vorredner schon angesprochen. Und dieser Kulturbereich, und wenn dann gesagt wird, na das wird ja erwähnt, ja eben, es wird dann mal erwähnt in zwei Halbsätzen. Also das ist eindeutig zu wenig für eine Strategie.
Und wenn gesagt wird, wir wollen schauen, wir wollen nach vorn blicken und wir wollen sehen, wohin soll sich unsere Stadt entwickeln, wie soll es denn 2040 aussehen? Ich habe letztens in einer Sitzung auch jemanden gefragt, stellen Sie sich vor, Sie sind 2040 hier, wie sehen Sie die Stadt? Wie wollen Sie, dass die Stadt aussieht? Wie soll sie sich entwickelt haben? Ja, und das ist doch die Frage, wie soll sie aussehen? Also sie soll nicht nur Sportstadt sein.
Und die moderne Verwaltung, ich glaube, da sollten wir jetzt auch schon mal mit anfangen, mit der modernen Verwaltung und mit der Bürgerbeteiligung. Ich habe mir einen wunderschönen Satz auch geschrieben, den brauche ich für nachher noch mal, den die Oberbürgermeisterin gesagt hat, denn Beteiligung muss ja gelebt werden. Und hier bei diesem Strategiepapier, das muss atmen, das muss leben, das muss mit Leben gefüllt werden.
Und dann hätte ich mir schon gewünscht, dass da vielleicht auch schon mal im Vorfeld, nicht nur innerhalb der Verwaltung, auch wenn es ein Verwaltungspapier ist, dann würde das ja im Umkehrschluss bedeuten, wir müssten noch ein Papier für den Stadtrat und für die Bürger machen. Ich glaube, das kann nicht das Ziel sein, sondern wir sollten das schon gemeinsam machen und gemeinsam mit Leben füllen. Und da finde ich dann schon allein den Titel Strategische Ziele der Verwaltungsspitze ein bisschen irreführend, denn dann kommt Strategiepapier Magdeburg 2040. Also es widerspricht sich so ein bisschen.
Und deshalb, wir sollten gemeinsam an diesem Papier arbeiten, wir sollten gemeinsam es mit Leben füllen und kommen dann ganz sicher zu einem Papier, mit dem wir alle glücklich sein können, mehr oder weniger. Danke.
Es kommt jetzt ja nicht zur Strategie, sondern vielleicht mal so ein bisschen zum Umgangston, den wir ja schon wieder gerade miteinander pflegen. Als wir die Geschichte im Verwaltungsausschuss vorgestellt bekommen haben, haben wir uns das angehört. Wir haben darüber ganz kurz diskutiert und ich finde es völlig normal, dass man bei einer Grundsatzaussprache dann im Stadtrat, auch nachdem man alles hat sacken lassen, sich dann zu Wort meldet und vielleicht auch mal Kritik geäußert oder Anregungen gibt.
Und sich jetzt hier hinzustellen wie Herr Zander und nun zu erklären, die haben ja damals alle hier geschwiegen und jetzt machen sie Wahlkampf. Das ist eine dermaßene Polemik, Herr Zander, die ist unerträglich. Ich rede jetzt und Sie haben Sendestille. Herr Stadtrat Zander, ich bitte Sie, nicht dazwischen zu hängen. Immer wieder dasselbe Theater von Ihnen. Sie machen hier immer einen auf ganz, ganz tolle Lauten und erzählen nicht die Wahrheit. Und das ist nicht in Ordnung.
So ist es, Herr Vorsitzender, Herr Kumpf hat recht, Sie haben keine Wertung darüber zu machen, was die einzelnen Fraktionen hier im Stadtrat loslassen, das ist so, oder erzählen. Sie können gerne rügen, wenn ich irgendwelche Schimpfwörter nehme oder wer auch immer, aber so nicht, und das kann ich so leider nicht stehen lassen.
Ja, das wiederhole ich gerne, das, was hier heute stattgefunden ist, das war Wahlkampf pur und nichts anderes. Im Verwaltungsausschuss haben wir uns lange genug darüber unterhalten, und es war nicht so, dass wir nur kurz drüber gesprochen haben, das stimmt gar nicht, das kann man auch in den Protokollen nachlesen.
Also bitteschön, so wie Herr Schuster ja eben nochmal betont hat, immer bei der Wahrheit bleiben, vielleicht kommt dann die CDU auch etwas weiter. Vielen Dank.
Meine Damen und Herren, unserer Fraktion ist es wichtig klarzustellen, was man unter langfristig versteht. Wenn man mal im Lexikon nachguckt, dann weiß man ja, also kurzfristig ist eigentlich fast sofort bis ein Jahr, mittelfristig zwei bis drei Jahre, langfristig alles darüber.
Wir wissen, dass wahrscheinlich nicht mal über diese Definition hier gerade mit Blick auf Trohe in der Stadtverwaltung Konsens herrscht. Aber wenn hier langfristig steht, haben wir die Sorge, dass natürlich langfristige Behinderungen gemeint sind. Im SGB IX wird aber klargestellt, dass eine Behinderung bereits ab sechs Monate als Behinderung zu werten ist.
So ist dieser Änderungsantrag entstanden und wir hielten es also für wichtig, dass gerade in dem neu zu gründenden Beirat für Inklusion eben man nicht ausgrenzt, sondern natürlich auch alle Menschen, also nicht nur mit langfristigen Behinderungen, sondern mit Behinderungen bereits ab sechs Monaten berücksichtigt. Das soll den Änderungsantrag erklären. Vielen Dank. Vielen Dank, Herr Stockreiter.
Wir wollen mit unserem Änderungsantrag den Beirat stärken, unabhängiger machen. Das, was wir auch schon öfters angesprochen haben bei anderen Beiräten.
Aus diesem Grund wollen wir den Passus streichen in drei Punkten, dass es im Benehmen mit der Oberbürgermeisterin oder dem Oberbürgermeister stattfinden muss. Wir wollen quasi einfach dem Beirat noch weiter Möglichkeiten geben und unabhängig machen. Vielen Dank.
Die Änderung von uns in Punkt 2 ist relativ einfach. Das ist die gleiche Änderung, die wir auch schon beim Seniorenbeirat eingeführt haben. Der Zwang von der Teilnahme von Fraktionsmitgliedern, die Mitglieder des Beirates sind, führt regelmäßig, nicht nur bei uns, bei kleineren Fraktionen ist das glaube ich zum Teil noch schwieriger, aufgrund der Fülle von Beiräten dazu, dass selten jemand abgeordnet werden kann, häufiger fehlt.
Das Ganze kann durch das Aufweichen, es ist entweder ein Fraktionsmitglied sein kann oder eine von der Fraktion benannte sachkundige Person, so angepasst werden, dass die Teilnahme an diesen Sitzungen einfach besser abgesichert werden kann, man da ein bisschen flexibler ist und wir würden dementsprechend genauso wie schon auch bei der Satzung des Seniorenbeirates hier um Zustimmung bitten. Vielen Dank.
Ich würde das Gleichbezogen auf alle Einführungen zu allen drei Anträgen machen.
25.1. Herr Müller, Sie haben im Lexika nachgeguckt, ich im Veröffentlichungsportal der Bundesregierung und habe da in der Veröffentlichung des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange der Menschen mit Beeinträchtigung, Behinderung in der Schrift "Demokratie braucht Inklusion" die amtliche und die Schattenübersetzung angeguckt und da haben wir uns auch daran orientiert. Da ist langfristig definiert, ich würde empfehlen, es nicht zu ändern, weil dann in allen Auslegungen, ob das Förderungen betrifft, Definition, Auslegbarkeit, wir uns sonst in einem anderen Rahmen bewegen. Ich würde bei der Definition, die also in der UN-BRK in der amtlichen und in der Schattenfassung auch so drinstehen, also da gab es gar keine Hinterfragung, belassen. Also ich würde nicht empfehlen, dem zuzustimmen.
Zum Zweiten, es ist schon öfter mal zur Sprache gekommen, es sind unterschiedliche Formulierungen in den anderen Satzungen enthalten. Insofern ist das natürlich auch eine Frage Belastbarkeit, das kann man alles sicherlich nachvollziehen, müssten Sie also entscheiden, das ist also nichts Rechtliches, was dagegen steht.
Und zum dritten Antrag, da geht es nochmal um das Benehmen mit der Oberbürgermeisterin, auch hier ist es, ich hatte das nochmal mit Frau Kuhle reflektiert, ist es also eine Frage, wie Sie das also im Stadtrat dann selbst interpretieren.
Ja, bei der Fragestellung des Benehmens, wovor haben Sie Angst oder haben Sie Misstrauen, weil ich kann mich an keinen Fall erinnern, wo das Benehmen nicht hergestellt wurde und nicht die Arbeit der Beiräte, egal welchen Beirat, das beeinträchtigt habe. Das ist mir nicht gegenwärtig.
Also ich weiß nicht, was daran jetzt so dramatisch ist, dass man da zumindest eine Reflexion gegenseitig hat, weil es wird ja auch erwartet, dass Verwaltung an den Sitzungen teilnimmt und da entsprechend auch Rede und Antwort steht.
Also Benehmen bezieht sich zum Beispiel nur darauf, dass der Beirat spiegelt, was Sie in der Tagesordnung behandeln. Es hat noch nie, noch nie in der Vergangenheit irgendwo einen Dissens gegeben, das Benehmen wurde immer hergestellt. Also ich finde es jetzt nicht kritisch.
Einvernehmen würde ich schon etwas anders sehen, weil das ist ein weitergehender Begriff und da ist die Einflussnahme tatsächlich geboten. Beim Benehmen ist es einfach nur, man redet auch miteinander.
Ja, es geht ja darum, auch den Prozess zu vereinfachen, dass halt auch Stellungnahmen den Fraktionen gegeben werden können, ohne dass das vorher abgestimmt werden muss.
Es geht einfach darum, das Ganze zu vereinfachen.
Wir hatten ja schon heute einiges an Diskussionen zu, wie soll man sagen, zu Papieren, die vielleicht so oder in dieser Form nicht nötig gewesen wären. Und auch bei diesem hier vorliegenden Papier fragen zumindest wir uns, ob man denn in der Verwaltung zu viel Zeit hat. Denn da handelt es sich natürlich um einige sehr richtige, aber sehr selbstverständliche Maßnahmen zur Gesundheitsförderung.
Ich zitiere mal kurz, nur ein bisschen was. Ziel ist es, gesunde Lebensbedingungen für alle zu schaffen und Menschen in jeder Lebensphase zu stärken. Dafür wird das Handeln an den Orten ausgerichtet, die das tägliche Leben prägen. Dazu gehören Kindertageseinrichtungen, Schulen und Ausbildungsstätten sowie Betriebe, Verwaltung und arbeitsfördernde Einrichtungen und so weiter und so fort. Dazu dann viele Maßnahmen, die sicherlich Sinn ergeben, wie die Bereitstellung von Angeboten zur Suchtprävention, den Ausbau von Beratungsangeboten für pflegende Angehörige oder auch regelmäßige Netzwerktreffen, Stammtische und Fachkonferenzen.
Das ist sicherlich alles schön und gut und richtig, allerdings muss man sich fragen, ob denn all das im Grunde nicht bereits jetzt getan wird. Und wenn dem denn nicht so sein sollte, zumindest es nicht in genügend Quantität und Qualität getan werden sollte, dann wäre das tatsächlich ein Armutszeugnis für die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt. Und höchstwahrscheinlich wäre dann dieses Papier nichts weiter als eine verschriftlichte Interessenbekundung.
Und dann haben wir zusätzlich zudem eben noch ein paar völlig abwegige Formulierungen wie ebenfalls sollen Transsternchen, Intersternchen und nichtbinäre Menschen den Zugang zu Gesundheitsangeboten erhalten, die ihre spezifischen Bedarfe respektieren und sichtbar machen. Und da glauben wir, dass diese armen Seelen keine zusätzliche Gesundheitsangebote brauchen, sondern eine positiv bestärkende Psychotherapie. Wir lehnen diese Drucksache aus den genannten Gründen ab. Vielen Dank.
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte Ihnen nur nochmal Erklärungen dazu geben zur Einordnung dieser sozialpolitischen Leitlinien. Sie haben eben eine ganze Weile darüber gesprochen über die Vision 240. Hier ist es genau in der Konstellation jetzt als Beispiel eigentlich auch zu unterlegen, dass das die Orientierung eben ist für die Fachkonzepte, die dann natürlich im sozialen Bereich im Rahmen der Gesundheit greifen sollen.
Und genau das, was Sie hier angesprochen haben, die Akteursbeteiligung, die entsprechende Beteiligung derer, die es dann umsetzen sollen in der Stadt, ist also dabei gelaufen. Wir haben es über ein aktives Netzwerk für die Gesundheit in die Diskussion gebracht und das ist ein Konsens, sage ich jetzt mal, zu einer sozialpolitischen Orientierung im Bereich der Gesundheit.
Und ich denke, das erklärt auch ein bisschen den Umgang eben mit strategischen Vorstellungen und dann in den Auswirkungen auch selbst auf eine Orientierung mit Konzepten und Maßnahmen. Dankeschön.
Ja, ich bitte ausdrücklich, den Stadtratsvorstand hier in Ordnungsruf zu erteilen. Herr Mertens von der AfD hat gerade, wenn ich es richtig erinnere, Trans- und ich glaube auch Interpersonen als arme Seelen bezeichnet und hat ihnen sozusagen verordnet oder gesagt, sie sollten psychosoziale Beratung an sich ziehen.
Das finde ich zutiefst diskriminierend. Ich glaube auch, das sollte man auch weiter verfolgen und sollte hier dokumentiert werden, auch im Protokoll und das Video gespeichert werden. Das ist wirklich unmöglich, solche Art und Weise hier darüber zu sprechen. Das bitte ich entschieden, dass das hier geahndet wird.
Ja, sehr geehrte Stamm- und Herren Stadträte, es ist ungewöhnlich, dass ich mich bei einer Drucksache zum Flächennutzungsplan und B-Plan zu Wort melde, weil das eigentlich so gar nicht der Beritt meines Dezernates ist. Wir haben uns allerdings verständigt, das heißt die beteiligten Kollegen, der Kollege Rehbaum, der Kollege Kroll und ich, dass wir bei der Einbringung der Drucksache nochmal anfangen mit der Frage, was wollen wir dort überhaupt machen, also das zugrunde liegende Vorhaben, was überhaupt für die Änderung des Flächennutzungsplanes und des B-Planes von Bedeutung ist, und dann Fragen zu Verhandlungen mit dem Kleingartenverein, zu Verhandlungen mit dem Investor, so es denn im nichtöffentlichen Teil geschehen kann, durch die Kollegen beantwortet werden.
Ich würde mich jetzt darauf beschränken, nochmal darzulegen, warum wollen wir überhaupt an die Brennecke Straße ran. Die Grundlage für die Planungen in diesem Bereich sind zwei Drucksachen. Die eine Drucksache ist der Brand- und Katastrophenschutzbedarfsplan, dem einstimmig im Kalenderjahr 2023 zugestimmt wurde, der sah, das können Sie auf dem Schaubild sehen, die Errichtung von zwei weiteren Wachen, einer im Südwesten und einer in... Darf ich mal ganz kurz unterbrechen? Ich bitte da oben auf der Grünenwelt keine Fotos zu machen, das ist nicht zulässig. Danke, Herr Vorsitzender. Und eine in Nordwest vor.
Im Brand- und Katastrophenschutzbedarfsplan war das vom Gutachter mit entsprechenden konkreten Standorten versehen, die sich damals allerdings noch nicht auf Grundstücke bezogen, sondern auf ideale Standorte für die Verkürzung der Hilfsfristen, für die Sicherung der leistungsfähigen Gefahrenabwehr im Stadtgebiet und für die Schaffung bedarfsgerechter Infrastruktur. Eine weitere Drucksache, der Sie letztes Jahr zugestimmt haben, jedenfalls mehrheitlich, es gab damals zwei Ablehnungen und zwei Enthaltungen, ist die Drucksache 445 aus 25, das ist der Grundsatzbeschluss, die Wache Südwest im Bereich Brenneckestraße zu entrichten. Auch dort nur Bereich Brenneckestraße, ohne dass es um ein konkretes Grundstück ging.
Bei der Standortfindung hat Amt 37 eng zusammengearbeitet mit Liegenschaft und mit dem Dezernat 6, bei der Prüfung potenzieller Flächen anhand konkreter Kriterien. Die Kriterien sind die Reichweite, die Erfüllung von Hilfsfristen, die Grundstücksgröße, Erweiterungsmöglichkeiten, Planungs- und Genehmigungsrecht und das Ergebnis ist, ein geeignetes Grundstück wurde vor Ort gefunden. Vielleicht auch zur Erklärung, warum dort oben GWA Lemsdorf steht, das ist eine PowerPoint-Präsentation, die wir ursprünglich im Dezember in Lemsdorf halten wollten. Das ging dort mangels technischer Möglichkeiten nicht, wir haben es dort mündlich vorgestellt bei der GWA, ich habe die jetzt aber einfach für heute nochmal entsprechend adaptiert.
Die untersuchten Grundstücke, da handelt es sich um zwei, Sie sehen hier Baugrundstück 1 und Baugrundstück 2, die hatten jeweils Vor- und Nachteile. Bei Baugrundstück 1, das ist das Industriegelände auf der, wenn man Richtung Sudenburg schaut, rechten Seite der Brennickestraße, ist der Vorteil, dass es sich um ein großes Grundstück handelt, keine Frage, und dass es auch für die Erschließung sich eignet. Nachteilig ist der kontaminierte Baugrund, die angrenzende Wohnbebauung, Sie sehen dort die Kennzeichnung durch Mehrfamilienhäuser, das führt sonst immer zu Konflikten, wenn dort Feuerwehr- und Rettungsdienst vorhanden sind, und dass die Verhandlungen mit dem Eigentümer unter anderem aus rechtlichen Gründen, das kann der Kollege Kroll, denke ich, noch ein bisschen näher erörtern, gescheitert sind.
Das zweite in Betracht kommende Grundstück, und darauf beziehen sich die Drucksachen heute, ist das Baugrundstück 2, das momentan in der Tat mit der Kleingartensparte Ilsethal belegt ist. An der Stelle, Sie können sich sicher sein, niemand von uns möchte freiwillig, wenn es nicht entsprechende Zwänge gibt, an eine Kleingartensparte rangehen. Wir haben in diesem konkreten Fall schlicht und ergreifend keine anderen Möglichkeiten im Bereich der Brennickestraße. Das Grundstück ist ausreichend groß, es ist geeignet, umgeben von Gewerbe, sodass auch Konflikte nicht vorprogrammiert sind, und mit der Lage am Ring ideal, um die Rettungswege entsprechend zu erfüllen an dieser Stelle.
Was haben wir konkret vor? Es handelt sich nicht nur um eine Wache Südwest, ein Feuerwehrgerätehaus, sondern auf diesem Grundstück sollen neben dem Feuerwehrgerätehaus auch eine Rettungswache untergebracht werden, wobei der Begriff Rettungswache ein bisschen missverständlich ist, stationiert werden soll, das konnte der Drucksache damals 2025 entnommen werden, der Schwerlast-RTW und der Spitzenlast-RTW, deswegen ist es auch eine Rettungswache, das heißt Konflikte zu der im näheren Umfeld befindlichen weiteren Rettungswache in Lemsdorf sind aus unserer Sicht nicht vorhanden. Und, und das ist das Wichtigste, es soll auch das Lageführungszentrum und die integrierte Leitstelle vor Ort untergebracht werden.
Die Leitstelle, die Kollegen von der Berufsfeuerwehr sitzen oben auf der Tribüne, befindet sich momentan in der Brandenburger Straße in einem eigentlich nicht mehr hinnehmbaren Zustand. Also ich lade jeden von Ihnen ein, der sich die mal anschauen möchte, es besteht dringender Handlungsbedarf. Und wir handeln auch, es gibt nämlich eine Vereinbarung mit dem Salzlandkreis und dem Würdekreis, eine übergreifende gemeinsame integrierte Leitstelle auf die Schiene zu legen, die entsprechenden Vereinbarungen befinden sich im letzten Verhandlungsstand, also der Vertrag ist fast schon unterschriftsreif. Wir sind aufgrund einer entsprechenden Vereinbarung gegenüber den Kollegen dort auch in der Pflicht. Das heißt, wir müssen irgendwann liefern. Wenn wir nicht liefern können, weiß ich nicht, was passiert.
Das ist ein Leuchtturmprojekt an der Stelle, wir sind die erste integrierte Leitstelle, die über Land- und Landkreisgrenzen hinweg in Sachsen-Anhalt tätig wird. Und ich appelliere dringend an Sie, dieses Projekt nicht an dieser Fläche scheitern zu lassen. Die Verhandlungen, das weiß ich vom Kollegen Kroll, sollen fair verlaufen. Ich weiß, dass ein gutes Angebot unterbreitet wird, er hat das bereits angedeutet, gegenüber der Kleingartensparte. Bitte geben Sie sich im Sinne des Brand- und Katastrophenschutzes und im Sinne der Berufsfeuerwehr hier einen Ruck und zerstören Sie dieses Projekt nicht am ersten Schritt.
Für Nachfragen zum Projekt stehe ich gern zur Verfügung. Hinsichtlich des Änderungsantrages, der interfraktionell ist, den ich ein bisschen als Olivenzweig interpretiere, weiß ich nicht, ob weitere Verhandlungen Sinn machen. Das kann am ehesten der Kollege Kroll entscheiden, an den ich dann das Wort abgeben würde an dieser Stelle. Ich bedanke mich auf jeden Fall.
Also erstmal die Frage, das System scheint nicht so richtig zu funktionieren. Ich hätte ja den GO-Antrag schon, habe ich ja schon gedrückt, bevor Herr Krug ans Mikrofon gegangen ist. Hätte man ja mich schon aufrufen können eigentlich. Warum wurde nicht angezeigt? Vielleicht sollte man da mal etwas nachbessern, dass das in Zukunft funktioniert.
Ich stelle den Antrag, dass die Verwaltung das auf die nächste Sitzung schiebt. Begründung folgt. Ich fühle mich da so ein bisschen über den Tisch gezogen. Nicht nur ich, einige andere auch. Ursprünglich wurde uns gesagt, bei der Ersteinbringung hier im Stadtrat, dass mit dem Gartenverein gesprochen wurde und dass es da eine Lösung gibt und dass es in Einvernehmen passiert. In einer weiteren Sitzung haben wir eines Besseren belehrt und haben hier wieder kritisiert, dass das überhaupt nicht stattgefunden hat und dass man da keinen mitgenommen hat. Dann wurde die Drucksache nochmal geschoben, um bis dahin eine einvernehmliche Lösung mit dem Gartenverein zu finden. Das ist bis heute auch nicht passiert.
Wir waren den Tag vor Ort, da wurde uns ganz klar gesagt, dass da kein Angebot oder irgendwie eine Verhandlung stattgefunden hat und da fühlen wir uns hier so ein bisschen hinters Licht geführt. Das muss man jetzt ganz klar so kritisieren. Ja, das ist ein Leuchtturmprojekt und da gebe ich Herrn Krug ja alles recht und die Rettungswache und so weiter, das muss ja alles auch in dieser Örtlichkeit gebaut werden. Aber es geht hier einzig und allein, wie das Verfahren hier gerade läuft. Wir werden hier über den Tisch gezogen, es wird nicht die Wahrheit besprochen. Wir werden hier beruhigt, beschwichtigt. Ja, ja, wir ziehen das schon durch und wir sprechen mit den Leuten und finden eine einvernehmliche Lösung. Und die wurde nicht gefunden und das muss man hier kritisieren.
Und deswegen möchte ich, dass erst eine Lösung gefunden wird und wir dann darüber abstimmen. Weil stimmen wir jetzt heute darüber ab, dass das da gebaut wird, dann fühlt sich die Verwaltung auch nicht mehr in der Pflicht, eine einvernehmliche Lösung zu finden, wo der Verein mitgehen kann oder die Pächter. Wir waren ja vor Ort, da sind ja ein 84-Jähriger, der schon seit 46 Jahren seine Gartenanlage hat, die auch sehr, sehr gepflegt war. Ja, nicht alle Gärten sind da gepflegt, aber das war so ein einprägendes Erlebnis, in dem möchte man jetzt einfach verpflanzen, ohne dann eine richtige Lösung zu finden. Und leider kann man der Verwaltung nicht trauen, das haben wir jetzt mehrfach mitbekommen. Und deswegen möchten wir erst eine Lösung haben, die einvernehmlich ist und dann darüber abstimmen, dass die Rettungswache da gebaut werden kann. Vielen Dank. Das war jetzt ein Antrag zur Geschäftsordnung.
Wir sprechen uns gegen den Geschäftsordnungsantrag aus, aus folgenden Gründen. Wenn man mal die Genese sieht, ist diese Drucksache im November 2025 in Klammern auf den Markt gekommen. Und wir haben vorher schon mehrmals auch im Finanz- und Grundstücksausschuss darüber debattiert und diskutiert.
Wir hatten auch das, was Herr Beigeordneter Krug gesagt hatte, mit dem Vorbesitzer schon fast einen unterschriftsfähigen Vertrag in der Hand. Und jetzt diese Sache wieder zu verschieben, das macht keinen Sinn.
Weil was ist denn, wenn wirklich die Landkreise, wie der Beigeordnete Krug gesagt hat, jetzt auch abspringen, weil die sagen, ihr Magdeburger kommt ja nicht mal aus dem Tee mehr raus. Deswegen gegen den Geschäftsordnungsantrag und lassen Sie uns das heute ja auch abstimmen. Vielen Dank.
Wir werden den Antrag ablehnen. Ich verweise auf den interfraktionellen Änderungsantrag. Zur Flächennutzungsplan oder zur B-Plan habe ich jetzt nicht im Kopf. Da steht drin, wir eröffnen zwar das Verfahren, aber die Verwaltung wird beauftragt, das hat sie bis heute übrigens nicht gemacht, andere Flächen zu prüfen. Und zwar nicht die mit Baugrund 1 da bezeichnet, sondern andere. Ich will jetzt hier nicht nennen, weil wir im öffentlichen Bereich sind, aber es gibt da ein paar, die einem einfallen würden in der Nähe.
So. Und ich erwarte, bevor das hier wieder den Stadtrat erreicht, also bevor wir irgendwelche Abwägungen oder sonst was vornehmen, dass dieser Auftrag erfüllt wird. Wenn es eine neue Fläche gibt, wird das jetzige Verfahren sofort gestoppt. Bei uns waren die Vertreter des Kleingartenvereins, Vertreterinnen in der Fraktion, da haben wir das genau so auch dokumentiert und offengelegt. Wenn wir keine Fläche finden, müssen wir leider dem Beigeordneten recht geben, dann werden wir sie dort bauen müssen, weil wir brauchen diese Rettungswache.
Aber jetzt zu warten, bis die anderen Flächen geprüft sind und ins Verfahren nicht einzusteigen, macht aus unserer Sicht keinen Sinn. Also nochmal, stimmen Sie bitte dem interfraktionellen Änderungsantrag zu, damit gleichzeitig Flächen geprüft werden. Wir sind jetzt bei der Geschäftsordnung, Herr Stadtrat. Nur mal als Hinweis. Ich rede doch zur Geschäftsordnung. Ich rede dann zur Geschäftsordnung danach. Und dann haben wir zwar das Verfahren begonnen, aber es gibt jederzeit die Möglichkeit, das abzubrechen und eine andere Fläche ins Auge zu nehmen.
Meines Erachtens würde das unnötig aufhalten. Wir treten, hat Falco Grube völlig recht, jetzt das Verfahren los. Es geht jetzt ohne Verzögerung los.
Die Probleme, die aufgemacht wurden, das löst ja dann der Änderungsantrag und dann haben wir das weitere Verfahren, wo das Ganze hier wieder herkommt und dann muss die Verwaltung natürlich zum Änderungsantrag dann entsprechend Stellung nehmen und dann wird man es sehen.
Insofern Nein zum Geschäftsordnungsantrag.
Ja, also eigentlich könnte man denen doch vollkommen zustimmen und sagen, wir schicken das zurück. Denn ich kann mich gut daran erinnern, dass wir festgelegt haben hier im Stadtrat, dass die Drucksache erst dann wiederkommt, wenn es eine Einigung gibt mit dem Verein. Und dann kommt die Drucksache hier im Stadtrat. Das bitte ich doch mal das Sitzungsmanagement oder das Rechtsamt zu prüfen. Da haben wir glaube ich auch einen Beschluss zugefasst. Da waren wir uns einig hier im Stadtrat. Vorher sollte das hier nicht auf der Tagesordnung kommen. Darum bin ich dafür, das wieder runterzunehmen.
Nächste Sache. Wenn wir doch hier uns darüber unterhalten, sollten wir ehrlich bleiben. Dann hätte ich auch verlangen von der Verwaltung, dass ich als Stadtrat mal das Angebot des Käufers, des Verkäufers des Grundstücks gebe, wo wir uns zurückgezogen haben. Es gibt ja ein schriftliches Angebot, wo drin steht, was uns das Gelände kostet und nicht die Kleingartenanlage nehmen. Die Kleingartenanlage, auch wir waren vor Ort, haben uns das angeguckt. Wenn hinten die Klinke hochsteigt und es gibt ein Hochwasser, steht das ganze Gebiet unter Hochwasser. Ja, das ist nicht Quatsch, Herr Brug. Gehen Sie mal hin, gucken Sie sich das an. Lassen Sie sich das mal von dieser jungen Dame, die da den Garten hat, die 80 Jahre alt ist, die da 54 Jahre alt ist. Herr Dr. Brug, durfte das auch. Also dann nehme ich das auch in Anspruch, Herr Vorsitzender. Also entweder oder. Und fragen Sie doch mal die junge Dame, die da schon so viele Jahre ist, wie hoch das Wasser stand. Also so ist das.
Wenn, wollen wir doch gern, das haben wir doch heute oft genug gehört, ganz fair miteinander umgehen. Denn wollen wir doch ganz fair alle miteinander umgehen damit. Und nicht so. Und auch dieser Änderungsantrag, der dort ist, ist für mich kein Änderungsantrag. Den kann man gar nicht zustimmen. Da steht dran, wenn und wo und ober. Das heißt nicht, dass wir die Kleingartenanlage schützen, sondern das heißt, wenn er nichts findet, wird sie doch bebaut. Und dann die GWA wurde von dem Beigeordneten ja angesprochen. Auf dieser GWA hat die Kollegin, die da war von Herrn Kroll, doch andere Grundstücke im Spiel gebracht und hat andere Stücke an den Tag vorgestellt. Ja, Herr Krug. Also wir waren komplett auf der Veranstaltung. Das wurde vorgestellt, dass neue Grundstücke auch da sind. Auch diese Prüfung ist nicht erfolgt. Und das finde ich dann schon, wie auch von den Vorrednern gesagt, eine Katastrophe. Und darum können wir da zustimmen. Herr Stadtler, gibt es weitere Wortmeldungen?
Ja, wir haben in der Vorstellung von Herrn Krug gesehen, dass es durchaus mehrere Grundstücke zur Auswahl gibt. Wir haben jetzt gehört, ob stimmt oder nicht, weiß ich nicht, zum einen hat Herr Grube gesagt, es gibt noch mehrere Grundstücke im Umfeld. Wir haben gehört, dass möglicherweise eine Mitarbeiterin noch andere Grundstücke in den Raum geworfen hat. Bitte verstehen Sie uns nicht falsch. Wir brauchen natürlich eine neue Rettungswache und wir haben uns ja auch alle hier im Stadtrat gemeinsam für entschieden, dieses Konzept zu verfolgen, wo die verschiedenen Rettungswachen untergebracht werden sollen.
Wir stehen natürlich auch dahinter, dass es wirklich einen besseren Ort geben soll für die Leitstelle, dass es bessere Arbeitsbedingungen gibt. Denn der Zusammenschluss dieser integrierten Leitstelle ist natürlich zu verfolgen und ist sehr vorbildlich. Das alles ist unbenommen. Wichtig sind natürlich auch die Rettungszeiten und all diese Punkte gehen wir hundertprozentig mit alle, die diesen interfraktionellen Antrag unterschrieben haben. Gleichzeitig, und das ist eine Gleichzeitigkeit, und in der Politik muss man das auch aushalten können, dass es einen Abwägungsprozess gibt und dass es natürlich auch erstmal, bevor man eine Grundsatzentscheidung findet, auch noch natürlich erstmal verschiedene Randbedingungen geklärt werden müssen.
Wir wollen mit diesem Änderungsantrag wirklich explizit verfolgen, dass Gespräche geführt werden mit diesen verschiedenen Grundstückseigentümern. Das sind wirklich mehrere, die wir jetzt hier meinen. Aber natürlich meinen wir auch das, was hier aufgezeigt wurde als diese eine Variante. Wir haben nicht den Eindruck, dass da genug Gespräche geführt wurden bereits in der Vergangenheit und es wurden auch noch nicht alle Maßnahmen, alle geeigneten Maßnahmen angesetzt oder geprüft, die man machen kann. Wir haben durchaus in dieser Landeshauptstadt immer mal wieder das Prinzip oder die Maßnahme des Flächentausches verfolgt. Das kann man auch machen. Man muss nicht immer unbedingt das Grundstück jetzt von dem Eigentümer, von dem einen, der jetzt hier gemeint ist, abkaufen. Man kann auch einen Flächentausch vorschlagen.
Ich bin mir sicher, wir haben ganz viele andere Flächen in dieser Landeshauptstadt, die man dort einem Investor anbieten kann, damit wir diese bereits versiegelte Fläche, diese kontaminierte Fläche, und das sehe ich durchaus auch in der Verantwortung der öffentlichen Hand, dass man diese saniert, eine kontaminierte Fläche, und da diese wieder einer guten Nutzung zuführt. Denn wenn man sich das anschaut, und ich habe mir das auch angeschaut, tatsächlich vor Ort beide Flächen ausführlich, dann sieht man, dass generell diese Ecke jetzt nicht wunderschön ausgestaltet ist. Es sind sehr viele Brachflächen zwischen diesen Gewerbeflächen und dort könnte man diese Fläche tatsächlich wieder nutzen. Wir haben den Vorteil auch gesehen, von drei Seiten kann man hier ausrücken als Rettungswache. Das ist ein großer Vorteil und ich will nochmal betonen, jetzt spreche ich nicht mehr als Einbringerin von dem Änderungsantrag, sondern einfach mal für meine Fraktion ab jetzt.
Für uns Grüne Future ist es eben ganz, ganz wichtig, dass wir mit unserem Boden sehr sorgfältig umgehen und uns wirklich dolle überlegen, welche Flächen wir versiegeln und welche Flächen wir eben auch als Grünflächen und als Kleingartenanlagen behalten. Und an dieser Stelle ist es eben wieder eine Abwägung und wir haben gesehen, es gibt weitere Flächen, deswegen sollte man jetzt nicht eine durchaus funktionierende Kleingartenanlage versiegeln, deswegen muss man nicht die Menschen, wir haben gehört, die sind ja schon seit sehr, sehr vielen Jahren auch tätig, dort umsiedeln, auch wenn sie vielleicht tolle Angebote kriegen, Kleingärten in der Nähe, es ist trotzdem immer natürlich ein Aufwand. Man hat dort in vielen Jahren Ehrenamt und in seiner Freizeit dort die Datsche aufgebaut, sie renoviert, dort natürlich den Boden aufgewertet, man hat dort Pflanzen angepflanzt, es gibt viele Obstbäume und vieles andere, das einfach den Menschen zu sagen, damit müssen wir jetzt umziehen, so einfach kann man mit einem Garten nicht umziehen, das ist nicht so einfach.
Wir haben in Sachsen-Anhalt eine große Kleingartenkultur, die ist auch zu würdigen, viele Menschen haben seit Generationen dort einen Kleingarten, das ist zu würdigen und deswegen ist es keine so einfache Entscheidung, die wir jetzt heute so fällen können, zu sagen, wir bauen genau dort, sondern wir sollten hier erstmal den Schritt gehen, mit diesem Änderungsantrag zu schauen, welche anderen Flächen gibt es und da wirklich alles versuchen, eine andere Fläche als eine nicht versiegelte Fläche, eine Kleingartenanlage für ein solches Vorhaben zu nutzen. Das Vorhaben, wie gesagt, ich betone es nochmal, ja unbedingt, aber wir sollten über die Fläche nochmal sprechen und eine bereits versiegelte Fläche im besten Fall nutzen. Vielen Dank.
Sehr geehrte Frau Stadträtin Linke, sehr geehrte Damen und Herren Stadträte insgesamt.
Natürlich haben wir schon weitere Flächen geprüft im Vorfeld, schon als wir uns das Ganze angeschaut haben, was passt von der Größe her, was ist vielleicht zu klein, was ist strategisch gut gelegen, was liegt überhaupt im Suchfeld dessen, wo die Rettungswache hin muss.
Und es ist sicherlich zu Recht vorzuwerfen, dass wir das nicht alles umfänglich dokumentiert haben und dass wir das nochmal nachholen. Wir werden also alle theoretisch in Frage kommenden Flächen, die es dort gibt, nochmal auflisten, werden dazu ein Für und Wider schreiben, werden Ihnen das beim nächsten Mal vorlegen und so denke ich diesem Änderungsantrag auch Genüge tun.
Wir haben ja, was der Beigeordnete Krug auch gesagt hat, im Stadtrat den Brand- und Katastrophenschutzplan beschlossen. Dort steht ja auch eindeutig drin, welche Ausrückezeiten wir dazu haben. Was passiert aber, wenn diese Zeiten nicht eingehalten werden können? Wollen wir hier im Stadtrat die Verantwortung dafür übernehmen? Sollen Menschen zu Schaden kommen, weil wir als Stadtrat die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger etwas damit auch außer Acht gelassen hatten?
Wir hatten als Stadt Magdeburg ein Grundstück, wo die Verwaltung, der Stadtrat und die Menschen gemeinsam leben konnten. Das hat der Beigeordnete auch eingebracht. Nur leider wollte halt der Eigentümer viel mehr herausholen, als wir als Stadt aufbringen konnten. Und gerade in der Zeit, in der die Wiese nun mal mit der Haushaltslage auch ist, konnten wir dieses Grundstück nicht bis zu Ende erwerben. Aber da ist die Frage, welche Fraktion, die sich in der Öffentlichkeit zu dieser Drucksache beschwert, hatte sich mal in der Vergangenheit mit dem Eigentümer auseinandergesetzt, wo wir fast das Grundstück hätten kaufen können. Da hätte man sich als Fraktion auch mal vorher mit den Eigentümern hinsetzen können und anstatt in der Öffentlichkeit zu beschweren zu dem jetzigen Standort.
Die Leitstelle ist wichtig und richtig. Wichtig und richtig deshalb, weil wir nicht nur alleine als Landeshauptstadt zusammengehen, sondern auch mit den Landkreisen um uns herum. Und das ist auch ein Privileg und das bedeutet auch für die Zusammenarbeit in den Landkreisen und in der Landeshauptstadt Magdeburg ein Know-how, was wir nicht hergeben sollten. Und mein Spruch ist auch immer, Politik lebt von Kompromissen und wir müssen auch eine Lösung finden. Gerade auch im Hinblick der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürgern und deswegen werden wir als Fraktion diesen Drucksachen auch zustimmen. Vielen Dank.
Ich denke, wir müssen noch mal ein paar Irrtümer aufräumen. Andere Grundstücke. Sind das andere Gartensparten oder was? Da gibt es nichts. Und ich glaube, die Feuerwehr, wenn einer viel rumkommt, dann sind das die Kollegen mit den roten Autos. Und ich glaube, die wissen schon sehr wohl, was da passt und was da nicht passt. Ich glaube nicht, dass ein Stadtrat durchaus weiß, wo eine Feuerwache am günstigsten hingebaut wird und wo nicht.
Das Nächste, dass es mehrfach schon gesagt wurde, dieses Grundstück, das in die Gärten geht, ist auch im Eigentum der Stadt Magdeburg. Der Verwaltung per se zu unterstellen, wenn wir uns heute positiv entscheiden, sich nicht mehr um die Kleingärtner zu kümmern, finde ich erstmal eine Frechheit. Wenn man dann nämlich die Leute aus der Verwaltung erstmal unter Generalverdacht setzt, dass sie sich nicht mehr kümmern.
Und der letzte Punkt, und das ist mir ganz wichtig, dass das hier auch nochmal geklärt wird. Ich habe kein Verständnis dafür, wo es um den Radweg ging auf der Brennickestraße, wo Menschen enteignet werden sollen. Das ist ja noch nicht vom Tisch. Das ist kein Problem. Das findet eine Mehrheit. Aber wenn es eine Feuerwache gibt, die auf ein Grundstück gesetzt werden soll, wo es nur noch eigentlich wenige Gärten gibt, das ist ein Problem. Dafür habe ich kein Verständnis und ich hoffe mal, dass wir hier heute eine Mehrheit finden und dass wir nicht noch ewig da diskutieren müssen.
Und wir wissen ja auch, wenn wir heute der Sache zustimmen, dann kommt da nicht morgen der Bagger oder derjenige mit der Kettensäge, macht die Bäume da weg. Also das ist ja auch albern. Wir wissen ja, was für ein Zeitfenster da einfach besteht. Und wenn wir uns mal angucken, dass wir in der Stadt ja schon mal drei Feuerwachen hatten, die entsprechend dann aber auch rationalisiert wurden, müssen wir heute feststellen, dass das einfach nicht mehr so funktioniert. Und für alle, die es beruhigt, da soll ja noch eine vierte kommen. Und da werden wir wahrscheinlich alle wieder hier sitzen und werden es wieder doof angucken. Aber so funktioniert das nicht. Danke.
Genau das Problem, was Sie hier heute beschildert haben, genau deswegen sitze ich hier im Stadtrat. Sie sind ja lange genug dabei bei der CDU, Sie wollten damals meine Gartenanlage bebauen, Wohnbebauung, und da haben wir gesagt, nein, mit uns nicht. Und darum kämpfen wir darum. Wir kämpfen darum, dass wir doch mal mit dem Bürger darüber entscheiden und nicht gegen den Bürger oder gegen die Kleingärtner. Und wenn die Kleingärtner auch nur sehr wenige sind, ich glaube, in Magdeburg habe ich ja gelernt, wo wir zusammen waren, es sind ja nur 15.700 Kleingärten, die wir in Magdeburg haben. Und ich hoffe, es spricht sich rum, wie das hier heute wieder läuft. Das muss man so sagen.
Und ich als Stadtrat muss das auch sagen, ja, man hätte das im Voraus alles klären können. Man hätte auch bei einem Rundgang, die, die beim Beigeordnete gemacht haben, mit dem Vorsitzenden des Verbandes Gartenfreundes, man hätte die Fraktion anschreiben können, sagen können, kommt mal mit. Nein, man geht alleine, man will die Politiker oder die Stadträte nicht dabei haben, weil man genau weiß, was passiert. Und ja, ich hätte gern gewusst von dem Finanzbeigeordneten, der hat sich ja schon gemeldet, wie viel uns das Grundstück gekostet hätte, wenn wir das gekauft hätten. Das Angebot liegt schriftlich vor. Wenn es nötig ist, stelle ich auch den Antrag, die Nichtöffentlichkeit herzustellen, dass wir doch mal wissen, was da los ist, wirklich.
Und ja, auf der GWA wurde uns vorgestellt, andere Grundstücke von der jungen Dame, die da war, Frau, komme ich jetzt nicht drauf, Linkschaftsdienst, die war ja da, hat das vorgestellt, sie hat das vorgestellt, welche Grundstücke, Herr Guderian war auch dabei, wenn wir wollen, holen wir Frau Angerstein runter, die war auch dabei. Es gibt ein Protokoll der GWA, wo diese Grundstücke vorgestellt worden sind. Das ist so, dann müssen Sie sich mal vielleicht in der Verwaltung darüber unterhalten, was auf so einer GWA hier geredet wird. Aber ich war ja anwesend, das ist genau wie von Herrn Becker, wo dann gesagt wurde, das stimmt nicht, also das muss man so sagen, und es stimmt dann doch.
Aber egal, wir werden da nicht zustimmen. Wir möchten das erhalten haben, wir möchten geklärt haben, dass wir die Wache woanders bauen können. Und wenn ich dann, Frau Frost war da, genau so ist es. Doch, das ist so, Frau Oberbürgermeisterin, Herr Guderian war auch dabei. Das ist so, das ist die Wahrheit. Ich kann da eine Identitätserklärung abgeben dafür, wenn Sie das möchten. Ich war ja anwesend.
Ja, und jetzt bin ich ein bisschen aus dem Fahren, aber wir möchten gern, dass das so nicht gebaut wird, wir sehen das nicht so ein, denn es gibt ja auch, da werden wir nochmal nachgucken, Herr Dr. Trümper hat ja damals auch, glaube ich, die Drucksache gebracht, dass es vorher eine Zielvereinbarung geben soll. Auch die ist immer noch nicht unterschrieben. Wir wollen heute beschließen und dann läuft das. Und wir wissen, wenn heute das beschlossen wird, wird die Feuerwache dort gebaut.
Und jetzt wird das nochmal eingefallen, dann hätte ich vielleicht auch von dem Bayerischen Rundfunk mal gewusst, schaffen wir denn jetzt die Zeiten nicht mit dem Rettungsdienst? Schaffen wir nicht, dass die Feuerwehr kommt, wenn in Ottersleben was brennt oder auf der Brennecke Straße? Also das würde mich schon mal interessieren, wenn Herr Rupps hier sagt, wir schaffen die Zeiten nicht, es ist alles gefährdet. Also dann sind wir also unsicher in Magdeburg oder wie sieht es aus?
Also ich halte mich ja oft nicht zurück mit Kritik an der Verwaltung, aber diesmal muss ich wirklich sagen, es ist ein komplizierter Sachverhalt. Es wurde versucht, ein Grundstück zu kaufen, das ist leider gescheitert. Alternativen wurden geprüft und ich muss sagen, die Verwaltung hat in dem Fall sehr gut geprüft und umfänglich.
Ich war auch bei der GWA-Sitzung dabei letztes Jahr. Dass da irgendwelche Vorschläge von weiteren Grundstücken im Raum standen, kann ich mich absolut nicht daran erinnern. Wäre das auch so gewesen, hätte ich mich auch dafür interessiert, weil sicherlich, wenn Alternativen da sind, müssen die geprüft werden.
Aber wenn wir mal ganz ehrlich sind, wie lange wollen wir noch rumdiskutieren? Es wurde jetzt ein Grundstück geprüft, das hat leider nicht geklappt, ein anderes steht zur Option, zur Verfügung. Wir müssen auch für die Zukunft Entscheidungen treffen, auch für die Zukunft, also für die Sicherheit in Magdeburg, dass weitere Rettungssachen notwendig sind, wurde auch schon ausgeführt.
Ja, was soll man dazu noch sagen, also es waren alle da bei der GWA-Sitzung von sämtlichen Fachbereichen, Dezernaten. Die haben Kunden Fragen stellen, es sind, finde ich, gar nicht bis wenig Fragen gestellt worden, also von der Warte Transparenz ist da. Jeder konnte da vortragen, konnte sich einbringen, das ist das normale Geschäft und deswegen sehe ich da jetzt auch keinen Grund, das nochmal zu verschieben, sondern wir müssen jetzt zur Entscheidung kommen. Vielen Dank.
Darauf werden wir dann auch antworten, Herr Müller. Vielen Dank. Ich muss ein bisschen aufräumen, weil vieles im Raum steht, was so nicht zutreffend ist. Die Zahlen für den Grundstückserwerb seinerzeit, die können Sie als Stadtrat in der Sitzung des Finanzausschusses nachlesen und auch im Protokoll nachlesen, weil das nicht öffentlich ist, was ich dazu gesagt habe und welcher Zahlenraum von dem seinerzeitigen Investor aufgerufen worden ist. Das werde ich hier bestimmt nicht sagen, aber das hat den Finanzausschuss wirklich überzeugt, weil das sehr weit auseinander ging und ich für mich selbst, als Verantwortlicher in der Stadt für diesen Liegenschaftsfall, das nicht mehr vertreten konnte, diesen Preis zu zahlen.
Die Kommunikation mit den Kleingärtnern. Es ist vollkommen falsch, dass wir die nicht durchgeführt haben. Wir haben sie gesucht und wir haben sie durchgeführt. Aber unser Vertragspartner, und das muss jetzt mal verstanden werden hier, ist der Kleingartenverband Magdeburg und der hat das unterverpachtet an die Kleingärtner. Dieser Kleingartenverband, mit dem haben wir, Kollege Rehbaum, teilweise Herr Krug mit dabei, ich meine zwei oder drei Sitzungen durchgeführt. Der hat sich sehr bemüht darum, von dem Kleingartenverein Ilsetal eine Mitgliederliste, also eigentlich seine Vereinsstruktur dargelegt zu bekommen. Das ist ihm nicht gelungen und daraufhin sind wir, weil wir wirklich im Dienste der Stadt unterwegs sind, also wir haben ja offensichtlich einen Zielkonflikt, sind wir dann an den Kleingartenverein herangetreten. Und es spricht nichts dagegen, wenn eine weitere Begegnung meinetwegen mit Stadträten stattfindet, aber sie müssen uns auch erlauben, dass wir mit den Fachleuten, ich war nun nicht dabei wegen eines anderen Termins, sonst wäre ich dabei gewesen, dass wir uns ein eigenes Bild machen.
Zu den anderen Flächen, der Kollege Rehbom hat eben gesagt, naja er möge das nochmal nachtragen, es sei halt jetzt aus der Drucksache, aus der Begründung nicht erkennbar. Also ich verwarre mich dagegen, dass wir Sie hier nicht richtig ins Bild setzen darüber. Wir haben tatsächlich alle Flächen geprüft und Frau Frost, um die es da ging, die war auch immer dabei und wir haben keinen anderen gefunden. Keine anderen, die die Voraussetzungen für diese beiden quasi Feuerwehr- und Rettungswachenmodule erfüllt oder wir hätten gleich wieder in Konflikte gehen müssen mit Wohnbebauung oder anderen Themen, Straßenzugang etc. Das ist einfach ein 01, der Standort 01 und der Standort 02, das sind zwei beladete Standorte dafür.
Der letzte Punkt ist die Versiegelung. Die kriege ich natürlich argumentativ wirklich nicht weg. Das ist keine Frage. Nur wir wissen bedauerlicherweise gar nicht, was bei dem Kleingartenverein Ilsetal, was da im Boden liegt. Das ist doch gar nicht so richtig systematisch untersucht worden. Das ist so nahe bei. Es ist durchaus die Vermutung naheliegend, dass wir da das gleiche Problem haben. Und dann sage ich, na welche Fläche wir nun versiegeln, also mit dieser Feuerwehr- und Rettungswache, das ist dann nicht mehr so entscheidend. Aber es bleibt der Zielkonflikt. Wollen wir eine private Gewinnmaximierung unterstützen, um damit eine Versiegelung zu verhindern? Ich habe da ein großes Fragezeichen.
Dann mache ich nochmal eine Kostentransparenz hier ganz kurz. Wir reden im Moment jedes Jahr, dass wir zögern, also jedenfalls mit diesem, ich denke, der Gemeinschaft zugutekommenden Bau, mit dieser Idee, dort diese Rettungsleitwache zu errichten, reden wir in jedem Jahr von 5 bis 15 Prozent Kostensteigerung. Ich habe mich mit dem Investor wirklich bemüht und wir waren handschlagartig, wir waren zusammen. Und dann kam ein Nachschlag. Und der Nachschlag war zu viel, lese es bitte nach. Das ist aus meiner Sicht fast ein Haushaltsverbrechen, das zu machen.
Herr Zander, Sie haben mich direkt gefragt. Es wäre schön, wenn Sie respektvoll auch dann zuhören würden, wenn ich Ihnen antworte.
Wenn Sie den Brand- und Katastrophenschutzbedarfsplan gelesen hätten, haben Sie offenkundig nicht getan, obwohl Sie ihm zugestimmt haben. Wüssten Sie, dass Hilfsfristen sich natürlich der Entwicklung der Stadt anpassen und entsprechend entwickelt werden müssen? Das bedeutet, der Brand- und Katastrophenschutzbedarfsplan blickt in die Zukunft. Was müssen wir investieren? Wo müssen wir investieren, um die Hilfsfristen, die wir jetzt natürlich erfüllen, auch in Zukunft zu erfüllen und in Zukunft zu verbessern? Und da hat uns der Gutachter ganz eindeutig diese zwei weiteren Wachen ins Stammbuch geschrieben.
Ich gebe auch zu bedenken, dass sich in diesem Bereich, den diese Wache Südwest abdeckt, Eulenberg befindet. Irgendetwas wird dort gebaut werden in naher Zukunft. Egal durch wen, egal was. Das wird sich entwickeln, dieses Gebiet. Das müssen wir abdecken. Das wird, das Umland wird das nicht können. Wer hier im Bereich Magdeburg einen leistungsfähigen Brand- und Katastrophenschutz hat, ist Magdeburg. Wir müssen das abdecken. Perspektivisch wird sich eher noch die Frage stellen, wie weit wir ins Umland noch mit abstrahlen.
Das ist eine Investition, die dringendst notwendig ist und die wir jetzt nicht erfüllen, der Kollege hat es eben gesagt, die aus Kostengründen auf der Kippe steht und wir uns dann in die Augen schauen werden müssen, wenn am Ende irgendwelche Strukturen woanders stehen, wo wir sie eigentlich nicht haben wollen. Danke.
Also zunächst einmal muss ich sagen, ich habe mir ja schon viel jetzt anhören müssen heute, auch zu diesem Thema. Viele Menschen haben gesprochen, das ist nicht immer leicht, das alles dann sich zu vergegenwärtigen. Insbesondere fand ich am besten, muss das leider sagen, mein Freund Matthias Boxhorn, der hinten aufrief, wir wollen jetzt mal nicht so viel darüber reden, eine Diskussion schnell fertig werden, während gefühlt fünf Leute von der CDU-Fraktion sich zu dem Thema gemeldet haben und jetzt auch schon wieder einige draufstehen. Also da muss man sich natürlich wundern, warum trauen Sie Ihrem eigenen Beigeordneten nicht zu, dass es alleine schafft, oder was ist der Grund? Aber gut, Spaß beiseite.
Nochmal in der Chronologie. Ich muss nochmal anfangen bei der AG Kleingartenwesen. Ich weiß, Jörg, das Leben ist hart, aber es gibt eine klare Beschlusslage hier im Stadtrat. Und genau zu diesem Thema, zumindest zur alten Drucksache schon, die wir ja glaube ich im August oder September hier aufgehoben haben, also das andere Grundstück da quasi zu kaufen, von dem wir heute schon was gehört haben, da habe ich schon darauf hingewiesen, kann man sich anschauen im Stadtrat TV, dass das doch nun die Gelegenheit wäre, mal diese AG Kleingartenwesen einzuberufen, weil wir haben damals beschlossen, dass die bei allen relevanten Dingen, die das Kleingartenwesen angehen, einzuberufen ist. Das ist ja nun hier das. Also da sind wir uns glaube ich einig, das war ein relevanter Fall. Diese Einladung hat bestimmt nur mich bis heute nicht erreicht. Und wie gesagt, das habe ich damals schon eingefordert. Warum ist das so?
Ja, ich weiß, einige, nicht alle Fraktionen, einige hatten dann ja eine Einladung vom Verband der Gartenfreunde, die ja auch sehr hochkarätig besetzt war. Sogar Frau Oberbürgermeisterin war dort anwesend und Menschen auch aus dem Fachbereich, ich glaube Frau Scheerenberg von Herrn Rehbaum. Und irgendwie hat man, so habe ich verstanden, hat man versucht, seitens der Verwaltung, einige Stadträte waren glaube ich auch dafür, sich nun gegenseitig zuzurufen lassen. Und diese Sitzung dort irgendetwas wäre wie die AG Kleingartenwesen, was formal natürlich nicht stimmt. Aber okay, ich will ja mal nicht spitzfindig sein, weil so fängt das mal an.
Und in dieser Sitzung, da hat die Verwaltung, Jörg, du warst ja nicht dabei, aber wie gesagt, warst ja vertreten, Frau Oberbürgermeisterin, Boris, Sie haben eigentlich versprochen, wir wollen gemeinsam, so wie Sie es ja immer machen, auch bei der Strategie, wir wollen gemeinsam dieses Problem lösen. Und warum muss ich dann erfahren, Herr Zander hat es vorhin schon gesagt, hinterher, dass Sie alleine diese Gartenanlage Ilsetal in Augenschein nehmen. Offenbar, so jedenfalls die Aussage einiger der PächterInnen dort, fühlte man sich auch überrannt. Warum werde ich als Wahlbereichsstaatsrat zum Beispiel dann nicht damit eingeladen? Oder werde gefragt, Stadtrat Müller, wollen Sie das mal anschauen? Also so stelle ich mir doch gelingende gemeinsame kommunalpolitische Arbeit vor.
Nee, Sie stellen sich ja hin, insbesondere auch gerade Herr Krog, sagt, also wenn er das nicht beschließt, dann haben wir Probleme mit den Hilfsfristen, wird völlig ausgeblendet, die prekäre Verkehrssituation, dass kaum noch der Ringbrücke richtig funktioniert, dass so ein Bedarfsplan ja auch fortgeschrieben wird. So eine Frage kam ja vorhin schon mal, das ist ja nicht der Erste. Also wenn es darum geht, dass Sie Ihre Ziele durchsetzen wollen, dann sind Sie rigoros. Bloß die Mittel und Methoden, mit denen Sie sie erreichen wollen, da ist das dann nicht mehr so wichtig. Also ich bin empört, dass ich bei dieser Begehung sozusagen nicht dabei sein durfte. Ich habe schon gehört, die Fachleute, hat Herr Krolle gesagt, machen das alleine, obwohl ja der Oberfachmann gar nicht dabei war, wie ich dann hinterherkam. Also das sind schon komische Sachen. So klappt das nicht mit uns. Da müssen Sie sich wirklich an Sie arbeiten und nicht erst bis 2040, sondern schon mal heute und hier. Das war Punkt eins.
Dann haben Sie gesagt, Herr Krog, linksrum ist ja nur Gewerbe, das stört das nicht. Also ich kenne da eine Kita Kleiner Rabe, ich kenne da die BBS Hermann Beims ist es, glaube ich. Gut, dazwischen ist der Sportplatz, aber ich habe gehört, das Sirenen kann man auch schon mal ein bisschen weiterhören. Also Herr Stern, übrigens auch CDU, ich nehme an, der ist es noch, hat hier in meinem Stadtrat gesagt, Ortskenntnis ist die erste Pflicht des Beamten. Und dann gehört es ja weiter dazu, nee, oder Schule ist Gewerbe? Habe ich was verpasst? Also da ist eine Kita und eine Schule in der Bodestraße. Das ist Luftlinie nicht weit entfernt und grenzt beinahe unmittelbar hinten an der Klinke auch an dieser Gartenanlage an.
Ich hatte erwähnt und bedauert, dass wir leider nicht eingeladen worden. Aber mein Gott, man muss ja nicht nur heulen. Man muss dann Schicksal selbst in die Hand nehmen. Und unsere Fraktion hat sich dann einfach einen eigenen Termin gemacht und hat einen Ausflug ins Ilsetal unternommen. Und ich kann Ihnen sagen, Frau Gleitzmann, Sie sind so freundlich und werfen genau jetzt die Bilder an die Wand, die ich ja vermisst habe bei dem umfangreichen Eintrag von Herrn Krog. Hat uns viel erzählt. Er hat uns eine alte PowerPoint gezeigt vom letzten Jahr bei der GWA. Aber mal ein paar Bilder, wie es da jetzt aussieht. Nee, die wurden nicht mit uns geteilt. Warum nur, frage ich mich und wünsche mir eine Antwort. Wir haben uns die Mühe gemacht, ein paar Bilder eingefangen, weil nicht alle im Ilsetal unterwegs sein konnten.
Ich habe noch im Ohr, man kann das auch nachlesen im Protokoll der KAB-Sitzung vom letzten Juli. Da sagt Herr Krog, nee, da ist also großer Leerstand, steht da drin. Also wir konnten uns ein Bild machen, das sieht ein bisschen anders aus. Nun vergessen Sie nicht, der Frühling fängt ja gerade erst jetzt an. Das ist jetzt auch schon wieder zwei Wochen her. Es blüht noch nicht alles. Gehen Sie ruhig weiter, Frau Gleitzmann. Ich würde auch nicht behaupten, dass es keine schöneren Kleingartenanlagen gegeben haben. Auch das gehört zur Wahrheit mit dazu. Aber dass dort niemand ist oder sehr wenige, das stimmt nicht.
Dann, was ich anmerken muss, das frage ich nur in den Raum. Also es geht nicht immer gegen die Verwaltung, um Gottes Willen. Ich bin schon in unserem Modus, Entschuldigung. Das ist, wenn man hier lange warten muss und stundenlang nur zuhört. Weißt du, bin ich ein bisschen irritiert. Ja, ja, ja. Sind hier plötzlich die Redezeiten abgelaufen? Kenne ich ja gar nicht sowas. Bei den Gartenfreunden, bei dieser Versammlung, ist mir aufgefallen, ich weiß nicht, ich bin ja auch in verschiedenen anderen Vereinen, dass ich stellenweise den Eindruck gewinnen musste, dass der Dachverband so gar nicht unbedingt alle die Interessen seiner Kleingartenverbände vertritt. Weiß ich nicht, kann das sein? Also ich fand das jedenfalls komisch, wie dort übereinander geredet worden ist. Und das wurde jetzt fortgesetzt. Sonst hätte ich das nicht angesprochen. Jetzt haben Sie ja selber erzählt, was sollen Sie auch machen, wenn die Zuständigkeiten so sind, dass Sie als Verwaltung ja zunächst erstmal nicht im Elsetal waren, sondern bei diesem Dachverband irgendwie. Kann ich nachvollziehen, stelle ich mir aber schwierig vor, wenn ich eh schon merke, dass die auch nicht miteinander so richtig was zu tun haben wollen.
Herr Stadtrat Müller, apropos abgelaufene Redezeit. Ja, das haben Sie schon überschritten. Dank der Großzügigkeit. Ich bin fertig, danke.
Wir sind auf jeden Fall für eine Feuerwache. Es ist wichtig für Magdeburg. Aber wo kommt die hin?
Und zwar gibt es ja diesen Änderungsantrag, der interfraktionelle, finden wir toll. Zumal wir noch mal darum bitten wollen, andere Grundstücke zu kontrollieren, also gucken, was man da machen kann. Wir haben Informationen erhalten von besorgten Bürgern, die gesagt haben, Mensch, fahr doch mal eine Auffahrt weiter, Tangente Richtung Süden. Da kommt ihr am Kirchweg runter, da ist dann praktisch Kirchweg Ecke Hermann-Hesse-Straße, ein riesen Garagenhof, der auch teilweise in städtischem Eigentum ist.
Und dass man da vielleicht mal drauf gehen sollte, alte Garagen, 30, 40 Jahre alt, die praktisch auch den Boden versiegeln. Und da hätte es auch Sinn, zumal man von da aus noch besser in die Umkreise kommt, durch den Kirchweg, eine bessere Straße, man hat auch besseren Zugang zur Reform, kann rüber bis nach Salbke fahren, eigentlich besser und idealer für den Standort dieser Feuerwache.
Wir bitten also im Zuge des Änderungsantrags, sich da nochmal in Verbindung zu setzen und zu gucken, was zu machen ist.
Natürlich ist auch uns, wie mein Fraktionskollege Kumpf das auch schon sagte, eindeutig klar, dass es diese Rettungssache geben muss. Das ist ja jetzt hier nicht die Frage. Für uns ist die Frage, und die wurde tatsächlich auch bis jetzt noch nicht beantwortet, daher stelle ich sie jetzt nochmal ganz explizit, warum wurde oder wie können sie sich erklären, dass wir die Information haben, dass die Kleingärtner keinerlei, und damit meine ich jetzt tatsächlich diejenigen vor Ort, die dort tätig sind, in der konkreten Parzelle, noch kein Angebot bekommen haben. Das ist jetzt eigentlich unsere Frage.
Ich habe ja vernommen, dass Sie mit dem Stadtgartenverband gesprochen haben und mir ist durchaus klar, dass es da größere atmosphärische Verstimmungen gibt zwischen dem Stadtgartenverband und der Kleingartenanlage als solchem. Ich habe aber auch erfahren, dass der Stadtgartenverband jetzt eine Belegungsliste haben soll, aus der hervorgehen soll, dass es eine einzige Parzelle gibt, die nicht offiziell belegt ist und dann vielleicht noch so drei oder vier, die vielleicht offiziell belegt sind, wo sich aber nicht so ganz konkret drum gekümmert wird.
Stelle ich mal die Frage in den Raum, ob Sie A, davon Kenntnis haben und B, nochmal die Frage, warum haben die konkreten Kleingärtner vor Ort bis heute anscheinend oder bis Stand von vor drei, vier Tagen keinerlei Angebot, keinerlei Gesprächsangebot erhalten, obwohl das im Grunde Voraussetzung dafür war, dass wir das hier nochmal behandeln. Das war der explizite Wunsch das letzte Mal, darum hatten wir es nochmal um einen Monat verschoben und irgendwie scheint da nichts passiert zu sein.
Ja, ich habe mir jetzt während der Diskussion sehr viel aufgeschrieben, euch nehmen jetzt nur noch das Wichtigste. Herr Müller, wie sehr ich ihn mag und seine Rhetorik und wie man da auch mal sehr gut lachen kann, aber ein bisschen Realität müssen wir hier von der Stadtrat einbringen. Das waren jetzt wirklich Hochglanzfotos, es gab natürlich auch Gartenanlagen, die jetzt nicht mehr so schön waren und da Müll lag und so weiter, das gehört natürlich zur Wahrheit dazu. Aber darum geht es nicht, es geht mir, wie das Ganze hier vonstatten gegangen ist.
Da würde ich gleich nachsetzen, was Herr Mertens gerade gesagt hat. Die Drucksache kursiert jetzt seit Ende November und seit Ende November hat es die Verwaltung nicht hinbekommen, mal mit dem Kleingartenverein, den es übrigens seit über 100 Jahren gibt, mal ein Gespräch zu führen, also zumindest ein Verhandlungsgespräch. Da verhandelt man lieber mit einer Ebene höher. Also es ist ja wie, ich rede mit der Bundesregierung, weil ich ein Grundstück, was die Landeshauptstadt Magdeburg gehört, gerne kaufen möchte. Also da muss man schon in der Ebene diskutieren und verhandeln, die es auch betrifft und nicht mit einem Verein eins oben drüber.
Dann wird wieder die Drohkulisse aufgebaut, ja, Baupreissteigerung 15 Prozent, wir müssen jetzt unbedingt Druck aufbauen, damit wir überhaupt noch eine Finanzierung so halten können, wie es ursprünglich mal geplant war. Das ist wie immer, die Verwaltung tut nichts, kommt nicht aus dem Arsch, tut mir leid für die Wortwahl. Und im Nachhinein wird wieder, ich möchte gerne auch einen Namen, richtig, und im Endeffekt schiebt man uns den schwarzen Peter zu, Mensch, warum diskutiert ihr jetzt hier, stimmt doch einfach ab, wir haben uns die Problematiken, um das jetzt so umzusetzen.
Ja, wie mein Kollege Mertens schon sagt, Leuchtturmprojekt, wir wollen uns da nicht dagegenstellen, aber wie das hier abgelaufen ist, das müssen wir stark kritisieren. Und wir wissen auch zu schätzen, dass hier Änderungsanträge gestellt worden sind, aber das ist doch alles warme Luft. Wenn wir da jetzt so zustimmen, wissen wir doch ganz genau, da wird die Verwaltung sagen, wie Herr Kräusler eben auch schon gesagt hat, wir haben geprüft und wir werden auch nochmal prüfen, aber wir wissen jetzt schon, es gibt kein besseres Grundstück. Und dann hat die Verwaltung auch gar keinen Druck mehr, ein anständiges Angebot an die Kleingärten zu machen, wie schon erwähnt, jemand, der seit 46 Jahren seinen Garten hat, der Verein, der es seit über 100 Jahren gibt, da ein vernünftiges Angebot zu machen.
Deswegen muss jetzt der Druck aufgebaut werden und nicht, wir stimmen das jetzt einfach ab und im Nachhinein werden andere hinten runtergefallen lassen. Und letzter Punkt, das Grundstück gegenüber ist deutlich sinnvoller, sicherlich teurer, aber es ist deutlich sinnvoller. Und auch in der GWA-Sitzung in Lemsdorf habe ich mitgenommen, dass der Stadtteil Lemsdorf ja sehr verdichtet ist und die ja gar nichts haben so richtig, wo man da mal eine Veranstaltung durchführen kann und ähnliches. Also selbst, wenn die Gartenanlage irgendwann mal nicht mehr benutzt wird oder dementsprechend kann man die vielleicht auch reduzieren und das eher für den Stadtteil Lemsdorf zur Verfügung stellen.
Aber die Rettungswache da jetzt mit aller Gewalt hinzusetzen, obwohl man vielleicht noch andere Optionen hat oder zumindest nicht ein anständiges Verhandlungsangebot an die Kleingärten gemacht hat, geht mit uns so nicht. Die Änderungsanträge, da gehen wir auch nicht mit, weil wir bauen da keinen Druck mehr auf. Erst muss hier Verwaltung liefern und dann kann man da gerne drüber abstimmen. Vielen Dank.
Ja, vielleicht erst mal zum Verfahren. In der Tat bin ich da auch ein bisschen verwundert. Wie gesagt, ich war vor Ort und habe mit den Pächtern gesprochen und mit dem Vorstand vom Kleingartenverein vor Ort. Und das kann ich jetzt nur wiedergeben. Ich weiß nicht, inwiefern das stimmt. Vielleicht kann die Verwaltung darauf reagieren. Gab es da tatsächlich einen Besuch durch Herrn Krug und noch eine Person gegen 14 Uhr? Und zum Glück, nicht heute, sondern wann anders, das ist noch wichtig für die Geschichte. Denn durch Zufall haben sie dann dort die Pächter oder den Vorstand angetroffen. Die wussten aber noch gar nichts von ihrem Glück. Die waren einfach so, ja, okay, dann sind wir jetzt hier zum Gespräch zufällig. Und dann, als sie wieder nach Hause gefahren sind und geguckt haben in die E-Mails, haben sie dann gesehen, dass um 14.36 Uhr oder so eine E-Mail reinkam, wir kommen, sie immer besuchen für ein Gespräch. Das heißt also so Vorankündigung oder irgendwie eine Vorbereitung hat, so wie ich es jetzt gehört habe, nicht in dem Maße stattgefunden. Das wollte ich nur an dem Punkt nochmal kritisieren. Das ist auch tatsächlich nicht, wenn es wirklich so war, ein gutes Verfahren, wie man mit Menschen in den Austausch tritt und Gespräche führt.
In den Ausschüssen, also auch im SCBV, haben wir ausführlich darüber gesprochen. Und auch hier ist immer wieder gefallen, dass es jetzt ein Drittel belegt, zwei Drittel. Das ist ja alles so ein bisschen, wie viel ist bewirtschaftet, sehr unklar. Vielleicht können Sie nochmal ein Video anwerfen, bitte ohne Ton am besten. Wir haben ja Bilder schon gesehen von der Müller. Jetzt sehen wir das nochmal in bewegten Bildern. Dann sehen Sie, dass es nicht KI ist. Sie sehen sozusagen, dass da eine Bewirtschaftung stattfindet. Ich konnte jetzt nicht alle 53 Parzellen die ganze Zeit filmen, aber ich habe mal zwei Videos mitgebracht. Sie gucken sich das an. Da sehen Sie, dass da doch einiges passiert, eine kleingärtnerische Nutzung stattfindet. Sowohl Beete wie auch Obstbäume dort gepflanzt sind. Was mir persönlich aufgefallen ist, also deswegen würde ich dem widersprechen, ich hatte wirklich den Eindruck, dass ein Großteil der Gärten sozusagen da drin, der 53 Parzellen auch genutzt werden. Und mir ist sehr positiv aufgefallen, dass wirklich ein Großteil der Parzellen auch scheinbar von Familien genutzt wird, weil man sehr viel Spielzeug und Geräte für Kinder gesehen hat. Das will ich nochmal hervorheben.
Also ich halte es wirklich für einen eklatanten Fehler, da jetzt nicht nochmal auf die Suche zu gehen. Und ich will das nochmal betonen, weil es eben so gesagt wurde, ja die Verwaltung, wenn wir den Änderungsantrag beschließen, heißt ja nur die Verwaltung wird es uns nochmal vorlegen. Ja, ja, wir haben das und das geprüft, ist nicht. Ich will das nochmal so richtig verstanden haben. Der Änderungsantrag bedeutet, dass man erstens nochmal in die Suche geht, das alles scannt und vor allem auch Gespräche und Verhandlungen durchführt. Also ich erwarte von der Verwaltung, wenn dieser Änderungsantrag heute durchkommt, dass nochmal Verhandlungen geführt wird. Also wirklich nochmal gesagt wird, so wir haben jetzt hier vom Stadtrat einen Beschluss bekommen, diesen Änderungsantrag und den Antrag wurde, ich nehme es jetzt vorweg vielleicht, beschlossen. Wollen Sie nicht nochmal über Ihre Angebote vielleicht nachdenken und vielleicht doch nochmal ein besseres Angebot abgeben, andere, die vielleicht schon beteiligt wurden oder auch andere Grundstücke, um da, sag ich mal, auch ein bisschen in den Wettbewerb zu kommen. Denn ich bin mir sicher, das wird einen Einfluss haben auf das Angebot und so kommen wir wirklich in eine Verhandlungslage. Und das will ich nochmal unterstreichen. Das ist mir wirklich ganz wichtig, dass ergebnisoffen geprüft wird und wirklich nachverhandelt wird, wenn dieser Änderungsantrag heute beschlossen wird.
Es wäre absolut die falsche Entscheidung, wie gesagt, die Kleingartenanlage platt zu machen, um dort etwas zu versiegeln. Keine Angst, wie gesagt, ich bin nach wie vor dafür, eine Rettungswache soll kommen, die Leitstelle auch. Nur eben in meinen Augen nicht unbedingt an dieser Stelle. Bitte, bitte prüfen Sie und gehen nochmal in Verhandlungen. Vielen Dank. Ich bitte um Zustimmung zum Änderungsantrag.
Ich habe mich gemeldet, als Herr Zander gesagt hat, wenn wir das heute beschließen, wird das auf jeden Fall gebaut. Das ist auch das, was uns die Vertreter der Kleingartensparte im Gespräch als Befürchtung gesagt haben. Nein, das ist nicht so. Das ist der Einstieg ins Verfahren. Was richtig ist, wenn es keine andere Fläche gibt, ist das heute auch den Einstieg, wenn das Verfahren irgendwann fertig ist, das dann gebaut wird. Das ist so. Wer was anderes sagt, der lügt den Leuten an. Das wollen wir nicht machen.
Aber die Erwartungshaltung an die Verwaltung ist, mit dem Änderungsantrag tatsächlich nicht nur zu sagen, wir haben da Flächen geprüft und die sind da. Ich möchte auch gerne wissen, warum die rausgefallen sind. Das sind sicherlich nicht öffentliche Informationen, kann man nicht öffentlich dann labeln, das ist überhaupt keine Frage. Und, das steht im Antrag nicht drin, aber ich sage jetzt mal für mich, ich hoffe meine Fraktion folgt mir, ich werde auch keine Abwägung zustimmen, wenn das nicht drin ist. Ich möchte auch gerne Wirtschaftlichkeitsberechnungen haben, wo drin steht, Preis des Grundstücks jetzt plus Maßnahmen, die man vielleicht machen muss, um die Kleingärtnerinnen und Kleingärtner zu entschädigen und dann tatsächlich die Lauben wegzunehmen, weil das oben drauf kommt. Ich habe keine Lust, dann in zwei Jahren eine Drucksache zu kriegen, wo es dann noch teurer ist, als wenn wir die andere Fläche kaufen. Diese Kosten hätte ich gerne gegenübergestellt.
Ja, Baugrund 1, also die Fläche schräg gegenüber, wäre besser. Aber, Herr Stadtrat Müller, da ist auch eine Kita, die vielleicht sogar ein Tuck näher dran ist. Das ist jetzt quasi nicht unbedingt das Kriterium. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass das auch da ein Thema ist. Ich bleibe dabei, wir starten heute das Verfahren. Im besten Fall können wir es wieder aufheben, weil wir eine andere Fläche finden. Niemand hier, jedenfalls in meiner Fraktion, ich glaube aber sonst niemand im Rat, will diese Kleingartenanlage weghaben, um sie wegzuhaben. Das ist ja völlig absurd. Nein, wir brauchen eine Feuerwache und wir haben da ein städtisches Grundstück und das könnten wir nutzen, wenn wir nichts anderes finden.
Letzte Anmerkung zum Stadtrat Moll. Man kann natürlich jetzt sagen, damit die Kleingärten stehen bleiben, lass uns die Garagen wegreißen. Das ist aber ehrlich gesagt nicht so richtig fair, weil da hängen Leute mit ähnlichen Laufzeiten wie die Kleingärten und Kleingärtner an ihren Garagen da in Reform dran. Der Aufstand dürfte mindestens genauso groß sein, das hilft also überhaupt keinem was. Und da bitte ich die Verwaltung inständig, prüfen Sie die Fläche nicht. Danke.
Meine persönliche Einschätzung ist, dass die Chemiehandelsfläche, die gegenüber ist, glaube ich, städtebaulich tatsächlich die günstigere ist, feuerwehrtechnisch meine ich auch, und wenn wir die Altlasten nochmal bei der Gelegenheit dann eben auch beseitigt haben.
Das hat nicht funktioniert, der Beigeordnete hat ja so ein bisschen geschildert, wieso das nicht funktioniert hat, er wollte dann diesen Nachschlag haben. Ich würde mir jetzt erhoffen, dass man mit diesem neuen Ergebnis, wenn wir das jetzt heute so beschließen, dann hat der Stadtrat den Weg freigemacht für eine andere Fläche.
Das muss der Eigentümer, wer immer das ist, bei der Chemiehandelsfläche wissen, also die Stadt nimmt dann deine Fläche nicht. Ob du je diese Altlastenfläche für irgendwas Sinnvolles loswirst, musst du dann sehen. Insofern ist ja möglicherweise da ein neuer Verhandlungsmodus, wenn die Stadt jetzt diesen Weg geht und vielleicht kommt da von dem Nachschlag weg, sodass wir dann tatsächlich eine Situation haben, wo wir dann den Weg gehen können, den Falko Grube gerade beschrieben hat. Ich bin drüber.
Ja, als erstes muss ich mal sagen, das stimmt, was hier gesagt wurde, wir wollen doch hier als Stadträte oder als eine Fraktion oder alle Fraktionen nicht die Garagenbesitzer gegen die Kleingärten aufspielen oder aufhetzen. Das hat man in Nordwest schon mal, das funktioniert nicht, muss ich das so sagen.
Und ja, jetzt komme ich nochmal darauf zurück, auf der GWA-Sitzung hat ja die junge Dame vorgeschlagen, auf das Grundstück bei der neu erbauten ASB-Rettungsstelle, dahinter wäre ein Grundstück frei an dem Tag, das hat sie so gesagt, sie konnte nur nicht sagen, ob diese Fläche groß genug ist. Das ist so, aber ja, wir wissen das ja nicht, wir kriegen ja diese Informationen leider nicht, aber sie hat mehrere Flächen an dem Tag genannt. Das muss man so sagen.
Dann muss ich ganz einfach sagen, ich habe das hier nochmal von irgendjemandem gehört mit dem Platz in Lemsdorf, da erinnere ich mich ganz gut dran, das habe ich auch auf der GWA gesagt, wir haben den Ubi gebaut. Der Ubi wurde extra so gebaut, es durften keine Bäume gepflanzt werden, weil die GWA Lemsdorf auf diesem Parkplatz ihre Feste machen wollte. Das ist Beschlusslage, können Sie gerne nachgucken. Das ist so, weil das war auch Thema nochmal mit dem Grundstück zu suchen für Lemsdorf, aber das haben wir damals beschlossen. War ich selber noch im Bauausschuss drin.
Und dann ist immer noch nicht geklärt, wenn wir doch die Kleingartenanlage nehmen wollen, wo wir dagegen stimmen, was wir nicht möchten mit dem Hochwasserschutz. Auch davon habe ich heute noch nichts gehört. Und ja, wir werden diesen Änderungsantrag, den es jetzt auf diesem Punkt gibt, zustimmen, obwohl wir da große Bauchschmerzen haben. Da muss ich Herrn Dr. Grube widersprechen, ich habe das gelernt in meinen Jahren, die ich hier bin, wenn wir hier was beschlossen haben, wurde das durchgezogen. Da gab es nie eine Abwägung, dass es dann nicht gekommen ist, weil uns dann gesagt wurde von der Verwaltung, wir haben jetzt so viel Geld investiert, wir können nicht mehr anders. Und das ist Tatsache. Das kann man auch nachlesen, nachgucken oder sonst irgendwas.
Wir haben natürlich, wie gesagt, da große Bauchschmerzen mit dem Änderungsantrag. Wir möchten das nicht. Wir möchten eine andere Fläche. Und da hat Frau Linke das ja gut betont vorhin in der ersten Runde vor der Pause. Man könnte ja mit Herrn S. ins Gespräch kommen und dass die Länder tauschen. Das ist so. Ich weiß aus einem Gespräch, er ist auch bereit, über den Preis zu verhandeln. Also man muss sich nur kümmern. Vielen Dank.
Ich möchte Herrn Stadtrat Zander gern auf die Fragestellung Frau Frost und das Angebot der Fläche beim ASB draußen in Lemsdorf antworten. Ich habe in der Sitzung, als wir darüber diskutiert haben, Sie direkt gefragt, ob diese Fläche überhaupt nutzbar wäre. Und sie hat mir geantwortet, die reicht nicht aus, so wie auch andere Angebote, die unterwegs gemacht worden sind, von der Fläche nicht reichen.
Wir brauchen 30.000 Quadratmeter. Und das musst du erst mal finden. Das gibt die Fläche dort nicht her. Das habe ich sofort geklärt. Also insofern vielleicht ins Spiel gebracht mag sein, aber sie ist nicht geeignet.
Und das ist das, was Herr Rehbaum vorhin gesagt hat. Mehrere Flächen in Augenschein genommen worden, die entweder zu weit weg gewesen sind, von der Größe her nicht reichen. Und das müssen wir dokumentieren, dass wir das getan haben.
Erstmal nochmal ganz klar an der Stelle, wir brauchen eine neue Rettungswache bzw. eine neue Feuerwache und wir brauchen auch eine neue Leitstelle. Das ist die Priorität in der Stadt und das ist für uns glaube ich das Wichtigste an diesen ganzen Diskussionen und an dieser Beschlusslage, die wir herstellen müssen. Weil das hat übergeordnete Priorität für die gesamte Stadt.
Trotzdem hat die Stadtverwaltung bezüglich dieser Drucksachen nicht ihre Hausaufgaben gemacht. Zumindest nicht, soweit ich es jetzt irgendwie mitbekommen habe oder hätte lesen können. Weil bei der letzten Diskussion, als es auch schon darum ging, haben wir ja deutlich gefragt, und da komme ich so ein bisschen auf das zurück, was Falco Grube eben schon gesagt hatte, dass wir gefragt haben, welche Kosten werden denn zum Beispiel auf dieser Fläche anfallen, die wir jetzt priorisieren oder wo es jetzt den Bebauungsplan und die Änderung des Flächennutzungsplans geben soll.
Und da geht es natürlich nicht nur um die Entschädigung der Gärtnerinnen und Gärtner und eventuell vielleicht dem Aufbau von neuen Gärten für diese Gärtnerinnen und Gärtner, sondern da geht es zum Beispiel auch auf die Frage, wie sieht denn der Baugrund dort aus? Wir wissen doch aus verschiedenen anderen Baugebieten, wie teuer es ist, in Größenordnungen aufzuschütten. Und in dem Bereich, wir sind in der Klinke-Niederung, müssen wir massiv aufschütten. Also das Grundstück liegt zu tief, das muss letztendlich ein Stückchen höher kommen und das ist nicht billig. Es geht um über drei Hektar und das ist eine Größenordnung, die richtig ins Geld geht.
Und da sind wir wieder bei dem Thema, ich fordere, das was Frau Winkel schon gesagt hat, Dr. Grube gesagt hat, dass tatsächlich ernsthafte Verhandlungen geführt werden und genau diese Berechnungen auch nochmal angestellt werden. Was ist denn jetzt eigentlich günstiger und besser? Und von daher hätte ich natürlich diese Information auch jetzt schon gerne gehabt, um abwägen zu können. Aber wenn ich die natürlich im halben Jahr wieder nicht habe, dann grummel es natürlich und dann kann es auch sein, dass ich unter Umständen einer Entscheidung nicht zustimmen werde, wenn wir da an der Stelle keine vernünftigen Auskünfte aus der Stadtverwaltung sehen. Und das fordere ich also ein, dass wir bessere Informationen bekommen und einen besseren Abwägungsprozess als Stadträte und Stadträte hinbekommen können.
Ich hatte gehofft, den Abschluss zu machen. Ist nicht ganz so. Die größte Chance, die wirklich größte Chance, die Gartenspalte zu erhalten, ist die, dem Änderungsantrag und dem Hauptantrag zuzustimmen.
Und Olaf Meister hat mir eben aus dem Herzen gesprochen, genau das ist meine Strategie und ich bin gerne bereit, Ihnen dabei zu helfen, auch in Vorbereitung der Gespräche, weil jeder Verkäufer weiß, es ist Schluss. Entweder ich nehme diesen Preis an oder ich finde vielleicht die nächsten 10, 20 Jahre keinen mehr.
Deswegen möchte ich Sie bitten, unterstützen Sie den Änderungsantrag mit dem Hauptantrag und dann gehen wir nochmal in Gespräche und in Verhandlungen und das braucht gar nicht lange dauern. Eine Woche Zeit geben, ja oder nein und dann wissen wir, wie es läuft. Ein klares Kostenangebot, ein klares Preisangebot und hart in die Verhandlung gehen. Das ist der einzige Weg, um dort eine Chance zu erhalten. Danke.
Herr Zander, die Fläche bei der ASB war in der GWA-Sitzung definitiv nicht im Gespräch. Das gab es nicht. Ich höre da auch das erste Mal jetzt von. Es ist vielleicht in einem anderen Zusammenhängen, aber nicht bei der GWA-Sitzung.
Das weiß ich nicht. Ich will nochmal zur Genese, weil hier ständig immer das vermischt wird, dass die Klinke in dem Bereich über die Ufer treten könnte. Wir haben eine Sache mal gemacht. Wir hatten mal einen Antrag hier im Stadtrat bezüglich Ausbau Feuerwache Nord. Da hatten wir in der ersten Genese drin, dass dort die integrierte Leitstelle kommt, eine Lehrrettungswache und so weiter.
Dann hatten wir das furchtbare Hochwasser 2013 und danach wurde ein neues Gutachten erstellt, was eindeutig belegt, dass in dem Bereich der Peter-Paul-Straße keine integrierte Leitstelle gebaut werden kann, weil das Hochwassergebiet ist. Deswegen haben wir uns ja auf den Südwesten orientiert und haben gesagt, wir brauchen dort, wo Hochwasser geschützt ist, eine integrierte Leitstelle und wie gesagt, diese Rettungswache.
Deswegen bitte ich jetzt nochmals. Wir haben da kein Problem mit Hochwassern. Deswegen wurde das ja alles geprüft und deswegen wurde auch gesagt, wir müssen von der Peter-Paul-Straße wegkommen, wir müssen woanders was suchen. Das haben wir jetzt gemacht und deswegen bitte ich um die Zustimmung der Drucksache. Vielen Dank.
Ich stelle hiermit den Geschäftsordnungsantrag, das nochmal zurückzuüberweisen bzw. zurückzustellen, so lange, bis die Hochwasserschutzsituation geklärt ist, nochmal Verhandlungen eingetreten sind mit dem anderen Grundstück, vielleicht geht da ja noch was. Denn die Bodenuntersuchung, weil hier wird gesagt, dass eine 100-jährige bestehende Gartenanlage verseucht sein soll, das kann man hier so nicht im Raum stehen lassen, weil die Menschen essen da ihre Tomaten, ihre Gurken und so weiter.
Und dann wird hier gesagt von Herrn Krug, dass das da verseucht sein soll, ja, also Leute, wir haben weder eine Aufstellung, was das eine Feld noch das andere Feld kostet. Ja, also beantrage ich hiermit und das ist eigentlich die bessere Lösung, als jetzt den Änderungsantrag zuzustimmen, den nächsten Antrag zuzustimmen und dann die ganze Tagesordnung hier weiter so zu verfahren. Das ist nicht in Ordnung, lassen Sie uns bitte das nochmal zurückstellen, so wie auch alle Fragen auch von der SPD, von den Grünen und so weiter alle beantwortet sind.
Wir haben ja gar keine Zeit, wir können doch sowieso nicht morgen bauen, wir bauen nicht vor fünf Jahren, also können wir jetzt auch noch vier oder acht Wochen warten. Leute, macht das bitte nicht den Fehler, da oben sitzen die Leute, es gucken Menschen zu, wenn wir heute irgendwas beschließen, dann denken die, wir überrumpeln die wieder und wir haben noch die Zeit. Auch Falco hat doch das auch gesagt, wir müssen eigentlich nichts überstürzen.
Ich wusste nicht, dass der Hochwasserschutz in Frage steht.
Ja, wer hätte das gedacht, dass ich auch meinen Änderungsantrag gut finde. Das ist ein ganz guter Weg und zwar aus mehreren Gründen. Der erste ist, also ist ja nicht meine Drucksache übrigens, sondern ich rede ja jetzt nur über die Verhandlungen mit den einzelnen Kleingärtnern. Wenn wir die Reihenfolge jetzt ändern, wie Sie es haben wollen, das hier irgendwie verschieben und versanden lassen oder aufheben oder sonst irgendetwas, dann haben wir keine Rechtsgrundlage, um denen zu verhandeln. Warum sollten sie mit uns verhandeln? Was soll das?
Das ist ein ganz übliches Verfahren, dass in einem Aufstellungsbeschluss der Stadtrat, also auf unsere Initiative hin, uns beauftragt, mit den Kleingärtnern zu verhandeln. Und erst dann, das war auch von Herrn Rösler, glaube ich, erst dann können wir eine Zahl auswerfen. Also wir verhandeln nicht einfach aus Gerate wohl hin, sondern wir brauchen diese Beschlussgrundlage, um überhaupt mit denen zu reden. Und natürlich sind wir sehr, sehr freundlich, weil all das, was schon gesagt worden ist, ist sehr emotional aufgeladen und es hängt ja auch eine Biografie oder eine Familiengeschichte daran. Das soll alles berücksichtigt werden.
Bei dem Gesamtvolumen, das dürfte Ihnen allerdings auch klar sein, von roundabout 50 Millionen plus x, das müsste Herr Krug sagen, naja, also wenn ich da von Rundungsgröße spreche, dann ist es vielleicht wieder etwas despektierlich, aber so in der Richtung wird es sein. Die Kosten legen wir gerne dar, das wird kein Thema sein, aber das können wir natürlich erst, wenn wir von Ihnen zumindest mit dem Änderungsantrag die Handlungsgrundlage haben.
Ein Wort noch zu dem Grundstück Garage Kirschweg-Hesselweg. Ja, das ist geprüft worden, das sind knapp 1000 Garagen, sehr intakt, nicht alles ist im Privateigentum. Wir würden mehrere Jahre brauchen, um dieses intakte Gelände, das geht gar nicht, im Wege von Enteignung müssten wir da vorgehen. Da rede ich über nicht Jahre, da rede ich über einen sehr langen Zeitraum. Und warum eigentlich? Alles ist intakter, es funktioniert, es ist ein riesengroßes Gelände, aber es ist auch ein riesenguter Nutzung.
Bloß nochmal zur Klarstellung: Ich habe nicht davon geredet, dass es Überschwemmungsland ist oder Hochwassergebiet oder solche Sachen. Aber es ist schon sehr niedrig gelegen und es liegt etliches niedriger als die umgebenden Straßen und logischerweise tatsächlich relativ niedrig zur Klinke.
Also man muss auf jeden Fall auffüllen und das in Größenordnungen. Und das ist nicht billig. Und das ist ein wichtiger Punkt nochmal. Es geht jetzt nicht nur um die Verlegung der Gärten. Das ist auch eine wichtige Sache in solchen Fall. Aber darum auch vor allen Dingen.
Ansonsten bin ich dafür, dass wir jetzt abstimmen.
Ist doch egal, wir haben beide die gleiche Meinung. Ich muss das, was Herr Kroll gerade gesagt hat, wirklich als Unfug bezeichnen, das ist ja völliger Quark, noch nie was von gehört. Also mit dem anderen Grundschutzeigentümer gehen Sie auch nur in ein Gespräch, wenn es dann eine Grundlage eines Stadtratsbeschlusses gibt?
Aber in vielen anderen Angelegenheiten verhandelt doch die Stadt, ich will jetzt nicht noch Frau Stieger mit ins Boot holen, in Sachen Flughafen, da werden auch Gespräche geführt und verhandelt und vorverhandelt, um zu eruieren, ob das Sinn macht oder nicht. Und da wollen Sie mir jetzt erklären, dass wir jetzt erst den Beschluss fassen müssen, um eine Lösung, ein Angebot an die Kleingärtner zu machen und eine Lösung zu finden, dass das dann nicht vertragsreif ist, alles richtig, aber dass man im Vorfeld schon mal Gespräche führt, ob da überhaupt eine adäquate Lösung für alle gefunden wird, das muss doch möglich sein.
Und außerdem wurde das ja auch von Herrn Krug schon gesagt, dass es Lösungsgespräche gibt, also dann hätte ja Herr Krug Unwahrheiten erzählt oder hier verbreitet, was Sie jetzt gerade widerlegt haben. Also völliger Unfug, das so zu argumentieren, dass erst der Beschluss gefasst werden muss, bevor Verhandlungen geführt werden dürfen.
Ich möchte zu dem vorherigen Punkt eins bemängeln, und zwar hatte ich einen GO-Antrag gestellt, der nach meiner Begründung her mit neuen Sachen aufgestellt wurde, beziehungsweise Fragen, wo ich gesagt habe, deswegen muss der zurück, wurde nicht behandelt, deswegen werden wir das nochmal rechtlich prüfen lassen.
Frau Kuhle, bitte prüfen Sie das nochmal, ob das jetzt eben rechtens war. Ansonsten müssen wir es dann nochmal über das Landesverwaltungsamt klären lassen, weil Sie haben meinen Antrag, den ich gestellt habe, nicht abstimmen lassen.
Jetzt sind wir da, wo wir nicht hinwollten, B-Plan-Aufstellung, und das muss man nochmal, das sage ich auch nochmal klipp und klar, wenn dieser Beschluss heute gefasst wird, brauchen wir uns über die Kleingartenanlage leider nicht mehr unterhalten, dann wird die Kleingartenanlage bebaut. Es sei denn, es würde ein Riesenwunder passieren, dass wir die 50 oder 60 Millionen nicht auftreiben können und kriegen keine Fördergelder, aber das glaube ich ja nicht.
Hier steht eindeutig drin im Änderungsantrag, eine neue Fläche zu suchen, die Bemühungen sind ja angeblich gescheitert, man möchte nicht, man möchte dort auf die Kleingartenanlage bauen, ja, auch hier gibt es einen Änderungsantrag, und hier wiederhole ich mich auch gerne, das ist ein Scheinantrag, weil wir genau wissen, was passiert, das haben wir heute alles gehört, wie vorgegangen wird, und es wird uns irgendwann, ich glaube aber auch erst nach dem 6. September, eine Drucksache ereilen, wo es dann so um Klarheiten geht. Sehr schade.
Sehr geehrte Damen und Herren Stadträte,
ich will es auch gar nicht zu lang machen. Das Thema Bauturbo ist bundesweit sicherlich ziemlich bekannt geworden und wird als gewisses Mittel gesehen, um eine Wohnungsknappheit zu bekämpfen. Diese Wohnungsknappheit haben wir grundsätzlich gar nicht bei uns, sodass wir als Verwaltung davon ausgehen, und ich denke, das werden viele von Ihnen vielleicht auch teilen, dass wir diesen Bauturbo gar nicht in allzu vielen Fällen anwenden werden.
Wir haben uns auch in Abstimmung mit dem SCBV in zwei Runden und auch darüber hinaus, also außerhalb der regulären Sitzung, immer mal wieder dazu verständigt, wie wir die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Vertretung tatsächlich organisieren. Der erste Anstrich lautet ja tatsächlich, die Zustimmung der Gemeinde auf die Oberbürgermeisterin zu übertragen. Das wird im zweiten Punkt nochmal konkretisiert, weil zu Recht der SCBV-Ausschuss darauf hingewiesen hat, dass es Änderungen geben könnte, die über den Bauturbo genehmigt werden, die dort durchaus erstmal stadtbedeutsam sind. Und diese stadtbedeutsamen Dinge, da möchte der SCBV mitreden. Das ist nachvollziehbar, das ist verständlich.
Darum haben wir auch dazu nochmal die Anlage 2, müsste das sein, Anlage 3, Entschuldigung, nochmal geschärft und haben hier nochmal eindeutig reingeschrieben, wenn eine Vereinbarkeit mit dem, was der Stadtrat beschlossen hat, Vorstellungen von städtebaulichen Entwicklungen und Ordnungen, wenn das nicht erfüllt ist, dann sollen wir nochmal in den Stadtrat eintreten damit und das zur Beschlussfassung stellen. Das würden wir automatisch machen, weil wir das natürlich nachvollziehen können, dass der SCBV sich da auf uns verlässt und sagt, naja, kann ja nicht sein, ich gebe mal ein Beispiel, nicht mein eigenes, sondern was aus berufenen Stadtratsmunde gekommen ist, kann nicht sein, dass wir in einem Bebauungsplan sagen, es ist auf fünf Geschosse zu begrenzen, hinterstellen wir fest, dieser Bebauungsplan, da braucht man keinen zu, das machen wir über den Bauturbo und dann sind es doch wieder sieben Geschosse oder mehr. Das darf natürlich nicht passieren und das ist mit diesem Prüfschema und diesem Aufbau, so wie der Beschusstext jetzt aufgebaut ist, aus meiner Sicht geregelt und kann die Zusammenarbeit gut starten.
Herzlichen Dank.
Der Ausschuss der CDU, FDP für den Bauausschuss. Den zweiten Änderungsantrag würde ich dann Frau Linke einbringen lassen, denn da kam ursprünglich von ihr der Gedanke. Ja, wir haben uns mit dem Bauturbo in zwei Sitzungen beschäftigt. Der erste Sitzung war im Prinzip eine erste Lesung. Wir haben uns dann anschließend nochmal verständigt mit der Verwaltung. Herr Grube und ich haben noch viel Zeit reingesteckt und wir haben ja den Änderungsantrag vorliegen.
Einmal geht es im Prinzip unter Punkt 2, dass wir als Bauausschuss über bestätigte, aber auch über abgelehnte Anträge, die den Bauturbo betreffen, informiert werden möchten. Dann haben wir dann noch die Kriterienliste nochmal besprochen. Dort war so ein bisschen das Problem, gerade was die THB-Lärm anlangt, wenn es eventuell später mal zu Klagen kommt, das Haftungsrisiko der Gemeinde auszuschließen. Da haben wir im Prinzip eingefügt, dass man das eventuell im städtebaulichen Vertrag dann letztendlich auf den Bauträger überträgt.
Dann gab es auch nochmal so ein bisschen Probleme. Es stand also drin im Bauturbo, dass nur im Innenbereich gearbeitet werden oder gebaut werden soll, nicht im Außenbereich. Die Definition Außenbereich ist nicht ganz sauber gefasst. Ich habe immer so als Außenbereich gesehen, alles was Stadtrand ist, aber wir haben eben auch innerhalb der Stadt Bereiche als Außenbereich eingestuft, die aber eigentlich für die Nachverdichtung sehr gut geeignet sind. Deshalb haben wir hier auch nochmal diesen Passus eingeführt. Also in bebauten Ortsteilen sind da nicht als Außenbereiche zu werden.
Das ist dann einstimmig mit 9 zu 0 durchgegangen, wobei wir punktweise abgestimmt haben. Den Punkt 2 haben wir mit 7 zu 2 zu 0 empfohlen und die anderen Punkte 1 bis 8 waren wie gesagt 9 zu 0 zu 0. Das würde ich überleiten an Frau Linke mit der Evaluierung.
Tatsächlich haben wir uns das sehr intensiv angeguckt, wie gesagt in zwei Lesungen. Aufgefallen ist, dass in der Anlage 3 steht, dass verwaltungsintern die AG Bauturbo da vermerkt hat. Ergebnisse werden den Fraktionen zur Kenntnis gegeben. Bei Vorbehalten wird das Verfahren ausgesetzt und im zuständigen Ausschuss beraten. Kenntnisgabe an die Fraktionen wird besonders zu achten sein. Das hat mich so ein bisschen aufhorchen lassen und ich hätte da eigentlich vorgeschlagen gehabt, dass wir da regelmäßig unterrichtet werden. Glücklicherweise haben Herr Grube und Herr Schuster da auch schon einen guten Vorschlag gehabt. Das ist der erste Änderungspunkt sozusagen, dass wir da regelmäßig informiert werden. Das finde ich sehr, sehr gut.
Es ist aber auch die Rede unter Punkt 5, dass eine Evaluation nach zwölf Monaten ansteht. Daher habe ich leider auch ein bisschen die Erfahrung gemacht, dass sie dann vielleicht verwaltungsintern evaluiert wird und wir da nicht so richtig was mitbekommen. Deswegen gab es da jetzt nochmal den Änderungswunsch, der der STBV auch mitgetragen hat. Das ist der zweite Punkt, den Evaluationsbericht im STBV und im Stadtrat vorzulegen und zu beraten. Einfach nur, damit wir auch die Möglichkeit haben, darüber zu sprechen. Denn es ist schon ein bisschen ein großer Sprung mit dem Bauturbo.
Ich gehe damit, sorry, jetzt schließe ich so ein bisschen mein Fraktionsstatement an, ich hoffe es ist okay, ein großer Sprung. Aber ich hatte wirklich den Eindruck, dass die Verwaltung sich sehr viel Gedanken hat, wirklich die Kriterien und die Prüfliste intensiv diskutiert hat und dass sie tatsächlich einen relativ guten Vorschlag gemacht haben, wie das umzusetzen ist. Und ich will an einer Stelle auch ein bisschen widersprechen. Herr Rehbaum hat ausgeführt, naja für Magdeburg weiß man ja auch nicht, wie dolle das nötig ist, wir brauchen vielleicht nicht unbedingt Wohnungen. Also ich habe schon den Eindruck, dass insbesondere Wohnungen für große Familien schon nicht so einfach zu finden sind und dass wir durchaus auch Verdrängungsbewegungen haben in verschiedenen Stadtteilen.
Deswegen wir schon der Überzeugung sind, dass wir in versiegelten Bereichen, gerade auch in Abgrenzung zum Tagesordnungspunkt davon, will ich das nochmal klar machen, in versiegelten Bereichen, wo wir Baulücken haben, wo es sich städtebaulich anbietet, natürlich auch Wohnungen bauen sollten. Deswegen unterstützen wir generell dieses Vorhaben, aber eben bitte mit diesen Änderungsanträgen, die wir auch sehr gut, wie gesagt, im STBV besprochen und so Ihnen empfehlen. Danke.
Einen Bauturbo, ja wer würde den nicht gerne wollen? Oft genug sprechen wir darüber, dass alles viel zu lange dauert und zumindest haben wir hier etwas vorliegen, was man ein Bau-Planungsturbo nennen könnte, denn darum soll es ja im Kern gehen, nämlich nicht die Bebauung als solches kann man damit beschleunigen oder soll man damit beschleunigen können, sondern die B-Planung der Bebauung.
Und eins, das wurde hier auch schon besprochen, das kann man mit ziemlicher Gewissheit zumindest für den Bauausschuss sagen, dass wir uns damit tatsächlich relativ intensiv auseinandergesetzt haben und nach anfänglich ziemlich, ziemlich großer Skepsis gab es ja dann diesen Änderungsantrag, der bis auf einen Punkt auch einstimmig durchgegangen ist. Leider muss man aber doch rückblickend sagen, dass diese Zustimmung damals vielleicht ein wenig rückblickend verfrüht erscheint, denn die Idee des Änderungsantrags, so wie ich, so wie wir ihn damals verstanden haben, schien ja zu sein, aus dieser ganzen Aktion eine Art Pilotprojekt zu machen, welches nach einem Jahr evaluiert werden soll und dann im Zweifel vielleicht auch wieder zurückgefahren werden kann.
Schaut man dann aber auf die ganz genaue Formulierung, ist dem natürlich nicht so, denn auch der geänderte Punkt 6, der will am Ende nur die Kriterien zur Anwendung des Bauturbos und das Prüfschema evaluieren und gegebenenfalls anpassen, ja mit einer geänderten Formulierung, aber das ist trotzdem und bleibt es natürlich auch Kern des Anliegens. Und jetzt komme ich sozusagen zum Knackpunkt, die Entscheidungskompetenz auf entweder alleine die Oberbürgermeisterin oder den Bauausschuss bei Vorhaben für die städtebauliche Planung, Entwicklung von grundsätzlicher Bedeutung sind, würde ja trotzdem feststehen und das würde dann auch so bleiben.
Abgesehen davon, dass es auch hier teilweise widersprüchliche Aussagen gab, wie viel das nun betrifft oder wie viel es vielleicht nicht betrifft, konnte mir, konnte uns damals keiner sagen, wie viel es denn genau betreffen könnte, das käme dann immer ganz auf die Einzelsituationen drauf an, das müsste man immer ganz konkret prüfen, das verstehe ich ja auch, aber die Frage ist, wie viel denn am Ende tatsächlich im Bauausschuss landet. Und das ist tatsächlich eine wichtige Frage dahingehend, dass im Bauausschuss die eigentliche Stadtratsmehrheit ja nicht widergespiegelt wird, weil aufgrund der Ausschusssitzverteilung dort eine rot-rot-grüne Mehrheit vorherrscht.
Ist es dann vielleicht in der Zukunft so, dass wir bei Vorhaben, die für die städtebauliche Entwicklung von grundsätzlicher Bedeutung sind, in regelmäßigen Abständen im Bauausschuss darüber beraten, mit einer anderen Mehrheit, als sie eigentlich im Stadtrat existiert, ob eben mit der dann dort die Entscheidungshoheit über Umsetzung oder Nicht-Umsetzung entschieden wird. Das wollen wir in dieser Form nicht sehen. Dazu kommt dann noch eben die grundlegendere Frage, ob man sich mit diesem vorgelagerten komplizierten Prüfverfahren zur Prüfung darüber, ob der Bauturbo denn nun Anwendung findet oder nicht, nicht doch mehr Bürokratie aufbürdet, mit dem Ziel Bürokratie abzuschaffen. All diese Fragen sind für uns offen bzw. unbefriedigend geklärt und daher lehnen wir ab. Danke.
Herr Stadtrat Mertens, wenn ich das richtig verstanden habe, Sie sprachen von einem B-Planungs-Bauturbo. Dem möchte ich entgegentreten, inhaltlich und faktisch.
Weil es geht hier mit dem Bauturbo genau darum, aufwendigere Planverfahren, Klammer auf, Bebauungsplan, Klammer zu, zu vermeiden. Zu gucken, ob denn tatsächlich an der Stelle ein Planungsverfahren notwendig ist oder ob das Ganze gleich auf die Ebene der Bauordnung, also sprich der Baugenehmigungsverfahren, runtergebrochen werden kann und dort entschieden werden kann. Das ist der Kern des Ganzen.
Wenn wir jetzt, wenn ich auch Sie da richtig verstanden haben sollte, wenn wir das jetzt wieder hochziehen und diskutieren, welche Mehrheitsverhältnisse habe ich im SCBV, müsste ich es nicht eigentlich in der Vertretung diskutieren, dann können wir die Drucksache gleich wieder schließen, weil dann bringt uns dieser Bauturbo null Beschleunigung.
Sondern es geht tatsächlich um einfache Anwendungsbeispiele, die aus unserer Sicht, und weil wir es ja auch dementsprechend einbringen in den SCBV, aus Sicht derer, die aus den einzelnen Fraktionen als Berufene dorthin entsandt sind, zu gucken, okay, einfacher Anwendungsfall, da entstehen fünf Häuschen, dafür brauche ich dann Bewachungsplan machen, sondern den Bauturbo kann ich anwenden, prima, das war's, nächster Schritt.
Darum geht es und das, denke ich, ist durchaus eine Beschleunigung und nicht nur im planungstechnischen Bereich.
Es ist gut, dass die Bundesregierung die Möglichkeit gegeben hat, schneller zu bauen. Wir sind jetzt vor der Aufgabe zu justieren, wer dann hier wofür zuständig ist. Wir diskutieren heute nicht über nichts weniger, als dass wir als Stadtrat Kompetenzen an die Oberbürgermeister abgeben. Und wir haben als Bauausschuss festgestellt, das möchten wir gerne ein bisschen genauer definiert haben. Nicht, weil wir den handelnden Personen in der Bauverwaltung misstrauen, sondern weil solche Regelwerke ja für alle Eventualitäten geschaffen werden und aufgestellt werden und sich handelnde Personen über die Jahre ja auch mal ändern können.
Warum haben wir das Thema, was eine städtebauliche Bedeutung hat, ein bisschen geschärft? Ich will mal zwei Beispiele nennen. Ein Beispiel ist das geplante Hochhaus am Neustädter See, wo wir uns hier sehr trefflich drüber unterhalten haben, wo der Stadtrat gesagt hat, nein, dort nicht. Das ist ein Fall, der total prädestiniert gewesen wäre für den Bauturbo. Die Verwaltung hat damals in ihrer Stellungnahme zum Vorschlag des Aufstellungsbeschlusses geschrieben, können wir uns gut vorstellen. Und es ist Wohnungsbau. Das heißt, das ist ein Vorhaben, was nicht den Stadtrat erreicht hätte und dann hätte man da ein vereinfachtes Verfahren gehabt und dann hätte das Ding da gestanden. Und wir hätten die Kloppe dafür gekriegt, das wollten wir im Bauausschuss nicht. Und deswegen haben wir uns ausbedungen, dass wir die Sachen nochmal sehen.
Die Vereinbarung, die da nicht drin steht im Bauausschuss, hat noch keiner gesagt, ist, dass die Verwaltung sich auch bei den Bebauungsplänen mal Gedanken macht, bei welchen B-Plänen könnte man das denn anwenden, unter welchen Kriterien uns möglichst schnell im Bauausschuss eine Liste vorlegt, um dann zu sagen, alles klar, da könnt ihr den Bauturbo auch anwenden. Und ich glaube, mit der kollegialen Zusammenarbeit, die wir da im Bauausschuss haben, sollte dem nichts im Wege stehen.
Das Thema nicht öffentliche Sitzung und wir möchten gerne alle Sachen, die da bewertet wurden, vorgelegt haben, ist eine Präzisierung des Verfahrens, was die Verwaltung selber vorschlägt, Anlage 3. Da steht drin, Frau Linke hat es schon gesagt, die Fraktionen können irgendwie Einwendungen erheben. Das ist aber total unbestimmt als Verfahren und dürfte auch dazu führen, dass wir a kein geregeltes Verfahren haben und b, dass es relativ lange dauert. Jetzt haben wir das turnusmäßig im Bauausschuss, wir tagen auch oft genug, das heißt in der Dreimonatsfrist ist das alles gut abhandelbar.
Ich gehe auch nicht davon aus, dass bei den Fragen sehr viele strittige Fragen sein werden, möglicherweise bei den Sachen, wo die Verwaltung sagt, nee, da wollen wir es nicht. Da würde ich jetzt mal mich ein bisschen überraschen lassen. Der Beigeordnete lächelt, das nehme ich als Zustimmung. Also wir werden das sehen. Ich gehe davon aus, bisher haben wir in diesem Bauausschuss da ein sehr konstruktives Miteinander gehabt, dass das auch dazu führt, dass wir schneller bauen können. Heute bitte ich um Zustimmung zu den Änderungsanträgen und dann gucken wir, was die Zeit bringt. In einem Jahr werten wir das aus. Vielen Dank.
Ja, also unsere Fraktion sagt, wir brauchen diesen Antrag gar nicht, wir sollten den ablehnen. Also wir wissen gar nicht, was uns das kosten wird, welche neue Sachen wir noch benötigen, brauchen wir noch mehr Personal oder wird noch mehr Personal abgesetzt oder wie auch immer, muss man so sagen.
Also ich habe auch dafür persönlich gar kein Verständnis, da wir ja gesehen haben, live erlebt haben, wo es um Intel ging, wie schnell ein Bauantrag bearbeitet wurde, wie schnell wir die Drucksachen hier hatten und es hat funktioniert und wir konnten immer mitreden. Und ich glaube nicht, wenn wir das jetzt so beschließen, auch mit den Ernährungsanträgen, dass wir dann noch alles bekommen als Stadträte wie vorher. Das glaube ich nicht, weil da will man an uns vorbei. Darum werden wir dort nicht zustimmen, muss ich das so sagen.
Noch möchte ich gern als gewählter Stadtrat mitentscheiden über die Sache und in meinen Augen hat das ja auch sehr gut funktioniert, auch im Bauausschuss. Und wenn man wollte als Verwaltung, solange wie ich dabei bin, ging es auch manchmal schnell. Bei Intel ging es sehr schnell und das wünsche ich mir für alle Bauvorhaben. Woran das liegt, weil wir zu wenig Personal haben oder was auch immer, da steht in den Sternen, aber es ist so. Wenn man will, funktioniert es in der Verwaltung.
Ich habe dem Beigeordneten natürlich genau zugehört. Der erste Einwurf, da ging es natürlich nur ein bisschen um die Fragen der Semantik, da gehe ich jetzt nicht so genau darauf ein.
Aber beim zweiten Punkt, da sagten Sie, wenn ich Sie richtig verstanden habe, im Kern geht es darum, wenn wir das hier auch durch den Stadtrat jagen würden, dann würde das das Ganze maßgeblich verzögern und dann könnten wir uns das auch sparen. Korrigieren Sie mich, aber ich glaube, wir haben in der Regel einmal im Monat STBV und wir haben in der Regel auch einmal im Monat, also fast einmal jeden Monat, haben wir eine Stadtratssitzung.
Warum man also eine massive Verzögerung, die das Ganze aufhalten würde, dadurch erreicht, dass man es nicht durch den Stadtrat gibt, sondern eben dem Bauausschuss behält, also quasi nur die Frage der Gremienwahl jetzt hier ausschlaggebend ist, das erschließt sich mir tatsächlich nicht. Aber Herr Dr. Grube wird mich wahrscheinlich gleich erhellen für den Beigeordneten.
Ich weiß nicht, ob ich es gerne mache, aber ich mache es. Also, der Bauausschuss ist als beschließender Ausschuss nach Geschäftsordnung und Hauptsatzung dafür zuständig, Ausnahmen von Festsetzungen von Bebauungsplänen zu beschließen. Dafür braucht er eine einfache Vorlage aus der Bauverwaltung, die nicht durch die OBDB muss.
Alles, was hier im Stadtrat landet, muss erst durch die OBDB, dann durch den Ausschuss, dann durch den Stadtrat. Da sind wir schon von der Drei-Monats-Frist, die jemand hat, wenn er eingereicht hat, sind schon mindestens vier Wochen weg, weil der Sitzungsreihenfolge, die wir haben, eigentlich acht, weil erst OBDB, dann Ausschuss, dann in der übernächsten Sitzung kommen die Sachen erst hier in den Rat, warum auch immer das so ist, aber es ist so.
Das heißt, da haben wir zwei Monate von dreien verstreichen lassen und das ist deutlich zu viel. Dann ist das auf jeden Fall kein Turbo mehr.
Ich muss leider gegen Beschlusspunkt 2 des Änderungsantrages intervenieren und möchte Sie bitten, diesen Änderungsantrag anders zu formulieren. Und zwar vielleicht wissen Sie noch, vor nicht geringer Zeit hat die Fraktion Die Linke einen Änderungsantrag oder einen Antrag im Stadtrat gehabt. Die wollten einen permanenten ständigen Tagesordnungspunkt auf der Tagesordnung haben, zu dem die Oberbürgermeisterin berichtet.
Da hat das Rechtsamt vollumfänglich ausgeführt, dass die Aufnahme ständiger Tagesordnungspunkte auf die Tagesordnung rechtlich unzulässig ist und ein entsprechender Beschluss rechtswidrig. Denn Kraftgesetzes legt allein der Vorsitzende im Einvernehmen mit dem Hauptverwaltungsbeamten die Tagesordnung fest. Das heißt, jede Tagesordnung wird individuell je nach Bedarf und Aktualität einzelfallbezogen aufgestellt.
Es folgen noch ganz viele Ausführungen und noch erschwerender finde ich, dass dieser Tagesordnungspunkt auch noch permanent im nicht öffentlichen Teil sein soll. Denn da sagt das KVG ganz deutlich, wann diese Fälle vorliegen und dass das immer einzelfallbezogen ist. Wir halten das schlichtweg für nicht wirksam oder zulässig, wenn der Tagesordnungspunkt von vornherein im nicht öffentlichen Teil ist.
Und ich empfehle deshalb den Weg zu beschreiten, den das Kommunalverfassungsgesetz vorgibt. Und zwar kann sich der Stadtrat ja ständig, also in Intervallen oder wie dem auch sei, unterrichten lassen. Sie können sich doch mit einer Vorlage, also monatlich, wenn der Bauausschuss im Monat tagt oder also vierteljährlich, unterrichten lassen. Und wenn Sie feststellen, dass das alles nicht so läuft, wie Sie das möchten, nachdem Sie das der Oberbürgermeisterin übertragen haben, können Sie das doch auch jederzeit wieder zurückziehen, diese Kompetenzverteilung.
Jedenfalls bitte ich Sie jetzt, lieber diese Unterrichtungspflicht praktisch zu vertreten und nicht diesen ständigen Tagesordnungspunkt, der unzulässig ist.
Frau Kuhle, das ist wirklich grober Unfug und langsam nervt es mich auch. Wenn Sie es richtig gelesen hätten, da steht kein Tagesordnungspunkt, sondern die Oberbürgermeisterin wird beauftragt zu unterrichten. Das beschließen wir hier regelmäßig in der Zeit, in der ich Stadtrat bin, schon mehrere hundert Male.
Das heißt normalerweise, dem Stadtrat wird in einem Quartal zur nächsten Sitzung wie auch immer etwas vorgelegt. Und hier wird dauernd die Entscheidung zur nächstmöglichen Sitzung zur Vorlage verlangt. Da steht nichts von Tagesordnungspunkten.
Und dass die Sachen mit Grundstücks- und Genehmigungsangelegenheiten nicht öffentlich sind, regelhaft, das werden Sie wohl nicht bestreiten. Bitte Zustimmung.
Also ich bin jetzt auch ein bisschen irritiert. Ich schließe mich erst mal der Meinung von Dr. Grube an und möchte mal darauf hinweisen, wir haben solche Tagesordnungspunkte im Bauausschuss schon lange und immer wiederkehrende.
Wir haben zum Beispiel einen Tagesordnungspunkt im öffentlichen und nichtöffentlichen Teil gehabt, als es um den Tunnel ging. Wir haben das ähnlich jetzt mit den Brücken, haben wir auch ein ständiges Informations- und das haben wir gemacht.
Und ich habe damit auch kein Problem, wenn jetzt die Verwaltung ein Problem hat, dass das jedes Mal in der Tagesordnung aufgenommen wird, dieser Punkt, und dann unterschreibe ich das als Ausschussvorsitzender und bestätige das.
Ich möchte Sie einfach bitten, Herr Vorsitzender, wenn Äußerungen zu anderen Personen kommen, dass auch diese abgemahnt werden.
Ich fand gerade die Äußerung von Herrn Dr. Grube wirklich nicht in Ordnung.
Ich wollte einen vermittelnden Vorschlag machen, um das Problem abzuräumen. Wenn ich es richtig verstanden habe, geht es ja darum, dass im nichtöffentlichen Teil jeder Sitzung da steht. Da könnte man ja einfach diesen Teil streichen.
Da steht dann drin, im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr stellt die Verwaltung alle Vorgänge vor. Also dann macht sie das, wenn es anliegt. Dann ist nicht gesagt, dass es ein Tagesordnungspunkt ist. Es ist nicht gesagt, dass es nicht öffentlich ist.
Deswegen also den Passus "nicht öffentlichen Teil jeder Sitzung" streichen. Und dann ist es, glaube ich, gesund.
Das muss ja klar sein, dass das innerhalb der Fristen zu erfolgen hat.
Ich möchte eine persönliche Erklärung abgeben, bevor wir den Punkt 6.11 aufrufen. Ich bin nach wie vor genervt und ich sage auch warum. Ich würde die Oberbürgermeisterin bitten, dass dieses Prinzip, die Verwaltung spricht mit einer Stimme, hier mal gewahrt wird.
Dass wir tatsächlich den Rechtsstreit zwischen zwei Dezernaten oder Dezernaten Rechtsamt hier im Rat austragen müssen, was eigentlich im Ausschuss tatsächlich seinen Platz hat, das kann so nicht bleiben. Vielen Dank.
Ich muss aber gleich dazu sagen, dass es kein einheitliches Bild bei uns gibt. Nur zur Erklärung: Der Willy-Brandt-Platz ist das Tor zur Stadt. Das ist das Erste, was der Reisende sieht, wenn er aus dem Bahnhof kommt. Es sollte das Aushängeschild sein. So wie er jetzt ist, ist es kein Aushängeschild. Wir sind uns, denke ich mal, alle darin einig, dass es Handlungsbedarf gibt. Dieser zentrale Platz muss dringend gestaltet werden. Das sind fast viele dafür.
Allerdings finden nicht alle den Weg, so wie der in der Drucksache beschritten werden soll, dafür geeignet. Denn die viel gepriesene Bürgerbeteiligung, die auch von der Oberbürgermeisterin zum Beispiel heute in ihrem Strategiepapier 2040 vorgestellt wird, ich zitiere mal, ich hatte ja vorhin darauf hingewiesen, dass ich mal einen Satz zitiere, den die Oberbürgermeisterin gesagt hat: Mitgestaltung ist kein Sonderfall, sondern selbstverständlich. Auch alle Parteien, die hier sitzen, haben in ihren Wahlprogrammen immer die Bürgerbeteiligung und die Mitbestimmung der Bürgerinnen und Bürger zu stehen. Jedes Jahr aufs Neue.
In der Drucksache stehen jetzt drei Varianten, aber wir haben eine Vorzugsvariante und es wird nicht gesagt, dass die Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden sollen. Diese drei Varianten, eine Vorstellung von drei Varianten, schreit ja quasi schon danach, abgestimmt zu werden. Wir haben ein Bürgerportal, wir können also über dieses Bürgerbeteiligungsportal abstimmen. Das Argument, Bürgerbeteiligung funktioniert hier nicht, weil Fördermittel verloren gehen, können wir so nicht stehen lassen. Denn es gibt einen interfraktionellen Änderungsantrag mit Punkt 5 und der, glaube ich, kommt einen entgegen.
Ich muss jetzt mal kurz zum Kulturausschuss zwitschern, denn dort wurde uns erklärt, dass sowieso erst mal nur die förderfähigen Sachen umgesetzt werden können, weil wir kein Geld haben. Und dieser Teil der förderfähigen Maßnahmen, so steht es dann auch hier, unabhängig von der Festlegung einer Vorzugsvariante, denn die brauchen wir nicht, so wie uns gesagt wird, sind die förderfähigen Maßnahmen in allen Varianten gleich, wird die Landeshauptstadt Magdeburg beauftragt, die förderfähigen Einzelmaßnahmen im Rahmen der bewilligten Fördermaßnahme Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel planerisch und baulich umzusetzen.
Das heißt also, wenn sowieso nur ein bestimmter Teil jetzt umgesetzt werden kann, haben wir auch Zeit für die Bürgerbeteiligung. Es pressiert also nicht, sondern wir können uns wirklich dazu durchringen, einige mehr, die anderen weniger, zu unserem Wort zu stehen und die Bürger zu beteiligen. Gerade bei diesem Projekt, ich wiederhole mich gern, was im Prinzip als erstes gesehen wird von den Reisenden und nicht nur von den Reisenden wahrgenommen, sondern auch von den Besucherinnen und Besuchern der Stadt Magdeburg, die nämlich beispielsweise ins City-Carré gehen oder auch dort verweilen möchten.
Stimmen Sie also bitte den beiden Änderungsanträgen zu. Lassen Sie uns die Bürger beteiligen, so wie wir es auch immer versprechen und hören Sie ein, wie die Bürgerinnen und Bürger sich den Platz wünschen. Danke.
Der Willy-Brandt-Platz ist für viele Menschen das Erste, was sie sehen, wenn sie aus dem sogenannten Bahnhof des Jahres schreiben. BesucherInnen, die aus dem Zug aussteigen, sammeln ihre ersten Eindrücke von unserer Stadt auf dem Bahnhofsvorplatz. Da ist die Aufwertung des Platzes nicht nur von erheblicher klimatischer, sondern auch von städtebaulicher und touristischer Bedeutung für das Image unserer Stadt. Wir haben es eben ja auch schon gehört.
Und wenn wir mal ehrlich sind, hat der Platz eine Aufwertung dringend nötig, denn eine Schönheit ist die Betonwüste bei weitem nicht. Im Sommer staut sich die Hitze, vor dem Bahnhofsvortal stehen ständig Lkw und Lieferwagen, die alten Platten und kleinteiligen Kopfsteinpflaster sind an vielen Stellen auch schon aufgebrochen. Die Entsiedlung, Klimaanpassung und Umgestaltung sind also mehr als nötig. Dennoch sind wir mit dem Planungsprozess sehr unglücklich.
Der Grundsatzbeschluss zu dieser Maßnahme wurde bereits 2023 gefällt. Damals waren wir uns im Rat alle einig, dass neben der Klimaanpassung auch die Funktionalität des Platzes als Verkehrsfläche auch in der Planung sich wiederfinden muss. In der damaligen Debatte hat uns der Beigeordnete Rehbaum versprochen, dass nach dem Beschluss zur Leitidee zunächst eine Planung vorgelegt werden würde, die wir dann alle im Rat ausführlich diskutieren können. Ich habe deswegen auch nochmal in die Niederschrift geguckt vom STBV vom 8. August 2024. Da heißt es in der Zwischeninfo Grundsatzbeschluss Leitidee Willi-Brandt-Platz Vorlage zum I.124 aus 24. Stadträtin Linke vermisst bei den Umgestaltungsplänen eine Berücksichtigung der Radwegebeziehung zwischen Bahnhofstraße und Brandenburger Straße. Die Unübersichtlichkeit führe zu Konflikten zwischen Fußgängern und Radfahrern. Hierfür braucht es klare Regelungen. Herr Schröter hat daraufhin verwiesen auf die Vorplanung und die Berücksichtigung in der Aufgabenstellung. Dann haben wir erstmal die Information zur Kette genommen.
So, jetzt kommen drei Jahre nach dem ersten Beschluss dann endlich die Planungen, die wir schon lange vermissen. Aber leider ist auch hier kein Raum für Diskussionen, denn der Entwurf wurde zeitlich so knapp vorgelegt, dass eine weitere Diskussion, wir haben es eben auch schon teilweise gehört, die Fördermittel für das Projekt gefährden würde. In der damaligen Drucksache wurde eine breite Beteiligung versprochen. Die fand jedoch leider nicht statt. Bei der Umgestaltung eines so wichtigen Platzes für Magdeburg hätten wir die Öffentlichkeit gerne mehr beteiligt. Mit unserem Änderungsantrag wollen wir das in Teilen auch tun.
Lassen Sie mich dafür kurz auf unsere Änderungen eingehen. Zuerst einmal wollen wir, dass die Entsiedlungsmaßnahmen, die jetzt gefördert werden können, auch umgesetzt werden. Bei den Maßnahmen, die jetzt eh noch nicht umgesetzt werden können, das heißt die Wasserfläche und dem Magdeburg-Schriftzug, wollen wir die MagdeburgerInnen in einer Online-Befragung beteiligen. Wir dürfen aber auch den Verkehr auf dem Platz nicht vergessen. Bereits mit der Beschlussfassung zur Umgestaltung machte der Stadtrat deutlich, dass wir die Radverkehrsführung auf dem Platz angemessen berücksichtigt werden sehen wollen. In der Projektskizze und auch auf direkte Nachfrage als Antwort auf eine Anfrage unserer Fraktion wurde versprochen, dass die Einbindung von Fahrradwegen in die neue Gestaltung, um Konflikte mit Fußgängern und der Straßenbahn zu vermeiden, berücksichtigt wird. Dies ist bisher noch nicht erfolgt.
Die vorliegenden Planungen vergessen, dass der Bahnhofsvorplatz zentraler Sammelpunkt für die Radschnellverbindungen und ein Mobilitätshub in Magdeburg ist. Ich erinnere nur an die Machbarkeitsstudie zu Radschnellverbindungen. Die Verkehrsanalyse, die der Planung beiliegt, scheint die zentralen Verkehrsströme des Radverkehrs vom Tunnelradweg, also Sie kennen alle den roten Radweg, zur Straße am Alten Theater und von dort aus in die Leiterstraße und Altstadt nicht erkannt zu haben. Diese Verbindung ist von erheblicher Bedeutung für den alltäglichen, aber auch touristischen Radverkehr. In den morgendlichen Verkehrsspitzen wird der Tunnelradweg im Jahresdurchschnitt von 400 Fahrrädern pro Stunde befahren. In Spitzenstunden im Sommer passieren in einer Stunde über 700 Räder die Strecke. Ein erheblicher Teil dieser Fahrräder fährt von dort aus auf den Bahnhofsvorplatz. Durch die Entsiedlung werden die Verkehrsflächen für Fuß- und Radverkehr verengt. Um dadurch entstehende mögliche neue Konflikte zu vermeiden, sollte ein kleiner Teil der Fläche nicht entsiedelt werden und für eine geordnete Radverkehrsführung vorgehalten sein. Das heißt nicht, dass der Radweg jetzt direkt gebaut werden muss, sondern dass diese Fläche zunächst nicht im Rahmen der Förderung entsiedelt werden. Damit hier nicht in Zukunft Rückzahlungen fällig werden. Wir reden hier von einem circa vier Meter breiten Streifen, der asphaltiert oder gepflastert werden kann, aber langfristig eine eindeutige Führung des Radverkehrs schafft.
Abseits vom Radverkehr wollen wir auch noch ein Augenmerk auf die Barrierefreiheit lenken. Bereits 2022 hat der Staatsrat mit dem Beschluss zum Antrag der CDU-Fraktion den Auftrag erteilt, mindestens zwei Meter breite barrierefreie Streifen über einem Platz zu schaffen. Dies wurde damals von der Stadtverwaltung mit Verweis auf die nun vorliegende Planung aufgeschoben. Leider findet sich dieser Beschluss jedoch nicht in der Planung wieder. Darum wollen wir mit unserem Änderungsantrag auch hier noch einmal deutlich machen, dass dieser Beschluss umgesetzt werden muss. Klimaanpassung und Barrierefreiheit dürfen nicht im Widerspruch zueinander stehen, sondern müssen zusammen gedacht werden. Wir hoffen daher auf die Zustimmung für unseren interfraktionellen Änderungsantrag für eine klima-angepasste, barrierefreie und verkehrsoptimierte Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes. Vielen Dank.
Wir begrüßen grundsätzlich, dass sich an dieser Stelle endlich was tut. Wie ich schon im Bauausschuss sagte, liegt hier seit Jahrzehnten ein städtebaulicher Missstand vor. Und das liegt natürlich, das haben andere Vorredner auch schon erwähnt, insbesondere daran, weil es sich hier um einen derartig zentralen Platz handelt. Ein Platz, den ersten, den Touristen sehen, wenn sie aus dem Bahnhof heraustreten. Nicht nur Touristen, sondern natürlich auch alle Einheimischen, die sich natürlich an einem schönen Platz erfreuen würden.
Was haben wir aber vorliegen? Eine charakter- und freudlose Beton- und Steinwüste, die vor allem Bettler und Rumtreiber zum Verweilen einzuladen scheint. Die massive Förderung durch ein Bundesprogramm ist hier natürlich der ausschlaggebende Punkt für den Moment, endlich tätig zu werden. Und diese Gelegenheit, die sollten wir uns auch nicht entgehen lassen und daher stimmen wir der Drucksache in ungeänderter Form zu.
Auch wir begrüßen, dass am Willy-Brandt-Platz endlich was passiert. Ja, wenn man da rauskommt, sieht man auf eine Steinwüste, man sieht auf der anderen Seite das City-Carré, was jetzt auch in dem Zusammenhang nicht besonders einladend ist. Und ja, da gehört Grün hin. Das ist das, was uns vorgelegt wurde. Dafür haben wir auch Fördermittel.
Beim Thema Bürgerbeteiligung sind wir ein bisschen skeptischer. Nicht, weil wir gegen Bürgerbeteiligung sind, sondern weil wir uns gefragt haben, was wir die Leute überhaupt fragen wollen. Also ich muss gestehen, als ich mich auf die Drucksache im Bauausschuss vorbereitet habe, habe ich mir die drei Varianten angeschaut und habe eine Weile erstmal schauen müssen, was denn überhaupt der Unterschied zwischen diesen drei Varianten ist. Wenn man das dann Leuten vorlegt, dann kann man die Frage zurückkriegen, was fragt ihr uns da überhaupt. Das würde ich ungern vermeiden, weil Bürgerbeteiligung ist was Gutes, aber man muss das dann auch echt machen.
Jetzt zur Frage Fahrradweg auf dem Willy-Brandt-Platz. Wir haben das im Bauausschuss schon relativ lange diskutiert. Wir werden das ablehnen aus einem ganz einfachen Grund. Der Willy-Brandt-Platz ist der einzige Platz in Magdeburg, wo Shared Space so halbwegs funktioniert. Dass die Grünen das jetzt abschaffen wollen, das habe ich im Bauausschuss schon gesagt, das merke ich mir. Das verkürzt an der einen oder anderen Stelle die Debatte ein bisschen. Aber da einen Radweg mit der Frequenz aufzubringen, der genau diametral entgegengesetzt zu den Fußgängerströmen läuft, das erhöht an der Stelle die Unfallgefahr.
Was wird denn passieren? Die Leute, die da einen Radweg sehen, und das können wir auf dem Breiten Weg sehen, wo alle keinen Radweg haben, werden sagen, ich darf fahren, ihr müsst weggehen. Und nicht wenige von den Fußgängern, die zum Bahnhof oder vom Bahnhof gehen, die werden einfach träumend auf ihr Handy gucken und so weiter. Das Thema Unfälle ist da vorprogrammiert. Wir brauchen deswegen eine Verkehrsführung, die sicher ist, und das, was wir jetzt haben, ist die sicherste Verkehrsführung. Wenn mir irgendjemand nachweist, dass ich da Unrecht habe, korrigiere ich mich gerne. Aber an der Stelle glaube ich, ist es gut gemeint, aber es wäre tatsächlich der falsche Schritt.
Wenn man sich die drei Varianten, da gebe ich Dr. Gruber recht, richtig anschaut, dann stellt man fest, einmal sind es sieben Bäume und vier Pflanzschalen und einmal sind es elf Bäume und dafür keine Pflanzen. Also im Wesentlichen kein großer Unterschied. Der Hauptunterschied ist, dass jetzt in einigen Bereichen die Pflasterflächen aufgenommen werden und an der Stelle wird eine geschlämmte Decke eingeführt, um im Prinzip das Regenwasser eine Versickerungsmöglichkeit zu geben. Das habe ich auch so ein bisschen meine Bedenken. Wir haben da die Tiefgarage und wenn wir einen schönen trockenen Sommer haben und der Wind geht, dann wird da sicher die ein oder andere Staubwolke entstehen.
Zu dem Thema, wir müssen unbedingt was machen. Ja, okay, kann man drüber reden, aber ich glaube, wir machen unsere Stadt auch immer ein bisschen schlechter, wie sie ist. Wenn man sich mal alte historische Aufnahmen anguckt, dann war der Bahnhofsvorplatz und das ist so gut wie in keiner anderen Stadt anders, ist nun nicht, sagen wir mal, der Freizeitpark und der Eventpark, wo man flanieren geht. Das ist leider so, das wird auch immer so sein.
Also bei uns, das hat jeder mitgekriegt, gehen die Meinungen ein bisschen auseinander an der CDU. Ich werde der ungeänderten Drucksache zustimmen, so wie sie ist, mit der Variante 2, weil ich denke, dass es umsetzbar ist. Man könnte sicher mehr machen, aber dann bräuchten wir auch deutlich mehr Geld. Und den Antrag der Grünen Fraktion hat Dr. Gruber auch schon eben so ausgeführt. Auch die Stadtverwaltung hat sehr deutlich gesagt, bitte nicht, auch wenn da das Wiener Modell vorne eingeführt werden soll, direkt vorm Haupteingang.
Wenn die Radfahrer eine feste Spur haben, das sehen wir auf dem breiten Weg, was ja eigentlich bloß die Feuerwehrzufahrt sein soll, wo die Radfahrer auch, sagen wir mal, langfahren und sich auch, sagen wir mal, behaupten. Das ist ein Bedenken, aber ein anderes Bedenken habe ich auch. Wir machen jetzt für viel Geld eine rot asphaltierte Piste und trotzdem fährt der Radfahrer im Prinzip den kürzesten Weg und der geht nicht so schön, wie jetzt dort aufgezeichnet ist vom ADFC, sondern der geht so schön quer über den Weg, nämlich da, wo man hin muss. Also das ist leider Gottes aus meiner Sicht rausgeschmissenes Geld.
Meine letzte persönliche Meinung dazu, ich glaube, wir könnten das Geld sogar generell sparen. Könnte auch so bleiben, es müsste nur mal sauber gemacht werden und es müsste vielleicht auch öfters mal jemand langgehen und den Missstand, der da teilweise auf dem Platz ist, beseitigen. Danke.
Wir müssen da was machen. Sorry, das haben wir auch aus verschiedenen Stellen gehört. Das ist für mich unbestreitbar. Klimaanpassung ist wichtig. Wir wollen nicht, dass es da Unmengen aufheizt. Sitzmöglichkeiten gibt es auch nicht viel übrigens. Also da müssen wir schon für unsere Fahrgäste und für andere, die sich dort aufhalten, auch ansprechende und vor allem auch kühlende Möglichkeiten schaffen. Vielleicht werfen wir es mal an, vielleicht geht es ein bisschen größer.
Ich habe Ihnen was mitgebracht. Unsere Ideen kommen ja nicht von irgendwo, sondern wir haben das auch schon länger. Im ADFC wurde das vorgeschlagen. Herr Schuster hat es gerade angesprochen, was wir uns vorstellen. Also zum einen sehen Sie da nochmal visualisiert, ich habe ja den roten Radweg angesprochen, aus dem Tunnel und in meiner Rede gesagt, wie viele Menschen dort langfahren. Das ist wirklich ein viel frequentierter Radweg und nicht wenige fahren hier rüber. Und dann ist unsere Vorstellung sozusagen, dass es da diese Begegnungsmöglichkeit nach dem Wiener Modell gibt. Also wenn Sie sich das nochmal anschauen würden, das ist wirklich ganz anders, als es auf dem Breiten Weg ist. Es ist ganz klar geregelt und es wäre auch nur davor eine Spur. Es ist wirklich viel gefährlicher, so wie es jetzt ist, wo die Radfahrer ganz wild fahren. Also zum Teil nah am Portal, zum Teil eher nah an dem Container vom Informationsbereich, nah an der Haltestelle. Also es wäre viel sicherer, wenn es in dem designten Bereich sozusagen unterwegs auf einer Spur wäre. Und dann hätten wir diesen kleinen Bereich nach dem Wiener Modell vor dem Portal, wo man natürlich ein bisschen mehr aufpassen muss, ist ganz klar. Aber wenn das so signalisiert ist, auch mit den Piktogrammen, ist das keine Gefahr.
Und dann möchte ich nochmal auf den linken Bereich auf die Bahnhofstraße eingehen. Also wie gesagt, es fahren viele aus Stadtfeld Ost und fahren rüber in die Bahnhofstraße. Ich habe die Machbarkeitsstudie zu den Radschnellverbindungen angesprochen. Dort wurde mit wirklich viel Aufwand erforscht und geschaut, wo, wenn wir unsere Radschnellwege machen, denn die Radschnellrouten dann sind in der Innenstadt. Und die sind designt und festgelegt auf die Bahnhofstraße. Die Bahnhofstraße soll in Zukunft unsere Radschnellverbindung sein im Bereich der südlichen Innenstadt. Das jetzt nicht mitzudenken und da keinen Anschluss vorzusehen, ist ein enormer Fehler. Und jetzt schon fahren viele Leute auf der Bahnhofstraße, weil das natürlich viel einfacher ist, dort zu fahren und zum Hasselbachplatz zum Beispiel zu gelangen, als das auch auf der Otto-von-Guericke-Straße ist.
Dann zusätzlich eingezeichnet, ich habe es in der Rede auch gesagt, ist diese Verbindung, dass wenn Leute aus Stadtfeld Ost kommen oder aus Diesdorf, Stadtfeld West, teilweise auch aus Olvenstedt, wenn sie dann den roten Radweg langfahren und dann über den Bahnhofsvorplatz fahren, über den Willy-Brandt-Platz, dann wollen viele zum Beispiel zum Landtag, zum Hundertwasserhaus oder auch an die Elbe. Die nehmen diese Verbindung am alten Theater, fahren dann durch dieses Gebäude durch, sie wissen was ich meine, wenn ich mit durch Gebäude spreche, und dann ist man an der Ampel und fährt ganz einfach durch die Leiterstraße zum Bürgerbüro zum Beispiel oder dann eben an die Elbe. Und diese Verbindung nicht mitzudenken und da nicht Anschlüsse zu schaffen, wirklich gar nicht so breit, aber es muss einfach vor allem ganz klar mit Wege-Leitsystem signalisiert werden und auch erlaubt werden, wo man Fahrrad fahren kann, dann ist es sicher, wenn es ganz designierte Flächen sind.
Deswegen lassen Sie uns doch bitte heute diesen Änderungsantrag mit beschließen. Wie gesagt, der Änderungsantrag sagt nicht, das wird dann gebaut, sondern es einfach nur freigehalten wird sozusagen und nicht jetzt alles verbaut wird, indem wir sozusagen die Fördermittel ausgeben, weil die dürfen wir dann nicht mehr anfassen, wenn wir das sozusagen alles schon aufgebuddelt haben und entsiegelt haben, was ja eigentlich richtig ist. Aber lassen Sie uns jetzt generell nicht die Fördermittel gefährden, sondern das dementsprechend machen, damit es allen Menschen gerecht wird und wir auch eine gute Anbindung haben an den Hauptbahnhof für alle Verkehrsteilnehmenden. Vielen Dank.
Ja, der Vorsitzende des Bauausschusses hat es ja eigentlich schon gesagt. Die ersten Sätze waren sehr gut. Eigentlich sind wir doch gar nicht in der Not, diesen Vorplatz zu machen. Mich würde mal interessieren, ist das Geld alles im Haushalt drin, dass wir das so machen können? Oder müssen wir jetzt woanders nochmal sparen, nochmal mehr sparen?
In den letzten Sitzungen, wo ich so war, gab es ja viele Anträge und Drucksachen, wo Geld eingespart werden sollte. Ich weiß nicht, ich habe mir heute Morgen noch sagen lassen, Herr Rehbaum, mit dem Sichtschutz haben wir immer noch kein Geld gefunden im Birkenweiler. Die beiden Bürger warten noch und hier wollen wir auch nochmal Geld ausgeben. Ich glaube, das kann man hier verschieben und warten, bis wir wirklich wieder in der Lage sind, so ein Objekt zu machen. Vielen Dank.
Ein Satz für Herrn Zander, 85 Prozent Förderung kriegen wir für dieses Projekt. Das ist mir scheißegal. Also ein Wort zu Frau Schumann zu dem Thema Bürgerbefragung. Ja, ich habe das auch im SFM gesagt, natürlich sind wir im Prinzip für Bürgerbefragung. Aber gerade in diesem Falle macht das keinen Sinn, das ist eigentlich eine Vorspielung falscher Tatsachen, weil wir entscheiden hier nichts.
Was ist jetzt laut Drucksache zu beschließen? Was wird davon umgesetzt? Ich sage es nochmal, Pflanzung von sieben Bäumen, Bodenbeschaffung der Baumreihen und Errichtung von Sitzelementen, Entsiedlung der Fläche an der Erdachse. Das ist das, was von den Fördermitteln, die wir haben, umgesetzt wird. Da steht nichts von Brunnen, nichts von Wasserflächen oder sonst was. Übrigens, die Wasserflächen, die in der Variante 1 vorgeschlagen werden, da hat das SFM gleich gesagt, das ist so teuer in der Unterhaltung, das kommt für Sie nicht in Frage.
Also wir sind eindeutig für die Drucksache, dass die jetzt umgesetzt wird, damit wir die Fördermittel, die wir da haben, auch kriegen. Übrigens nochmal ein Satz zu Verlinke, das ist mir bei dem Plan aufgefallen. Der Radweg soll ja jetzt zwischen den Bäumen langfahren, also da, wo wahrscheinlich unsere Sitzelemente hinkommen. Also das erschließt sich mir jetzt ehrlich gesagt nicht so richtig. Danke.
Ja, vielen Dank, auch bei dieser neuen Wortmeldungsmechanik, sage ich mal, wäre vielleicht einfach Taste 3 noch für Umweltausschussvorsitzende ganz gut, oder 4, von mir aus auch 4. Genau, also Tobias Hartmann für den Umweltausschuss.
Ich will auch noch mal sagen, wie die Diskussion ablief bei uns. Ich war auch noch, zufälligerweise bin ich auch im SFM, da ging es eigentlich weniger um die Maßnahme als solches, die gefördert wird und auch erforderlich ist, sage ich jetzt mal, sondern es ging eigentlich immer nur der Brunnen, der Schriftzug gefällt einem nicht, wie auch immer, oder das wurde am meisten diskutiert, ich will jetzt auch niemandem da zu nahe treten.
Und man muss einfach mal sehen, ich will jetzt nicht wieder die Aufheizung vom Platz in Erinnerung rufen, das wurde jetzt schon mehrfach gesagt, aber vor einigen Jahren stand auch die braune Soße in der Bahnunterführung, es gab einen Volksstimme-Artikel dazu, es ist ein Regenwassermanagement hier mit gefördert, was dann stattfindet, es ist erforderlich für Starkregen, wo auch Magdeburg mehr von betroffen ist, dass wir uns in der Hinsicht auch anpassen im Klimawandel, weil wir wollen nicht, dass die Gullis überlaufen, es wird im Großteil der Zeit wärmer im Sommer, aber die heiße Luft speichert auch den Regen mehr.
Das wurde auch mehrfach gesagt, unter anderem von mir, in den Ausschüssen und im Umweltausschuss, deswegen sind auch die beiden Änderungsanträge, die danach zu Tage gekommen sind, jetzt eingegangen und die versuchen das ein bisschen zu verbinden, deswegen werbe ich auch nochmal für unseren Änderungsantrag.
Also, ich habe eben schon gesagt, ich lade jeden Morgen mal gerne zum Hauptbahnhof zu kommen und mir gemeinsam da einen Kaffee zu trinken. Dann sieht man nämlich mal, wie das da vor Ort aussieht. Ich finde, wenn man da nicht täglich ist, dann wirkt das vielleicht nicht so. Man hat das nicht mehr so in Erinnerung, wie trostlos eigentlich dieser Vorplatz aussieht.
Und ich möchte auch nochmal daran erinnern, dass wir auch viele Berufspendler haben. Es sind ja nicht nur die Gäste, Touristen und Geschäftsreisende, sondern auch unsere Berufspendler, die morgens vielleicht rein- oder rausfahren und nachmittags zurückkommen. Auch die erwartet dieser Blick jeden Tag aufs Neue und der ist wirklich nicht sehr schön.
Ich war am Anfang eigentlich der Überzeugung, der Beschlussvorlage der Verwaltung zu folgen, habe mich aber nochmal belesen und mit meinen Kolleginnen gesprochen, Frau Schumann, und muss sagen, dass ich den Änderungsanträgen, die sie vorhin vorgetragen hat, die Ersetzenden, dass ich den beiden folgen kann, weil sie sagen, zum einen nehmt die Mittel, die ihr jetzt bekommen habt, die ja auch schon sozusagen freigegeben sind, und macht damit genau das, wofür sie da sind, um halt diese klima-anpassenden Maßnahmen auch umzusetzen. Und es werden ja nicht nur sieben Bäume gepflanzt, es sind ja auch schon welche da, das heißt, es kommen weitere Bäume hinzu. Die Wegeführung oder Wegebeziehung wird in dem Zusammenhang auch angepasst. Und ich glaube, dass es diesem Platz auf jeden Fall guttun wird, schon mal mit den vorhandenen Mitteln dort etwas zu machen.
Und der zweite Antrag sagt ja im Prinzip aus, wenn alle anderen Maßnahmen nachher vielleicht in den passenden Förderprogrammen auch genehmigt sind, dann kann es natürlich weitergehen. Ohne dem wird es sowieso nicht weitergehen, wird nichts weiter passieren. Und nutzt doch diese Zeit und nutzt sie für die Bürgerbeteiligung, um dann auch einen Vorschlag umzusetzen, der eine breite Zustimmung in der Stadtgesellschaft findet. Und dieser Platz ist ja eben nicht nur für Reisende, sondern eigentlich auch für alle.
Und deswegen würde ich empfehlen, diesen beiden Änderungsanträgen zu folgen und den von den Grünen, beziehungsweise es war auch ein interfraktioneller, den würde ich leider ablehnen müssen, weil wenn ich mit dem Koffer aus dem Bahnhof komme und dann kommt von links oder rechts jemand mit dem Fahrrad und nietet mich um, also diese Wegebeziehung sehe ich da überhaupt nicht, tut mir leid. Vielleicht kann man das an anderer Stelle nochmal denken, aber dort an dieser Stelle geht es nicht. Danke.
Ich schließe mich da gleich an, das passt gerade gut. Die Fahrräder sind ja da. Die Fahrradwegebeziehung ist so. Also ich persönlich nutze sie jeden Tag mindestens zweimal. In dem Moment, es fehlt dort eine Radinfrastruktur auf dem gesamten Platz. Wo die jetzt sein muss, da will ich mich gar nicht streiten, aber Fakt ist für mich, sie muss da perspektivisch hin, um das Ganze ein bisschen durchzusortieren, wer da wo zu sein hat.
Auch wenn ich mit dem Koffer aus dem Bahnhof trete und ich sehe da, ah, da ist ein Radweg, weil da ein Schild steht, weil da ein eindeutiger Weg ist, dann kann ich auch stehen bleiben und vielleicht gucken, ob jetzt wirklich gerade ein Rad kommt. Dann fiel vorhin noch das Wort Shared Space an der Stelle. Mal kurz nachgeschlagen. Das meint ja in meinen Augen ein ganz anderes Konzept, was auf dem Platz gar nicht geht.
Also Shared Space meint ja einen Platz oder eine Stelle, einen Straßenraum, bei dem ich bewusst Verkehrsschilder, Ampeln und Fahrbahnmarkierungen rausnehme, um zu bewirken, dass der motorisierte Verkehr, den ich auf dem Platz gar nicht habe, langsamer wird, weil er dann gucken muss, dass er eben niemanden gefährdet und da alle gut über die Verkehrssituation durchkommen. Also dass das Argument, dann machen wir da Shared Space an der Stelle, in meinen Augen überhaupt nicht passt, weil ich überhaupt gar keinen motorisierten Individualverkehr dort habe.
Da fährt eine Straßenbahn, da geht ein Fahrradverkehr durch. Ja, diese beiden Wegebeziehungen kreuzen den Standard Fußverkehr und allein um das zu beheben, ist echt eine Sortierung in meinen Augen notwendig. Deswegen ich nochmal sehr für die Zustimmung zu unserem Änderungsantrag plädieren würde.
Vielen Dank für den Hinweis, Herr Vorsitzender. Leider CDU-FDP-Fraktion. Vielleicht noch mal zur Präzisierung, gemeint ist natürlich eine Verkehrsmischfläche, die an dem Platz vorhanden ist. Und ich verstehe die Argumentation der Kollegen von den Grünen dort nicht an der Stelle.
Auf der einen Seite will man Bus und Bahn fördern, den größten Bahnhof der Stadt stärker frequentieren, mehr Personen, die dort ein- und aussteigen. Auf der anderen Seite soll genau dort ein Verkehrsschnellweg durchgehen. Wie das mit ein bisschen Sortieren funktionieren kann, ist mir unbegreiflich.
Im Übrigen ist es eine Verkehrsmischfläche. Man kann dort durchradeln, da muss man halt aufpassen, dass den Vorrang die Fußgänger beachtet werden. Der eigentliche Radweg, es gab eine lange Diskussion zum Tunnelbau, da musste auch rot asphaltiert und schick gemacht werden, geht geradeaus dann zur Halberstädter Straße, Quatsch zur Guericke Straße und ist dann abbiegend und dann kann man langfahren, wo man möchte.
Also man kann immer nur einen Tod sterben. Entweder wir wollen Klimaresilienz, dann müssen wir die Entsiegelung vornehmen oder wir wollen asphaltierte Radwege. Dafür gibt es schon einen. Da müssen wir nicht noch einen dazu bauen. Ich würde mich der Beschlussempfehlung von Frank Schuster anschließen. Danke.
Ich sage das gleich vorab, wir haben unterschiedliche Auffassungen innerhalb der Fraktion zu dem Antrag, deswegen sage ich das jetzt für mich. Ich finde den Radschnellweg direkt vor der Tür am Hauptbahnhof auch nicht sonderlich passend, weil ich glaube, da bin ich sehr bei Herrn Dr. Grube, dass die Unfallgefahr hoch ist und mir ist das nicht bekannt in anderen deutschen Städten, dass es ähnlich geführt wird.
Das heißt, intuitiv glaube ich auch nicht daran, dass diejenigen, die häufiger unterwegs sind, damit so viel anfangen können, wenn dann auf einmal die Fahrräder kommen. Wofür ich sehr offen wäre im Fahrradschnellweg wäre dann wieder ab Bahnhofstraße. Ich glaube, darüber kann man nachdenken in der Anbindung, aber der Teil dazwischen, da finde ich es nicht so sinnvoll.
Generell finde ich es sehr gut, wenn diese Wüste Willi-Brandt-Platz wieder atmen kann am Ende und dafür wird dieses Grün sehr viel helfen. Und normalerweise würde ich auch immer sofort sagen bei der Bürgerbeteiligung, ja, bin ich dabei, aber ich habe Sorgen um die Abrechenbarkeit bei den Fördermitteln am Ende, dass uns diese Bürgerbeteiligung und die Zusatzrunde, die wir da drehen, am Ende in eine Gefährdungslage bringt, dass wir die Fördermittel nicht kriegen und das am Ende bedrohlich wird für die Gesamtmaßnahme.
Und mir wäre es lieber, wenn wir am Ende dort mehr Grünen hinbekommen, damit man einfach wieder ein attraktiveres Plätzchen vorfindet, als wenn wir dann am Ende zwar vielleicht ein Ergebnis haben, womit die Leute dann aber vielleicht illusorisch in ein paar Jahren erst was anfangen können, weil das Geld dann fehlt, um es aus Eigenmitteln irgendwo realisieren zu können. Deswegen, wir werden das unterschiedlich handhaben an der Stelle, genau.
Insofern, es war immer eine gute Alternative, das stimmt, aber wir sind gar nicht angetreten hier gegeneinander, um Gottes Willen. Ich wollte einfach noch mal einladen zu einer kurzen Geschichtsstunde, das geht wirklich ganz schnell. Wir haben ja schon oft über diesen Platz hier gesprochen, ja, Falco Grube, Frank Schuster, wenn er noch so dabei war. Ich kann mich sogar noch an B-Plan erinnern, weil das glaube ich noch gilt, ja, der wollte das City Carré sich in Richtung Bahnhof erweitern, das sollte verglast werden, also gab es damals schon Visualisierungen, sah alles spannend aus, leider nie gekommen. Jetzt war mal erst was anderes, auch nicht schlecht, aber ich hoffe nur, es passiert überhaupt mal was.
Vor ungefähr zehn Jahren haben wir, da wollten wir noch Kulturabstand, anfänglich während im Kulturausschuss mal mit Herrn Pohlmann und dem Forum Gestaltung über die damals schon miserable Stadtmöblierung in diesem Ort gesprochen, dem Willy-Brandt-Platz, schon damals war keine Aufenthaltsqualität da. Also es klingt nämlich heute mal so, als ob das gerade jetzt erst aufgefallen ist. Nee, es ist schon lange, lange so.
Bedanken möchte ich mich auch ausdrücklich bei der Verwaltung, dass die an sich etwas komplex schwierige Drucksache, finde ich schon, aber auch viele Dinge mit aufgreift, die im Stadtrat mal besprochen oder gar beschlossen worden sind. Das ist ja nicht immer selbstverständlich, ja manches gerät ja auch in Vergessenheit. Also wenn ich hier lese, der Taut-Kiosk, für den wird ein Platz freigehalten, hat Frau Grosche uns erzählt. Das ist ganz zauberhaft, worum wir ja auch schon lange, genau Olaf Meister, der wird vergessen, außer wir gestritten gerungen haben. Allein der Kiosk ist bis heute noch nicht da, aber der Platz dafür, der wird wenigstens freigehalten und vielleicht klappt es ja dann doch nochmal. Das wäre sehr schön, da würde ich sofort zustimmen.
Bei der Bürgerbeteiligung, jetzt habe ich es, da stimmen wir als Linke grundsätzlich natürlich auch immer zu. Ich ganz besonders, weil diese anderen nämlich auch schon, liebe Carola, ja vorlag im Kulturausschuss, pünktlich zur Drucksache selber dort. Und da habe ich auch schon zugestimmt, weil ich habe hier schon mal gesagt, es ist nie zu spät, sein Volk zu befragen und verstehe es auch nicht so richtig, wo die Probleme liegen sollen in der Abrechenbarkeit der Fördermittel. Also vier Wochen sind da geplant. Also glauben wir denn ernsthaft, dass es morgen da losgeht oder was, wenn wir heute beschließen mit dem Umbau. Also da, meine Damen und Herren, muss ich doch mal mehr Realität einfordern. Vielen Dank.
Für den Kulturausschuss. Denn die Ausschüsse sind ein bisschen hinten runtergefallen, aber das ist nicht weiter schlimm, wir holen das nach. Im Kulturausschuss wurde natürlich auch rege diskutiert, es wurde darüber gesprochen, der Taut-Kiosk wurde schon genannt, aber auch, es ist der Kulturausschuss, ich erinnere mich, dass da der Vorschlag gemacht wurde, sollte da nicht noch irgendwas Künstliches hin, da hat man gesagt, ja die Erdachse ist ja schon da, warum muss es die Variante 2 sein.
Wir erinnern uns, Brunnensponsoring, ja es ist schwierig, kostet viel Geld, müssen gepflegt werden, einen Brunnen haben wir auf dem Ulrichsplatz, haben einen wunderschönen großen Brunnen, warum sollte da jetzt noch ein Brunnen hin, den Ulrichsplatz will man bebauen und Klima, aber das war jetzt nur so ein kleiner Exkurs. Also wir haben da wirklich intensiv das besprochen und der Antrag ist 6 zu 0 zu 1 angenommen worden.
Auch der Änderungsantrag von allen Mitgliedern des Kulturausschusses wurde begrüßt und da es nicht eindeutig war, wie das mit den Fördermitteln ist, damit das nicht hinten runterfällt, deswegen ist der Punkt 5 entstanden. Dann haben wir gesagt, okay, dann klopfen wir das jetzt richtig fest, dann machen wir das miet- und nagelfest, damit wirklich auch das da drin steht.
Herr Dr. Biebe, in der Ursprungsdrucksache steht das im Prinzip auch so, dass zuerst das mit den Fördermitteln gemacht wird, aber da ist man festgelegt auf eine Variante und wir wollten eben diese Variante jetzt nicht drin haben. Das ist im Prinzip der große Unterschied, dass man sagt, nein, keine Vorzugsvariante, sondern die förderfähigen Maßnahmen, die machen wir, aber wir fragen eben die Bürger, weil uns die Bürgerbeteiligung wichtig ist.
Das Geld ist sowieso nicht da, das wurde vorhin auch schon gesagt, dass das Geld sowieso noch nicht da ist und wenn man sich den Finanzrahmen anguckt, dann weiß man, dass das auch noch eine Weile dauern wird, bis dieses Geld dann da ist. Noch ein Hinweis, warum machen wir das, es kann doch so bleiben, es gab einen Stadtratsbeschluss, es gab einen Stadtratsbeschluss, dass der Platz, der Willi-Brandt-Platz gestaltet werden soll und daran hat sich die Verwaltung gehalten, hat Vorschläge unterbreitet und an uns ist es jetzt auch zu sagen, wir möchten die Bürger mit einbeziehen und Kulturausschuss hat dem zugestimmt.
Es hat mich doch mal getriggert. Frau Lehner, das ist ein netter Trick zu sagen, das ist kein Shared Space, weil da sowieso keine Autos fahren. Ich bin grundsätzlich skeptisch, dass diese Shared Spaces funktionieren. Die Grünen haben das bisher anders vertreten. Bei einer Fläche, wo ein Verkehrsmittel das am meisten stört, in den anderen Flächen nicht drin ist, zu sagen, da funktioniert es nicht. Dann funktioniert es mit dem Verkehrsmittel dazu erst recht nicht. Das möchte ich hier einmal festhalten.
Und dann zur Führung des Radverkehrs. Mein Kollege Wiebe hat das gerade schon mal angedeutet. Wir haben auf der Nordseite des Platzes, also am Portal, ein bisschen beschattete Fläche, die wird da geschaffen. Und da sollen die Radfahrer drunter durchfahren, anstatt dass sich da Leute im Sommer aufhalten können. Das funktioniert aus meiner Sicht nicht. Wir sagen Klimaanpassung, Hitzeschutz und das gilt vor allen Dingen für Leute, die stehen und sich aufhalten wollen. Wenn ich Rad fahre, habe ich sowieso Fahrtwind. Das heißt, das ist auch noch ein völlig ungeeigneter... Das ist so. Da schwitze ich das hinterher. Ich weiß nicht, wie ihr Fahrrad fahrt, bei mir ist das so. Na, ist egal. Manchmal im Sommer schwitze ich auch dabei, aber das nimmt jetzt hier vielleicht ein bisschen viel Platz weg. Das ist also tatsächlich nicht geeignet.
Und woanders eine Schneise soll, ich bleibe dabei, da müssen alle gucken, da müssen alle ein Stück weit auch langsamer fahren. Das nervt dann so ein bisschen, aber danach kann man ja wieder in die Pedale treten.
Ich höre hier ganz viel, was man ja machen muss. Hitzeschutz und Springbrunnen und doch kein Springbrunnen. Es hört sich ja alles interessant an und auch das mit den Fahrrädern ist ja eigentlich geregelt, wenn die Fahrradfahrer sich mit den Beschilderungen auskennen würden, weil da ist ja ein Schild und das ist so blau mit spielenden Kindern drauf, dass man ja Rücksicht nimmt auf alle, die da sind. Und das Verkehrsschild regelt ja eigentlich den kompletten Platz. Und da braucht man keinen extra Fahrradweg und so weiter.
Ich sage nur, guckt euch den Platz in Schönebeck an. Vorm Rathaus, da fahren sogar Autos lang, da fahren Fahrräder und da wird auch alles geregelt mit Straßenschildern und es funktioniert, ohne dass da irgendwie ein roter Pflasterstreifen einmal komplett über den Marktplatz gezogen wird. Brauchen wir nicht.
Fakt ist aber eins, ich muss Ihnen ehrlich sagen, ich bin jetzt 15 Jahre fast hier als Stadtrat und der Platz war bis jetzt noch nie so schön, wie er jetzt ist, weil er war davor schon hässlicher. Fakt ist eins, wir haben damals vor 20 Jahren oder Sie oder wer auch immer den Fehler schon gemacht und hat es nicht richtig gemacht, weil da auch kein Geld da war. Fakt ist aber eins, jetzt haben wir auch kein Geld und wenn es bloß 15 Prozent oder 80 Prozent Förderung ist, ist egal, weil wo ich hin will ist, wir können uns von der letzten Sitzung und zwar die Drucksache, gebe ich gerne nochmal an, Drucksache 50 aus 26, das war die Streichungsliste für diese 6, 7 Millionen Euro beziehungsweise 11 Millionen Euro, wo wir uns noch nicht mal leisten können, den Schulen eine anständige EDV zu geben oder den Schulhof zu sanieren.
Ja, da ging es auch um 200.000 Euro, aber die dürfen sozusagen auf dem Schulhof stehen, in der Sonne brezeln und der Bahnhofsvorplatz hat ein Wasserspiel und so weiter. Demzufolge würde ich das jetzt erstmal bitte ablehnen. Danke.
Ich stelle gleich einen Geschäftsordnungsantrag. Davor wollte ich noch sagen, in Schönebeck übrigens, Herr Guderjahn, das ist ein Shared Space. Das ist genau das, worüber wir da vorgeredet haben. Finden wir auch toll, haben wir schon ganz oft getestet, fahren wir gerne lang. Wir haben gar nichts gegen Shared Space, wie Herr Grube sagt, finden wir toll. Aber ein Shared Space vor dem Bahnhausportal ist eben nicht das, was wir vorschlagen.
Was wir vorschlagen, ich sage es noch einmal, ist erstmal jetzt für die Geschäftsordnung eine punktweise Abstimmung aller vier Punkte von unserem Änderungsantrag. Weil ich will Ihnen nochmal darstellen, die vier Punkte. Der erste Punkt, da geht es darum, dass der Geschäftsordnungsantrag ist die punktweise Abstimmung. Ich will es nochmal darlegen, der erste Punkt, da geht es nämlich darum, dass wir vor allem in die Umsetzung kommen, bevor die Fördermittel sozusagen weggehen, dass wir nur das erstmal machen, was Förderfähigkeit ist.
Der Punkt zwei, das ist mir ganz wichtig, da geht es um diese Radinfrastruktur. Hallo, hören Sie mir bitte zu? Die Redezeit ist eigentlich rum. Der Anhang, der Anhang, Herr Linke, Ihre Redezeit ist eigentlich abgelaufen. Okay, der Radweg ist in der Beschlusstext nicht festgelegt, wo der lang geht. Der muss nicht durch die Bäume gehen, zwischen den Bäumen gehen. Drei und vier ist klar, wie gesagt, drei basiert auf einem CDU-Antrag. Frau Linke, danke schön für die Punkteweise Abstimmung.
Also, wir haben jetzt einen Änderungsantrag zu einem Änderungsantrag beschlossen. Dann haben wir aus dem Änderungsantrag zwar keinen Punkt beschlossen, aber der so geänderte, in einem Punkt noch bestehende Änderungsantrag hätte nochmal abgestimmt werden müssen.
Dann hätte der eine Punkt noch Bestand, der hier eine Mehrheit gefunden hat, wenn das eine Mehrheit gefunden hätte, und dann hätte man die so insgesamt geänderte Drucksache abstimmen müssen. Ich habe ja jetzt die geänderte Drucksache abgestimmt. Wir haben in Einzelabstimmung einen Punkt... Aber ohne Punkt 5, Herr Vorsitzender, der hätte aus meiner Sicht noch Bestand, wenn Sie das den geänderten Änderungsantrag 1 noch abgestimmt hätten, was Sie hätten machen müssen, dann hätte auch...
Nochmal, wir haben einen Punkt, Komma 1.1, einen Punkt Strich 1. Der Punkt Strich 1, der 1.5 enthält, der ist angenommen worden. So, aus dem sonstigen Punkt 1 ist kein Punkt angenommen worden. Das heißt, es besteht immer noch die Abstimmung dazu den geänderten Punkt 5 als Antrag 1. Herr Stadtrat Grube, da muss ich Sie enttäuschen.
Wir sind nach wie vor dagegen, hier weiter zu bebauen. Ähnlicher Grund wie vorhin: Wir sind gegen eine weitere Versiegelung insbesondere von Ackerböden in der Stadt Magdeburg.
Deswegen sind wir da dagegen als Fraktion.
Ich wollte sagen, dass ich mich freue, dass in dem Areal jetzt eine Entwicklung stattfinden soll. Sie können es ja lesen, der B-Plan, der fortgeschrieben werden soll, ruht ja ein paar Jährchen, ich glaube 30 mindestens, 33 sogar.
Ich habe mich bloß gewundert, weil in der Anlage war der Vorhabenträger geschwärzt. Nun bin ich nicht im Bauausschuss, aber wenn ich mal reingucke, meistens sind die lesbar. Hier war er jetzt geschwärzt, warum? Weil es stand ja schon alles in der Zeitung, dass es die Grunddeck-Gruppe ist und vielleicht kann dazu Herr Rehbaum was sagen, weil ich meine, wir sind ja die Entscheidungsträger. Wir wollen ja vielleicht auch mit den Vorhabenträgern mal in Kontakt treten und fragen, was sie da machen. Und wenn ich blind abstimme, das wollte ich einfach mal wissen, ob das ein Zufall ist oder nicht.
Ansonsten hoffe ich natürlich, dass die großen Bäume, die paar, die da noch stehen, dann auch erhalten bleiben.
Ich helfe dem Beigeordneten, ja die Bäume sollen erhalten bleiben, das steht da auf dem Bebauungsplan so drinne. Das habe ich dann die Frage jetzt beantwortet, eben gestellt worden ist von Herrn Müller.
Vielleicht zu dem, was heute in der Zeitung stand, vielleicht nochmal als kleine Richtigstellung. Wir haben auch nochmal im Bauausschuss darüber gesprochen, dass die straßenbegleitende Bebauung, die jetzt noch nicht so richtig Bestandteil des B-Planes ist, auch mit berücksichtigt werden soll, damit die eigentlichen Straßenlinien wieder mit gefasst werden, dass man, wenn man auf der Halberstädter unterwegs ist, nicht unbedingt als erstes auf den Parkplatz guckt. Das muss auch sehr auch ser behutsam gemacht werden, weil daneben ist die Villa Drebenstedt.
Wir haben hier die Schwierigkeit, dass trotz allem natürlich ringsrum Wohngebäude vorhanden sind und dass man nicht übermäßig Lärmemissionen tatsächlich tätigen kann. Das wird die Nutzbarkeit der Flächen ein Stück weit einschränken.
Aber auf der anderen Seite sehen wir eben halt auch, dass gerade für solche kleineren Gewerbestandorte auch da uns die Flächen fehlen und dass wir damit in beschleunigten Verfahren an der Stelle auch agieren können und wollen und diese 3,7 Hektar denn auch für diesen Zweck entwickeln wollen.
Ich war auch ein bisschen erschrocken, wo ich jetzt gelesen habe, wo wir uns einmieten mussten. Ich hätte gerne mal gewusst, nach welchen Kriterien wir vorgegangen sind. Denn es gab ja mehrere Anbieter, die sich angeboten haben, etwas zu vermieten. Der etwas günstiger war, ist ja hier gar nicht berücksichtigt worden.
Hier ist eine Summe aufgerufen, wo ich sage, wir waren ja damals als Fraktion sowieso dagegen zu der Sanierung. Wir haben gesagt, wir wollten gleich neu bauen. Jetzt sehen wir das ja, was passiert, für wie viele Millionen wir was anmieten und müssen ja auch grundsätzlich noch weiter umbauen.
Sie haben zwar die Voraussetzungen geschaffen, dass das schon so sein kann, aber das passt ja noch nicht ganz. Wie gesagt, mich würde gerne interessieren, warum man sich hier für diesen Mieter entschieden hat und nicht für den anderen.
Ich möchte gerne vorausschicken, dass uns das Stadtarchiv, quasi als Gedächtnis unserer Stadt, natürlich sehr am Herzen liegt, zweifelsohne. Dennoch gehört zur Betrachtung dazu, dass die Kosten offenbar nicht zum ersten Mal immer höher zu Buche schlagen. Wir sind besorgt, ob mit Blick auf die angespannte Haushaltssituation an dem Standort weitere Kosten tatsächlich langfristig nachhaltig gut investiert scheinen.
Ich habe es vorhin schon mal angesprochen, einige erinnern sich vielleicht noch, dass das jetzige Objekt in der Mittagstraße als Stadtarchiv, als Ergebnis eines Ringtausches, als ein besonderer Erfolg gefeiert wurde. Jetzt scheint sich herauszustellen, dass das rein baufysikalisch betrachtet zu kurz gedacht war. Sicherlich werden wir heute zustimmen müssen, bei der Drucksache, die den Aufwuchs der Interimsunterkunftskosten in Sumburg betrifft. Aber ich möchte die Verwaltung fragen, lieber Herr Rehbaum oder Herr Häum, ob es wirklich noch der richtige Standort ist.
Die müssen ja komplett ausziehen, der gesamte Keller soll verfüllt werden. Es war nie ein Archivbau in der Mittagstraße, sondern eher ein Bauwerk zur Lagerung und Herstellung, also eine Zuckerfabrik. Wir haben auch andere Objekte in der Stadt, die Sanierungsbedarf hätten. Ich traue es mir kaum zu sagen, aber wir haben über potenzielle Nutzungsoptionen des Armut-Kulturhauses nachgedacht. Da wusste man das damals vielleicht noch nicht. Ich kann mich nicht erinnern, dass das Stadtarchiv dabei wäre.
Wenn das Ende der Kostenveranstaltung, und das ist unsere Sorge, noch lange nicht erreicht scheint, dann sind wir nachher vielleicht bei 20 Millionen angekommen, die wir in dieses Gebäude investiert haben. Die hätten wir auch gut im Armut investieren können. Dann hätten wir eine Nutzung, die als Kulturhausnutzung zusammenpasst, hätten vielleicht sogar noch den kleinen Saal erhalten, weil man so viel Platz vielleicht am Ende doch nicht braucht.
Bei aller Liebe, ich bin alles andere als ein Architekt, aber ein Empfinden für Ästhetik kann man mir nicht absprechen. Von der Formsprache und Architektur des Neoklassizismus, also des Tempelbaus, ist das Armutkulturhaus eine andere Hausnummer als das Objekt in der Mittagstraße. Das wollten wir hier und heute zur Diskussion stellen, weil wir in einer angespannten Lage sind und den Euro immer umdrehen müssen. Ich weiß nicht, was uns da noch alles erwartet. Wenn wir erstmal richtig anfangen, ist es vielleicht dann doch zu spät. Vielen Dank, dass Sie mir so lange zugehört haben.
Wir hatten es ja im letzten Finanzausschuss groß diskutiert. Für uns war es ein bisschen kritisch oder kritisiert worden, warum wir jetzt eine kurze Durchlauffrist hatten. Daraufhin war ja auch quasi der O-Ton, warum man bestimmte andere Objekte nicht geprüft hatte.
Ich hatte vorgeschlagen, was mit der Messehalle 3 ist bezüglich auf dem Messegelände. Daraufhin wurde uns mitgeteilt, dass dies nicht zur Verfügung stehen würde, obwohl sie quasi Barrierefreiheit bestünde, aber nicht dafür freigegeben werden könnte, weil ja dort die Messen auch langfristig geplant sind.
Auf die andere Frage hin, ob man bestimmte Dinge auch im Landesarchiv hätte unterbringen können, wurde es auch beneint, weil gar keine Flächen mehr da sind und das Landesarchiv ja selber aus allen Nähten platzt. Und damit haben wir auch keine Möglichkeit.
Deswegen hatte ich mich als Fraktionsmitglied dafür ausgesprochen, weil es im Endeffekt keine weitere Alternative mehr gibt in Magdeburg. Wir müssen in diesem Sinne in diesen sauren Apfel beißen, auch diese fünf Jahre mit den 3,7 Millionen Euro. Ansonsten haben wir keine Alternative, weil uns ja auch noch in der Sitzung mitgeteilt worden ist, dass es ja ein bestimmtes Lüftungsverfahren geben muss für die Belüftung von den Dateien. Und das finden wir jetzt wahrscheinlich nur noch in diesem Objekt und deswegen, ich werde der Sache zustimmen. Vielen Dank.
Ja, ich habe auch noch mal eine Frage. Wir reden ja von 4000 Quadratmetern Lagerraum für 5,30 Euro. Das ist viel Geld für einen Lagerraum. Und von 600 Quadratmetern Gewerbefläche für 7,50 Euro, 8,50 Euro. Der Preis ist gut.
Das heißt, wir reden darüber, dass wenn wir 3,5 Millionen investieren und der Quadratmeter im Neubau bei Gewerbe, bei Lagerflächen bei 3.500 Euro liegen würde, dass man in neun Jahren das Gebäude abbezahlt hätte. Also es geht relativ schnell. Also es ist eine gute Investition für den Vermieter. Und wenn man es selber bauen würde, hätte man in neun Jahren den Betrag refinanziert. Darum geht es.
Und die Frage ist, kann man am Messegelände nicht für das Geld dann auch anbauen? Irgendwie. Also ich finde, es wird hier Geld verbrannt für Lagerflächen, die für mich nicht ganz verständlich sind. Da hätte ich gerne eine Antwort zu.
Also dass das Stadtarchiv irgendwie saniert, gerettet oder sonst viel werden muss als Gedächtnis der Stadt Magdeburg, das ist glaube ich hier unstrittig. Herr Müller hat ja den Vorschlag gemacht, das arme, das ist ja nun sein Lieblingskind, aber trotzdem würde ich, wenn wir Herrn Reum nachher nochmal insgesamt hören, von Herrn Reum da explizit nochmal was hören wollen, ob das arme überhaupt in dieser Weise nutzbar wäre.
Und eine zweite Frage hätte ich dann auch nochmal, weil ja das auch hier zur Diskussion stand. Neubau, hatte man das mal grob kalkuliert, was würde denn Neubau kosten, abgesehen davon, wir haben ja gar keine Flächen, das Ilsetal ist ja nun weg und wo würden wir es denn hinbauen wollen?
Der Fraktionsvorsitzende Dr. Thomas Wiebe hat es eben schon gesagt. Es stellen sich im Rahmen dieser Drucksache natürlich schon einige Fragen, die man zumindest noch mal betrachten muss. Und ich finde jetzt das AMO nicht dafür geeignet. Aus verschiedenen Gründen wird das einfach nicht machbar sein.
Was aber tatsächlich wahrscheinlich eine der letzten Chancen wäre, jetzt noch mal nachzudenken, ob es wirklich Sinn macht, am alten Standort das Archiv zu sanieren. Und wie eben schon angesprochen, vielleicht doch lieber irgendwo auf der Wiese oder an einer anderen Stelle in der Stadt einen Neubau zu errichten, der aus meiner Sicht langfristig zumindest günstiger wäre, als den Altbau zu behalten, den teuer zu sanieren und praktisch ein Ergebnis zu haben oder eine Erfahrung zu haben, ähnlich wie bei der Stadthalle, das alles irgendwie 300 Prozent teurer wird, als es mal vorher geplant war.
Das sehen wir jetzt schon bei den Mietkosten, die waren auch viel günstiger angesetzt. Und von daher bitte ich einfach noch mal die Stadtverwaltung ernsthaft darüber nachzudenken, ob die Sanierung am alten Standort wirklich Sinn macht. Unabhängig davon, dass wir natürlich tatsächlich erst mal für eine gewisse Zeit einen Auslagerungspunkt haben müssen. Und an dem werden wir wahrscheinlich tatsächlich nicht vorbeikommen im Moment.
Ich würde gerne nur zwei Hinweise geben, auch an Herrn Papenbreer. Wir reden hier über Archivgut und nicht über Bananenkisten. Das heißt, wir haben hier eine spezielle Situation, in der ich Anforderungen habe, und zwar gesetzliche Anforderungen, die ich Archivgut zu behandeln habe.
Und ich fürchte, Herr Müller, beim AMO werden wir ein Statikproblem kriegen, weil ich hier nämlich über Schwerlastregale rede. Nichtsdestotrotz ist es natürlich ausgesprochen ärgerlich, dass sich auf einmal Zwischenkosten verdreifachen. Ich habe es aber so verstanden, dass man verhältnismäßig schnell handeln muss, also zwar nicht Gefahr im Verzug, aber dass Sie da jetzt nicht noch ewig zuwarten können und dass wir, wenn wir jetzt einen Neubau hätten, trotzdem irgendwie da raus müssten und zwischenlagern und dann hätten wir die Kosten zweimal. Das bringt vermutlich auch keine Punkte.
Also zunächst erstmal zu den Bananenkisten. Ich glaube, Bananenkisten sind gefüllt deutlich empfindlicher als Akten. Vielleicht eine Haltbarkeit von einer Woche. Einmal dazu, vielen Dank.
So, das zweite ist gerade eine Idee, die wir gerade diskutiert haben. Was ist mit der linken Schule? Ich habe keine Ahnung. Die wird ja frei im nächsten Frühjahr. Das ist ein großes Gebäude. Vielleicht auch an den Räumen nochmal der Hinweis, ist darüber nachgedacht worden. Genau.
Es ist ja ein bisschen mehr und ich musste auch was aufschreiben, sonst kann ich mir nicht alles merken. Das ist ein schönes Warm-up für das, was nachher noch zur Elbeschwimmhalle kommt. Erstmal möchte ich mich bei Frau Bettecken bedanken. Ich habe fünf Stellen gerade frei. Sie haben eine gute Fachexpertise. Ich würde mich freuen über eine Bewerbung. Also das war gut getroffen, was die Statik und die Ansprüche angeht. Da komme ich aber gleich nochmal dazu.
Ja, die Fragen, die Sie hier stellen, die hätten Sie sich beim Grundsatzbeschluss stellen müssen und nicht beim Grundsatzbeschluss zur Erweiterung des zweiten Bauabschnitts, sondern bei dem Beschluss, den Sie vor einigen Jahren zum Ausbau der alten Zuckerfabrik gestellt haben. Das nur nochmal zur Erinnerung bringen, weil damals war es auch nur der erste Bauabschnitt. Es war immer von einer Erweiterung in diesem Objekt die Rede. Das war unser Auftrag. Jetzt ist dazu gekommen, dass der Keller, der damals eben an Geld gescheitert ist, heute große Probleme macht, weil sich eben nicht um die Probleme gekümmert wurde oder gekümmert werden konnte, weil es immer an derselben Situation hapert. Es ist das Geld nicht da, es ist die Zeit nicht da und es gibt immer anderes Wichtigeres zu tun.
Am Ende des Tages, jetzt muss ich gucken, die Reihenfolge. Ich glaube, es war die Frage zur Messehalle von Manuel Rutsch gestellt. Ich hatte das schon mal im Ausschuss erklärt. Die Messehalle ist natürlich in der Veranstaltungsplanung fest gebucht. Veranstaltungsplanungen, das wissen wir aus der Stadthalle und aus den Diskussionen zum AMO, sind meistens mehrere Jahre im Vorlauf. Es ist mit Vertragsstrafen zu rechnen, wenn ich die Bedarfe dort nicht decken kann. Und auch wenn die sehr selten genutzt wird, sie wird genutzt und sie hätte dann natürlich keine Einnahmequellen und auch keinen Ersatz. Im Zusatz dazu kann ich nur sagen, ich habe mal schnell gegoogelt, die Messehalle hat 1.600 Quadratmeter, unkonditioniert, nicht mit den Klimaanforderungen, wäre auch viel zu klein. Wir haben vorhin gehört, allein 4.000 Quadratmeter sind jetzt hier bei der Bäumer-Group anzumieten für nur die Archivflächen. Da kommt Büro und noch Sonderqualitäten dazu, Klimaanforderungen etc.
Es wurde gefragt von Herrn Zander, welche Kriterien. Erste Frage von mir zurück, Sie haben auch nach einem günstigeren, Sie haben gesagt, wir hatten was Günstigeres gehabt. Es entzieht sich meiner Kenntnis, können Sie mir vielleicht da nochmal eine Info geben, was Sie als günstiger sehen? Was ich auch kenne, Ihren Vorschlag aus der Fraktion, was ich mir angucken sollte, das kannte ich nicht, stand auch zu dem Zeitpunkt nicht zur Diskussion, ist auch viel zu klein. Ansonsten muss man immer dran denken, die Kriterien, die wir hier haben, es ist ein Archiv, es ist Kulturgut, es ist hochsensibel. Wir wissen, was passiert, wenn so ein Archiv einstürzt oder abbrennt. Die Hiobsbotschaften aus anderen Kommunen kennen wir. Wir haben es hier mit umfangreichen Archivgut zu tun. Wir haben es auch mit Sonderarchivgut zu tun, gerade Fotodokumentation und so weiter. Filmstreifen und so weiter brauchen ganz besondere Klimaanforderungen. Herr Dr. Volkmar war hier unwahrscheinlich kompromissbereit in der ganzen Suche, sich auf bestimmte Situationen einzulassen. Er hat eine Klimaspeicherung von sieben Kelvin zugelassen, also 18 bis 25 Grad in etwa haben wir hier zulässig. Das macht kein anderer Archivbetreiber und das ist auch nur für so eine kurze Zeit machbar. Ansonsten haben wir es eben nachher mit Verlust an Substanz zu tun. Ich will nicht wie in irgendwelchen Holzbändern meiner Objekte Nagelkäfer oder irgendwelche anderen Parasiten nachher haben oder das ganze Zeug mit dem Föhn auseinander bringen. Das macht alles keinen Sinn. Es muss schon qualifiziert sein und hier bei der ausgesuchten Fläche haben wir eine Qualifizierung.
Ob es eine richtige Entscheidung ist, wie gesagt, das hatte ich schon mal gesagt, die Frage hätte viel früher gestellt werden müssen. Wir können auch nicht einfach jetzt irgendeinen Standort nehmen. Wir haben natürlich eine ausgiebige Standortsuche durchgeführt. Wir sind natürlich in erster Linie immer mit meinen eigenen Objekten unterwegs, im Leerstand. Wir haben uns Schulen angeguckt. Linke Schule war auch ein Thema, zu klein. Schilfbreite haben wir uns angeguckt. Wäre möglicherweise in Ordnung gewesen, aber auch mit ganz vielen anderen Kompromissen verbunden. Und hier haben wir wirklich ein bedarfsgerechtes, funktionales Lösungskonzept, was wir auch möglicherweise noch für eine andere Situation mitdenken können, wenn wir doch schneller fertig sein sollten. Und es ist auch ganz wichtig, dass dieses Archiv natürlich auch als Archiv wahrgenommen wird. Ich kann das nicht irgendwo an die Grenze der Stadt ohne ÖPV-Anschluss usw. setzen. Es muss also auch für die Mitarbeiter als auch die Besucher des Archives erreichbar sein.
Und beim Standort eines Neubaus, wenn Sie mich fragen, ja, eine Zuckerfabrik ist kein Archiv. Ganz klar. Aber Neubau jetzt nochmal in Frage zu stellen, wäre wirklich nicht gegeben. Und auch eine Grundstückssuche, wir haben es vorhin in der Diskussion zur Brennecke-Straße gesehen. Wir wissen, was da auf uns zukommt. Viele eigene Flächen haben wir nicht. Das haben wir Frau Stieger vorhin gehört. Und Grundstücke anzukaufen, ist immer mit Preis verbunden. Und Herrn Pohl's Worte haben Sie sicherlich auch noch im Kopf. 5 bis 10 Prozent, 15 Prozent jährliche Preissteigerung haben wir. Wenn wir jetzt nochmal bei Null anfangen, haben wir den aktuellen Bedarf nicht gedeckt und Kosten in mehreren Jahren, die wir uns eigentlich jetzt sparen sollten.
Herr Müller, Sie kennen das AMO wie Ihre Westentasche. Sie wissen, dass es ein Denkmal ist. Sie wissen, dass der Saal maximal 700 Quadratmeter hat, dass die Büroflächen kaum der Rede wert sind. Sie wissen auch, dass das Stadtarchiv mit überwiegend versehrten Mitarbeitern ausgestattet ist. Eine Barrierefreiheit in allen Bereichen erforderlich ist und damit ist das AMO leider nicht grundsätzlich geeignet. Von der Größe, von der Bespielbarkeit als Denkmal, als auch von den Anforderungen, die an so ein Archiv gestellt würden. Man kann natürlich darüber nachdenken, auch da einen Anbau zu machen. Wir haben auch über die Loge überlegt, auch da wären wir mit einem qualifizierten Anbau, aber das gehört mir nicht, und wurde für andere Zwecke mehrfach auch schon vorgeschlagen.
Was haben wir noch auf der Liste gewesen? Ja, Preis, ob der Preis in Ordnung ist. Also jetzt für das Interim-Objekt als auch für die Investitionen, die wir da machen. Natürlich ist ein funktionaler Neubau, bedarfsgerecht auf der grünen Wiese, sicherlich auf einen Quadratmeter günstiger. Wenn auch noch das Grundstück dazu betrachtet wird, wird es dann schon wieder heikel. Und die Lage, Lage, Lage, das ist eben dann auch noch die Frage, wie ist es erreichbar, wie ist es zu platzieren und wahrzunehmen. Und was hatten wir noch, Herrn Rösler? Ja, mit den Preissteigerungen hatte ich schon was gesagt. Und ich glaube, ich habe die meisten Fragen erwischt und würde mich jetzt tatsächlich noch freuen, was Herr Zander als Alternativen und günstigere Objekte gesehen hatte.
Ich weiß ja nicht, wer diese Ausschreibung oder wer das veranlasst hat. Wenn Sie selbst das gemacht haben, dann wissen Sie auch, wer sich noch beworben hat. Den Namen werde ich hier nicht kundgeben. Ich weiß, dass es einen Mitbewerber gab, der günstiger war, der die gleiche Voraussetzung hat wie das, was wir jetzt anbieten wollen.
Und wenn Sie mir sagen, bei FAM, das ist gut erreichbar, also da bin ich anderer Meinung. Und es kommt ja noch dazu, dass der andere Anbieter, der da war, sogar den Umbau finanziert hätte. Und man hätte sich darüber unterhalten können, ob man das über die Miete umlegt oder nicht. Die junge Dame wurde abgesagt. So viel darf ich sagen.
Ja, also das muss ich so sagen, die sich da beworben hat mit einem Objekt und die auch nicht versteht, warum man dann das teure Objekt nimmt, weil die Voraussetzungen da nicht so sind wie das, was angeboten wurde, das andere Objekt. Alles andere, das müssen Sie wissen, Ihre Mitarbeiter, genau worum es geht.
Ja, ich habe auch nur noch mal zwei Nachfragen. Einmal, ich bin jetzt völlig irritiert, dass die linke Schule eine Erdgeschossfläche weniger als 4000 Quadratmeter hat. Das kann ich mir fast nicht vorstellen, das ist Punkt eins. Also ich habe mir gerade die Daten nochmal der Grundflächen angeguckt.
Punkt zwei, nur zur Korrektur, weil Sie sagten, ja gut, wenn wir in Messhalle 3 gehen, dann haben die ja keine Einnahmen. Natürlich haben die Einnahmen, die haben sogar mehr Einnahmen als vorher, weil die ja jeden Tag vermieten, nämlich an uns und nicht dreimal im Jahr. Also das will ich nur zur Korrektur und zur Klarstellung nochmal haben. Danke schön.
Vielen Dank erstmal für die schnellen Informationen, Herr Reum. Sie wissen, ich setze mich immer gern mit Ihnen oder Ihren Themen viel mehr auseinander. Aber sehen Sie es mir auch nach, wenn das jetzt so ein bisschen ankommt.
Ja, Herr Sammler, der Stadtrat hat eben damals so einen Grundsatzbeschluss gefasst. Hätten Sie alles wissen müssen? Nee, haben wir eben nicht. Wir sind ja bloß Ehrenamtler, wir sind nicht alle so architektonisch begabt wie offenbar Kollegin Wettigen. Also sehen Sie uns das nach, Herr Reum. Ich kann mich auch nicht erinnern, jetzt spiele ich den Ball mal zurück, dass Sie oder Ihre liebe Verwaltung uns seinerzeit 307 angeboten hätten. Nee, darum.
Also wir kommen jetzt erst reichlich spät. Das habe ich ja selber gesagt, es tut mir auch leid, denn diese Diskussion, die hätte wahrscheinlich viel früher stattfinden müssen. Aber das ist genau der Punkt, den ich in der letzten Sitzung schon angemahnt hatte. Sie kommen natürlich mit Ihrem vorgefertigten Plan oft, nicht immer, und der soll es dann sein. Haben wir vorhin beim Lesetal, war genau dasselbe. Ist immer dasselbe Programm. Stimmen wir nicht zu, schon schlecht, haben wir alles nicht verstanden, dann werden gesetzgebende Hilfsfristen, all das ganze Programm.
Und manchmal, denke ich mal an den Tunnel, also gibt es ja auch zwischendurch einen Wechsel in der Verwaltung, dann laufen Projekte doch so ein bisschen mal zeitweilig aus dem Ruder, dann waren das natürlich mal dritte andere, oft waren es auch. Am Ende, das ist doch die Wahrheit, am Ende haben immer wir, also als Stadtrat, Sie als Verwaltung, die Bewohner unserer Stadtbevölkerung dafür bezahlt. Und hier haben wir einfach nur die Sorge, ist das jetzt hier wieder so? Das können wir natürlich überhaupt nicht absehen, kann ich nicht.
Ich sage es nochmal, es tut mir leid, dass es so spät ist. Ich hätte mir gewünscht, diese Diskussion hätte früher stattgefunden, schon gar nicht heute, wo wir eh nie fertig werden. Ich weiß gar nicht, wie das weitergehen soll, lieber Vorstand. Aber nun sind wir an dem Punkt, es ist noch nicht zu spät. Ich freue mich über die vielen Hinweise, die hier kamen. Ich kenne keine Lösung, nein. Ich weiß, Sie sind da sehr flexibel, ich schätze Sie, das wissen Sie selber, Herr Reum.
Aber machen Sie es nicht doch ein bisschen so leicht, eben zu sagen, aber es ist viel zu klein, dann sind was, die Mitarbeiter sind alle mit Behinderung versehen, also das ist noch gar nicht so lange her. Da hat die Beiholung Frau Stille-Hinz selber vorgeschlagen, dass die Bibliothek, die ja auch stark sanierungsbedürftig sein soll, die sollte da ausziehen, so ob Bücher, auch nicht alles leicht, das wäre dann nicht angegangen, oder wie? Und Sie haben ja selber gesagt, der Anbau wäre möglich, also ich wünschte mir wirklich mal, wenn Sie sich so viel Mühe gemacht und Sie eh das alles schon haben, dass wir mal vielleicht im nächsten Betriebsausschuss oder so mal so eine Liste vorgelegt bekommen, Pro und Cons, eine Prüfung der Vergleich, der Wirtschaftlichkeit mit verschiedenen, was weiß ich, angefangen mit den Messehallen, was weiß ich, Grundstücke fallen mir jetzt auch keine ein, bin ich bei Ihnen, aber das wären doch Dinge, ja, die hätten wir schon vor zwei Jahren haben können, das ist richtig, haben wir auch bloß nicht gehabt, ist ja auch kein Vorwurf, nur eine Feststellung.
Und ich hoffe, Herr Professor Volkmar hört nicht zu, aber es wird ja nicht sein, erst mal unter uns, besonders Schmuckkästchen, ja, ist ja nun dieses Neustadtarchiv an der Stelle wohl auch nicht, ja, also das ist nur, also das war eine Notlösung damals, weil wir nämlich damals schon kein Geld hatten.
Ja, vielen Dank, Herr Vorsitzender. Denn auch da nochmal ein paar Antworten zunächst erstmal zu Herrn Sander. Jetzt ist bei mir der Groschen gefallen, wen Sie ansprechen. Natürlich haben wir uns das Objekt angeguckt und für völlig ungeeignet gehalten, weshalb wir da auch kein Angebot annehmen möchten und auch nicht die Qualifikation darin. Da gibt es mehrere Faktoren, die ich jetzt nicht alle hier nochmal vortragen möchte. Es gibt ausreichend, die diesen Standort als ungeeignet gezeichnet haben.
Herr Papenbreer, ja, die Flächen in einer Schule, die sind möglicherweise gar nicht so schlecht. Den Ansatz hatten wir, wie gesagt, mit der Schilfbreite schon in eigener Fassung. Da hätte bloß ein Aufzug angebaut werden müssen, um die Barrierefreiheit herzustellen. Die Flächen wären top da gewesen, die Lage war doof. Und wir haben natürlich in der Linke-Schule, das stand zu der Zeit, wo wir jetzt den Bedarf haben, gar nicht zur Debatte. Das ist also zeitlich versetzt. Das heißt, wir starten später, haben also teurere Kosten, also auch wieder Verzögerungen. Macht eigentlich keinen Sinn.
Und in der Linke-Schule ist die Besonderheit, also hier haben wir einen alten Baukörper, ich glaube, aus einer ganz berühmten Feder aus der Bauhauszeit. Und von daher gehe ich davon aus, dass diese alte Schule die 5-Kilo-Newton-Deckenlast möglicherweise nicht hat. Das könnten wir gerne nochmal prüfen, aber stand zur damaligen Suche nicht zur Disposition. Und ich glaube auch nicht, dass man damals Trümmerdecken gebaut hat, die diese Lastanforderungen, weil darunter sind Kelleranlagen, denn hergeben würde. Und eine Schule hat keine Klimatisierung. Sie haben vorhin gehört, das Archiv hat ganz spezielle Raumluftqualitätsanforderungen. Das heißt, ich müsste in diesem Objekt auch erstmal wieder eine Klimatisierung einbauen. Das war zum Beispiel bei dem Objekt von Herrn Zander nicht der Fall. Auch wenn da eine Umlage und eine Miete kalkuliert werden sollte.
Am Ende des Tages ist es wirklich ein Wirtschaftlichkeitsvergleich, der notwendig ist. Und den haben wir mit den bei uns zur Auswahl stehenden Objekten natürlich gemacht. Und hier auch durch die Verhandlungen, wir hatten es vorhin gehört, sehr günstige Preise eigentlich generieren können. Also für 7,50 Euro Büros anzumieten, in Magdeburg trotzdem sehr schwer. Und für die Archivflächen mit 5 Euro und ein paar Zerquetschten noch viel schwerer.
Herr Müller, das war zumindest nicht meine Zeit. Und wenn ich Ratschläge, Hinweise, vehemente Unterstützung leiste und sage, mach den Fehler nicht. Man will das hier nicht hören. Ich spreche zum Beispiel auch vom AMO. Meine Hinweise will der Stadtrat nicht hören. Es gibt sehr kluge Entscheidungen und Empfehlungen, die sind nicht immer gewollt. Und dementsprechend ist es wahrscheinlich damals auch so gelaufen. Und natürlich ist es auch ein komplexes Thema zu einer Zeit, die lange vorbei ist. Die Anforderungen haben sich geändert. Ich hätte mir erhofft, dass wir in einer digitalen Welt gar keine Akten mehr produzieren großartig, sondern nur noch das verwalten müssen, was an alten Akten da ist. Es ist aber nicht so, es kommen immer noch Akten dazu. Und es gibt keine Möglichkeit, die Sachen auch auf der Aufbewahrungspflicht zu digitalisieren und damit Flächen zu generieren.
Und was auch schlecht ist, ist natürlich eine Dezentralisierung von den Flächen. Natürlich könnte man jetzt überall, auch hier im Haus, wir haben Tiefkeller hier unten drunter, die sind völlig trocken und leer, da könnte sicherlich was eingelagert werden. Vielleicht nicht das hochwertige Gut des Archives, aber man könnte vielleicht irgendwo was leer machen. Aber das ist ja ein riesen komplexer Zusammenhang. Weil für eine dezentrale Bespielung, das Material muss verfügbar sein, brauche ich mehr Personal. Personalkosten haben wir auch gehört. Ist der größte Posten hier im Haushalt. Oder einer der größten Posten. Das können wir uns nicht leisten.
Und von daher vertrauen Sie doch auch einmal der Verwaltung, dass die vielen, vielen komplexen Abhängigkeiten, Zusammenhänge schon mal analysiert worden sind. Und dass wir jetzt hier eine Lösung haben, die sich mittlerweile im Entwurfstadium befindet. Wir jetzt mit der EW-Bau die Freigabe für die Genehmigungsplanung eigentlich haben. Der Umzug im Herbst stattfinden müsste, um den Zeitplan halbwegs zu erhalten. Und wir ja mittlerweile auch schon viel, viel, viel Geld in Planungen investiert haben. Das jetzt alles aufzunehmen. Und das sind nicht nur ein paar tausend Euro, das ist ein sechsstelliger Betrag an Planungsleistungen, der dann für die Katz, für die Tonne ist.
Ja, ich glaube an der Stelle, achso, vielleicht noch ein Hinweis zum Neustadtthema. Sie wissen selber, was das für ein Stadtteil ist, mit welchen Problemen der befasst ist. Wir suchen natürlich als Verwaltung auch für Nutzungen, für Bespielungen, die diesen Stadtteil hilft. Und das ist ein kultureller Standort, der wirklich diesem Stadtteil gut tut. Wo nicht irgendein Konflikt bei rauskommt. Und wir haben auch noch Fördermittel dabei, die uns hier extra auch unterstützen in der Stadt, dass wir dieses Objekt hier auch unter dem soziokulturellen Aspekt in diesem Stadtteil fördern.
An der Stelle fällt mir jetzt auch wirklich nichts mehr weiter ein. Wenn Sie noch weitere Fragen haben, bleibe ich auch gerne noch stehen. Alles klar?
Herr Reum, Sie merken ja, es bewegt uns sehr. Es sind keine kleinen Summen, über die wir hier reden. Es ist eine finanzpolitische Entscheidung, die wir heute Abend treffen. Es geht nicht um die Grundsache an sich. Da stehen, glaube ich, alle dahinter. Das haben wir auch mehrfach gehört. Herr Müller hat es auch gesagt.
Was mir so ein bisschen fehlt ist, Sie haben gesagt, Sie haben verschiedene Varianten geprüft und haben auch bei einigen eigentlich Potenzial gesehen, mit vielen Kompromissen. Aber was sind denn diese Kompromisse in Zahlen ausgedrückt? Das haben Sie nicht gesagt. Welche anderen Varianten wären denn theoretisch machbar? Vielleicht auch mit dem Nachrüsten einer Klimaanlage in der Linke Schule zum Beispiel. Warum wurde diese Variante nicht mal weitergerechnet und man hat am Ende auch mal eine Zahl zum Vergleich?
Weil ich glaube, das ist das Thema, wo wir als Stadtrat sollen heute Abend die Entscheidung treffen. Aber eigentlich haben wir nur eine Variante, über die wir entscheiden können, nämlich Ja oder Nein, für die, die Sie uns hier vorlegen. Und das fehlt mir ehrlich gesagt ein bisschen zur Transparenz.
Ich habe jetzt eine Antwort bekommen, die ich natürlich überprüfen werde, muss das so sagen. Das werde ich mir morgen genau erklären lassen. Ich werde mir morgen mal die Zeit nehmen und dort hinfahren und mir das auch nochmal da genau zeigen lassen, ob das wirklich so ist, weil ich habe das anders gehört, aber ich möchte mich ja hier nicht streiten.
Für mich wäre jetzt nochmal eine Aussage sehr wichtig vom Fachmann, was dann im Protokoll steht. Also es wäre nicht ratsam, jetzt noch neu zu bauen und den ganzen Vorgang zu stoppen, denn wir haben das ja heute schon mal gehört. Man kann ja alles überändern, wenn wir was beschlossen haben. Sie haben ja eben gesagt, es geht nicht mehr rückwärts, wir haben so viel Geld investiert, wir müssen da jetzt durch.
Genau das ist das, wo ich immer sage, so kann es ja nicht sein. Also uns würde jetzt schon mal interessieren, wenn wir jetzt stoppen, wir bauen jetzt ein neues Archiv. Verluste werden ja da sein, aber wir brauchen keine Anmietung und lassen alles erstmal da stehen, wo es ist und stoppen das alles. Also das muss man so sagen, dass das uns noch Millionen kosten wird alles und das kann uns heute ja keiner sagen, das sind die letzten Millionen dafür, für Splitter Schief.
Ja, dann probiere ich jetzt mal die letzte Runde. Also bei den letzten Worten muss ich Ihnen recht geben, es kann keiner die Glaskugel auf den Tisch legen, die berühmte, und sagen, das ist die letzte Million, gerade in der weltpolitischen Lage. Das, was jetzt jeder mehr bezahlen muss beim Tanken, das ist irgendwann beim Einkaufen, das ist spätestens dann auch irgendwann beim Beschaffungsmarkt in der Bauwirtschaft und das schlägt sich auf alle Preise durch.
Und ich gehe fest davon aus, da der Krieg noch nicht zu Ende ist, wird das uns noch eine ganze Weile beschäftigen und zu Mehrkosten führen. Ich versuche auch nochmal die Synapse zu finden zu Frau Middendorf und Ihnen, weil Sie ja beide Wirtschaftlichkeit ansprechen. Das Stadtarchiv jetzt hat schon nicht die Funktionalität, die es braucht. Die Akten, die anfallen, Herr Reborn, im Baubereich, die werden schon gar nicht mehr dorthin gebracht in eine Verwaltung. Genauso, wir versuchen jetzt schon überall zwischen zu parken, weil das Archiv gar keine großen Aufnahmekapazitäten mehr hat.
Ich versuche es mal an meinem Beispiel zu machen. Wenn ich einen Bauantrag stelle als Investor, dann brauche ich in der Regel Daten, Fakten, Zahlen. Die kriege ich woher? Aus dem Archiv. Über das Grundstück, über die ehemals Bebauung, was war da drin, was war da mal für eine Bebauung drauf. Manchmal habe ich ja auch einen Umbau und so weiter, brauche also Akten. Die Akten kriege ich natürlich nur, wenn ein Archiv funktioniert. Wenn ich den Archivbetrieb einschränke, dezentralisiere, brauche ich mehr Zeit, schlägt sich das auf die Bearbeitungszeiten durch.
Wir schimpfen, wie lange es dauert, einen Bauantrag zu bearbeiten, wie lange es dauert, dass ein Investor endlich seine Wünsche erfüllt kriegt und bauen kann und hier was erzeugt. Das hängt alles miteinander zusammen. Natürlich kann man neu bauen. Natürlich kann man uns auch sagen, wir lassen das, wir müssen uns aussetzen, wir investieren in Digitalisierung. Zehn Leute sollen Ihnen noch ein bisschen was wegscannen, haben wir wieder ein bisschen was geschafft. Natürlich kann man das machen, aber wie gesagt, ich kann nur appellieren, ich habe einen Auftrag von Ihnen gekriegt mit einem Grundsatzbeschluss, die Planung fortzusetzen.
Ich habe Ihnen die Planung vorgestellt in der ES-Bau und der EW-Bau und jetzt stellen wir das in Frage und wir verlieren Zeit, Geld und haben keine Lösung für das, was unser Problem ist. Dass die Wirtschaft da draußen nicht bauen kann, die Leute unzufrieden sind, weil sie lange Zeiten haben, weil die Verwaltung Verträge ist und es wird dadurch meines Erachtens nicht viel besser. Gut, soweit zu meinem Statement hierzu.
Ich schätze Ihre Arbeit wirklich sehr und gleichzeitig sind für mich viele Fragen offen. Auch diese Dinge, was Sie eben angedeutet haben, Linke-Schule könnte man vielleicht nochmal prüfen, Messehalle 3 war so ein bisschen schwammig, die verdienen ja dann in der Zeit kein Geld.
Ich stelle den Antrag zum Zurückstellen bis zum 23.04. und dass bis dahin diese Dinge geprüft werden. Ich möchte heute keine Entscheidung.
zen, die dann auf dem Hallenboden aufliegen. Das ist ein sehr aufwendiges Verfahren, das wir hier durchführen müssen, um die Spannstahlentnahme sicher zu gestalten.
Wir haben uns entschieden, diese Maßnahmen durchzuführen, um die Sicherheit der Halle zu gewährleisten und um eine fundierte Entscheidung über die weitere Nutzung treffen zu können. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden entscheidend dafür sein, ob und wie die Halle in Zukunft genutzt werden kann.
Ich hoffe, dass ich Ihnen mit diesem Bericht einen guten Überblick über den aktuellen Stand der Dinge geben konnte. Wir sind uns der Bedeutung der Elbeschwimmhalle für die Stadt bewusst und arbeiten intensiv daran, eine Lösung zu finden, die sowohl sicher als auch wirtschaftlich tragbar ist.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
Wenn ich das höre, also da geht mir schon... naja will ich lieber nicht sagen. Ja es ist ja wichtig, dass wir das machen. Mich würde interessieren: Getec-Arena, nehmen wir das Dach runter für sieben Millionen, warum machen wir das hier nicht auch ganz genau?
Wenn ich höre, das dauert ein Jahr Bauzeit, was wir da jetzt so vorhaben, also dann bietet sich das doch an: Dach runter, neues Dach drauf, fertig.
Also das ist wirklich, wie gesagt, abhängig von den Ergebnissen und ich würde es natürlich nicht machen, denn wir haben momentan natürlich den Leistungssport als auch den Breitensport zu bedienen. Ich würde natürlich erstmal alles daran setzen, dass wir die Hallenkapazitäten wieder generieren.
Momentan haben wir zwar Lösungen, Frau Richter hat da super Pläne entwickelt, dass eigentlich keiner zu kurz kommt, dass der Leistungssport trainieren kann, dass die zufrieden sind, dass sie die entsprechenden Trainingsstätten nutzen können. Mit kleinen Ausnahmen, dass sie eben zwischen Strömungskanal und Diagnostik und Diesdorfer Halle mal hin und her fahren müssen, aber darauf haben sich die Athleten eingestellt.
Wollen wir ja alles daran setzen, dass wir das jetzt nicht machen müssen und bei der Gedeck Arena, ja, da ist ein großes Investment vor der Brust, was wir im nächsten Jahr beginnen wollen, aber da haben wir ihnen ja auch schon erklärt, wie aufwendig und komplex das ist unter einer speziellen Nutzung dort.
Wie gesagt, ich würde jetzt erstmal gern davon absehen und hoffen, dass wir die Halle ohne Komplettaustausch, es gibt auch noch ein paar andere Lösungen, ich habe das jetzt nicht so weit ausgeführt, könnte Ihnen glaube ich stundenlang Referate halten. Also wir können auch über Entlastungen, dass wir bloß die Stahlbeton-Deckenplatten gegen leichtere Paneel-Platten austauschen, da gibt es auch ein paar Alternativen noch.
Das müssen wir wirklich analysieren, Konzepte erstricken und dann gucken, was wirtschaftlich und vertretbar ist und die richtige Lösung ist. Das ist unser Job, den wir Ihnen natürlich schulden.
Mich würde die Kosten interessieren. Was wird uns der Spaß jetzt hier kosten, der noch nicht im Haushalt drin ist?
Dazu kann ich Ihnen aktuell keine genaue Angabe machen. Es wird im sechsstelligen Bereich sein. Wir haben jetzt schon Kosten ausgegeben, Planungen beauftragt und Analysen. Die waren schon nicht ganz ohne, das machen wir momentan aus dem Haushalt konsumtiven Bereich.
Wir wissen, dass das Monitoring tatsächlich im sechsstelligen Bereich liegen wird. Das ist mir aber wert gegenüber einem Millionenbetrag für eine Sanierung und einen Ausfall der Halle an sich.
Die Redezeiten wurden automatisch mit Hilfe einer Software ermittelt. Sie sind nur eine Schätzung und können von den tatsächlichen Redezeiten abweichen.