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Ja, mit dem Änderungsantrag nehmen wir nochmal Bezug zur Stellungnahme, die ja schon vorliegt. Und jetzt vielleicht nochmal kurz, was wir mit dem Antrag wollten.
Die Beiräte, die wir auch alle, denke ich, wo viele von uns auch vertreten sind und teilnehmen, beschließen Dinge. Sie sollen uns zuarbeiten und es ist uns wichtig, dass wir eine geeignete Form finden, wie diese Zuarbeiten auch für alle für uns zugänglich werden. Das empfinden wir zumindest im Moment als problematisch und bitten darum, dass es zukünftig eine geeignete Form gibt, damit das stattfinden kann. Sei es als Information, sei es als Anhang oder Anlage zu Anträgen. Da geht sicherlich irgendwas.
Letzte Woche oder zur letzten Sitzung gab es ja auch die Anlage, die ist Protokoll der Gartenpartei zu einem Antrag. Also es gibt ja Mittel und Wege, Informationen zugänglich zu machen. Ja, das ist so, was gibt. Darum bitten wir dazu der Änderungsantrag. Vielen Dank.
Ja, in Zeiten, in denen hier der Seniorenbeirat kommt, der Vorsitzende, und ein Plädoyer dafür hält, dass der Beirat kaum gehört wird, dass er nicht das Gefühl hat, wirklich ernst genommen zu werden, in Zeiten, wo der Klimabeirat immer wieder betont, dass er sich mehr Beteiligung wünscht und mehr Möglichkeiten, seine Beschlussempfehlungen, was eben deren Job ist, auch hier an den Chatort ranzubringen, in den Zeiten hier so etwas abzulehnen, wo es nur darum geht, diese Informationen uns in irgendeiner Art und Weise, und da kann die Verwaltung wie gesagt kreativ werden, dass das heute nicht durchkommt und auch von Frau Boris abgelehnt wurde und auch im Änderungsantrag sich enthalten wurde, finde ich wirklich sehr, sehr schade und das ist nicht ein Zeichen von Beteiligung oder von der Möglichkeit, dass unsere Beiräte hier ernst genommen werden.
Das werde ich auch noch schriftlich zum Protokoll geben.
Hintergrund des Antrags sind die anhaltenden Beschwerden, insbesondere auch von Eltern, dass wenn Kinder dann auch zur Mittagszeit mal zum Beispiel was auch im Fundbüro im Kundenzentrum abholen wollen, dass es unter Mittagszeit dann teilweise geschlossen war, was dazu führte, dass die Kinder vor verschlossener Tür standen.
Wenn man dann gefragt hat, naja, aber man sieht doch draußen, wenn sich dann so Kinder auch ansammeln in bestimmten Gruppen, heißt es, naja, die Kollegen sind trotzdem in Mittagspause, kann man nichts machen.
Der Änderungsantrag zielt darauf ab, dass vor allem Sorge getragen werden soll, dass diese Mittagszeit abgedeckt werden soll und dass somit auch nahtlos zum Beispiel Abholungen getätigt werden können oder Beratungen auch für diejenigen, die unter Mittags zum Beispiel auch mal in der Mittagspause dahin gehen, getätigt werden können.
Ich finde es ja toll, dass wir diesen Antrag hier behandeln und dass hier gleich auch unser Antrag, der damals nicht auf die Tagesordnung geschafft hat, aufgrund dessen, weil wir ja nicht zuständig sind, heute doch behandelt wird und ich was sagen kann dazu. Also ich finde das schon gut, wie hier umgegangen wird mit gewissen Anträgen einzelner Fraktionen. Mal ist es zulässig, mal nicht.
Wir möchten nur, dass die Öffnungszeiten angepasst werden, dass der Bürger unter Bürger die Gelegenheit hat, öfter, schneller, besser behandelt wird, auch in den Bürgerbüros. Vielen Dank und darum bitten wir um Zustimmung.
Genau. Natürlich muss ich zu dem Änderungsantrag was sagen. Der Punkt 1 des Antrages wäre zulässig, weil es hier darum geht, dass ich gebeten werde, mit der MVB zu reden, um mich dafür einzusetzen, dass Öffnungszeiten verändert werden, weil die MVB ja auch uns angegliedert ist. Ich habe dort aber auch gar keine Hoheitsbefugnisse oder Eingriffsbefugnisse.
Zu dem Punkt 2, die Öffnungszeiten der Bürgerbüros, die gar nicht im Zusammenhang mit dem Kundenzentrum der MVB, dem Ursprungsantrag stehen, ist nach wie vor zu sagen, dass der rechtswidrig ist, weil der Stadtrat mich nicht zwingen kann, in die entsprechende Organisationshoheit eingegriffen zu bekommen. Also hier herrscht meine alleinige Zuständigkeit, das ändert auch nichts daran, dass das in Verbindung mit einem MVB-Kundenzentrum-Öffnungszeitenantrag vorgetragen wird.
Öffnungszeiten des Kundenzentrums der MVB, Einwohner innen nah gestalten. Ein sehr schöner Antrag, wo man sich bei dem völlig veränderten Titel an den Kopf fassen muss. Ich bin auch einer der selbst betroffenen und spreche dazu hier deshalb.
Allein das Beispiel, ein Kind vergisst seine Schultasche an einem Dienstag in der Bahn und könnte erst am darauffolgenden Tag die Schulsachen abholen, die er größtenteils braucht für die Schule. Kann das aber nicht, weil Mittwoch ja geschlossen ist. Also die Öffnungszeiten sind für die Landeshauptstadt völlig, also überhaupt nicht nachvollziehbar und da muss definitiv etwas getan werden.
Auch die Stellungnahme finde ich jetzt am Thema vorbei. Wenn ich da mal vor Ort war, waren es teilweise optisch zumindest eher so Hilfskräfte, studentische Hilfskräfte, Praktikanten und ich denke mal schon, dass man auch die Mittagszeit, diese eine Stunde irgendwie, man muss die ja nicht vollbesetzen mit ein, zwei Leuten ausgleichen kann. Das muss für eine Landeshauptstadt möglich sein und von daher unterstützt man diesen Antrag, auch den Änderungsantrag und wie Frau Boris erwähnt hat, den Gartenpartei-Antrag natürlich nicht, weil das sind völlig zwei Paar Schuhe, die können wir hier nicht miteinander vermischen. Vielen Dank.
Ja, das mit den Öffnungszeiten in den Bürgerbüros, das kann so sein, das muss nicht so sein. Da erinnere ich immer an Herrn Westphal. Der Stadtrat ist das höchste Organ hier in der Stadt und der beschließt doch und der sagt, wo es lang geht. Das muss man eindeutig sagen, das steht so auch im Gesetz.
Und ja, auch bei der MVB sind wir nicht zuständig, das ist so, auch wenn wir die Oberbürgermeisterin bitten, das zu machen oder wie auch immer. Wenn, dann bitte mit allen gleichen Maß gegenüber allen Anträgen.
Und genauso steht es nicht im Gesetz. Sie wissen auch, dass es eine Aufgabenteilung zwischen der Oberbürgermeisterin, also zwischen der Hauptverwaltungsbeamtin, und dem Stadtrat gibt, wenngleich wir auch zwei Teile einer Verwaltung sind.
§ 66 Absatz 1 KVG, hier ist alleinige Zuständigkeit für die Organisation bei der Oberbürgermeisterin.
Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte die Gelegenheit nutzen, um unseren Antrag mit dem Titel "Flagge zeigen, schwarz-rot-gold an allen städtischen Dienstgebäuden in Magdeburg" vorzustellen und zu erklären, warum wir ihn für richtig, wichtig und zeitgemäß halten. Unser Antrag lautet wie folgt: Die Oberbürgermeisterin wird beauftragt, die dauerhafte Beflaggung aller städtischen Dienstgebäude und Liegenschaften, insbesondere der Schulen in städtischer Trägerschaft, an jedem Werk- bzw. Schultag mit der Deutschlandflagge zu veranlassen. Dies gilt unabhängig von besonderen Anordnungen und ergänzend zu den Richtlinien des Beflaggungserlasses. Wo die technischen Voraussetzungen fehlen, sind diese auf Spendenbasis zu schaffen. Schulen in freier Trägerschaft sollen eine entsprechende Empfehlung erhalten.
Zur Begründung: In den letzten zehn Jahren haben unsere Gesellschaft vor große Herausforderungen gestellt. Wirtschaftliche, soziale, politische und zunehmend religiöse Differenzen bedrohen unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt. Historisch gesehen war die Zugehörigkeit zur Nation in Krisenzeiten ein verbindendes Element. Doch die Säule des Zusammenhalts steht seit Jahren unter Druck mit spürbaren Folgen: Mangelnder Gemeinsinn, fehlende Solidarität und eine schwache Basis für die Integration neu Zugewanderter. Eine dauerhafte Beflaggung städtischer Gebäude kann diese Säule stärken. Sie normalisiert den Umgang mit Nationalsymbolen und unterstreicht die identitätsstiftende Kraft eines Symbols für gemeinsame Werte und Zusammengehörigkeit.
Insbesondere eine Beflaggung von Schulen ist wichtig, da im Schulunterricht neben fachlichem Wissen auch kulturelle und nationale Werte vermittelt werden sollen. Identität und Zugehörigkeit sind menschliche Grundbedürfnisse. Eine sichtbare Deutschlandflagge an Schulen fördert frühzeitig das Bewusstsein für die deutsche Leitkultur und stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Insbesondere bei Schülern mit nicht deutscher Herkunft kann so eine bessere und schnellere Integration in unsere Gesellschaft gefördert werden.
In der Debatte um die Beflaggung von Schulen äußerte sich der Noch-Ministerpräsident Reimer Haselhoff am 6. Mai 2025 in der Mitteldeutschen Zeitung klar unterstützend: Das Hissen der Deutschlandflagge ist ein Statement für unser Land, das gerade für junge Menschen ein gutes Zeichen ist. Ähnlich positiv äußerte sich die damalige Bildungsministerin Eva Feußner von der CDU: Das Zeigen der Bundesflagge ist Ausdruck der Zugehörigkeit zu unserem demokratischen und freiheitlichen Rechtsstaat.
Bereits im Kreistag des Jerichower Landes ist ein AfD-Antrag zur Beflaggung von Dienstgebäuden und Liegenschaften mit den Stimmen der CDU beschlossen worden. Daraufhin hat auch der Landrat von Mansfeld-Südharz, André Schröder, ebenfalls von der CDU, die Initiative der AfD inhaltlich übernommen und eine Anordnung zur dauerhaften Beflaggung von Dienstgebäuden und Schulen ausgegeben. Landrat Schröder erklärt seine Entscheidung so: Der Umgang mit Nationalsymbolen wie der deutschen Fahne kann Identität stiften. Das wollen wir zum Anlass nehmen, die dauerhafte Beflaggung der Schulen und Dienstgebäude über die bisherigen Vorgaben hinaus vorzunehmen. Dort, wo ein funktionsfähiger Fahnenmast vorhanden ist und alle weiteren technischen Voraussetzungen vorliegen, wird an Dienstgebäuden und kreiseigenen Schulen ganzjährig die Nationalflagge gehisst.
So weit zur Begründung. Und jetzt komme ich noch mal kurz zur Stellungnahme. Die wurde ja von Mitarbeitern der Verwaltung, hier das KGM und das Dezernat IV erstellt. Die war sehr umfangreich. Ich bedanke mich auch für die Mühen, die sie sich da gemacht haben. Aber offensichtlich gab es da wohl ein kleines Verständigungs- oder Verständnisproblem, was die Ausrichtung unseres Antrages anbelangt. Es war und ist uns bewusst, dass nicht überall die technischen Voraussetzungen für die Beflaggung vorliegen, weshalb wir auch eine Beschaffung auf Spendenbasis beantragen. Mit unserem Änderungsantrag wollen wir sicherstellen, dass das explizit auch für die Beschaffung der Flaggen zutrifft. Wir beantragen nicht, dass in allen Standorten auf Kosten der Stadt die technischen Voraussetzungen in Form von Fahnenmasten oder anderen Vorrichtungen geschaffen werden. Wer finanziell nicht leistungsfähig ist, der kann auch zu keiner Leistung verpflichtet werden. So wie jetzt die Stadt Magdeburg im Moment. Deshalb unsere Regelung mit der spendenbasierten Beschaffung. Unter dem Strich soll die ganze Maßnahme kostenneutral für die Stadt ablaufen. Wenn an einem Standort ein neuer Fahnenmast errichtet wird und die Flagge vorhanden ist, kann sofort gehisst werden, ohne dass man einen neuen Beschluss des Stadtrates braucht. So ist es in unserem Antrag formuliert und so soll er auch verstanden und umgesetzt werden.
In diesem Zusammenhang zur Ergänzung: Die Flaggen sollen durchgängig ganzjährig hängen. Wir wollen den Arbeitsaufwand für das Personal möglichst gering halten. Es wäre allerdings ratsam, die Fahnen, bevor ein Sturm aufzieht, vielleicht abzunehmen, um diese vor Beschädigung zu schützen.
Nun zu den Daten: Wir haben 66 funktionsfähige Fahnenmasten an 17 Standorten. Dafür das Rathaus die Flagge schon vorhanden ist, benötigen wir zur Umsetzung unseres Antrages zunächst 16 Deutschlandflaggen. Bei einem Stückpreis von 150 Euro sind das 2250 Euro. Jene unter uns, die unser Land, also Deutschland lieben, werden unseren Antrag sicher gerne unterstützen und der Beflaggung der städtischen Gebäude mit dem identitätsstiftenden Symbol der deutschen Nationalflagge zustimmen. Jene unter uns, die noch zweifeln, weil sie sich um die Finanzen unserer Stadt sorgen, möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass die Beschaffung von Fahnenmasten und Flaggen ausschließlich auf Spendenbasis erfolgen soll. Und da würde ich persönlich auch mit gutem Beispiel vorangehen. Und wenn der Antrag hier und heute eine Mehrheit findet, noch heute 2300 Euro an die Stadt für die Beschaffung der ersten 16 Flaggen überweisen. Nur jene unter uns, die mit Deutschland noch nie etwas anzufangen wussten und bis heute nicht wissen, werden unseren Antrag ablehnen und so bin ich schon mal gespannt auf das Abstimmungsergebnis.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
Ich würde gerne meinen Standpunkt aus dem Bildungsausschuss gerne nochmal wiederholen. Da habe ich auch gesagt und schon erwähnt, dass es genug empirische Belege gibt, dass genau das, was Sie sich davon versprechen, nicht dazu führen wird. Die Präsenz der nationalen Symbole wird nicht automatisch zum Gefühl von Zugehörigkeit führen. Es kann eigentlich genau das Gegenteil bewirken, da es Menschen gibt, die sich nicht zugehörig fühlen und dann sich ausgeschlossen fühlen. Das führt zur Polarisierung in der Gesellschaft, aber das ist wahrscheinlich eher auch das Ziel, was Sie verfolgen.
Dazu kommt, dass ein Zwang zu einer Beflaggung weder ein demokratisches Gefühl hervorrufen würde, noch zu einem Reflektieren der eigenen Werte. Zwang und vor allem sinnloser Zwang führt vor allem zu Unverständnis und Widerstand. Damit wir bei der Polarisierung in der Gesellschaft wären. Ein verstärktes Gefühl in der Gesellschaft wird vor allem durch Maßnahmen in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Soziales erreicht. Da hätten Sie letztes Mal zustimmen können, dass wir da mehr machen. Wenn Sie ein ernsthaftes Interesse daran haben, sollten wir also da eher hinschauen und mehr machen.
Sie greifen in der Begründung die Grundbedürfnisse Identität und Zugehörigkeit auf. Im Prinzip erklären Sie in dieser Begründung, was Ihre Partei eigentlich macht. Sie instrumentalisieren die Grundbedürfnisse der Menschen unter scheinheiligen Versprechungen, in diesem Fall ein Gemeinschaftsgefühl zu erzeugen, um Ihr eigentliches Ziel, die Polarisierung in der Gesellschaft voranzutreiben. Deswegen können wir nicht zustimmen.
Ursprünglich gab es dann noch einen Änderungsantrag zu den Interfraktionellen. Ich will das jetzt gar nicht großartig weiter breitreden. Der lag fast neun Monate in der Verwaltung, wurde in den Ausschüssen mitberaten und zwei Stunden vor der Sitzung am Donnerstag fiel dann plötzlich der Verwaltung auf, der wäre angeblich rechtswidrig. Das scheint beim Ursprungsantrag jetzt nicht der Fall zu sein.
Wir haben uns da relativ lang interfraktionell Gedanken dazu gemacht, wie wir das so gestalten können, dass das halt eben nicht verpflichtend ist, dass man nicht auf irgendwelche aus der Luft gegriffenen Spendenaktionen zurückgreifen muss für die jetzt in der Drucksache stehenden 98 Fahnenmasten aus dem Ursprungsantrag inklusive der Flaggen, dass man nicht diesen Kniff nehmen muss, dass man jetzt sagt, das bezahlt dann einfach irgendwer anders, wird schon passieren. Das ist dann irgendwie immer so ein bisschen das letzte Mittel, um zu versuchen, den eigenen Antrag noch durchzukriegen, dass man sich das Geld irgendwo herbeifantastatiert.
Das haben wir eben nicht versucht, sondern haben halt versucht, das auf einer freiwilligen Basis zu machen, damit halt eben genau das passieren kann, wer wirklich Lust hat, wer wirklich sagt, wir wollen das, wir wollen das für unsere Schule, wir wollen das für unser Dienstgebäude, kann das machen, wenn die finanziellen Mittel dafür da sind, im Zweifel von mir aus auch durch Spenden, aber nicht durch einen Pflichtantrag. Das ist das, was wir eigentlich durch diesen interfraktionellen Antrag gestalten wollten, inklusive der Flaggen der Landeshauptstadt, inklusive der Flaggen der Europäischen Union. Das konnte jeder selber nachlesen bis Donnerstagmittag. Das war im Endeffekt unser Ursprungsantrag.
Woher jetzt plötzlich diese Rechtserfassung der Verwaltung stammt, dass das rechtswidrig ist? Also entweder wir geben eine Dienstanweisung verpflichtend oder wir geben eine Dienstanweisung, ist eine Sollbestimmung, aber beides ist eine Anweisung. Das eine jetzt plötzlich rechtswidrig ist und das andere plötzlich nicht, das konnte mir bis jetzt noch keiner wirklich erklären. Da bin ich, um ehrlich zu sein, zwei Stunden vorher, wirklich, der lag fast neun Monate in der Verwaltung und zwei Stunden vor der Stadtratssitzung, kurz vor der Angst, kommt plötzlich so ein Ding raus, das Ding wäre angeblich rechtswidrig. Das ist wirklich kein guter Umgang, wirklich nicht.
Und das werde ich definitiv auch nochmal mit den anderen Interfraktionellen im Nachgang nochmal austauschen. Da war jetzt die letzten Tage leider keine Zeit für und dann dementsprechend auch nochmal mit dem Rechtsamt, dass das so in der Art und Weise nicht funktioniert. Was ist hier neun Monate davor passiert, frage ich mich. Wir werden den Ursprungsantrag ablehnen, sonst hätten wir keinen Gegenantrag, keinen Änderungs- oder Setzungsantrag gestellt, weil wir das halt eben nicht verpflichten wollen, wir uns nicht irgendwas beifantasieren wollen, dass das jetzt hier irgendwie auf irgendeiner Spendenbasis passiert, weil plötzlich die Gelder nicht da sind oder man die ganze Zeit erzählt, dass man selber, oder dass die Stadt ja eigentlich pleite ist, das jetzt aber plötzlich Geld kostet. Wir lehnen das so grundsätzlich ab. Wir hatten eine andere Idee, die ist offensichtlich rechtswidrig. Das lassen wir uns dann im Nachgang nochmal erklären. Vielen Dank.
Vielen Dank, lieber Tim, für dein Statement und auch Ihnen, ich komme jetzt gerade nicht auf den Namen. Ich weiß ja nicht, was da im Bildungsausschuss so besprochen wird, aber alle beide ganz wunderbar, wie sie dem Noch-Ministerpräsidenten, ihrem ehemaligen Bildungsminister und ihrem Kollegen in Mansfeld-Südharz in den Rücken fallen. Ganz tolle Arbeit CDU, also besser geht es gar nicht.
Ich möchte sagen, warum ich persönlich diesen Antrag ablehne. Ich habe mal im Jahr 2002 in den USA gelebt, damals noch unter George W. Bush, da waren die scheinbar noch vernünftig, jetzt so im Nachgang gesehen. Da waren überall Fahnen und auch in der Schule waren überall Fahnen und täglich haben die Kinder einen Schwan-Eid geschworen, Pledge of Allegiance und haben gesagt, wie toll ihr Land ist und wie toll die Fahne ist und haben das täglich geschworen und das möchte ich nicht.
Ich war froh, dass ich in einem Land lebe, wo das nicht täglich passiert, dass man auch eine Fahne in Deutschland haben kann, dass man sein Land auch mögen kann. Von Liebe würde ich vielleicht noch nicht sprechen, lieben tue ich meine Frau, aber nicht mein Land. Und ich respektiere natürlich auch viele Menschen und deswegen sage ich, ich persönlich lehne das ab, dass wir eine Zwangsbeflaggung vor jeder Schule, vor jeder Einrichtung machen. Nur um schwarz-rot-gold zu zeigen.
Wenn, dann hätte man, das hat Tim Rohne schon gesagt, die Magdeburger Fahne, die EU-Fahne, wegen mir gerne auch die Pride-Fahne, also die Regenbogenfahne mit hinmengen können. Aber als Zwang das entsprechend zu zeigen, das ist definitiv nichts, wo ich zustimmen werde.
Nochmal ganz kurz zu dem Änderungsantrag. Also meine Verwunderung muss ich auch nochmal zum Ausdruck bringen, dass kurz vor Beginn der Stadtratssitzung am Donnerstag Rechtswidrigkeit festgestellt wurde. Ich finde, das geht so eigentlich nicht.
Der interfraktionelle Antrag mit der CDU beruht im Wesentlichen auch darauf, dass wir gesagt haben, wir wollen hier keine Dauerbeflaggung jeden Tag. Und das ist so der Kern unseres Änderungsantrags. Ich will nochmal ganz klar, damit hier keine Missverständnisse aufkommen, ganz klar betonen, Artikel 22, da wird die Beflaggung schwarz-rot-gold in der Verfassung geregelt und da stehen wir natürlich voll dahinter. Und wir haben nichts gegen die Beflaggung, im Gegenteil. Wir stehen in der Tradition von schwarz-rot-gold, ich sage mal das Stichwort Reichsfahne und so weiter und so fort. Will ich jetzt gar keinen schädlichen Exkurs machen. Also dass das hier nicht irgendwie in die falsche Kehle kommt.
Wir wären auch für eine Beflaggung gewesen, aber nicht in dieser Art. Übrigens, vielen Dank nochmal, dass Sie Pi mal Daumen 0,3 Prozent schon mal so auf den Tisch legen, finde ich lobenswert. Hilft natürlich aber bei der Gesamtsumme, die da zumindest in der Rede steht, jetzt auch noch nicht so viel weiter. Danke.
Vielleicht noch mal kurz hier an Dr. Zenker. Dass Sie so eine kleine Flaggenphobie haben, das wissen wir ja. Als wir beantragt hatten, hier die Magdeburger Flagge zu flaggen, da hätten wir ja schon zustimmen können, wenn Ihnen das jetzt mit der Deutschlandfahne ein bisschen zu national gewesen wäre. Hätte ich auch gut gefunden, aber das wollten Sie ja nicht.
Und zu dem Änderungsantrag, da muss ich ehrlich sagen, wir hätten auch nicht zustimmen können, weil sowas von kompliziert und noch viel teurer ist das, was wir da beantragt hatten. Und dann sollte dann ein runder Tisch gebildet werden, die sollten sich dann entscheiden, Schüler und Elternrat, ob da eine Flagge hier hängen wird und wenn ja, welche. Also noch komplizierter jetzt ja auch nicht mehr, was Sie hier für einen bürokratischen Aufwand hätten damit erzeugt. Und die Kosten wären ja ins Unermessliche gegangen.
Also insofern ist unser Antrag der eigentlich vernünftig, der ausgewogen ist, der die Interessen der Gesellschaft quasi so auch kostengünstig umsetzen lässt.
Keine Angst, kommt kein Märchen, aber es entbehrt schon nicht einer gewissen Ironie, dass es wieder mal um Stoff geht, also schon ein bisschen lustig. Und ich finde es auch witzig, dass Sie sagen, dass Ihr Antrag der einzig Vernünftige ist und Sie genau die Strukturen benennen, die eine Demokratie ausmachen. Dass sich Menschen darüber unterhalten, was für Sie an Ihrer Schule gemeinschaftlich tatsächlich sinnvoll wäre. Ob Sie das möchten oder ob Sie das nicht möchten.
Und zu der Tatsache, dass Sie sagen, das ist der kostengünstigste Antrag, der ist ja schon mal insofern falsch, als dass der überhaupt erst Geld kostet. Also wir müssten es ja auch einfach nicht lassen und dann wurde ja, wir können uns einfach lassen und dann wurde ja auch zu den hinteren Reihen noch gerufen, was ist denn daran so schlimm eine Flagge aufzuhängen, was ist denn daran so schlimm es einfach so zu lassen, wie es ist gerade und keine Flagge aufzuhängen und tatsächlich weiterhin über die deutsche Geschichte zu unterrichten, zu unterrichten, was es heißt, diese Flagge und was es heißt, diese Flagge aufzuhängen.
Also lieber AfD, wieder einmal liegt uns ein Antrag von Ihnen vor, der sich nicht mit den realen Herausforderungen dieser Stadt befasst, sondern mit der Frage, welche Flagge wo und wie oft zu wehen hat. Man könnte fast meinen, Magdeburgs Zukunft entscheidet sich also am Fahnenmast oder die deutsche Zukunft natürlich, wenn es nach Ihnen geht. Die deutsche Flagge wird dabei als etwas dargestellt, das offenbar dringend verteidigt werden müsste, gerade auch nochmal schön von Dr. Zenker auf eine andere Art und Weise dargestellt. Von wem genau diese verteidigt werden soll, bleibt in dem Antrag allerdings erfreulich unkonkret.
Die schwarz-rot-goldenen Farben wehen bereits an öffentlichen Gebäuden, bei staatlichen Anlässen und Feiertagen und zwar ganz ohne einen Antrag von der AfD. Das scheint man entweder geflissentlich übersehen zu haben oder es genügt nicht, solange niemand dabei besonders laut Heimat ruft. Lassen Sie mich aber eines klarstellen. Wir, damit meine ich alle demokratischen Fraktionen, lassen uns die deutschen Farben nicht schlecht machen. Schwarz-Rot-Gold steht historisch nicht für Ausgrenzung, sondern für Freiheitsrechte, für Bürgerbewegungen, für Demokratie und das von 1848 an über die Weimarer Republik bis hin zum Grundgesetz. Es sind Farben, die gerade nicht für autoritäres Denken, Gleichschaltung oder verordneten Patriotismus stehen.
Und es ist schon eine gewisse Ironie, dass ausgerechnet jene politische Richtung, die mit unserer demokratischen Tradition sie gerade eben eher selektiv umgeht, nun den exklusiven Deutungsanspruch darauf erhebt, wie diese Farben irgendwie zu verteidigen seien. Patriotismus, meine Damen und Herren und auch liebe AfD, insbesondere war in Deutschland immer dann besonders glaubwürdig, wenn er leise war, wenn er sich in Verantwortung gezeigt hat, nicht in Beflaggungsvorschriften und nicht wer am lautesten Heimat geschrien hat. Wer seine Liebe zum Land ständig beweisen muss, da bin ich wieder synchron mit Herr Dr. Zenker, indem er anderen vorschreibt, wie sehr sie dieses Land zu lieben haben, wirkt zumindest in meinen Augen eher unsicher als überzeugend.
Der Antrag folgt dabei ihrem bekannten Prinzip, große Symbole, kleine Lösungen. Die Flagge soll richten, was Politik versäumt. Identität per Beschluss, Zusammenhalt, ich wiederhole mich, per Stoffbahn. Das ist nicht nur historisch unerquicklich, sondern auch politisch unerquicklich banal. Magdeburg ist eine Stadt, die gelernt hat, hart gelernt hat, dass Demokratie mehr ist als Symbolik. Sie lebt vom Streit, auch heute noch, auch zwischen den demokratischen Fraktionen, auch hier im Stadtrat. Vom Kompromiss, von Offenheit, aber ganz sicherlich nicht davon, dass alle im gleichen Takt salutieren. Wer glaubt, Zusammenhalt entstehe durch verpflichtende Symbolik, traut offenbar weder den Bürgerinnen und Bürgern Magdeburgs noch der Demokratie selbst zu viel zu.
Kurz gesagt, dieser Antrag löst gar nichts, er hisst lediglich eine Flagge, damit man es schon von Weitem erkennt, dass diese Substanz eben nicht ersetzt und das haben Sie hier eindrücklich bewiesen. Danke schön.
Ich möchte da natürlich auch darauf reagieren. Wie ich schon bei unserem Antrag zur Magdeburger Flagge gesagt habe, ist das in anderen Ländern gang und gäbe, dass da die Nationalflagge ganzjährig an öffentlichen Gebäuden hängt. Fahren Sie mal nach Italien, Griechenland oder in den USA, da hängen überall Fahnen.
Nein, es ist nur Deutschland, was offensichtlich ein gestörtes Verhältnis hat zu seinen Nationalsymbolen. Wahrscheinlich, weil wir uns immer noch schuldig für alles Mögliche fühlen und uns nicht trauen, das rauszuhängen. Dabei wäre es gerade in dieser Zeit wichtiger denn je, identitätsstiftende Symbole zu schaffen, gerade für alle, die noch zugewandert sind. Die müssen auch wissen, in welchem Land sie sind und für welche Werte wir vertreten werden.
Und da ist es doch dringend notwendig, gerade jetzt so eine Botschaft rauszusenden. Ihr könnt zu uns gehören, niemand ist ausgegrenzt. Und ich verstehe nicht, warum Sie das hier alle ablehnen wollen. Das ist mir völlig unklar.
Die Situation in unseren Kitas ist, denke ich, weithin bekannt. Aufgrund der Vergangenheit haben wir zu wenig Personal für zu viele Kinder. Durch die sinkenden Geburten sind wir in der komfortablen Position, nun genau dies zu verändern und den Bestand an Personal zu halten oder vielleicht sogar zu verbessern.
Da dies nicht die Aufgabe der Kommune ist und Vorschläge in der Vergangenheit abgelehnt wurden, die Kommune hier mehr in die Verantwortung zu nehmen, das Land sich nicht bewegte, soll nun mit diesem Antrag der Versuch unternommen werden, in der aktuellen Diskussion im Land Einfluss zu nehmen und die Situation in unseren Kitas langfristig besser zu gestalten.
Kitas haben einen vielfältigen Auftrag in der Versorgung unserer Kinder. Damit dies gelingen kann, müssen die nötigen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Wir begrüßen die Offenheit der Verwaltung für den vorgeschlagenen Modellversuch und bitten um Zustimmung zu unserem Antrag. Danke schön.
Für uns ist es an der Stelle auch nochmal wichtig, den Fokus darauf zu legen, dass die Landeshauptstadt sich mit den anderen Kommunen da gemeinsam auf den Weg macht dem Land gegenüber und die Kräfte bündelt.
Wir wissen, dass Frau Boros, Sie schon im Gespräch sind mit den Kommunen, das ist jetzt kein Novum an der Stelle, aber die Bekräftigung dessen ist nochmal sehr wichtig, weil gerade auch Städte- und Gemeindebund und Landkreistag an der Stelle ja immer wieder auch gehört werden.
Und es ist für uns von Relevanz, dass wir eine laute, kräftige Stimme aus den Kommunen haben und aus den Kommunen sind und Magdeburg damit auch das Ganze unterstützt. Deswegen bitten wir auch um Zustimmung des Änderungsantrages.
Sehr geehrter Stadtratsvorstand, sehr geehrte Stadträte und Stadträtinnen,
die Fragestellung, dass wir hinsichtlich des Personalschlüssels in Kitas unterwegs sind und schon lange darüber reden und uns immer wieder auch streiten, auch mit dem Land bis hin letztlich auch zur Finanzierung mit entsprechenden gerichtlichen Auseinandersetzungen, ist Ihnen bekannt, denke ich.
Die Fragestellung, weil Sie es gerade nochmal ganz ausgewiesen ansprechen, einen Modellversuch zu vereinbaren, den Sie sozusagen in die Feder schreiben, ist so nicht möglich. Es sind Partner, die sich da finden müssen und da müsste das Land dazu bereit sein, diesen Modellversuch mitzumachen, können wir also hier kaum beschließen.
Ich denke mal, auch der letzte Punkt, das ist das, was die Oberbürgermeisterin schon auch in den anderen Stadtratssitzungen schon immer mal angedeutet hat, sind wir schon auf dem Weg, das ist der Änderungsantrag, hier Ihnen etwas unter diesem Stichwort Qualität und Beitragserhöhung war da, wenn Sie sich erinnern, der Ansatz vorzunehmen.
Also ich würde empfehlen, dort vielleicht eine punktweise Abstimmung vorzunehmen, wenn Sie über diesen Antrag abstimmen. Danke.
Während wir uns in der AfD-Fraktion einig sind, dass diese Problematik inhaltlich vorherrscht, stellt sich die Frage, wie wir damit umgehen sollen. Tatsächlich diskutieren wir darüber schon länger. Nun bewegt sich das Land nach viel Hin und Her und ewigem Abwarten. Zumindest in dieser Legislaturperiode soll noch etwas passieren.
Wir erachten es als wenig zielführend, jetzt kommunale Sondermaßnahmen zu ergreifen, auch wenn die Vorschläge nicht grundverkehrt sind. Während das Land daran arbeitet, landesweit zu agieren, erscheint es uns nicht sinnvoll, parallel etwas Eigenes zu machen.
Eine weiterführende Anmerkung: Das Land plant, das Problem im Kern nur mit Geld zu lösen. Das Grundproblem ist der Mangel an Kindern, da wir schlicht nicht genug Kinder haben. Die Landesregierung möchte die Problematik mit Geld deckeln, um die Stellen zu finanzieren, obwohl die Kinder nicht da sind. Das ist kein langfristig tragbares Modell, und es muss schnell eine andere Lösung gefunden werden.
Wir würden den Antrag in der jetzigen Form ablehnen, da noch nicht klar ist, was vom Land kommt. Es könnte zu Widersprüchen kommen. Daher lehnen wir den Antrag im Moment ab.
Diskussionen haben wir ja so oder in einer ähnlichen Form ja schon mehrfach geführt. Damals, wo wir auf einmal ganz viele Kita-Plätze brauchten, haben wir uns hier in diesem Gremium dafür stark gemacht, Kindergärten zu bauen, Einrichtungen zu bauen. Die Träger mussten Personal nachladen, das war alles nicht einfach.
Wenn man sich ehrlich macht in der Politik, und das müssen wir, müssen wir jetzt feststellen, dass ganz viele Plätze nicht besetzt sind. Aus diesem Grunde ist es eine logische Konsequenz, dass dann auch das Personal in irgendeiner Form reduziert werden muss. Ob das jetzt durch Entlassungen passiert, durch befristete Arbeitsverträge oder einfach durch den natürlichen Renteneintrittsalter, mentalen weiß ich, dass viele sogar auch noch einstellen, nur eben befristet, weil sie eben durchaus in die Ferne gucken, das ist das andere.
Und wenn, dann muss mir auch mal einer sagen, wie das finanziert werden soll. Natürlich sind wir uns alle einig, am besten wäre eine 1 zu 1 Betreuung. Was in den Kitas teilweise los ist und wenn man sich auch die Krankenstände anguckt, vor allem auch bei den kommunalen Häusern, die dort exorbitant sind, das ist nicht von der Hand zu weisen.
Aber das einfach damit zu regeln, den Personalschlüssel zugunsten der Kinder, ich will es auch mal so sagen, aber zu Ungunsten der Finanzierung anzupassen, ich glaube, das ist zu einfach und da machen wir es uns zu einfach. Da müssen wir uns auch ehrlich machen und sagen, wenn man auf der einen Seite den Weg nach vorne begründet, zu mehr Personal, mehr Einrichtungen, dann muss man, wenn die Zahlen zurückgehen, auch so ehrlich sein und sagen, ja, dann ist dem so, es geht eben nicht nur immer nach vorne, so leid wie es mir tut.
Herr Boxhorn, zur Ehrlichkeit gehört auch dazu, dass Sachsen-Anhalt bundesweit einen der schlechtesten Personalschlüssel hat in dem ganzen Kita-Bereich, dass unsere Fachkräfte in den Einrichtungen deutlich mehr Kinder betreuen müssen, als es in anderen Bundesländern der Fall ist. Und wir haben hier ein Spiralsystem, das immer mehr an den Kräften der Fachkräfte zehrt, weil je mehr Fachkräfte ausfallen durch die Überlastung, desto höher wird auch der Krankenstand im Endeffekt.
Unser Ziel ist es, und darüber können wir hier nicht oft genug reden, solange es nicht geändert wurde, dass wir endlich mehr Personal in die Einrichtungen kriegen. Und das nicht kurzfristig nur, sondern über Langfristigkeit. Wir wissen ja auch, dass in Kürze die Novellierung des Kinderfördergesetzes des Landes ansteht. Das ist nur eine kleine Novellierung, das ist nicht der große Wurf. Am Personalschlüssel wird nichts gemacht, aber es wird eine sogenannte Demografie und eine Bildungspauschale eingeführt. Beides sind wieder nur Pflaster, die kurzfristig etwas ändern. Die Demografiepauschale, die genau das soll, nämlich die sinkenden Kinderzahlen mit ein bisschen Geld ausgleichen, ist zeitlich befristet auf knapp ein bisschen mehr als zwei Jahre. Da stehen wir irgendwann wieder vor dem Problem. Und die letzten zwei Jahre, in denen die Kinderzahlen schon weniger geworden sind, berücksichtigt momentan niemand.
Wir haben die Situation, dass die Verträge der Fachkräfte reduziert wurden, dass neue ausgebildete Fachkräfte nicht übernommen werden und wir immer mehr Personal in den Einrichtungen verlieren. Und da gilt es endlich, ein Stoppsignal zu setzen. Und das können wir tun, indem wir uns, wie mit dem Änderungsantrag auch vorgeschlagen, gemeinsam mit den anderen Kommunen dem Land gegenüber stark machen. Aber wir haben als Kommune auch die Hoheit zu entscheiden, wollen wir mehr tun in den Kitas, als wir es vom Land aus müssen. Und das müssen wir miteinander entscheiden. Und da müssen wir auch ehrlich miteinander reden.
Denn was sollte uns in dieser Stadt wichtiger sein, als die jungen Menschen, die nachwachsen und uns nachfolgen und die Aufgaben in dieser Stadt mal übernehmen werden? Wenn wir aber immer weniger Kinder haben und immer weniger Menschen, die hier Kinder kriegen wollen, weil das Kita-System kollabiert, dann werden wir bald auch eine ganz große Verringerung der Einwohnerzahlen haben in ein paar Jahren. Insofern halte ich es für wichtig, dass wir hier zusammenstehen, dass wir den Schulterschluss üben, dass wir die Oberbürgermeisterin und den Beigeordneten an der Stelle dem Land gegenüber unterstützen und ganz klar signalisieren, es braucht mehr Investitionen in Fachkräfte in der Kita, damit die Betreuung unserer Kinder im Land abgesichert wird und vor allen Dingen in der Stadt hier. Und dass der Personalschlüssel endlich angehoben wird und an den wissenschaftlichen Standards angepasst wird.
Jetzt erst einmal habe ich wirklich die Anmerkungen ernst nehmen, die gemacht wurden. Wir haben da ja in der letzten Stadtratssitzung darüber gesprochen, dass wenn etwas nicht so formuliert ist, wie es rechtlich oder einfach geht, dass wir das dann natürlich auch ändern. Also in Punkt drei steht mit der Landesregierung einen Modellversuch zu vereinbaren. Aus dem zu vereinbaren würde ich dann gerne ein zu besprechen machen. Das ist glaube ich milder und versteht, dass es einfach darum Gespräche geht und genau, dass da die Richtung mal gedacht werden kann, ohne dass es jetzt festgelegt wird, dass das jetzt sofort schriftlich rechtlich vereinbart werden muss. Ich weiß nicht, ob das reicht, wenn ich das so rein rufe oder ob ich das als offiziellen Änderungsantrag reinstecken müsste. Ich glaube, das ist relational sicherlich machbar.
Genau, dann zum allgemeinen Thema nochmal. Ich finde es auch sehr wichtig, den Änderungsantrag der Linken mitzugehen, weil für uns in Magdeburg erscheint es noch relativ einfach. Für viele sicherlich hier im Raum kommt es so, nee, wir haben das Geld auch nicht und so weiter. Aber wir müssen nochmal gucken, wie es den anderen Kommunen in Sachsen-Anhalt geht. Ich denke da an Möckern oder auch andere Orte, wo es nicht darum geht, dass man ein paar Erzieherinnen entlasten muss, sondern es geht darum, dass sie sich Kitas zuschließen und dann müssen die Eltern auf dem Weg zur Arbeit erstmal zehn Kilometer in die falsche Richtung fahren, bis sie dann wieder irgendwo hin zur Arbeit fahren können. Das können auch keine Zustände sein.
Hier in Magdeburg ist die Situation sehr unterschiedlich. Wir haben natürlich viele freie Plätze in einzelnen Kitas und vielleicht auch nicht in wenigen, aber wir haben auch Kitas, die sind überlastet und da kriegt man lange Wartelisten und kommt da gar nicht rein. Das ist einfach sehr unterschiedlich und ich weiß nicht, ich hatte die Situation, vielleicht Sie auch oder haben davon gehört, wenn man sein Kind betreuen lassen will unter zwölf Monate, da kommt man eigentlich fast nirgends rein. Die sagen einem alle eine Absage. Da haben sie alle sozusagen auf diesen engeren Betreuungsschlüssel gar keine Kapazitäten für. Und auch bei dem Mindestschnüssel ist es so, dass gar nicht mitgerechnet wird, dass natürlich Erzieherinnen auch mal Weiterbildung machen, mal krank sind oder irgendwie anders ausfallen. Das wird einfach gar nicht mitgerechnet.
Deswegen passiert es so schnell und das kriegen wir ja auch immer wieder mit und das steht auch in der Presse, dass dann die Notbetreuung eingeschaltet wird, dass die Stunden reduziert werden, dass man sein Kind einfach mal zwei Stunden früher abholen muss oder noch früher. Also das sind einfach auch keine Zustände und wird auch nicht den Kindern gerecht. Es gibt viel mehr Aufwand sozusagen, Kinder vielleicht auch gezielt zu betreuen, zu unterstützen, zu entwickeln. Wir haben hier im Stadtrat darüber gesprochen, dass man nicht nur mit Schulkindern mal schwimmen gehen kann, sondern auch mit Kita-Kindern kann man eine Wassergewöhnung machen. Viele Sachen kann man einfach auch verbessern und dafür gilt es dahin zu wirken, dass der Betreuungsschlüssel besser wird, dass die Situation besser geht.
Und es geht auch nicht nur darum, die Situation der Kinder zu verbessern, sondern auch zu schaffen, dass Frauen zum Beispiel, die ja oft die Care-Arbeit übernehmen, auch vielleicht dann arbeiten gehen können, auch wenn vielleicht nur in Teilzeit. Und deswegen sollte es auch unser Ansatz sein, hier in Magdeburg die Situation in den Kitas zu verbessern und dem Ziel näher zu kommen, mehr Kinder in die Kitas zu bekommen. Deswegen sollten wir hier den Antrag beschließen und auch den Änderungsantrag beschließen heute.
Also ich muss mal so sagen, was ich hier alles so höre. Also ich bin nie auf einer Sitzung, glaube ich, dann im Jugendhilfeausschuss gewesen die letzten sieben Jahre. Also ich verstehe gar nicht, über was wir uns hier unterhalten.
Fakt ist eins, wo Frau Zander noch im Jugendhilfeausschuss war, haben wir ja öfter darüber uns unterhalten, Personal zu viel ist. Wo Frau Zander damals immer erklärt hat, sie arbeitet schon daran, das Personal so einzusetzen oder andere Verträge machen, dass sie keine entlassen muss, dass sie alles abdecken kann und das läuft dort bei diesem Träger. Ich habe auch in den letzten sieben Jahren nicht einmal gehört von Trägern, dass es Probleme gibt.
Und ja, für mich wäre viel, viel wichtiger, wenn der Beigeordnete uns heute mal sagt, ja Herr Zander, wir arbeiten daran, dass es ein neues Konzept gibt, die ab 28, sage ich mal, dass wir wissen, wie viele Kinder noch so erwartet werden in den Kindergärten, welche Einrichtungen stehen vor Schließung, wo müssen wir handeln. Das ist doch viel wichtiger. Personalschlüssel ist auch wichtig, aber wir haben genug Personal da und die Träger wissen auch, wie sie damit umgehen müssen. Also ich habe noch nichts anderes im Jugendhilfeausschuss die letzten sieben Jahre gehört.
Darum bin ich hier ein bisschen verblüfft, was hier alles so vorgebracht wird. Aber das kennen wir ja schon, wenn es um irgendetwas geht. Und ja, auch hier, das steht sogar irgendwo drin oder habe ich irgendwo in der Stellungnahme gelesen, das ist Ländersache. Und ja, ich habe auch in den letzten Jahren gehört, schon des Öfteren, dass es immer schon Bemühungen mit der Verwaltung oder die Oberbürgermeisterin immer probiert hat, es muss was beim Schlüssel, Personalschlüssel geändert werden. Das ist ja nichts Neues. Aber das ist ja nicht unsere Angelegenheit.
Wir sollten unsere Hausaufgaben machen und dafür sorgen, dass wir genug Geld zur Verfügung stellen für unsere Kinder, Kindergärten, Kindereinrichtungen. Und ja, das Land sollte sich mal Gedanken machen, wie wir mehr Kinder auf die Welt bekommen. Das wäre viel wichtiger, das ist so. Aber für Kinder und Rentner haben wir in unserem Land sowieso nichts über. Das habe ich auch oft genug gesagt. Da könnten doch alle Fraktionen, die im Landtag sitzen, mal drum kümmern sich, dass es mehr Geld dafür gibt, mehr Geld bereitgestellt wird, dass es keine Probleme gibt. Ich glaube, dann wäre es auch besser, glaube ich.
Aber hier ein Thema hochzukochen, wo wir genau wissen, das wird sich noch verschärfen mit der Betreuung der Kinder. Das ist so. Und ja, ich kann mich daran erinnern, ich bin ja auch schon ein paar Jahre lang Oper, schon sehr lange, muss das so sagen. Ich habe auch neuerdings ein Enkelkind hier in Magdeburg, was hier in den Kindergarten geht. Ich habe da noch keine Probleme gehört. Und wenn es Probleme gab, bin ich hingefahren in die Kindereinrichtung und habe gefragt, was ist hier los? Wenn mein Sohn mich angerufen hat und gesagt hat, warum ist das und das in der Einrichtung? Und ja, das wird zur Wahrheit dazu, das waren tatsächlich unsere eigenen Kindergarteneinrichtungen. Aber dass es ein Problem gab, das Enkelkind unterzubekommen oder dass irgendwas in der Anmeldung falsch war, daran kann ich mich gar nicht erinnern.
Einmal vielen Dank für die Antragstellung und auch für die Stellungnahme dazu. Wir haben das im Jugendhilfeausschuss nicht nur einmal, da hat der Zander recht, sondern wir haben das fast jedes Mal als Thema mit auf der Agenda. Es ist richtig, dass wir die letzten Jahre immer darum gerungen haben, wie schaffen wir Kitaplätze, wo kriegen wir die Erzieherinnen her. Mittlerweile ist es so, dass wir sagen, die Kinderzahlen gehen zurück. Kitaplätze sind in Gänze gesprochen für die Stadt genug da, wenn man auch schauen muss, in welchen Bereichen und welchen Beritt die Kitas sind. Und das, denke ich, ist jetzt auch so ein bisschen der ausschlaggebende Punkt.
Das sind auch die Diskussionen im Jugendhilfeausschuss mit den Trägern, dass die Träger gesagt haben, wir haben aufgrund des Rückgangs Angst. Zum einen, wir wollen keine Kitas schließen und wir werden das auch nicht tun. Und zum anderen, aber wir haben Angst darauf, Kitapersonal entlassen zu müssen. Und von daher haben wir auch im Jugendhilfeausschuss schon darüber diskutiert, dass wir alle Erzieherinnen, auch gerade die jungen Erzieherinnen versuchen werden zu halten, um dann tatsächlich keinen Abbruch zu haben, sondern Aufwuchs in dem Moment eventuell dadurch auch eine Verbesserung des Kitabemessungsschlüssels für die Erzieherinnen. Das ist der Ansatz und von daher gut, dass es den Antrag jetzt gibt.
Sicher wäre es schöner gewesen oder ratsamer oder sinnvoller gewesen, wenn der Antrag dann vielleicht gekommen wäre, wenn wir tatsächlich wüssten, was im neuen Kitagesetz auf Landesebene steht, dass man tatsächlich da nochmal vielleicht ein bisschen detaillierter eingreifen kann. Aber die Frau Oberbürgermeisterin hat ja schon genickt in dem Zusammenhang, dass sie schon in Gesprächen ist, ich sage mal, wie wir alle auch mit dem Sozialministerium, um da Gutes für unsere Stadt, für unsere Familien, für unsere Kinder und auch für die Kitabeschäftigten zu bekommen. Und dementsprechend denke ich, ist es nicht fatal, dem Antrag jetzt seine Zustimmung zu geben, um auch ein kleines Signal in die Landesregierung hineinzugeben und um uns zu schauen, wie gehen wir weiter damit um.
Punktweise Abstimmung würde ich jetzt einfach mal beantragen wollen, weil genau der Punkt 3, nämlich das Ganze als Modellprojekt festzuschreiben, zu machen, glaube ich, ist ein bisschen schwierig, wenn wir nicht genau wissen, in welche Richtung das ein oder andere läuft. Vielen Dank.
Ich muss hier nochmal was richtigstellen. Wenn wir jetzt mal ein bisschen über den Tellerrand gucken, das machen wir gerade. Bayern zum Beispiel ist das Bundesland, das sehr viel Geld in den Länderfinanzausgleich stopft. Wir ziehen bloß immer raus. Und wenn man sich mal anguckt, wir können eine Neiddebatte hier vom Zaun brechen, aber wenn man sich mal durchliest, ich habe das gerade nochmal recherchiert, weil Anger hat mich ein bisschen getriggert, es fehlen in Bayern 70.000 Kita-Plätze. Jede achte Familie hat ein Problem, ja hören Sie zu, dann wissen Sie es später, jede achte Familie hat ein Problem, ihr Kind unterzubringen. Das funktioniert so nicht und da müssen wir uns doch einfach mal freimachen.
Ich weiß jetzt auch nicht, warum wir da noch diskutieren. Also es ist nicht so, dass man das einfach sagt, naja, wir haben hier die schlechtesten Zahlen, wir armes Bundesland Sachsen-Anhalt. Ja, arm sind wir, aber nicht mit Kita-Plätzen an sich. Ich könnte jetzt ganz spitz sagen, wenn man jetzt mal so wie, das mal mathematisch durchziehen kann, kann ich auch die Kita-Plätze runtersetzen. Aber wenn wir jetzt mal anders gucken und gerade auch, weil wir so sagen, wie schlecht es in Sachsen-Anhalt ist und wie toll das woanders ist, gerade wenn man mal guckt in Bayern oder auch in anderen Bundesländern, dass die Kinder, wo sie bis Mittag bleiben können, dass die Essen und Trinken mitbringen müssen, dass das eben nicht so organisiert ist wie bei uns.
Also bleiben wir doch jetzt bitte mal auf dem Teppich und gucken bitte einfach mal, was kann unser Bundesland überhaupt leisten und nicht bloß immer sagen, was man haben will. Mir fällt hier eine Geschichte im Stadtrat ein. Wir sind momentan so zum Sparen, Frau Dornhardt, dass es uns schwer fällt, fast unmöglich ist, ein Geburtstagskind von der Stadt hier mit einem Blumenstrauß in der Hand nach Hause zu schicken. Selbst da haben wir Probleme mit. Aber große Kita-Plätze wollen wir hier generieren. Leute, das funktioniert nicht.
Ihr Redebeitrag ist ja auch vollkommen in Ordnung und Sie reden davon, sich ehrlich zu machen. Da sprechen Sie mir vollkommen aus dem Herzen. Lassen Sie uns das tun. Dann müssen wir aber auch so ehrlich sein und zu sagen, Sie sind ja gerne die Wirtschaftspartei. Wenn wir über Wirtschaft reden, dann reden wir gerne über Return on Investment und damit es nicht ganz so wild klingt im Bildungsbereich, sagt man da Return on Education.
Und das ist, um Ihre Worte zu benutzen, tatsächlich keiner Diskussion mehr nötig, um rauszufinden oder zu wissen heutzutage, dass umso früher man in Bildung investiert, sprich bei Kindern, da bin ich dann bei Herzhandel, Entschuldigung, dass man dann umso weniger Geld investieren muss. Das heißt, bei ganz Kleinen brauche ich wenig Geld. Umso älter sie werden, Jugendliche, Studierende, umso mehr Geld muss ich investieren, dass es dann am Ende tatsächlich den gleichen Ertrag hat. Also das gehört zur Ehrlichkeit mit dazu.
Dementsprechend wäre es ja absolut richtig und wichtig, das Geld in die Jüngsten zu stecken. Es gibt ja Geld, das betonen Sie in der Regel auch immer ganz selten. Es kommt nur darauf an, wie man es verteilt und was uns wichtig ist. Und ich denke, die Jüngsten, die Kinder sollten uns wichtig sein. Wenn man dann jetzt noch mit dazu anguckt, ist das ein maximaler Standortvorteil für uns.
Ich komme von der Intensivstation. Alles gut, danke. Danke von allen Seiten hier. Das ist ein vernünftiges Miteinander, danke dafür. Standortvorteil. Ich weiß nicht, wie viele Freunde, Familie etc. Sie so in den alten Bundesländern haben, aber ich habe relativ viele davon. Und durch die Bank weg 100 Prozent alle sagen, wie neidisch Sie auf die Kinderbetreuung bei uns im Osten Deutschlands sind.
Das heißt aber nicht, dass man den Schluss dann zieht, dass man weniger tun sollte und so wie Sie gesagt haben, dann tatsächlich auch Stellen abbauen sollte. Wenn einem das wichtig ist und wenn man einen Standortvorteil haben möchte, wenn man will, dass diese Stadt attraktiv ist, dass dieses Land attraktiv ist, dann sollte man doch genau das Umkehrte machen und gerade diese Dinge fördern, weil sie dementsprechend ein Return on Investment und Education sind. Ganz einfach.
Herr Boxhorn hat ja das gemacht, was die CDU gerade Land auf Land ab macht. Also nur weil es bestimmten Ländern schlechter geht, und ich wage es zu zweifeln, dass es Bayern schlechter geht. Und Bayern hat Jahrzehnte vom Länderfinanzhaushalt profitiert. Also das gehört auch zur Wahrheit. Nur weil es anderen eventuell schlechter geht oder gefühlt schlechter geht, muss es den anderen wie uns auch noch schlechter gehen. Also das ist ja Ihre Sozialneiddebatte, die Sie auf allen Ebenen führen.
Es geht ja um unsere Kinder. Um die Kinder, die in Magdeburg geboren sind, geboren werden oder schon da sind. Es geht um gute Betreuung, gute Bildungsangebote in den Kitas. Und dazu braucht es entsprechendes Personal. Das Personal in den Kitas ist nicht nur zur Betreuung da. Es ist auch dazu da, um Bildungsaufgaben zu gewährleisten. Wir haben einen hohen Durchschnitt an älterem Personal in den Kitas, was auch mal ausfällt, was oft ausfällt. Deshalb brauchen wir einen besseren Personalschlüssel in den Kitas.
Das Personal in den Kitas ist der Schlüssel für die Zukunft unserer Kinder hier in Magdeburg, hier in Sachsen-Anhalt. Und dieser muss ausgebaut werden. Es geht nicht nur um Betreuungsplätze. Es geht nämlich genau um dieses Personal, was wir brauchen in den Kitas. Und es geht auch um die Zukunft junger Erzieherinnen und Erzieher, die in Magdeburg ausgebildet werden, die hier vielleicht bleiben sollen, die in Zukunft Familien gründen, Kinder kriegen. Auch um deren Zukunft geht es in der Debatte. Deshalb stimmen Sie dem Änderungsantrag und dem Antrag zu.
Ich wunderte mich schon, was jetzt salomonisch sein wird. Ich glaube, wir alle sind uns einig darüber, dass wir gut daran tun, alles dafür zu tun, für unsere Kinder bestmögliche Bildung, auch die bestmögliche Betreuungsqualität zu gewährleisten. Und um Betreuungsqualität genau geht es. Das ist sicherlich keine Frage. Wir wollen und wir arbeiten sicherlich alle sehr intensiv daran, eine bessere Betreuungsqualität in unseren Kindertagesstätten sicherzustellen. Die stellen wir aber nicht automatisch damit sicher, dass wir einen Personalschlüssel nach oben schrauben, den wir damit gesetzlich auch fixieren.
By the way, das ist natürlich völlig richtig, das liegt gar nicht in unserem Verantwortungsbereich. Das heißt, eigentlich könnten wir unsere Oberbürgermeisterin, soweit ich das gelernt habe, in einer anderen Diskussion, die wir gerade erst im WTR geführt haben, auch nur bitten und nicht beauftragen. Aber darum soll es gar nicht gehen, sondern ein Punkt, glaube ich, ist relativ zentral. Es ist vollkommen richtig, dass auch wir als Stadt dazu eine Verantwortung tragen und dass wir als Stadt auch Verantwortung übernehmen. Das haben wir schon im Zuge der Schulsozialarbeit bewiesen. Da haben wir nämlich über das hinaus, was vom Land bereitgestellt wird, selbst uns committet und gesagt, wir erkennen Bedarfe und wir definieren Bedarfe und anhand dieser Bedarfe stellen wir weitere Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter ein. Auf Kosten der Stadt, das haben wir getan.
Und wenn wir jetzt darüber hinaus sagen, wir als Stadt wollen einen anderen Betreuungsschlüssel, selbst wenn er erst einmal nicht gesetzlich geregelt ist, dann braucht es dafür die spannende Frage. Sie haben gesagt, das ist ein Verteilungsproblem, das stimmt, aber genau das ist die Krux, daran liegt die Krux in dieser ganzen Diskussion. Wenn wir hier nachlegen wollen, dann müssen wir an anderer Stelle einsparen. Es ist eine Frage der Prioritätensetzung und wo genau wollen wir das denn dann tun? Und die Frage, es ist natürlich einfach für uns hier aus dem Stadtrat hinaus aufs Land zu blicken und zu sagen, das Land soll bezahlen, das Land soll die Mehrkosten tragen, aber am Ende ist es nicht das Land.
Wenn wir über eine bessere Qualitätssteigerung sprechen, dann ist es auch nicht das Land und dann sind es auch nicht die EU-Mittel, über die wir irgendwie versuchen, etwas zu finanzieren. Es ist immer eine Frage der Umverteilung und wie tun wir das mit Steuergeldern und wie tun wir das mit Beiträgen für die Betreuungskosten? Wenn wir also über eine Qualitätssteigerung sprechen, dann dürfen wir nicht nur eine Debatte aufmachen über, brauchen wir mehr Personal in den Kitas, sondern wie erreichen wir denn mehr Qualität? Und zum Nulltarif wird es das nicht geben und das ist schon etwas, was wir dann nicht vergessen dürfen.
Und da kommt dann sehr, sehr schnell eine Debatte auf zu, wir wollen Kita-Betreuung kostenfrei haben. So etwas gibt es, nichts gibt es kostenfrei. Das muss finanziert werden, muss es am Ende immer durch den Steuerzahler. Und deshalb sind wir gut bedacht darin, auch sehr kritisch zu reflektieren und uns zu überlegen, was genau wir fordern. Und es ist überhaupt keine Frage, natürlich wollen wir eine gute Betreuung in unseren Kitas. Ob es der Weisheit letzter Schluss ist, den Betreuungsschlüssel nach oben zu setzen, ich habe da meine Zweifel. Wir haben Probleme, wir haben in den Kitas Krankheitsausfälle, auf die kompensieren wir nicht durch einen höheren Betreuungsschlüssel. Insofern lösen wir mit diesem Antrag die bestehenden Probleme, die wir haben, nicht. Ganz im Gegenteil, die demografische Entwicklung, die wir gerade erleben, die schafft durchaus Möglichkeiten für unsere Kitas und auch in unseren Schulen. Mit den gesetzten und aktuellen Rahmenbedingungen, die wir haben, auch nach vorn zu schreiten.
Die Diskussion, die wir jetzt hier die ganze Zeit führen, geht natürlich tatsächlich an der eigentlichen Sache vorbei. Ich habe so manchmal das Gefühl, der Ursprungsantrag ist schon im Vorfeld des Landtagswahlkampfes eingegangen oder wie auch immer.
Es ist doch so, wir diskutieren hier über Sachen, die teilweise das Land zu entscheiden hat, nämlich den Betreuungsschlüssel. Und ich glaube, wir sind uns einig, dass wir den gerne nach oben gesetzt haben möchten, weil das tatsächlich gut wäre für unsere Kinder und natürlich auch die Pädagoginnen und Pädagogen, die dadurch entlastet werden, beziehungsweise unter Umständen auch nicht entlassen werden müssen in der jetzigen Situation. Das ist das eine.
Auf der anderen Seite ist es aber auch klar, die Kinderbetreuung in Gänze, in der Kita und nach der Schule, ist Aufgabe der Kommune und damit auch Aufgabe der Stadt in dem Fall, diese zu finanzieren. Und dann können wir uns hier 30 Mal an das Land wenden, es ist erstmal unsere Aufgabe und wir müssen froh sein, wenn es genügend Zuschüsse vom Land dafür gibt. Das ist der Fakt und deswegen ist es natürlich jetzt auch nicht ganz ehrlich zu sagen, es ist das, was da jetzt vom Land angedacht ist, ist irgendeine Sache, das ist so ein Placebo oder sowas.
Ich glaube auch das Land in der finanziellen Situation, wo praktisch alle Gebietskörperschaften sind, versucht das Möglichste auch in diesem sozialen Bereich, um Gelder für die Kinderbetreuung frei zu machen. Und von daher ist es glaube ich unehrlich, wenn wir sagen, wir möchten den Schlüssel erhöht haben, um dann aber zu sagen, es wird für die Stadt nichts kosten oder für die Eltern nichts kosten. Wir müssen, wenn wir einen Schlüssel erhöht haben wollen, dann müssen wir auch uns hinterfragen, was gibt die Stadt dazu, beziehungsweise was sind wir bereit, den Eltern zuzumuten, dass sie zusätzlich zu den bisherigen Kita-Beiträgen zahlen, damit es die höhere Betreuungsdichte gibt.
Und diese Diskussion sollten wir vielleicht vorher überhaupt erstmal führen, was ist sozusagen uns wichtig und was ist es uns wert und was lasten wir den Eltern auf. Magdeburg hat sehr, sehr niedrige Kita-Beiträge. Andere Kommunen verlangen 350 Euro für einen Kita-Platz oder einen Krippenplatz. Und von daher sind wir natürlich in einer privilegierten Situation und da wird natürlich auch wieder das Landesverwaltungsamt zu uns kommen und sagen, solange ihr im Prinzip noch als Stadt so günstige Beiträge generieren könnt, habt ihr scheinbar tatsächlich noch genügend Geld.
Und in dieser Gesamtsituation müssen wir also aus meiner Sicht abwägen, was ist uns wichtig, was lasten wir Personen auf und das ist glaube ich unsere erste Aufgabe an der Stelle, bevor wir jetzt die Oberbürgermeisterin, was sie sowieso schon macht, oder Dr. Gottschalk sowieso schon macht, an das Land herantritt und mit dem Land spricht, welche zusätzlichen Gelder es gibt, welche Quoten und sowas generiert werden können. Und von daher müssen wir uns hier, glaube ich, im Jugendhilfeausschuss und in anderen Ausschüssen erstmal klar werden, wie geht es denn tatsächlich mit der Kinderbetreuung, Finanzierung hier bei uns in der Stadt weiter. Das ist glaube ich das Vorrangige an der Stelle.
Ja, ich bin sehr dankbar für die letzten beiden Beiträge, weil es das auch aufzeigt, was wir in der Verwaltung auch überlegen. Ich kann Ihnen zusichern, dass wir alle Möglichkeiten nutzen werden, um das Personal so weit wie möglich zu sichern, damit uns das junge Personal nicht verloren geht und die Betreuung entsprechend auch qualitativ erhöht wird. Das geht natürlich nur, wenn ich auf der anderen Seite, und Herr Röster hat es anklingen lassen und auch bei Frau Mayer-Pinger kam das ein Stück weit, wenn wir auf der anderen Seite die Kita-Beiträge moderat anheben. Das müssen wir tun. Wir sind aber auch bereit, ein Stück weit in die Qualität zu investieren, eben um das junge Personal zu halten.
Wir werden das auch tun müssen, weil das ist sicherlich auch ein Bestandteil der Haushaltskonsolidierung, weil wir haben nur noch wenig Möglichkeiten. Und mit dem Argument, dass die Qualität dann angepasst werden kann, muss man das auch den Eltern zumuten können, weil es ist gesagt worden, wir haben sehr niedrige Kita-Beiträge. Der Beitrag selber ist relativ hoch, aber die Vergünstigungen, die wir als Stadt hier gewähren, die sind eben enorm hoch und da muss man ein Stück weit schauen. Ich glaube, auch viele Eltern werden bereit sein, wenn in Gänze die Betreuung qualitativ aufgewertet werden kann, mehr Personal eingesetzt werden kann, gerade eben auch für problematische Betreuungssituationen, dass sie da auch die moderaten Anpassungen, das sind wirklich keine großen Beträge im Monat, mittragen.
Es ist auch schon angeklungen, wir haben nicht nur Schulsozialarbeit unterstützt, wir ersetzen auch Kita-Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter ein. Wir werden alle Chancen nutzen, die das Land bietet für die Überbrückung, also für die Beträge, die jetzt nur befristet, wie Frau Anger sagt, eingesetzt werden, aber werden auch die einsetzen, um den Schlüssel für eine gewisse Zeit eben auch zu verbessern. Ich möchte auch deutlich sagen, den Personalschlüssel gesetzlich normiert nach oben zu setzen, dauerhaft, das bringt uns in eine finanzielle Schieflage. Und auch hier ist angeklungen, bei 11 Millionen Einspaarsumme, die wir bringen müssen, gegenüber dem Landesverwaltungsamt, muss ich dann die Diskussion tatsächlich mit Ihnen führen, an welcher Stelle hebe ich das Geld aus, an welcher Stelle kann ich es mir nicht leisten.
Wir sind im konsumtiven Bereich, also nicht, dass jetzt jemand wieder mit Investitionen in Radwege oder Straßen kommt, wir sind im konsumtiven Bereich. Da müssen wir uns dann auseinandersetzen, was ist machbar, was ist nicht machbar. Ganz klar, also wir werden als Verwaltung gucken, wie die 11 Millionen zustande kommen, die wir einsparen, wenn ich dann aber hier Erhöhungen habe und keine Gegenfinanzierung, dann muss es woanders weggenommen werden. Klipp und klar, und da müssen Sie sich auch auf die entsprechende Diskussion einlassen, anders wird es nicht gehen.
Und die Aussage, dass wir alles für unsere Kinder tun, da sind wir alle d'accord, aber das ist auch eine polemische Aussage, die nicht rechtfertigt, hier Betreuungsschlüssel nach oben zu ziehen oder einen Modellversuch zu machen. Wir werden Ihnen einen Vorschlag vorlegen, wir beide sind da schon länger im Gespräch, haben da jetzt auch, denke ich mal, einen gut ausgefeilten Vorschlag vorzulegen, den wir nächste Woche Montag diskutieren und Ihnen dann gerne auch vorstellen wollen würden, sodass es uns gelingt, tatsächlich Personal länger an die Kommune zu binden, den Standortvorteil weiter zu nutzen.
Und ich habe eine Bitte, vergleichen Sie uns doch nicht mit Möckern oder mit anderen Kleinkommunen. Maximal können wir uns zum Teil vergleichen, vielleicht auch mit Dessau und auch da, Frau Anger hat es auch schon angedeutet, sind wir grundsätzlich bei Finanzierung, bei der Untersetzung, bei der finanziellen Ausführlichkeit der großen Städte in der Diskussion und suchen da auch Wege, auch das werden wir Ihnen in Zukunft dann noch vorstellen wollen, wie wir uns da verhalten wollen, weil wir glauben, dass die da Städte unbedingt zusammenarbeiten müssen an der Stelle, um eben auch Positionen gegenüber dem Land vertreten zu können und dem Land auch deutlich zu machen, dass wir wichtig sind, wir drei Städte, insbesondere die zwei Oberzentren, für das Land Sachsen-Anhalt, für das, was auch geboten werden kann.
Und letzter Satz, in den Kitas gibt es die Verträge 32 plus oder 30 plus, sodass sie dann auch flexibler Personal einsetzen können. Also auch da, denke ich mal, haben die Träger kluge Ideen und Gedanken, wie sie das dann auch stemmen können. Und ob es Kita-Schließungen geben muss, das müssen die Träger am Ende selbst entscheiden, wie die Situationen vor Ort sind, welche Einrichtungen eben auch einen Standort bieten, der langfristig aufrechterhalten werden kann, weil auch da entstehen ja EDA-Kosten, wenn Einrichtungen, die nicht wirtschaftlich betrieben werden können, aufrechterhalten werden müssen. Auch dieser Diskussion werden wir uns gemeinsam stellen müssen, da kommen wir nicht drum rum, aber das hat, denke ich, noch ein paar Tage Zeit.
Ja, ich möchte nur ergänzen, weil ich das jetzt nicht öffentlich stehen lassen möchte, Frau Linke, die Fragestellung, dass Sie keine Plätze in Magdeburg finden, auch für unter Dreijährige oder Einjährige, auch das, denke ich, ist falsch dargestellt. Wenn, dann bringen Sie mir denjenigen und wir werden demjenigen auch einen Platz dann in der Landeshauptstadt Magdeburg anbieten.
Die Frage für uns ist aber eine andere und da möchte ich die Einladung nochmal untersetzen, weil das auch nochmal eine Frage von Herrn Zander war, in die Zukunft zu schauen, womit beschäftigen wir uns. Wir beschäftigen uns schon eine ganze Weile mit den Trägern im Jugendhilfeausschuss und in der AG 78 Kita über die Situation in der Landeshauptstadt Magdeburg, die uns erwarten wird, wenn die Geburtenzahlen so bleiben wie 24.
Wir richten uns also darauf ein, diskutieren schon, wir werden uns solchen Fragen stellen müssen wie Qualität, Wirtschaftlichkeit, Standortsicherheit in den Einrichtungen, für die Einrichtungen, das wird uns bewegen und ich darf Sie nur einladen, sich ganz realistisch in diesen Fachdiskurs einzubringen, damit Sie gut informiert dann in die politische Diskussion gehen können. Dankeschön.
Ja, jetzt gab es ja mal ein paar klare Worte noch dazu und da möchte ich auch gleich was zu sagen. Also mit unserer Fraktion wird es keine Erhöhung von Kinderbeiträgen geben oder Parkgebühr oder sonst irgendwas. Wir sind grundsätzlich dagegen, wir haben den Bürger in den letzten Jahren genug belastet.
Wir sind sehr gespannt darauf, was uns jetzt vorgelegt wird. 11 Millionen einsparen, da bin ich wirklich gespannt. Aber mein Beispiel kennen Sie, habe ich oft genug gesagt, das werde ich dann nochmal anbringen. Eigentlich habe ich nicht das Gefühl, dass wir hier sparen müssen in der Stadt. Ich habe ein anderes Gefühl, aber ich bin sehr gespannt, was da kommt.
Und auch mit den Ausführungen der Oberbürgermeisterin habe ich jetzt nochmal richtig zugehört, sind diese Anträge eigentlich alle abzulegen. Vielen Dank.
Nach haarsträubender Diskussion ist immer der gleiche Film, der hier abläuft. Die, die das Land hier seit Jahren gegen die Wand fahren, das Geld mit vollen Händen aus dem Fenster schmeißen, kommen genau heute bei solch wichtigen Thema. Wir müssen das Geld natürlich nur richtig ausgeben, was wir sonst vielleicht falsch gemacht haben. Heute hätten wir es richtig ausgeben können, können wir nicht, weil ihr dafür gesorgt habt, dass wir kein Geld mehr haben.
Und schön, dass auch die Hose runtergelassen wird, dass wir jetzt doch an die Kita-Beiträge ran möchten, nicht mit der AfD. Hier gab es eine Riesendiskussion, weil wir waren einhellig, also fast einhellig der Meinung, dass wir da nicht rangehen sollen. Und da stehen wir auch weiterhin. Und ich finde es ein Skandal, dass wir das Thema wieder aufbauen. Und dann natürlich mit so einem vagen Vermutungen. Naja, das Landesverwaltungsamt eventuell und mal sehen und ganz moderat.
Und dann gibt es hier die Diskussion, ja wir haben zu wenig Kinder und so weiter. Na, das ist genau der Hebel, den man ansetzen kann. Dass wir zu wenig Kinder haben, liegt auch daran, dass was Geld kostet, das muss kostenlos sein. Auch das Kita-Essen und und und. Deswegen der Aufruf von allen, die das möchten, am 6.9. habt ihr die Chance, die AfD zu wählen. Wenn wir Regierungsverantwortung haben, haben wir solche Themen ja gar nicht mehr zu diskutieren, weil dann ist das kostenlos und das Geld dafür ist da, muss nur richtig ausgegeben werden. Vielen Dank. So, ich glaube...
Nur ein Satz zu der Fragestellung. Wir werden gar nicht umhinkommen, die Beiträge zu erhöhen, weil es kaum noch Möglichkeiten der Ersparnis gibt. Und ich habe das im Zusammenhang mit der Erhöhung der Qualität gesagt. Dieses Geld, das von den Eltern mehr zu zahlen wäre, sind vielleicht Beträge, ich glaube, im Krippenbereich für zehn Stunden Betreuung wären es maximal 30 Euro im Monat.
30 Euro im Monat heißt der Platz. Das heißt, für diejenigen, die wenig Geld verdienen, gibt es Ermäßigungsmöglichkeiten. Also betrifft es die Haushalte, die das... Das wären dann 180 Euro bei einem zehn Stunden Krippenplatz in der Betreuung. Und damit haben wir die Möglichkeit, auch das Personal zu sichern, weil sie mehr Qualität wollen.
Wir würden einen Großteil dieser Beiträge für die Qualitätssicherung einsetzen, um junge Erzieherinnen zu halten und um Möglichkeiten zu bieten, mehr Stunden für die Fälle einzusetzen, die mehr Anstrengungen in der Kita benötigen. Und da kann, glaube ich, kein Elternteil etwas dagegen haben, wenn es dann um Beträge geht.
Dieser 30 Euro ist der Höchstbetrag. Es könnten dann 10 Euro, 8 Euro sein. Es ist wenig, was aber einen großen Effekt in der Betreuung und auch beim Halten des Personals erzielen würde. Denn wenn das Personal weniger Stunden arbeitet, was bei vielen Trägern der Fall ist, haben sie natürlich auch weniger Geld im Portemonnaie und weniger Kaufkraft. Auch das möchte ich bitten zu bedenken, weil es nämlich ein komplexes Thema ist.
Die Debatte zeigt ja, wie wichtig die Diskussion über die Situation der Kitas und der Kindertagesbetreuung für die Jüngsten an der Stelle ist, wobei der Fokus ja nicht alleine auf Betreuung liegt, sondern vor allen Dingen auf frühkindlicher Bildung. Frühkindliche Bildung braucht motivierte und engagierte Fachkräfte, die wir auch weiter halten sollen.
Ich will nochmal mit Blick auf den Antrag feststellen, dass dieser Antrag ja keine Veränderung im Personalschlüssel manifestiert, dass der Antrag nicht zu Beitragserhöhungen oder Beitragssenkungen sagt, sondern lediglich einen Weg aufzeigt und die Unterstützung des Stadtrates gegenüber der Oberbürgermeisterin signalisiert, mit dem Land Gespräche zu suchen, wie die Betreuungssituation in den Kitas für die Kinder durch mehr Personal verbessert werden kann.
Also zugespitzt könnte man jetzt sagen, es ist ein Prüfauftrag, es ist kein Prüfauftrag, das wissen wir alle, wir sind alle des Lesens gut mächtig an der Stelle, aber er sucht Wege, wie wir das Kita-System für die Stadt stärken können. Und im Sinne dieser Wegesuche finde ich es wichtig, diesen Antrag zu unterstützen und umzusetzen, damit wir in der Stadt Magdeburg uns auf einen guten Weg machen können mit all den anderen Punkten, die möglicherweise noch dazukommen.
Also das Konzept, was Frau Boris und Herr Gottschalk gerade ausarbeiten, ist es was Gemeinsames zur Verbesserung der Betreuungssituation in den Kitas und im Sinne der Fachkräfte.
Ja, endlich haben wir es geschafft weiterzukommen. Über den Schafe CDU-FDP-Fraktion. Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen Stadträte.
Überall liegt Hundekot. Auf den Wegen, auf den Grünflächen, auf den Spielplätzen. Ich habe es selber letzte Woche noch gesehen auf dem Abenteuerspielplatz im Hasselbachplatz. Es ist kein Einzelfall, es ist leider Alltag in Magdeburg. Dazu kommen noch die Zigarettenkippen und weiterer Müll, der achtlos weggeworfen wird. Überall und auch wieder jeden Tag. Hundekot liegen zu lassen ist respektlos gegenüber den Mitmenschen, auch gegenüber unserem öffentlichen Raum. Bei manchen Straßen muss ich wirklich ehrlich sagen, denke ich, ich bin auf einer Müllkippe. Es sind alle betroffen, Kinder, Eltern, Senioren, Fußgänger und ich finde es besonders da schlimm, wo auch Kinder spielen. Das ist einfach inakzeptabel.
Und der Hundekot liegt nicht, weil Mülleimer fehlen. Das kann man jetzt auch sehen. In den letzten Jahren hatten wir zum Beispiel in Sudenburg sehr viele neue Mülleimer installiert. Er liegt einfach auch direkt neben den Mülleimern. Also die Leute sind einfach zu faul, ignorant, um zum Beispiel die Hundekot wegzuräumen. Auch sind fehlende Hundekotbeutel keine Aufgabe der Stadt, dies bereitzustellen. Wer einen Hund hält, trägt auch dafür die Verantwortung, den Hundekot zu entsorgen. Auf der eigenen Toilette zu Hause verlangt ja auch keiner, dass die Stadt Toilettenpapier bereitstellt zum Beispiel.
Auch zum Thema Zigarettenkippen. Die enthalten ganz klar viele Giftstoffe, belasten den Boden und Grundwasser und sorgen für ein massives schlechtes Stadtbild. Ich konnte vorher drei Wochen in unserer Partnerstadt Harbin sehen, dass da absolut kein Müll rumlag. Keine Zigarettenkippen, kein anderer Müll, kein Hundekot. Klar ist das nicht eins zu eins vergleichbar, aber trotzdem gibt mir das zu bedenken. Und warum geht das eigentlich? Ich sage mal so, wir haben zu wenig Kontrollen. Einmal die Hemmschwelle ist auch, wenn keiner hinschaut, dann wird auch keiner belangt. Und wer keine Konsequenzen erwarten lässt, lässt es halt liegen.
Auch wieder ein Beispiel hier auf der Lion-Feuchtwanger-Straße, eine Frau mit drei Hunden unterwegs gewesen. Alle schön hier hingelegt und natürlich nicht weggeräumt. Und es gibt ja auch einige Parteien, die machen einmal im Jahr so große Aktionen mit Social Media, mit zehn Warnwesten an, rennen durch die Stadt, räumen hier den Müll weg, feiern sich und dann, naja, sag ich mal so, die 364 andere Tage im Jahr passiert natürlich auch nichts. Das ist auch nur Augenwischerei.
Wir müssen ganz klar die Kontrollen hochfahren, sichtbar im öffentlichen Raum, die Bußgelder anheben, damit sie abschreckend wirken und wir müssen konsequent durchgreifen, klar kommunizieren und die Ergebnisse veröffentlichen. Also Sauberkeit ist eine Lebensqualität, ganz klarer Punkt. Es geht um einen Respekt, Verantwortung und ein würdiges Stadtbild. Ich bitte deshalb um Zustimmung zu dem Antrag. Vielen Dank.
Und so Stadt sauber halten, ein SOS-Thema, eigentlich unser Thema, vor Jahren auch mal etwas mehr von der CDU belegt, aber trotzdem freuen wir uns, dass die CDU hier den Vorsprung macht und das Thema anstößt. Aber leider mit einem aus unserer Sicht der unqualifizierten Antrag, sich gerade die Gruppe der Hundebesitzer herauszupicken, die besonders in den Fokus zu nehmen und sie dann ebenso noch mit Kontrollen zu schikanieren, ob denn auch die dementsprechende Tüte mit dabei geführt wird, sehen wir als schwierig. Haben auch die ganzen Facebook-Kommentare gezeigt, dass das eher der falsche Weg ist.
Fun Fact, ich wusste bis dato auch nicht, obwohl ich früher auch mal einen Hund hatte, dass es unter Strafe steht, keine Hundekot-Tüte dabei zu führen. Man lernt auch dazu. Aber zum Antrag der CDU, da gibt es punktweise Abstimmungen, dem einen Punkt stimmen wir zu, weil das ja ähnlich ist wie unser sinnvoller Änderungsantrag. Aber hört doch bitte eigentlich auf, andauernd irgendwelche Aufkleber-Kampagnen und Ähnliches zu fordern. Wissentlich, dass die Leute das ignorieren. Niemand liest einen Aufkleber und sagt, oh Mensch, beim nächsten Mal achte ich drauf, jetzt lasse ich meinen Hund hier nicht hinkacken oder schmeiße ich meine Zigarettenkippe nicht hier hin. Jeder weiß, es ist illegal und jeder weiß auch, dass es nicht geahndet wird. Und wenn es mal geahndet wird, sind die Strafen so lächerlich, dass es überhaupt nicht wehtut. Oder auch so lächerlich, dass der Verwaltungsakt mehr kostet, als wir als Stadt Magdeburg damit einnehmen.
Das Einzige, was hilft, ist rigoroses Vorgehen, dementsprechend schmerzhafte Strafen und das auch durchzuziehen. Ja, wir wissen aus der Stellungnahme, da braucht man natürlich auch keine Stellungnahme zu, dass wir Personalprobleme haben und das versprochene Agieren der Stadt mit Aktionstagen, die auch medial begleitet werden, auch dementsprechend meinen mir wichtiges Thema, schön, dass das Herr Scharaun mal herausgepickt hat, das Wegwerfen von Zigarettenkippen. Das kostete Magdeburg 20 Euro aktuell. Ich glaube, ist aktuell auch immer noch so, dass noch nie in Magdeburg jemand dafür eine Strafe bezahlt hat, weil es keinen interessiert, es nicht kontrolliert wird. Man es einfach erträgt.
Ja, Aktionstage finde ich wichtig, im medialen Begleiten auch dementsprechend, dass dann in der Volksstimme oder auf unseren sozialen Kanälen verbreiten, dass das geahndet wird und dass das auch richtig Geld kostet oder Geld kosten kann, sind die sinnvollen Wege. Da werbe ich nochmal für unseren Änderungsantrag, der wirklich sinnvoll ist, sich ans Land zu wenden, weil die sind dafür zuständig, dass wir die Strafen dementsprechend erhöhen können. Das Umweltministerium wäre dafür der richtige Bereich und uns als Kommune mehr Handlungsspielraum zu geben, da rigoros vorzugehen, auch dementsprechende hohe Strafen zu verhängen. Also bitte stimmen Sie unserem Änderungsantrag zu und nicht dem der CDU. Vielen Dank.
Wir haben im GESO eine sehr lange und intensive Debatte zum Thema Hundekot geführt. Ich glaube, anderen Ausschüssen ging es da ähnlich. Das Problem ist grundsätzlich, denke ich, bei allen erkannt und auch bekannt. Aber wir haben auch ausführlich dargelegt bekommen, wie schwierig es ist, HundehalterInnen auf frischer Tat zu ertappen, weil wenn da die uniformierten KollegInnen des Ordnungsamtes durch die Gegend laufen, wird natürlich der Hundekot ordnungsgemäß aufgesammelt und mitgenommen.
Wie wir jetzt gerade nach den Tagen der Schneeschmelze sehen konnten, ist das natürlich nicht immer der Fall. Aber der Kollege berichtete sehr nachhaltig, wie herausfordernd die Situation als solches ist. Im Jahr 2024 hat man ein Hundehalter erwischt, im Jahr 2025 zwei. Also ein Ordnungsgeld ist an der Stelle nicht unbedingt das Mittel der Wahl, auch wenn da eine Prüfung zur Erhöhung gerade ansteht.
Der GESO hat letztendlich den Antrag der CDU punktweise abgestimmt und sich ausschließlich für den letzten Punkt des Antrages ausgesprochen, sprich Aufklärungskampagne, Information. Vielleicht wäre das der erste Schritt, um zu gucken, ob das Wirkung erzielt und eine Veränderung im Verhalten der HundehalterInnen herbeigeführt werden kann. Vielen Dank.
Ich finde das schon sehr, sehr kritisch, hier die Hundebesitzer alle so abzuurteilen oder sonst irgendwas. Also ich bin fast täglich auf der Lübecker Straße, da liegt viel mehr Dreck als Hundekot, muss ich das so sagen. Also das ist doch unser Problem, was behoben werden muss.
Und wenn ich hier gehört habe von irgendjemand gerade, wo ich nicht hier drin war, das liegt daran, dass wir kein Personal haben, ist ja auch falsch. Vor Jahren, kann ich mich gut erinnern, im Verwaltungsausschuss, Herr Platz, wir brauchen acht neue im Ordnungsamt, nur für Ordnung und Sauberkeit, dass wir oben in Neue Neustadt sauber bekommen, dass wir die Müll entsorgen können und dass wir mehrere Kontrollen machen, eine Stadtwache und was weiß ich. Was haben wir heute? Wir haben nichts mehr davon.
In Neue Neustadt fahren Sie mal dahin, da schämen Sie sich doch als Stadtrat, wenn Sie auf der Lübecker Straße hoch und runter gehen, wenn Sie da mal zur Bank gehen oder was, wie es da aussieht. Und das ist nicht nur ein Tag so, das ist jeden Tag so. Da sollten wir anfangen, bevor wir uns beschäftigen, mit Hundekot zu beseitigen von den Hundehaltern, die das sowieso machen.
Dann sollten wir als Stadt lieber erstmal im ganzen Stadtgebiet von Magdeburg Tüten bereitstellen für den Hundekot. Dann wäre es vielleicht noch besser, auch das kriegen wir ja nicht im Griff.
Was uns da auch sehr verwundert in der Stellungnahme, keine Leute und keine Möglichkeiten das festzustellen, wenn jemand liebevoll hungernde Tiere in dieser Stadt füttert, Tauben oder herrenlose Katzen, da ist sofort ein Bußgeldbescheid, da ist sofort ein Mahnbescheid, da wird sofort hart durchgegriffen.
Aber wenn Hunde koten, naja, das kann man nicht so kontrollieren. Also wir sind da sehr, sehr verwundert.
Ja, das sind immer die typischen Stellungnahmen der Verwaltung. Und das ist auch typisch, was Linken da wieder herausbrüllen. Wo ein Wille ist, auch ein Weg. Und ich wäre der beste Ordnungsamtsmitarbeiter, den man sich vorstellen kann. Mindestens am Tag könnte ich 10, 20 Leute überführen, die ihre Zigarettenkippe aus dem Auto schmeißen oder den ganzen Aschenbecher oder irgendwelchen Müll irgendwie rausschmeißen. Man muss es halt nur dementsprechend wollen.
Die Beamten könnten in Zivil rumlaufen, dann erwischt man auch dementsprechend die Leute. Auch ich sehe regelmäßig Leute, die ihren Hundekot illegal entsorgen lassen oder dass es zumindest über die Hunde läuft. Ja, und wenn es mit der Politik bei mir irgendwann nichts mehr wird, Herr Krug, würde ich mich vielleicht beim Ordnungsamt bewerben. Und ich glaube, dann überführen wir auch deutlich mehr Leute, als das aktuell der Fall ist. Vielen Dank.
Weiter geht es mit der CDU-FDP-Ratsfraktion und Stadträtin Schumann. Das war eine Bewerbung.
Also ich möchte dem widersprechen, was hier gesagt worden ist gegen die Kampagne. Also ich würde mich sehr freuen, wenn die Kampagne wieder aufleben würde. Und der bei Gott, der schmunzelt schon, der weiß schon, was jetzt für ein Statement kommt.
Ich erinnere an die Kampagne, die wir schon mal hatten von Hube. Hundeschiete gehört in die Tüte. Und mit witzigen Sprüchen, sowas hatten wir im Prinzip auch schon mal besprochen, mit witzigen Sprüchen kann man die Menschen auch aufmerksam machen und das prägt sich ein. Und über ein Prägen kommt man oftmals auch ins Handeln. Nicht immer, aber immer öfter.
Und von daher, also einfach immer nur sanktionieren, bestrafen, das ist ein Mittel. Aber dazu haben wir ja schon öfter gehört, erstmal wissen, wer ist wirklich der Verursacher. Also von daher ist die Kampagne wirklich das Mittel, welches auch aufmerksam macht, welches in meiner Wahrnehmung auch zielführend ist.
Und wenn ich sage, das nützt ja nichts, dann frage ich mich, wie Werbung funktioniert. Es ist ja auch im Prinzip eine Werbung für etwas, nur in einer anderen Art und Weise. Und wenn Sie sich gegen Kampagnen bzw. gegen diese Aktionen aussprechen, dann frage ich mich, was das damals mit dem Enkeltrick sollte. Da wollten Sie auch eine Kampagne machen, da wollten Sie auch alles, die Aufklärung mittels Kampagne. Und hier ist es etwas, was wirklich sinnführend ist und deshalb werbe ich ausdrücklich für den Antrag und insbesondere natürlich um diesen Punkt mit der Kampagne. Danke.
Also gerne möchte ich vorausschicken, Hunde und gelegentlich auch Katzen sind die besten Freunde und Freundesmenschen. Ja, und wenn da die Exkremente nicht weggeräumt werden, Entschuldigung, muss ich jetzt den Schalter umlegen, dann liegt das ja nicht an den Tieren, sondern logischerweise an die Halterinnen und Halter, die einfach nicht ordnungsgemäß handeln und wahrscheinlich auch diese Kampagne, ich muss leider sagen, Carola, auch nicht ernst nehmen werden, das wird sie nicht erreichen, fürchte ich.
Denn solange ich Stadtrat bin und ich bin mir sicher auch schon vorher, sprechen wir über Hundekot, das hätte also mit Verlaub, lieber Herr Schache, dieses Antrages kannst du ja nicht bedurft, um auf dieses Thema aufmerksam zu machen, das ist hier seit Jahrzehnten virulent, geben Sie mal Spaß, das halber Hundekot im Ratsinfo ein, dann sehen Sie, wie viele Sachen sich da aufploppen. Mittlerweile kann man sagen, hat sich hier oben das Bild in der Regierung, hätte ich beinahe behauptet, verändert, da saßen zum Teil andere Menschen, die die Stellungnahmen geschrieben haben, aber die klangen alle ein bisschen ähnlich, also diese Tütenspender, nee, wollen wir nicht zu teuer, wo sollen wir die Dinger hinstellen, wer soll die bestücken, schaffen wir alles nicht und letztlich so ein bisschen recht, da haben ja die Kolleginnen und Kollegen auch, damals war es ja Platz, glaube ich, der ja auch in Sohnburg mal gewohnt haben soll, was ja hier wahrscheinlich unter Datenschutz fällt, aber zum Thema passt, weil ja Sohnburg vor allem im Blick genommen worden ist, aber Hundekot, darf ich Ihnen sagen, liegt auch nicht nur in Sohnburg, sondern ist leider, also Scheiße gibt es überall, Dreck ist in der ganzen Stadt verstreut und wenn wir da was ändern wollen, dann weiß ich nicht so genau, ob die Kontrollen da helfen.
Ich hatte das im Verwaltungsausschuss schon gesagt, da hatte ich ja vor Weihnachten Gelegenheit, an einem Freitagnachmittag fast eine Stunde zu diesem Antrag hier einer aufgeladenen, spannenden Diskussion beizuwohnen, ich wusste gar nicht, was hier noch los ist, aber es ist ja schön, die Argumente manchmal auszutauschen, also mein Revier, einige wissen, das ist ja eher der Schnellers Gartenpark, beziehungsweise das Revier von meinem Hund, solange ich da wohne, habe ich noch nie jemanden vom Ordnungsamt gesehen, der den Leinenzwang hätte kontrolliert oder wer da den Hundekot entfernt, ich möchte das für Sie unbedingt auch auffordern, das zu tun demnächst, aber ich will nur sagen, da liegt natürlich auch viel Hundekot, aber eigentlich sind die HundehalterInnen eine eingeschworene Gemeinschaft, also die, die sich kennen, die dort regelmäßig dorthin gehen, die machen das auch oder wenn da einer merkt, der andere macht das nicht, dann spricht es ja den auch an, das klappt ganz gut, die Frage ist also, wie erreicht man diejenigen und da weiß ich eben nicht, ob so ein Antrag und die Kampagne der richtige Weg ist, die das sowieso nicht machen.
Ich habe zu meiner Nachbarin erzählt, vielleicht müsste dann irgendwer bei TikTok ein Video einspielen, wo mal beworben wird, wie man das macht, worum das wichtig ist, aber ich fürchte, selbst mit diesen Schildern, die hier oft auch die Wober manchmal gesponsert hat, auf ihren Grundstücken, bei unserem Park steht das auch, Hundetüte kommt in die Schiete, das ist sehr schön, ich finde das auch noch lustig, aber ich glaube, die Generation, die sich davon angesprochen fühlt, die ist eher nicht hier unter uns im Ratssaal gerade vertreten, glaube ich festzustellen.
Übrigens habe ich gelernt, und das steht auch in der Stadtordnung, glaube ich, dass man mindestens zwei Kotbeutel, das ist wieder Fachausdruck, mit sich führen soll. Wir wollen ja nichts Falsches sagen in der Schule, ne? Es soll nichts Falsches sein an der Tafel stehen. Also eine Tüte, Herr Schacher, reicht nicht aus, weil die haben Sie vielleicht gerade gebraucht, weil der Hund ja abgekotet hat, heißt das wohl. Und dann werde garantiert, ich habe ja so ein Glück als nächstes, ich angehalten, danach ist natürlich keine Tüte mehr dabei. So ein großer Hund, der muss auch öfter mal, kann ich Ihnen sagen. Also insofern sind Sie mit zwei Tüten immer gut unterwegs.
Ich will das überhaupt nicht ins Lächerliche ziehen. Ich finde es gut, dass wir auch über diese Hunde scheiße hier reden, aber die Lösung, die wird es, so gut sie gemeint sein möge, mit dem Antrag nicht geben können. Deshalb werden wir diesem Antrag also nicht zustimmen. Wir laden gern zugegebenen Zeitpunkt zu einer Art Interessensrunde mal ein, wo wir vielleicht gemeinsam mit der Verwaltung mal klären, wie erreicht man tatsächlich die Menschen. Ich glaube, es gibt welche, die wissen das gar nicht. Die leben so in ihrer eigenen Welt, die verstehen gar nicht, was ich da mache, wenn ich mich da hinknie, mühsam und den Hundekot aufnehme. Ist ja jetzt nicht so, dass es meine Lieblingsaufgabe ist. Aber ich darf Ihnen sagen, ich habe noch gelernt, man muss doch mal was tun, was keinen Spaß macht. In diesem Sinne, vielen Dank.
Also in diesem Sinne, ich finde den Antrag, den können wir jetzt unter den gerade diskutierten Gesichtspunkten tatsächlich nicht so richtig ernst meinen und dann sagen, jetzt wollen wir dafür aber mehr Personal stellen.
Da müssen wir schon irgendwie uns ein bisschen fragen, was wir hier machen.
Ich muss ja sagen, wir sind ja als Magdeburg eine sehr fortschrittliche Stadt. Wir haben eine Kampagne gehabt und da gebe ich natürlich recht, Hundeschiete gehört in die Tüte, was ja auch viele machen. Und mein Revier, lieber Olli, ist unten an der Elbe in Westerhüsen, man kennt es ja. Jetzt ist da die Hundeschiete in der Tüte und die Tüte fliegt trotzdem weg. Großartig.
Also dann muss ich lieber sagen, dann mache ich einen Aufruf, lasst die Scheiße da liegen, aber nehmt die nicht bitte in die Tüte und schmeißt dennoch ins Grüne rein. Das ist auch doof.
Das zweite, das Fortschrittliche, was ich ja gerade erwähnt habe, wie wäre es denn vielleicht noch so als Änderungsantrag noch Taschenaschenbecher? Gibt es seit hunderte von Jahren Taschenaschenbecher, da würde sich ja Krug richtig drüber freuen, wenn jetzt jeder, der draußen vor der Tür raucht, erstmal 20 Euro aufgebrummt kriegt und sagt, wo ist dein Taschenaschenbecher? Das wäre doch mal eine geile Sache, ja? Dann kommen wir den 11 Millionen schon ein bisschen näher.
Oder noch geiler, so eine Urinente, jeder, der hier irgendwo ein Bier trinkt, am Hustle oder sowas, wer die nicht bei hat und in irgendeinen Hauseingang pinkelt bei der WUWE oder wo auch immer, gleich nochmal 20 Euro drauf, kommen wir wieder ein bisschen näher.
Fakt ist, wir haben kein Geld für irgendwelche Kampagnen, die Kampagnen gibt es, also lassen Sie die Stadt jetzt arbeiten und vielleicht findet der Herr Krug jetzt da noch ein paar Anreize, noch ein paar Drucksachen für die Stadt selber rauszubringen. Dankeschön.
Ich hätte nie gedacht, dass ich mich mal stundenlang mit diesem Thema beschäftige. Ich hätte das wirklich mal messen müssen in den ganzen Ausschüssen, das wäre vielleicht ganz interessant gewesen. Also ich nehme aus der Diskussion jetzt mal weg, verstärkte Kontrollen im Schneidersgarten, eine Initiativbewerbung aus der AfD und Vorschläge zur Haushaltskonsolidierung vom Stadtrat Guderjahn. Sehr schön. Ich versuche das mal ein bisschen zu ordnen.
Vielleicht mal eins vorweg, auch wenn manche von Ihnen das vielleicht nicht hören wollen. Magdeburg hat an manchen Ecken Probleme mit Sauberkeit, aber ist prinzipiell eine saubere Stadt. Wir sehen das vielleicht nur gar nicht mehr. Also wenn ich Besuch von auswärts bekomme, bekomme ich ganz oft ungefragt den Satz, Mensch ist das eigentlich sauber bei euch. In jeder Stadt werden Sie trotzdem Ecken finden, wo Hundeschiete rumliegt und da gibt es auch bestimmte Schwerpunkte, das will ich gar nicht verhehlen. Und die liegen vielleicht genau in dem Bereich, den Stadtrat Zander angesprochen hat. Aber ich denke, wir sollten ein bisschen aufpassen, unsere Stadt nicht zu sehr runterzureden, denn so verkommen ist sie im Grunde genommen gar nicht.
Ich bin jetzt vielleicht mal zum Hauptproblem. Das Ordnungsamt ist nämlich durchaus präsent, sei es mit der Stadtwache, sei es mit dem Bezirksdienst. Sie könnten das Ordnungsamt bezogen auf Hundeschiete um 200 Leute aufwerten und der Effekt wäre null. Es gilt nämlich das Täter-Prinzip. Es bringt nichts da zu sagen, da ist ein Haufen und 100 Meter weiter läuft einer mit dem Hund. Ich muss den quasi, das klingt jetzt blöd, mit dem dampfenden Haufen noch erwischen. Ich muss den zuordnen können. Das kann ich nicht. Wenn Leute uniformiert im Stadtgebiet unterwegs sind, wird das nicht passieren. Und selbst wenn sie nicht uniformiert unterwegs sind, ist der Effekt auch fast null. Wir hatten in der Vergangenheit bereits entsprechende Aktionstage, wir haben die Zeit gemessen. Es hat sieben Stunden gebraucht, bis wir einen hatten. Sieben Stunden. Das bringt nichts.
Das ist das, was im GESO wahrscheinlich besprochen wurde, da waren ja die Mitarbeiter von unserem Außendienst vor Ort. Dieses Täter-Prinzip hat gute Gründe und ist auf Bundesebene verankert. Insofern, um auf diesen Antrag zurückzukommen. Wir sind im Stadtgebiet unterwegs und an einem Punkt gehe ich mit, das hatte ich ja auch in der Debatte zur Neustadt bereits gesagt, die Bußgelder zu erhöhen ist aus meiner Sicht ein probates Mittel. Andere Städte haben das vorgemacht, exemplarisch Frankfurt am Main, die exemplarisch hochgegangen sind, ein, zwei Fälle geahndet haben und dann von einem Damoklesschwert-Effekt entsprechend ausgehen. Den entsprechenden Auftrag habe ich der mir unterstellten Verwaltung bereits gegeben und werde da in absehbarer Zeit, denke ich, mit einer Drucksache um die Ecke kommen.
Alles andere ist, ich hatte es im Verwaltungsausschuss, glaube ich, als Aktionismus bezeichnet, ist vielleicht ein bisschen hart formuliert, ist nicht zielführend, um das mal so auszudrücken. Deswegen würde ich darum bitten, die Bußgeldsachen, die kann man machen. Der Rest ist mangels messbarem Erfolg aus Sicht der Verwaltung abzulehnen. Danke.
Also ich weiß jetzt nicht, wo ich hier gelandet bin, aber einiges so komplett ins Lächerliche zu ziehen, einige Sachen gegen andere Sachen aufzuziehen, sorry, aber wir haben seit Jahrzehnten ein Problem mit Hundekot. Das ist nicht seit gestern und vorgestern erst, sondern auch generell mit dem Müll. Das müssen wir einfach mal ernst nehmen und wir einfacher zu sagen, das geht nicht, das geht nicht und zu kapitulieren, was bringt denn das? Das ist auch gesundheitliche Probleme.
Wir müssen jetzt einfach mal gucken, was möglich ist und was nicht möglich ist. Dazu gehört ganz klar, wie Herr Kuckuck gesagt hat, die Strafen hochzunehmen, wie in Frankfurt geschehen. Es muss kontrolliert werden. Wie soll es denn sonst passieren? Was soll denn sonst passieren? Akzeptieren wir das jetzt? Bleibt das dann immer jetzt so? Also was soll das?
Wie gesagt, mal ein bisschen Ernsthaftigkeit rangehen und ja nicht nur ins Lächerliche ziehen und wie gesagt auch mit der Frau Schumann nochmal zugesagt hat, mit dieser Kampagne, das hatte ich auch im Hinterkopf, dass man das auch mal ins Vordergrund stellt, dass man damit vielleicht mal die Bußgelder erhöht hat. Das kann man auch nehmen und das ist auch kein Problem. Da brechen wir uns auch keine Krone aus oder keinen Zacken aus der Krone. Also von der Warte her einfach jetzt mal angehen und durchgucken, was da passiert und dann ist gut. Vielen Dank.
Ja, nochmal danke an Herrn Krug und an Herrn Kemmesies, dass mir da Recht gegeben wurde. Gerade von Herrn Kemmesies, das ist wie so ein Ritterschlag. Ich glaube, ich kann die ganze Nacht heute nicht schlafen, dass mir von Ihnen mal Recht gegeben wurde.
Aber nochmal ganz kurz zum sachlichen Thema. Herr Krug, Sie hatten im Ausschuss, in verschiedenen Ausschüssen erwähnt, dass Sie auch ein Unterstützer dieser Aktionstage sind. Wenn Sie jetzt hier zum Protokoll das nochmal geben könnten, wäre ich total glücklich, dass es einen Aktionstag wie die CDU gefordert hat oder auch mit diesen Zigarettenkippen diesen Aktionstag gibt. Bin ich glücklich mit dem Antrag selbst von Ablehnung wird. Vielen Dank.
Ist auch schnell, ich glaube, wir sind uns alle einig, wie unfassbar nervig das ist, in Hundekot zu treten und wie unfassbar unschön Hundekot in der Natur ist. Und dass das natürlich auch, gibt es ja das Thema Seuchenschutz und so, gerade bei Tieren ist es ja auch übrigens nicht nur Hundekot, also Katzen laufen auch frei herum, da gibt es übrigens keine Pflicht, kann man ja auch gar nicht nachverfolgen.
Also es ist schon, niemand sagt, dass das kein Thema ist, ich glaube eben, dass wir unterschiedliche Vorstellungen von Lösungen haben. Aber deswegen habe ich mich nicht gemeldet, vor allem ein Punkt, Herr Schache. Sie haben gerade gesagt, Sie wollen nicht, dass das jetzt ins Lächerliche gezogen ist, kann ich verstehen, keiner möchte, dass Anliegen, die einem wichtig sind, ins Lächerliche gezogen werden.
Gleichzeitig aber machen Sie sich über Leute lustig, die in ihrer Freizeit, an ihren freien Tagen aufstehen und Müll aufsammeln. Darüber haben Sie sich gerade sehr, sehr verächtlich geäußert, können gerne nachher nochmal das Video sich angucken, das ist sehr, sehr eindeutig als verächtlich interpretierbar und das finde ich so nicht gut und möchte ich so auch nicht stehen lassen.
Ich bin dankbar für jeden Menschen, der seine Freizeit, ich sag mal, opfert oder nutzt, um diese Stadt schöner zu machen, um diese Stadt lebenswerter zu machen. Und das sind eindeutig Menschen, die in ihrer Freizeit rumrennen und Müll aufsammeln und dafür bin ich sehr, sehr dankbar und das möchte ich hier nochmal ausdrücken und ich glaube, dass der Großteil des Stadtrates mir in diesem Punkt auch zustimmt, dankeschön.
Sie haben mich ja direkt angesprochen, Stadtrat Kumpf, alles was die Präsenz des Ordnungsamtes, der Stadtwache, des Bezirksdienstes im Stadtgebiet stärkt, wird meine Zustimmung finden. Ich hatte es in den Ausschüssen bereits gesagt, der nächste Aktionstag ist bereits geplant, der wird im März sein, wird auch entsprechend medial begleitet sein.
Ja, ich bin ein Freund davon, ja, solche Tage wird's auch in Zukunft geben.
Ja, wir befinden uns im Stadtteil Diesdorf. Dort wurde zum Beispiel in einer Bürger:innenversammlung oder GWA-Sitzung auch von Einwohnern des Pflegeheims oder Humanas-Heimes hervorgebracht, dass dort eine sichere Querung gewünscht wird. Denn wir erinnern uns alle an der Wendeschleife am neuen Bebauungsgebiet. In der Wendeschleife wurde sehr viel gebaut.
Wir haben eine Verbindung zum Diesdorfer Grasweg, wo übrigens kein Fußweg ist, was es schon sehr schwer macht, dort entlangzugehen. Aber Menschen gehen dort lang, weil sie zum Friedhof wollen, zum Westfriedhof. Dort ist auch ein Eingang am Diesdorfer Grasweg. Dort befindet sich nicht mal ein abgesenkter Bordstein. Trotzdem queren dort natürlich Menschen und auch Leute mit dem Fahrrad die Straße. Es ist aber nicht sicher.
Gleichzeitig haben wir natürlich auch eine Schule, eine Grundschule in Diesdorf. Und ja, weil sich vielfach gewünscht wurde, dass dort ein Fußgängerüberweg kommt, wollen wir jetzt die Oberbürgermeisterin beauftragen, einen Antrag bei der oberen Verkehrsordnung, Verkehrsbehörde, zu stellen, um dort einen Fußgängerüberweg oder im Volksmund auch Zebrastreifen schaffen zu können.
Sollte dort kein Fußgängerüberweg angeordnet werden können durch die obere Verkehrsbehörde, bedeutet der zweite Beschlusspunkt, dass dann eine Querungshilfe geschaffen werden sollte oder zu prüfen ist, ob diese geschaffen werden kann. Vor allem, ich habe ja eben schon die fehlende Absenkung des Bordsteins angesprochen, sollte das zumindest hergestellt werden, damit man mit dem Fahrrad ordnungsgemäß über die Straße fahren kann und nicht auf der Straße fahren muss. Vielen Dank.
Unser liebes Thema Märktekonzept. Wir möchten gern, dass das Märktekonzept mit unserem letzten Änderungsantrag abgeändert wird, dass dort geschrieben wird in dem neuen Märktekonzept dann, dass die Streichung erfolgt mit den Sortimenten, dass es nicht mehr festgeschrieben wird, dass eben auch unsere Außenmärkte außerhalb der Innenstadt, wie zum Beispiel im Kannenstieg Neustädter See, in Nordwest, wo es einen Einkaufsmarkt geben sollte, der nicht gekommen ist, oder auch jetzt im Florapark, dass man Zugriff hat und das nicht mehr vorgeschrieben wird, wieso, weshalb, was darf ich nicht verkaufen.
Fakt ist doch eins, wir geben Millionen aus für unsere Innenstadt. Wenn ich im Allee-Center gucke, unten jetzt in der dritten Etage, dass mehrere Geschäfte leer sind, dann sieht man, wie erfolgreich doch die Stützung der IG Innenstadt ist und was alles passiert, wie sich auch die Ladeninhalte sich ändern von Verkaufsstellen bis hin zu allem anderen. Und ja, es ist wichtig für unsere Außengebiete, Stadtgebiete, dass man das ändert, dass wirklich auch eben Gleichberechtigung und gewünschte Sortimente angeboten werden, die Gleichberechtigung, dass kein Markt in der Innenstadt bevorzugt wird.
Und ja, auch die Außenmärkte sind fast alle Mitglied in der IG Innenstadt, bezahlen ihre Beiträge, daran soll es auch nicht liegen, aber man sollte das doch ändern, um dass es dann auch besser vorangeht, dass wir dann auch wieder hinten im Kannenstieg und auch auf die Lübecker Straße mehr Geschäfte kommen, weil Fakt ist eins, das, was unsere Bürger hinten bekommen, unsere Mitbürger aus unseren Wohngebieten, die fahren ja sowieso nicht in die Innenstadt, weil es gar nicht rentabel ist, mit der Straßenbahn in die Innenstadt zu fahren, weil es zu teuer ist, weil sie das nicht aufbringen können, auch als Rentner. Und wie ist es dann, man geht dann meist zu den Enkelkindern und die Enkelkinder kaufen die Sortimente im Internet. Habe ich selbst erlebt, mir wird das immer wieder auch bei sogenannten Kaffeetrinken erzählt von meinen Nachbarn, die dann alle so zu mir kommen und darum möchten wir gern, dass das ändert.
Uns ist auch aufgefallen, unser Märktekonzept ist fast das gleiche Märktekonzept, wie die Stadt Braunschweig hat. Bloß in Braunschweig heißt es ganz anders, Leipzig hat das auch, da heißt es auch anders, auch da geht man anders mit die Werbetreibenden um und selbst auch in Dresden. Da ist es auch nicht so, dass man diese Sortimente so intensiv vorschreibt, dass sie das nicht mehr verkaufen dürfen, dass man Unternehmer davon abbringt, doch ein Geschäft aufzumachen außerhalb oder in andere Wohngebieten einer Stadt. Das muss nicht nur in der Innenstadt sein und darum möchten wir gern, das Märktekonzept entweder ändern oder komplett abschaffen.
Man kann gerne sich über etwas anderes unterhalten oder eine neue Druckvorlage machen, dass man das ändert und wir möchten das gern namentlich festhalten als Foto, dass wir genau darlegen können, wer sich wie entschieden hat. Wir haben ja heute schon gelernt und gemerkt, es sind ja Landtagswahlen, dass man genau darauf hinweisen kann, wer wo wohnt und wer war dafür, wer war dagegen. Das muss man so sagen, weil das ist doch eine Herausforderung für alle Stadtteile, wenn sie benachteiligt werden. Vielen Dank.
Eines der wenigen Themen, wo ich Herrn Zander und der Gartenpartei widersprechen muss. Ich warne davor, diesem Antrag zuzustimmen, auch dem Änderungsantrag nicht. Herr Zander vergisst leider ein bisschen die Fakten. Die Fakten sprechen eine ganz andere Sprache und die Innenstadt verantwortlich zu machen, weil im Allee-Center-Park Geschäfte aktuell nicht bedient werden oder sich im Umbau befinden und so weiter. Dann ist die Innenstadt ja zuständig dafür, wenn im Außenbereich irgendwelche Geschäfte nicht laufen. Da kann ich auch mehrere Beispiele nennen. Das ist ja völlig hanebüchen.
Magdeburg hat mit 2,7 Quadratmetern die größte Einzelhandelsfläche mit vergleichbaren Städten und jeder neue Standort würde genau das Gegenteil erreichen, was die Gartenpartei damit erreichen möchte. Man verschiebt einfach den Umsatz auf die Außenbereiche und generiert aber weniger, nicht mehr Umsatz, sondern es bleibt einfach gleich. Und ja, das Thema zum Flora-Park hatten wir hier und da war ich auch hin und her gerissen, wie wir uns dazu entscheiden. Aber im Endeffekt ist es doch nicht so gekommen, wie das hier prognostiziert wurde. Edeka ist jetzt doch da, trotz dass es dieses Merckx-Konzept gibt. Also man findet anscheinend Lösungen und wer die Innenstadt stärken möchte, wofür wir viele kämpfen, eigentlich auch die Gartenpartei, darf dieses Merckx-Konzept nicht zustimmen, was die Gartenpartei hier fordert.
Und ich warne halt auch davor, man sieht ja, was passiert, wenn das komplett freigelassen wird. Sicherlich kein vergleichbares Beispiel, aber wir reden vom Hassauer Platz, wir reden von der Halberstädter Straße. Da sind das alles private Vermieter, da haben wir viele Shisha-Bars, Dönerläden und so weiter, Bavierläden. Und das, was teilweise in der Wobau-Hand ist, da ist es deutlich geordneter. Da kann man das steuern, da kann man das regulieren und das ist für die Innenstadt deutlich sinnvoller und machbarer als das, was wir auf der Halberstädter Straße und weiteres erleben.
Also ich warne davor, wir machen hier die Büchse der Pandora auf, wenn wir diesem Antrag zustimmen. Wer die Innenstadt erhalten möchte, der sollte das ablehnen und vielleicht über eine Aktualisierung, Verbesserung kann man irgendwann immer nochmal diskutieren. Aber das, was jetzt hier gefordert wird, dass das komplett eingestellt wird, ist auf alle Fälle ablehnenswert. Vielen Dank.
Das Märktekonzept. Ich kann mich noch daran erinnern, Herr Zander, Sie waren ja auch zugegen, entsprechend im Ausschuss, WTR, Wirtschaftsausschuss, wo es ja auch letztendlich hingehört, wie intensiv wir da diskutiert haben. Im letzten Jahr im Franckesaal, wenn ich mich recht erinnere, war es ja unten. Das Märktekonzept.
Sicherlich kann man entsprechend drüber streiten, ob einige Punkte da verbesserungsbedürftig sind oder nicht. Ganz mal neutral. Allerdings sowohl Ihr Änderungsantrag als auch der Ursprungsantrag geht da ja gar nicht darauf ein, einzelne Punkte zu ändern, sondern grundsätzlich Fakten zu schaffen, nämlich die Abschaffung. Die Formulierung ist letzten Endes gleich.
Ansonsten sollte natürlich die Innenstadt, es ist ja unsere Wohnstube, wenn man es mal ein bisschen so aufmacht, für alle Magdeburgerinnen und Magdeburger und natürlich auch Gäste sein. Und wir haben einen Rahmenplan Innenstadt, den wir beschlossen haben, der auch umgesetzt werden soll. Und die Innenstadt soll sich weiterentwickeln. Und genau das möchten wir ja auch, dass nämlich nicht Geschäfte leer stehen, sondern belebt werden. Ob durch Pop-Up-Stores entsprechend vielleicht kurzfristig, weil sich langfristig erstmal keiner findet oder entsprechend natürlich langfristig, das wäre natürlich immer wünschenswert.
Ansonsten sind wir ja gerade dabei, auch den alten Markt, die Umfeldgestaltung zu machen. Wir haben ja entsprechend da den neuen Beschluss gefasst. Und natürlich muss Magdeburg eine hohe Anziehungskraft entwickeln, damit nämlich die Menschen hier vor Ort entsprechend auch einkaufen. Das ist wichtig, um halt natürlich auch gegebenenfalls mal Geschäfte herzubekommen mit Marken, die wir vielleicht nicht haben. Aber all das würden ja potenzielle Investoren oder Geschäfte auch nur entscheiden, wenn natürlich entsprechend die Innenstadt gestärkt hervorgeht aus allem. Und damit entsprechend sind wir natürlich dafür.
Das Märktekonzept ist für die Stadtentwicklung essenziell, ein strategisches Instrument. Und daher werden wir als Fraktion sowohl den Änderungsantrag als auch den Ursprungsantrag ablehnen und sind klar dafür entsprechend das Märktekonzept so umzusetzen. Danke.
Wir als die Fraktion Tierschutzpartei werden diese Anträge, sowohl den Änderungsantrag wie auch den Hauptantrag, ablehnen. Denn wir sind dafür, dass die Innenstadt attraktiv bleibt und noch mehr wird.
Wenn wir jetzt das Marktkonzept abschaffen oder ändern, dann passiert das, dass viele Geschäfte oder viele Sachen aus der Innenstadt herausgetragen werden. Im Gegenteil, es muss hier noch mehr geschehen, sodass wir das Marktkonzept, so wie es jetzt besteht, unterstützen.
Ist schon erstaunlich, wer so aufsteht hier und dagegen redet und sich für die IG Innenstadt stark macht. Also die Innenstadt haben wir doch wohl mit Millionenbeiträgen gestärkt. Wir haben doch eine schöne Innenstadt und wir präsentieren die doch. Ich weiß gar nicht, woran es liegt und ich weiß gar nicht, wovor man Angst hat eigentlich, wenn man den Händler in den einzelnen Wohngebieten erlauben würde, mit gewissen Sortimenten zu verkaufen.
Also es gibt doch gar keine Untersuchung. Selbst wenn wir es aufgeben, kann keiner heute sagen, innerhalb von einem Jahr ist die Innenstadt platt. Die Innenstadt platt, glaube ich, das sieht man doch am Hasselbachplatz. Das waren nicht die Verwaltung, das waren nicht die Händler, sondern das waren die Eigentümer der Grundstücke. Nachdem viele Grundstücke am Hasselbachplatz verkauft worden sind, haben wir doch gesehen, was dort passiert ist, wer was gekauft hat, was für Läden eingezogen sind.
Und ja, gucken Sie sich doch an den Kannenstieg, gucken Sie sich doch den Neustädter See an, gucken Sie sich die Lübecker Straße an. Warum ist denn kein Markt in Nordwest gekommen, kein Edeka? Weil er nicht das verkaufen konnte, was er wollte. Und was Herr Kumpf hier sagt, also das ist ja sozusagen Schwachsinn, lieber Herr Kumpf. Edeka kommt in den Florapark, weil vorher Real da war. Edeka hat das gleiche Sortiment wie Real, was vorher da war, genauso wie Marktkauf oder Kaufland damals und genauso, was Marktkauf drin war. Ja, Real zuletzt war.
Da ändert sich gar nichts und die Umbauarbeiten laufen ja schon längst und das ist auch schon längst Vertrag gewesen. Da war sogar noch Real da drin, dass das kommt. Also das hat mit Marktkonzept gar nichts zu tun. Also wer das hier behauptet, hat keine Ahnung von das, was wirklich passiert im Florapark.
Herr Steinfort, FDP, CU, Stadtratsfraktion. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich weiß gar nicht, wie ich es sagen soll, unser lieber Herr Zander gibt immer Vollgas und er legt oftmals aber auch den Finger in die Wunde. Man muss sagen, ich als Unternehmer, es ist überarbeitungswürdig. Ich will das genauso nicht abschaffen und die Innenstadt ist erhaltungswürdig und schützenswürdig, aber man muss sagen, Herr Kumpf hat es selber eben erwähnt, die Halberstädter Straße und so. Genau das passiert ja, weil es sich nur auf die Innenstadt konzentriert.
Wir müssen auch über die Außenbereiche nachdenken und die Stadt Magdeburg besteht nicht nur mit der Innenstadt. Das muss man wissen und ich bin der Meinung, dieses Märktekonzept muss überarbeitet werden, dass wir bestimmte Dinge dann doch irgendwie hinkriegen. Danke, weil das ist alles einfach gesagt. Einfach nur so hier sagen, das ist doof, was du hier sagst, das machen wir nicht. Das ist nicht richtig, sondern ich glaube, man muss irgendwann mal wieder an einem Punkt anfangen und zu sagen, die Zeiten haben sich geändert.
Wir sehen die Situation, Lübecker Straße, Halberstädter Straße, was kann man machen, was kann man tun? Es gibt ein Beispiel, was ich nur vom Hören sage, ich weiß auch nicht, ob es jetzt richtig war, wir haben ja unseren Beirat da, der da vielleicht was sagen kann, solche Fahrräder, Fahrradverkaufsstellen sind jetzt mittlerweile nur noch in der Innenstadt erlaubt. Und da frage ich mich, warum darf ich denn kein Fahrradladen auf der Halberstädter machen? Ich weiß nicht, ob es stimmt, ich will jetzt nichts Falsches erzählen, so wurde es gesagt bei uns.
Da muss ich eben sagen, das sind ja die Punkte, die in diesem Märktekonzept dann drin sind. Und wir haben bestimmt darüber, was darf außen verkauft werden, was darf innen verkauft werden. Und bestimmt das nur das Bauamt oder gibt es da einen Wirtschaftsausschuss, der da vielleicht für zuständig ist? Wer generiert die Sortimente und unterscheidet, wer was in der Innenstadt machen kann und wer was außerhalb machen kann? Magdeburg ist nicht nur Innenstadt, möchte ich nur sagen. Also wir stimmen auch nicht dafür, Herr Lieberherr Zahner, aber bitte darüber nachdenken, eventuell das für überarbeiten.
Herzlichen Dank, Herr Vorsitzender, sehr geehrte Damen und Herren Stadträte. Zu dem, was Herr Zander gesagt hat, kann ich auch nur aus der fachlichen Sicht sagen, wir haben ein Gutachten erarbeiten lassen. Das Gutachten war notwendig aufgrund dessen, dass das, was als zentrum-relevantes Sortiment gilt, sich verändert hat. Darum musste das Märktekonzept angepasst werden. Das war eine schwere Geburt damals, ist noch nicht so lange her, ich denke so zwei, drei Jahre, ich weiß es nicht mehr ganz genau, er wird das durchbekommen haben und ich finde es schade, wenn wir das ganze Paket nochmal aufschnüren würden, weil wir uns dadurch sicherlich keinen Gefallen mehr tun werden.
Das Märktekonzept ist nicht nur zum Schutz der Innenstadt da, sondern es geht um alle zentralen Forderungsbereiche, sowohl in der Innenstadt, das ist natürlich der Hauptforderungsbereich, besteht es auch drin im Märktekonzept, als auch alle Bereiche, die in den Stadtteilzentren liegen. Und auch die Sonderlagen, wie zum Beispiel der Flora-Park oder der Bördepark, haben ihre Berechtigung, was die Forderung anbelangt. Aber man muss eben halt schauen, dass alles ausgewogen ist, damit jeder, und das ist das Grundanliegen des Märktekonzeptes, egal wie es in anderen Städten heißt, es ist immer wieder das gleiche Grundprinzip, es geht darum, dass alle Bevölkerungsschichten sich auf kurzem Wege mit den Waren täglichen Bedarfes versorgen können, darum gibt es Handelseinrichtungen in der gesamten Stadt und darüber hinaus, dass höherwertige Marken in der Innenstadt oder in den Stadtteilzentren gehandelt werden, um eine Anziehungskraft als Stadt zu haben. Das ist ja von jeher so.
Wir haben früher Märkte gehabt, mitten in der Stadt, so begann das Ganze irgendwann mal, weil die Kaufleute genau auf bestimmten Routen zu einem bestimmten Punkt gezogen sind und dort ihre Waren gehandelt werden. Im Prinzip wird diese Märkte-Ordnung, die sich über Jahrhunderte bis Jahrtausende entwickelt hat, fortgeschrieben und immer mal wieder modernisiert. Man kann das auch zukünftig nochmal modernisieren und nochmal überprüfen, ob es noch aktuell ist, so wie Stadtrat Steinfurt das angeregt hat. Das nehme ich gerne nochmal als Arbeitsauftrag mit und diskutiere das mit dem Gutachter und den Kollegen, die dafür zuständig sind. Aber ich persönlich bin der Auffassung, dass unser Märktekonzept noch aktuell ist.
Also dieser Antrag, der ist für mich einer aus der Kategorie, die Untoten leben länger. Weil, wie oft wir schon über Märktekonzepte hier in der gleichen Art und Weise diskutiert haben, weiß ich nicht. Ich bin ja noch nicht so lange, zumindest nicht so lange wie Herr Zander in diesem Stadtrat, aber diskutiert über Märkte haben wir schon sehr oft.
Herr Zander, Sie konnten bisher nicht schlüssig, außer dass Sie den Begriff Gleichberechtigung hier in die Diskussion geworfen haben, erklären, warum das Märktekonzept abgeschafft werden soll. Und Herr Rehbaum hat es schon gesagt, es geht eben nicht bloß um Märkte oder um Verkauf. Es geht auch um alles andere, was die Innenstadt ausmacht. Ich sage nur mal Gastronomie. Und das kann man nicht voneinander trennen. Und wir brauchen einfach diese Struktur, die wir jetzt haben, um die Innenstadt attraktiv zu haben.
Und bis jetzt meines Wissens hat das auch den Außenstandorten in Anführungsstrichen, ich sage mal Flora Park, Burger Park und auch selbst in Neue Neustadt nicht existenziell geschadet. Und übrigens, Herr Zander, die Theorie, dass der Edeka-Markt wegen des Märktekonzepts nicht nach Nordwest kommt, die ist Unsinn. Es gibt keine belastbare Aussage von Edeka, dass das der Grund war. Es gibt viele andere Gründe, Herr Zander, und dieser Grund ist es nicht. Das ist einfach Quatsch. Danke.
In aller Kürze möchte ich als Mitglied des Wirtschaftsausschusses bestätigen, dass wir sehr intensiv über diese Frage diskutiert haben, der Stadtrat auch nicht zum ersten Mal zu diesem Thema zusammenkam. Aber wenn man ein Ranking abbilden würde, haben wir tatsächlich in den letzten 20 Jahren über Hundekot noch öfter gesprochen als über das Märktekonzept, würde ich als Tipp abgeben.
Und ich habe schon vor über zehn Jahren dieses Märktekonzept kritisiert, weil es eigentlich ein Märkte-Verhinderungskonzept ist, das wäre der richtige Titel gewesen. Und die Überarbeitung der Tat, ja, die war auch schon vor zehn Jahren fällig oder vor 15 Jahren schon, als nämlich augenscheinlich wurde, dass ein ehemals genehmigter Standort, der wahren des täglichen Bedarfs hat man früher gesagt, also ein Supermarkt war da in der ehemaligen Schraubenfabrik am Fuchsberg, früher noch Tengelmann und Kaiser und was weiß ich, der wurde dann aufgegeben.
Ja, ja, vorher ist es dieses schicke Glasbaudink da, wo alles mögliche schon drin war, früher sogar mal einen Nachtclub, habe ich mir sagen lassen. Das war dann sozusagen, der war dann nicht mehr hinterlegt im Märktekonzept, der war dann raus, weil er zwei, drei Jahre nicht mehr in Betrieb war. Die Immobilie stand natürlich noch und das Rathaus konnte jetzt nicht gerade dort einziehen, ja, also die Alternativen waren ja begrenzt. Stattdessen hat dieselbe Stadtverwaltung dann Ecke Ackerstraße, wenige Meter weiter, einen Aldi-Markt genehmigt, den wir ja heute noch haben.
Was lange Zeit dazu führte, dass also der ehemalige Superstandortmarkt, von dem ich sprach, gar nicht wieder belebt werden konnte, weil es natürlich schwierig war, jemanden zu finden, denn Einzelhandel in der Form war da jetzt nicht mehr möglich. Also insofern, das waren den Hochzeiten des Märktekonzeptes, ja, das gehört ja zur Wahrheit mit dazu. Und deshalb, ich dachte immer, das muss regelmäßig überarbeitet werden, schreiben wir da nicht immer dran, wer macht das eigentlich? Das Team von Herrn Rehbaum oder das Team der Wirtschaftsbeigeordneten, sind das externe Berater? Das würde mich mal interessieren, weil in der Tat, das wollte ich eigentlich sagen, so wie der Antrag gestellt worden ist, so können wir dem jetzt nicht zustimmen, das wird auch nicht die Lösung sein.
Aber hier andererseits so zu tun, es wäre alles im Butter, wenn wir das jetzt so lassen, wie es ist, das stimmt ja auch bloß nicht. Leider lässt uns jetzt der Antrag wenig Auswahl an Möglichkeiten. Deshalb, meine Fraktionen kann ihm so nicht folgen, aber sieht durchaus Bedarf, das Märktekonzept mal in unsere Zeit zu holen.
Grundsätzlich ist die Bearbeitung des Märktekonzeptes bei mir im Fachbereich Vermessung und Stadtentwicklung angesiedelt. Natürlich ist es aber ein Thema, das auch andere Bereiche der Verwaltung betrifft. Demzufolge wird das auch immer mit Freude aufgenommen, Stellungnahmen eingeholt, zum Beispiel von der Wirtschaftsförderung, aber eben auch von anderen.
Die IHK zum Beispiel ist ein großer Player, der dort mitspielt, und natürlich auch so etwas wie eine Idee Innenstadt, die sich ebenfalls einbringt, um das Märktekonzept weiter zu verbessern.
Ich habe ja schon dargelegt, grundsätzlich spricht auch nichts dagegen, zu prüfen, ob das Märktekonzept noch aktuell ist. Wenn es nicht so ist, dann werden wir es natürlich überarbeiten.
Naja, ist doch schön, wenn wir hören, es wird nochmal überarbeitet, können wir uns nochmal drauf konzentrieren, noch einen Antrag zu schreiben für die Überarbeitung oder dann später mal einen Änderungsantrag draufzusetzen. Und wie gesagt, wir halten das ja fest, wie heute abgestimmt wird, wenn man das nicht möchte, das mal freizugeben.
Und ja, Herr Wiebe, ich bin fünf Jahre länger dabei als Sie und ich weiß das wirklich aus erster Quelle. Nordwest, Edeka, das Sortiment wurde begrenzt und darum hat Edeka sich aus dem Projekt zurückgezogen und alle Märkte, die später dort bauen wollten, auch. Das ist leider so. Ob Sie das wahrhaben wollen oder nicht, jetzt bin ich doch, jetzt bin ich doch dran. Sie müssen dort den Sieber zurückzuholen. Der Vorsitzende hat dafür Sorge zu tragen, das wäre dann besser. Ich wurde ja letztes Mal auch dafür kritisiert für gewisse Sachen. Also bitte halten Sie sich mal zurück, wenn ich rede. Um was das zu sagen.
Und ja, das Märktekonzept verhindert überall und wer das so möchte, kann ja gerne dagegen stimmen heute. Wir sehen das ja schon auch, das hat die Freundin schon mal gesagt, auf der Lübecker Straße, im Kannenstieg und auch im Neustädter See, oben im Wohngebiet, was sich ansiedelt und was nicht mehr geht. Und wer sowas verhindert, weiß ich nicht. Also gerne machen, der Bürger nimmt das ja wahr und das ist das Gute dabei. Vielen Dank.
Nochmal kurz zu dem Thema IG Innenstadt. Man könnte auch sagen IG 39104, was aber leider auch nicht mehr ganz passt, weil das Märktekonzept wird ja so gedreht und so gebogen, wie man es gerne braucht. Ich sage nur ganz einfach mal die Idee, dass zum Beispiel die Firma Dekathlon oder auch Ikea hier am Uniplatz bauen wollte. Dann wollte man das nicht oder man durfte dann in Magdeburg bauen, aber man musste dann zum Beispiel Mitglied werden, obwohl man nicht immer 39104 ist. Das steht sogar oder stand mal in der Satzung, dass man nur, wenn man 39104 hat, dass man dann in die IG Innenstadt mit eintreten darf und alle Geschäfte, die ja hier sozusagen vertreten sind in der IG Innenstadt. Doch, das gab es wirklich. Da können Sie sogar Ihren Mann fragen, Frau Stieger, weil der war ja auch mal Vorsitzender, der müsste die Unterlagen sogar noch haben. Ja, alles gut. Jedenfalls hier erfährt man ab und zu mal auch was Neues. Ja, Fakt ist auch, dass ja mittlerweile auch der Ikea zum Beispiel Mitglied ist in der IG Innenstadt, obwohl es damals nicht satzungskonform war.
Ich komme jetzt aber wieder zurück. Ich sage mal, wenn wir uns hier so über den Einzelhandel, wie zum Beispiel auch Herr Steinfurt das meinte, hätte ich mich echt gefreut, dass wir zum Weihnachtsgeschäft die Halberstädter Straße geöffnet hätten, weil aktuell baut da immer noch niemand irgendwas an irgendwelchen Brückenteilen, weil es ist aktuell Winter. Das Weihnachtsgeschäft ist für die Halberstädter Straße so gut wie es geht in die Hose gegangen. Also da hätte ich mir auch die IG Innenstadt gewünscht, dass da ein bisschen mehr Action passiert. Ist leider auch unterblieben.
Und man kann nur sagen, wenn man das Märktekonzept öffnen würde, vielleicht sollte man da doch vielleicht nochmal einen Änderungsantrag formulieren, dass man halt auch nochmal dran denkt, wie es zum Beispiel in Bukau passiert ist. Es ist auch eine Chance, wenn zum Beispiel ein großer Markt wie Edeka, Rewe, Lidl, Netto, Aldi, wir wollen ja alle nicht vergessen, wenn die dann kommen und das ein oder andere Grundstück zum Beispiel auch sanieren oder wie man die Passage jetzt sieht in Bukau. Es ist natürlich auch eine Chance für eine Brachfläche, nicht zu vergessen auch die Brachfläche in der Brennecke Straße. Da gab es ein großes Konzept, da hätte man wirklich was retten können und das Grundstück ist immer noch leer. Da sollte eine Feuerwache drauf und und und. Wenn aber die IG Innenstadt dahinter stehen würde, könnten wir auch in Magdeburg viel bewirken. Nicht nur in der IG Innenstadt und nicht in der Innenstadt und ich sage nur noch eins, damals haben Stadträte einen Fehler gemacht und zwar das Allee Center zu bauen. Der zweite Fehler war, die dritte Etage zu genehmigen, weil wir heucheln hier alle immer, ja wir wollen flanieren gehen, flanieren gehen. Fakt ist doch eins, die fahren rein ins Allee Center, gehen da drin einkaufen, zwei Stunden, packen den Kofferraum wieder voll und fahren nach Hause.
Ich spreche aber nicht für die Fraktion, ganz eindeutig, sondern ich spreche für den FDP-Teil. Und zwar ebenso wie Herr Müller sind wir schon jahrelang dabei gewesen, als es um das Märktekonzept geht. Wir haben es auch ständig kritisiert und ich kann diesem Änderungsantrag viel abgewinnen. Es geht nämlich nicht um Gastronomie, sondern es geht ja hier um Einzelhandel.
Und wenn dem so wäre, wie Herr Bublitz sagt, dass wir dieses Märktekonzept brauchen, wenn Gewerbe, was wir noch nicht haben, Geschäfte, die wir noch nicht haben, hochpreisige Geschäfte nach Magdeburg kommen, dass wir dafür das Märktekonzept brauchen, wenn das so wäre, wir haben das Märktekonzept die ganze Zeit, dann frage ich mich, wo die denn sind. Vielleicht liegt es ja auch daran, dass sie lieber in der Randlage im Bördepark gebaut hätten oder im Florapark sich angesiedelt hätten, aber nicht konnten durch das Märktekonzept. Und dann hätten wir aber die Einnahmen, die Steuereinnahmen, hätten wir hier.
Also ich frage mich, ob es nicht besser ist, auch mal die Randlage so ein bisschen zu öffnen und so ein bisschen attraktiv zu machen und dafür aber die Steuern bei uns zu lassen oder sie alle mit unserem Märktekonzept so ein bisschen abzuschrecken, dass die dann nach Leipzig gehen oder nach Halle oder wo auch immer hin. Also da denke ich schon, wäre es wichtig, dass man an diesem Märktekonzept doch feilt.
Und deshalb, ja, frage ich mich, warum wir das nicht schon anders organisiert haben, warum wir das nicht schon überarbeitet haben, warum es nicht, was weiß ich, alle zwei Jahre oder sowas evaluiert wird. Da können wir ja dann nochmal ins Gespräch kommen, aber auf jeden Fall werden wir, haben wir viel Sympathie für den Änderungsantrag und ich werde dem auf jeden Fall zustimmen.
Ich möchte lediglich nochmal auf das hinweisen, was ich schon einmal kurz angeschnitten habe. Es war wahrscheinlich etwas zu kurz. Wir unterscheiden beim Märktekonzept, und das ist in allen Kommunen so, nach Zentren-relevanten und Nicht-Zentren-relevanten Sortimenten. Das ist auch festgeschrieben.
Darum kann man dem, was hier als Änderungsantrag geschrieben ist, aus fachlicher Sicht nicht zustimmen, wenn es denn heißt, gleichberechtigt die gewünschten Sortimente in allen Einzelhandelsunternehmen anzubieten. Das verbietet schlicht und ergreifend auch das Gesetz.
Das dient natürlich dem Prinzip der Zentralität von Kommunen, von Städten, dass es klare, festgelegte Handelsplätze gibt, die auch dadurch gestärkt werden und attraktiv bleiben, damit sie diese höherwertigen Sortimente dann auch anbieten und davon auch leben können, indem man das konzentriert und sagt, das kann nicht über die gesamte Stadt sozusagen auswabern und überall gehandelt werden.
Darum wurde zum Schluss oder das letzte Mal das Märktekonzept geändert, weil es diese Verschärfung brauchte, aufgrund dessen, weil sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen anders dargestellt haben. Das ist ein klarer Anlass, hier eine Änderung herbeizuführen.
Um das auch nochmal zu sagen, wir überprüfen gerne, ob es notwendig ist, nochmal zu überarbeiten. Meine persönliche fachliche Auffassung ist, dass wir momentan keinen Änderungsbedarf haben. Aber ich werde dazu berichten.
Ich möchte mal ein paar Sachen hier klarstellen, weil Herr Guderjahn hier doch sauber einen Haufen, Entschuldige bitte Marcel, Quark erzählt hat. Ich bin schon eine ganze Weile im Stadtrat. Ich weiß zum Beispiel, dass mit Decathlon und auch mit Ikea gesprochen ist, zentrumnah zu bauen und nicht irgendwie nach außen verbannt worden ist. Wir haben darüber lang und breit diskutiert, bei Ikea auch über eine zweigeschossige Bebauung.
Das Märktekonzept war immer wieder Bestandteil des Bauausschusses bei jeder Änderung und ich kann mich glaube ich auch düster erinnern, das muss noch vor ihrer Zeit gewesen sein, Herr Rehbaum, hat man es komplex mal überarbeitet. Das ist so fünf, sechs Jahre ist das her. Nächste mehr, es wäre ja nur die IG Innenstadt. Der IG Innenstadt haben sich einen Haufen andere Einzelhändler und auch große Unternehmen angeschlossen, auch am Stadtrand und nicht nur Mako Möbel und Ikea und so weiter, die im Prinzip dort mit reingegangen sind.
Ich bin gewisserweise mit dabei, dass ich sage, okay, das Märktekonzept sollte angepasst werden, es sollte ein lebendes Instrument sein, aber wer jetzt die Abschaffung komplett fordert, der sollte sich im Klaren sein, wie die Innenstadt bald aussieht. Denn Angebote, Nachfrage regelt sich auch nach den Nebenkosten und wenn ich im Prinzip im Birderpark wesentlich günstiger den Laden habe, wie in der Innenstadt, dann kommt was durcheinander und gehen Sie mal in die Altbundesländer, gehen Sie mal in große Städte rein und schauen sich mal, wie dort die Innenstädte mittlerweile Stück für Stück veröhen.
Und sicher, das ist vielleicht noch ein Punkt, wo ich Herrn Guderian recht gebe, sicher haben wir auch in der wilden Zeit gleich zum Anfang der 90er Jahre Fehler gemacht. Ja, das Allee Center hätte anders aussehen müssen, aber vielleicht hätten wir uns auch den Florapark und den Birderpark deutlich kleiner vorstellen können, um die Innenstadt zu stärken. Das werden wir aber heute mit einer Änderung oder der Aufgabe des Märktekonzepts nicht erreichen.
Letzte Anmerkung, wir sitzen jetzt seit zweieinhalb Stunden und haben noch nicht mal zehn Anträge geschafft. Wie lange soll das heute noch gehen? Das ist alles Ausschussarbeit, die wir machen und unsere Fraktion hat heute auch noch das Problem, wir haben eigentlich seit 18.30 Uhr Neujahrsempfang.
Eigentlich müsste man, hätte man diesen Antrag in den Bereichen, was am Samstagabend in der AVnet-Arena vorgekommen ist, eigentlich heute gleich als ersten Tagesordnungspunkt nehmen müssen. Lass mich, bevor ich den Antrag noch einmal bringe, zwei, drei Sätze zu der Situation am Samstagabend sagen. Es ist von großer Katastrophe, könnten wir sagen, was dort passiert ist und ich glaube, jeder hier im Stadtrat wünscht allen verletzten Polizistinnen und Polizisten, die bei diesem Einsatz wirklich hingehalten haben, gute Besserung. Vor allen Dingen, dass sowas nie wieder in diesem schönen Fußballtempel, in unserem schönen Stadion beim 1. FC Magdeburg passieren soll.
Quasi muss es jetzt eine lückenlose Aufklärung geben bezüglich der Vorkommnisse, die dort gefallen sind und deswegen muss da auch was passieren. Wie gesagt, die lückenlose Aufklärung zu dem Fall, was dort stattgefunden hat und darum könnten wir, glaube ich, auch als Stadtrat ein Zeichen setzen dazu, dass sowas nie Platz hat, keine Gewalt im Stadion.
Zum Gübser Weg, weil wir gerade beim Sicherheitsthema sind, ich bitte mal die Verwaltung Bild 1. In der Stellungnahme ist ja zu sehen, dass in der Stellungnahme zu lesen ist von der Verwaltung, dass auf dem Kanonenbahnradradweg, das ist aber Bild 2, aber ist egal, lassen wir so, das ist Bild 1, genau, das ist laut der Stellungnahme auf dem Kanonenbahnradradweg keine parkenden Fahrzeuge gibt. Wir sehen es dort sehr deutlich, dass während des Fußballspiels, das ist das Spiel gegen Preußen Münster im letzten Jahr, extrem dort geparkt wurde, das hatte ich auch schon im Ausschuss erklärt. Und man sieht auch diese Lücke, diese langen Lunge dort am Gübser Weg, wo einfach nur Rasen ist, wo ich in meinem Antrag auch gesagt habe, das darf bitte aufgewertet werden sollte.
Bild 2 jetzt bitte noch. Hier sehen wir zum Teil auch, wie ein Autofahrer und ich sage mal, es sind Autofahrer zu 80 bis 90 Prozent, die nicht MD-Kennzeichen tragen, sondern wirklich im Umkreis herkommen, die dann wirklich, Sie sehen es auch ganz oben im Bild, wie eine Autofahrerin versucht sogar noch die Fans wegzuhupen, dass sie dort Platz machen sollen. Es gibt noch ein drittes Bild, das habe ich aber nicht mit, wobei die beiden Fans sich dann auch aufregen und im Disput mit der Autofahrerin sich befinden.
Also wir sehen, wir brauchen dort händeringend wirklich eine Entscheidung, wir müssen jetzt hier was tun, gerade auch für die Sicherheit, für die Fußgänger, für die Fahrradfahrer dort in dem Bereich und für die ganze Aufwertung auch für den Gübser Weg, gerade den Grünstreifen, dass der auch aufgewertet wird. Und deswegen bitte ich um Zustimmung für meinen Antrag. Vielen Dank.
Ich muss auch sagen, bei diesem Antrag habe ich große, große Bauchschmerzen, muss das so sagen. Wenn ich mal nach Krakau rüber fahre und nicht nur zum Fußball, sondern mal als Privatperson und gehe dort im Gübser Weg bei die Anlieger da, wenn ich da mal tätig bin, höre ich natürlich genau das Gegenteil herum. Ich muss das so sagen.
Also hier muss man wirklich mal fragen, wer wollte denn, dass alles dorthin kommt, wo es jetzt ist? Wer wollte denn das Stadion nach Krakau? Wer wollte denn, dass wir jetzt auch die Schwimmhalle dort bauen? Wer wollte denn die GTG Arena da?
Und dann erinnere ich mich noch groß dran, das liegt auch glaube ich schon ein paar Jahre zurück, wo wir mal darum diskutiert haben, ob eine Straßenbahnlinie zum Stadion gehen sollte. Auch das wurde hier im Haus abgelehnt mit großer Mehrheit. Das wollte man alles gar nicht.
Und jetzt hier kommen mit so einem Antrag, also ich weiß nicht, wir werden diesem Antrag nicht so zustimmen, weil das wirklich diese Diskussion an alles, was dort stattfindet in Krakau am Stadion oder der Handballhalle eigentlich nicht uns weiterbringt.
Jetzt war ich gar nicht drauf eingestellt, dass ich so schnell hier dran bin. Es ist tatsächlich notwendig, dass in den Bereichen einfach mehr Druck auf diejenigen ausgeübt wird, die falsch parken. Das haben wir ja schon x-mal hier am Stadtrat oder in den Ausschüssen beraten und es passiert viel zu wenig. Und dass dort jetzt keine Autos stehen dürften, ist ja wohl jedem klar. Nur, dass sie dann in der Praxis doch dort stehen, ist halt eine Sache dessen, dass tatsächlich da scheinbar nichts passiert und denen, wenn dann vielleicht auch der Strafzettel egal ist oder wie auch immer, vielleicht auch genau nicht mal ein Strafzettel ihnen zukommt.
Das ist übrigens nicht nur auf dieser Seite so, sondern auch auf der anderen Seite im Bereich der Schule am Brückfeld sieht es auf dem Kanonenbahnradweg häufig genauso aus. Und von daher kann ich dem Antrag nur zustimmen. Insgesamt aber ist es letztendlich dann tatsächlich wieder das Problem auch, dass wir immer noch kein vernünftiges Verkehrs- und Parkleitsystem in dem Bereich haben. Auch das, da wiederhole ich mich auch zum x-ten Mal, ist etwas, was unbedingt dringend ausgeführt werden muss, was umgesetzt werden muss, weil letztendlich ist es doch so, dass viele von denen da nicht stehen würden, wenn sie freie Parkplätze in der Umgebung zugewiesen bekommen könnten oder wenn zumindest sie dort hingeleitet werden würden.
Aber da viele von denen, gerade von den Auswärtigen, gar nicht wissen, wo sie parken sollen, weil alles andere zu ist und ihnen andere Parkplätze in dem Moment auch nicht so zugänglich sind, stehen sie dann an den unmöglichsten Stellen auf Grünflächen wie hier auf dem Kanonenbahnweg. Und von daher ist es eine Sache, die viele Komponenten beinhaltet. Das betrifft das Ordnungsamt, das dort letztendlich lang marschieren muss. Das betrifft die Umsetzung des Park- und Leitkonzeptes in Ost-Elbien. Und es hängt natürlich auch davon ab, dass Parkplätze, die vorhanden sind, auch genutzt werden können.
Ich denke nur an den häufig als Gästeparkplatz, aber nicht als Gästeparkplatz gebauten Parkplatz am Gübser Weg, der mehr oder weniger zu großen Teilen leer steht und eigentlich unnütz ist an der Stelle. Und da muss man sich natürlich auch fragen, gibt es dafür vielleicht an einer anderen Stelle doch mal einen Ersatz? An Stellen, wo wir es vielleicht besser gebrauchen können? Also letztendlich Zustimmung zu diesem Antrag und die Bitte damit verbunden, dass die anderen Dinge, die wir hier schon längst beschlossen haben, umgesetzt werden.
Wir haben hier alle im Stadtrat kein Erkenntnisproblem mehr, dass die Situation bei Spielen in Ostelbien schwierig ist, gerade was die Parksituation anbelangt. Aber die Lösungskompetenzen unterscheiden sich ja doch in größeren Punkten. Wir brauchen, lieber Jens Rösler, nicht nur ein Parkleitsystem, wir brauchen auch ein besseres Shuttle-System, also einen besser ausgebauten ÖPNV, der dann auch die Leute zum Stadion hinbringt, sodass man das Auto gar nicht gezwungenermaßen bis an den Stadionrand nehmen muss. Das wäre schon mal sehr hilfreich und ein guter Fortschritt.
Ab und an klappt es ja bei den Spielen des SCMs auch ganz gut, dass die Bahnen dann einmal öfter getaktet fahren und die Fans mit der Bahn gut wegkommen. Wenn das bei Fußballspielen ähnlich gut klappen könnte, wäre das auch sehr hilfreich. Für meine Fraktion und für mich steht daher die Nutzung des ÖPNVs deutlich im Vordergrund, gerade was solche Spieltage anbelangt.
Allerdings muss man ja auch feststellen, auch gerade wenn man jetzt nochmal die Bilder betrachtet, dass es schon so ein bisschen an, ja ich will mal freundlich sagen, Humor mit sich bringt, wenn Herr Rupsch eine Grünfläche mit Bäumen weiter begrünen möchte und weitere Bäume dort anpflanzen möchte. Das brauchen wir an anderen Stellen viel deutlicher und viel mehr, Herr Rupsch. Aber wenn man sich das andere Bild von Ihnen nochmal genauer anschaut, sieht man ja, dass es dort bereits Bordsteinbegrenzungen gibt, die anscheinend null Auswirkungen haben. Und dann frage ich mich, was weitere Anstrengungen und Maßnahmen dort ermöglichen sollen.
Ich denke, solange das Parkleitsystem, das Shuttle-System nicht funktionieren in dieser Stadt, werden sich die Autofahrenden immer wieder Parkmöglichkeiten genau um diese Ecke drumherum suchen. Und wenn sie dann nicht neben den Bordsteinbegrenzungen stehen oder diesen Bordsteinkantensteinen, die dort lagen, werden sie zwischen den Bäumen parken. Also das wird nicht besser. Und auch Sitzbänke, ich meine nicht, dass wir die dort brauchen. Wenn man sich die Gegebenheiten konkret anschaut, dort sind Einfamilienhäuser vor allen Dingen ansässig, die können sich ihre Parkbank gerne auch in den Garten stellen. Wir müssen da als Stadt, glaube ich, keine Sitzbänke installieren.
Also ich denke, Sie sollten Ihren Freundinnen des MIVs mal ein bisschen mehr was zum ÖPNV erklären. Dann haben wir vielleicht auch das Problem mit den wild parkenden Autos bei Fußballspielen irgendwann reduziert. Wir werden auf jeden Fall dem Antrag nicht zustimmen. Vielen Dank.
Ich hätte mich ja nicht geäußert, wenn Jens Rösler hier nicht das Wort ergriffen hätte und meinte, auf der anderen Seite der Kolonnenbahn würden die Fahrzeuge auch draufstehen und so. Konnte ich ehrlich gesagt nicht feststellen. Ich gehe schon seit Jahren bei jedem Heimspiel diesen Weg lang. Die stehen daneben hier auf dieser Brachfläche, aber nicht auf dem Weg selber.
Ich kann mich ja noch erinnern, als wir hier in den düsteren Jahren des FCM, vierte Liga-Abstieg so droht, da standen wir, Minusrekord waren glaube ich 18 Zuschauer im großen Stadion. Das war richtig traurig, da hatten wir natürlich keine Probleme gehabt mit Parkplätzen. Jetzt kommt der Erfolg. Wir hatten zuletzt zu 27.000, war es richtig, noch was gegen Dresden und die Leute wollen natürlich parken. Menschen sind bequem und das Problem mit den Zuparken und mit den Anwohnern, das ist ja schon hinlänglich bekannt.
Da muss natürlich was passieren. Wir haben da auch schon eine Idee, was man da machen könnte. Das werden wir auch demnächst hier im Stadtrat vortragen. Aber diesen Antrag, so wie er hier gestellt wird, den halten wir jetzt nicht für zielführend und deswegen werden wir den auch ablehnen.
Ja, zuerst einmal ist es ein Prüfantrag, deswegen verstehe ich jetzt nicht so ganz die Problematik. Ich will aber hinzufügen, es geht nicht nur um den Kanonenbahnradweg, es geht auch, man sieht es ja sehr gut, eben auch um das Falschparken auf der Grünanlage, auf dem Wurzelbereich der Bäume. Und das finde ich schon ein wirklich starkes Stück.
Und wer da mal vor Ort ist, es ist auch nicht nur das, was beparkt wird, sondern gerade jetzt letztens haben wir wieder gesehen, gegen Dresden, die Gehwege werden natürlich auch komplett zugeparkt. Also es wird einfach alles zugeparkt. Und das möchte ich nochmal auch an Herrn Krug mitgeben. Es ist so ein bisschen, also laissez-faire, da ist ganz viel Polizei, ich weiß gar nicht, ob das Ordnungsamt da vor Ort ist, aber auf jeden Fall die Polizei schaut auf jeden Fall weg. Und ich habe da noch nie eine Ahnung oder irgendwas gesehen. Es ist einfach so, man lässt das einfach so geschehen, dass das wirklich im extremsten Maße falsch geparkt wird und eben auch Natur und Umwelt geschädigt wird. Leute da nicht zu Fuß gut lang gehen können. Ich finde das schon sehr, sehr schade.
Deswegen finde ich eigentlich den Prüfantrag gar nicht schlecht, da auch mal Maßnahmen zu überlegen. Aber ich glaube, und da bin ich bei Frau Anger ganz auf gleicher Linie, vor allem brauchen wir eine Lösung für das Verkehrsproblem sozusagen. Wir müssen da auf den ÖPNV setzen. Deswegen haben wir ja damals zum Antrag mit der ÖPNV und externen Dienstleister ja auch das Park-and-Ride-System und solche Sachen angesprochen. Da braucht es eine Lösung, Veranstaltungsticket und so weiter.
Aber deswegen ist es ein Prüfantrag, werden wir dem zustimmen, keine Frage. Und gut, dass die Thematik mal angenommen wird. Und wie gesagt, es geht nicht nur um den Radweg, sondern auch um die Umwelt vor Ort.
Eindeutig, weil klipp und klar steht, dass es unzulässig ist, einen ständigen Tagesordnungspunkt auf die Tagesordnung für die Sitzung in diesem Sinne zu setzen, wie es hier dargestellt ist.
Ausgeführte Stadtratsvorsitzende im Einvernehmen mit mir legt die Tagesordnung fest. Wir sprechen uns da auch regelmäßig ab und schauen, was an Anträgen und Drucksachen dort draufgenommen werden kann.
Die Geschäftsordnung ist ja dementsprechend auch gestaltet, also insofern verhalten wir uns hier rechtskonform und dem Antrag wäre nicht zuzustimmen.
Wir an der Fraktion haben die Stellungnahme wie folgt verstanden. Es sind ja zwei verschiedene Punkte im Antrag. Ich fange jetzt mal von hinten an, weil ich denke, dass es einfacher ist. Der zweite Punkt jetzt im Inhalt, der hat, dass es wir es toll finden würden, wenn auch wir nachrichtlich in den Fraktionen die Antwort schreiben der Verwaltung auf Fragen von Einwohnern bekommen würden, dann fänden wir das nur hilfreich. Dem steht ja jetzt nichts entgegen, habe ich in der Stellungnahme gelesen. Das wäre durchaus rechtskonform und im Rahmen des Gentlemen Agreements möglich. Also bis hierhin hoffe ich, ist alles klar. Darum habe ich damit angefangen, weil das einfacher erscheint.
Punkt eins wirft bei uns tatsächlich Fragen auf, weil wir als Stadtratskollegen ja nicht nur im eigenen Saft hier miteinander immer reden, sondern uns natürlich auch vielfältige Anregungen von anderen Kommunen erzählen lassen und dann überlegen, was wäre vielleicht gut auch für uns hier in der Landesaufgabe Hauptstadt Magdeburg. Und so ist dieser Antrag im Grunde auch entstanden. Auf einer Veranstaltung unserer Landeshauptstadt nach Hyper-Schale traten wir in Kontakt mit Menschen, die ja vor gar nicht allzu langer Zeit auch noch in unserer Kommune tätig waren und nun ins befreundete Sülzetal einer neuen ähnlichen Tätigkeit nachgehen und daher stammte der Hinweis. Können Sie sich vorstellen, wie überrascht die sind, dass die jetzt erfahren haben, dass sie da nicht rechtskonform handeln? Also das hat da einiges ausgelöst.
Ich habe ja auch im Verwaltungsausschuss im Dezember schon die Verwaltung gefragt, was das bei Ihnen hier auslöst, außer zu schreiben, das wäre nicht rechtskonform, im Grunde auch wenig begründen, worauf sich das jetzt konkret bezieht. Wenn Sie denn auch noch wissen, das steht ja im Antrag drin, wir haben eine Anlage, wir haben eine Anlage aus der Gemeinderatssitzung Sülzetal beigefügt, damit Sie also sehen können, dass das etwas ist, was in Praxis ja stattfindet. Dann hätte ich jetzt in meinem Umkehrschluss vermutet, und genau das habe ich im Dezember schon erzählt, dass Sie hier sofort im Sülzetal anrufen im Rahmen der verbundenen Diensthilfe und sich erkundigen vor Ort, was da los ist und den freundlichen Hinweis loswerden, dass die da nicht rechtskonform arbeiten.
Frage 1, haben Sie das getan? Wenn ja, mit welchem Ergebnis? Wenn nein, warum bitte nicht? Punkt 2 wäre bei mir, dass man das natürlich der nächst übergeordneten Dienststelle dann anzeigen muss. Es gibt ja sowas wie einen Verfolgungszwang. Also wenn sozusagen deutlich wird, dass da etwas unrechtmäßig passiert, dann muss man Meldung machen. Das wäre nach meinem Empfinden die Kommunalaufsicht. Haben Sie das denn auch getan? Wäre Frage 2. Und Frage 3, die viel entscheidendere, warum ist etwas im Sülzetal rechtskonform und bei uns nicht?
Weil ich mir denken kann oder fürchten muss, wie die ersten beiden Antworten auf meine Fragen ausgehen, habe ich selber mal zum Hörer ergriffen. Und da hat mir das Sülzetal erklärt, dass diese Festlegung mit dem ständigen Tagesordnungspunkt Bestandteil ihrer Satzung ist und dass diese Satzung so sie ist von der Kommunalaufsicht genehmigt wurde. Also woher kommt Ihre fehlende Rechtskonformität?
Selbst nach drei Jahrzehnten bekommen wir heute noch von der Kommunalaufsicht Mitteilung, was heutzutage in unserer Hauptsatzung noch rechtswidrig ist. Also nur, dass eine Kommune in Sachsen-Anhalt das als Tagesordnungspunkt oder in der Satzung aufgeführt hat, bedeutet ja nicht, dass es rechtmäßig ist oder weil das noch nicht moniert ist von der Kommunalaufsicht.
Zum anderen haben wir zwei tragende Punkte gesehen, warum wir die Rechtswidrigkeit sehen eines solchen ständigen Tagesordnungspunktes. Einmal, wie die Oberbürgermeisterin zu Recht ausgeführt hat, wird die Tagesordnung im Einvernehmen mit der Oberbürgermeisterin und in erster Linie durch den Stadtratsvorsitzenden aufgestellt. Die haben ein gewisses Ermessen auszuüben und das kann man nicht ausüben, wenn man gar nicht weiß, was sich hinter diesem allgemeinen Tagesordnungspunkt verbirgt.
Also wir sehen darin eine verschleierte Möglichkeit, gewisse Tagesordnungspunkte, die vielleicht so nicht auf die Tagesordnung gekommen wären, doch in die Tagesordnung zu bekommen. Das halten wir schlichtweg für nicht möglich.
Und das tragende Argument, und das habe ich auch im Verwaltungsausschuss vorgetragen, es gibt ein Schreiben der Kommunalaufsicht, in dem steht, dass Tagesordnungspunkte konkret zu benennen sind. Und mit einem allgemeinen Tagesordnungspunkt, wo sich dann beliebige Themen hinter verbergen, ist diese konkrete Benennung des Tagesordnungspunktes halt nicht mehr gegeben.
Ich möchte mich zunächst einmal bedanken für die Erläuterung, auch wenn ich einiges davon nicht richtig verstehe oder vielmehr ein bisschen traurig bin, weil ich den Eindruck habe, dass unser Antrag nicht so verstanden wurde, wie wir ihn gemeint hatten. Er sollte jetzt kein Einfallstor für verschleierte Tagesordnungspunkte sein. Das sagt ja viel, Entschuldigung, über das Denken der Verwaltung im Stadtrat aus. Also das war nicht unser Ziel.
Es sollte vielmehr der Verwaltung, also der Spitze der Verwaltung, Gelegenheit geben, zu berichten über Beschlussfassungen, die wir hatten und den Stand der Umsetzung. Etwas, was hier jede Sitzung am Donnerstag so von verschiedenen Fraktionen eingefordert wird, die mir gesagt haben, das haben wir zwar beschlossen, wird aber nicht gemacht. Wir wollten sozusagen ja einen positiven Druck aufbauen, damit die Kollegin davon sozusagen genau weiß, aber sie würde ja dann bestimmen, sie würde bestimmen, worüber sie berichtet, nicht wir hier. Und so ist das im Sülzetal. Aber okay, das führt uns heute nicht weiter.
Trotzdem danke ich für den Austausch der Argumente. Ich fasse nochmal zusammen, beim Punkt 2 schien ja eine gewisse Einigkeit zu herrschen. Da würden wir uns also freuen, wenn der heute mehrheitsfähig wäre, bringt uns vielleicht alle ein Stück weiter. Punkt 1 wird, werden wir natürlich zustimmen, das ist unser Antrag und ich kündige jetzt schon mal an, dass wir uns natürlich vorbehalten, diesen Verwaltungsakt dann dem Landesverwaltungsamt, sprich der Kommunalaufsicht zur weiteren Prüfung vorzulegen. Das kann ja für alle nur gewinnbringend sein, entweder für das Sülzetal oder gar für uns. Vielen Dank.
Eigentlich wollte ich nur noch mal sagen, der Antrag ist ja relativ selbsterklärend, noch mal betonen, wie in meinen Augen extrem konstruktiv, nicht nur bei diesem Antrag, aber in letzter Zeit eben häufiger im Ausschuss diese Diskussionen dazu stattgefunden haben und wie es letztendlich am Ende auch möglich war, fraktions- und parteiübergreifend zu einem wirklich guten Ergebnis zu kommen.
Und in diesem Sinne würde ich dann halt auch alle darum bitten, die vorliegenden Anträge dann anzunehmen.
Ja, wir haben ja am Donnerstag erst über den Fuchsberg gesprochen. Dort gab es eine lange Diskussion darüber, ob da eine Protected Bike Lane hin soll. Die Verwaltung hatte damals, als es da um die Protected Bike Lane ging, gesagt, naja, den Fuchsberg finden wir nicht so gut, wir schlagen die Berliner Chaussee vor.
Und das greifen wir jetzt sozusagen hiermit nochmal auf, denn die Berliner Chaussee hat sich etwas verändert. Zwar ist da jetzt ziemlich durchgehend 50 km/h, aber es sind einige Baugebiete dazugekommen. Es gibt nach wie vor den Wunsch, das zum Beispiel auch zu queren an vielen Stellen. Und auch Leute, also manche Leute sagen, naja, dann sollen die Fahrradfahrer eben die Kanonenbahn nehmen, um zu fahren. Aber nein, es fahren wirklich viele auch direkt an der Berliner Chaussee lang, entweder zu den Baugebieten oder eben hinten zum Beispiel Polizei-Sportverein oder zu anderen Orten.
Und deswegen wollten wir sozusagen mit einbringen, dass zusätzlich eine bauliche Trennung des Geh- und Radweges durch Bodenelemente mit deutlicher Kennzeichnung, also zum Beispiel Farbe oder Reflektoren, wie zum Beispiel auf der großen Diesdorfer Straße zu prüfen sind. Das ist unser Änderungsantrag. Wir bitten um Zustimmung.
Für den Bauausschuss. Die Ausführung von Frau Linke kann ich zwar in gewisser Weise nachvollziehen, aber wenn Sie sich den Änderungsantrag vom Bauausschuss angucken, da ist Ihre Idee mit den Reflektoren aufgenommen worden.
Zusätzlich haben wir bauliche Maßnahmen im Bereich der Kreuzungsbereiche vorgenommen, um nicht nur den Radfahrern mehr Sicherheit zu geben, sondern auch den Fußgängern. Deshalb denke ich, ist der weitestgehende eigentlich der vom Bauausschuss und der sollte so abgestimmt werden. Danke.
Ja, sehr geehrte Damen und Herren, ich fange mal so an, wie Stadtrat Zander anfangen würde. Ich weiß gar nicht, über was wir hier reden. Berliner Chaussee Südseite. Ja, was soll ich dazu sagen? Da ist so ein kombinierter Fahrrad-Fußgängerweg, soll es eigentlich sein. Nutzt aber kein Mensch. Ich fahre da jahrelang mit Auto, wöchentlich lang, da ist keine Socke unterwegs. Die Leute, die Fahrrad fahren und zu Fuß gehen, die nutzen die Kanonenbahn oder auf der Nordseite befindet sich ein Fußgängerradweg. Da fahren die Leute lang oder da gehen die lang. Aber auf der Seite würde sich das niemand freiwillig antun.
Nicht, dass wir etwas gegen den Antrag an sich hätten, aber die Begründung ist total krude. Das steht zum Beispiel drin, dass der kombinierte Radfußweg entlang der Berliner Chaussee, welcher kein Bordstein hat, also auf der Südseite, sondern Begrenzungslinie, wird regelmäßig von Kfz als zusätzliche Spur missbraucht, zum Beispiel von Abbiegenden als Verzögerungsstreifen oder von Anfahrenden als Beschleunigungsstreifen. Und er hat gesagt, auch das konnte ich noch nie feststellen. Es kann sein, dass da mal jemand, wenn er ein Linksabbieger ist, mal kurz über die Linie fährt, aber dass das hier konsequent grundsätzlich dazu genutzt wird, das ist Humbug.
Und dann komme ich mal zu den Änderungsanträgen. Da haben wir den von der CDU. Die denken darüber nach, Leitplanken da vielleicht anzubringen. Da will ich mal Folgendes sagen. Ich hatte erst mal vor zweieinhalb Jahren angefragt, was das kostet. Das wurde Kosten für den Bereich der Berliner Chaussee 300.000 Euro. Würden wir das tatsächlich machen für eine Abgrenzung, um eine Fahrstreifen vom Fahrrad-Radweg auf Fußgängerweg zu sperren, wo keine Fußgänger und keine Radwege oder keine Fahrradfahrer sind? Ich denke, nein.
Dann kommen wir zu dem StBV-Änderungsantrag. Der ist auch super gelungen. Da steht hier, mittelfristig werden Reflektoren auf die Fahrbahn aufgebracht. Ich weiß nicht, ob von Ihnen da schon mal jemand langgefahren ist, aber da gibt es schon einen Rüttelstreifen. Der hat der Stadt gekostet oder muss gekostet haben zwischen 35.000 und 50.000 Euro. Ich weiß nicht, was die Reflektoren das jetzt noch besser machen sollen als das, was da schon vorhanden ist. Und das ist auch nicht schlecht. In den Kreuzungsbereichen sind bauliche Elemente vorzusehen. Das kann ja alles Mögliche sein, von moderner Kunst bis zu irgendwelchen Merkel-Legos. Da steht auch nicht dran, was es sein soll und was es kosten soll. Also das lehnen wir schon mal ab.
Dann kommen wir zu dem Änderungsantrag von den Grünen. Die möchten, dass so eine Bodenelemente aufgeschraubt werden, wie die auf der Diestorfer Straße. Kostet ja auch nur 100.000 Euro. Und die auf der Diestorfer Straße ärgern sich Autofahrer oder ich sag es mal in Ihrer Sprache Autofahrende und Radfahrer drüber. Da verunglücken die nämlich. Habe ich schon selbst gehört, dass Radfahrer stürzend lernen über diese Dinger. Die sind eigentlich tödlich. Also das lehnen wir natürlich definitiv auch ab.
So war jetzt noch ein Änderungsantrag, den ich... Nö, das war es nicht. Wir glauben zwar nicht, dass die Piktogramme notwendig sind, aber die können ja auch nicht schaden, will ich mal so sagen, wenn die Kosten im Rahmen bleiben. Ich weiß nicht, was Herr Rehbom dazu sagt. Können Sie das schon mal vielleicht bemessen? Also wenn es jetzt nicht teurer als 1.000 Euro ist, dann wollen wir zustimmen. Ansonsten halte ich das für mehr oder weniger überflüssig.
Wir haben ja zu dem Antrag an sich und zu den Änderungsanträgen Stellung genommen und haben dargelegt, welche Maßnahmen möglich sind und welche zumindest seitens der Straßenverkehrsbehörde genehmigt werden müssen. Das wären die Fahrradpiktogramme, fangen wir damit an. Die werden aufgesprüht, da gibt es eine Maske für. Das kann nicht allzu teuer sein. Was sie konkret kosten, kann ich Ihnen heute nicht beantworten, aber sehr gerne und bald nachliefern. Das hält sich im Rahmen. Wie gesagt, das ist Farbe, die aufgesprüht wird, nachdem dann eine entsprechende Maske aufgelegt wird und dann ist da ein Fahrradsymbol drauf und das war's.
Darüber hinaus sind Trennelemente verschiedenster Art und weiter angesprochen worden. Da haben wir darauf hingewiesen, dass das in der Tat relativ teuer ist. Wir haben aber genauso gut darauf hingewiesen, dass es Fördermittel dafür gibt und dass wir diese beantragen würden und denn in 2027 dann darüber eine Entscheidung haben, ob wir dafür eine Förderung bekommen. Und dann kann man immer noch entscheiden, ob der Anteil, den die Kommune zu tragen hat, so hoch ist, dass wir uns das leisten wollen oder eben halt auch nicht.
Für heute kann ich nur sagen, wir würden diese Fördermittel beantragen, wenn der Antrag hier grundsätzlich durchkommt und wir würden dann weitersehen und weiterentscheiden, also die weiterentscheiden.
Ja, nochmal ganz kurz, anscheinend kommen wir doch nicht drum rum, das immer noch ein kleines bisschen zu präzisieren. Also Herr Kohl, Fakt ist ja, dass das Ganze auch ein bisschen daraus entstanden ist, weil Sie sagen, Sie haben das dann noch nie gesehen, dass da letztendlich auch ein Kind umgekommen ist vor nicht allzu langer Zeit. Und das gehört hier nicht her. Warum nicht? Meine Damen und Herren, wir hören Ihnen jetzt zu Ende zu.
Zusätzlich noch, der Antrag kam tatsächlich von, also die Antragsidee von Bürgern aus diesem Wohngebiet dort. Also das ist nicht mal jetzt auf meinen Mist gewachsen. Und deswegen möchte ich auch nochmal betonen, die Piktogramme waren die ursprüngliche Idee, weil gesagt wurde, okay, es soll möglichst kostengünstig auch sein unter Berücksichtigung der Haushaltslage und so weiter.
Und dann wurde sich aber eben im Bauausschuss darauf geeinigt, aufgrund der unterschiedlichen Meinungen der Fraktion, dass man da doch einen Kompromiss finden könnte. Und ich finde, das ist Aufgabe von Politik, Kompromisse zu finden. Und genau das wurde da getan und genau das habe ich auch so gelobt. Also ich finde das halt persönlich super.
Und deswegen muss ich auch sagen, Kritik kann nicht immer nur in eine Richtung gehen, dass wir dann halt jetzt kurzfristig hier noch einen weiteren Änderungsantrag haben, der das Ganze jetzt doch nochmal wieder weitergehend machen soll, finde ich persönlich nicht gut. Deswegen kann ich nur jetzt Schuster zustimmen, dass wir in meinen Augen den Antrag vom Bauausschuss nehmen sollten, weil er der weitestgehend ist. Danke.
Herr Weber, das ist ja eine Bundesstraße. Ja, Herr Rehbaum, also da sind wir auch für zuständig. Den habe ich jetzt gelernt eigentlich. Ja, also ich muss so sagen, nach diesem Unglück, was ja passiert ist, hat ja die Verwaltung oder das Straßenverkehrsamt alles unternommen, um die Situation zu verbessern.
Und ja, ich muss leider Herrn Rehbaum recht geben, so oft wie ich nach Biederitz fahre oder nach Gerwisch fahre, Radfahrer sehe ich auch sehr selten dort. Jetzt das nochmal zu verschärfen mit der Stellungnahme, die ich gelesen habe, 100.000 Euro, die stehen natürlich dann schon im Haushalt. Das können wir uns also leisten bei 11 Millionen Manko, die wir ja nochmal streichen oder zusammenstreichen sollen. Also finde ich schon eine Herausforderung.
Ich bin der Meinung, so wie es da zurzeit ist, kann man eigentlich damit leben. Wenn wir viel Geld haben, wieder überhaben, können wir die Straße ja teilen, Radweg, Fußweg, habe ich gar kein Problem. Aber jetzt zurzeit, weiß ich auch nicht, also das wäre schlecht. Da könnte man vielleicht nochmal reden, dass wir die 70 oder 60, was wir jetzt fahren können, nochmal auf 50 setzen. Das wäre vielleicht noch was oder vielleicht noch ein bisschen weiter runter, um das zu beruhigen. Da würde ich mitgehen, aber alles andere leider nicht.
Ja, ich sage jetzt eigentlich cool, auf die Fraktion war nicht anders, das Kind ansprechen wollen, was da so tödlich verunglückt ist. Ich wollte nur mal sagen, jeden Tag bin ich dann auswärts gefahren und an der Bushaltestelle Höhe Ehlegrund muss ja ein Kind gerade aus dem Bus gestiegen sein und ist dann auch erst mal über die Straße gerannt, obwohl da Ampeln in der Nähe sind.
Das heißt, was wir brauchen ist Verkehrserziehung und die Kinder müssen sich daran gewöhnen, dass sie auch die Ampeln zu benutzen haben. Ansonsten können wir bauen, was wir wollen, wird es immer wieder solche Unfälle geben und das ist tragisch, aber das wäre vermeidbar, wenn man eine vernünftige Verkehrserziehung macht.
Wie auch am Donnerstag schon gesagt, ich würde mich sehr freuen, wenn solche Anträge auch demnächst für Westerhüsen kommen würden. Ich erinnere nur, und wir haben ja auch den Ortschaftsbürgermeister hier, also ganz ehrlich, entweder machen wir alles so ein bisschen gleich oder wir suchen uns immer was aus und Westerhüsen wird immer abgelehnt.
Ich kann Ihnen nur sagen, die gleiche Situation verkehrsmäßig ohne irgendwelche Leitplanken oder sowas haben wir von Westerhüsen in Richtung Sohlen. Also wenn man über die Sohlener Straße fährt, Sohlener Chaussee, wenn man da genau guckt, ist genau das gleiche Problem und hier wird immer nie Geld investiert.
Und es kann nicht sein, dass immer solche Sachen hier um die Ecke kommen, die winken wir durch, hier ein bisschen Haushalt sparen und und und und wir knallen das hier rein, das funktioniert nicht, Leute.
Ja, ich möchte ganz kurz auf den Redebeitrag von Herrn Kohl eingehen, und zwar dieser Hinweis, dass man in den Schulen Verkehrserziehung machen soll. Vielleicht sollte man sich mal die Rahmenpläne und die Lehrpläne anschauen, denn in jeder, ab Klasse 1 ist Verkehrserziehung Pflicht und es muss dokumentiert werden, in den Klassenbüchern muss es dokumentiert werden.
Jetzt so mehr oder weniger den Schwarzen Peter so den Lehrkräften zu schieben, also das finde ich schon sehr speziell. Also ich als Lehrerin würde mich angegriffen fühlen, wenn meine Kinder da im Bus sind und dann plötzlich heißt es hier von der Seite, also es müsste Verkehrserziehung richtig durchgeführt werden.
Also es ist Sache, ja, Schule, aber auch Elternhaus und es wird immer passieren, da können Sie noch zehn Stunden dranhängen Verkehrserziehung, dass Kinder eben Kinder sind und dann eben auch mal verkehrswidrig die Straße queren, wie auch immer. Also ich möchte wirklich bitten, dabei der Sache zu bleiben und nicht hier einfach immer mal so Dinge in den Raum zu werfen, die vollkommen der Grundlage entbehren. Danke.
Liebe Carola,
ich sehe, du wirst so von Nord 80, aber du solltest besser zuhören. Ich sprach von Verkehrserziehung, da meinte ich aber jetzt nicht die Schulen, weil die Eltern als erstes verantwortlich sind für die Verkehrserziehung der Kinder.
Die Kinder müssen den Weg von zu Hause zur Schule lernen, da müssen die Eltern liebe gleiten, oder wenn die nachmittags in irgendeinem Sportverein sind, dann fahren die einfach mal ein, zweimal mit und zeigen denen den Weg. Das ist richtig, das kann doch die Schule nicht leisten.
Das hast du nie gemeint damit, in der Schule kann man vielleicht mal hier so einen Fahrradtest machen, wo die ihre Achten fahren und sowas. Das, wie jetzt aber Verkehrserziehung ist, hauptsächlich Aufgabe der Erziehungsberechtigten, das sind zumeist die Eltern.
Also nochmal zur Klarstellung, das was Frau Schumann bereits gesagt hat: Verkehrserziehung steht schon in den Lehrplänen, da lernen Kinder das. Es gibt eine Schulpflicht, hören Sie zu, es gibt eine Schulpflicht! Auch da gibt es ja komische Ansichten, die die AfD vertritt, und ich habe mir gerade mal ihr Regierungsprogramm angeguckt, da steht nicht einmal das Wort Verkehrserziehung drin. Vielleicht sollten Sie da erstmal nachschärfen. Danke!
Ja, das klingt zwar nach Gründlichkeit, aber es ist ein klassisches Verzögerungsmanöver. Wir haben das ausreichend diskutiert. Ich denke mal, die Mehrheit sieht das ablehnend.
Und die Zeitverzögerung können wir uns sparen, das kostet höchstens nur mehr Verwaltungsarbeit. Also alle Fakten liegen auf dem Tisch. Ich möchte das heute gerne abgestimmt haben. Vielen Dank.
Ja, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrte Damen und Herren, die Ironie der Verpackungssteuer ist kaum zu überbieten. Die Begründung für die geplante Verpackungsabgabe fasst unseren Standort bereits sehr gut zusammen. Nur offenbar zieht man daraus die falschen politischen Schlüsse.
Ich erinnere an den Vorgang A0031 aus 25. Der Stadtrat sollte einen Grundsatzbeschluss zur Einführung der Einwegverpackungsabgabe fassen. Dieser Antrag wurde zurückgezogen und zwar nicht, weil er mehrheitsfähig gewesen wäre, sondern eher, weil er es wahrscheinlich nicht gewesen wäre. Trotzdem hat der Beigeordnete Herr Kroll anschließend eigenständig die Prüfung veranlasst. In der Information I0314 aus 25 wird nun von einem Prüfantrag gesprochen, den es so nie gegeben hat. In der Information 0314 aus 25 wird nun von einem, also gegebenenfalls bin ich eine Zeile verrutscht, ich bitte vielmehr um Entschuldigung, der Stadtrat hat diesen Auftrag wie gesagt nicht beschlossen.
Und genau deshalb ist unser Antrag notwendig und zwar jetzt und nicht irgendwann in Monaten in Ausschüssen, sondern jetzt. Inhaltlich ist die Sache ohnehin klar. Die Verpackungssteuer bedeutet einen enormen bürokratischen Aufwand für Gastronomie, genauso für die Verwaltung. Erfassung, Abrechnung, Kontrolle, Vollzug, all das kostet Zeit, Geld und Personal. Am Ende kannibalisiert sich die Steuer von selbst. Die Einnahmen werden durch den Aufwand und Zerentreibung weitestgehend aufgezehrt. Die Stadt hat davon im Endeffekt kaum einen Mehrwert.
Hinzu kommt, es gibt in Magdeburg gar kein strukturelles Problem mit achtlos weggeworfenem Verpackungsmüll. Ja, es gibt Einzelfälle, die sind ärgerlich, aber dafür eine neue Steuer anzuführen, ist sprichwörtlich mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Auch das Umweltargument trägt nicht. Es gibt keinerlei belastbare Praxisbeispiele, die zeigen, dass eine solche Steuer tatsächlich eine nachhaltige Nutzung von Mehrwegsystemen führt. Es gibt maximal Ausweichreaktionen. In Freiburg beispielsweise werden diese Gabeln gekürzt auf 10 cm, um nicht steuerpflichtig zu sein. Das ist nicht nachhaltig, das ist absurd und das zeigt, wie so oft der Stadtrat mit seinen Entscheidungen.
Am Ende gilt, die Abgabe macht alles nur teurer für die Konsumenten, komplizierter für die Gastronomen und bringt keinen realen Mehrwert für die Stadt. Und als wäre das alles nicht genug, fängt diese Abgabe auch noch mit Umsatzsteuer an. Eine Steuer auf eine Steuer, das sagt eigentlich schon alles. Nicht zuletzt übt auch die IHK Rhein-Neckar deutliche Kritik, auch die IHK Magdeburg äußert Kritik. Verpackungssteuer belastet die Betriebe, schwächt die Gastronomie und schaffen zusätzlich Unsicherheit, gerade in wirtschaftlich ohnehin schon schwierigen Zeiten.
Meine Damen, meine Herren, das Thema ist ausreichend diskutiert, die Fakten liegen auf dem Tisch. Was jetzt hier vorgeschlagen wird, ist kein Erkenntnisgewinn, sondern das Aufschieben. Wir möchten heute die Abstimmung haben und jeder, der unsere Wirtschaft am Leben halten möchte, für Gastronomie da sein möchte und keine weitere Bürokratie haben möchte, sollte unserem Antrag heute zustimmen.
Und ich möchte auch mal in Erinnerung rufen, wie teilweise absurd und skurril hier Anträge oder Drucksachen von der Stadt Magdeburg eingebracht werden. Auch gerade von unserem Finanzbeigeordneten alleine das Thema Vergnügungssteuer, die ja auf 20 Prozent hochgesetzt werden soll. Da würde ich jetzt gerne noch ganz viel darüber erzählen, was im letzten Ausschuss passiert ist, aber wir haben es ja demnächst mal im Finanzausschuss. Und auch da lernt man nicht aus Fehler, man spricht nicht mit den Betroffenen, man will einfach mit der klaren Kante hier irgendwelche Steuern erheben, für viel mehr Bürokratie sorgen und im Endeffekt erreicht man ein genau anderes Gegenteil. Die Verwaltung wird belastet, es ist viel mehr Aufwand und im Endeffekt hat die Stadt davon nichts. Keine einzige Steuernahme, im Gegenteil, Gewerbeabgang und Gewerbesterben.
Bitte um Zustimmung für unseren Antrag, vielen Dank.
Ich habe nur meinen Hinweis auf dem Antrag.
Wir möchten gerne, dass bis spätestens zum dritten Quartal 2030 der alte Markt umgebaut ist, weil es gibt ja auch diverse Feierlichkeiten in 2031.
Schöner wäre es natürlich gewesen, wenn wir 27 schon fertig gewesen wären zum Jubiläum 100 Jahre Stadthalle. Kriegen wir nicht hin, aber vielleicht kriegen wir das mit diesem Antrag bis 2030 auf jeden Fall hin. Danke.
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrte Stadträtinnen und Stadträte,
die Berichte, die vor rund zwei Monaten öffentlich wurden, sind bis heute kaum zu ertragen. Sie handeln von Vorwürfen, nach denen Menschen während der Belagerung Sarajevos dafür bezahlt haben, gezielt auf Kinder und andere Zivilpersonen zu schießen. Planvoll als bezahlte Tat. Diese Berichte stehen für eine weitere grausame Dimension des Genozids an Bosniakinnen und Bosniaken. Sie zeigen eine Entmenschlichung, die selbst im Kontext der bekannten Kriegsverbrechen auf dem Balkan besonders schwer wiegt.
Sarajevo ist keine ferne Stadt. Sarajevo ist seit 1977 Partnerstadt von Magdeburg. Diese Partnerschaft besteht seit fast fünf Jahrzehnten. Sie hat den Krieg überdauert. Sie verpflichtet uns hinzusehen und zu reagieren, wenn neue Hinweise auf schwerste Verbrechen bekannt werden, die diese Stadt betreffen und stellvertretend für viele Städte stehen, in denen Zivilistinnen Opfer gezielter Gewalt wurden.
Diese Verantwortung ist keine historische Frage. Mit Saporischia hat Magdeburg eine weitere Partnerstadt, die in diesen Tagen unter Krieg leidet. Auch dort sind Zivilistinnen und Zivilisten betroffen. Auch dort zeigt sich, was Krieg für Städte und für Menschen bedeutet. Wir müssen uns dabei auch unserer eigenen Verantwortung stellen. Als Europäerinnen und Europäer haben wir in den 90er Jahren zu lange weggesehen. In Sarajevo, in Srebrenica und in vielen anderen Orten auf dem Balkan. Zu spät wurde gehandelt, zu spät geschützt, zu spät aufgeklärt. Dieses Versagen darf sich nicht wiederholen, indem neue Hinweise unbeachtet bleiben.
Der Antrag zieht deshalb auf Aufklärung. Er stellt die notwendige Frage, ob sich auch Personen aus Deutschland an diesen Verbrechen beteiligt haben und ob es Hinweise gibt, die Bezüge nach Sachsen-Anhalt liefern. Diese Frage darf nicht offen bleiben. Die strafrechtliche Verfolgung von Kriegsverbrechen endet nicht mit dem Ablauf von Zeit und nicht an Staatsgrenzen. Wer an der Ermordung von Zivilistinnen beteiligt war, muss verfolgt werden. Auch Jahrzehnte später.
Als Stadtrat führen wir keine Ermittlungen, keine Anklage, keine Verurteilung. Aber wir können Haltung zeigen. Wir können Solidarität mit unseren Partnerstädten ausdrücken. Und wir können die zuständigen Behörden auffordern, jede Spur nachzugehen und jeden Hinweis ernst zu nehmen. Dieser Antrag ist Ausdruck dieser Verantwortung. Er ist ein Zeichen an die Opfer und ihre Angehörigen. Und er ist ein klares Signal, dass Magdeburg an der Seite seiner Partnerstädte steht.
Ich bitte Sie daher um Zustimmung für diesen Antrag.
Natürlich unterstützen wir auch als Verwaltung diese Willenserklärung, allerdings ist es eine politische Willenserklärung. Sie schreiben ja auch in den einzelnen Punkten, dass der Stadtrat hier sich erschüttert zeigt und die Städtepartnerschaft hier nochmal untersetzen, sich positioniert und die zuständigen deutschen Behörden auffordert, unverzüglich zu prüfen und so weiter und so weiter.
Den vierten Punkt, da müsste dann, weil es eine Stadtratsresolution sozusagen ist, der Stadtratsvorsitzende das Schreiben unterzeichnen. Die Verwaltung kann das natürlich vorbereiten. Das wollte ich an der Stelle rein formell nochmal zu bedenken geben.
Und es liegt die Stellungnahme des Integrationsbeirates vor, wo auch nochmal darauf hingewiesen wird, dass es keine eigenen Erkenntnisse oder belastbare Informationen zu Bezügen nach Deutschland oder Sachsen-Anhalt bei Ihnen gibt. Also das gebe ich auch nochmal mit zu bedenken. Ich weiß nicht, inwieweit Ihnen diese Stellungnahme des Integrationsbeirates vorliegt. Die sollte man möglicherweise dann auch mit zu Protokoll geben.
Ja, die SPD-Fraktion hat damals einen richtig guten Antrag eingebracht, den haben wir gerne unterstützt, weil wir das Problem auch sehen. Leider sehen wir das Problem nach wie vor, trotz unseres wirklich sehr eindeutigen und positiven Beschlusses ist nach wie vor nichts zu sehen.
Stattdessen in der Stellungnahme oder Information wird dargelegt, warum aus irgendwelchen Gründen das nicht so umzusetzen ist. Ich finde diese Begründungen nicht nachvollziehbar an diesem Punkt und möchte, dass wir heute mit diesem Beschluss sozusagen nochmal unterstreichen, dass wir als Stadtrat dahinter stehen, dass da eine sichere Lösung kommt für die Menschen, die dort zu Fuß unterwegs sind.
Sehr geehrte Damen und Herren,
zu später Stunde habe ich noch das Vergnügen, einen ganz besonderen Antrag vorzustellen aus dem Themenkreis SOS. Betrifft mal wieder die MVB. Gerade um die Fahrgäste, Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel machen wir uns ja besonders große Gedanken, weil die Sicherheit so ein bisschen leidet. Und deswegen will ich unseren Antrag und so wie die Begründung mal kurz vortragen.
Also der Antrag lautet wie folgt: Der Stadtrat möchte beschließen, die Oberbürgermeisterin wird beauftragt zu prüfen, ob und wie der Einsatz von Bodycams für Fahrkartenkontrolleure, den Sicherheitsdienst und Mitarbeiter der Magdeburger Verkehrsbetriebe die Sicherheit in den Verkehrsmitteln der MVB verbessern und Straftaten präventiv vorbeugen kann.
Zur Begründung: Der öffentliche Personennahverkehr in Magdeburg ist ein zentraler Bestandteil der städtischen Mobilität. Dennoch steigt in Magdeburg die Zahl von Vorfällen wie verbalen und physischen Angriffen. Diese Entwicklung gefährden nicht nur die Sicherheit des Personals, sondern auch die der Fahrgäste und die Attraktivität des ÖPNV insgesamt. Vor dem Hintergrund zunehmender gesellschaftlicher Aggressionen ist es geboten, innovative Maßnahmen zur Prävention und Deeskalation zu prüfen.
Der Einsatz von Bodycams für bestimmtes Personal der Verkehrsgesellschaften und Betriebe hat sich in vielen anderen Städten wie zum Beispiel Berlin und Wien als wirksames Instrument erwiesen und sollte daher auch für die MVB evaluiert werden. Bodycams bieten eine Vielzahl von Vorteilen, die speziell auf die Verbesserung der Sicherheit und die Prävention von Straftaten abzielen. Ein zentraler Aspekt ist die Deeskalationswirkung. So können beispielsweise durch ein frontales Display mit Spielfunktion aggressive Personen mit ihren eigenen Verhalten konfrontiert werden, was zu einer Selbstreflexion führen und einen Großteil der Vorfälle verhindern kann. Bei den Wiener Linien hat ein solches Display spürbar zur Deeskalation von entsprechenden Situationen geführt.
Darüber hinaus schützen Bodycams das Personal vor Angriffen, falschen Anschuldigungen und Rufschäden, indem sie objektive Aufzeichnungen von Vorfällen ermöglichen. Die Geräte dokumentieren Ereignisse zuverlässig, einschließlich einer Pre-Recording-Phase, die entscheidende Momente vor dem manuellen Aktivieren erfasst. Solche Aufnahmen dienen nicht nur der Rekonstruktion von Ereignissen, sondern auch als Beweismittel für rechtliche Schritte und zur Abwehr unberechtigter Vorwürfe. Die sichtbare Präsenz der Bodycam wirkt zudem abschreckend, da die potenziellen Täter an die Konsequenzen ihres Handelns erinnert und aggressive Verhaltensweisen präventiv unterbindet.
Zudem könnte der Einsatz von Bodycam durch die Reduzierung von Straftaten entsprechend bedingte Ausfallzeiten minimieren und für eine zusätzliche Qualitätssteigerung der MVB sorgen. Entsprechende Systeme berücksichtigen bereits aktuelle Datenschutzaspekte und sind DSGVO-konform mit verschlüsselten Übertragungen und manipulationssicheren Dateien, was eine permanente Überwachung ausschließt und das Big-Brother-Gefühl vermeidet.
Zusammenfassend ist der Einsatz von Bodycams ein moderner, evidenzbasierter Ansatz zur Verbesserung der Sicherheit. Die Oberbürgermeisterin ist daher aufgefordert, eine fundierte Prüfung durchzuführen, um festzustellen, ob und wie diese Technologie bei den Magdeburger Verkehrsbetrieben angewendet werden kann. Dies würde nicht nur das Personal und die Fahrgäste schützen, sondern auch das Sicherheitsgefühl der Nutzer in den Bussen und Bahnen der MVB verbessern und Straftaten effektiv vorbeugen.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
Vielen Dank, Herr Vorsitzender, werte Stadträtinnen. Wir haben hier in unserer Stadt einen Vorgang, der nicht nur lokalpolitisch, sondern auch kulturpolitisch von Bedeutung ist. Der Umgang mit dem ehemaligen Kavalier I, dem Scharnhorst, und dem Schicksal dieses bedeutenden Teils unserer Festungsanlagen an der Sternbrücke. Sie haben das sicherlich alle vor Augen, das Gebiet.
Das Kavalier entstand zwischen 1870 und 1873 als Teil der Festung Magdeburgs und war über Jahrzehnte hinweg ein wichtiges Zeugnis unserer Stadtgeschichte. Mit seiner ursprünglichen Erdwallanlage war es ein prägendes Ensemble des historischen Festungsrings unserer Stadt, ein Baudenkmal, das im Denkmalverzeichnis des Landes Sachsen-Anhalt geführt wurde. Und es war deutschlandweit das letzte und einzig vollständig erhaltene Kavalier, das seit 1990 auch unter Denkmalschutz steht.
Vor einigen Jahren, um genau zu sein 2014, wurde dieses Kulturdenkmal an einen privaten Investor verkauft. Schon allein das müsste Fragen aufwerfen. Die Übernahme des Objektes war verbunden mit der Erwartung, dass seine denkmalgerechte Erhaltung gesichert wird. Doch stattdessen wurden umfangreiche Umbaumaßnahmen geplant, das Kavalier parzelliert, die Bebauung zu Wohnzwecken des Geländes vorgesehen. Und infolgedessen wurde der historische Erdwall samt Aufbauten im Zeitraum von 2016 bis 2020 sukzessive abgetragen. Denkmalpflegerische Vorgaben wurden durch den Investor ignoriert, Interventionen des Bauamtes ausgesessen.
Mit der Abtragung des Erdwalls sind die denkmaltypischen Gestaltungen und damit die substanziellen Zeugnisse des historischen Kavaliers in erheblichem Maße verloren gegangen. Diese Eingriffe in die denkmalgeschützte Substanz führten dazu, dass das Landesamt für Denkmalpflege den Denkmalstatus im November 2023 aus dem Denkmalverzeichnis gestrichen hat. Und nach dessen fachlicher Betrachtung ist der ursprüngliche historische Zustand des Kavaliers durch den Umbau irreversibel zerstört. So, dass eine denkmalgerechte Wiederherstellung nicht mehr möglich ist. Das Kavalier und insbesondere seine Erdwallanlage ist für immer verloren. Und mit dem Verlust des Denkmalstatus war so für den Investor der Weg zur finalen Bebauung frei.
Wir müssen uns bewusst machen, die Zerstörung eines anerkannten Kulturdenkmals in Deutschland ist nicht nur ein kulturpolitischer Verlust, sie ist auch ein Straftatbestand nach dem Denkmalschutzrecht. Das Denkmalschutzgesetz sieht ausdrücklich vor, dass die widerrechtliche Zerstörung eines Denkmals eine straf- und ordnungswidrige Handlung darstellt und entsprechend geahndet werden kann.
Meine Damen und Herren, auch der Petitionsausschuss im Landtag hat sich bereits mehrmalig mit dem Vorgehen dazu beschäftigt, zuletzt am vergangenen Mittwoch, äh Donnerstag, Entschuldigung. Leider schickte die Stadt eine Mitarbeiterin, die neun ihrer Funktionen war und damit in vielen Punkten leider nicht auslagefähig. Schade, denn eine Klärung dieses Vorgangs sollte und muss auch zwingend in unserem Interesse, im Interesse der Stadt sein. Und vor allen Dingen, um einen zweiten Vorfall in dieser Dimension zu verhindern, da bekanntermaßen der Investor auch andere Kavaliere besitzt. Aber immerhin sprach die Mitarbeiterin, und da die Sitzung öffentlich war, kann ich das auch hier kundtun, von einer Salamitaktik des Investors.
Dies wird umso bewusster, wenn man im Blick hat, Entschuldigung, dies wird umso bewusster, wenn man im Blick hat, dass die Abtragung des Waldes sich über vier Jahre erstreckte. Aber ebenso auch der Umgang mit den Auflagen der Stadt. Aber die Mitarbeiterin sprach auch davon, dass die Stadt hoffte, es würde noch alles gut werden. Das war auch ein Offenbarungseid.
Es ist unerlässlich, hier endlich Klarheit zu schaffen. Es ist unsere Aufgabe und Verantwortung in der Landeshauptstadt, Rechtsverstöße dieser Art konsequent zu prüfen und gegebenenfalls auch rechtlich zu verfolgen. Und daher möchten wir mit dem Antrag prüfen, ob die Stadt Strafanzeige gegen die Verantwortlichen des Baus, den Investoren gegen die Bauherrinnen, die zur Zerstörung des historischen Kavaliers geführt haben, sowie gegen die Projektbeteiligten, die in ihrer denkmalpflegerischen Verpflichtung nicht nachgekommen sind, stellen kann. Und gleichzeitig zu prüfen, ob und in welchem Umfang Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden können.
Wir brauchen eine klare Lehre aus diesem Vorgang. Unsere städtischen Prozesse zum Schutz von Kulturdenkmalen müssen so gestaltet und verstärkt werden, dass ähnliche Verluste künftig konsequent ausgeschlossen sind. Ein Baudenkmal dieser Art ist mehr als ein Bauwerk. Es ist ein Stück Identität, ein Zeugnis unserer gemeinsamen Geschichte. Es zu verlieren, ohne dass rechtliche Konsequenzen gezogen werden, wäre das falsche Signal für die Zukunft. Vielen Dank.
Ja, da können wir uns doch mal alle ein bisschen ehrlich machen, worum es hier eigentlich geht, liebe Linke. Hier geht es ehrlich gesagt darum, dass Sie mit der Brücke nicht das ganz so erreicht haben, wie Sie wollten und jetzt versucht man mit linken Stasi-Methoden den Stadtrat zu missbrauchen, um hier eine Anzeige zu erstatten.
Wenn es Ihnen doch so wichtig ist, das Thema, was gerade läuft, dann können Sie doch einfach selbst eine Anzeige erstatten oder mit Ihrer ganzen Fraktion. Aber den Stadtrat hier zu missbrauchen für solches Thema, weil Sie einen unliebsamen Investor in der Stadt Magdeburg eins reinwürgen wollen, ich sage es mal so direkt und offen, finde ich skandalös und ich hoffe, dass der Sache hier keine Zustimmung erfolgt. Vielen Dank.
Die Bebauung läuft ja schon ein paar Jahre. Mich würde jetzt aus der Verwaltung interessieren: Geht das oder geht das überhaupt nicht mit diesem Antrag hier?
Selbstverständlich prüfen wir sowohl Ordnungswidrigkeiten als auch Strafanträge und wir werden auch hier, wenn der Beschluss gefasst wird, eine Prüfung vornehmen. Meine Auffassung, die ich dazu habe, die ich auch mit der juristischen Abteilung im Dezernat 6 so abgestimmt habe, ist, dass wir als vorgezogenes Prüfungsergebnis heute schon sagen können, dass wir nicht der Auffassung sind, dass eine solche Klage eine Aussicht auf Erfolg hat. Wir werden natürlich auch nicht daher gehen und, ich sage mal, so aus einer gewissen Gefälligkeit heraus, mir fällt nichts Besseres ein, nun doch einen Strafantrag zu stellen.
Das ist in der Tat eine sehr verworrene Situation gewesen in den Jahren. Ich habe das ja mal aufbereitet bekommen, weil das sowohl von Herrn Dr. Scheidemann bearbeitet wurde als auch von mir und ich habe dazu auch mit der Fachbehörde und der oberen Behörde Kontakt aufgenommen und grundsätzlich ist zu sagen, dass die ganze Entwicklung des Kavaliers, die Begleitung auch durch die Behörden nicht ganz glücklich war. Wir hätten andere Instrumente wie zum Beispiel ein Bewahrungsband einschalten müssen, um die Festung besser zu sichern. Und zur Ehrettung Einzelner, die dort investiert haben, ist auch zu sagen, dass die Anforderungen, die wir an der Wiederherstellung des Erdwalds gestellt haben, teilweise auch erfüllt wurden.
Aber weil ein solcher Erdwald konstituierend ist, also maßgeblich, würde ich mal übersetzen für dieses Denkmal, ist auch wenn ein Teil abgegraben ist, vollständig abgegraben ist und die Aussicht nicht mehr besteht, dass das wiederhergestellt werden kann, sind die Denkmaleigenschaften abzuerkennen. Das ist die Reaktion, die die obere Behörde, also die obere Denkmalschutzbehörde aus diesem Dilemma gezogen hat. Und damit sind eigentlich auch diejenigen, die dort bauen, ein Stück weit auch schon bestraft. Weil dadurch sind Sonderabschreibungen zum Beispiel nicht mehr möglich.
Und auf der anderen Seite möchte ich auch zu Bedenken geben, wir werden immer das Problem haben, wenn wir ein solches spezielles Denkmal, will ich mal sagen, wie eine Festungsanlage abgeben, dass man immer sehr hart darum ringen wird, dass diejenigen, die das übernehmen, denn auch einen wirtschaftlichen Erfolg daraus ziehen können. Oder zumindest, ich sag mal, das Plus Minus Null ja aufgehen wird. Keiner wird Geld daher bringen, um ein öffentliches Denkmal zu erhalten. Das müssten wir dann schon selber tun.
Wir haben uns an der Stelle aber dazu durchgerungen als Stadt, dass wir sagen, dort soll Wohnen einziehen, weil Gewerbe, was vorher geplant war, eben halt nicht zu einem Erfolg geführt hätte. Und wir haben diesen Weg ein ganz Stück begleitet, bis wir gemerkt haben, dass es nicht so ganz richtig aufgeht. Und daraus ist diese Situation entstanden. Und das jetzt, nachdem das Ganze als Verfahren seitens der Denkmalschutzbehörden abgeschlossen ist. Es gab auch nochmal eine Auswertung dazu. Es gibt auch immer noch die Frage, ob man den Erdbeer hinterher dann doch nochmal irgendwie herstellen kann und vielleicht damit auch die Denkmaleigenschaft wieder herstellen kann.
Aber am Ende werden wir wahrscheinlich auch bei vielen anderen Denkmälern vor der Frage stehen, wie viel Freiraum geben wir denjenigen, die dort etwas draus machen wollen, oder behalten wir sie in einer anderen Konsequenz? Dann müssen wir doch finanzieren, diese Denkmäler zu erhalten. Das ist jetzt etwas länger geworden, aber ich wollte das auch etwas umfänglicher erklären, um nicht einfach zu sagen, wir wollen nicht klagen, sondern das eben auch ein Stück weit zu begründen, dass es gar nicht so einfach ist, da einen entsprechenden Grund zu finden.
Ja, zuerst einmal, es geht um die Anfrage 2 aus 26. Also, am Anfang möchte ich mit einem großen Dank an alle, die Winterdienst geleistet haben, sowohl städtisch wie auch die externen Dienstleister. Ich glaube, der Elli war nicht für alle ganz einfach. Gleichwohl haben wir auch schon in der Information oder Stellungnahme der Stadt gesehen, dass Elli dann Magdeburg doch nicht so stark getroffen hat, wie antizipiert wurde.
Nachdem erstmal die ersten Tage, glaube ich, relativ viel geleistet wurde, war dann doch die große Ernüchterung eingetreten. Wir sehen es jetzt hier, das ist noch nicht allzu lange her, sogar auf dem Weg zur Stadtratssitzung am Donnerstag sah das noch so aus, der Radweg, und das ist nicht irgendwo in Ottersleben oder in Randau, das ist die Kreuzung Ernst-Reuter-Allee, Otto-von-Guericke-Straße. Also, solche Zustände noch teilweise anderthalb Wochen nach dem letzten Schneefall zu haben, das kann einfach nicht sein.
Das muss von oben, ja, aber das ist doch wirklich spät, also das muss von oben, und das ist wirklich, leider, da will ich gar nicht den Winterdienst persönlich oder irgendwas, aber das muss von oben anders geschaut und anders gesagt werden, dass sowas nicht geht, das muss frühzeitig dann auch weggeräumt werden. Natürlich nicht an dem Tag, wo der Katastrophenfall ja quasi fast schon ist, sondern aber ein paar Tage danach ist das wirklich möglich.
Vielleicht können wir nochmal andere Bilder sehen. Genauso sah es nämlich am letzten Mittwoch aus, auch anderthalb Wochen nach dem letzten Schneefall. Das ist die Unterführung quasi von Sudenburg nach Stadtfeld West zum Westfriedhof, dass das so aussieht, dass die Gefahrenlage ist für Menschen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind, das kann nicht sein in dieser Stadt.
Und in ihrer Information zu Elli haben sie geschrieben, dass ja teilweise man die Radwege nicht räumen konnte, weil sie zugeschoben wurden. Da gibt es aber andere Richtlinien, zum einen von der VKU, die habe ich in der Anfrage auch zitiert, wo es ganz klar gilt, dass die bekannte Räumpflicht auch für verkehrswichtige Radwege gilt. Und wir haben uns nicht ohne Spaß sozusagen neue Prioritäten auch gesetzt vor einigen Jahren und da gemeinsam wirklich in zähen Verhandlungen ausgemacht, wo zuerst geräumt werden soll und das ist leider nicht erfolgt.
Auch die große Diesdorfer, wir haben natürlich auch heute wieder Schneefälle gehabt, auch die große Diesdorfer war heute Mitte des Tages noch nicht geräumt, auch als ich auf dem Weg war hierher. Die Ernst-Reuter-Allee, der Radweg war nicht geräumt, das kann in dieser Stadt so nicht weitergehen und das fallen jetzt nur die Radwege. Fußwege, genau ähnliches Problem, wurden zu wenig geräumt und auch die Haltestellen, da haben wir auch viel drüber geredet vor vielen Jahren, dass wir da Änderungen haben wollen, an sehr, sehr vielen wirklich verkehrswichtigen Straßenbahnhaltestellen wurde nicht geräumt und viel schlimmer, der Winterdienst hat es tatsächlich geschafft, die Schneemassen in diese Weichen zu treiben, sodass die Straßenbahnen liegen geblieben sind, Unmengen von Straßen liegen geblieben sind, haben Unfälle verursacht, weil diese Platten hochgekommen sind.
Also ich möchte mit dieser Anfrage wirklich um eine sehr, sehr, sehr ausführliche Stellungnahme bitten, wo wirklich dargestellt ist, sind und sie sind auch verpflichtet nach dem Winterdienstkonzept Buch zu führen, wo wann geräumt wurde, das würde ich auch gerne einfach mal sehen, um das nachzuvollziehen, weil wir müssen besser werden. Heute sind wir leider noch nicht besser geworden, aber vielleicht können wir ja beim nächsten Mal besser werden, denn sorry, es kann nicht sein, dass Deutschland und Magdeburg immer wieder überrascht wird, dass es auch mal im Winter schneit. Und da müssen wir bessere Lösungen finden und da hoffe ich auch gemeinsam, dass wir da besser werden.
Ich will, wie gesagt, auch schließen wieder mit einem Dank. Ich glaube, es wurde viel geleistet, aber es geht noch mehr und die Priorität kann nicht immer nur das Auto sein. Die Priorität muss auch manchmal beim Fußverkehr liegen, beim Radverkehr und auch an der Haltestelle beim ÖPNV. Deswegen bitte ich um Besserung und freue mich auf eine sehr, sehr, sehr ausführliche Stellungnahme und vielleicht ein kurzes Statement. Das ist vielleicht aber über die Stellungnahme und die Information von Elli hinaus. Das gibt es ja tatsächlich auch.
Sie haben Ihren Dank vorn und hinten flankiert mit einer Menge Rüge. Punkt eins, Sie bekommen eine sehr detaillierte Stellungnahme, ich habe die sogar schon hier mit den einzelnen Daten, wann, wie, was, wo beräumt ist, also das wird relativ schnell dann auch ins System gehen.
Bei den Fußwegen müssen wir natürlich darauf hinweisen, dass ein Teil der Fußwege ein großer Teil auch Anliegerpflichten sind und die Besonderheit bei Elli, bei dem Tief, war schlicht und ergreifend dieser feine Schneefall verbunden mit dem Wind, der dazu geführt hat, dass es hinter dem Fahrzeug sofort wieder zugeweht hat. Und dadurch sind wir an dem Tag, das stimmt, da haben Sie recht, das haben wir in der Info ja auch geschrieben, zu den Radwegen nicht so gekommen, wie es eigentlich nach Winterdienstkonzept vorgesehen war.
Aber Frau Linke, sehen Sie es mir nach. Mir ist wichtig, dass der Rettungsdienst durchkommt, mir ist wichtig, dass die Feuerwehr durchkommt, dass die Schienen des ÖPNV frei sind und dass die Läden beliefert sind und dann im Rahmen unserer Möglichkeiten gehen wir natürlich entsprechend des Konzeptes auf die Radwege. Der konkreten Witterung geschuldet haben wir das den Tag nicht richtig geschafft. Heute werden Sie erlebt haben, dass die Radwege besser beräumt gewesen sind, weil es eben nasser Schnee gewesen ist. Ansonsten bekommen Sie es detailliert im Rahmen einer Stellungnahme.
Ich möchte gerne mit meiner Anfrage wissen, wie die Barrierefreiheit in den Gebäuden am Wilhelm-Höpfner-Ring gegeben ist, sprich Sozialamt, Jugendamt und Wohnungsamt.
Inwiefern können Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen diese Häuser selbstständig erreichen, selbstständig nutzen oder wo müssen Hilfestellungen an Türen oder Ähnlichem gegeben werden?
Und wie sieht es auch im Falle eines Alarms, Brandfalls oder Ähnlichem aus? Sind Personen mit Einschränkungen in der Lage, die Einrichtungen auch selbstständig zu verlassen in so einem Fall?
Die Fragestellungen, die Sie ansprechen, sind natürlich Aufgabenstellungen einer normalen Gebäudeverwaltung. Die grundsätzliche Aussage ist unsererseits natürlich, dass wir uns mit dem Brandschutz und auch mit der Fragestellung der Barrierefreiheit in den letzten Jahren hier in die Umsetzung gebracht haben.
Das heißt, wie Sie es kennen, Sie kennen ja die Gebäude, denke ich, gibt es eine Rampe an beiden Gebäuden im Höpfner Ring und die Fragestellung jetzt der entsprechenden Evakuierungswege etc. pp. ist auch überprüft worden. Da stellen wir uns immer wieder auch neuen Herausforderungen.
Ich denke, in der dann Stellungnahme des Eigenbetriebs KGM zur Anfrage selbst werden wir das detailliert darstellen.
Die Redezeiten wurden automatisch mit Hilfe einer Software ermittelt. Sie sind nur eine Schätzung und können von den tatsächlichen Redezeiten abweichen.