StadtratWatch

Stadtratssitzung vom 22.01.2026

Bei aktiviertem Filter werden nur Beschlussvorlagen, Anträge und Änderungsanträge aufgelistet.

Verfahrensabstimmungen, wie z.B. Geschäftsordnungsanträge oder Abstimmungen zur Tagesordnung, werden ausgeblendet.

  • Simone Borris Oberbürgermeisterin

    Ja, ich möchte mich natürlich auch im Namen des Stadtrates, das macht das sicherlich der Stadtratsvorsitzende auch nochmal, aber auch als Verwaltung natürlich, ganz herzlich für das gesellschaftliche und politische Engagement bei dir bedanken und Anerkennung aussprechen. Eigentlich warst du Lehrer und bist aber gerne Lehrer gewesen. Ja, wir haben uns ja mehrfach darüber unterhalten, bist im Ehrenamt hier ganz viele, nicht nur Jahre, sondern Jahrzehnte unterwegs gewesen, fast drei Jahrzehnte ist die Entwicklung von Randau-Calenberge durch dich maßgeblich geprägt worden und die Ortschaft ist mitgestaltet worden.

    Wir haben uns gerade darüber unterhalten, dass Günter Kräuter immer noch die Anlaufstation sein wird, auch in den nächsten Jahren, auch wenn er schon die nicht genannte Altersgrenze überschritten hat und sind unter deiner, ihrer Amtszeit viele Projekte und Initiativen in der Kreuzhorst mitgetragen worden. 27 Jahre Amtszeit, es sind tatsächlich 27 Jahre mit Tatenkraft, Ausdauer und immer wieder gut überlegte Entscheidungen, zum Beispiel beim Glasfaserausbau und dem Schloss Randau, da hat ja der Ort auch darum gekämpft, dass wir da als Stadt die Hand drauf haben.

    Für mich und meine Kollegen und auch, denke ich, meinen Vorgänger warst du ein gut gelittener Ansprechpartner bei Problemen, die zu lösen waren. Man konnte mit dir direkt und unkompliziert Probleme klären und Lösungen herbeiführen. Was kann man über den Menschen sagen? Herzlich, offen, kommunikativ, Fußballfreund, immer auf Augenhöhe und eben insbesondere auch für die Anwohnenden, für die Bewohner der Ortschaft ein offenes Ohr.

    Die Entscheidung, sich aus dem Amt zurückzuziehen, müssen wir akzeptieren und wir haben auch schon darüber gesprochen, dass ein würdiger Nachfolger gefunden worden, der die Geschicke der Ortschaft sicherlich auch gut in die Hand nehmen wird. Ich möchte dich mit den besten Wünschen aus dem Amt verabschieden und wir freuen uns alle, dass wir Günter Kräuter lange Jahre als Ortsbürgermeister haben durften und hier mit langjähriger Expertise unterstützt worden sind. Ganz herzlichen Dank. Danke schön.



  • Simone Borris Oberbürgermeisterin

    Ja, ich hätte normalerweise Ihnen die Informationen unter dem nichtöffentlichen Teil geben wollen, weil wir uns am Dienstag an unserer Dienstberatung besprochen hatten, dass es sinnführend wäre, den Stadtrat in der Gänze darüber zu informieren, wie die Auflagen des in eigentlicher Form genehmigten Haushaltes gestaltet sind. Zumal die Haushaltssperre, die hier in einer Anordnung an mich verfügt wurde, dass ich die aussprechen soll, inhaltlich noch nicht bestimmt ist. Also wir haben als Verwaltung natürlich die Auflassung, da zu schauen, wie wir die gestalten.

    Und da wir beim letzten Mal ja die Diskussion hatten, Sie haben aus der Zeitung erst erfahren, dass eine Haushaltssperre ausgerufen wird, war die Maßgabe, dass ich erst den Stadtrat informieren möchte. Das hat das Landesverwaltungsamt mit der Pressemitteilung natürlich unterbunden, verhindert. Und ich hätte mich gefreut, wenn man sich da hätte abstimmen können, dass ich die Chance bekomme, den Stadtrat zu informieren, was jetzt für Auflagen erteilt worden sind und wie wir als Verwaltung damit umgehen wollen. Das war mir wichtig, Ihnen das nochmal zu sagen.

    Die Eckpunkte haben Sie, denke ich mal, der Pressemitteilung entnehmen können. Die könnte ich jetzt auch nochmal kurz aufführen, dass wir die Investitionen halt um 5,3 Millionen rund kürzen sollen, die Verpflichtungsermächtigung um 7,14 Millionen reduzieren sollen, die sofortige Haushaltssperre aussprechen sollen mit dem Ziel, und jetzt sage ich es ganz laut, 11 Millionen zu sparen. Ich weiß nicht, wie wir das hinbekommen sollen. Ob wir das überhaupt hinbekommen, bis 30.11. sind wir gehalten, gemeinsam mit Ihrer Unterstützung Maßnahmen in ein Haushaltskonsolidierungskonzept verbindlich aufzunehmen.

    Das heißt für mich, dass wir gemeinsam Beschlüsse fassen müssen, wie wir die Einnahmeseite und die Ausgabenseite verändern können, in positiven Sinne, um 11 Millionen zu sparen. Wenn Sie kluge Gedanken haben, ich habe sie nicht, und ich habe es ja auch schon der Volksstimme gegenüber gesagt, beim Personal noch weiter zu sparen, sehe ich als kritisch an. Das würde bedeuten, dass wir eine komplette Aufgabenkritik machen müssten. Das können wir auch nicht finanzieren und das ist auch nicht sinnführend. Wir haben schon, ich glaube, nahezu 500 unbesetzte Stellen, haben mit der Flexliste versucht, hier etwas hinzubekommen.

    Wenn das im Ergebnis bedeuten würde, dass wir Einrichtungen, Infrastruktur schließen müssten, dann würde ich Ihnen sagen, ich würde mit allen Mitteln versuchen, mich dagegen zu wehren, weil, und jetzt ist das wie mit Kindern, andere auch etwas dürfen, was wir anscheinend nicht dürfen. Ich zeige jetzt nicht mit dem Finger auf andere Städte, aber da ist das Problem größer. Und da habe ich bis jetzt noch nicht vernommen, dass man in den Vorjahren irgendwelche Auflagen durchsetzen konnte und dass da irgendwas passiert ist, wenn die die nicht erfüllt haben.

    Also ich will uns jetzt nicht anstiften, die Haushaltsverfügung nicht umzusetzen, aber gleichwohl will ich in den Raum sagen, es ist uns nicht möglich, noch irgendwelche Dinge jetzt zusätzlich zu machen und wir müssen bei dem, was wir bisher beschlossen haben, schauen, wie wir das entsprechend umsetzen und ob wir das überhaupt umsetzen können. Widersprechen ist schwierig, also wir sind ja auch froh, dass wir einen genehmigten Haushalt haben, sonst wären wir jetzt weiter in der vorläufigen Haushaltsführung. Das bringt uns auch wenig Möglichkeiten.

    Ja, lassen Sie uns nochmal vielleicht dann intensiver in naher Zukunft darüber sprechen. Wir würden versuchen, im Februar die Drucksache für die Genehmigung, also für den Beitrittsbeschluss zum Haushalt vorzubereiten und dann schauen wir mal, wie die Diskussion dann zu der entsprechenden Drucksache ausgehen. Aber wichtig war mir, das nochmal betont, ich hätte Sie gern vorher informiert, bevor das Landesverwaltungsamt das Ding raushaut.



  • Ich möchte ganz einfach, dass wir jetzt beide Punkte zusammen verhandeln, bevor wir hier irgendwas beschließen oder sonst irgendwas. Denn das war ja damals das Ziel und auch eigentlich das Ziel der Verwaltung, dass man sagt, wir machen ein Anformular für alles und legen das dann durch. Woran das dann liegt, weiß ich nicht.

    Wir haben ja gelernt, Kritzmannstraße, Tempo 30 haben wir hier beschlossen, das Verwaltungsamt hat dann gesagt, das geht so nicht. Jetzt haben ja die Grünen einen Antrag geschrieben, das zu überprüfen und uns nicht gefallen zu lassen. Und so würde ich das gerne jetzt auch handhaben wollen. Vielen Dank.



  • Olive Müller, Fraktion Die Linke. Ja, eben haben wir ja gerade gehört bei der an sich sehr positiven Einschätzung, dass wir den Haushalt immerhin, wenn auch mit Auflagen genehmigt bekommen haben, dass die Oberbürgermeisterin sagt, wie schwierig es ist, da einen Widerspruch zu geben, um dann gleich im nächsten Tagesordnungspunkt es mit einem Widerspruch zu tun zu haben, sicherlich zu einem anderen Thema, den die Oberbürgermeisterin uns nun selber vorlegt. Das ist ja auch eine spannende Ironie der Sache.

    Ich hätte mir sehr gewünscht, liebe Frau Boris, wenn Sie sich nicht in Schweigen hüllen, sondern auch mal ein paar Worte dazu sagen, denn es ist ja nichts Alltägliches, wenn Sie hier in den Widerspruch zu Stadtratsbeschlüssen gehen, sondern für unsere Fraktionen ist das schon was sehr Besonderes. Und ja, ich habe auch gelernt, dass die Verwaltung, ganz egal in welchem Standort in unserer Bundesrepublik, ja eigentlich das Anliegen von Bürgerinnen und Bürgern erkennen muss, immer wohlwollend. Es passiert ja auch, dass Bürger mit Anliegen an Ämter herantreten, da nicht immer alles wissen, wie das richtig laufen muss. Dann muss die Verwaltung sozusagen sich nicht auf das kaprizieren, was möglicherweise formal und auch innerlich falsch ist, sondern sie muss erkennen, was der Bürgerwille ist. Und dazu steht ja in der gesamten Geschichte des Widerspruchs eigentlich überhaupt nichts drin.

    Und hinzu kommt ja noch erschwerend, dass ich mich nicht daran erinnern kann, und nur ich mich nicht, liebe Frau Boris, dass in der vergangenen Stadtratssitzung, also in der, wo dieser Beschluss gefasst worden ist, ja von der Verwaltung niemand gesagt hat, da gehe ich aber in Widerspruch, das wäre nicht rechtskonform. Das ist ja gar nicht passiert. Also das nun auch noch dazu. Und das ist ein Schritt zurück.

    Das Anliegen des Antragstellers, was ja mehrheitsfähig war, die Gartenpartei hat ja nun ein, zwei, drei Mitglieder in der Fraktion, wenn ich das richtig sehe, das reicht ja nicht ganz aus, um so einen Beschluss zu fassen, sondern es haben ja mehrere mitgemacht, auch aus unserer Fraktion. Sonst wäre es ja nicht mehrheitsfähig gewesen. Und dieses Anliegen, was dahinter steht, Frau Boris, welches wird das sein? Wollen Sie uns das bitte mal sagen, was wir damit wohl meinten, als wir hier mehrheitsfähig gesagt haben, okay, die Idee dieses Antrages ist ja so schlecht nicht.

    Darf ich Ihnen die Brücke bauen, sozusagen bei öffentlichen Veranstaltungen das Anmeldeverfahren bürgerfreundlicher zu gestalten, nicht mit vielen verschiedenen unterschiedlichen Formularen, je nachdem mit welchem Eigenbetrieb oder Amt, Tiefbauamt, was weiß ich, oder Grünflächenamt oder Eigenbetrieb, Stadtgarten wir zu tun haben, sondern dass es also ein niederschwelliges Verfahren geben soll. Was kann daran nun bitte nicht rechtskonform sein? Wo fühlen Sie sich da eingeschränkt in Ihrer Kompetenz, nicht allein handeln zu können? Also das erklären Sie uns bitte mal.



  • Simone Borris Oberbürgermeisterin

    Erstmal, Herr Müller, haben Sie zwei Sachen vermischt. Das eine ist ein Widerspruch gegen eine Verfügung des Landesverwaltungsamtes, das ist eine andere Rechtsgrundlage. Das zweite ist, dass ich, wenn Sie meine Organisationsverpflichtungen und Möglichkeiten, meine Organisationsverfügungen einschränken wollen oder mir Vorgaben machen wollen, das hat nichts mit dem inhaltlichen Thema zu tun, dass wir als Verwaltung es ohnehin tun und Bürgerwillen umsetzen, sondern einfach um die Frage, und das haben wir auch in anderen Anträgen, die heute auf der Tagesordnung sind, dass formal juristisch ich die Hoheit darüber habe, wie die Organisation umzusetzen ist.

    Und ich habe es, denke ich mal, in dem Widerspruch ausführlich begründet, warum ich hier Widerspruch einlegen muss. Und ich glaube, wenn wir jetzt auf die Haushaltssperre schauen und auf das, was perspektivisch kommt, werde ich das möglicherweise noch öfter ankündigen müssen, weil wir bestimmte Sachen einfach nicht umsetzen können werden. Also es ist eine Formalie, dass Sie mich hier anweisen, auch Eigenbetriebsleitern Vorgaben zu machen, das ist nicht rechtskonform.

    Wir können das gerne, Frau Kuhle, noch mal erweitert ausführen lassen, aber ich glaube, die Stellungnahme oder die Begründung des Widerspruchs ist ausführlich genug und mit Paragraphen untersetzt. Es geht nur um den formellen Weg, nicht um den Inhalt. Da sind wir ja als Verwaltung sowieso unterwegs, das Ganze zu vereinheitlichen. Das möchte ich noch mal ausdrücklich betonen.



  • Vielen lieben Dank, dass ich nochmal sprechen darf und ich freue mich, dass Sie Sprache wiedergefunden haben, Frau Boris, zu dieser Angelegenheit. Vielen Dank, das höre ich ja gerne, aber das steht ja alles nicht drin. Also da steht jetzt leider Paragraphen, ja, wir sind ja keine Formalisten hier. Uns ging es natürlich um den Inhalt und dazu auf den zwei Seiten, die wir haben, steht da jetzt nichts drin. Da steht nicht drin, liebe Staatsräte, formal habt ihr da einen Fehler gemacht, tut mir leid, muss ich widersprechen und ich glaube, hier sitzt niemand, hier sitzt niemand, der Ihnen da die Organisationshoheit streitig machen will in diesen Fragen.

    Also das muss ich doch hier nochmal deutlich sagen, wo leben wir denn? Wir wollen einfach tatsächlich beim Inhalt bleiben, dass wir dieses Verfahren gerne vereinfachen wollen und genau, dass Sie das schon tun, das habe ich jetzt gehört, das freut mich, das haben alle gehört, aber das hätte man da nochmal reinschreiben können, liebe Frau Kuhle oder wer das hier verfasst hat. Darauf kommt es doch jetzt an und nicht, dass wir uns jetzt gegenseitig bei jeder Gelegenheit, und da fallen mir gleich noch ein paar mehr ein, die aktuell laufen, uns das zurufen.

    Weil wenn das tatsächlich, und da bin ich jetzt schon wieder so ein bisschen traurig, wenn Sie jetzt schon sagen, naja, wegen der Haushaltssache komme ich jetzt noch öfter mit solchen Sachen hier ran, ich weiß jetzt nicht, was dieses vereinfachte Verfahren großartig kosten soll, dass das unseren ganzen Haushaltsplan in Frage stellt, dann ist aber auch leider die Frage gestartet, und das hat ja Herr Zahn da versucht anzusprechen mit Tempo 30, da fallen uns aber viele, ganz viele Staatsratsbeschlüsse ein, die hier beschlossen worden sind, wo niemand in Widerspruch gegangen ist, wo die Fristen längst verfristet sind und die die Verwaltung trotzdem nicht umsetzt. Wie denn das?

    Also wenn wir jetzt sozusagen aufrufen zum, wer ist hier der Stärkste oder wer hat den Größten, also dann finde ich das nicht...



  • Madeleine Linke GRÜNE/future!

    Madeleine Linke, Fraktion Grüne Future. Ja, wir als Stadtrat, wir arbeiten hier ehrenamtlich und wir versuchen, glaube ich, alle im besten Wissen und Gewissen unsere Sachen voranzubringen, was BürgerInnen uns nahelegen, was sie sich wünschen, wie wir diese Stadt voranbringen wollen, und wir versuchen, das in Anträge zu gießen. Das machen wir ehrenamtlich.

    Wir wollen das aber, glaube ich, also wir wollen da nichts Böses, wir versuchen das irgendwie zu formulieren, auch unsere Fraktionsgeschäfte versuchen das zu formulieren, und wenn uns das mal nicht hundertprozentig gelingt, weil wir vielleicht nicht ganz die richtige Wortwahl haben, weil wir statt bitten oder es darauf hinzuwirken oder mit den bestimmten Akteuren Gespräche zu führen, damit das, wir es vielleicht nicht so schreiben, sondern einfach so schreiben beauftragen, dann meinen wir das nicht immer.

    Es ist genauso, wenn ich beauftrage, dass Frau Boris den Winterdienst besser machen soll, dann gehe ich nicht davon aus, dass sie mit der Schaufel kommt und den Winterdienst macht, sondern gehe davon aus, dass da Gespräche geführt werden. Und deswegen, ich finde das Mittel des Widerspruchs schon ziemlich krass und auch relativ häufig in letzter Zeit angewandt für eigentlich etwas, wo es eigentlich nur ein Gespräch gebraucht hätte oder nochmal, der Gang ist jetzt übertrieben, wir haben ja auch schon über Weiterbildungen gesprochen, aber einfach nochmal ein Hinweis, wie denn Anträge genau zu formulieren sind, damit sie denn juristisch korrekt formuliert sind.

    Ich finde, wir reden so ein bisschen aneinander vorbei. Es ist so wie beim Wählen, da muss der Wähler in Wille klar erkennbar sein und so ist es hier auch, wenn der Stadtrat, hier ist ja auch der Stadtratswille klar formuliert worden, wir wollen, dass es für den Bürger einfacher wird, Veranstaltungen zu beantragen, dass das irgendwie ein bisschen in einem Formular ist oder irgendwie zentralisiert wird und sie sollen das bestmögliche tun und da haben sie die besten Kompetenzen, das zu machen, den richtigen Weg zu finden.

    Wir wollen ja ihnen gar nicht auch genau vorschreiben, wie die genaue Webseite sein soll oder wie das Formular aussehen soll. Da haben sie natürlich die Hoheit oder auch zu besprechen und auch so zu sagen, nee leider, den Eigenbetrieb können wir nicht mit einem involvieren, das geht halt einfach nicht oder irgendwie so.

    Also mir geht es einfach darum, den Ton und auch die Art und Weise, wie sie diese Kritik, die sie ja vielleicht auch richtigerweise haben juristisch, uns formulieren als EhrenamtlerInnen. Also das würde ich gerne, dass das in Zukunft besser läuft und dass wir da einfach vielleicht nochmal genau sprechen können, auch mit unseren Fraktionsgeschäftsstellen, wie wir denn Anträge dann richtig formulieren können oder auch dann, wenn wir sie denn gerade gestellt haben und hier in der Verhandlung sind, dass wir einfach sagen, wir können das gerne machen, aber bitte formulieren Sie das anders.

    Wir sind auch die Letzten, die dann nicht sagen, redaktionell ändern wir das jetzt und machen aus einem Beauftragen ein Bitten oder so, das ist gar kein Problem. Also da lassen Sie uns doch bitte in Zukunft besser miteinander arbeiten und damit eben der BürgerInnenwille oder der Stadtratswille eben dann auch entsprechend angegangen wird und wir zu einer besseren Lösung für die ganze Stadt kommen. Vielen Dank.



  • Simone Borris Oberbürgermeisterin

    Ich würde nur den kurzen Hinweis geben, dass es der Bereich BOW in einigen Fällen tatsächlich auch macht und den Hinweis gibt, dass bestimmte Antragsformulierungen nicht korrekt sind. Das wird schon gemacht. Nicht in jedem Fall, aber es wird gemacht. Und es gibt dann auch Stadträte oder Fraktionen, die darauf eingehen.

    Weil ich habe ja gesagt, es sind heute auch wieder Anträge drauf, wo ich sagen muss, der Punkt ist unzulässig, weil er eben in bestimmte Bereiche eingreift und dann müssen diese Punkte entweder einzeln abgestimmt werden oder gleich runtergenommen werden. Warum es hier nicht gleich zu Widerspruch kam, darüber kann man sicherlich diskutieren.

    Und deswegen habe ich ja auch das Angebot an die Fraktionsspitzen gemacht, dass wir uns regelmäßig austauschen, auch im dualen System. Und ich würde mich freuen, wenn das auch von allen Fraktionen angenommen wird, damit man solche Themen ausräumen kann. Aber in dem Fall muss ich Ihnen widersprechen, weil sonst wäre die Frist abgelaufen, weil wir so lange keine Sitzung hatten. Und ich würde Sie herzlich bitten, in dem Fall auch dem zuzustimmen.

    Weil wie gesagt, das Ansinnen ist ja schon seit dem letzten Jahr und ich glaube, ich hatte auch berichtet im Rahmen des Sonderausschusses, dass wir sehr wohl aus den Erfahrungen der Vergangenheit das System hier ändern wollen. Aber ich muss auch sagen, trauen Sie aus der Verwaltung mal ein bisschen zu, dass wir auch denken können und dass wir auch Sachen umsetzen wollen, die die Bürger an uns herantragen.

    Ich komme gleich darauf, Herr Zander, weil es kann auch nicht sein, dass Stadträte Verhandlungen mit Eigentümern von Grundstücken führen, das ist Verwaltungsaufgabe. Das geht so nicht. Ja, das möchte ich an der Stelle auch mal sagen. Also bitte lassen Sie die Verwaltung die Arbeit machen, die ihr zusteht und vertrauen Sie auch ein Stück weit darauf, dass wir das auch gut machen wollen und auch gut machen. Dankeschön, Herr Stadtrat Zander ist der Nächste.



  • Frau Oberbürgermeisterin, Sie haben ja so ein bisschen recht, das ist so. Wir verlassen uns ja ganz oft auf die Verwaltung, es funktioniert aber nicht. Wir haben einen Antrag gemacht oder besser gesagt, wir haben als GWA damals, kann ich mich gut daran erinnern, das angebracht, wir bräuchten eigentlich ein Anmeldeformular, was besser ist, kürzer ist und schöner ist.

    Was hat die Verwaltung gemacht? Aus einem Formular, was aus zwei Seiten bestanden hat, haben wir jetzt ein Formular, glaube ich, was acht Seiten hat. Die Auskunft von der Verwaltung war, wir haben überall abgefragt, jeder hat zugearbeitet, aber trotzdem gab es immer noch so, dass wir trotzdem mehrere Anträge für eine Veranstaltung stellen mussten. Aufgrund dessen haben wir dann diesen Antrag gestellt, wo die Verwaltung nicht gesagt hat, das geht nicht, im Gegenteil, ich kann mich gut an die Stadtratssitzung noch erinnern, aus der Verwaltung kam dann, wir arbeiten schon dran.

    Bis heute haben wir nichts Neues, es sind immer noch diese Formulare da, die mal überarbeitet worden sind, die wirklich sehr kompliziert sind. Wir können auch da mitgehen, wenn Sie heute zu Protokoll geben, Frau Oberbürgermeisterin, wir haben innerhalb des nächsten Jahres ein anderes Formular oder sonst irgendwas, würden wir sogar diesen Antrag zurückziehen oder abstimmen, wir sind sogar dagegen, unser eigener Antrag, da haben wir gar kein Problem mit.

    Wir wollen aber nur eine Verbesserung für den Bürger, wenn der eine Veranstaltung oder irgendein Verein eine Veranstaltung anmeldet, dass es ganz einfach einfacher wird und nicht mehr so kompliziert. Es ist ja zurzeit noch komplizierter geworden, weil man jetzt ja sogar beim Straßenverkehrsamt noch die Veranstaltung anmelden muss, was wir vorher auch nicht hatten.



  • Kumpf, AfD-Fraktion, ich habe das Gefühl, man macht ein Riesenproblem aus etwas, das es eigentlich gar nicht gibt. Ich hatte das Problem noch nicht. Gibt es da nicht die Möglichkeit, dass man das irgendwie nochmal in den Ausschuss schiebt, da einen Änderungsantrag stellt, dass die Formulierung irgendwie dementsprechend angepasst wird, dass die OB da nicht widerspricht?

    Und vielleicht noch ein kleiner Funfact: In der letzten Stadtratssitzung, zumindest wo das Thema behandelt wurde, hatten Sie ja sogar zugestimmt für den Antrag, den ich persönlich auch sehr gut fand. Auch in den Ausschüssen wurde ja sehr wohlwollend kommentiert. Da haben Sie zugestimmt und jetzt auf einmal ist es ein Problem, den so umzusetzen. Das verstehe ich jetzt nicht.

    Vielleicht gibt es ja von Ihnen nochmal einen Vorschlag, um die Kuh vom Eis zu bekommen, dass wir das im Ausschuss nochmal diskutieren.



  • Simone Borris Oberbürgermeisterin

    Das Kernproblem ist, dass in dem Antrag festgeschrieben ist, ich habe das Ordnungsamt als Genehmigungsbehörde einzusetzen, das geht nicht. Sie können mir nicht vorschreiben, welche Behörde bei mir in dem Bereich oder welches Amt hier Genehmigungen erteilt. Das ist tatsächlich meine Organisationshoheit.

    Dem Grundanliegen, ich habe ja gesagt, wir setzen das um, dem stimme ich ja zu. Das ist ja gar keine Frage. Wir werden auch zu klären, welche Veranstaltungen. Hier war von GWA die Rede und wir haben das mehr in Bezug auf die Weihnachtsmarktgeschichten und auf Großveranstaltungen bezogen. Also das ist ein Formular für die GWA und dann geht es um die Frage, ob man für Veranstaltungen sonst oder ob es um generell alle Veranstaltungen geht. Das wäre die Fragestellung.

    Und wie gesagt, bitte nicht das Ordnungsamt festlegen. Das ist die Entscheidung, die wir als Verwaltung treffen müssen. Es könnte ja sogar sein, dass ich sage, ich mache eine neue Instanz, also Veranstaltungsmanagement, die das dann entscheiden müssen. Also das ist das Problem an diesem Antrag.

    Ob man jetzt den Widerspruch zurückzieht oder Sie Ihren Beschluss aufheben und wir nochmal neu in die Diskussion gehen, das müssen wir jetzt dann überlegen.



  • Dr. Niko Zenker SPD/Tierschutzallianz/Volt

    Niko Zenker, SPD-Tierschutzallianz Volt. Wir reden jetzt hier schon, weiß ich nicht, 20 Minuten über diesen Vorgang. Wir haben beim letzten Mal da auch drüber geredet. Wenn wir jetzt die Stadträte mal alle zusammenrechnen und 16 Euro Sitzungsgeld annehmen, verbrennen wir ja auch eine ganze Menge Geld, was hier passiert.

    Ich würde die ganze Diskussion, deswegen habe ich mich jetzt auch gemeldet, noch darum bitten, dass man sich nochmal die Geschäftsordnung und vielleicht auch die Hauptsatzung anguckt, dass im Vorfeld mit dem Stadtratsvorstand gemeinsam geklärt wird, wie solche Anträge gar nicht in den Stadtrat kommen. Dass wir da gar nicht in die Bredouille kommen, dass der abgestimmt wird. Das kann man vorher festlegen, das kann der Stadtratsvorstand sagen, das kommt nicht auf die Tagesordnung, muss sich dann mit den entsprechenden Fraktionen auseinandersetzen.

    Dann hätten wir uns diese Diskussion heute erspart und vielleicht auch beim letzten Mal. Und wäre vielleicht die Gartenpartei schon vorher auf die Idee gekommen, dass man den Antrag anders gestalten muss, dann wären wir jetzt deutlich weiter, auch im Sinne der Bürger, als diese Diskussion, die wir gerade führen.



  • Ja, wir können doch mitgehen. Wenn die Oberbürgermeisterin sagt, wir müssen das jetzt hier wegschieben, dann schieben wir den Antrag weg. Wir sind alle jetzt dagegen und dann werden wir doch sehen, was passiert, ob es besser kommt.

    Ich möchte bloß nochmal klarstellen, ja, die GWA muss das auch, es gibt keinen Extraantrag für GWA, das sind alles die gleichen Anträge, die auch die GWA ausfüllen muss. Aber die GWA füllt dann einen Antrag beim Ordnungsamt an, jetzt beim Straßenverkehrsamt müssen wir es machen, wir müssen beim Bauamt und müssen dann auch noch einen Antrag für eine Sperrung oder sonst was beantragen. Und wir wollten das zusammengefasst haben, um was anderes ging es gar nicht.

    Aber können wir so machen und mit der Bemerkung des Vorsitzenden, also dann wundere ich mich über die Tagesordnung von heute, heute stehen so viele Anträge drauf, wo die Verwaltung nicht zuständig ist, also da habe ich gar kein Verständnis für. Darum haben wir nämlich unsere Anträge als Änderungsanträge heute mal draufgekloppt.



  • Man soll ja immer seine Ablehnung begründen, das machen wir zur Neufassung der Mietwerterhebungssatzung. Das Mietspiegelreformgesetz ist ein weiteres Bürokratiemonster, welches die kommunalen Verwaltungen mit nicht originären Aufgaben belastet und den Mietmarkt zusätzlich reguliert. Folglich verhindert das Gesetz den freien Markt und eine gesunde Preisentwicklung, welches entsprechend langfristig die Instandhaltung bestehender Immobilien beeinträchtigt und Investitionen in den Wohnungsbau mindert.

    Der Paragraf 6 sowie der neue Paragraf 10, der jetzt auch noch Auskunftspflicht und Ordnungswidrigkeiten mit hinzufügt, ist eine weitere Schikane, die wir den Verantwortlichen abhalten möchten und das besonders Kleinvermieter und vermeidbare Bürokratie wollen wir damit ablehnen. Wir lehnen also diese Drucksache ab und hoffen auch auf vernünftige Anwohner, das ebenso zu tun. Vielen Dank.



  • Genau das war der Punkt auch im Ausschuss, warum ich mich enthalten habe, weil ich die Formulierung mit der Oscar-Linke-Schule nicht ganz unterstützen wollte, weil das eigentlich eine schöne Schule ist, erhaltenswert ist und auch für das Stadtgebiet da schade wäre, wenn die auf Dauer für den Schulbetrieb nicht mehr genutzt wird.

    Deswegen danke ich der SPD für diesen Änderungsantrag, hätten wir auch selbst drauf kommen können, dass zumindest der Stadtrat mit entscheidet, was und wie da weiterhin mit diesem Objekt weitergegangen wird.



  • Rupsch, CDU/FDP-Fraktion, jetzt haben wir doch eine Frage an die SPD-Fraktion: Was ist denn mit dem Änderungsantrag an sich gemeint? Ich komme damit gerade nicht so klar, was genau damit beziffert wird, was wir damit erreichen sollen.



  • Oliver Müller, Fraktion Die Linke. Ich war in keinem der Ausschüsse, wo diese Drucksache diskutiert worden ist. Darum sieht man mir bitte nach, wenn ich da jetzt erst vielleicht was sage. Ich bin auch sehr erschrocken darüber, dass dieser traditionsreiche Standort, dieses denkmalgeschützte Gebäude, was ja auch maßgeblich ein Produkt des reformpädagogischen Ansatzes ist in dieser Stadt, für die Vermarktung vorbereitet werden soll.

    Ich bin ehrlich gesagt sprachlos und kann mich noch gut daran erinnern, und hier sind ja noch ein paar mehr, die viel länger dabei sind als ich, wie Pert Schwänke zum Beispiel, es sind ja schon mal Schulen in Stadtfeld verkauft worden, vermarktet worden, wo hinterher dieselbe Verwaltung gesagt hat, das hätten wir nie machen dürfen, die fehlten uns dann. Und jetzt macht man das, will man das wieder machen? Da wünschte mir dann doch auch mal wieder zwei, drei Sätze.

    Eine Einbringung der Drucksache habe ich überhört, machen wir irgendwie nicht mehr. Ich bin noch in der Zeit hier groß geworden, da sind solche Dinge hier von vornherein eingebracht worden, erläutert worden, weil nämlich von den 56 Stadtratsmitgliedern hier gar nicht alle in den Fachausschüssen vertreten sind. Und ich wünschte mir, dass wir so ein bisschen mal wieder da ankommen und nicht alles wieder neu entdecken müssen.

    Die SPD-Fraktion möchte ich loben für diesen Änderungsantrag, da stimme ich gern zu. Nico Zenker, brauchst du nicht erschrecken, ist ernst gemeint, kommt von Herzen. Darüber reden wir später nochmal drüber, was wir da machen mit diesem Objekt. Vielen Dank.



  • Jens Rösler SPD/Tierschutzallianz/Volt

    Erstmal, die Drucksache insgesamt ist gut und uns ist allen klar, glaube ich, im Stadtrat, dass wir in der nächsten Zeit natürlich auch durchaus wieder Probleme dahin gehend bekommen, dass Schulen nicht vollständig ausgelastet sein werden, also auch Schulgebäude, sage ich jetzt mal. Und von daher wird es natürlich auch zukünftig im Gegensatz zum momentanen Zeitpunkt dann wieder andere Situationen geben und wir müssen abwägen, wie wir dann mit Gebäuden umgehen.

    In dem Fall haben ja schon alle gesagt, die gesprochen haben, ist das Gebäude, das jetzt unter Umständen dann vakant sein könnte, durchaus von der Bausubstanz doch so interessant, dass man sich grundsätzlich Gedanken machen muss, was man damit anstellt, wenn es dann tatsächlich frei steht und längere Zeit frei steht. Und wir als Stadträtinnen und Stadträte möchten dann, wenn die Verwaltung für sich zu dem Schluss kommt, dass das Gebäude eben nicht mehr für eine schulische Aufgabe zur Verfügung stehen soll, von vornherein mit einbezogen werden bei der Frage, wie kann es weiterhin genutzt werden, wie kann es weiter vermarktet werden, wie kann es sozusagen vielleicht auch weiterentwickelt werden.

    Das ist der Hintergrund. Mehr soll es nicht sein. Wichtig ist uns, dass wir eben frühzeitig bei diesen ganzen Gedankenspielen mit einbezogen werden und hier im Stadtrat eine entsprechende Information kommt und ankommt und wir sozusagen davon profitieren können, dass wir eben einen Informationsstand haben, auf dem wir dann vielleicht auch eigene Vorschläge vorlegen können bzw. sagen können, das ist uns jetzt eine Vermarktung oder eine Nutzung, die uns in der Form nicht gefällt. Wir möchten es gerne für andere Aufgaben genutzt haben, das Gebäude. Und von daher bitte ich um Zustimmung zum Änderungsantrag und insgesamt natürlich zur Drucksache.



  • Ich bin jetzt ein bisschen verwundert, dass wir hier so einen Änderungsantrag haben, wenn ich lese, der ist ja gestern erst reingekommen. Denn im Jugendhilfeausschuss sind die ganzen Drucksachen einfach so durchgegangen. Da hat die SPD auch nicht gesagt, das wollen wir nicht, das können wir nicht. Da war ich der einzige im Jugendhilfeausschuss, der sich enthalten hat bei allen Drucksachen.

    Und ja, wir haben ja im Jugendhilfeausschuss nachgefragt, wann kriegen wir ein Konzept vorgelegt, wie geht es weiter mit den Schulen. Da wurde ja gesagt, nicht vor 28. Das wurde auch bemängelt im Jugendhilfeausschuss, dass das vielleicht der Zeitraum ungewiss ist, dass das zu spät kommt. Und jetzt haben wir das nämlich genau das, was wir eigentlich alle Stadträte glaube ich wissen wollen. Wie geht es weiter bei den sinkenden Schulzahlen?

    Uns hat man ja im Jugendhilfeausschuss alles so verkauft, das muss ich leider so sagen, dass wir ja gar kein Problem damit haben. Wir fahren ja nur die Zügigkeiten runter. Ja, keine fünfzügige sind, werden es nur noch zwei und drei. Es wird aber nichts zugemacht, es wird nichts verkauft oder sonst irgendwas.

    Das ist ein bisschen neu und darum werden wir uns aber bei diesem Antrag auch hier enthalten oder dagegen sein. Wir warten jetzt erstmal ab, was wird wirklich vorgelegt. Und ja, Schulschließung wollen wir natürlich auch nicht. Wir wollen genau wissen, was los ist.



  • Evelin Schulz Tierschutzpartei

    Evelin Schulz, Tierschutzpartei. Sie wissen, dass ich ein Verfechter für die linke Schule bin, schon immer gewesen bin. Ich war dort Schülerin, war dort auch Lehrerin hinterher und zwar folgendes. Ich habe auch im Finanzausschuss die Anfrage gestellt, 20 Millionen für den neuen Bau. Und jetzt 19,18 Prozent war ja so.

    Ich habe gefragt, ob es eine Finanzgegenüberstellung gab vom Neubau zur Sanierung der linken Schule. Ich habe auch, ich möchte mich auch bedanken, kurzfristig eine Antwort bekommen. Und zwar steht dort drin, dass 300 Quadratmeter fehlen und dass ein Therapiebecken günstiger wäre als die dynamische Schwimmhalle.

    Es ist aber auch so, wenn man mal bedenkt, dass dort an dieser Schule eine Haltestelle ist, eine Ampel ist, ein Sportplatz ist. Es ist eigentlich alles vorhanden, was auch für so eine Förderschule gut wäre. Und ich weiß es nicht, ich bin da kein Experte, sage ich gleich dazu. Ich kann mir nicht vorstellen, dass 20 Millionen nicht ausreichen würden, um einen Fahrstuhl einzubauen und eventuell Wände rauszureißen.

    Ach so, ein Argument war noch, die Räume sind alle viel zu klein. Ja, das möge auch so sein, aber wir haben eine angespannte Finanzlage in der Stadt. Wenn ich jetzt sage, die sind zu klein, dann sage ich auch, bis zu 42 Schüler gehen da rein. Anstelle ich mit Garderobe. Dass man das alles umbauen muss, ist mir völlig klar. Bloß da habe ich noch keine Antwort bekommen, wie die Finanzübersicht ist zu einer Sanierung und zu dem Neubau am Gneisenau-Ring.



  • Ja, meine sehr verehrten Damen und Herren Stadträte, wir haben jetzt verschiedene Beiträge gehört, die nur unmittelbar mit dieser Drucksache zu tun haben. Hier geht es, wie gesagt, um die Festlegung der Kapazitätsgrenzen. Da ist es sehr erfreulich mitzuteilen, dass wir wirklich auch einen guten Schnitt an der Klassenfrequenz weiterhin herstellen können. Und ich glaube, darüber wird ja auch gar nicht diskutiert.

    Diskutiert wird jetzt einfach noch einmal darüber, ob wir ein fünftes Gymnasium brauchen. Nee, darüber wird auch nicht diskutiert. Das wissen wir schon aufgrund der SchülerInnenzahlen, die wir nun mal jetzt haben, dementsprechend, dass wir ein fünftes kommunales Gymnasium gar nicht nachweisen könnten. Das heißt, die Gemeinschaftsschule Linke kann eben halt in die dann ehemalige IGS Willy Brandt umziehen, weil wir eben kein fünftes kommunales Gymnasium brauchen. Darüber hatten wir damals auch schon mal so ein bisschen gesprochen.

    Wie sehen denn die Ringtausche aus? Warum soll die Oskar Linke tatsächlich an den Westrand ziehen? Weil wir hier dann ein Schulgebäude haben, was wirklich sehr, sehr gut ausgestattet ist, wo wir eben keine hohen Investitionskosten haben, sondern eher nur im Ausstattungsbereich vielleicht nochmal an der einen oder anderen Stelle nachjustieren müssen. Aber Fachkabinette etc. all das. Sie kennen die Willy Brandt. Das ist ein hervorragender Standort. Und dort wird die Oskar Linke dann sogar auch die Möglichkeit haben, in ihrer Zügigkeit aufwachsen zu können.

    Wenn das alles passiert ist, dann müssen wir natürlich schauen und ich bitte darum, denn das wollen Sie doch auch alle nicht. Wir wollen doch eben jetzt nicht, weil wir sehen, wie die Bevölkerungsprognose ist, wie die tatsächliche Geburtenzahlen ist. Wir wollen ja sprechen nicht über Schulschließungen. Ganz im Gegenteil. Wir haben eine hervorragende Schullandschaft hier in der Landeshauptstadt Magdeburg und die möchten wir auch gerne weiterhin so aufrechterhalten. Wir werden nur an der einen oder anderen Stelle ganz genauer drauf gucken müssen, wie die Investitionen halt getätigt werden können, ob der Gesamtgemengelage.

    Und was Sie, Stadträtin Schulze, gerade angesprochen haben, Sie beziehen sich da auf die Förderschule Hand in Hand. Ob Sie dann in die Schmalstraße ziehen könnte. Das war ja Ihr Ansatz. Genau. Das hat man Ihnen ja schon geantwortet. Der erste Blick zeigt definitiv, dass es aufwendiger und teurer werden würde, weil wir uns in einem denkmalgeschützten Raum halt bewegen, wo wir auch eben nicht so agieren können wie bei einem Neubau. Nichtsdestotrotz können wir uns das gerne noch einmal noch genauer anschauen und noch mehr in die Beratung dementsprechend gehen. Hat aber jetzt mit dieser Drucksache erst einmal nichts zu tun.

    Insofern ist der Änderungsantrag, wissen Sie auch, weiß ich auch, dass Sie es wissen. Ich will es nur mal hier klarstellen. Insofern ist der Änderungsantrag der SPD ganz bestimmt auch ein guter, der das nochmal konkretisiert. Wenn wir sehen, wie sich die Schülerinnentalen jetzt in Zukunft abbilden werden, dann schauen wir nochmal drauf. Brauchen wir diesen Standort? Brauchen wir ihn für die Förderschule oder für andere? Aber nach jetzigem Stand, so wie wir ihn kennen, eben nicht. Aber wir müssen noch etwas Zeit vergehen lassen, wie sich die tatsächlichen Zahlen halt auch entwickeln werden.

    Und ich glaube, das ist auch angeraten, dass wir wirklich immer einfach ganz genau gucken, wie können wir den Bedarf abdecken? Wie können wir Fehlinvestitionen vermeiden? Wie können wir aber auch letztendlich nicht voreilig schon Schulen schließen? Da würde ich mich auch wirklich gegen verwehren, weil wir wissen ja immer, es kann alles passieren.



  • Evelin Schulz Tierschutzpartei

    Ich möchte ganz kurz darauf nochmal antworten. Es war gar nicht mein Ansinnen, dass sie umziehen, ist völlig klar. Das war für mich auch klar. Bloß wenn ich das mit reinschreibe mit der Linke-Schule, und das ist ja nicht nur mir so aufgefallen, dass das zur Diskussion wird, wenn die dann geschlossen werden und eventuell vermarktet werden soll, dann muss ich Oliver Müller recht geben. Ein traditionsreicher Standort. Da finde ich auch so sagen, da findet sich bestimmt was. Und dass man das heute schon mit anspricht, denke ich mal, ist ein gutes Recht.

    Aber wir wissen ja auch hier im Stadtrat, ich bin ja auch nicht das erste Mal hier, dass man dann einfach sagt, dann ist es durchgelaufen irgendwo, wir haben das jetzt so gemacht und das geht nicht mehr zurück und weiter. Und das ist meine Befürchtung dabei. Und da finde ich den Antrag der SPD schon gut, wenn die jetzt sagen, wir möchten frühzeitig mit einbezogen werden. Ich habe nichts dagegen, dass die Schule da umzieht, die Linke-Schule.



  • Dr. Falko Grube SPD/Tierschutzallianz/Volt

    Grube, SPD-Fraktion Tierschutzallianz Volt. Wir hätten uns eigentlich gewünscht, dass das mit der Linke Schule mit dem Gebäude rausfällt. Das hat eigentlich mit der Schulentwicklungsplanung nichts zu tun. Das ist eine reine Grundstücksangelegenheit, das hätte man heute nicht reinschreiben müssen.

    Warum wir unseren Antrag gestellt haben, ist ganz einfach. Der Zeitpunkt, wo das hier im Rat beschlossen wird, liegt nach der nächsten Wahl. Und schon uns, die jetzt hier im Rat sitzen und vielleicht das nächste Mal noch dabei sein sollten, wird es schwerfallen, sich daran zu erinnern, dass das hier schon mal beschlossen wurde.

    Und wir wollten vermeiden, dass hier irgendwann eine Drucksache auf den Tisch kommt, die wir ins Kaufen, sondern wir wollen vorher mitbesprechen dürfen, ob wir es überhaupt in die Vermarktung geben. Das ist der Hintergrund dafür und ich glaube, das hat ja auch eine Mehrheit im Rat.



  • Ich möchte die Situation nicht nehmen lassen, noch mal kurz anzusprechen, dass Frau Bürgermeisterin eben mehrfach gegendert hat. Gerade als Verwaltung würde ich dazu raten, sich doch an einen Beschluss, einen demokratisch gefassten Beschluss des Stadtrates zu halten und auch als Vorbildfunktion solche Formulierungen zu unterlassen. Vielen Dank.



  • Kornelia Keune SPD/Tierschutzallianz/Volt Jugendhilfeausschuss

    Grundsätzlich war der Jugendhilfeausschuss mit der Drucksache konform, hat sich halt nur die Satzung angeguckt und die Anlage 1 und hat gesagt, wir wollen da eine Konkretisierung haben und eine Klarheit drin haben, eine klarere Abgrenzung, sage ich jetzt mal, uns hat da was gefehlt und von daher ist der Änderungsantrag zustande gekommen.

    Ich habe gesehen, die Linken haben sozusagen den Passus auch noch mal mit in ihren Änderungsantrag reingenommen, noch ein bisschen erweitert. Also wie gesagt, es soll jetzt nur eine Klarstellung sein, der Satzung, der Anlage 1, der Satzung und keine Änderung der Drucksache in sich.



  • Wir hatten ja über den Fall der Ergänzung schon im Jugendhilfeausschuss diskutiert, wie man es am besten hinbekommt, einen Änderungsantrag zu machen. In der Form der Satzung, wie uns die Verwaltung diese vorgelegt hat, würde es zu einer Benachteiligung von Schülerinnen und Schülern an freien Schulen kommen.

    Beispiel: Eine Schülerin wohnt in der Bremer Straße, geht aufs Norbertusgymnasium. Eine Schülerin wohnt in der Planckstraße, gegenüber ist das Hege-Gymnasium, geht aber auch aufs Norbertusgymnasium. Beide haben praktisch unterschiedliche Schulwege. Nach der jetzigen Satzung würde die Schülerin aus der Planckstraße einen Anspruch auf kostenfreie Beförderung haben, die Schülerin aus der Bremer Straße nicht. Nach dem, was in der neuen Satzung der Stadt vorliegt, wäre es genau andersrum. Die Schülerin, die gegenüber dem Norbertusgymnasium wohnt, hätte einen Anspruch auf kostenfreie Beförderung. Die Schülerin, die gegenüber dem Hege-Gymnasium wohnt, aber zum Norbertusgymnasium muss, hätte keinen Anspruch auf kostenfreie Beförderung.

    Dies wollen wir ändern. Dies führt zu einer Benachteiligung, nämlich der freien Schulen. Und wir wollen auch ändern, im Gegensatz zum Jugendhilfeausschuss, den Paragrafen, der im Schulgesetz vorliegt, nochmal genau deutlich machen, worum es in diesem Paragrafen geht. Nämlich nicht irgendwie Ausnahmen für Waldorfschulen zu schaffen, sondern genau zu regeln, welche Klassenstufe ist entsprechend welcher Schulform. Weil die freien Waldorfschulen haben keine Grundschule, haben keine Sek. I, haben keine Sek. II. Deshalb macht der Schulgesetzgeber diese Zuordnung und diese übernehmen wir in unserem Änderungsantrag. Damit auch Schülerinnen und Schüler der freien Waldorfschule ein Anrecht auf kostenfreie Schülerbeförderung haben.



  • Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich sehe hier nicht die Benachteiligung tatsächlich der Schülerinnen und Schüler der Freien, besser? Ich werde es versuchen. Keine Benachteiligung, sondern wir hatten bisher immer eine Bevorteilung. Das muss man, glaube ich, hier ganz klar sagen, weil die Schülerinnen und Schüler an freien Schulen eben nicht diesen Auflagen immer durch die Kostenrückerstattung eben die Möglichkeit hatten, egal ob mit Auto oder mit ÖPNV oder sonst irgendwie, dann dementsprechend im Maximal in Höhe einer Schülerfahrkarte die Kosten rückerstattet zu bekommen. Eine Möglichkeit, die Schülerinnen und Schüler an kommunalen Schulen eben nicht haben.

    Hier gelten ganz klar einfach die Distanzen, die Entfernungen, wie sie halt auch dargestellt sind, das heißt 1,5 Kilometer bis zum sechsten Jahrgang, bis zum zehnten Jahrgang die zwei Kilometer und für die Oberstufe dann halt dementsprechend die 2,5 Kilometer. Was wir hiermit versucht haben, als Anlass natürlich auch ein Stück weit des neuen Schulgesetzes, hier eine Gleichstellung herzustellen für alle Schülerinnen und Schüler. Warum? Weil wir ja auch seit einigen Jahren sehr erfolgreich das Schülerticket für neun Euro hier auch, was Sie ja gewünscht haben und was uns lieb und teuer ist und vor allen Dingen lieb, weil wir haben jetzt inzwischen schon fast 5700 Schülerinnen und Schüler, die dieses Angebot in Anspruch nehmen von 22.000 Schülerinnen und Schüler, die wir insgesamt haben. Und davon haben wir dann 10.000 ungefähr, die einen Anspruch halt auf Schülerkosten, auf ein freies Schülerticket eben haben.

    Wir versuchen jetzt hier in den Zeiten, wo wir eben ganz genau drauf gucken müssen, wo unsere Ausgaben auch dementsprechend liegen, eine Gleichstellung aller Schülerinnen und Schüler herzustellen für in der Landeshauptstadt Magdeburg diejenigen, die einen Anspruch haben und da gilt dann immer die nächstgelegene kommunale Schule für dieses Bildungsangebot, die erhalten natürlich die Fahrkostenerstattung, die anderen dann dementsprechend haben die Möglichkeit des neun Euro Angebotes und da möchte ich noch einen letzten Satz sagen.

    Gerade wir sind ja dabei, die Schulwegsicherung dementsprechend jetzt abzuschließen. Sie werden im März höchstwahrscheinlich wird das alles fertiggestellt sein. Wir mussten noch mal nacharbeiten, weil einige Schulen sich eben noch nicht zurückgemeldet hatten oder noch nicht so umfänglich und wir wollen natürlich ein gleichbleibendes Bild, ein gutes Bild, ein aussagekräftiges Bild für alle Schulen in der Landeshauptstadt haben. Und gerade bei den Schulen in freier Trägerschaft war das der Punkt, der am meisten genannt wurde, wo es zu Verkehrsproblemen kommt. Das sind die Elterntaxen und das Schülerticket, neun Euro Schülerticket wurde ja auch eingeführt, um die jungen Menschen an die Nutzung des ÖPNV heranzuführen, um den ÖPNV natürlich auch zu unterstützen und vor allen Dingen wirklich auch einen Anreiz zu schaffen, eben auf Elterntaxis so weit zu verzichten. Und ich finde, das sollte für alle Schülerinnen und Schüler gelten, egal welche Schulform sie besuchen. Und da gilt immer das Angebot der nächstgelegenen kommunalen Schule für den jeweiligen Bildungsgang.



  • Ja, na Fraktion Die Linke, also um erstmal mit einem Zungenschlag, der im Bildungsausschuss deutlich wurde, aufzuräumen. Da wurde ja gesagt, also viele Schülerinnen und Schüler an freien Schulen kommen mit Elterntaxis. Wir waren am Freitag zum Tag der Demokratie am Norbertusgymnasium, wir haben mal rumgefragt. Also die deutliche Mehrheit kommt mit ÖPNV oder dem Fahrrad. Ja, geringster Teil kommt mit Elterntaxis.

    Auch die Frage, der Zungenschlag, naja, die bezahlen ja eh Schulgeld, können sie sich auch noch ein Euroticket leisten? Ne, auch die Beiträge an freien Schulen sind sozial gestaffelt. Nicht jeder kann sich nur ein Euroticket leisten. Und wenn wir Schülerinnen und Schüler an den ÖPNV heranführen wollen, dann ist es unklar, warum wir einen Teil der Schülerinnen die Möglichkeit der kostenlosen Schüler in Beförderung nehmen. Die nehmen ja einfach. Ja, führen wir sie nicht an den ÖPNV heran.

    Und übrigens auch Schülerinnen und Schüler bzw. deren Eltern an staatlichen Schulen haben einen Anspruch, wenn sie nicht das Ticket in Anspruch nehmen, auf eine Kostenerstattung in Höhe entsprechender Schulgesetze, in Höhe der Schülerbeförderung. Auch dies ist ein bisschen falsch dargestellt, nämlich auch die seitlichen Anspruch.



  • Eigentlich wollte ich inhaltlich darauf eingehen, aber jetzt habe ich mich doch für den Gegenantrag entschieden. Frau Bürgermeisterin, es ist ja schön, dass Sie sich so detailliert hier dazu einlassen, das freut ja ganz besonders.

    Aber vielleicht ist das jetzt doch was, es gibt ja unterschiedliche Aussagen, es ist doch ein sehr fachspezifisches Thema, vielleicht ist es doch sinnig, das nochmal in den Ausschuss zurückzuüberweisen, wenn hier jetzt keine große Eile vorliegt, dass wir das unbedingt heute machen müssen.

    Daher der Antrag Zurücküberweisung.



  • Genau, jetzt äußere ich mich hier nur zu dem Geschäftsordnungsantrag. Dementsprechend diesen zeitlichen Druck, wie wir bei Förderkulissen oder Sonstiges haben, haben wir natürlich nicht. Das würde jetzt nicht dagegen sprechen, das nochmal zurück zu überweisen.

    Alles Weitere dann nach der Abstimmung.



  • Eine Einbringung wäre vielleicht ein zu großes Wort tatsächlich. Sie sehen hier eine weitere Anpassung der Entgeltordnungen, wie wir sie ja für die Kultureinrichtungen nach und nach überall machen.

    Ich wollte nur hier darauf hinweisen, dass in der Anlage 1 unter A.4 nochmal bei Kombitickets so kleine Pünktchen geben. Und in der Beratung mit dem Kulturausschuss hat Stadträtin Bettecken festgestellt, dass es etwas verwirrend sein könnte. Es geht ja darum, dass wer ein Kombiticket hat, dann auch den ermäßigten Eintritt für den Besuch des Museums durchführen kann. Und den würden wir dann redaktionell natürlich dann bei der Veröffentlichung der Satzung wegnehmen.



  • Burkhard Moll Tierschutzpartei

    Wir wundern uns, dass in der Reihenfolge der Seniorenbeirat nicht mit eingeschlossen war, weil es sind ja Ermäßigungen für viele Gruppen da. Aber Rentner, Senioren sind ja gar nicht betroffen und die gehen gar nicht ins Museum und können sich das gegebenenfalls gar nicht leisten.



  • Simone Borris Oberbürgermeisterin

    Ja, würde ich gern, weil die Diskussion hatten wir schon mal. Senior und Senior hat unterschiedliches Einkommen. Also generell zu sagen, Senioren kriegen hier eine Ermäßigung, ist aus meiner Sicht nicht sozialverträglich richtig, sondern dafür gibt es ja eben auch Sozialkarten wie den Magdeburg-Pass, um das eben entsprechend umzusetzen und ich glaube, der ist bedacht.

    Also alle Senioren über einen Kamm zu scheren, wenn Pensionäre mit einer entsprechenden Vergütung zu Hause sind, dann sollen die bitte auch den regulären Eintritt bezahlen.



  • Da der allgemeine Wunsch besteht und das ja auch eine wichtige Drucksache ist, mache ich das nochmal sehr gerne. Ich glaube, aufgrund der, Sie sehen mit den Schulbezirken, dass wir jetzt in der Lage sind, Problematiken, die vielleicht in den letzten Jahren aufgekommen sind, ich will nochmal ostelbisch so als Stichwort hier reinrufen, alle dem entsprechend jetzt nicht mehr vorhanden sind und dass wir hier, glaube ich, eine sehr gute Grundlage hatten.

    Wir konnten jetzt mit den Schülerzahlen, Schülerinnen und Schülerzahlen, konnten wir tatsächlich auskömmlich das auch so gestalten, dass wir eine Klassenfrequenz von 22 Kindern haben und dass wir bei den Schulen, wo wir wissen, dass es auch hier eine größere Verweilerquote gibt, sogar mit 20 Kindern rechnen konnten. So dürfte das wirklich auskömmlich sein und sollte es nochmal Einzelfälle geben, die genau betrachtet werden müssen, haben wir jetzt auch ganz bestimmt die Möglichkeit, hier nochmal miteinander hantieren zu können.

    Wohlweislich, es sind diese optimierte Berechnung, die hier durchgeführt wurde, hat, glaube ich, alle Schwierigkeiten der letzten Jahre mit dieser Anzahl der Schülerinnen und Schüler gut aufgefangen und ich würde mich freuen, wenn Sie dem auch so zustimmen könnten.



  • Zur Satzung der Zwangsschulbezirke zu unseren kommunalen Grundschulen muss ich mich natürlich wieder zu Wort melden, wie jedes Jahr grüßt das Murmeltier und jedes Jahr gibt es von uns ein klares Nein dazu. Weil wir wollen uns ja als Stadt Magdeburg verbessern, weiterentwickeln und nicht verschlechtern oder stehen bleiben.

    Jedes Mal wurde uns versprochen, ja wir finden Lösungen, auch aufgrund der sinkenden Schülerzahlen wird diese Clusterlösung nochmal diskutiert, bis heute ist wieder nichts passiert und hier stehe ich deswegen abermals und argumentiere meiner Ablehnung zur Satzung. Wie schon in den Jahren zuvor sehe ich in der Beschlussvorlage weder Potenzial zur Weiterentwicklung noch zur Verbesserung der Situation. Im Gegenteil, statt Wettbewerb, Differenzierung und unterschiedliche Angebote an Schulen und Horten setzt man weiterhin auf Vereinheitlichung, Zwang oder mehr vom Gleichen. In der gegebenen Lage ist es absolut der falsche Weg.

    Integration funktioniert natürlich nur da, wo man das auch ermöglichen kann. Bei Schulen, wo ein Migrationsanteil von 76 Prozent steigend zu verzeichnen ist, funktioniert nun mal keine Integration. Das IQB und das Landesschulamt sagen das gleiche wie wir, nämlich das Bildungsniveau befindet sich im freien Fall. Am Ende bezahlen die Kinder die Zeche für verfete Politik, dass man nicht einmal hier den Ort, die noch vorhandenen Freiräume nutzen will, um den Wettbewerb für Wahlfreiheit und Eltern zu stärken.

    Wenn dieses starre System dazu führt, aus dem Fenster zu gucken als Kind und die Grundschule vor Augen zu haben, die nicht nutzen zu dürfen, weil das Zwangsschulordnungssystem dafür sorgt, dass die Kinder nicht an diese Schule gehen müssen, sondern teilweise einen deutlich weiteren Weg auf sich nehmen müssen, ist das ein System, was wir ablehnen. Es gibt Kinder, die wohnen in der Hausnummer 1 und es gibt Kinder, die wohnen in der Hausnummer 2 in der gleichen Straße und müssen teilweise in unterschiedlichen Schulen beschult werden, weil dieses von uns kritisierte System dazu führt, dass Kinder, die gemeinsam aufwachsen, dann nicht gemeinsam auch in eine Schule gehen können.

    Auch vor kurzem haben mich wieder Eltern angeschrieben, genau mit diesem Problem, dass mit der älteren Satzung das Kind auf die Schule durfte und jetzt mit der neuen Satzung das Kind aus dem gleichen Haushalt nicht auf die Schule müsste. Ja, man kann das beantragen und so weiter, Geschwisterregelung, das funktioniert, ist aber trotzdem ein bürokratischer Aufwand, dem man damit umgehen könnte, wenn wir zumindest diese Clusterlösung oder diese Clustervariante einführen können.

    Von daher hat sich in der Stadt Magdeburg weiterhin nichts verbessert, obwohl uns das mehrfach versprochen wurde. Wir lehnen weiterhin diese Beschlussvorlage ab und hoffen, dass uns im nächsten Jahr hier etwas Besseres vorgetragen wird. Vielen Dank.



  • Ja, es ist auch nichts Neues, dass ich dieser Drucksache nicht zustimmen werde. Allerdings muss ich sagen, nicht, dass wieder dieser falsche Zungenschlag auskommt. Wir machen gemeinsame Sache mit der AfD. Ich erinnere daran, dass ich schon viel länger im Stadtrat bin und schon seit Jahren, also von Anfang an, für die Öffnung der Schulleinzugsbereiche beziehungsweise die Abschaffung der Schulleinzugsbereiche war. Allerdings aus anderen Gründen als die AfD jetzt.

    Denn früher wurde diese Öffnung abgelehnt und die Clusterlösung, die sich eigentlich bewährt hatte und wo man sagte, da könnte man andocken, das wurde abgelehnt, weil aufgrund von unterschiedlichen Sanierungsständen der Grundschulen. Das war damals dieses Totschlagsargument. Deswegen wollte man diese Öffnung nicht. Jetzt sind alle Schulen saniert. Jetzt könnte man ja theoretisch diesen Egehen. Kurze Beine, kurze Wege zieht auch nicht.

    Denn, wenn ich mir das mal auch überlege, wenn die Schulleinzugsbereiche, ich spreche auch von der Clusterlösung, weil das für mich die Vorstufe wäre, wo man dann auch richtig in größeren Schulleinzugsbereichen denken könnte. Und wir haben immer gesagt, der Landtag muss den Weg freimachen. Der Landtag hat den Weg freigemacht. Also wir könnten, wenn wir wollten. Allein es fehlt der Wille zurzeit noch.

    Und auch die Argumentation, die immer wieder kommt, ist auch, warum muss ein Kind in einen bestimmten Bereich gehen? Und wir verschieben hier jedes Mal. Jedes Mal ist wieder diese Verschiebung. Keiner weiß so richtig Bescheid. Jedes Mal sitzen wir hier aufs Neue und überlegen, wer wohin geht. Beziehungsweise, es wird ja berechnet, aber wenn man dann sagt, es ist gerecht, nichts im Leben ist gerecht. Das ist Lektion Nummer eins. Und deine Gerechtigkeit muss nicht meine Gerechtigkeit sein.

    Denn ich persönlich würde es auch besser finden, wenn beispielsweise Kinder in eine Schule gebracht werden können, weil sie offen ist, in dem gleichen Cluster liegen, weil die Eltern da beispielsweise in der Nähe arbeiten und sie auf dem Arbeitsweg mitnehmen könnten. Oder weil Oma und Opa da wohnen und deswegen also die Kinder auch abgeholt werden können vom Kindergarten. Kindergarten, Quatsch. Sie wissen schon, von der Grundschule. Von der Grundschule.

    Und aus diesem Grund bin ich also... Aus diesem Grund werde ich auch dieses Mal nicht dieser Drucksache zustimmen, sondern sie ablehnen.



  • Dr. Niko Zenker SPD/Tierschutzallianz/Volt Ortschaftsrat Beyendorf-Sohlen

    Niko Zenker diesmal als Ortsbürgermeister. Ich möchte bloß kritisch anmerken, gerne auch zum Protokoll geben, dass kein Ortschaftsrat in diese Drucksache einbezogen war, sodass das Votum aus dem Ortschaftsrat fehlt. Für mich ist das durchaus wichtig, dass das hätte passieren müssen.

    In den letzten Jahren ist das auch passiert. Warum das dieses Jahr nicht passiert ist, entschließt sich meiner Kenntnis. Aber inhaltlich möchte ich mich jetzt nicht zu äußern, nur den gerade gesagten Satz zu Protokoll geben.



  • Ja, also ich werde mich nicht entschuldigen für meine Abstimmung, muss das so sagen, man sieht das ja auch bei Europa, wer mit wem abstimmt, also man muss sich nicht rechtfertigen, also das finde ich schon sehr schlimm. Also man kennt ja die Meinung, wenn man lange, lange, lange hier ist.

    Ja, wir sind auch dafür, diese Schulbezirke aufzuheben, aber hier erinnere ich daran, an die Diskussion ganz am Anfang, die Oberbürgermeisterin gesagt hat, für gewisse Sachen ist ja der Stadtrat gar nicht zuständig. Wir wollten hier auch einen Änderungsantrag haben mit der Abschaffung der Schulbezirke, das haben wir nicht gemacht, weil wir ja schon das andere hier schriftlich vorher hatten in der Fraktion.

    Aber ich bitte doch darum, die Verwaltung das wirklich mal zu prüfen und zu sagen, ist es noch notwendig, ab das Schuljahr 28, 29 Schulbezirke zu haben. Wir sind auch dafür, das aufzuheben, weil ich glaube, es wird sich eh bis 29 unwahrscheinlich viel ändern mit den Schülerzahlen, nicht nur in den Schulen, sondern auch in den Kindergärten nachher.



  • Meine sehr verehrten Damen und Herren, wie in der Drucksache drinsteht, haben wir diesen Beschluss. Wir haben ja diese Diskussion schon häufiger, werden jedes Jahr auch immer wieder geführt. Der Beschluss steht bis 27. Das neue Schulgesetz spricht von Schulbezirken.

    Wir werden aber nichtsdestotrotz gegen Ende 26 mit einer Drucksache an Sie herantreten, wie wir das am besten umsetzen unter den realistischen Bedingungen, die es jetzt gibt, ob es das Schulgesetz ist, ob es die Entwicklung der Zahlen der Kinder ist und Sonstiges. Also und weil dieser Beschluss ja auch nur bis 27 gilt.

    Insofern bitte ich darum, dieser Drucksache jetzt so zuzustimmen und sehr gerne im Protokoll Ende 29, also im letzten Quartal, werden wir eine weitere Drucksache, die grundsätzlich sich mit diesem Thema beschäftigt, auf den Weg bringen. Ende 26, glaube ich, ja? 26.



  • Das Protokoll mal genau in Nachfrage, vielleicht bekomme ich da auch eine Antwort, aber wurde uns nicht letztes Jahr verkauft, dass wir uns beruhigen sollen und dass genau heute zu dieser Drucksache dementsprechend auch der Vorschlag kommt, das Ganze etwas aufzuweichen.

    Warum ist das heute nicht passiert? Eine Clusterlösung beispielsweise.



  • Wir haben weiterhin diesen Beschluss, dass wir mit diesen optimierten Berechnungsverfahren arbeiten, das tun wir auch. Das ist auch ausgenutzt worden in Zusammenarbeit mit der Otto-von-Guericke-Universität, bis wirklich jetzt auch dort überhaupt kein Verbesserungspotential mehr gesehen wird und weil es das neue Schulgesetz gibt.



  • Jens Rösler SPD/Tierschutzallianz/Volt

    Rösler, Fraktion SPD, Tierschutzallianz, Volt. Weil jetzt hier immer nur negative Stimmung gegen diese Art der Zuordnung im Raum steht, möchte ich zumindest aus unserer Fraktion oder aus unserer Sicht sagen, wir stehen auch weiterhin für die Zuordnung zu Schulbezirken, zu Schuleinzugsbezirken der Grundschulen. Das ist für uns sehr wichtig, weil es darum geht, wirklich kurze Wege für kurze Beine umzusetzen. Und das ist der Hauptgrund, weshalb wir das in der Form so optimiert durchführen.

    Das hat sich in den letzten Jahren bewährt. Dadurch kann gewährleistet werden, dass es insgesamt eine gute Zuordnung gibt, dass die Schülerinnen und Schüler tatsächlich nicht allzu lange Schulwege haben, trotz der schwierigen Situation in den Schulen, dass sehr viele Schülerinnen und Schüler waren. Das würde sich aber genauso entsprechend positiv bewähren, wenn es wieder genau ins Gegenteil fällt, wenn wir weniger Schülerinnen und Schüler haben und auch da im Prinzip die Schuleinzugsbezirke entsprechend anpassen.

    Wir finden, das ist eine gute Lösung. Wir sollten das beibehalten und hier für diesen Jahrgang sowieso beschließen, wie es jetzt gerade vorgesehen wurde.



  • Ganz kurz, weil auch über den Bundeswettbewerb Jugend musiziert haben wir hier in diesem Hohen Haus schon des Häufigeren gesprochen und ein Stück weit auch gestritten. Das ist aber nicht der Grund, warum wir jetzt diese Drucksache einbringen, sondern im Zuge mit dem neuen Eigenbetriebsleiter unseres Konservatoriums Georg Philipp Telemann sind die Gespräche natürlich aufgenommen worden mit frischem Wind.

    Es hat sich herausgestellt, dass wir, es gibt ja immer einen Schwerpunkt für den Bundeswettbewerb Jugend musiziert, 31. Schwerpunkt Alte Musik ist gerade zu dem 350. Geburtstag des großen Komponisten Georg Philipp Telemann. Ich glaube, das ist wunderbar, dass sich das so zusammenfügt und deswegen würden wir gerne den Beschluss für den Bundeswettbewerb Jugend musiziert nach 31 verlegen mit dem Schwerpunkt Alte Musik.



  • Carola Schumann CDU/FDP Kulturausschuss

    Ja, ich werde mich auch kurz fassen. Wir freuen uns natürlich sehr, dass dieser Wettbewerb wieder stattfindet. Und ja, er sollte früher stattfinden. Der Leiter des Telemann-Zentrums, Herr Dr. Lange, hat seiner Freude Ausdruck gegeben, dass es verschoben wird, dass es auf 31 verschoben wird, weil wir machen nicht nur ein Telemann-Jahr, sondern ein Telemann-Tage, sondern er möchte das übers ganze Jahr, er möchte so ein Jubiläumsjahr stattfinden lassen. Und dort soll dieser Jugendwettbewerb ein Teil sein.

    Meine persönliche Meinung, ich finde es sehr gut, dass das Konservatorium und das Telemann-Zentrum jetzt so gut zusammenarbeiten und da sich gemeinsam auf den Weg machen. Und es wurde auch gesagt, es bedarf einer enormen Vorbereitung und enormen Vorbereitungszeit. Und nicht nur aus diesem Grund haben wir als Kulturausschuss auch einstimmig dieser Drucksache zugestimmt.



  • Stephan Papenbreer Tierschutzpartei

    Stephan Papenbreer, Tierschutzpartei. Zunächst einmal freuen wir uns natürlich darüber und es wird sicherlich eine tolle Veranstaltung 2031. Unsere Frage ist eine ganz andere. Wenn wir 250.000 Euro einstellen, müssten wir die nicht zum Teil zumindest in 2030 einstellen, weil ja Vorlaufkosten dort sind, um 31 die Veranstaltung vonstatten gehen zu lassen.

    Also das ist das Einzige, was mir aufgefallen ist, die 250.000 für 31 einzustellen, wenn da die Veranstaltung ist. Wo kommt das Geld für den gesamten Vorlauf her?



  • Oliver Müller, Fraktion Die Linke, meine Damen und Herren, ich möchte ganz einfach nur mitteilen, dass ich mich natürlich auch freue, dass wir uns nicht davon verabschieden, nun gänzlich den Bundeswettbewerb durchzuführen. Aber zur Wahrheit gehört ja dazu, und darüber schweigt sich leider diese Drucksache aus, Frau Stiller-Hinz, dass die Beschlussfassung dazu ja doch etwas umfangreicher war. Und ich bin der Erfolgsstimme dankbar, die das heute ja nochmal aufgegriffen hat, diesen Wirrwarr muss man schon fast sagen, und dass dazwischen auch eine Kommunalwahl gab, möchte ich ganz gern alle abholen und mitnehmen, damit sie auch wissen, warum einige hier, so auch ich, nicht mehr so richtig manchmal daran glauben, dass das dann 2031, erinnern wir mal gerade, 2026 angefangen, das ist dann also die nächste Wahlperiode, wer weiß, wer da noch dabei ist, sie wahrscheinlich nicht, Frau Stiller-Hinz, vermute ich, ich vielleicht auch nicht, ja, das 2001er ist ja nun ein Weilchen hin.

    So, und Fakt war ja nun eigentlich, also die Ausgangslage und Frage 1, und ich wünsche mir Antworten, lieber Stadtratsvorstand, dieser Unsinn Frage 1 ist, auf der umfangreichen Begründung der Drucksache steht alle Hand, da steht zum Beispiel, was wir gerade gehört haben, dass im Jahre 2031 sich der Geburtstag unseres großen Sohnes, der Stadt Teleman, zum 350. Male jährt, aber das ist ja nun nichts Neues, das war ja auch schon länger bekannt. Also ich finde das sehr schön, dass Dr. Lange, was soll er auch anders machen, jetzt vom Teleman-Zentrum das herausarbeitet und als Win-Win anerkennt, aber das ist ja nun nichts Neues, die Datenlage war auch schon länger klar.

    Ja, das sieht dann die Frage nach sich, warum hat das vorher dann irgendwie nicht die Ausgangssituation geprägt, denn ursprünglich sollte ja dieser Bundeswettbewerb bereits 2025, also gerade im vergangenen Jahr, hier stattfinden. Da haben Sie uns, Frau Stiller-Hinz, mit Unterstützung der Oberbürgermeisterin klargemacht, dass dafür kein Geld da ist und darum sollen wir doch lieber mal beschließen, das haben wir dann auch gemacht, dass eben dieser Wettbewerb 2029 durchgeführt werden soll. Für die Deutschland-Tour war dann sehr wohl dieselbe Summe an Geld dann doch da und schnell gefunden, die haben wir dann auch noch beschlossen, die haben wir auch durchgeführt und jetzt haben wir alle gehofft 2029, das war ja damals die nächste, die jetzt aktuelle Wahlperiode, wird das dann stattfinden.

    Und jetzt kommt dieselbe Verwaltung und sagt, nee April, April, wir haben ja ganz vergessen, der 350. Geburtstag von Teleman, der ist 2031, das wäre ja viel besser, wenn wir das dann zusammen durchführen und darum beschließen wir heute dann, dass das 2031 stattfinden soll. Darf ich Sie heute schon fragen, was wir in zwei Jahren beschließen sollen? Wollen Sie meinen, dass das eine vertrauensbildende Maßnahme ist?

    Also insofern, unser Wald gehört dazu und auch das hat er gesagt, liebe Carola, der von uns so geschätzte Leiter des Teleman-Zentrums, Dr. Lange, 2031, der Kollege dann über 70 Jahre alt, weiß nicht, ja, also ob das auch eine Rolle spielt bei der Durchführung dieser ganzen Geschichte. Also insofern, ja, wir stimmen da natürlich heute zu, aber so langsam fällt uns der Glaube daran, dass Sie es wirklich ernst meinen mit diesem Wettbewerb.



  • An einem Punkt muss ich doch jetzt hier vehement widersprechen. Selbstverständlich ist uns der Geburtstag von Georg Philipp Telemann in 2031 schon seit längerem bekannt. Fast schon seit 350 Jahren. Aber was uns nicht bekannt war, das war, dass der Schwerpunkt des Bundeswettbewerbs Jugend musiziert die alte Musik sein wird, weil der jährlich immer wieder ändert. 29 wäre es das Klavier gewesen. Ich kann Ihnen tatsächlich auch nicht sagen, was 28 oder 30 der Schwerpunkt sein wird.

    Wir haben nur jetzt festgestellt, dass es 31 hervorragend passt mit diesem Geburtstag und da möchten wir gerne die Synergien und die Attraktivität einfach dadurch steigern. Herr Lange wird dann in Rente sein, Dr. Lange, das ist richtig. Aber solche Veranstaltungen werden natürlich dann auch von seinem Nachfolger, Nachfolgerin durchgeführt werden und hauptsächlich verantwortlich ist dafür das Konservatorium Georg Philipp Telemann.

    Ich hoffe, Herr Richter wird dann auf jeden Fall, wenn er Ihr Vertrauen dann auch gewinnt, mit dabei sein. Er hat diese Gespräche auch geführt und diese 250.000 sind bewusst tatsächlich in diesem Jahr eingestellt worden, weil das erfolgt hauptsächlich auch im Zuge einer Erstattung an den Deutschen Musikrat, wo die Mittel hinfließen. Wir brauchen natürlich dann auch noch den Beschluss des Landtages, der als nächstes in Angriff genommen wird, weil ja auch das Land Sachsen-Anhalt dementsprechend mit der gleichen Summe ins Spiel gehen muss.



  • Meister, Grüne/Future. Ich will jetzt gar nicht in diese Stichelei einsteigen. Ich wollte nur darauf hinweisen, 2031 ist ja nicht nur 350 Jahre Telemann. Das ist natürlich ein Großereignis. Sondern auch 400 Jahre Stadtzerstörung. Das wäre sinnvoll, diese beiden Sachen zusammenzuführen und gemeinsam zu denken wenn wir da so Großereignisse im Jahr haben.



  • Bühnemann, CDU/FDP-Stadtratsfraktion. Diesen Zurücküberweisungsantrag kann gerne zurückgestellt werden.

    Ich hätte jetzt einen Änderungsantrag.



  • Sehr geehrter Stadtratsvorstand, sehr geehrte Stadträtinnen und Stadträte,

    vielleicht nur nochmal wegen der Kurzfristigkeit der Neueinbringung der Drucksache. Man muss bei dieser Drucksache oder beim Sachverhalt im Kopf haben, dass es um zwei Aspekte geht. Das eine ist die Schulentwicklungsplanung, das andere ist die Finanzierung für die Ganztagsbetreuung von Schulkindern. Also das hat ja miteinander zu tun.

    Die Fragestellung hat sich also im Rahmen der Schulentwicklungsplanung ergeben, hier vorsichtig vorzugehen, Entwicklungen in den Blick zu nehmen. Und insofern haben wir diese Drucksache in der Form einbringen müssen im Verhältnis zu der, die 24 eingebracht wurde.



  • Genau, Bühnemann, CDU, FDP, Stadtratsfraktion. Genau, ich würde den Änderungsantrag stellen. Ich weiß, es ist kurzfristig, aber es ist leider kurzfristig. Die Beschlusspunkte 3 und 4 des Grundsatzbeschlusses des Stadtrats zur Drucksache 634 aus 24 mit der Beschlussnummer Nummer 292 werden aufgehoben. Ich weiß, es ist total verwirrend.

    Dieser jetzige Antrag hat Kollateralschäden, so würde ich es erstmal positiv formulieren, zur Folge. Ich verstehe, dass man diesen Hort sanieren wollte aus diesem Bundesmittelförderprogramm bis Ende 2027. Dass das zeitlich jetzt nicht mehr hinhaut, verstehe ich auch. Jetzt aber zu sagen, okay, diese Gelder sollen nicht verfallen oder im schlimmsten Fall zurückgezahlt werden, auch völlig verständlich, dass man da jetzt aber natürlich ein notwendiges Projekt komplett terminiert.

    Und wenn das einmal von dieser Liste runter ist, das wieder drauf zu kriegen, würde ich auch erstmal ein Fragezeichen dran kriegen. Ich weiß nicht, wie viele positive Beispiele es da in der Vergangenheit gab. Und diesen Punkt möchte ich gerne jetzt Vorschub leisten, zu sagen, wir ändern im Zweifel nur noch diesen Antrag, jetzt muss ich gucken, rechtlicher Leier, fragende Blicke ans Rechtsamt, fragende Blicke an Herrn Dr. Gottschalk, wie wir das rechtlich sauber hinkriegen, dass wir einfach diesen Antrag kriegen, was technisch hin, diesen aus 24 irgendwie an die Leinwand zu zaubern. Das wäre jetzt natürlich super genial.



  • Es ist auch ein bisschen kompliziert zu verstehen, gebe ich zu, aber es ist irgendwie jetzt doch geschuldet der Tatsache, dass es relativ kurzfristig ist und es ein sehr wichtiger Punkt ist. Der erste Punkt dieses neuen Antrages aus 25 ist ja, dass der Grundsatzbeschluss aus 24 komplett aufgehoben wird.

    Meine Zielrichtung ist und die Stoßrichtung soll sein, dass nicht alle vier Punkte des ursprünglichen Antrags aus 24 aufgehoben werden, sondern nur der Punkt 3 und 4. Die zielte damals darauf ab, festzulegen, dass dieser Hort-Sanierung nur mit diesen Fördermitteln möglich ist.

    Ich möchte aber die KGM nicht außer Pflicht nehmen, sich weiter darüber Gedanken zu machen, wie man diesen Hort weiter ertüchtigen und sanieren kann. Ich weiß, dass es momentan da keine Stadtmitte gibt, das ist klar, aber nicht jetzt komplett einmal rauszunehmen und dann auf Nimmerwiedersehen.



  • Wissen Sie, dass das jetzt doch komplizierter ist und inwieweit es rechtlich machbar ist, dass das zurücküberwiesen wird in Jugendhilfe- und Bildungsausschuss?

    Auch uns ist das ein Anliegen, das jetzt nicht einfach so wegzuwischen. Wir möchten das auch gerne nochmal diskutieren.



  • Ja, die Fragestellung der Rückstellung ist eine Frage von Zeitverzug. Also den können wir hier nicht aufnehmen, weil wir hinsichtlich der Mittelbindung, Finanzierung GTA-Mittel, also Ganztagsbetreuung Schulkinder, ja auch bezogen auf die Anlage hin die Prioritäten verändern und das auch mitteilen müssen, um dann in den Genuss der Fördermittel zu kommen.

    Ansonsten verzögern wir das auf was weiß ich für eine bestimmte Zeit, fallen wir aus der Förderung raus, andere werden sich freuen in Sachsen-Anhalt, aber die Mittel wären dann bei uns letztlich dann weg. Also das wäre nicht sinnvoll.



  • Werte Stadträte, ich möchte Ihnen natürlich die Sorge nehmen, dass wir uns nicht mit dem Hortgebäude in naher Zukunft beschäftigen. Das ist ja auch in der Drucksache deutlich gemacht worden. Wir werden natürlich jetzt für den Interimszeitraum der nächsten fünf Jahre das Gebäude bedarfsgerecht halten, natürlich das Notwendigste machen und die Neubewertung einer möglichen Sanierung bei dem entsprechenden Bedarf dann 2030/31 neu bewerten und dann natürlich auch auf die Fördermittelkulisse, die dann zu dem Zeitpunkt steht, auch hoffentlich Bezug nehmen können.

    Aber wir werden jetzt für den kurzfristigen Bedarf wirklich alles daran setzen und es steht ja auch in der Drucksache, dass wir hier einen Kostenrahmen von circa 60.000 Euro als Grundmaßnahmen sehen, die wir hier einbringen als Stadt. Die Mittel sind auch gesichert, sodass zumindest die gröbsten Probleme jetzt beseitigt werden.



  • Also, ich denke, ich habe das jetzt verstanden, brauchte mal eine Minute. Die Fragestellung jetzt ist, im Beschlusspunkt 1 der Drucksache, die heute auf der Tagesordnung steht, so zu fixieren, dass also, jetzt habe ich es so verstanden, die Drucksache 634, 24, 3 und 4 zurückzunehmen. Heißt im Prinzip, dass man damit die Förderfähigkeit für die Finanzmittel, die der Landeshauptstadt Magdeburg zur Verfügung stehen, erhalten würde. Wir also die Beschlusslage bezogen auf die Punkte 2, 3, 4 der jetzigen Drucksache erhalten. Das wäre also nicht anfassbar, so habe ich es jetzt verstanden.

    Und es darum geht, dass das, was in der alten Drucksache, der alte Grundsatzbeschluss war, bezogen auf den Schulstandort im Sinne der Schulentwicklung, die Frage ist, dass das hier sozusagen bestehen bleibt. Das ist der eigentliche, also die Denke sozusagen. Das habe ich jetzt verstanden.

    Und die Frage jetzt für die Ausreichung der Mittel und die Bindung der Mittel, würde es jetzt darum gehen, das würde jetzt uns betreffen auch, in der Frage jetzt der Fortführung der Finanzierung, dass die Anlage 1 und 2 dementsprechend würden, was Herr Reum jetzt auch schon eingeführt hat, also betriebsfähig halten, den Standort, zweites Gebäude, Hortgebäude, würde betriebsfähig gehalten werden mit Mitteleinsatz, Anlage 1 unserer heutigen Drucksache. Und was auch immer noch nötig ist für fünf Jahre, hat er ja eben gesagt.

    Und die Fragestellung jetzt bezogen auf die Prioritätenliste, die Anlage 2 würde also erhalten, dass die kompletten Mittel in die Landeshauptstadt Magdeburg fließen können. Punkt 6 bis 10 der Prioritätenliste 2 sind neue Maßnahmen im Ersatz, dass man jetzt in den fünf Jahren das Hortgebäude nicht anfassen würde. Das wäre die Auswirkung des Änderungsantrages der CDU.



  • Wir haben ja vom Vorsitzenden vorhin gehört, wie das Resultat im Jugendhilfeausschuss war. Da gab es eine Gegenstimme, das war unsere, weil wir nicht der Meinung sind, wir sollten diesen Grundsatzbeschluss aufheben. Wir haben lange gekämpft damals, dass das Objekt überhaupt saniert wird, die Finanzen stehen, wir sollten das einfach sanieren und auch wenn wir heute wissen, dass dieser Hort vielleicht nicht gebraucht wird, vielleicht.

    Wir wissen ja noch gar nicht, wie das alles kommt mit den Schuhbezirken, Schulen und und und. Aber wir haben dann ein saniertes Objekt, was man später als Jugendclub nutzen kann für Jugendliche und wo wir nicht nur die notdürftige Instandsetzung machen, wie bei allen anderen Objekten der Stadt, die uns nachher zusammenfallen, sondern jetzt haben wir die Chance, das zu machen. Und darum sind wir gegen diese Drucksache.



  • Dr. Falko Grube SPD/Tierschutzallianz/Volt

    Grube, SPD-Fraktion Tierschutzallianz, Volt, Entschuldigung. Wir verstehen das hier schon nicht, was wir diskutieren, weil das irgendwie alles in tausend Bezüge zu irgendwelchen anderen Beschlüssen hat und draußen versteht das auch keiner. Ich verstehe das Ansinnen und kann das total teilen. Also zu sagen, wir beschließen heute die Prio-Liste für das Förderprogramm, damit das nicht verfällt, das macht auf jeden Fall Sinn. Und dazu müssen wir den alten Beschluss aufheben.

    Aus meiner Sicht wäre es an Zielfürzen, wenn wir jetzt einen Beschlusspunkt 5 anfügen, wo drin steht, der Stadtrat beschließt weiterhin grundsätzlich die Sanierung des Hauptstandortes und so weiter. Dann hätten wir in einer juristischen Sekunde den alten Beschluss aufgehoben, ihn aber wieder neu gefasst. Aber es versteht draußen irgendjemand und wie wir auch dies beschließen sollen. Wäre das eine Variante?



  • Dankeschön für die Worterteilung. Also es geht darum, dass wir GTA 2, also Landesmittel, nicht binden, wo wir sagen würden, da wäre 15 Jahre, also wir müssen garantieren, dass die Mittel 15 Jahre sicher investiert sind. Und die Fragestellung einer Sanierung eines Gebäudes bezogen auf die Lebensdauer, 50, 60 Jahre etc. pp. absetzen können. Diese Fragestellung würden wir aufnehmen können, auch bezogen jetzt auf dies, was Herr Grube jetzt eingebracht hat.

    Es geht nur darum, dass wir mit diesen Fördermitteln das Hauptgebäude zurzeit nicht anfassen. Darum geht es, weil wir sonst möglicherweise rückzahlpflichtig sind, wenn uns irgendwas auf der Strecke der nächsten fünf Jahre einfällt. Und alles andere müssten Sie so formulieren, dass das nicht passiert.

    Also nehmen Sie bitte die Anlage 1 an oder den Beschlusspunkt, der sich auf die Anlage 1 bezieht, auf die Anlage 2 bezieht, weil wir das entsprechend dann umsetzen können. Wir verlieren kein Geld gegenüber dem Land, aber wir setzen es nicht an einem Standort ein, wo wir nicht wissen, was rauskommt und 15 Jahre garantieren können, dass das also ein Standort bleibt.



  • Also ich mach gleich...



  • Wir werden ganz bestimmt eine gute Regelung finden. Aber das, was der Kollege Gottschalk gerade gesagt hat mit den 15 Jahren, das ist schon wirklich relevant, wenn wir uns die Schulentwicklung und die Zahlen angucken.

    Und da möchte ich auch ganz gerne nochmal, weil das kam ja auch in einem, ich weiß nicht in welchem Ausschuss es aufkam, mit der alten Parteischule. Es gibt tatsächlich eine Berechnung, die wir auch für die Schulentwicklungsplanung immer anwenden, wenn neue Wohnbaugebiete entstehen. Da wird differenziert zwischen Einfamilienhäusern und Wohnungen, Mietwohnungen dementsprechend. Und wir haben das dementsprechend, wenn wir von 300 Wohneinheiten an der alten Parteischule ausgehen, auch zusammen mit dem Amt für Statistik mal berechnet.

    Wir müssten demzufolge, könnten wir mit 42 Kindern rechnen, aber das heißt auch noch nicht einmal, dass das alles Kinder sind, die neu hinzugezogen sind in der Landeshauptstadt. Und wenn wir das dann wieder runterrechnen, das hieße, es gäbe sich ein zusätzlicher Bedarf bei diesen 300 Wohneinheiten mit 42 Kindern in der Altersgruppe von 0 bis 10 von 4,2 Schulplätzen je Klassenstufe. Nur für ihren Background und wir sehen einfach auch dementsprechend bei all diesen Grundschulen in diesem Bezirk, dass wir insgesamt am Vogelgesang haben wir derzeit auch noch Klassen in dem Hortgebäude untergebracht, weil wir dort eine lange Zeit eine Dreizügigkeit hatten.

    Das Schulgebäude verfügt über zwölf Räume und unter Anwendung des empfohlenen Raumfaktors würden wir in Zukunft aufgrund dieser Entwicklung und den Berechnungen, die wir ja auch gerade alle gesehen haben, nur noch zehn Räume benötigen. Das heißt, wir müssen einfach abwarten und dürfen jetzt keine Beschlüsse fassen in Angesicht dessen, wo wir uns tatsächlich bewegen, die nicht wirklich zukunftssicher einfach auch sind. Das noch als Information bevor.



  • Ja, weil der Zungenschlag so kommt, wir wären verwirrend. Also ich denke, der Änderungsantrag kam ja gerade eben sozusagen. Insofern ist das natürlich verwirrend für alle. Die Beschlusslagen in den Ausschüssen waren eindeutig oder eineindeutig.

    Wenn man sich das anschaut, das, was Sie bedenken wollen, sage ich jetzt mal im Sinne auch eines Änderungsantrages, geht, wenn ich jetzt auf die Finanzierung schaue und Sie also die Beschlusspunkte 2, 3, 4 belassen, machen wir nichts verkehrt mit dem Geld, sage ich jetzt mal so flach, wie es ist.

    Und das Zweite wäre, wenn Sie den Beschlusspunkt 1 ändern, halten Sie das in der Orientierung der Bewertung einer Schulentwicklungsplanung im weitesten Sinne. Und das, was wir brauchen von Ihnen, also im Sinne der Beschlusslage heute, sind die Punkte 2, 3, 4. Die 1 im Prinzip ist jetzt die Einschätzung aufgesetzt auf die Schulentwicklungsplaner nach heutigen Gesichtspunkten, hat Ihnen gerade Frau Stieler-Hinz erklärt. Wenn Sie also heute die 2, 3, 4 leben lassen, ist das mit dem CDU-Antrag vereinbar.



  • Also nachdem, was wir jetzt alles gehört haben, denke ich, wenn wir punktweise abstimmen, dann haben wir die Kuh vom Eis.

    Also ich beantrage punktweise Abstimmung der Drucksache und dann kann nämlich jeder den Punkt 1 weglassen, der ist aber gestrichen und die anderen Punkte sind beschlossen.

    Oder man lehnt alle ab, das kann man ja... Wir stimmen an Punkte ab, punktweise, ich habe punktweise Abstimmung.



  • Kumpf, AfD-Fraktion, ich merke wie immer, keiner steigt mehr durch. Man hätte gleich auf die Stimme der Vernunft hören sollen. Wir hätten zurücküberwiesen in den Ausschuss. Der Monat hätte daran jetzt mit Sicherheit nichts geändert.

    Und ich möchte nochmal an vorherige Sitzungen erinnern. Das läuft ja wie an der Börse hier bei den Schulentwicklungsplanungen. Einmal wurde uns erklärt, ja ja, wir brauchen dringend diese Schule, diese Grundschule, die damals gebaut werden sollte. Zwei Wochen später gab es eine Neuberechnung, die brauchen wir dann doch wieder nicht. Und nochmal drei Wochen später war wieder genau umgedreht. Also wie an der Börse.

    Deswegen wage ich auch zu bezweifeln, dass diese Berechnungen so sachkundig sind, dass wir genau wissen, was in den nächsten Jahren mit diesem Schulstandort passiert. Und ich frage mich auch, warum wir vor nicht allzu langer Zeit das beschlossen haben, den Lehrern und Betreuern da vor Ort suggeriert haben, es wird saniert, die freuen sich drauf und auf die Stadtpolitik ist mal wieder kein Verlass. Und heute wollen wir das Ganze wieder rückgängig machen.

    Also ich kann es nicht nachvollziehen. Man hätte es jetzt wirklich vernünftigerweise nochmal im Ausschuss diskutieren können. Wollte man nicht, dann müssen wir es jetzt abstimmen. Aber wissentlich, dass das jetzt eine richtig chaotische Abstimmung wird. Vielen Dank.



  • Ich möchte nochmal darum werben, die Drucksache eigentlich so abzustimmen, wie sie gestellt ist. Es ist eigentlich elementar, dass wir uns jetzt in der Situation, in der wir stehen, keine, wir haben keinen Bedarf. Wir haben die Situation jetzt offen, in den nächsten fünf Jahren ein funktionelles Gebäude weiter zu betrachten, den Bedarf festzustellen. Ändern sich die Kinderzahlen positiv, werden wir ihnen natürlich den Bedarf anzeigen, dass dieses Objekt saniert wird und dass wir natürlich Fördermittel einwerben und eine bedarfsgerechte Lösung finden.

    Aktuell sind die Zahlen der Kinder nicht da und Hans Sander Vorschlag, einen Jugendclub zu machen. Also ich habe eher die Sorge, dass wir nachher irgendwas bauen, sanieren und nicht füllen können und auch nicht mit Jugendclub, weil dann müssen wir uns eher Sorgen machen, dass möglicherweise eine Nacht, weil die Kita leer steht und da eine Nachnutzung ansteht. Und wir sollten uns auch die Frage stellen, ist am Ende des Tages die Sanierung wirklich sinnfällig in fünf Jahren, die Entscheidung, wenn der Bedarf eine gewisse Situation darstellt? Oder ist es ein Ersatzneubau? Ist es möglicherweise auch ein anderer Standort?

    Und aktuell muss ich leider sagen, in der Haushaltssituation sind am Ende des Tages alles Mittel der Stadt. Egal wie die Baumaßnahme nachher aussieht, wir sollten sparsam und ressourcenschonend mit unseren Sachen umgehen. Und wir hatten damals eine andere Zeit. Wir erinnern uns alle, dass wir mit Intel und Co. eine ganz andere Perspektive hatten, auch mit der Flüchtlingspolitik eine ganz andere Perspektive eingenommen haben. Die Zeit hat sich gewandelt. Die Situation sieht nun mal...

    Ich bitte wirklich, die bilateralen Gespräche einzustellen. Schwierig heute, ich weiß, aber es stört. Die Situation sieht nun mal einfach anders aus und dazu müsste eigentlich Herr Dr. Gottschalk genauere Zahlen sagen. Aber ich werde auch von meinem Standpunkt als Eigentümer der KGM nicht weiter in Vorlagen treten. Wir haben das Haus C saniert unter dem Bedarf, dass da was passieren muss. Der ist momentan nicht gegeben. Wir haben die Schilfbreite angefangen für eine entsprechende Standortentwicklung vorzuhalten. Wir haben vorhin diskutiert, wie es Hand in Hand aussieht. Es ist einfach momentan nicht gegeben und wir müssen die Sachen einfach dann bewerten, wenn sie sichtbar sind und wirklich nachvollzogener Bedarf dasteht und eine funktionale Nutzung.

    Und wie gesagt, die Drucksache, so wie sie jetzt steht, ist für mich sonnenklar. Die Prioritätenliste wird entsprechend angepasst. Wir fahren auf Sicht und entscheiden dann, wenn es dafür notwendig ist.



  • Da der Änderungsantrag der CDU/FDP-Fraktion noch nicht mal im Ratsinfosystem drinsteht, könnten wir jetzt also nicht mal nachvollziehen, worüber wir gerade selber abstimmen.

    Deswegen beantrage ich zehn Minuten Unterbrechung, dass das nachgeholt werden kann und auch nochmal Meinungsbildung in den Fraktionen betrieben werden kann.



  • Ja, ich hatte ja vorhin schon gesagt, ist nicht so richtig mein Metier, aber ich versuche es jetzt trotzdem mal rüberzubringen, was unsere Fraktion eigentlich möchte. Wir wollen also versuchen, dass der Hort auch langfristig, gegebenenfalls bei Bedarf, erhalten bleibt. Und deshalb wollen wir den Beschlusspunkt 1 der heutigen Drucksache ändern.

    Da steht dann drin, so wie es mittlerweile auch im Netz ist, die Beschlusspunkte 3 und 4 des Grundsatzbeschlusses des Stadtrates zur Drucksache 634 aus 24 mit dem Beschluss Nummer sowieso werden aufgehoben. Da steht im Prinzip drin, also die alte Drucksache, auf die wir uns jetzt hier mit dem Antrag beziehen, die Baumaßnahme wird in Abhängigkeit der Entscheidung zur Förderfähigkeit durch das Land Sachsen-Anhalt und so weiter sofort realisiert. Planungskosten in Höhe von 250.000 Euro mit Förderanteil sind zu veranschlagen.

    Genau das nehmen wir jetzt im Prinzip raus. Und damit müsste es eigentlich funktionieren. Danke.



  • Soweit habe ich den Antrag verstanden der CDU. Damit bliebe aber bestehen, dass der Eigenbetrieb in Punkt 2 des alten Beschlusses beauftragt wurde, eine EW-Bau vorzulegen. Ist das sinnvoll, eine EW-Bau jetzt zu erarbeiten, wenn die Verwaltung sagt, wir haben keinen Bedarf und wir haben jetzt auch kein Geld, um das umzusetzen?

    Also ist das nicht ein Beschluss, der letztlich sich in die Tasche lügt, das wird ja denn so nicht passieren. Es geht ja nicht darum, irgendwas abzureißen oder sowas, wenn Bedarf da ist, wird natürlich gemacht. Wenn kein Bedarf da ist, verstehe ich nicht so richtig, wieso wir eine EW-Bau erarbeiten sollen. Ganz kostengünstig ist das nicht und findet Kräfte.

    Deswegen würde ich jetzt dem Antrag nicht zuneigen. Würde ich noch ergänzen auf zwei? Entschuldigung, Herr Stadthaupt hat ein Problem?



  • Dr. Thomas Wiebe SPD/Tierschutzallianz/Volt

    Ja, die Verwirrung ist ja immer noch groß. Was ich verstanden habe, ist, dass der CDU-Antrag sich letztendlich darauf bezieht oder Vorsorge treffen will, wenn dort in diesem Baugebiet, das noch nicht mal angefangen ist, kein Mensch weiß, ob und wann das jemals gebaut wird, dass wir dort die Eventualität vorhalten, dass dort plötzlich 100 Kinder keine Schule und keinen Hort haben. Darauf basiert dieser Antrag.

    Und da sind so viele Unwägbarkeiten und Dinge drin. Wir können uns da nicht mit anfreunden. Das ist auch ein Problem dieser Anträge, die fünf Minuten vor Stadtratsbeginn kommen und eine komplizierte Materie behandeln. Ich habe das schon öfters mal kritisiert. Wir sind vielleicht manchmal auch selber da nicht ganz unbeteiligt. Aber das kann man, ja, ich bin ja durchaus lernfähig und selbstkritisch, aber das kann man eben so nicht hier zwischen Tür und Angel dann entscheidend auch nicht in zehn Minuten auszeigen.

    Und unsere Fraktion hat eigentlich jetzt entschieden, wir stimmen dieser Drucksache so zu. Ich glaube, damit kann jetzt erstmal kein Schaden angerichtet werden und sollte in zwei Jahren dieses Wohngebiet dort stehen und die 100 Kinder da sein, na gut, dann muss der Stadtrat eine Lösung finden. Ganz einfach. Danke. Ich hoffe aber, der Weiße Drin hat um das Wort gebeten.



  • Simone Borris Oberbürgermeisterin

    Ich möchte Sie dringend bitten, ich hatte eingangs über die Haushaltssituation gesprochen, hier nicht irgendwie Bau zu produzieren, die überhaupt nicht notwendig ist.

    Ich kann Herrn Dr. Wiebe nur voll zustimmen, genauso sollten Sie das jetzt tun, weil alles andere ist Kaffeesatzleserei.



  • Ich wundere mich sowieso, was jetzt hier so, ich möchte es gar nicht sagen, Kasperletheater ist, aber seit Monaten gibt es hier Theater über was nicht auf die Tagesordnung kommt, was drauf kommt, was in der Satzung steht.

    Also wenn ich hier zehn Minuten Auszeit nehme und dann noch nicht mal uns als andere Fraktion hier was Schriftliches vorliegt, dazu hätte ich jetzt eine Auskunft, ob wir überhaupt darüber reden müssen. Dann hätte man doch sagen müssen, wir verschieben den Punkt, machen nachher eine Pause, in der Pause wird dieser Antrag schriftlich verfasst, die Fraktionen kriegen das, dann wissen wir, was wir abzustimmen haben und dann ist gut.

    So kann man doch über diese Drucksache jetzt eigentlich gar nicht abstimmen.



  • Schuster, CDU/FDP. Herr Zander, wie gesagt, das ist eingestellt, aber ich nehme natürlich den Hinweis von Herrn Meister gerne auf. Wir würden dann also nicht nur schreiben drei und vier, sondern auch zwei.

    Es macht tatsächlich keinen Sinn, eine EW-Bau zu erstellen und Geld zu produzieren. Und damit bleibt aber so die Hintertür offen, was die Intention des Antrages ist. Danke.



  • Sehr geehrte Stadtratsvorsitzende, sehr geehrte Damen und Herren, Stadträte und Stadträte,

    ich würde ganz kurz nochmal was zur Richtlinie einführen. Ich denke, wenn Sie also uns hier folgen, haben wir hier eine Vereinheitlichung und eine Vereinfachung der Richtlinien für alle Beteiligten in der Landeshauptstadt Magdeburg, also im Rahmen der Förderung der Leistungen im Sozialdezernat dann auch erreicht.

    Wir haben auch, ich möchte es gleich so abbinden, noch einmal eine Runde gedreht, also eine Runde im Sinne von nochmal Fragestellungen aufzunehmen und zu bedenken. Die ist Ausdruck auch des Änderungsantrages der Oberbürgermeisterin, sprich also da haben wir eine Ergänzung vorgenommen, die uns sinnvoll erscheint, weil sie der Philosophie nicht widersprach, hinsichtlich der Flexibilität der Rahmenrichtlinien dann auch zu entsprechen, also sprich Spitzabrechnung und Pauschalierung zuzulassen und dann auch damit umzugehen, sodass niemand Angst haben muss, dass er also nicht auskömmlich und bedarfsgerecht finanziert werden kann.

    Wir haben hier auch die Orientierung so aufgenommen, dass wir hier einheitliche Regelungen, einheitliche Lesbarkeit, also auch eine Vereinfachung im Handling aller Finanzierungsrichtlinien aufgenommen haben, hier also auch die Normierung der Förderbereiche betrifft und letztlich auch eine bessere Lesbarkeit und Verständlichkeit erreicht, sodass also auch von den Trägern uns jetzt nach diesen Runden letztlich die Bestätigung auch durch die Beschlusslagen und die Diskussion in den Ausschüssen aufgegeben ist, damit umgehen zu können.

    Ich binde das jetzt mal auch so ab, dass dann ja hier auch Ausdruck ist, dass es also nur noch einen zusätzlichen, also einen zweiten Änderungsantrag gibt, aber das wäre ja dann in der Behandlung des weiteren Sprechens dann der Punkt. Ich würde da gar nicht viel mehr zu sagen, sondern nur noch auf Rückfragen reagieren, weil wie gesagt, in den Ausschüssen haben wir viel diskutiert. Ich glaube außerhalb der Ausschüsse haben wir acht Diskussionsrunden geöffnet gehabt. Wir haben rund ein Jahr gebraucht. Ich denke, es waren alle irgendwie berührt und insofern sehe ich das nur noch so, dass man dann eben auf den zweiten Änderungsantrag eingehen müssen.



  • Genau, das ist mein Zuständigkeitsbereich. Schönen guten Tag erst mal. Die Ausländerbehörde ist meinem Dezernat zugeordnet, deswegen antworte ich jetzt hier drauf. Ich bitte Sie erst mal um Verständnis. Ich habe natürlich nicht alle Akten, die wir in der Ausländerbehörde haben, das sind über 40.000, im Kopf. Das heißt, ich kann zu Ihrem konkreten Anliegen jetzt hier heute natürlich nichts sagen.

    Was ich Ihnen sagen kann, ist, dass es beim Familiennachzug viele Punkte geben kann, wo es hängt. Die Akte kann auch durchaus sein, dass die gerade nicht mehr bei uns in der Behörde ist, sondern dass wir Zuarbeiten brauchen von anderen Behörden, vom BAMF in Berlin etc. Das heißt, wo es da momentan konkret hakt, kann ich Ihnen jetzt hier nicht sagen.

    Ich würde Sie allerdings bitten, jetzt nicht gleich wegzulaufen, wenn wir hier fertig sind. Ich komme jetzt gleich mit raus, notiere mir Namen und alle Daten, die ich brauche. Und dann würde ich Nachforschungen anstellen und dann würden Sie zu Ihrem konkreten Anliegen dann eine schriftliche Mitteilung bekommen.



  • Philipp Händler GRÜNE/future!

    Philipp Händler, Grüne Future, der Antrag ist aber interfraktionell mit den Linken zusammen. Vielen Dank für den Hinweis. Zunächst freut es uns, dass eine Vereinfachung der Förderrichtlinie entwickelt wurde und dass es nach Gesprächen mit verschiedenen Vertretern aus diesen Bereichen eine gelungene Anpassung mit dem Änderungsantrag 1 gibt, in den viele Punkte aufgegriffen wurden.

    Das Abstimmungsverhalten im Jugendhilfeausschuss mit 5 zu 0 zu 9 und im GESO von 0 zu 0 zu 5 zeigen, dass immer noch Unklarheit bestand, inwiefern der vorgelegte Entwurf eine gelungene Variante für die bestehenden Angebote ist. Aus diesem Grund haben wir den Änderungsantrag entworfen. Dieser bezieht sich auf die zu erbringenden Eigenmittel und die Verwaltungskostenpauschale.

    Vertreterinnen der Träger haben bereits im August angemerkt, dass die von den Trägern vorgeschlagenen 10 Prozent Eigenmittel und die 5 Prozent Verwaltungskostenpauschale in vielen Projekten, vor allem den kleineren, nicht tragbar wären. Projekte könnten gegebenenfalls nicht weitergeführt werden, die Angebotslandschaft in Magdeburg würde sich stark reduzieren.

    Ein Signal der Wertschätzung und der Unterstützung könnte mit unserem Antrag gesendet werden, indem die von den Trägern vorgeschlagenen 5 Prozent Eigenmittel und 7,5 Prozent Verwaltungskostenpauschale umgesetzt und eine umsetzbare Finanzierung sichergestellt wird. Gleichzeitig könnte so die Zahl der möglichen Anträge zur Prüfung auf die Möglichkeit zur Erbringung von Eigenanteilen übersichtlich gehalten und der Verwaltungsaufwand reduziert werden.

    Mit unserem Änderungsantrag möchten wir die Leistungen der vielen verschiedenen Bereiche unterstützen und vor allem die Angebote für die Menschen unserer Stadt erhalten und stabilisieren. Ich kann auch an dieser Stelle nur noch mal darauf hinweisen, dass jeder Euro, den wir jetzt in ein gutes, stabiles Gesundheits- und Sozialsystem investieren, uns in der Zukunft ein Vielfaches an höheren Folgekosten spart. Ich bitte um Zustimmung. Vielen Dank.



  • Ich möchte mich erst mal vollumfänglich an das anschließen, was der Kollege Händler da gerade gesagt hat, weil nicht zuletzt, da werden meine Kolleginnen und Kollegen gleich noch mal inhaltlich näher drauf eingehen. Aber wir sehen ja jetzt schon, dass es eine ungleiche Situation zwischen den freien und den öffentlichen Trägern gibt.

    Ich habe das versucht, einfach mal zu verdeutlichen und habe deswegen mal durchgerechnet, wie stark eigentlich der Unterschied ist, der so an Personalgemeinkosten für eine Stelle in der öffentlichen Verwaltung anfällt und den, den die Träger mit 5 Prozent Pauschale erstattet bekommen würden. Dann kann man anhand dessen sehen, das können Sie im Änderungsantrag nachvollziehen, dass die öffentliche Stelle mehr als doppelt so viel Personalgemeinkosten zur Verfügung hat.

    Das ist insofern ein relevanter Faktor bei einer guten Ausstattung zum Beispiel der Projekte und der Arbeiten, was natürlich auch dafür spricht, dass es auch für ein besseres Angebot für die Menschen in dieser Stadt gilt. Nicht zuletzt sagt ja Paragraf 74 Absatz 5 in SGB VIII, dass gleichartige Maßnahmen zwischen freien und öffentlichen Trägern auch gleichmäßig gefördert werden müssen. Da hat das Sächsische Oberverwaltungsgericht im Jahr 2003 auch zu geurteilt.

    Deswegen würde ich oder ich vermute auch ganz dolle stark, dass angesichts der Pauschalförderungen nicht nur viele Spitzabrechnungen drohen werden und das zu einem Verwaltungsmehraufwand am Ende führen wird, sondern dass es zu einer gravierenden Schlechterstellung der freien Träger kommt. Alleine die vielen Enthaltungen im Jugendhilfeausschuss verdeutlichen das.

    Ich meine, man könnte aus Sicht eines freien Trägers sagen, natürlich beiße ich nicht in die Hand, die mir ein Brotkrumen hinwirft, während ich am Verhungern bin. Und ein bisschen was ist besser als gar nichts. Aber das sehen wir nicht als ausreichend und genau deswegen machen wir die Forderungen auf, die freien Träger für die gesetzlichen Aufgaben, die sie auch mit übernehmen, mit denselben Personalmitteln auszustatten, die in der öffentlichen Verwaltung anfallen.



  • Nicole Anger DIE LINKE Gesundheits- und Sozialausschuss

    In dem Falle, Nicole Anger für den GESO, weil der andere Vorsitzende vorhin, entweder habe ich es überhört oder er hat es wirklich nicht gesagt, auch das Abstimmungsergebnis des GESOs nicht genannt hat. Ich möchte trotzdem noch ein paar Worte dazu sagen. Wir haben im GESO einen relativ intensiven Austausch nach der Darstellung zur neuen Fachförderrichtlinie geführt. Vor allen Dingen gab es intensive Diskussionen zu Einzelfallprüfungen und auch Eigenmitteln.

    Und es wurde deutlich, dass mit der neuen Fachförderrichtlinie eine sogenannte Gleichsetzung aller Träger nicht erreicht wird. Für einige Träger ergibt sich eine Verbesserung, für andere jedoch aber auch eine Verschlechterung. Das muss man auch ganz klar benennen an der Stelle. Das hat auch die Verwaltung im GESO sehr deutlich gesagt. Ein Problem ist, dass die Eigenmittel in Teilen nicht aufgebracht werden können oder eben nicht mehr Eigenmittel aufgebracht werden können. So können Einrichtungen wie ein ASZ beispielsweise nicht einfach mal so die Tasse Kaffee um 50 Cent teurer machen.

    Wir haben vorhin gehört, es gibt die Rentnerinnen und die Rentnerinnen, aber gucken wir mal, wer denn in ein ASZ geht. Da ist es schon wichtig, dass die Tasse Kaffee eben nicht verteuert wird und damit steigen aber auch die Eigenmittel der Träger oftmals nicht. Und bei einigen Trägern ist es auch fraglich, wie sie Eigenmittel erwirtschaften können, da die Angebote sich ja an eine bestimmte Zielgruppe richten, die oftmals finanziell nicht so gut dargestellt sind.

    Der Hinweis der Verwaltung, dass auch Fördermittel außerhalb der Stadt angeworben werden können, ist ein richtiger und wichtiger Hinweis, den wir gar nicht im GESO negiert haben, der aber auch seine Tücken hat. Denn wenn man auf Förderungen des Landes beispielsweise guckt, gibt es oftmals eine Fehlbetragsfinanzierung. Das heißt, jeder Euro, den ich dann aber mehr einwerbe, der wird mir von der Förderung des Landes wieder abgezogen. Also das ist eine schwierige Gesamtsituation und da kann man nicht einfach mal von einem Förderbereich auf den anderen schieben.

    Auch die neue Verwaltungspauschale ist für einige Träger vorteilhaft, für andere ist sie auch ebenfalls eine Schlechterstellung. Diese Debatte im GESO hat im Endeffekt dazu geführt, dass wir ein Abstimmungsergebnis von 0,05 hatten. Also keine Ja-Stimmen und keine Nein-Stimmen, sondern eine komplette Enthaltung des Ausschusses.



  • Dankeschön, sehr geehrte Stadträtin, sehr geehrter Stadtratsvorstand. Ich würde jetzt mal in der Reihenfolge bleiben. Ich würde mit dem ersten Antrag der Fraktionen anfangen und würde mich da auch kurz halten. Die erste Fragestellung war ja hinsichtlich der Eigenanteile. Ich hatte in der Einführung gesagt, dass wir Flexibilisierung und auch eine Orientierung auf Pauschalen und Spitzabrechnung aufgenommen haben. Wir haben aber auch die Fragestellung der Reduzierung der Eigenmittel in unserem Antrag in Ergänzung der Drucksache dargestellt, dass also hier unter Punkt 5.5 die Leistungsfähigkeit eines Trägers berücksichtigt wird, um Eigenmittel auch absenken zu können.

    Und wenn Sie es also so machen würden wie hier vorgeschlagen, also von 10 Prozent auf 5 Prozent gehen würden, haben wir das auch hochgerechnet und auch in den Diskussionen dargestellt mit den Trägern und auch mit denen, die also danach in den Ausschüssen gefragt haben, wird es also pro Prozentpunkt 90.000 Euro bedeuten. Das heißt also, wenn Sie dieser Orientierung folgen, hieße das, 450.000 circa draufzulegen, was Eigenmittelanteilung bei Absenkung der Eigenmittelpauschale in der Form und dem Zugang letztlich bedeuten würde. Also Botschaft nochmal, ja, wir könnten sogar die Eigenmittel auf Null senken. Dazu muss der Träger aber sich dann auch öffnen und sich bewerten lassen. Aber das wäre möglich, sodass wir sagen können, jeder Träger, der also gewollt ist, würde auch finanziert werden können und seine Angebote in der Landeshauptstadt Magdeburg erbringen. Die Förderrichtlinie würde dagegen nicht stehen.

    Der zweite Punkt, pauschalen Eigenarbeitsleistungen, auch hier haben wir eine Öffnung und Anerkennung verbessert. Das ist in der Anerkennung auch in Anlehnung ans Land etc. passiert, haben wir auch diskutiert. Die Fragestellung jetzt der Auskömmlichkeit, das sind also keine neuen Zahlen, also weder die 10 Prozent noch die 5 Prozent orientieren sich als Verwaltungskostenpauschale an den Alt-Zahlen sozusagen der Förderrichtlinie, ist also nichts Überraschendes in der Form. Und die Fragestellung jetzt auch der Verwaltungskostenpauschale orientiert sich an den Gesamtkosten eines Projektes. Und die bisherige Orientierung ist aus meiner Sicht so, dass es eine Auskömmlichkeit gibt. Wir haben also immer auch finanzieren können. Selbst wenn wir es jetzt so lassen, spülen wir in das System 36.000 Euro mehr als bisher und letztlich dann 27.000, werden es glaube ich sogar 60.000 Euro in der Fördersumme, wenn das also in der Konstruktion, in der Annahme der jetzigen Trägerschaft und so weiter alles so bleiben würde, wie es ist, haben wir also auch mal kalkuliert und berechnet. Das wäre jetzt der interfraktionelle Antrag, auf den ich eingehe.

    Und jetzt würde ich auf den eingehen von Herrn Biswanger, also von den Linken eingehen nochmal, den Alleinigen. Da ging es ja nochmal darum zu sagen, wir hätten uns da vertan. Also wir würden dagegen gesetzt und recht verstoßen. Das sehe ich also nicht so. Ich glaube, man darf einen grundsätzlichen Ansatz nicht einbringen. Es gibt also in der Förderung die Orientierung auf ein Echtkosten-Prinzip. Das heißt, sonst wäre ja auch alles das, was nach Wirtschaftlichkeit fragt, sinnlos. Also es muss auch ein Aufwand dahinter stehen. Also ein Gleichmachen im Sinne eines Aufwandes, den ein anderer hätte, bezieht sich eigentlich auf die Aufgabenerfüllung. Also das ist der Gesetzestext. Es geht also auch in der Interpretation darum, dass freien Trägern ermöglicht werden soll, gleichartige Maßnahmen mit gleichen fachlichen Standards, dem gleichen Ausstattungsniveau und dem gleichen personellen Angebot mit der gleichen Entlohnung anzubieten wie öffentliche Träger. Allerdings darf der freie Träger dadurch auch nicht besser gestellt werden.

    Jetzt habe ich ein bisschen geluchst, weil das ist aus einer Kommentierung eines Kommentars zum SGB VIII. Da ist Quelle, Kunkel, Käfer, Pater, das ich zitiert habe. Also die Frage der Rechtsauslegung ist da eine andere. Also die Frage ist ganz einfach. Ich kann diese Gleichbehandlung in der Form des Kostenaufwandes nicht einfach umsetzen und damit sagen, ich behandle also gleich. Gleich im Sinne der Realisierung gleicher Angebote, aber nicht im Sinne der eigentlichen Finanzierung. Das ist, denke ich, der Grundsatz jetzt der Ableitung, die auch diesen Antrag der Linken also dann eben auch ausmacht. Aber wie gesagt, da können wir bei beiden Anträgen auch unter dem Aspekt der jetzigen Haushaltssituation entsprechend nicht folgen.



  • Wirtschaftlichkeit und Subsidiarität bedeutet ja auch nicht eine Schlechterstellung, also Überbesserstellung gegenüber öffentlichen Trägern der Jugendhilfe oder auch gegenüber anderen Trägern, die die Fachförderrichtlinie abdeckt. Es bedeutet ja nicht, dass freie Träger am Ende besser behandelt werden wie öffentliche Träger. Sie sollen nur gleich behandelt werden. Sie sollen auch die Kosten, die sie haben, die im Personal drin sind, die aber nicht reine Personalkosten sind, sondern für Arbeitsmittel, für die Büroausstattung etc. draufgehen für den Arbeitsplatz, die sollen mit berücksichtigt werden.

    Und die Eigenanteile, also diese Fachförderrichtlinie hat ja für sehr viel Unruhe gesorgt, weil sie ja ursprünglich in einem sehr starken Tempo mit geringer Einbeziehung freier Träger durchgeboxt werden sollte. Und da gibt es schon Befürchtungen bei freien Trägern, dass natürlich am Ende es ein so starres Gebilde ist, dass einige Träger die Eigenanteile nicht mehr leisten können.

    Und wir haben seit Jahren die Diskussion über Eigenanteile, einige vor allem kleinere Träger, die das Geld nicht innerhalb ihres Bereiches, ihres Vereins, ihrer BGBH, was auch immer, hin und her schieben können und in anderen Bereichen mitfinanzieren können etc. Die sind natürlich von Eigenanteilen sehr stark betroffen und daher plädiere ich ganz stark, dass die Eigenanteile gesenkt werden.



  • Ja, also da muss ich jetzt gegenhalten, zu sagen, wenn wir nur über eine Besserstellung reden, also als jemand, der viele Jahre lang in der Jugendarbeit war, wäre mir eines neu, wenn freie Träger in irgendeiner Art und Weise irgendwo eine Besserstellung erfahren würden. Also da sind wir jenseits von Gut und Böse eigentlich unterwegs.

    Und das viel größere Ding ist doch, wir reden immer über Auskömmlichkeit von Finanzierung. Auskömmlichkeit bedeutet übersetzt nicht mehr, außer komme ich mit dem Geld hin, was ich habe oder komme ich nicht damit hin. Wir reden nicht davon, dass es eine Finanzierung ist, die die Träger in die Lage versetzt, ein gutes Angebot auf die Beine zu stellen.

    Und ich möchte gerne gegen die Kommentierung Ihrerseits gegenhalten mit dem Urteil des Oberverwaltungsgerichtes aus Dresden. Dort heißt es nämlich in der Begründung, gleichwohl spannt Paragraf 74 Absatz 5 SGB VIII auch einen Bogen zum öffentlichen Träger, indem die Förderung freier Träger an dieselben Grundsätze und Maßstäbe gebunden wird, die für gleichartige Maßnahmen öffentlicher Träger gelten. Hierdurch soll nämlich sowohl eine besser als auch eine schlechter Stellung der freien Träger der Jugendhilfe gegenüber den öffentlichen Trägern vermieden werden, was aus dem Grundsatz der partnerschaftlichen Zusammenarbeit abzuleiten ist.

    Das heißt, man könnte jetzt selbst, wenn ich das nochmal übertragen sage, natürlich hat zum Beispiel eine Verwaltung einen größeren Verwaltungsapparat im Hintergrund, was dann eine größere Personal-Gemeinkosten oder Begleitkosten für eine Personalstelle rechtfertigt. Bei mehr als 50 Prozent Unterschied in der Erstattung der Kosten zwischen freiem Träger und öffentlichem Träger haben wir es aber mit einem gravierenden Unterschied zu tun, der nicht hinlänglich meines Erachtens nach dokumentiert oder irgendwie begründet werden kann, da auch beim freien Träger ja abseits der Projektdokumentation noch Aufgaben anfallen, die meistens auch noch eine andere Zahl an Personal und Aufgaben mitbinden.



  • Schwenke, CDU-FDP-Fraktion. Eigentlich habe ich mich schon wählen wollen, als Sie einführten, weil Sie da das Wort prägten. Was ich erlebe an der Landschaft unserer freien Träger ist, dass sie unglaublich selbstbewusst sind. Und dass wir gerade in den Gremien, in denen ich bin, und ich bin seit 1994 im Jugendhilfeausschuss und seitdem auch im Unterausschuss, dass wir da eine sehr selbstbewusste freie Trägerlandschaft erleben, die ihre Meinung deutlich artikulieren, auch wenn Herr Dr. Götzscheib oder jemand anderes daneben sitzt, also sprich die Hand, die sie füttert, daneben sitzt. Sie sagen das sehr deutlich und sehr kritisch.

    Und das Verfahren war richtig. Es holperte zu Anfang ein bisschen, aber es hat sich im Wesentlichen wirklich wesentlich verbessert in der Zusammenarbeit. Und am Ende haben die Leute nicht deshalb sich enthalten, weil sie Angst haben, sie kriegen dann weniger Geld, sondern deshalb sich enthalten, wenn sie natürlich gerne mehr hätten. Das ist so. Nachvollziehbar. Jeder Träger möchte gern mehr. Aber wir haben eine Einsicht dessen, dass das, was sie kriegen, eigentlich funktioniert. Es gibt Brandbereiche, die kann man aber nachjustieren. Das hat Herr Dr. Götzscheib hier ausgeführt. Deshalb aber trotzdem gut leben können. Und wir haben eine gut ausgestattete Trägerlandschaft in dieser Stadt. Da können wir stolz drauf sein. Wir sind wesentlich besser, und das sage ich immer wieder, als fast alle anderen Städte in Sachsen-Anhalt. Da können wir stolz drauf sein.

    Und ich weiß, die Diskussion über freie, freiwillige Leistungen und Pflichtleistungen will ich jetzt nicht führen. Das könnten wir stundenlang machen. Ich würde mir auch wünschen, da würde die Einsicht beim Fördermittelegeber größer sein, dass das am Ende dann, weil wir es beheben müssen, wenn es nicht funktioniert, dann wieder Pflichtleistungen werden. Alles klar, da sind wir uns sicherlich einig. Aber wir haben das, was wir machen können, machen wir. Und das machen wir vor dem Hintergrund einer auswärts komplizierten Haushaltslage. Da hat es übrigens vor Jahren, da waren Sie noch nicht dabei, mal einen Moratoriumsbeschluss gegeben, nicht zu kürzen bei freien Trägern.

    Also ich halte das, was jetzt hier kommt, auch wessen Wunsch der freien Träger war, für einen guten Weg, eine vernünftige Struktur, eine vernünftige Arbeitsweise auf zukünftigen Bereich der freien Träger zu gewährleisten. Deshalb bitte ich um Zustimmung. Und sorry, gerade von dem, was wir vorhin zur Haushaltslage gehört haben, so sehr ich es den freien Trägern gönne, wir können es derzeit nicht leisten. Die Drucksache, die richtige, so wie sie jetzt vorliegt, eine gute Drucksache, da kann man so eins zu eins zustimmen. Vielen Dank.



  • Schön, dass die CDU sich noch zu Wort meldet. Ich wollte gerade sagen, keiner traut sich von der Gegenseite, das Thema anzusprechen. Auch selten, dass ich Herrn Schwenke fast zu 100 Prozent zustimme, was er gesagt hat. Und die Wahrheit liegt mal auf dem Tisch, liebe Linke, liebe Grüne.

    Vorhin wurde uns mal erklärt, wir müssen elf Millionen einsparen und ihr wollt hier gerade wieder mehrere hunderttausend Euro oben drauf packen. Also das passt ja alles nicht zueinander. Ich denke mal, dass wir mit dieser Förderrichtlinie auf einem guten Weg sind, dass das deutlich eine Verbesserung herbeiführt, dass wir 36.000 Euro, wenn ich jetzt Herrn Dr. Gottschalk nochmal zitieren darf, mehr ausgeben. Da sind wir auf einem guten Weg, aber wie so oft reicht das links und grün nicht.

    Man möchte noch mehr von der Hand abreißen und das sind Hunderttausende und da solltet ihr vielleicht mal in euch gehen und an die mahnenden Worte von der OB denken. Elf Millionen müssen wir einsparen und das wäre jetzt genau der Punkt, eure Änderungsanträge abzulehnen. Vielen Dank.



  • Zander Gartenpartei. Ja, wir machen ja so schön, was uns immer vorher hin wird, Ausschussarbeit. Und ich verstehe gar nicht, wenn man mal reinguckt, das musste ich jetzt noch mal, aber ich hatte es auch in Erinnerung, wie der Jugendhilfeausschuss beschlossen hat. 12 zu 0 haben wir beschlossen. Und wir hatten gar keine Diskussion dort, die Träger haben gar nicht gesagt, sie wären schlecht bedient oder sonst irgendwas.

    Ich ahne Böses, Herr Jannack. Sie wissen schon, aber ich möchte es gar nicht aussprechen. Ja, also das muss ich mal so sagen. Also die Träger selbst, es wurde sogar gefragt an dem Tag, glaube ich, da kann ich mich noch gut dran erinnern, Träger, habt ihr Probleme mit dieser Drucksache? Nein.

    Und ich muss sagen, da gebe ich Herrn Kumpf mal recht, Herr Schwenke hat wirklich, sag mal heute die Wahrheit gesagt, darüber. Das ist so, Herr Schwenke, das muss das so sagen. Und hier wird ein Theater gemacht um Sachen, die gar nicht sind. Da müssen Sie sich drüber schämen. Leider, das muss ich leider so sagen.



  • Kornelia Keune SPD/Tierschutzallianz/Volt Jugendhilfeausschuss

    Also ich kann letztendlich Stadtrat Zander zustimmen. Im Jugendhilfeausschuss haben die Träger alle zum Schluss im Dezember der Richtlinie oder der Drucksache zugestimmt. Wir haben vielleicht einen Schritt zurück und das sage ich jetzt nicht als Fraktionsvorsitzende der SPD, sondern als Jugendhilfeausschuss sozusagen.

    Wir haben die Drucksache mit ein bisschen Kampf in einer Sitzung, glaube ich, im Mai im letzten Jahr dann von der Tagesordnung genommen, weil eben noch Gesprächsbedarf war, weil die Träger sich nicht mitgenommen gefühlt haben. Und es gab viele Veranstaltungen mit den Trägern, mit Verwaltung, wo man nochmal durchgegangen ist, wo man auch Änderungen nochmal drin vorgenommen hat, um dann letztendlich nachher zu dem Schluss zu kommen.

    Es ist für mich auch ein bisschen unverständlich, weil ich eigentlich erwartet hätte, wenn es jetzt tatsächlich noch an der einen oder anderen Stelle knibbelt bei den Trägern, dass die das dann zumindest in der Dezember-Sitzung nochmal aufgestanden wären, der ein oder andere, und hätte gesagt, ich habe Bauchschmerzen mit dem und dem Punkt. Sei es mit der Finanzierung momentan, dass es für kleine Träger nicht einfacher wird, das ist uns klar. Wir müssen alle den Gürtel enger schnallen, das haben wir nun vorhin auch gehört von der Frau Oberbürgermeisterin. Und da müssen wir alle unseren Teil eben auch daran leisten.

    Den Änderungsantrag der Linken mit der prozentualen Erhöhung der Entgelte kann ich ja ein Stück weit nachvollziehen, habe ich auch viel, viel Verständnis für. Aber das ist ein Antrag, den muss man auch sich in Ruhe angucken. Wo bin ich, wo will ich hin, wo komme ich her und wie kann ich es dann auch finanzieren. Von daher wird die SPD-Stadtratsfraktion Tierschutz Allianz Volt der Drucksache in ihrer eigentlichen Ursprünglichkeit zustimmen und die Änderungsanträge beide diesmal nicht zustimmen, sondern ablehnen. Außer denen der Oberbürgermeisterin, den ich jetzt noch nicht gesehen habe.



  • Philipp Händler GRÜNE/future!

    Ich muss sagen, dass ich die Diskussionen alle sehr schade finde, weil die Träger wie gesagt schon von Anfang an, als die Drucksache im August das erste Mal vorlag, gesagt haben, das was wir brauchen wäre, dass die Eigenmittel gesenkt werden und die Verwaltungskostenpauschale erhöht wird. Das würde eine sichere Finanzierung darstellen.

    Und dass Träger immer mehr haben wollen oder sich hier irgendwie besser stellen wollen, das sehe ich überhaupt nicht so. Es braucht halt das Geld, um Projekte gut zu finanzieren und qualitativ gute Arbeit zu machen und das will der Antrag nicht, dass hier irgendwie was bevorteiligt wird.

    Ich kann bloß nochmal einladen, um die Angebotsschaft zu erhalten, dem Antrag zuzustimmen und nochmal zu bedenken, dass wenn Angebote wegfallen, fallen die gegebenenfalls wieder auf die Stadt zurück, was dann wiederum zu Mehrkosten führt, weil die Stadt, das sind Ausführte, wird teurer. Vielen Dank.



  • Jannack, Fraktion Die Linke. Vorweg, ich finde es ja toll, wie Herr Zander Namen in den Raum wirft, um irgendwas zu unterstellen und der Stadtratsvorstand da nicht einschreitet. Aber das nur vorweg.

    Wir hatten im letzten Jugendhilfeausschuss den Bericht des Kinder- und Jugendrings gehört. Da tauchen diverse Fragen auf. Da steht drin, wie kann die Beteiligung junger Menschen verbindlich gestärkt werden? Wie bleibt Magdeburg für Kinder, Jugendliche und Familien zukünftig attraktiv? Wie sichern wir präventive Angebote und Schutzstrukturen der Jugendhilfe? Wie können Fachkräfte unter schwierigen Bedingungen qualitativ gute Arbeit leisten und wie können wir sie unterstützen? Wie bleiben Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe trotz angespannter Haushaltslage verlässlich finanziert?

    Um diese verlässliche Finanzierung geht es in beiden Änderungsanträgen. Es geht dem Erhalt der Struktur der freien Kinder- und Jugendarbeit in dieser Stadt.



  • Ich würde das jetzt noch mal fixieren auf unsere Drucksache und auch den Änderungsantrag der Stadtverwaltung, also der Oberbürgermeisterin. Ich denke, diese Fragestellung von Pauschalierung, Spitzabrechnung, also Echtkosten, wie gesagt, bis hin dann auch zur Orientierung auf die Komplettfinanzierung von Eigenmittelanteilen, ist in diesem Instrument, das wir heute beschließen, das Instrument, das Verfahren, gesichert und auch entsprechend aufzunehmen.

    Das, was Sie jetzt als gesellschaftliches Bild beschreiben und auch illustrieren mit unterschiedlichen Beispielen, wird uns sicherlich fordern, in der Zukunft zu diskutieren, wie dann entsprechende Bedarfsgerechtigkeit zu bestimmten Bedürfnissen herzustellen ist. Das ist aber eine andere Diskussion. Hier geht es um ein Instrument und die Fragestellung, wie gesagt, für mich auch noch mal. Ich wiederhole das jetzt nicht alles, was die anderen eingeführt haben. Ich denke, ich bilde die Diskussion auch ab.

    Und natürlich haben wir versucht, zügig zu sein. Das erwarten Sie von uns in der Verwaltung, dass wir also diese Gegenstände schnell diskutieren. Ja, und wir haben noch mal eine zweite Runde gedreht, war gut so. Aber jetzt wäre es also auch reif, dann zu beschließen. Und ich würde jetzt gar nicht weiter mehr ergänzen wollen. Schönen Dank. Also die anderen beiden Anträge empfehle ich weiterhin abzulehnen. Danke.



  • Ja, und zwar geht es uns eigentlich nur darum, bei der wichtigen Maßnahme der Sanierung der Schule vielleicht auch noch mal in den Blick zu nehmen, dass es ja auch einen Landesarm bei den Infrastruktursondervermögensmitteln gibt.

    Obwohl die Deutschland-Koalition ja einst die Schulbaufördermittel mal rausgestrichen hatte im Zuge der Haushaltsbereinigung, hat man sich jetzt entschieden, ein neues Schulneubaufördermittelprogramm aufsetzen zu wollen mit Mitteln aus diesem Sondervermögen.

    Unser Vorschlag wäre, da wir das jetzt auch nicht erst im kommenden Jahr sofort alles machen werden, vielleicht noch mal in den Blick zu nehmen, ob man nicht schon mal beim Land Bedarf anmelden möchte, damit im Nachgang nicht die Aussage kommt, wir hatten gar keine Bedarfe vorliegen.

    Vielleicht könnte es eine zusätzliche Kofinanzierungsmöglichkeit sein, um den konsumtiven Eigenmittelbedarf der Landeshauptstadt zu reduzieren.



  • Frank Schuster CDU/FDP Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr

    Wir haben den Änderungsantrag gemacht und eingesetzt, dass Fördermittel geguckt werden sollen, ob welche da sind oder nicht. Aber es darf nicht zu einer Bauverzögerung kommen.



  • Vielen Dank für die Änderungsanträge. Ja, genauso sehen wir das auch, weil es ja zwar keine Schulbauförderrichtlinie gibt, aber es gibt Mittel für den Schulbau. Insofern ist das Schreiben tatsächlich auch schon vorbereitet und liegt der Oberbürgermeisterin, nachdem ich es abgezeichnet habe, jetzt auch zur Unterschrift vor.

    Damit können wir eben mit dieser dann hoffentlich beschlossenen EW-Bau auch schon ganz schnell tatsächlich unsere Bedarfe anmelden, gerade für Förderschulen, wo wir ja nicht nur unsere Magdeburger Kinder hier beschulen, sondern auch auswärtige Schülerinnen und Schüler.



  • Herr Schuster vorgestellt hat, was jetzt gleich hier losgeht, aber ist mir auch egal, muss das so sagen, da kann ich ja mit leben.

    Mich würde mal interessieren, was ist denn, wenn wir diese Baumaßnahme jetzt aussetzen und wir warten, bis eine Schule, das wissen wir ja in Zukunft, frei wird, wir übernehmen die Schule und sparen die 18 Millionen jetzt ein.



  • Stephan Papenbreer Tierschutzpartei

    Stephan Papenbreer, Tierschutzpartei. Ich werde diesem Antrag nicht zustimmen. Die Kostensteigerung von 7.222.700 Euro ist auf die Optimierung im und am Gebäude sowie den Außenanlagen zurückzuführen. Das erschüttert mich. Da werden mal eben um 80 Prozent mit einem Satz erklärt.

    Es gab mal einen Antrag von uns, dass wir gesagt haben, es wäre optimal, wenn wir irgendwelche Dinge planen, ein Ingenieurbüro hinzuzuholen, die mal schaut, ob die Optimierung, ob alles drum und dran in dem, was wir planen, drin ist. Und mal wieder findet es nicht statt. Und wir wundern uns, dass wir von Halle irgendwo Handschellen auferlegt bekommen. Und da diskutiert überhaupt keiner drüber. Ist für mich, tut mir leid, nicht akzeptabel.

    Wenn das einer Wohnungsbaugesellschaft in Magdeburg passieren würde, wir planen für 50 Millionen und dann wird so nebenbei gesagt, na ja, für die Optimierung am Gebäude geben wir jetzt 90 Millionen aus. Da gäbe es aber schon ganz schöne Diskussionen. Dankeschön.



  • Nicole Anger, Fraktion Die Linke. Ich möchte gerne mal was Grundsätzliches zu diesem Antrag sagen. Wir sind uns wahrscheinlich weitestgehend einig, dass es Sanierungen an der Schule braucht. Aber wir müssen diesen Beschluss oder diesen Antrag auch mal sehr ehrlich einordnen. Denn mit der Sanierung, mit dem Ausbau verfestigen wir in dieser Stadt ein exklusives Schulsystem. Ein Schulsystem, das Kinder separiert. Und das steht sehr deutlich im Widerspruch zur UN-Behindertenrechtskonvention, zu der wir uns alle vor 16 Jahren, jetzt 17 Jahren verpflichtet haben.

    Und es geht darum, wie wir gemeinsames Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung gestalten können und nicht, wie wir separiertes Lernen an der Stelle verfestigen. Und Inklusion, wir merken es auch gerade wieder, scheitert meistens zuerst am politischen Willen an der Stelle. Aber es scheitert auch an fehlenden Räumen und an unzureichender Ausstattung. Und diese strukturellen Defizite gilt es zuvor abzubauen und zu schauen, wie wir Kinder gemeinsam lernen lassen können. Und das ist auch eine Aufgabe, die wir hier tragen müssen und die wir hier verantworten.



  • Liebe Stadträte,

    also vom Prinzip her bei Herrn Papenbreer mal anzufangen. Also ich weiß nicht, wo Sie jetzt 80 Prozent Kostensteigerung hergenommen haben. Wir sind mit acht Millionen Euro mehr jetzt unterwegs und wir haben eine Grundlage einer Studie gehabt, einer einfachen Machbarkeitsstudie, ob man aus den Bedarfen hier an diesem Ort etwas machen kann. Natürlich sind jetzt Planungen angestellt. Ihnen ist hier aktuell eine Entwurfsplanung vorgelegt worden. Das ist natürlich mit einer entsprechenden Planungsqualität verbunden, die Entwicklungen unternommen hat.

    Wir hatten damals keine Aufschlüsse über Baugrund, Altlasten, über entsprechende Versickerungsanforderungen und dortige Mehraufwendungen. Es sind in der Drucksache ganz klare Angaben gemacht worden, wo die Preissteigerungen herkommen. Ich denke, dass es auch verständlich kommuniziert wurde und wir dürfen auch nicht vergessen, dass die Preise 2023 mal ermittelt wurden und wir heute 2026 schreiben und sich doch eine ganze Menge seitdem getan hat.

    Alternativen, Herr Zander, ich weiß nicht, welche Alternativen Sie sehen für den Standort. Aktuell ist es so, dass die Schule Hand in Hand im Fermersleber Weg 21 mehr als aus den Nähten platzt und uns schon seit langen, langen Jahren große Probleme macht und wir endlich in der Lage sind, hier eine Perspektive zu vermitteln, die mit der Schulleitung, mit den Bedarfsträgern abgestimmt ist und das, was wir Ihnen hier vorgelegt haben als Realisierungsmaßnahme, haben Sie ja selber als Stadträte beschlossen, dass wir das untersuchen sollen.

    Das ist ja ein Grundsatz beschlossen worden und heute sind wir mittlerweile in der Planung weiter, weiter fortgeschritten und wollen eigentlich nur den Entwurf eintüten, dass wir jetzt in die Genehmigungsplanung gehen können und das Ding schnellstmöglich bedarfsgerecht herstellen und den Kindern eine Perspektive verschaffen, die wir bisher nicht hatten. Danke.



  • Merkwürdig, AfD-Fraktion. Für uns steht völlig außer Frage, das vielleicht vorweggestellt, bevor ich zur Finanzierung komme, dass Magdeburg natürlich ein funktionierendes Schulwesen gerade im Förderbereich zwingend benötigt. Gerade in diesem Bereich, das ja doch etwas nochmal sensibler angefasst gehört als das Schulwesen sowieso, sollten wir doch den Anspruch an uns haben, hier auch die vernünftigen Räumlichkeiten auch in der angemessenen Qualität zur Verfügung zu stellen. Und darauf zieht sich das ja jetzt hier, das ist ja Sinn und Zweck des Ganzen.

    Und was die Finanzierung angeht und die Kostenerhöhung, obwohl wir uns ja ganz oft einer Meinung sind, also kann ich das tatsächlich nicht nachvollziehen, denn tatsächlich wird das relativ detailliert aufgeschlüsselt, woher das kommt und zwar auf den Seiten 9 und 10 und 11. Also da kann man das tatsächlich relativ gut nachlesen. Da stoße ich quasi in dasselbe Horn wie Herr Reum. Also für mich schon nachvollziehbar und im Verhältnis zu dem, was dort jetzt notwendig ist, auch wenn ich das schwer über die Lippen kriege, alternativlos.



  • Stephan Papenbreer Tierschutzpartei

    Ja, ich möchte nun nochmal ganz kurz auf die Aussage von Herrn Reum zurückgehen. Keine Frage, dass wir etwas tun müssen, darum geht es mir nicht, sondern es geht für mich um eine vernünftige Vorplanung und um eine vernünftige Beurteilung dessen, was dem Stadtrat vorgelegt wird.

    Und Entschuldigung, Herr Reum, in der eigenen Ausführung steht es genauso drin, wie ich es eben vorgelesen habe, dass eben die Kostensteigerung von insgesamt 7,9 Millionen auf Optimierung im und am Gebäude sowie den Außenanlagen zurückzuführen sind. Und wir kriegen immer, das ist wie so eine Maus, die man fangen will. Sie legen den Käse zuerst da vor und den größeren da rein. Und sobald er reingelaufen ist, schnappt die Falle zu. Und da habe ich wirklich keine Lust mehr drauf.

    Die ewigen Kostensteigerungen in Magdeburg sind mir ein Dorn im Auge und dem stimme ich nicht zu.



  • Ich möchte noch einmal die Dringlichkeit betonen, die wir tatsächlich für die Förderschule Hand in Hand haben. Die Vorsitzende, Frau Thormann, die Schulleiterin, war gemeinsam mit Herrn Waldhelm, dem stellvertretenden Schulleiter, auch zugegen im letzten BSS und hat wirklich noch mal ganz eindeutig klargemacht, wie wichtig es ist, dass wir jetzt diese Entscheidung hier treffen.

    Sie arbeiten derzeit mit fast 100 Kindern an den Schulen und mit einer Außenstelle an der Grundschule Leipziger Straße und das mit Kindern mit einem erhöhten Förderbedarf geht. Also es wird wirklich dringend benötigt und das haben wir auch mit dem Grundsatzbeschluss für die Situation der Förderschulen damals auch schon aufgezeigt.

    Wir haben jetzt hier, wir nutzen einen bestehenden Standort, der einfach in vielen Bereichen schon eine Raumstruktur hat, die dann auch dementsprechend genutzt werden kann. Das Ganze muss natürlich noch erweitert werden aufgrund der besonderen Bedürfnisse der Kinder mit Bewegungsbecken. Wir wollen die Sporthalle nutzen, damit die Kinder dann diese Förderschule auch wieder Sport- und Bewegungsangebote machen können.

    Also es ist wirklich hier hart um alles gerungen worden, zusammen mit dem KGM, mit der Schulleitung und mit meinem Fachbereich 40 und ich bitte dringend darum, dieses wirklich wichtige Signal für die Schulen zu geben und deren Kindern.



  • Frank Schuster CDU/FDP Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr

    Erstmal für den Ausschuss und dann ein kurzes Votum unserer Fraktion. Bei dem Ausbau dieser Radverkehrsanlage fallen dort in der Straße 45 Parkflächen weg. Wenn man sich die Anlagen anschaut, wird dann empfohlen, wo dann eventuell die Fahrzeuge ausweichend parken können. Leider Gottes sind das in der Regel alles private Flächen. Deshalb hat diese Drucksache auch mehr wie eine Runde im Bauausschuss gebraucht.

    Wir haben dann von der Verwaltung, und das möchte ich heute hier nochmal extra zu Protokoll geben, weil wir haben keinen Änderungsantrag gemacht, sondern wir verlassen uns auf das Wort der Verwaltung, aber auch hier nochmal fürs Protokoll. Man versucht mindestens acht Stellplätze zu erhalten bei der Baumaßnahme und eine zweite Forderung des Ausschusses war schlicht und ergreifend, dass die Anwohner und die Gewerbetreibenden dort in der Straße frühzeitig persönlich angeschrieben werden und mitgeteilt bekommen, dass diese Parkplätze wegfallen und dass sie sich nach Alternativen umsehen sollen.

    Das aus dem Bauausschuss unserer Fraktion wird zustimmen, weil dieser Beschluss, diese Radverkehrsanlage auszubauen, schon sehr, sehr alt ist. Leider Gottes haben uns, muss man auch heute sagen, fairerweise sagen, die Verordnungen, wie die Breiten der Gehwege und Radwege mittlerweile überholt. Das heißt, wir haben größere Breiten vorzunehmen. Das macht den Straßenraum enger und letztendlich fallen dadurch auch Parkplätze weg. Hätten wir diesen Ausbau vielleicht vor fünf oder vor zehn Jahren gemacht, würde es anders aussehen, aber wahrscheinlich würde es dann hier einen Antrag geben, dass diese Radverkehrsanlage, die jetzt gebaut wird, nicht mehr den Stand der Technik oder den Stand der Vorschriften entspricht. Danke.



  • Madeleine Linke GRÜNE/future!

    Madeleine Linke, Fraktion Grüne Future. Ja, seit Jahrzehnten warten wir darauf, dass die Netzlücke am Fuchsberg für den Radverkehr geschlossen wird. Mit dem Beschluss im Jahr 2019, also schon vor sieben Jahren, hatten wir uns hier im Stadtrat ganz klar für eine Protected Bike Lane ausgesprochen und also einfach für eine schnelle Lösung. Und das haben wir uns sogar mehrmals ausgesprochen, weil es gab immer wieder den Versuch, das woanders hinzulenken. Nein, wir haben hier ganz klar gesagt, wir wollen eine Protected Bike Lane am Fuchsberg.

    Naja, aber dafür hatten wir ja keine konkrete Planung und auch keinen konkreten Zeitplan. Das haben wir jetzt. Wir sind einfach froh, dass überhaupt jetzt irgendwas kommt und dieser Lückenschluss passiert, der wirklich dringend ist. Bis Ende 2027, das wurde uns im SCBV gesagt, das will ich nochmal deswegen wiederholen, also bis Ende 2027 soll der Radweg entlang des Fuchsbergs endlich fertiggestellt werden und es führt dazu, dass man endlich gefahrenfrei von Sudenburg bis zur Leipziger Straße radeln kann.

    Wir hoffen, dass die Bauarbeiten gut mit dem Kristallpalast harmonisiert werden, weil da haben wir auch so ein bisschen Angst, inwiefern das ja gut zusammenpasst. Das müsste ungefähr zeitgleich passieren und mit Aufstellflächen und so sind wir sehr gespannt, wie das in städtebaulichen Verträgen oder anderswo geregelt wird, dass das ja nicht gegeneinander ausgespielt wird, sondern der Radverkehr trotzdem, also die Radinfrastruktur trotzdem schnell gebaut werden kann.

    Und wir freuen uns, dass dann bald, egal ob klein oder groß, Menschen dort gut und sicher in der Stadt und vor allem an dieser Stelle unterwegs sein können und bitten deswegen um Zustimmung für die Drucksache und werden uns auch dementsprechend verhalten. Die Rednerliste sitzt.



  • Dr. Falko Grube SPD/Tierschutzallianz/Volt

    Grube, Fraktion SPD Tierschutzallianz Volt. Es ist gut, dass wir endlich den Lückenschluss hinkriegen. Ich weiß, der Rat hat mit Mehrheitsbeschluss gesagt, da soll eine Protected Bike Lane hin. Wir haben das auch im Bauausschuss ausführlich diskutiert. Am Ende ist das, was jetzt vorliegt, aber die sichere Lösung, vor allem für die kleinen Verkehrsteilnehmer.

    Das hat mich zumindest dazu bewogen zu sagen, okay, wir rücken von der Idee Protected Bike Lane ab und nehmen die Planung, die wir jetzt haben. Am Ende ist das der Lückenschluss im Radverkehrssystem. Für alle Verkehrsteilnehmer, vor allen Dingen für die kleinen, hat er sicher zu sein und das tut das.

    Dass wir durch Detailarbeit und Rücküberweisung noch hinkriegen, die acht Parkplätze zu retten, ist gut. Der Straßenraum reicht dafür aus. Das muss man nicht mutwillig wegnehmen, kann das erhalten. Das ist gut.

    Und wenn wir Ende 2027 den Lückenschluss haben, der wirklich dringend nötig ist, man hat einen großen Teil der Stadt, den man dann Ost-West kehren kann, dann können wir, glaube ich, froh sein, dann haben wir alle miteinander ein gutes Stück geschafft.



  • Ich bin immer wieder erstaunt, was im Rat dann immer so ganz wichtig ist. Also in den 34 Jahren, vielleicht am Anfang war das nicht so relevant, aber die ich jetzt in Magdeburg bin, habe ich noch niemals jemanden darüber sprechen hören, dass wir unbedingt auf der Südhälfte des Fuchsbergs jetzt einen durchgehenden Fahrradweg in irgendeiner Form brauchen. Aber sei es drum.

    Unabhängig von der persönlichen Einschätzung ist es dann, ja kann man machen, das ergänzt das Netz vielleicht wirklich sinnvoll. Aber wir wären auf jeden Fall gegen die Protected Bike Lane. Das waren wir ja auch damals, als dieser andere Beschluss dazu getroffen wurde. Daher werden wir dem Punkt 1 hier auch zustimmen, weil ich, und das wiederhole ich immer wieder nochmal gerne, auf jeden Fall, weil wir dagegen sind, die Verkehrsbewegungsarten sozusagen auf eine Ebene zu bringen.

    Es ist schon in Ordnung, wenn man eine separate Straße und einen separaten Radweg hat, getrennt durch ein Bord. Das ist, ich glaube, das wurde gerade eben auch schon gesagt, tatsächlich auch die sicherste Variante. Das stört den Autoverkehr dann auch am geringsten und dann ist das alles beides so separiert, dass alle Verkehrsarten vernünftig aneinander vorbeikommen. Das macht schon Sinn, wenn man das dann unbedingt tun muss.

    Tatsächlich habe ich gedacht, es sind mehr Stellplätze, die gerettet werden können oder hatten wir das gedacht, die Zahl 8 im Verhältnis zu dem, was verloren geht. Naja, ein bisschen Schmerzen tut das dann am Ende doch. Daher werden wir uns bei allen anderen Punkten enthalten und Sie können meinen Ausführungen entnehmen, dass ich hier auch mindestens um punktweise Abstimmung bitte hinsichtlich des ersten Punktes. Den Rest können wir gerne zusammen machen, wenn das sonst keiner anders haben möchte.



  • Marcel Guderjahn Gartenpartei

    Guderjahn Gartenpartei. Ja, was soll ich sagen? Also grundsätzlich sind wir ja, das wissen Sie auch alle, auch für Mobilität, auch auf Zweirädern, auch auf Fahrrädern oder Rollern, wie auch immer. Aber Fakt ist doch eins, wir geben jetzt hier oder wollen hier 1,5 Millionen Euro ausgeben insgesamt.

    Wir wollen, man kann es ja schön reden, acht Parkplätze erhalten und über 40 Parkplätze wegmachen. Ja, die Anwohner hat da keiner gefragt, es war keine Bürgerbeteiligung, es war keine GWA-Veranstaltung, wo das mal besprochen wurde, es gibt keine Verkehrsuntersuchung, wie viele Fahrräder da überhaupt langfahren und und und.

    Sagen Sie es den Bürgern und das sage ich immer wieder, solange wie ich noch atme, sagen Sie den Bürgern im Westerhüsen, Salbke, Fermersleben, Buckau, wo die langfahren sollen. Da macht sich keiner einen Kopf, fragen Sie mal hier meinen Herrn Meister, der fährt mit dem Fahrrad von links nach rechts über die Straßen, fährt vom Landtag aus bis nach Hause in die Straße XY.

    Der fährt Fahrrad, der würde Ihnen sogar sagen, es ist notwendiger im Südosten da mal anzufangen und 1,5 Millionen zu verballern und nicht da dieses Stück. Also bitte komplett abzulehnen, Sie haben ein gutes Argument, lassen Sie uns was für Südosten machen und nicht für da.



  • Die im Rahmenplan vorgesehene Errichtung eines Bauernhofes ist für die Entwicklung des Elbauenparks nicht notwendig. Dieses Projekt würde erhebliche Investitions- und Folgekosten verursachen, ohne dass es einen klaren Bedarf gibt oder ein Mehrwert entsteht.

    Letztes Jahr erfolgte die Neubesetzung des Leiters des Zoologischen Gartens durch Herrn Dr. Pruß. Im Bewerbungsverfahren, bei dem ganz viele Stadträte anwesend waren, erzählte er von seinem Konzept und zwar der Errichtung eines historischen Bauernhofes und dabei sollte an das Kaiser-Otto-Motto angeknüpft werden. Bereits zu Kaiser-Ottos Zeiten sind ja Tiere da gewesen und diese sollen im Zoo, jetzt habe ich mich verhaspelt, Sie merken es, ich fange nochmal nicht ganz von vorn an, sondern nur mit diesem Gedanken. Also besonders wegen seiner Idee des Kaiser-Ottos wurde er ja gewählt und er wollte einen historischen Bauernhof, also Nutztiere, die bereits zu Kaiser-Ottos Zeiten bekannt gewesen sein könnten oder bekannt waren, im Zoo errichten.

    Dieser Bauernhof ist kein reiner Schaubauernhof, sondern er ist eine konsequente Fokussierung auf die Tierhaltung. Mit der angestrebten Arche-Zertifizierung soll ein Beitrag zur Erhaltung alter und gefährdeter Nutztierrassen sichtbar und erlebbar gemacht werden. Das ist nämlich übrigens auch und insbesondere Aufgabe des Zoos, nämlich Schutz und Erhaltung von vom Aussterben bedrohter Tierrassen. Dazu sollen historische Haus- und Nutztierhaltung fachlich hochwertig präsentiert werden und sicher für Mensch und Tier auch anfassbar gestaltet werden.

    Ein zusätzlicher Schaubauernhof an einer anderen Stelle in der Stadt würde das Konzept für diesen Zoodirektor auch bestellt haben und was derzeit in Bearbeitung ist, gefährden. Ganz nebenbei bemerkt, haben wir erst kürzlich die herausragende Rolle des Zoos bekräftigt und haben uns dafür ausgesprochen, diesen zu unterstützen und uns an die Seite des neuen Zoodirektors gestellt. Für die Konzeptentwicklung haben wir ihm finanzielle Unterstützung gewährt. Bitte unterstützen Sie ihn auch nun in der Errichtung oder in Bezug auf das Konzept und lassen Sie uns die nutztiertypischen Formate fachlich gewündelt und konzeptionell klar im Zoo verorten und zusätzliche tierhalterische Angebote außerhalb dieser Struktur vermeiden. Statt einer sinnvollen Ergänzung schaffen wir hier nur weitere Konkurrenz. Neben dem kostenfreien Besuch des Tierparks Bierer Berg zum Beispiel.

    Dabei bleiben unberührt natürlich die Tiere, die im Elbauenpark bereits sind, also das Schmetterlingshaus, Damenwild, das Streichelgehege mit den Ziegen. Das soll natürlich unbenommen bleiben. Der Zoo und der Elbauenpark werden zu großen Teilen von der Stadt finanziert. Wir schaffen mit einem Bauernhof im Elbauenpark ohne Not eine Doppelstruktur, die finanziert werden muss. Gebäude, Futterlager, Personal, man braucht also mehr Tierpfleger, Futterkosten, Kosten für Gesundheit und Hygiene, all das würden doppelt zu Buche stehen. Das können wir uns nicht leisten, schon gar nicht bei der derzeitigen Haushaltslage.

    Eine Fokussierung des Elbauenparkes auf die pflanzenbauliche Nutzung bietet dagegen vielfältige Vorzüge und Möglichkeiten und wäre eine sinnvolle Ergänzung. Ich könnte hier noch weitere Ausführungen machen, aber das möchte ich erstmal vermeiden. Das Kombiticket, was derzeit in aller Munde ist, würde hier eine wunderbare Anwendung erfahren, nämlich Tierhaltung im Zoo und im Elbauenpark alles, was Pflanzen ist. Und wenn man jetzt sagt, ein Bauernhof ohne Tiere macht keinen Sinn, das muss alles an einer Stelle, dann gebe ich zu bedenken, dass die Bauern da auch ein bisschen anderer Meinung sind. Es gibt nämlich Bauernhöfe, die rein auf Tierhaltung ausgelegt sind, Landwirtschaft, und es gibt welche, die auf Ackerbau sich fokussieren.

    Ich habe Ihnen nun die Chancen und Risiken dargestellt und bitte Sie für die Entwicklung beider Freizeiteinrichtungen unserer Stadt und dem Haushaltseckel um die Zustimmung zum Änderungsantrag. Ich möchte etwas Persönliches noch äußern, wenn wir uns den Elbauenpark angucken und die Entwicklung des Elbauenparks, hat er wirklich eine rasante Entwicklung genommen und er wird sie auch weiterhin nehmen. In dem Rahmenplan stehen viele Sachen, die der Elbauenpark noch vorhat. Bitte lassen Sie dem Zoo die Tierhaltung. Danke.



  • Dr. Falko Grube SPD/Tierschutzallianz/Volt Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr

    Grube, SPD Tierschutzallianz Volt und StBV. Ich werde mit Erlaubnis des Vorsitzenden gleich beide einbringen. Der Rahmenplan zeichnet die gelbe Potenzialfläche, wenn Sie sich das aufmachen, aus. Es gab eine Debatte mit den Kolleginnen und Kollegen im Stadtplanungsamt, die ein bisschen Manschetten hatten, die nördlich dieses Weges, der die Potenzialfläche begrenzt, da noch Angebote zuzulassen. Wir haben die Manschetten nicht. Es gibt Planungen, da sinnvolle Nutzung hinzubringen. Ich finde auch, so eine große Wiese bleibt groß, wenn da 20 Meter weg sind, wo dann auch Sport- und Freizeitangebote sind, die nachgefragt werden, die genutzt werden. Deswegen bitten wir um Zustimmung zu diesem Änderungsantrag.

    Der Änderungsantrag aus der SPD-Fraktion hat sich so ein bisschen von dem Gedanken leiten lassen, dass, wenn man im heißen Sommer in dem Park unterwegs ist, doch hin und wieder mal ein bisschen Schatten fehlt. Und was macht besser Schatten als so ein Baum? Wir wollen natürlich nicht, dass die großen Flächen, die für Veranstaltungen benutzt werden, zum Wald umgewandelt werden. Das soll es nicht sein, aber der Park ist groß. Wir sehen das auch im Rote Horn Park, dass ein Baumbewuchs, auch im Herrenkrug-Park um die Ecke sehen wir das, dass ein Baumbewuchs in einem Park durchaus ansteht und durchaus dienlich sein kann. Und deswegen wünschen wir uns, wenn das weiter bearbeitet wird, dass man noch das eine oder andere Plätzchen findet, um da einen Baum zu pflanzen. Sind ja genug gefällt oder weggefressen worden. Ist also gut für die Stadt. Vielen Dank.



  • Grotjohann, Fraktion Die Linke. Sehr geehrte Frau Borris, sehr geehrte demokratische Stadtratskolleginnen, wir begrüßen ausdrücklich die Weiterentwicklung des Elbauenparks. Gerade die geplanten Angebote wie die Cupola oder die Themenspiellandschaft Ozeanien zeigen, wie attraktiv der Park eigentlich noch werden kann.

    Unser Änderungsantrag bezieht sich deshalb nicht auf das Gesamtvorhaben, sondern ausschließlich auf die geplanten Karawan-Stellplätze. Erstens, ein konkreter Bedarf an Karawan-Stellplätzen in Magdeburg ist nicht erkennbar. Die bestehenden Stellplätze im Stadtgebiet sind nach unserer Erfahrung selten ausgelastet. Wir haben ausreichend Karawan-Stellplätze und wir brauchen nicht mehr Angebote, als Nachfrage existiert.

    Zweitens, die Größe der dafür ausgewiesenen Fläche ist für uns nicht schlüssig. Laut Planung sollen für 15 Stellplätze rund 2900 Quadratmeter Fläche versiegelt werden. Gleichzeitig wird ein Bedarf von 70 Quadratmetern pro Stellplatz angegeben. Wir machen jetzt mal ein bisschen einfache Mathematik. 70 mal 15 ergibt für mich nicht 2900, sondern lediglich 1050 Quadratmeter reine Stellfläche. Klar, bisschen Duschgebäude, bisschen Sanitär, bisschen Weg, aber doch nicht ehrlich 1800 Quadratmeter mehr. Hier bleibt eine Differenz, wie gesagt 1850 Quadratmeter, die zusätzlich versiegelt werden soll, ohne nachvollziehbare Erläuterung. Das ist nicht nur rechnerisch fragwürdig, sondern auch politisch problematisch.

    Und drittens, es handelt sich um eine bestehende Grünfläche. Magdeburg verfolgt gleichzeitig das Ziel, Grünflächen zu erhalten und Flächen wieder zu entsiegeln. Zusätzliche Versiegelung ohne einen klaren Bedarf steht ja dazu im Widerspruch.

    Wir sollten außerdem, und das abschließend ohne es irgendwie böse zu meinen, aber vielleicht auch nicht die Attraktivität des Elbauenparks zu sehr überschätzen. Ja, er ist schön, hat auch wirklich Strahlkraft in die Region, ich bin auch öfter da, ist für Kinder richtig toll, für Familien, für alle, es ist ein richtig schöner Ort, aber es ist auch nicht der Heidepark. Ja, machen wir uns da mal ehrlich. Zwischen sinnvoller Weiterentwicklung und überzogenen Erwartungen gibt es einen Unterschied und diese Maßnahme, 15 Karawan-Stellplätze, die Versiegelung von 2900 Quadratmeter Grünfläche, dafür erschließt sich uns einfach nicht. Und ich hoffe, dass Sie dieser sehr einfachen Logik folgen können. Vielen Dank.



  • Mertens AfD-Fraktion, gut, ich gehe die Änderungsanträge mal durch und dass wir der Hauptdrucksache grundsätzlich zustimmen werden, ist ja eigentlich klar. Zum Antrag der CDU-FDP, naja, erst haben wir uns gefragt, ob das... Ne, spielt das keine Rolle mehr. Also gehen wir mal gleich inhaltlich drauf ein.

    Und zwar, also Karola hat ja sehr weit ausgeführt, aber wir stellen uns tatsächlich die Frage, ob es für den Zoo mit seiner Vielzahl an ja doch relativ exotischen Dingen, äh Tieren, nicht Dingen, Entschuldigung, einen Unterschied macht, ob jetzt im Elbauenpark ein paar, sage ich jetzt mal, Nutztierchen mehr oder weniger sind. Es macht ja auch einen großen Unterschied oder man geht ja aus völlig unterschiedlichen Gründen entweder in den Elbauenpark oder in den Zoo. Das eine steht mit dem anderen im Grunde überhaupt nicht im Konkurrenzverhältnis, wenn man dort etwas vollkommen anderes sucht. Auch mit einer völlig anderen Zeiteinteilung auf den Tag gesehen und so weiter und so fort. Also nur weil dort jetzt vielleicht ein paar mehr Nutztiere gehalten werden, in welcher Form auch immer, zerstört das sicherlich nicht das Konzept des Zoos und auch die im Umfeld angesiedelten kleineren Anlagen, aus denen man ja auch aus einem anderen Grund und aus einem anderen Impetushaus hinfährt, die sind sicherlich nicht dadurch gefährdet, dass dort jetzt ein paar mehr Tiere angesiedelt werden sollen. Also den würden wir ablehnen.

    Dem FDP-Vorentracht, dem können wir inhaltlich folgen, denn es steht sicherlich nichts oder spricht sicherlich nichts dagegen, wenn da ein paar Quadratmeter für zusätzliche Sport- und Spielanlagen verwendet werden.

    Naja, der linken Antrag, weiß ich gar nicht so genau, was ich dazu sagen soll. Also jeder, der dem halbwegs zugehört hat, für den, ja, nee, nee, ich lasse es, ich lasse es gleich sein. Also den werden wir natürlich auch ablehnen.

    Und den Antrag von SPD, Tierschutzallianz und WOLT, den werden wir auch ablehnen, aber im Grunde aus, also Sie müssen sich vor Augen führen, das wissen Sie sicherlich auch, was das vorher war. Und es hat ja einen bestimmten Grund, dass ein Großteil der Fläche nicht mit Bäumen bepflanzt ist, schon gar nicht mit großen Bäumen. Der ehemalige Trümmerberg dort und die Menge an Erde, die vorhanden ist dort, wo Sie jetzt theoretisch noch bepflanzen können, wurde uns zumindest oder mir zumindest immer so erklärt, dass dann eine Bepflanzung im Grunde gar nicht stattfinden kann, weil, also die würden dort sozusagen auch anwachsen, aber irgendwann würde das Minimum an Erde, was dort vorhanden ist, diese Bäume auch nicht mehr halten. Das ist im Grunde nachvollziehbar, was Sie wollen, aber wahrscheinlich nicht umsetzbar. Daher werden wir das auch ablehnen. Dankeschön.



  • Dr. Niko Zenker SPD/Tierschutzallianz/Volt

    Vielen Dank, Niko Zenker, SPD-Tierschutzallianz-Volt. Liebe Vertreter Schumann, selbst wenn Tiere im Elbauenpark sind, die ja definitiv dort bleiben, und es werden auch keine neuen Pfleger eingestellt, so wird es uns zumindest im Umweltausschuss vermittelt, sondern es wird das mit den bestehenden Pflegern entsprechend organisiert, wird sich niemand entscheiden, ich möchte einen Elefant sehen, fahre ich nur in den Elbauenpark oder fahre ich in den Zoo. Die Leute fahren dann in den Zoo und gucken sich das an.

    Und zu dem angesprochenen Kombi-Ticket ist es gerade ein Argument, da vielleicht auch Tiere zu haben, dass man das vielleicht auch über mehrere Tage nutzen kann und sagt, man geht zum einen in den Zoo und zum anderen dann in den Elbauenpark. Das ist also kein Argument, das jetzt entsprechend einzuschränken und deswegen lehnen wir das entsprechend auch ab, diesen Änderungsantrag.

    Zu den anderen Änderungsanträgen bzw. zu den Argumenten, gerade für unseren Änderungsantrag, auch das wurde im Umweltausschuss diskutiert, ob man auf einer Schotterfläche auch größere Bäume pflanzen kann und aktueller Stand der Technik ist, das kann man. Natürlich fallen auch mal Bäume um, das kann durchaus sein, aber im Zeithorizont der nächsten 30, 40 Jahre hat man da definitiv Möglichkeiten und was dann mit der Fläche passiert, das wissen wir eh alle nicht.

    Es würde auf jeden Fall das Gelände aus meiner Sicht deutlich aufwerten, wenn dort nicht eine freie Rasenfläche wäre, die übrigens aus der Konzeption von der Buga 1999 herrührte, da war es die Konzeption, da stand nicht, da dürfen keine Bäume sein oder das geht nicht, sondern einfach die Buga-Konzeption, aber ich glaube, das ist auch lange genug her, dass wir uns daran nicht mehr halten können und deswegen werbe ich für unseren Änderungsantrag.

    Mehr Grün in der Stadt ist durchaus gewollt, ich glaube unter uns allen, und wenn wir so eine große Fläche haben, wo im Sommer der Rasen verbrennt, der ist entsprechend mit dem Baum deutlich besser gegeben, als wenn man da vielleicht noch einen Rasensprenger anstellen muss, damit da Wasser hinkommt. Wer Trockengraswiesen sehen will, kann gerne in die Sohlener Berge fahren, da haben wir genug davon, da braucht man nicht in den Elbauenpark.



  • Ich angel mich jetzt einfach mal den einzelnen Anträgen runter, also erstmal den von uns mit der Tierhaltung im Zoo. Da muss ich Herrn Dr. Zenker in gewisser Weise einfach mal widersprechen. Wenn da zusätzliche Tiere dazukommen und das angeblich mit den Pflegern, die jetzt da sind, auch die Tiere unterhalten werden können, dann muss ich einfach feststellen, dann haben die Pfleger offensichtlich im Moment nicht genug zu tun. Dass das ohne zusätzlichen Personalaufwachs funktionieren soll, das sehe ich ehrlich gesagt nicht. Ich sehe auch ein bisschen so die Frage des Tierwohls. Und deshalb habe ich mich den Antrag, der ursprünglich von Carola Schumann kommt, mit angeschlossen, habe da auch letztendlich mit unterschrieben, weil ich habe da irgendwie so eine gewisse Affinität. Da wird so eine Art Streichelzoo noch gemacht und jeder kann da an die Tiere ran. Ich weiß nicht, also ich finde das nicht so besonders gut und aus dem Grunde werbe ich nochmal dafür, es wird mehr Kosten geben mit Sicherheit. Das jetzt abzubügeln, die Kostenseite, finde ich nicht in Ordnung, das funktioniert so nicht.

    Zu den Änderungsantrag Caravan-Stellplätze. Wer mal aufmerksam durch die Stadt geht und vielleicht mal am Wochenende, der wird feststellen, die Caravane stehen im Herrenkrugpark, die stehen am Salbker See, überall dort, wo eigentlich keine offiziellen Stellplätze sind. Und wenn unten am Petriförder es freigegeben ist, dann ist der Petriförder voll, der ist richtig voll. Und wir sollten gucken, dass wir so viel wie möglich Leute hier nach Magdeburg ziehen, die begeistert sind und das mit dem Wohnmobil ist im Moment in. Ich nutze sowas auch und ich gucke dann vorher genau, wo ist ein schöner Stellplatz, wo kann ich mich hinstellen. Und wenn ich dann zum Beispiel sehe, der Elbauenpark bietet so etwas an und da gibt es auch noch einen Spielplatz für Kinder und da ist mal in der Nähe das Spaßbad. Dann würde ich wahrscheinlich als junge Familie, die mit so einem Ding unterwegs ist, sagen, ich fahre in den Elbauenpark. Dann stelle ich mich nicht unten am Petriförder hin, um vielleicht erst über die Elbe laufen zu können.

    Den Änderungsantrag von der SPD Tierschutz Allianz Volt, ich habe das jetzt flüssig einmal runtergekriegt. Danke, muss ich sagen, ja, da können noch ein paar Bäume hin. Ich sehe auch kein großartiges Problem, ob die nun überall dann auch so anwachsen. Der Park hat, ich bin da im Aufsichtsrat drin, der Park hat im Prinzip ein Problem gehabt mit dem Pappelwald, der sagen wir mal vor die Hunde gegangen ist, da ist jetzt nachgepflanzt worden. Aber ich denke mal auch dort in dem Bereich könnten noch wieder ein paar neue Bäume hin, sodass ich also meiner Fraktion empfehle, diesem Antrag zuzustimmen, den von den Linken werden wir ablehnen und unserem werden wir auch zustimmen. Danke.



  • Zander, Gartenpartei, ja. Jetzt schon wieder ein Punkt, wo ich Bauchschmerzen kriege. Ich kann mich daran erinnern, wie oft wir in den letzten Jahren mit den Geschäftsführern zusammengesessen haben, wo ich gehört habe, das Armo muss verkauft werden, ich kann es nicht bespielen, ich kann die Stadthalle nicht bespielen nachher, wenn sie fertig ist. Ich habe mir sagen lassen, sogar unsere Hyperschale, die wir neu eröffnet haben, hat Probleme mit der Bespielung, dass sie gar nicht so ausgelastet ist, aber ich möchte jetzt einen Bauernhof mit Tieren. Also ich weiß nicht, was wir sollen.

    Sollte es nicht die Hauptaufgabe sein, unser eigenes Unternehmen mal darauf hinzuweisen, kümmere dich bitte um die Objekte, die du hast und wir brauchen nicht unseren eigenen Betrieb oder unseren eigenen Zoo noch Konkurrenz machen. Also das ist der falsche Weg. Frau Schumann hat das richtig erklärt. Sie kennt sich auch noch besser aus. Sie sitzt ja auch im Aufsichtsrat des Zoos. Also da habe ich gar kein Verständnis für oder geht mir auch der Hut hoch, weil das kostet uns alles Geld und ich hoffe, Ihnen ist alle bewusst, wenn wir das heute beschließen, auch das kostet Geld.

    Mir geht der Hut hoch, wenn Parteifreunde für Parteifreundliche Anträge schreiben für einen Park. Ja, da kann man das Gesicht ruhig verziehen. Ich bin das ja gewohnt, hier mal klipp und klar zu sprechen oder klar zu sagen, was hier eigentlich los ist. Sollten wir uns nicht mal um Pflichtaufgaben kümmern, um Aufgaben, wo wir Geld für haben. Wir haben zurzeit kein Geld, das haben wir doch zum Anfang gehört heute. Wir wollen 11 Millionen einsparen. Fangen wir hier mal an und sagen, die Drucksache legen wir auf Eis. Wir warten so lange, bis wir Geld haben in zwei, vier, fünf Jahren, bis wir ein anständiges Konzept haben für den Elbauenpark.

    Und ich habe auch, und da geht mir auch der Hut hoch, wenn ich höre, wir wollen da Karawanenplätze machen. Wir haben genug Karawanenplätze. Wir müssen doch nicht in die Privatwirtschaft jetzt eingreifen und noch Konkurrenz machen. Lassen Sie den Park so, wie es ist. Der ist so gewollt. Ja, da fehlen ein paar Sachen, dass die Leute noch öfter hingehen, eine Attraktion oder so. Attraktionen wollte keiner hier im Stadtrat. Wir wollten das schon mal ändern. Da haben sie das alle abgelehnt. Jetzt will man das über den Bauernhof versuchen. Also ich weiß nicht, wo es so hingehen soll.

    Also diese Drucksache sagen wir mit allen Änderungsanträgen ab. Dafür haben wir zurzeit kein Geld. Und das ist leider so. Dann lassen wir uns das Geld lieber für woanders nehmen.



  • Ja, wo fange ich denn am besten an an der Stelle? Also das Vorhaben scheint ja ein bisschen überdimensioniert zu sein, auch wenn die Grundidee dahinter gut und positiv ist. Ich glaube, wir sind uns einig, dass der Elbauenpark ein wenig aufgepeppt werden kann und ein bisschen Verbesserung braucht und ein paar neue, moderne Angebote. Aber das, was man von diesem Plan entnehmen kann, scheint irgendwie ein bisschen dolle drüber für mich zu sein. Es ist viel zu viel und die Frage ist, was sind dann im Umkehrschluss die Auswirkungen?

    Was wird es mit den Eintrittspreisen zum Beispiel machen? Werden wir dann steigende Eintrittspreise wieder haben und dadurch eigentlich viele Gäste verlieren, die sich den Beitrag nicht mehr leisten können und im Endeffekt nicht mehr Einnahmen generieren können? Wie sieht es mit dem Personal aus? Brauchen wir dann, braucht die MVGM mehr Personal, um die ganzen Attraktionen, die dort im Park vorgesehen sind, zu betreuen, zu pflegen, zu warten etc. pp.? Wo sollen die herkommen? Beziehungsweise die Stadt bezuschusst ja die MVGM auch. Was macht das mit dem städtischen Zuschuss unterm Strich? Wird der dann ansteigen? Wird es für uns als Stadt letztendlich deutlich teurer werden mit der MVGM?

    Und dann würde ich gerne auch nochmal zwei Sätze zu den Karawanplätzen sagen. Also meine Fraktionskollegin Frau Groth-Johann hat das ja hervorragend vorgerechnet. Herr Schuster scheint da mathematisch nicht ganz gefolgt zu sein. Aber wenn man für einen Karawanplatz 70 Quadratmeter plant, ich meine am Yachthafen unten sind es irgendwie 10 bis 15 Quadratmeter für einen Karawan, das ist schon ein bisschen dolle drüber. Also wer soll sich denn da 70 Quadratmeter, in Klammern, viele wohnen eigentlich viel kleiner als auf 70 Quadratmetern. Die Wohnungen sind deutlich kleiner als in dieser Größe. Also wer soll sich dann Platz anmieten und warum brauchen wir dreimal so viel Fläche, wenn wir nur gut 1000 Quadratmeter mit 15 Karawans bestellen wollen? Also das ist eine Sache, die erklärt sich nicht so ohne weiteres.

    Und da würde ich mich freuen, wenn wir von der Oberbürgermeisterin oder der Vertretung des zuständigen Beigeordneten auch nochmal entsprechende Informationen bekommen könnten dazu. Vielen Dank.



  • Madeleine Linke GRÜNE/future!

    Jetzt zuerst einmal geht es hier um eine Aufstellung, eine Änderung eines Bebauungsplans. Das heißt, wir sind im ganz normalen Bauleitverfahren. Das heißt, es geht gar nicht darum, dass wir hier beschließen, wie viel Geld wir ausgeben, um irgendwas zu bauen, sondern erstmal wird grundlegend, und darüber haben wir ja schon geredet, darüber diskutiert, wie könnte man sich das in Zukunft vorstellen? In welche Richtung kann denn die MVGM zum Beispiel weiter denken? Es geht nicht, glaube ich, darum, jetzt konkret schon zu sagen, übermorgen bauen wir das und überübermorgen das. Das will ich nochmal generell zum Bauleitverfahren sagen.

    Grundsätzlich finde ich, das wurde jetzt auch schon vielfach gesagt, ist sehr positiv, dass man sich Gedanken macht, wie man sich vielleicht verändern kann, wie man noch attraktiver werden kann, denke ich, bei vielen, vielen Punkten mit in dieser Drucksache und auch vielen Änderungsanträgen. Ich habe auch kein großes Problem, da jetzt 20 Meter zum Beispiel wegzunehmen, wenn natürlich im Gegenzug, deswegen finde ich den Änderungsantrag der SPD ganz gut, natürlich auch vielleicht Bäume gepflanzt werden. Ich kann auch mitgehen beim Bauernhof, denn ich will nochmal, das wissen vielleicht nicht alle, beim Elbauenpark gibt es schon zum Beispiel Tiere, es gibt Damwild, es gibt Ziegen, die man streicheln kann. Mir ist es aber auch relativ egal, ob der Bauernhof jetzt sozusagen eher mit Gemüseanbau sich beschäftigt oder mit Tierhaltung. Ich finde es eine super Bereicherung, überhaupt da einen Bauernhof zu haben, denn einmal im Jahr findet dort für ein Wochenende auch das Landes-Erntedankfest mit fest und ich finde das eine super Ergänzung auch dazu und finde es auch gut, Stadtkindern sozusagen zu zeigen, wie ein Bauernhof aussehen kann oder zumindest eine Form von Bauernhof aussehen kann, deswegen gehe ich da auch komplett mit.

    An einem Punkt kann ich der Linken zustimmen, ich persönlich zumindest und ich glaube ein Großteil meiner Fraktionen, vielleicht auch nicht die ganze Fraktion, findet die Idee mit dem Karawanstellplatz auch nicht unendlich gut, denn es befinden sich uns hier in der Nähe der Elbe, also auch Auenbereich und ich kann mich zumindest noch sehr gut erinnern im Hochwasserfall, wie es dort aussah und deswegen finde ich es nicht ganz so sinnvoll, da relativ große Fläche auch teilweise zu versiegeln, dort Infrastruktur hinzubekommen, also man braucht ja auch Strom und andere Anlagen muss man da schaffen und auch die Anbindung sozusagen zu diesem Karawanstellplatz würde nach meinem Verständnis, so wie ich das da sehe, auch an der Straße sozusagen vor der Kita langgehen, also diesem Spielhaus von Mietern Pfeiferschen-Stiftung ist es im Rahmenplan, deswegen habe ich da meine Bauchschmerze mit und würde dem Änderungsantrag der Linken zustimmen.

    Genau, an sich glaube ich, haben wir viele Sachen hier abgewogen und ich bin sehr gespannt, wie es dann weitergeht im B-Planverfahren, denn nach der Aufstellung geht es übrigens dann noch weiter im Bauleitverfahren.



  • Dr. Thomas Wiebe SPD/Tierschutzallianz/Volt

    Meine Vorredner haben da schon darauf hingewiesen, was wir hier eigentlich beschließen, eine Änderung des Bebauungsplans. Wir beschließen hier weder Bauernhöfe noch irgendwelche anderen Dinge und ich verstehe auch nicht, warum wir uns daran so hochziehen und über Finanzierung hat es überhaupt kein Wort in dieser Drucksache zu finden.

    Aber eins ergibt sich für mich doch ganz klar, wenn wir diesen Elbauenpark attraktiv erhalten wollen, dann ist es eine Geschichte, die fortzuschreiben ist, wie wir das anstellen und da ist der Erste, der dazu was sagen muss, der amtierende Geschäftsführer. Und ich glaube, das ist auch derjenige, der es am besten einschätzen kann.

    Und Frau Schumann, ich kann mich noch an die Diskussion um Piti Platsche erinnern, da waren Sie vehement dafür, ich auch übrigens, das kostet Geld. Und dieser Bauernhof, ich will es nochmal sagen, ich bin für Tiere und für Bäume, warum? Weil viele Stadtkinder gar nicht mehr wissen, wie ein Bauernhof aussieht und was die Tiere da für Aufgaben haben oder nicht. Die wissen ja nicht mal, was eine Kuh ist. Also den pädagogischen Aspekt, den würde ich gerade Ihnen jetzt nochmal ans Herz legen.

    Und die Konkurrenz zum Zoo, die sehe ich auch überhaupt nicht, weil ich weiß nicht, einen Elefanten werden wir ja wahrscheinlich im Elbauenpark eben dann doch nicht zeigen. Also ich würde es nochmal versuchen, ein bisschen runterzukommen, wir sollten die Drucksache einfach jetzt beschließen und die Änderungsanträge, ja gut, also ich weiß nicht, ob das wirklich zielführend ist. Danke.



  • Ich will auch nur schlaglichtartig ein paar Gedanken mit hineinwerfen, sozusagen von Pittiplatsch bis Bauernhof oder so. Ich kann mich gut daran erinnern, also wir hatten mal eine Panoramabahn, ich kriege das Wort kaum noch raus. Also wenn es jetzt um Profilschärfung geht und Highlights, war ja nicht so, dass es nichts gab. Die wurde abgebaut, auf Wunsch des Ländegeschäftsführers überhaupt. Danach gab es dann Fraktionen, die wollten eine Seilbahn planen. Ich glaube, es waren die Grünen ausnahmsweise, gleich rüber an den Wissenschaftshafen, fand ich gar nicht so schlecht.

    Nur zur Abwechslung ein Gehöft, ein Bauernhof, also nur damit man das alles nochmal verinnerlicht, was man sich hier so anhören darf innerhalb von knapp zehn Jahren. Also hier muss man schon universell humanistisch ausgebildet sein, um nicht völlig zu verölen. Ich habe ja eben bei dem, das war glaube ich Madeleine Linke, die das mit dem Bauernhof auch nochmal so plastisch für mich dargestellt hat, da habe ich meine Kollegin nebenan gefragt, wie jetzt, ist das jetzt ein richtiges Gehöft, was 365 Tage beackert wird? Ich meine, mit drei Morgen Land noch, wo wir uns dann einmal im Monat gemeinsam zum Flügen treffen oder was? Ich meine, immerhin liegen wir ja als Landeshauptstadt in einem Flächenland mitten in der Bürde fruchtbarer Ackerbohnen, haben ja Gott sei Dank nicht alles an Intel verkauft, ein bisschen haben wir ja noch.

    Und insofern frage ich mich jetzt, ob es tatsächlich dieses Bauernhofes auf diesem kommunalen Gelände bedarf, wenn auch ringsherum Aktionstage des offenen Hofes und sowas gibt. Also da komme ich jetzt ehrlich gesagt auch nicht mehr so richtig mit und habe die Sorge, dass uns das so ein bisschen wegbringt vom eigentlichen Grundgedanken dieses Naherholungsgebietes Elbauenpark. Und ich sehe da schon, da folge ich meiner Freundin Carola Schumann, sehe ich schon Konkurrenzen zu unserem Magdeburger Zoo und frage mich, ich meine, wenn die da schon einen Bauernhof machen wollen und, wenn ich das mal kritisch sagen darf, ein Stück weit vielleicht den Blick für Wildtiere oder so jetzt nicht mehr in den ersten Fokus stellen, dann kann das ja so sein, aber muss das jetzt auch noch der Elbauenpark tun, frage ich mich.

    Und ich frage mich im Übrigen auch, liebe zuständige Verwaltung, Sie sehen ja, dass wir hier jenseits von B-Plänen doch auch inhaltlich diskutieren, ob es nicht sinnvoll gewesen wäre, diesen B-Plan auch in den Fachausschüssen, also Tourismus höre ich ja immer raus, Karawanstellplätze oder auch Kultur, also eigentlich steht ja im Aufgabenbereich des Kulturausschusses alle Einrichtungen, die der Freizeit dienen. Ich denke, wenn das jetzt natürlich ein landwirtschaftlich orientiertes Unternehmen werden soll mit dem Bauernhof im Elbauenpark, dann passt das vielleicht nicht mehr ganz im Kulturausschuss, aber hätte das nicht dort eine Beratungsfolge vorgesehen sein müssen und wird es jemand geben, dem er heute und hier darauf Antwort geben möchte? Vielen Dank.



  • Jens Rösler SPD/Tierschutzallianz/Volt

    Ich hätte mir schon längst eine Stellungnahme der Verwaltung gewünscht zu dem Thema. Wir haben, Madeleine Link hat es gesagt, hier eine Änderung des Bebauungsplanes, der schon lange existiert, und wir haben hier im Stadtrat gefordert, dass wir endlich diese Änderung hier in den Ratslauf bekommen, weil der Elbauenpark nämlich schon seit langer Zeit darauf wartet, für die Weiterentwicklung bestimmte Planungsgrundlagen zu haben, wie es dort weitergehen kann.

    Und darum geht es eigentlich. Es geht darum, dass der Elbauenpark, dass die Elbauenpark GmbH ihre Planungen vervollständigen kann, weiter planen kann und dass dieser Veranstaltungspark, das ist ja nicht ein reiner Landschaftspark, dieser Veranstaltungspark, der gerade auf der Westseite viel von Kindern und Familien frequentiert wird, dass der sich so weiterentwickeln kann, dass er eben gerade nicht der Staat weiterhin oder noch größerem Maße auf der Tasche liegt, sondern dass er sich vernünftig refinanziert, nämlich dadurch, dass auch weiterhin viele Familien, Kinder, aber sicherlich auch andere Menschen in den Elbauenpark gehen, den besuchen, Eintritt bezahlen, nicht zu viel Eintritt, da wurde immer darauf geachtet, dass das alles sehr angemessen ist.

    Und von daher ist der Elbauenpark auf eine Weiterentwicklung angewiesen. Deswegen ist es auch so wichtig, dass die Flächen, wie im Änderungseintrag des Bauausschusses dargelegt, etwas erweitert werden, die für bestimmte Spiel- und Freizeitangebote zur Verfügung stehen. Und ansonsten sind alles Optionsmöglichkeiten, die dort in diesem Bebauungsplan stehen. Es muss nicht alles umgesetzt werden, aber der Elbauenpark braucht diese Planungsgrundlage, um sich weiterzuentwickeln.

    Und deswegen sollten wir unbedingt diesen ersten Schritt Richtung Änderung des Bebauungsplanes gehen und diesem zustimmen. Und ich bitte auch ansonsten um diese Änderungsvorschläge, um Zustimmung, dass wir den ein oder anderen zusätzlichen Baum gebrauchen können, gerade zum Beispiel im Bereich von Wegebeziehungen, da könnten durchaus noch ein paar Bäume stehen, dürfte jedem auch klar sein.

    Was die Karawan-Stellplätze angeht, nur so viel, und auch diesen Bereich des Bauernhofes, das sind zum Teil jetzt schon versiegelte Flächen. Teilweise beim Bauernhof zum Beispiel Flächen, da sind Betonanlagen von der alten Schwebebahn oder Einschienenbahn, Panoramabahn. Und von daher sind es teilweise auch Umnutzungen von Flächen, die bisher auch schon vorhanden sind. Stimmen Sie zu, geben Sie dem Elbauenpark die Chance, sich dort weiterzuentwickeln.



  • Simone Borris Oberbürgermeisterin

    Die Verwaltung ja mehrfach angesprochen ist, wir wollten eigentlich gleich schon was sagen und ich würde bloß noch den Part übernehmen, dass wir die Weiterentwicklung, das Inhaltliche im Aufsichtsrat diskutiert haben. Und da gehört es auch an erster Stelle hin.

    Und jetzt wird Frau Scheerenberg gleich einen Satz sagen, der auch Frau Linkes Ansage und auch das von Jens Rösler aufnimmt.



  • Sehr geehrte Stadträte, wir haben jetzt wirklich schon sehr viel gesprochen. Es geht, wie Sie jetzt auch zum Teil festgestellt haben, um die Aufstellung der Änderung des Bebauungsplans. Und danach geht es mit den ganzen Entwicklungen und Prüfungen weiter.

    Herr Schüller zum Beispiel war im Bauausschuss und hat selber gesagt, es handelt sich um einen Optionsplan, der für die nächsten 20 Jahre geplant ist. Und dann ist erstmal zu gucken, was tatsächlich umgesetzt wird und was nicht.

    Und die Karawan-Stellplätze zum Beispiel sind vorgeschlagene Standorte, die die Verwaltung als geeignet empfunden hatte. Bäume können natürlich noch gepflanzt werden. Das wollen wir alle, macht Sinn. Da muss man gucken, wie man dann noch arrangieren kann. Und alles andere ist dann weitere Aufgabe des Bebauungsplanverfahrens.



  • Erstmal danke, Frau Scheerenberg, dass Sie das hier aufgeklärt haben. Vielleicht da noch ergänzend dazu: Alles, was jetzt der Park so gemacht hat in der Vergangenheit, hat teilweise nicht mit dem Bebauungsplan übereingestimmt. Deshalb hat sich der Elbauenpark zusammengesetzt mit dem Stadtplanungsamt und hat dann mal entwickelt, wo man was machen könnte. Das ist eine Planung, das ist noch nicht festgeschrieben.

    Und eine spitze Bemerkung noch, Herr Vorsitzender, darf ich mir erlauben. Ich kann rechnen und ich muss mir von niemandem hier irgendwie dumm kommen lassen. Das muss man mal ganz deutlich sagen. Wenn man einen Wert ermittelt von 70 Quadratmetern pro Fahrzeug, ungefähr 20 Quadratmeter hat ein Fahrzeug. Vor so einem Fahrzeug muss noch ein bisschen Platz sein, und so ein Fahrzeug braucht auch eine Zuwegung. Dann kommt man ganz schnell auf 70 Quadratmeter, und das ist noch nicht mal besonders großzügig.

    Versiegeln von Flächen muss man auch nicht bei einem Karawanstellplatz, sondern das kann man mit Rasengitterstein machen, da wo das Fahrzeug steht, und der Rest ist eine grüne Wiese. Jeder, der ein Karawan hat oder mit dem Wohnmobil unterwegs ist, der guckt auch, wie der Platz aussieht, ob er eine Wiese vor der Tür hat oder eine Schotterfläche. Danke.



  • Stephan Papenbreer Tierschutzpartei

    Grundsätzlich stimmen wir der Drucksache zu, weil wir es auch so sehen, dass wir gerade in dem Bereich eine Entwicklung benötigen und es der Landeshauptstadt Magdeburg gut tut, wenn wir dort weiter nach vorne schreiten.

    Den Änderungsanträgen werden wir nicht zustimmen, weil wir sie für zu früh halten. Es geht genau darum, was eben gesagt worden ist, wir brauchen erstmal eine Freigabe, um die Planung zu gehen.

    Grundsätzlich von meiner Erfahrung heraus, die Geschichte mit dem Bauernhof, ich hatte wirklich gedacht, das wäre ein Witz. Also ich komme aus der elb-seitigen Familie, ich habe als junger Mann mit Viehhändlern und so, bin ich unterwegs gewesen, morgens um fünf schon. Das Ding kostet 400.000, 500.000 Euro im Jahr für einen Disney-Bauernhof, wo wir nichts zeigen können. Mensch, wenn jemand Kühe sehen will, dann soll er zum Bauernhof fahren und die Bauern fragen, ob man da was machen kann. Aber eine Entwicklung sehen wir als wirklich positiv.



  • Ja, wenn hier immer gesagt wird, es geht ja nur um den B-Plan, wenn man sich die Drucksache anschaut, die hat fünf Punkte. Und der Punkt 3 ist der Rahmenplan. Und in dem Rahmenplan steht zum Beispiel der Bauernhof drin. Das ist das Erste, was ich sagen wollte. Also es geht nicht nur um den B-Plan, es geht auch um den Rahmenplan. Und den Rahmenplan sollen wir beschließen und da ist der Bauernhof bei. Das ist das eine.

    Wenn gesagt wird, wir wollen den Elbauenpark attraktiv gestalten, na klar wollen wir das. Er hat ja ganz viele Punkte, die stehen in dem Rahmenplan drin. Und deswegen ist dieser Bauernhof, der für den Zoo sehr wichtig ist, obsolet. Weil den brauchen wir ja nicht. Und wenn gesagt wird, das kostet nicht, das machen wir mit dem, was wir haben. Es wurde schon mehrfach gesagt, das funktioniert nicht. Ich habe es gesagt. Wir brauchen die Gebäude, wir brauchen das Futter, wir brauchen Futterlager, wir brauchen Personal. Nein, und man kann es nicht mit dem Personal machen. Wir müssen Tierarzt, wir brauchen Tierärzte, die Tiere müssen also versorgt werden und, und, und. Und dann wollen Sie mir sagen, das geht mit dem, was wir haben, kostenneutral? Das glauben Sie doch selber nicht.

    Und dass das dann wieder uns auf die Füße stellt, dass das dann eine Doppelfinanzierung wird, gerade Sie als AfD, wundert mich immer. Sie erzählen immer, Sie sind gegen Kostensteigerung und gucken auf die Kosten. Und hier sagen Sie, ist ja eigentlich egal, macht ja nichts. Und dann, jetzt bin ich dran, jetzt bin ich dran. Meine Damen und Herren, Sie kommen jetzt zur Ruhe. Herr Kumpf, Frau Stadträtin Schumann redet und auch auf der linken Seite wird es wieder ruhiger. Frau Schumann.

    Und auch, natürlich braucht der Elbauenpark Einnahmen. Das mal leise, ich sage nur, er hat den Rutschenturm und, und, und, und, und hier stehen noch ganz viele Dinge drin. Dann bitte lassen Sie doch dem Zoo den Bauernhof, auch er braucht ein Konzept. Ich finde so, er sucht eine konzeptionelle Ausrichtung und das ist ein Grundbaustein, wird ein Grundbaustein seines Konzepts sein. Und wenn wir sagen, das steht ja da nur drin, muss ja nicht gemacht werden. Wir kennen das alle. Wenn das einmal festgeschrieben ist, ist es festgeschrieben. Und dann hat er auch die Möglichkeit, da weiterzumachen. Und dann zu sagen, na ja, das steht ja bloß da, wenn es doch nur da steht. Und er das ja dann sowieso machen kann, dann kann er es auch streichen und kann sagen, so und jetzt komme ich mit einem neuen Antrag, jetzt mache ich das halt, ich gucke der Zoo, ich mache das was ganz anderes, als der Zoo jetzt vorhat, wäre ja auch eine Variante.

    Also wie gesagt, wir kennen das und es kommen mehr Aufgaben auf die Stadt zu, da können Sie sich sicher sein. Und weil das Thema so wichtig ist, auch konzeptionell, auch für die Entwicklung des Zoos, bitte ich bei dem Änderungsantrag um namentliche Abstimmung.



  • Das glaube ich nicht, weil ich eine Frage aufwerfe, da werden sich noch viele melden gleich. Ich muss das so sagen. Frau Schumann hat aber recht, alle Anlagen, die da dran sind, das heißt also wird umgesetzt. Das kennen wir aus den Jahren, solange wie man hier im Stadtrat ist. Also da braucht uns keiner was vormachen.

    Aber uns ist gerade nochmal so eingefallen, wir haben zwar gesucht, aber haben es nicht gefunden, aber Herr Müller ist auch schon lange dabei. Das war mein Antrag der Linken, vor Jahren noch, da war der Alt-OB da, da hatten wir das mal hier ganz lange auf der Tagesordnung, Bundesgartenschau nochmal nach Magdeburg zu holen. Das haben wir damals unwahrscheinlich hoch und runter diskutiert und das wurde damals dann vertagt, abgelehnt glaube ich. Das wissen ja nur die, die schon länger dabei sind, aber das wäre doch die Variante gewesen, das nochmal nach Magdeburg zu holen, in dem Elbauenpark, um Geld zu sparen, weil das wird dann wieder finanziert. Warum verfolgt man diesen Weg nicht? Das wäre ja nochmal was gewesen und wir hätten viel, viel Geld sparen können.

    Aber bei dieser Drucksache, die wir jetzt haben, da können wir leider nicht zustimmen und jetzt können wir den gerne abstimmen, keiner mehr was sagen will.



  • Nicole Anger, Fraktion Die Linke. Ich werde jetzt gar nichts zur Interpretation von Herrn Schuster meiner Worte sagen, sondern nochmal darauf hinweisen, dass ich drei Fragen gestellt hatte an die Verwaltung und ich würde doch gerne noch die Antworten hören.

    Wenn Herr Schüller ja schon für zwanzig Jahre vorausgeplant hat, dann kann man mir beantworten, wie die Personalplanung ist, wie das mit den Eintrittspreisen aussieht und wie das mit dem kommunalen Zuschuss aussieht. Vielen Dank.



  • Dr. Niko Zenker SPD/Tierschutzallianz/Volt

    Einfach nur ein Statement. Ich wollte Herrn Zander mal recht geben. Ja, wir haben vor ein paar Jahren das mal beschlossen, dass die Bundesgartenschau wieder nach Magdeburg kommen soll, aber nie in demselben Gebiet. Es war immer ein anderes Gebiet, zum Beispiel um den Salbker See, um das aufzuwerten. Das war die Idee und wenn die Bundesgartenschau irgendwann mal kommt, wenn der Beschluss umgesetzt wird, dann wird das mit Sicherheit nicht im Elbauenpark sein.

    Was ich aber auch sagen muss, nur weil wir das heute beschließen, heißt das nicht, dass das umgesetzt wird. So wie Sie das gerade dargestellt haben, ist jeder Beschluss, den wir hier im Stadtrat führen, innerhalb der nächsten drei, vier Jahre umgesetzt. Das habe ich persönlich noch nie erlebt. Gerade bei solch Großverfahren, bei solchem großen Gebiet, dass das alles sofort umgesetzt wird.



  • Sobald ich ein wenig angesprochen werde, antworte ich doch gerne. Und ja, solange wie ich dabei bin, habe ich das oft genug erlebt, muss ich sagen.

    Alles, was da dran war, wurde dann auf einmal zügig umgesetzt. Und wir haben immer gestaunt, was denn jetzt, und dann wurden wir darauf hingewiesen: "Ihr habt das doch beschlossen!"



  • Vielen Dank, Herr Vorsitzender. Ich habe tatsächlich eine Weile überlegen müssen, ob ich dazu etwas sage oder darauf reagiere, liebe Carola. Aber du hast richtig festgestellt, ja, wir sind die Fraktion, die am meisten Kosten sparen will. Wir haben uns da quasi in Ruhm aufgebaut. Uns ist das natürlich nicht egal, ob da Mehrkosten entstehen.

    Aber du siehst das wahrscheinlich alles ein bisschen durch deine Zoobrille und willst da Konkurrenz ausschalten. Insofern glaube ich, machst du da vielleicht ein bisschen zu viel Lobbyarbeit, als dass es dann auch glaubwürdig ist. Vielen Dank.



  • Ich bin auch in der Gesellschafterversammlung des Elbauenparks.



  • Simone Borris Oberbürgermeisterin

    Es richtet sich an die MVGM, wo ich bis vor kurzem noch Aufsichtsratsvorsitzender war, und ich muss Ihnen sagen, Frau Anger kann die Fragen nicht ad hoc beantworten.

    Sie würde die aber an den Geschäftsführer weitergeben und ihn bitten, da schriftlich zu antworten.



  • Sehr geehrte Stadträte, der Projektträger, die ja auch hier anwesend sind zu großen Teilen, und die MWG, die Wobau und andere Wohnungsunternehmen möchten das Stadtquartier als urbanes Gebiet mit gemischter Nutzung entwickeln. Und es ist in vielen Ausschüssen und auch in den Fraktionen, soweit ich weiß, schon vorgestellt worden.

    Ich war in einigen Ausschüssen dabei und ich denke, es ist so, in Anbetracht der Uhrzeit, es ist so ausreichend alles vorgestellt worden, dass wir jetzt, glaube ich, doch schon gleich in die Diskussion kommen können.



  • Simone Borris Oberbürgermeisterin

    Genau, also das Projekt an sich, denke ich mal, findet auch breite Zustimmung in der Diskussion. Hatten wir ja das Thema, was passiert mit dem Max-Wille-Platz? Es gab ja schon mehrfach hier Anläufe, dass man da einen Mietvertrag anstrebt oder einen Pachtvertrag, der über eine längere Zeit geht.

    Wir haben Ihnen als Verwaltung dargelegt, dass das eine Schwierigkeit ist, dass das nicht funktioniert, was wir jetzt getan haben. Dass wir eine quasi kleine Versicherung mit einem Schreiben herausgegeben haben, die dem Messeverein quasi eine Gewähr gibt, dass wir nicht vorhaben, dort Veränderungen an dem Miet-Pachtverhältnis vorzunehmen.

    Und auch den Hinweis darauf, wenn es Änderungen geben sollte, ist der Stadtrat derjenige, der es beschließt. Und da gehe ich grundsätzlich davon aus, dass Sie das eh nicht tun würden. Also auch für die notwendigen Investitionen ein Papier, damit der Messeverein dort tätig werden kann. Also eine Zusicherung, dass dieses Verhältnis, was dort besteht, auf lange Sicht gefahren ist.



  • Madeleine Linke GRÜNE/future!

    Wir sind da, wir wollen ja das Planungsziel ändern oder die Verwaltung möchte es ändern mit der Drucksache. Wir haben im ersten Teil, als wir generell den B-Plan beschlossen haben hier im Stadtrat, schon viel über sozialen Wohnungsbau gesprochen oder dass es auch Wohnungen geben soll, die sich eben ja auch nicht ganz so betuchte Menschen leisten können. Das wollen wir sozusagen jetzt hiermit kohärent nochmal kundtun, denn dort im Planungszielstand bestimmt bisher immer nur allgemeines Wohngebiet mit hohem Grünanteil für den genossenschaftlichen und kommunalen Wohnungsbau und wir wollen das noch um das Wort sozialen erweitern und dann im zweiten Punkt auch nochmal festschreiben, darüber haben wir aber schon in der Vergangenheit gesprochen, dass der Anteil an sozialen Wohnungsbau mindestens 25 Prozent betragen soll.

    Warum ist das so? Bei den Visualisierungen und auch bei den Gesprächen haben wir immer wieder gehört, dass dort, naja, eher sozusagen, wir haben immer Wohnungsbedarf für Ärztinnen, für die Fußballer, für die Handballer, für alle, die viel Geld verdienen, aber wir finden, dass eben auch alle Menschen dort leben können, also ja, können sollen. Und gleichzeitig will ich nochmal, jetzt rede ich nicht nur zum Änderungsantrag, sondern generell zur Drucksache nochmal dafür sprechen, dass wir auf der einen Seite sehen, dass natürlich mit dem Ziel, mit der Zieländerung auf ein ovales Gebiet ist, natürlich auch um Lärmemissionen gibt. Die Regelungen sind deutlich geringer als bei einem reinen Wohngebiet, das ist sicherlich ein Hintergrund, aber auf der anderen Seite finden wir natürlich auch gut, dass wenn man so ein Wohngebiet dort jetzt schafft, dass es da eine Durchmischung gibt, eben nicht nur vom Geldbeutel her, sondern auch von den Nutzungsformen, also dass es da auch eine Bäckerei gibt, dass man da eine Kita hat, dass man da auch einen Stadtteiltreffer hat, dass man da Fahrräder vielleicht ausleihen oder kaufen kann, das finden wir auch gut, dass es nicht nur ein reines Wohngebiet ist.

    Deswegen, genau, wollten wir das, ja, werden wir uns glaube ich unterschiedlich in der Fraktion jetzt dazu verhalten, aber nicht ablehnen. Glaube ich uns ist, wie gesagt, das auch wichtig, dass das für alle am Ende erschwinglich ist und das nicht sozusagen eine Wagenburg wird oder nur die reichen Leute wohnen am Ende, sondern eine Durchmischung stattfindet. Und das passt auch natürlich zur genossenschaftlichen Wohnungsbau und wir hoffen, dass das so umgesetzt werden kann und bitten deswegen um Zustimmung zu dem Änderungsantrag.



  • Burkhard Moll Tierschutzpartei

    Hier geht es ja im Grunde genommen eigentlich um die Änderungen für ein zukunftsweisendes urbanes Bauvorhaben. Das ist das Bauvorhaben, welches uns vorgestellt worden ist, und zwar ist es mit sehr viel Gespür für eine sehr gute Wohn-, Lebens- und Aufenthaltsqualität in Planung gewesen.

    Zu den OSG-Schreiben, was hier kursiert. Wir hatten am 17.04.2025 ein Gespräch in unseren Fraktionsräumen mit Herrn Fischbeck von der MWG und dem Vorstand des VSG, wobei da über diese Sachen oder Ängste gesprochen wurde. Da hieß es eigentlich, mit dem Schallgutachten und das, wie das so geplant ist, könnte man leben. Ich weiß nicht, wo jetzt nach einem Jahr später jetzt eine neue Schreiben herkommt und warum, weshalb da wieder Ängste geschürt werden.

    Zum anderen möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass fast jeder in seinem Büro hier einen Kalender von Magdeburg beeindruckt hat von 2026. Und auf diesem Kalender steht unten zum Beispiel, Magdeburg, die lebendige Großstadt am Fluss. Und genau um das geht es hier. Ich bitte Sie um Zustimmung für diesen Beschlussvorlage.



  • Simone Borris Oberbürgermeisterin

    Ich möchte das gerne klarstellen: Wir haben mit dem VSG zusammengesessen, sowohl mit der MWG als auch mit der Verwaltung und haben da nochmal dem Wunsch nachkommen wollen, dass da ein gewisses Maß an Sicherheit existiert.

    Deswegen nochmal ein Jahr später dieses Schreiben. Also nicht um Unsicherheit zu schüren, sondern um ein Stück weit mehr Sicherheit noch zu geben, weil das der ausdrückliche Wunsch aus der Runde gewesen ist.



  • Sehr geehrter Stadtrat, sehr geehrte Oberbürgermeisterin, sehr geehrte Gäste auf der Tribüne,

    heute geht es um das Thema Stadtpark für alle, Stadtwohnbebauung für wenige. Jedem, dem unser Stadtpark und unser ältester Messeverein weltweit am Herzen liegt und sie erhalten möchte, muss diese Drucksache ablehnen. Und nicht nur bei der Eröffnung der Messe sich mal einladen lassen und mit warmen Worten Zuspruch heucheln.

    Und ja, jetzt geht wieder die Diskussion los, was ist Stadtpark? Ist Stadtpark die ganze Elbinsel? Ist Stadtpark nur südlich der Kanonenbahn oder noch enger gefasst? Für uns als AfD-Fraktion ist die ganze Elbinsel Stadtpark erhaltenswert als grüne Lunge Magdeburgs und darf nicht weiter verdichtet werden. Ganz Magdeburg wird verdichtet und hier haben wir jetzt auch die einmalige Chance, dafür Sorge zu tragen, dass für zukünftige Generationen dieses erhalten bleibt, diese Elbinsel erhalten bleibt. Was für die New Yorker der Centerpark ist, sollte für uns die Elbinsel und unser Stadtpark sein.

    Ein konkretes Beispiel, wo die Reise hingehen soll, kann ich daran festlegen. Man guckt ins Mandatos, was im nächsten Stadtrat uns erwartet, nämlich die Drucksache Aufstellung des Bebauungsplanes Nummer 250-8 am Winterhafen Kanonenbahn. Also auch da südlich der Kanonenbahn soll demnächst anscheinend auch bebaut werden. Obwohl da noch ein Antrag, ich glaube grün und links, im Umlauf ist, das Ganze zu renaturieren, aber die Verwaltung scheint ja schon andere Pläne zu haben.

    Und ich möchte noch mal kurz das Beispiel nennen mit dem Hotel. Nun ist es da, nun ist es saniert, nun wird es betrieben. Auch da wurden wir als Stadtrat so ein bisschen über den Tisch gezogen und es ist noch viel mehr Autoverkehr in den Stadtpark gekommen, als das eigentlich geplant war.

    Doch nun zurück zum eigentlichen Thema. Mit dieser Drucksache soll der weiteren Bebauung des Stadtparks und der Verdrängung des Messevereins der erste Flock eingeschlagen werden. Verkauf wird dies so oft wie mit blumigen Phrasen wie urbane Gebiete bieten zusätzlichen Raum für verschiedene Arten von Gewerbegebieten sowie soziale und kulturelle Einrichtungen und stärken so eine integrierte Stadtentwicklung mit kurzen Wegen für örtliche Bevölkerung. Dann das nächste Zitat, urbanes Gebiet mit hohem Grünanteil für genossenschaftlichen und kommunalen Wohnungsbau. Ganz vergessen wird dabei zu erwähnen, dass auch, ich weiß nicht wie weit das noch aktuell ist, dass auch Privatinvestoren mit ins Boot geholt werden sollen. Ein Hotel gebaut werden soll, ob das nun vermietet und so weiter oder der Investor auch Eigentümer wird, das ist halt noch die Frage. Verkauft wird uns das als kommunaler Wohnungsbau.

    Sicherlich hat jede Fraktion und jeder Stadtrat zu dem Thema schon viele Gespräche gehabt. Man wurde in Einzelgesprächen, ja ich möchte schon fast sagen, bearbeitet, wie gut das der Stadt Magdeburg den Bauunternehmen und so weiter tut, dieser Drucksache so zuzustimmen. Nein, wir als AfD bleiben standhaft, stehen weiterhin zu unserer Haltung und jeder, der mit etwas Sachverstand an die Sache herangeht, weiß aus den Berichten, Diskussionen, dass die ganzen Versprechungen eventuell auch bald alle Schall und Rauch sein werden.

    Also eingeprägt hat sich für mich die Diskussion bei unserer Fraktion, wo eine junge Dame das Schallschutzgutachten so ein bisschen vertreten hat und sich da verkämpft hat und schon mal zwei, drei kritische Fragen angefangen hat zu schlingern. Und ich brauche kein Gutachter zu sein, wenn mir erklärt wird, dass ein Riegelbau von 21 Metern den Schall und Lichteinfluss von Messegeräten von bis zu 45 Meter oder höher abhalten soll. Also wir müssen mal die Sache ganz realistisch sehen. Wir wissen doch, wie es ausgehen wird im Endeffekt. Es wird auch versprochen, dass die Mieter in den Wahlvereinbarungen unterschreiben, dass sie damit leben müssen, was da vor ihrer Tür dann passiert. Aber wir wissen alle, wie schnell sich in der Politik hier was ändert, Schallschutzverordnungen sich ändern, verschärfen und die Anwohner, die wissentlich irgendwo hinziehen, beispielsweise an den Hasslerplatz oder an die Elbseite gegenüber einer Bar und wissentlich, dass da Barbetrieb ist, dass da abends ein bisschen was los ist, dass die Stadt auch ein bisschen lebt. Die Ersten sind, die bei der Polizei das Ordnungsamt anrufen und sich beschweren. Das sind auch die Ersten, die ins Klageverfahren gehen und diese ganzen Individualvereinbarungen im Mietvertrag aufheben. Und dann ist es schlecht beseht um unseren Messeplatz. Welche rechtliche Sicherheit diese Individualvereinbarungen geben, wurde uns auch nicht erklärt. Also inwieweit da wirklich dann auch vor einem Gericht sowas stand ist.

    Wir werden sehen, wie die Abstimmung hier heute ist. Jeder, der dafür ist, dass dieser Stadtpark so erhalten bleibt, nicht weiter verdichtet wird. Namenliche Abstimmung, ich weiß, wird uns so an die Wand geworfen. Das fordern wir heute auch nochmal hier extra explizit. Und unabhängig davon, wie ich zur MWG stehe und zu Herrn Fischbeck, ich mag seinen Einsatz für Projekte und wie er sich da auch mit vielen Zusätzen reinsteigert. Das ist wirklich zu 100 Prozent unterstützenswert. Aber in dieser Sache hat er uns als Gegner und wir bleiben bei unserer standhaften Meinung. Stadtpark für alle, Elbinsel für Kulturveranstaltungen, für Erholung, ein Park für alle, statt Wohnbebauung für wenige.

    Vielen Dank.



  • Dr. Falko Grube SPD/Tierschutzallianz/Volt

    Man kann es noch so oft wiederholen, wie man will. Der Stadtpark war noch nie die ganze Rotehorn-Insel, jedenfalls nicht in der neueren Geschichte der Stadt. Das sieht man an der Restbebauung, das sieht man, wenn man sich historische Pläne anschaut, wie das vor der Zerstörung war. Da stand die Zitadelle, das ist nicht der Stadtpark. Der Platz, über den wir hier reden, ist es nicht.

    Ich habe aber Herr Kumpf aufmerksam zugehört. Man kann das ja so sehen, die ganze Rotehorn-Insel ist der Stadtpark. Aber wenn Sie das wollen, dann sind Sie diejenigen, die den Messeplatz platt machen wollen, weil ein Messeplatz ist kein Park. Wir wollen das nicht. Da ist kein Park, da ist eine Nutzfläche. Wir wollen den Messeplatz erhalten und wir wollen trotzdem, dass der kleine Stadtpark ordentlich verbaut wird, weil das, was uns vorgestellt wurde in der Fraktion, würde das Stadtbild an der Stelle wirklich, wirklich kleiden.

    Warum soll das jetzt ein urbanes Gebiet werden? Ganz einfach, weil der Schallschutz einfacher ist. Der Schallschutz ist einfacher und deswegen soll das ein urbanes Gebiet werden.

    Zum Änderungsantrag der Grünen, da fordere ich Punktweise Abstimmung. Den ersten würde ich zustimmen und den zweiten ablehnen. Ich will auch erklären, warum. Ich weiß, dass andere Städte das machen und die legen da Prozentzahlen von sozialem Wohnungsbau fest. Aber das sind alles Städte, die in Bundesländern liegen, wo es auch soziale Wohnraumförderung gibt. Und das ist im Moment in Sachsen-Anhalt schlicht und ergreifend nicht der Fall. Das ist zu kritisieren, keine Frage, aber das ist derzeit in Sachsen-Anhalt nicht der Fall.

    Wenn wir in irgendeinem Bebauungsplan, ob das hier ist oder woanders, irgendeinen Prozentsatz an gefördertem sozialen Wohnungsbau reinschreiben, ist das ein Verhinderungs-B-Plan. Das heißt, wir würden den Investoren, egal wer es ist, verhindern, dass sie bauen. Und das, finde ich, kann man nicht tun. Deswegen ist das Ziel sozialer Wohnungsbau zuzustimmen. Überhaupt keine Frage, steht eigentlich auch schon drin, ist aber egal, Doppelkümmer wird hält besser. Aber an der Stelle wäre das tatsächlich eine Verhinderung des Bauvorhabens. Und das kann man aus meiner Sicht nicht tun. Bitte stimmen Sie so zu, Punkt 1, kein Problem und dann passt das. Danke.



  • Grundsätzlich glaube ich, kann ich dem Stadtrat Grube, können wir als Fraktion folgen. Wir finden gut, dass das Gebiet entwickelt wird. Wir finden gut, dass der Schwerpunkt jetzt auf eine ganzheitliche Ansicht, auf dieses Konzept der urbanen Durchmischung eingegangen wird. Auch zum Thema Lärmschutz wurde vorgestellt, dass mit diesem Riegelbau dem durchaus Sorge getragen wird. Von daher brauchen wir das jetzt nicht alles doppeln.

    Zum Änderungsantrag der Grünen hatten wir auch schon eine rege Diskussion im Bauausschuss dazu. Die Begründung, die Falco gerade gebracht hat, finde ich, spricht genauso gut dagegen. Es steht im Grundsatzbeschluss drin, dass auch eine Durchmischung der Bauteile auch im bezahlbaren Sektor passieren muss. Die Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften, die dort investieren, die haben den Ziel und den Zweck, eben auch nicht der Stadt weiter zur Last zu fallen. Ich verweise auf die Haushaltssituation.

    Und wir haben alle wahrscheinlich auch die Briefe gekriegt der hiesigen Bauwirtschaft, die dort in Partnerschaft mit den Genossenschaften und Gesellschaften baut, die wiederum Wertschöpfung hier in der Stadt lässt, die wiederum Grundlage für Leben in der Stadt ist. Viel sozialer kann man nicht bauen, viel sozialer kann man das Ganze nicht denken. Von daher ist der Änderungsantrag abzulehnen und der Drucksache zuzustimmen.



  • Ich kann vorab schieben, wir haben die Abstimmungen unserer Fraktion freigegeben. Ich finde den Änderungsantrag der Grünen gut, den sozialen Wohnungsbau reinzuschreiben. Ich finde es auch ein bisschen schade, dass die SPD an der Stelle ihre sozialen Grundsätze mitverkauft hat und sagt, okay, dann machen wir das mit.

    Man kann zu dem Projekt ja stehen, wie man möchte. Ich persönlich halte das für keine gute Entwicklung für den Stadtpark. Ich persönlich beobachte das mit Sorge, wenn es um die Mietpreisentwicklung dann auch auf dem Werder geht, dass es sich dort ohnehin um den Stadtteil handelt, der mit über 50 Prozent Mietpreissteigerung in den letzten zehn Jahren die stärkste Entwicklung in Magdeburg genommen hat.

    Man kann für die Entwicklung mit Sicherheit sein und da kann auch gerne was passieren, aber in dem Sinne, da wir wissen, wer am Ende dort wohnen wird, und das wird nun mal nicht der Durchschnittsmagdeburger oder die Durchschnittsmagdeburgerin sein, halten wir das für verfehlt. Aber auch eben diese Einstufung für ein urbanes Wohnquartier, weil das am Ende zu Lasten der Mieterinnen und Mieter dort gehen wird, egal in welcher Etage sie wohnen. Und das wird zu Nutzungskonflikten führen, das ist vorprogrammiert.

    Und deswegen, ich werde für meinen Teil abstimmen, andere aus meiner Fraktion werden sich anders verhalten. Genau.



  • Guter Jahr, Gartenpartei. Kriegen wir doch hin. Nicht das Problem. Tja, also ich wundere mich eigentlich schon, was ich bis jetzt gehört habe. Ich wollte eigentlich erst zum Schluss nach vorne gehen und mal meinen Senf hier rauslassen, weil ich das nicht verstehe, was heute schon gesagt wurde. Fakt ist doch eins. Bis ins Jahr 2018 waren Sie alle dafür, die meisten, die hier sitzen, für die Bebauung. Die Gartenpartei war dagegen. Wir hatten viele Anträge in diesem Rathaus, hier im Rathaus, im Sitzungssaal. Die wurden alle abgelehnt. Wir waren mit dem MDA da, wir waren mit der Volksstimme da, wir waren mit einem Sender aus Berlin da. Es gab eine Petition, es gab alles. Wir haben alles gemacht, die Bebauung am kleinen Stadtmarsch zu verhindern. Das haben wir nicht geschafft. Der Stadtrat hat dann beschlossen, das wird bebaut. Und ja, es wird bebaut jetzt. Man muss das auch einsehen. Da denke ich immer dran an Alt-OB Trümper, der gesagt hat, Herr, oftmals, ihr müsst auch mal die Demokratie ernst nehmen. Und wenn die Mehrheit sagt ja, dann ist das so.

    Und an dem Tag, wo wir hier im Stadtrat das so beschlossen haben, und ja, Herr Kumpf, auch die AfD hat teilweise dazu gestimmt. Wir haben nämlich nachgeguckt, die haben es ja schwarz auf weiß. Die Bebauung, das muss man so sagen, am 22.02.2018, kann man alles nachlesen. Da gab es ja noch nicht unser TV, da gab es noch nicht die namentliche Abstimmung so richtig. Das haben wir ja dann erst eingeführt als Gartenpartei. Ja, da können Sie lachen, das ist so, das sind unsere Anträge. Außer die namentliche Abstimmung, das natürlich nicht. Aber die Aufzeichnung, Herr Dr. Grube, von Ihnen natürlich, ist ja klar, da fehlt ein bisschen die Bildung, da muss ich nicht drauf eingehen. Aber egal, das muss man so sagen, wir waren das, die dagegen waren. Und die Kleingärtner haben immer gesagt, unser schönes Grün. Jetzt haben wir doch was gesehen für die Bebauung, wo man sagen muss, das finde ich geil. Ich persönlich, wenn ich da bauen würde als Unternehmer, ich würde sogar noch höher bauen. Ich muss das leider so sagen, weil das eine gute Stelle ist. Und dort bauen, am kleinen Stadtmarsch, da baut kein Herr Fischbeck. Leider. Da baut die MWG und die Wobau. Und ich glaube mal, wenn ich Mitglied in eines Aufsichtsrats bin, Herr Funk, dann weiß ich doch, was die Wobau vorhat, dann weiß ich, wie viel Geld das uns die Wobau kostet und wie schön es werden soll. Ja, es geht jetzt um die MWG, aber auch die Wobau baut dort. Dort, dort bauen, muss man so sagen. Und darum werden wir diese Drucksache heute auch zustimmen. Und wir freuen uns darauf schon, dass wenn das mal endlich losgeht, ich sage immer wieder 18, wenn man sieht, was wir im Jahresdatum wie heute haben, wie lange das alles dauert, auch das kann man keinem sagen, das dauert mir viel zu lange, bis dort bebaut wird.

    Und ich muss auch sagen, ich war sehr verärgert, dass ich ein Schreiben hier von den Schaustellern bekommen habe gestern oder wir als Fraktion. Ich muss sagen, das finde ich unsere Schublade. Wir waren so oft bei den Schaustellern. Wir haben uns so oft auf der Messe getroffen. Wir haben so oft über die Projekte gesprochen. Es gab niemals einen Einwand dazu, das nicht, das nicht oder das nicht. Das hätte man doch vorher alles sagen können. Dann hätte man noch reagieren können. Man hätte das einarbeiten können oder wie auch immer. Aber dann, so wie heute, nochmal Stimmung machen, also das gehört sich einfach nicht. Als so ein Unternehmen, was schon so lange da ist, was so lange Messe macht und wir gehen alle gerne zur Messe, das muss das so sagen, gerne dorthin für Eröffnung oder auch mit der Familie und amüsieren uns auf der Messe und wir hoffen, dass es auch so bleibt. Aber jetzt bebauen wir da. Jetzt sehen wir, wir hoffen, dass wir dann schnell zügig vorankommen, dass es dort dann zu sehen ist, was Schönes dort gebaut wird.

    Und wir möchten natürlich auch, dass das heute alles festgehalten wird, namentlich, natürlich mit dem Foto heißt es ja heute, dass wir das kontrollieren können, was wir alles heute, wie heute die einzelnen Fraktionen beschlossen haben. Zum Änderungsantrag, auch da gehe ich mal wieder zurück. Da muss ich leider auch Herrn Müller ansprechen. Herr Müller wird das wissen. Da gab es nämlich schon den Antrag bei dem ersten Beschluss von den Linken mit der, von die Linken, genau, von die Linken. Ich glaube sogar von Herrn Hempel hat den damals eingebracht, wenn ich mich richtig erinnere, dies festzuhalten mit dem Votum. Da brauchen wir keinen Änderungsantrag von den Grünen hier nochmal. Die Wahl wird sowieso verloren von den Grünen, das weiß ich heute schon. Da brauche ich keinen Änderungsantrag für den Stadtmarsch. Aber nur mal so nebenbei. Aber diesen Änderungsantrag kann man ablehnen. Man sollte nur den Hauptantrag hier zustimmen. Und dann schauen wir mal, wie schön es wird. Vielen Dank.



  • Dr. Niko Zenker SPD/Tierschutzallianz/Volt

    Ich kann eigentlich die Rede wiederholen, die ich vor fünf Jahren schon mal gehalten habe. Wenn ich am Schleinufer stehe, Richtung kleiner Stadtmarsch gucke, sehe ich da das MDR-Gebäude, sehe da ein einzeln stehenendes Gebäude, wo ich mich als vielleicht nicht so historisch Kundiger frage, warum steht denn da ein einzeln stehenendes Gebäude? Naja, das kann man sich ja leicht googeln, aber dennoch habe ich die Vision, dass da auch Häuser stehen, dass da auch Menschen wohnen und dass wir da quasi auf eine schöne Bebauung gucken, sodass wir dort diese Lücke schließen, zumindest optisch schließen und am Ende dort was für unsere Stadt machen.

    Natürlich muss man gucken, was passiert mit sozialem Wohnungsbau. Natürlich muss man gucken, welches Klientel zieht da hin. Das muss alles passieren. Und ich muss auch heute schon dafür sorgen, dass wir in fünf Jahren oder wann immer das umgesetzt wird, hier nicht die Anfragen von neuen Stadträten kriegen, dass dort der Lärm der Messe so groß ist und deswegen da irgendwas geändert werden muss. Da müssen wir uns heute schon darauf einstellen und auch alle, die nach uns folgen, die müssen das auch wissen, dass mit dieser Entscheidung die Diskussion kommt. Scheißschutz hin oder her, irgendwer wird sich immer beschweren. Das darf aber nicht sein und es gibt genug Beispiele in der Stadt, siehe Alter Markt, siehe Hasselbachplatz, wo es auch belebte Plätze gibt, wo es entsprechend Lärmschutz baulich entsprechend umgesetzt werden muss.

    Aber wenn man mal auch in die Historie guckt, die Messe, das stand neulich mal in der Zeitung, warum heißt die Messe Messe? Weil die damals quasi aus dem Dom heraus auf dem Domplatz stattgefunden hat und die Leute quasi zusammen gefeiert haben und auch das war quasi enge Bebauung. Und deswegen bin ich dafür, ich freue mich auf das Bild, da in ein paar Jahren nicht mehr auf den MDR und auf ein alleinstehendes Haus zu gucken, sondern auf andere Häuser und deswegen bitte ich auch um Zustimmung.



  • Stephan Papenbreer Tierschutzpartei

    Ich habe vor vielen Jahren schon gesagt, die Elbe fließt durch Magdeburg, aber hat mit Magdeburg eigentlich nichts zu tun. Und ich glaube, mit diesem Schulterschluss beider Elbseiten werden wir ein aus meiner Sicht wirklich großartiges, auch architektonisches Bild erschaffen, was optisch auch unsere Stadt Magdeburg wieder ein bisschen vereint. Das zum einen.

    Zum Zweiten. Das Schreiben der Schausteller hat mich gestern nicht nur verärgert, sondern auch wirklich irritiert. Das gehört sich nicht, so zwei Tage vorher, zumal es viele Gespräche gab und aus meiner Sicht heraus eigentlich auch Klarheit gab. Ganz im Gegenteil. Die Schausteller wollten, das Gespräch war mit mir zumindest vor anderthalb Jahren, mal ein Konzept entwickeln, wie die Messe eigentlich 2035, 2040 zukunftsorientiert aussehen soll. Von Seiten der Schausteller kommt nichts außer Forderungen. Und das ärgert mich.

    Und ich glaube, und das möchte ich nochmal mitgeben, ich glaube, dass auch da eine Entwicklung sein muss in Verbindung mit der Stadt, um auch dort moderner zu werden. Danke.



  • Burkhard Moll Tierschutzpartei

    Stadt wird immer erneuert halt. Achso, Tierschutzpartei. Ich bin erstmal sehr froh über die Ausführungen von Herrn Zander, dass er das so auffasst, denn er war ja sonst immer gegen diese Bebauung, aber wir reden ja dort von einer versiegelten Fläche. Die Fläche ist ja versiegelt, die wird ja nicht mehr versiegelt, im Gegenteil, sie wird aufgewertet, weil durch Dachbegrünung und dergleichen Parkanlagen, die da gebaut werden, kann man der Sache eigentlich nur zustimmen.

    Und wenn man davon ausgeht, Wohnen und Leben am Fluss und Magdeburg hat die Elbe nun mal da und wir haben ja keine Stelle in Magdeburg, wo man das irgendwie ausleben kann. Es wird doch Zeit, dass da was passiert. Und gerade an dieser Stelle passt das sehr gut hin und die Ausführungen, die dort geplant sind, sind doch super, sind nicht irgendwie auf Sparmaßnahmen oder dergleichen. Das ist also eine Vision, die da ausgegeben wird, die man nur unterstützen kann.

    Und was nochmal den Änderungsantrag angeht, es geht doch hierbei um die MWG, die hat doch eh ihren Plan, also höhere Mieten stützen die, geringere Mieten und dergleichen. Es funktioniert doch auch überall, in allen Gebieten und Objekten, die die MWG betreut oder hat, warum soll es da nicht funktionieren? Bitte auch um Zustimmung für diesen Beschlussverlager.



  • Ja, Kirchner, AfD-Ratsfraktion. Lieber Roland, ich kann mich gut an 2018 erinnern, da war Herr Buller noch in der AfD-Fraktion. Ich hoffe nicht, dass der derjenige war, der da zugestimmt hat. Das ist aber eine andere Geschichte, das will ich jetzt hier gar nicht auswerten.

    Als Magdeburger sind wir ja diejenigen, die eigentlich Politik für die Magdeburger machen. Und ich vergleiche mal diese Insel mit der Margareteninsel in Budapest. Die ist auch frei von Verkehr, die ist auch mit altem Stadtbild gezeichnet, einige Häuser stehen drauf, mehr wird dort nicht gebaut. Und deswegen bin ich hin und her gerissen. Man will natürlich die Stadt weiterentwickeln, man will aber auch die grüne Lunge erhalten.

    Und darum hätte es wahrscheinlich einige, die hier sitzen, wenn sie für die Magdeburger Politik machen, weitergebracht, wenn wir durch die Volksstimme zum Beispiel eine Volksbefragung gemacht hätten, wie denn die Magdeburger dazu stehen, ob sie es gut finden würden, diese Insel zu bebauen oder nicht. Und dann würde es mir zumindest leichter fallen, dort eine Entscheidung zu treffen.

    Und im Grunde genommen gilt für einen Politiker immer hier in der Kommune erst die Stadt, dann die Partei und dann die Person. Und wenn man das so machen will, dann wäre der beste Vorschlag gewesen, man hätte diese Frage der Bevölkerung gestellt, die Bevölkerung hätte die Antwort darauf gegeben und vielleicht hätte es dann ein einhelliges Votum hier in diesem Stadtrat gegeben, sich für die Bebauung oder eben gegen die Bebauung zu entscheiden. Das wäre der Vorschlag gewesen, den man hätte machen müssen. Der ist leider jetzt nicht mehr zu machen, weil wir kurz vor dem Entscheid stehen hier abzustimmen, aber so hätte ich es besser gefunden. Herzlichen Dank.



  • Ja, sozialer Wohnungsbau ist wichtig. Wir haben neulich die Debatte gehabt zur Segregationswirkungen, wie wirkt das Neustart, wie geht es Stadtteilen, wenn Leute immer mehr nach sozialen Kriterien sich in der Stadt verteilen und eben diese Durchmischung nicht mehr da ist, die wir in der Vergangenheit hatten. Und auch so ein Projekt wirkt auch in dieser Richtung.

    Und ich meine tatsächlich, man muss da was festsetzen, das reicht nicht zu sagen, oh ja, das Soziale schreiben wir mit rein. Ich glaube, da braucht es eine harte Festsetzung, das kann ärgerliche Folgen haben, Herr Dr. Gruber hat das angedeutet. In meinem Raum braucht man dann aber Regelungen auf Landesebene, haben wir ja möglicherweise durchaus einen Zugang, dass eben Förderungen wieder möglich sind und dass wir tatsächlich sowas hinkriegen. Ich glaube, das ist ein Fehler, das nicht festzusetzen.

    Die Position der AfD verstehe ich nicht, weil tatsächlich die Festsetzung ist ja 2018 erfolgt, weil Herr Kumpf sagte, jetzt muss man mit Nein stimmen. Nein, wenn Sie jetzt mit Nein stimmen, bleibt ja bei der alten Festsetzung. Wir sind deswegen jetzt, ich zumindest bei jetzt meiner Enthaltung, weil ich die jetzige Geschichte urbanes Gebiet besser finde als ein reines Wohngebiet, das sowohl im Hinblick auf den Messeplatz, weil ich dann möglicherweise bessere Voraussetzungen habe, als auch was das Quartier denn selber angeht.

    Insgesamt bin ich sehr skeptisch, was die Bebauung der Rotehorn-Insel angeht, halte das nicht für sinnvoll. Tatsächlich, wir haben damals über diese Debatten hier intensivst geführt, wir haben in der Stadt Magdeburg, in der Innenstadt, in der klassischen Altstadt so viel zu tun, so viele Ecken, wo wir tatsächlich dringend Bebauung brauchen und für die geringen wirtschaftlichen Kräfte, die hier die Power haben, sowas zu machen, die bräuchte ich da, die brauche ich an der Jakobstraße, die brauche ich auf der Rückseite vom Zentrum Warenhaus, die ganzen Hinterhöfe am Breiten Weg, die ich ja riesengroß habe, da muss wirklich, da muss was passieren, um die Innenstadt attraktiv zu machen.

    Und ich halte es nicht für sinnvoll, da, das ist natürlich ein Stück, da geht dann sowas, das tatsächlich in dieser Richtung zu machen. Insofern wäre ich da skeptisch, jetzt hier bei dieser Drucksache bin ich dann bei einer Enthaltung, weil tatsächlich die jetzige Vorlage besser ist als die alte.



  • Madeleine Linke GRÜNE/future!

    Ich habe nochmal den Beschluss von 2018 rausgesucht. Dort steht unter Punkt 3 zur Sicherstellung einer sozialen Durchmischung des Wohngebietes und zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum sollen in dem entstehenden Wohngebiet auch Familien, Ältere und Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen die Möglichkeit haben, dort zu wohnen. Dazu soll ein relevanter Teil der entstehenden Wohnungen zu sozialverträglichen und familienfreundlichen Mieten, die sich an der durchschnittlichen Bruttokaltmiete für Wohnungen im Stadtgebiet Magdeburg orientieren, bereitgestellt werden. Der Umfang ist im weiteren Verfahren zu präzisieren und am Ende in einem städtebaulichen Vertrag zu verankern.

    Das ist das, was wir hier 2018 beschlossen haben. Warum konkretisieren wir das jetzt nochmal für das Jahr 2026? Meines Wissens ist es noch nicht ganz konkretisiert worden, wie das jetzt genau ausbuchstabiert wird. Wir haben das jetzt mit den 25 Prozent vorgeschlagen nach Sozialen Wohnungsbau. Jetzt wurde gesagt, es würde gar kein Förderprogramm geben für den Sozialen Wohnungsbau. Für das allgemeine Programm, was es vom Bund gibt, gibt es das auch nicht. Aber wir haben eine Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Maßnahmen für studentisches Wohnen und das Wohnen für Auszubildende als Teilbereich des Sozialen Wohnungsbaus. Das ist die Richtlinie Junges Wohnen.

    Da haben wir auch übrigens hier im Stadtrat einen Beschluss gefasst, dass wir das vorantreiben wollen. In Magdeburg, das Studentenwerk Magdeburg, kriegt das bis jetzt noch nicht ganz hin umzusetzen. Wir wollten mit denen Gespräche führen und so weiter. Und ich fände es eigentlich eine tolle Lösung, gerade an diesem Ort, der grob zwischen der Universität und der Hochschule liegt, dann vielleicht sogar Junges Wohnen anzubieten für Studierende, für Auszubildende. Vielleicht ist das eine Möglichkeit, über diesen Fördertopf des Landes, der meines Wissens nach auch abrufbar ist, da Geld zu generieren. Damit wäre es nicht unmöglich, diese 25 Prozent darzustellen, sondern sie sind darstellbar.

    Deswegen halten wir natürlich an diesem Änderungsantrag fest, weil uns wirklich dieses Ziel der Durchmischung sowohl in der Nutzung, aber auch der Gruppen, die dort wohnen, sehr, sehr wichtig ist und das Soziale nicht zu vernachlässigen ist. Deswegen bitten wir weiterhin um Zustimmung zu unserem Änderungsantrag.



  • Nicole Anger, Fraktion Die Linke. Der Kollege Meister hat schon einiges Richtiges gesagt an der Stelle. Auch ich finde die Idee des Quartiersprojektes ganz spannend, aber es ist der komplett falsche Standort an der Stelle, weil das Problem wird letztlich nicht der Messelärm sein, sondern das Problem wird die Verkehrsbelastung sein.

    Also wie sieht denn so ein Alltag da aus, wenn das alles gebaut ist und wenn der ganze Lieferverkehr kommt, die ganzen privaten PKWs dahin rauschen? Also das wird eine Riesenbelastung für den kleinen Startmarsch und den ganzen Stadtpark insgesamt werden. Da bin ich eher dafür, dass wir uns dieses Stück an der Stelle lieber als Grünfläche erhalten und als Grünfläche weiter ausbauen und pflegen. Denn innerstädtische Grünflächen sind mittlerweile eine Rarität und wir können nicht jede Grünfläche, die wir noch irgendwo haben, mit Beton zubauen, auch wenn das Projekt einiges an Grün mitdenkt. Aber das ist, wie gesagt, der falsche Standort.

    Weiterhin werden wir mit der Bebauung und den Wohnkosten, den Mietpreisen dort auch eine Steigerung in unserem Mietspiegel erleben. Gentrifizierung führt immer dazu, dass Mietpreise in einer Stadt zunächst auf dem Werder, aber dann gesamtstädtisch ansteigen werden. Das sind Kosten, die dann für die Menschen in dieser Stadt entstehen und die weiter eine Verdrängung im Wohnraum zur Folge haben werden.

    Deswegen werde ich auch, 2018 konnte ich nicht abstimmen, aber heute und ich werde das ablehnen, weil ich, wie gesagt, den Standort für völlig falsch halte und ich würde der MWG und der Wobau empfehlen, bessere Standorte dafür zu suchen. Wir haben mehr zu tun und von diesem Projekt dort Abstand zu nehmen.



  • Ja, vielleicht noch mal ganz kurz abschließend. Es ist natürlich immer lustig anzuschauen, wie manche die Argumentation sich so drehen, wie sie es gerade brauchen. Also Herr Möll, der immer für Umweltschutz und die Autos müssen irgendwo ferngehalten werden und so weiter, heute ein ganz anderes Plädoyer hält und die Elbe, die muss bebaut werden. Das ist das einzige Objekt oder das einzige Grundstück, wo wir uns hier richtig ausleben können.

    Also ich weiß nicht, vielleicht bin ich blind und sehe manches nicht, aber meines Erachtens ist die Elbe schon ziemlich gut bebaut. Wird doch weiterhin bebaut. Fahlberg-List und so weiter oben, da gibt es ja viele Pläne. Also die ganze Elbe ist links und rechts bebaut. Also deswegen erschließt sich für mich nicht die Argumentation, warum da jetzt unbedingt nochmal bebaut werden muss, um sich an der Elbe auszuleben.

    Und ich möchte auch nochmal darauf hinweisen, vielleicht auch Herrn Grube nochmal ein bisschen Aufklärung bieten, weil er angeblich an meiner Rede zugehört hat. Anscheinend wiederum nicht. Ich habe nicht gesagt, dass nichts gebaut werden soll im Stadtpark und so weiter. Aber für uns ist der Stadtpark für alle, also auch der Messeplatz und so weiter, da sollen ja auch Investitionen stattfinden. Aber das ist dann für alle Magdeburger und für alle, die das dann da nutzen oder zu Besuch kommen und nicht Wohnbebauung für wenige. Das nochmal dazu.

    Wir sind natürlich die demokratische Fraktion und würden auch das natürlich akzeptieren, wenn der Mehrheitsbeschluss heute hier so stattfinden sollte, was wir nicht hoffen, und akzeptieren das. Wenn wir das nicht wehren, könnten wir jetzt natürlich auch diesen unsinnigen Antrag von da drüben zustimmen, 25 Prozent sozialer Wohnungsbau. Aber ich muss das nicht mehr verdeutlichen, in welchen Zeiten wir aktuell leben. Baupreissteigerung und, und, und. Wohnungswirtschaft oder den ganzen Bauunternehmen will man damit auch so ein bisschen Aufschub geben. Und mit diesem Antrag erreichen wir genau das Gegenteil, dass dieses Projekt sich nicht finanziert, dass man nicht sozialen Wohnungsbau, zumindest einen Teil davon, gewährleisten kann. Das würde genau das Gegenteil bewirken. Deswegen würden wir diesen Antrag ablehnen, weil der überhaupt nicht unterstützenswert ist. Vielen Dank.



  • Marcel Guderjahn Gartenpartei

    Ich möchte bloß nochmal daran erinnern, dass die AfD nicht vorhatte, eine Schule im Stadtpark zu bauen. Also ihr wart ja natürlich auch dafür. Also ihr müsst ja schon entscheiden, wenn ihr was bebauen wollt, dann müsst ihr das auch nochmal sagen.

    Also ihr wolltet da eine Schule für 70 Millionen bauen und jetzt will die MBG und die Wobau da soziale, hochwertige, gute Immobilien bebauen. Und die Grundstücke liegen ja da schon fast 15 Jahre, glaube ich, brach. Ja, und man sollte dann wirklich endlich anfangen.

    Änderungsantrag, wie gesagt, wurde schon von Herrn Zander gesagt, lehnen wir ab und die komplette Drucksache stimmen wir zu. Danke.



  • Burkhard Moll Tierschutzpartei

    Ich weiß nicht, ob überhaupt mal jemand da war von euch. Habt ihr euch das Gelände mal angeguckt? Da sind alte Keller, da sind Mauern, da sind Betonfundamente, dazwischen waren mal ein paar Gärten und dergleichen. Vor dem Messeplatz ist Schotter und da ist auch Dreck und Müll.

    Ich weiß nicht, also jetzt verdichtet alles. Soll das so bleiben oder was habt ihr da vor? Man kann doch auch diese Sache nur unterstützen, indem man sagt, mein Gott, mal ist gut, Magdeburg, du machst das. Nicht hier einfach nur mal sagen, okay, wir sind dagegen, dagegen, dagegen. Furchtbar.



  • Schumann, CDU-FDP-Fraktion. Also ich bin bekanntermaßen Freundin der Messe und der Schausteller und auch ich habe natürlich wie alle anderen oder unsere Fraktion Gespräche geführt und bis jetzt war der O-Ton immer, ja es gibt Befürchtungen, aber man ist im guten Gespräch mit den Wohnungsgenossenschaften und man würde einen Weg finden. Also so ist mein Kenntnisstand. Das ist das Erste.

    Das Zweite, wir sind Magdeburg an der Elbe. Also Leben mit dem Fluss am Fluss. Und es wurde schon oft gesagt, eine Verdichtung tut uns gut. Und dieser ewige Streit, wo fängt der Kulturpark an und wo hört er auf? Und wir haben ja diesen Bereich Kultur sagen wir es mal so, mit der Stadthalle und der Hyperschale und wir haben aber auch das MDR-Gebäude. Das durfte gebaut werden und jetzt wollen wir eine Fläche, die teilweise schon versiegelt ist, bebauen. Und zwar mit einem hochwertigen Gebäude, hochwertiger Wohnungsbau. Aber dies soll ja für alle sein.

    Und ich muss ganz ehrlich sagen, man muss der Wobau, man muss der MWG, man muss den Genossenschaften auch gestatten Geld zu verdienen, damit wir uns alle den sozialen Wohnungsbau leisten können. Denn wenn kein Geld reinkommt, kann keins rausgehen. Also von daher glaube ich schon, dass es wichtig ist, dass man eben auch solche Grundstücke bebaut.

    Und wenn man sagt, es gibt in der Innenstadt genug Flächen, die man bebauen kann. Ich erinnere daran, dass diese große Münzstraße, auch da ist man jetzt dabei. Das eine schließt doch das andere nicht aus. Ich muss doch nicht das eine gegen das andere aufwiegen. Also von daher werbe ich dafür oder werben wir dafür, dieser Drucksache zuzustimmen.



  • Ich habe jetzt hier so viel mir anhören müssen und hat sich so viel bei mir angestaut, dass ich jetzt mal darauf reagieren muss. Also zum einen betrifft es hier den Messeplatz. Herr Dr. Grube, Sie meinten ja, sowas gehört ja nicht in der Parkanlage. Ich glaube, es gibt weltweit auch andere Städte, wo gerade solche Messeplätze oder Rummel in solchen Parkanlagen vorhanden sind. Das findet man. Und da findet ja auch nicht nur ein Rummel statt, da ist ja auch ein Zirkus, da ist dann hier Oktoberfest und dann sind ja auch manchmal hier so eine Motorräder-Veranstaltung. Also es ist ja nicht nur Messe, was da stattfindet. Insofern passt so ein Kulturplatz auch in einen Kulturpark.

    Dann was Marci sagte, damit musst du natürlich rechnen, dass da auch reagiert wird. Also eine Schule, den Bau einer Schule mit dem Wohnungsbau zu vergleichen, da geht es um eine Schule, das ist ein Element der Daseinsvorsorge, geht es um unsere Kinder, das wird also von vielen Menschen genutzt werden, die zahlen da keine Miete für.

    Und abschließend würde ich noch sagen, wenn wir hier sozialen Wohnungsbau haben wollen, auf der Messe, in Magdeburg oder ganz Sachsen-Anhalt, dann müsste vielleicht die Landesregierung erstmal in den Pusheen kommen und dann ihren Co-Beitrag für den sozialen Wohnungsbau in den Haushalt einstellen. Ich weiß nicht, wie das hier in ein paar Jahren sein wird, aber ansonsten, wenn da keine Zuschüsse kommen, dann wird sich das wirtschaftlich überhaupt gar nicht rechnen, da Sozialwohnungen zu errichten. Ich weiß gar nicht, wie man auf die Idee kommen kann. Aber gut, ich werde auf jeden Fall dagegen stimmen.



  • Dankeschön, sehr geehrte Stadträte, die Verwaltung bittet um die Zustimmung der Drucksache. Wir müssen bauplanungsrechtlich natürlich dafür sorgen, dass wir keine Nutzungen verdrängen, sondern das urbane Gebiet muss entwickelt werden, gemischt entwickelt werden.

    Zu dem Lärmschutz letztendlich gibt es ein Gutachten in der Vorlage und bei den konkreten Bauvorhaben muss das dann sicherlich im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens einfach nochmal nachgewiesen werden.

    Es wurde jetzt schon mehrfach gesagt, Wohnen, Leben, Arbeiten auf kurzen Wegen an der Elbe und es bauen drei Genossenschaften, sodass davon auszugehen ist, dass damit die soziale Absicherung auch gewährleistet ist.



  • Frank Schuster CDU/FDP Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr

    Das ist der CDU-FDP für den Bauausschuss, ich denke mal, der Antrag ist selbsterklärend. Es soll also festgeschrieben werden, dass auf jeden Fall für jeden gefällten Baum auch wieder Ersatz gepflanzt wird.

    Und ich denke mal, da kommen wir der Aufforderung, die auch durch die Bevölkerung und auch durch den Umweltausschuss gekommen ist, auch nach.



  • Dr. Niko Zenker SPD/Tierschutzallianz/Volt Ausschuss für Umwelt und Energie

    Genau, diesmal für den UwE. Zum einen, dieser Änderungsantrag ist aus der Diskussion entstanden, die wir im UwE hatten. Der StBV-Antrag geht ehrlich gesagt auch nicht weit genug, weil da wird nur darüber geredet, dass dort die gefällten Bäume quasi ersetzt werden. Das würde natürlich auch gelten, wenn Bäume jetzt absterben nach einer gewissen Zeit, dass die ersetzt werden. Da es nur ein Bauvorhaben der Stadtwerke ist, ist es glaube ich relativ egal, wer die Bäume ersetzt, aber die sollten auch ersetzt werden. Und das würde ich auch gerne zu Protokoll geben, war auch im Uwe quasi Diskussionslage.

    Aus der Diskussion kam aber auch raus, dass die Suchschachtlung, die in Anlage 2 angemerkt wurden, dass die nicht tief genug waren. Und deswegen haben wir den Änderungsantrag als Uwe gestellt, dass dort erneute Suchschaften gegebenenfalls auch tiefer passieren sollen. Hintergrund, die Linden, die dort stehen, sind Herzwurzler. Und das heißt, wenn man dann nur an der Oberfläche guckt, dann hat man gegebenenfalls ein paar Wurzeln zu wenig entdeckt. Und deswegen der Änderungsantrag, kleiner redaktioneller Hinweis, der soll natürlich ergänzen. Den Antrag bzw. den geänderten Antrag nicht ersetzen, so wie es im Antrag drin steht. Das ist irgendwie aus der Diskussion falsch rausgekommen. Also wie gesagt, der soll den ergänzen.

    Und zur Historie auch nochmal gesagt, auch das hat man im Umweltausschuss diskutiert. Vor einem Jahr haben wir uns schon mal darüber unterhalten und da war der Vorschlag der Verwaltung, alle Bäume weg, Rennpiste hinmachen und dass man dort durchbrettern kann. Natürlich muss die Kanalisation gemacht werden, aber vor einem Jahr hieß es noch alles weg. Das war so die Lage, deswegen gab es auch den Änderungsantrag, der jetzt entsprechend aufgehoben oder der geändert werden soll durch die Stadt. Und die hat die Stadt leider ein bisschen zu viel über den Tellerrand geschossen. Deswegen gab es auch StBV- und auch Uwe-Diskussionen. Und wir hoffen mit Zustimmung zu den Änderungsanträgen, weil so, wenn wir das Bauvorhaben umsetzen, was dringend nötig ist, ich glaube, das ist auch allen klar. Und gleichzeitig wird möglichst viel Baumbestand auch erhalten, sowohl jetzt als auch in Zukunft, wenn die wie gesagt absterben.



  • Tobias Hartmann GRÜNE/future!

    Ja, danke Hartmann, Grüne Future. Ich will auch nochmal bekräftigen, dass wir auch nur der Drucksache zustimmen werden, wenn der Änderungsantrag durchkommt aus dem Uwe, weil Herr Zenker als Sprecher hat es auch gerade nochmal gesagt.

    Die vorherige Entwicklung war, dass alle Bäume gefällt werden aus nicht verständlichen Gründen. Allein stehen unter Schutz. Bäume gehen in Magdeburg immer weiter verloren und gerade auch wo die Stadt Einfluss nehmen kann im öffentlichen Raum sollte auf Baumschutz geachtet werden.

    Ich war auch auf der Bürgerversammlung, wo das Ganze besprochen wurde. Verschiedene Stadträte waren ja auch da, einige. Und man muss ja auch dazu sagen, es gab ja eine Alternativroute für die Hauptabwässerleitung, die durch den Stadtweg geht. Das wurde von der SWM gleich verworfen, für mich aus nicht verständlichen Grund. Klare hätten verschiedene Eigentümer angeschrieben werden müssen und natürlich, wenn da Widerspruch gewesen wäre, hätte es zu Verzögerungen kommen können.

    Trotzdem wäre der Straßenraum weniger aufgerissen geworden oder wird noch weniger aufgerissen und natürlich wären dadurch auch noch mehr Bäume höchstwahrscheinlich erhalten geblieben oder würden erhalten bleiben. Deswegen sehen wir das Ganze als Kompromiss, das nochmal nachgebessert wird, weil die ersten Untersuchungen zu den Baumwurzeln nicht ausreichend waren. Bitte stimmen Sie den Änderungsantrag aus dem Uwe zu. Vielen Dank.



  • Ist natürlich schon traurig, dass diese alte Baumallee da jetzt an der Stelle weg muss. Das ist ja teilweise schon ein bisschen beeindruckend. Nichtsdestotrotz sehen wir natürlich den Zweck oder die Notwendigkeit und es wird ja relativ detailliert dargelegt, die doch teilweise relativ marode Wasser- und Abwasserinfrastruktur da jetzt dann doch endlich mal anzufassen.

    Wir werden dem STPV-Antrag zustimmen, dass dort auch wieder Nachpflanzungen stattfinden, und den anderen Änderungsantrag dann aber ablehnen. Ich glaube, da wurde jetzt geschaut. Wir haben jetzt ein Ergebnis, was dazu führen soll, dass wir dort am Ende wieder eine Baumallee hoffentlich in dann irgendwann vernünftige Größe haben werden.

    Aber nun nochmal zu schachten und nochmal zu gucken, was soll denn dann das Ergebnis sein, mit was zwei Bäume mehr zu retten, aber dann riesige Bauverzögerungen zu haben mit den Kosten, die dann damit einhergehen und so weiter und so fort. Das erachten wir als wenig zielführend und werden so abstimmen.



  • Burkhard Moll Tierschutzpartei

    Als die Beschlussvorlagen rauskamen, waren wir erstmal sehr erschrocken, was da passieren soll. Baumallee weg und dergleichen, weil da Rohre verlegt werden müssen.

    Wir finden, wir würden der Sache nur zustimmen mit den beiden Änderungsanträgen, weil das bringt Sinn. Wir können nicht einfach wahllos Bäume wegknallen, nur weil Rohre verlegt werden sollen. Man kann das mit Vorsicht machen, man kann das kontrollieren und was man erhalten kann, das soll man erhalten.



  • Herr Moll, sorry, ich schätze Sie, aber die Äußerung zeigt, dass Sie die Situation im Stadtwerk tatsächlich nicht kennen. Klar ist das vorrangige Ziel, die Entsorgung endlich nach 50 Jahren ordentlich zu machen. Die ist nie ordentlich hergestellt worden.

    Und es geht im Zweiten aber darum, auch die Straße in einen Zustand zu versetzen, dass man sie endlich auch mal benutzen kann, sowohl als Fußgänger, als auch Radfahrer, als auch Autofahrer. Wer da noch nicht war, weiß nicht, wovon ich rede, wahrscheinlich. Es ist so, dass diese Baumaßnahmen, die damals auf der Westseite passierten, schon zu DDR-Zeiten als Schwarzbau galten. Da hat man einen Vorfluter überbaut, da hat man schlicht und ergreifend nie irgendwas richtig erschlossen, das war alles mehr als provisorisch.

    Und genau dieser schon 50 Jahre währende unsägliche Zustand, sowohl in der Ver- und Entsorgung als auch im Straßenzustand, genau der soll und muss dringend geändert werden. Und da braucht es auch keinen Zeitverzug. Ich habe da einen guten Freund, einen Kollegen in der Straße, der hat mir auch nochmal gesagt, ich rede erst dann wieder mit dir, wenn endlich unser Stadtweg gemacht wird. Also gucken Sie sich das bitte mal an, das ist ein Zustand, da ist eine Ecke beim Katerstieg so eine Einbuchtung, da ist dann, wenn es ganz regnet, sind da Enten auf dem Teich. Also das ist wirklich eine Katastrophe, die wir da haben, das heißt es braucht dringend die Überarbeitung und dass die Sanierung dieser Straße und der Ver- und Entsorgung und an der Bürgerversammlung, da hat man das ja angedeutet, da waren ja die Anwohner endlich erstmalig auch mit da, nicht nur die Leute, die mit ihrem Hund da Gassi gehen, die haben sich ganz klar und eindeutig dafür ausgesprochen, dass möglichst schnell gehandelt wird.

    Und der Kompromiss, den der Bauausschuss jetzt formuliert hat, möglichst viele Bäume zu erhalten, das war auch das Ergebnis der Bürgerversammlung dort vor Ort. Der Ursprung unserer Diskussion ist ja der, dass wir mal einen Antrag hatten, wo es hieß, es bleibt alles erhalten an Bäumen. Das hätte komplett einen Eingriff dort nicht mehr ermöglicht, das was wir jetzt haben, wir nehmen diese Formulierung, die da zurück, machen den Kompromiss mit möglichst vielem Halt, das ist genau der, der auch von der SWM und von den begleitenden Firmen untersucht wird und ich denke, das ist der richtige Weg.

    Lassen Sie uns bitte nicht weiter verzögern, geben Sie den Leuten endlich das Signal, dass sich die Straße nach 50 Jahren endlich mal in einen Zustand versetzt wird, dass man die auch als Straße bezeichnen kann. Da sind Bordsteinkanten mit 30 cm Höhe. Sorry, gucken Sie sich das bitte mal an, dann wissen Sie, wieso ich das jetzt so sage. Also die Anwohner sind ganz dringend bemüht, endlich mal dort Vollzug vermelden zu können. Geben Sie jetzt den Weg frei, lassen Sie uns die Änderungen beschließen und in Hoffnung möglichst viel Bäume zu erhalten. Das ist ein toller Baumbestand, da gebe ich Ihnen recht. Aber das, was möglich ist, sollte man machen, was nicht geht, muss eben weg. Das wäre das richtige Signal an die Anwohner und ich denke, wenn wir heute ein Signal fassen im Zustimmen, setzen wir ein gutes Signal. Dankeschön.



  • Madeleine Linke GRÜNE/future!

    Ja, jede einzelne der geplanten Fällungen der teilweise 100 Jahre alten Bäume im Stadtweg ist ein erheblicher Verlust für Ottersleben und auch für das Stadtgrün in Magdeburg allgemein. Die Allee ist Teil eines wichtigen Stück Natur, aber auch Teil der Stadtgeschichte.

    Auch wenn der Leitungsbau der SWM wichtig ist und wir haben es gehört, natürlich niemand will austretendes Abwasser haben, niemand will auch langfristig auf dieser Kopfsteinpflasterstraße unterwegs sein, das unterschreibe ich auf jeden Fall, trotzdem hat der Alleen-Schutz nicht ohne Grund so eine hohe Bewertung, auch juristisch. Die Bäume dürfen nicht gleichzeitig der Kettensäge zum Opfer fallen und darum haben wir ja auch im Umweltausschuss auf den Hinweis von Herrn Bayer, übrigens sachkundige Einwohner der CDU, der das mit den Suchschachtungen angesprochen hat, haben wir ja einen Änderungsantrag formuliert und auch als Umweltausschuss gefasst und sollten das auch so beschließen, dass eben die Wurzeln der Herzwurzler mittels Suchschachtungen noch genauer und tiefgehender geprüft werden.

    Ziel muss es sein, so viele Bäume in dieser alten Allee wie möglich zu erhalten und ich will nochmal sagen, es ist nicht egal, ob wir als Stadt oder die Stadtwerke das ersetzen am Ende, denn die Stadtwerke sind leider keine 100% Tochter. Also das wird immer so ein bisschen vergessen und deswegen finde ich es auch immer ganz wichtig, das auch nochmal zu konkretisieren und deswegen werden wir auch nur eben zustimmen, wenn beiden Änderungsantragen auch so heute zugestimmt wird. Darum werben wir. Danke.



  • Burkhard Moll Tierschutzpartei

    Nochmal kurz nachhaken. Die Bäume sind dort 60-100 Jahre alt und die Siedlungen dort sind 40-50 Jahre alt.



  • Herr Schwenke hat ja jetzt ein ganz flammendes Plädoyer für diese Straße im Stadtteil Ottersleben gehalten und dem stimmen wir inhaltlich ja auch zu. Aber ich sage mal, wenn wir dann zu anderen Stadtteilen kommen, dann können wir nur alle hoffen, dass Sie dort auch Leute kennen, die dann erst wieder mit Ihnen sprechen, wenn bestimmte Straßen gemacht wurden. Ja, das ist super.

    Also wenn wir uns dann über Fermersleben, Westerhüsen, Salbke und so unterhalten, dann hoffe ich doch, dass wir dann auch alle so ein flammendes Plädoyer von Ihnen hören und von anderen auch, wenn es darum geht, dort Straßen neu zu machen.



  • Das ist nun mal so, wenn man in dem Stadtteil wohnt und bekannt ist, dass die Bürger auf einen drauf zukommen und das sagen. Und das ist auch ausschlaggebend, was Herr Schwenke heute gesagt hat, zum zweiten Mal heute. Und da kann ich voll mitgehen.

    Ich erinnere daran an die Nord-Süd-Verbindung, die wir bauen und dabei sind. Das hat ja auch keinen interessiert im Stadtrat, wie viele Bäume wir da weggeballert haben. Also da war zwar kein Theater, da haben wir auch alte Bestände weggehauen. Gucken Sie sich das alles an, das kann man alles nochmal nachgucken. Und was haben wir nachgepflanzt, das können Sie nachgucken, egal in welchem Stadtgebiet wir diese Nord-Süd-Verbindung gebaut haben. Und wenn wir dort bauen und es ist nötig und wir müssen das neu pflanzen, dann ist es so.

    Wo ich nicht mitgehen kann, sind diese Änderungsanträge. Und wo ich nicht mitgehen kann, wo ich immer Bauchschmerzen habe, wenn gesagt wird, wir versuchen so viele Bäume wie möglich zu erhalten, was sowieso nicht passiert. Weil das kostet extra Geld, das wissen die Baufirmen. Und dann sollte man doch wirklich wahrheitsgemäß sagen, die Bäume müssen leider weg. Und wenn die Anlieger da mitgehen können, finde ich das sogar noch etwas besser. Und die kriegen dann neue Bäume. Und ich glaube, wenn alles fertig ist, sind sie sehr zufrieden damit.



  • Dankeschön. Ja, wir bitten wirklich um Zustimmung zu der Drucksache. Es geht, Herr Schwenker hat das ja ausführlich gesagt, um den grundhaften Straßenausbau, aber insbesondere auch um den Kanal, der erneuert werden muss, und damit auch aus wasserrechtlichen und Umweltgründen, dass das erneuert wird.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass Herr Dr. Zenker SWMAGM damals gesagt hat, die Bäume kommen komplett weg. Vielleicht war das eine Idee, dass sie wegkommen und dann natürlich neue gepflanzt werden. Es spielt ja jetzt auch keine Rolle mehr. Es ist eine naturschutzrechtlich nach Naturschutzgesetz geschützte Allee und die kann man natürlich nicht zerstören. Auch wenn man da jetzt, weiß ich nicht, zwei, drei Bäume rausnimmt, dann ist es keine Allee mehr. Dafür muss ein Antrag auf Befreiung gestellt werden. Das muss hier in dem Fall natürlich auch erfolgen.

    Hier sind wir im Augenblick nur erst in der Vorplanung. Von daher kann auch nicht hundertprozentig gesagt werden, wie viele Bäume wirklich gefällt werden müssen und dann natürlich auch wieder nachgepflanzt werden müssen. Es wird für jeden Baum eine Einzelfallentscheidung geben. Es wird aufgemacht, es wird geguckt, auch nach dem Umweltausschuss, wo Sie da sehr ausführlich darüber gesprochen haben, mit dem, weiß ich nicht mehr genau, mit dem Saugroboter und mit anderen Dingen, mit SFM zusammen geguckt.

    Es gibt eine Bauüberwachung, eine ökologische Bauüberwachung. Da wird sich das angeguckt und dann werden entsprechende Auflagen gemacht für SWM und die Stadt. Das ist ja eine gemeinsame Baumaßnahme dann. Danke.



  • Dr. Niko Zenker SPD/Tierschutzallianz/Volt

    Frau Scheerenberg, das war genau die Lage. Alle weg und deswegen gab es diesen Änderungsantrag, was jetzt durch die Drucksache zurückgenommen wird letztes Jahr. Das war so, deswegen haben wir das gemacht.

    Und danke nochmal für den Hinweis, dass wir jetzt noch in der Vorplanung sind, deswegen auch der Änderungsantrag vom Uwe, dass da nochmal nachgeguckt wird. Es ist nicht so, wenn wir das heute beschließen, dass da morgen die Bagger anfangen. Das dauert alles noch, deswegen kann man da auch nochmal gucken und wie viel Schachtungen da jetzt nötig sind, das wissen Sie selber oder das weiß der Gutachter entsprechend.

    Deswegen bitte ich um Zustimmung bei der Anträge.



  • Ich will nur zwei Sätze gerade sagen zu den Ausführungen von Frau Scheerenberg, sonst hätte ich mich da gar nicht nochmal gemeldet. Aber wenn es jetzt schon mal so weit ist, will ich nicht verhehlen, dass es mir persönlich schwerfällt, dieser Drucksache zuzustimmen, weil es mir wirklich sehr leid tut um jeden dieser Bäume dort, dieser Allee. Ich kenne sie ja gut, lieber Wigbert, ich bin auch vor 30 Jahren, als ich noch als Zivi, was weiß ich, die häusliche Krankenpflegeschwester fuhr, dort lang gefahren.

    Also man kann schon lang fahren, so ist es nicht, ja, muss man das richtige Fahrzeug vielleicht haben, aber es geht schon. Auch in vielen anderen ländlichen Gegenden sind solche Kopfsteinpflasterstraßen durchaus immer noch an der Tagesordnung, werden es wahrscheinlich auch noch lange sein. Das ist ja auch keine Haupterschließungsstraße dort, ich glaube großen Durchgangsverkehr wünscht man sich ja auch noch, auch nicht.

    Was ich sagen wollte, Frau Scheerenberg, es ist ja nicht die erste Maßnahme, wo SWM Bäume fällen muss, ganze Alleen haben sie schon zur Falle gebracht. Ich erinnere mich, gar nicht so lange her, in der Beimssiedlung, weil auch dort die Fernwärme, was Positives, das Netz erweitert wurde und dort eben die Wohnungen der Wobau angeschlossen worden sind. Also an sich was Schönes, der Fortschritt sozusagen, aber eben doch schade, wenn ganze Alleen fallen.

    Und dort hat die SWM natürlich auch, wie es musste, diese Alleen nachgepflanzt, aber das hat ja nicht so richtig funktioniert. Da sind ja viele Bäume nach wenigen Jahren dann wieder abgestorben und da erzähle ich mal jetzt nichts von der Reifeisenstraße, das war jetzt nicht die SWM. Also es gibt ja leider auch nicht wenige negative Erfahrungen, weil das klang eben so, naja, mein Gott, wenn die Bäume auch alle weggekommen wären, es kommen ja dann neue. Ja, ja, ja, das ist schön, das ist ja auch gesetzlich festgelegt, Gott sei Dank, dass das so sein soll.

    Durch dieses Kommen heißt so lange nicht, dass sie tatsächlich vernünftig anwachsen und wir wissen ja alle, wie lange es dauert, bis Sonnenbaum dann die Größe, die Kronengröße erreicht hat, der Bäume, die da stehen. Insofern stimmen wir gerne als Fraktion den Änderungsanträgen, vor allem dem aus dem Uwe natürlich, zu bei der Drucksache, die werde ich persönlich nicht zustimmen, das habe ich erläutert.

    Vielen Dank.



  • Marcel Guderjahn Gartenpartei

    Ich finde es jetzt ein bisschen unredlich. Wir haben hier oben Bürger zu sitzen, die sitzen seit 14 Uhr hier und warten auf genau diesen Antrag. Und es wäre jetzt wirklich fatal, dass wir das jetzt nicht beschließen.

    Wir sind doch alle dafür. Viele Bürger, viele Stadträte waren bei dieser Besprechung dabei. Es könnte jetzt in zwei Minuten fertig sein.



  • Also wir haben ja hier eine Information, einen Antrag von der Verwaltung, von Herrn Rehbaum, da haben wir uns ja mal schon darüber unterhalten, dass es die Verwaltung nicht möchte, dort einen Sichtschutz zu errichten und und und. Wurde ja in den meisten Ausschüssen abgelehnt. Es gibt einen Antrag von uns, Sichtschutz zu errichten. Es gibt noch gewisse andere Anträge dazu.

    Aufgrund, hier ist ein Schreiben von dem Beigeordneten, wo er zustimmt für diesen Sichtschutz. Diese beiden Privatpersonen bei der Nord-Süd-Verbindung, sie möchten doch die Angebote einreichen und es wird ruckzuck erledigt. Ich war persönlich selbst auf der Veranstaltung, dort Nord-Süd-Verbindung Milchweg bei der Familie Becker. Die andere Familie war ja mit dabei und da haben wir uns genau geeinigt, was gemacht werden soll, über Kosten, über alles, was ist. Und darum verstehe ich eigentlich das ganze Hin und Her leider nicht, muss das so sagen.

    Ich hätte gerne von der Verwaltung jetzt gewusst, was wird genau gemacht. Wenn die Verwaltung mir heute sagt, ja, es wird so gemacht, wie wir das besprochen haben, würden wir jetzt unsere Anträge alle zurückziehen, dann sind wir ruckzuck durch, muss man so sagen, sonst werden wir uns glaube ich noch etwas länger darüber unterhalten müssen. Zumal ja alle Angebote von den Privatpersonen, alles an den Rehbaum gekriegt ist, er hat sogar eine Summe X, er weiß genau, was es kostet, mit allen Auflagen, mit allen Übertragungen und auch, dass das dann in Eigentum übergeht.

    Ich muss auch sagen, ich bin ein bisschen enttäuscht, dass der Rehbaum heute nicht da ist. Der Rehbaum hat auf der Veranstaltung Herrn Becker zugesichert, dass sogar die Hecken noch im alten Jahr gepflanzt sind, die bis heute nicht gepflanzt sind, muss ich dazu sagen. Das verstehe ich alles nicht, aber ich lasse mich gerne eines Besseres belehren heute.



  • Genau, also nach dem Vor-Ort-Termin, den es gab mit der Oberbürgermeisterin und mit Herrn Rehbaum, haben Sie ein Protokoll verfasst, Herr Zander, der jetzt auch den Inhalt Ihres Antrages ausmacht. Und daraufhin hat Herr Rehbaum Sie angeschrieben und hat festgestellt, dass Sie ihn nicht richtig verstanden bzw. nicht richtig wiedergegeben haben.

    Und dass lediglich zugesagt wurde, dass die Verwaltung auf Grundlage dieser Information eine Drucksache erstellt und dem Stadtrat zur Beschlussfassung vorlegt, was wir ja jetzt hier auch getan haben. Und dass die, ich könnte es jetzt alles vorlesen, aber es wird zu lang, und dass die Grundstückseigentümer angeschrieben werden und nach ihren, in Anführungsstrichen, Wünschen befragt werden, um eben die Kosten genauer beziffern zu können.

    Und genau das ist das Schreiben, was Sie hier jetzt vorlegen. Das ist nur die Abfrage an die Eigentümer, was Sie sich vorstellen, um die Kosten zu beziffern. Die Übernahme dieser Kosten, sie wären nach meinem Rechtsverständnis eine freiwillige Leistung nach Kommunalverfassungsgesetz und die müssten einem öffentlichen Zweck entsprechen und dem Wohl der Allgemeinheit, was hier nicht der Fall ist.

    Die Errichtung der Sichtschutzzäune oder Sichtschutzwände dienen ausschließlich privaten Interessen. Alles andere haben wir schon ausführlichst vorgetragen, dass es im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens geprüft wurde, dass die sich leider nicht gemeldet haben und dementsprechend keine in dem Planfeststellungsverfahren festgesetzten Ansprüche geltend machen können. Soweit zur Klarstellung zu Ihrem Schreiben.



  • Das hatte ich auch kritisiert, dass Herr Rehbaum heute nicht da ist und hatte gehofft, dass Frau Scheerenberg das heute irgendwie ein bisschen anders handhabt. Leider nicht. Sie fangen jetzt auch wieder im Urschleim an und man hätte und man hätte. Das wurde alles tausendfach diskutiert und ich bin es auch leid, zu irgendwelchen Vor-Ort-Terminen zu fahren, mir was anzuhören von der Verwaltung, von einem Beigeordneten, wo man dem eigentlich Glauben schenken müsste, wenn das was gesagt wird.

    Also beim nächsten Mal wird gleich ein Vertrag vorbereitet, der auch vor Ort unterschrieben werden muss, wir nehmen eine Kamera mit. Es wurde definitiv gesagt, dass da die Verwaltung Abhilfe schafft. Es wurde auch gesagt, wenn die Kosten unter 10.000 Euro bleiben, was da vor Ort abgesprochen wurde, muss keine Drucksache erstellt werden und man unterstützt damit, dass da auch dieser Sichtschutz, Lärmschutz und weiter umgesetzt werden kann.

    Und ich finde es traurig, dass wir uns jetzt wieder im Urschleim befinden und wieder alles von Neuen diskutieren und dass die Verwaltung jetzt wieder so steif ist. Also ich muss jetzt nicht alles wiederholen, was Herr Zimmermann gesagt hat, aber von uns als AfD-Fraktion gibt es da volle Unterstützung, wenn was zugesagt worden ist, muss man das so einhalten. Vielen Dank.



  • Ich wollte das gerne nochmal wiederholen, weil ich ja auch da war. Es waren ja viele da. Und ich möchte gerne jetzt auch Frau Oberbürgermeisterin Sie auffordern, das klipp und klar nochmal darzulegen, weil Herr Rehbaum war da, Sie waren da. Und Herr Rehbaum, Sie haben ja immer das Gespräch gesucht, wo es um Summen ging. Und dann hat Rehbaum zugesagt, genau das, was Herr Kumpf eben gesagt hat. Und das wäre ja eine Katastrophe jetzt zu sagen, das funktioniert nicht. Das muss er so sagen oder es geht nicht.

    Ich war schon entsetzt über überhaupt die Aussagen, die gemacht worden sind, auch im Bauausschuss. Dazu habe ich mich hier bei der Debatte geäußert, das möchte ich heute gar nicht. Aber ich verlange ganz einfach, dass das gemacht wird, was dort zugesagt wurde. Und ich verlange einfach, dass auch wahrheitsgemäß berichtet wird und nicht wieder alles umgedreht wird. Es kann nicht sein, wenn die Vertretung von Herr Rehbaum hier sitzt, dass uns das ganz anders erzählt wird an dem Tag, als wir da waren, vor Ort. Also das geht doch wohl gar nicht.

    Also da muss ich schon sagen, bitte, so kann man ganz einfach mit den Stadträten nicht umgehen. Sollte das der Fall sein, werde ich mich zur nächsten Stadtratssitzung noch ein bisschen was einfallen lassen, aber das lasse ich mir nicht gefallen.



  • Dr. Falko Grube SPD/Tierschutzallianz/Volt

    Was mich ein bisschen irritiert, wenn das Protokoll der Gartenpartei nicht stimmt, warum ist das Anlage einer Drucksache? Da habe ich mich ohnehin ein bisschen gewundert, dass hier Fraktionen Protokolle schreiben, auch nach ihrem Gusto und das ist dann Teil von Drucksachen.

    Mir ist ehrlich gesagt völlig egal, was da versprochen wurde, was da nicht versprochen wurde. Ich finde, da muss ein Lärmschutz hin. Ich habe das im Bauausschuss auch schon gesagt. Ich weiß, das ist eine freiwillige Aufgabe. Bei dem Kostenrahmen, den wir bei der zweiten Nord-Süd-Verbindung haben, sind die paar Euro Wurst. Und die sind deshalb Wurst, weil wir noch ein paar andere Neubaumaßnahmen haben für Straßenbahnen perspektivisch in der Stadt planen.

    Was nicht geht, ist, dass wir das machen, dass die betroffenen Bürgerinnen und Bürger und die Einschränkung ist natürlich da, weil die Straßenbahnlinie wird direkt vor der Tür lang gehen, da muss ein Sichtschutz hin, dass die dann erfahren, wenn die Stadt am Ende gebaut wird und man ist halt bei den Einsprüchen ein bisschen spät, dass man dann den Lärmschutz oder den Sichtschutz nicht kriegt. Das geht nicht.

    Wenn man will, dass die Stadt der verlässliche Partner ist bei solchen Bauvorhaben, wenn wir wollen, dass solche Bauvorhaben überhaupt nochmal in Magdeburg stattfinden können und ich wäre da sehr interessiert, dann sollten wir und ich bleibe dabei im Vergleich zur Gesamtsumme die paar Piep in die Hand nehmen und das heute beschließen, von mir aus auch mit dem Änderungsantrag der Gartenpartei, also die Drucksache Antrag nicht.



  • Burkhard Moll Tierschutzpartei

    Ich kann mich der Ausführung von Herrn Grube da nur anschließen. Ich war auch bei der Begehung dort vor Ort und da hieß es, dass man sich einigen wird, dass man dort alles macht, dass es den Leuten da gut geht, dass es funktioniert.

    Was auch war, war vor knapp einem Jahr, ich sage mal so, es war im Frühjahr 2025, wurde hier von Herrn Rehbaum gesagt, dass man dort eine Hecke zugesagt hätte. Eine Hecke, die man dort von der Stadt pflanzt und die von der Stadt gepflegt wird. Ich meine, dann kann man doch lieber den Zaun dort oder die Mauer dort finanzieren und muss sich ja nicht ran und eine Hecke schneiden, was im Endeffekt und auf die Zeit viel teurer wird letztendlich.

    Also wir stimmen der Sache auch zu, also das jetzt hier den Auslegungen von Herrn Zander und bitten die Beschlussvorlage dagegen zu stimmen.



  • Auf Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen, ich war auch bei dem Treffen dabei. Ich habe so eine Übernahmeerklärung nicht gehört. Als ich da wegging, war für mich offen, wie geht das jetzt weiter? Was wird jetzt sein? Die Verwaltung, meine ich, hat das offengelassen. Also, dass da jetzt irgendjemand in die Hand versprochen hätte, wir machen da jetzt Folgendes, das habe ich so nicht wahrgenommen. Ich habe hier keinen Protokoll geführt oder so, aber als ich losging, war für mich klar, okay, die Verwaltung überlegt und man wird sehen, aber dass es da eine Zusage gibt, wüsste ich nicht.

    Mir ist nicht ganz klar geworden, warum der Sichtschutz ist. Da steht eine fette private Mauer, also zwei Meter hoch oder so, vor dem einen Grundstück. Meine Frage vor Ort war, wie kommt die denn weg? So, nee, die müsste denn erhöht werden. Also, da müsstet ihr mal was zu sagen, weil das ist ja wirklich eine Mauer. Das war für mich dann so ein bisschen ins Absurde gehende, dass wir eine private Mauer abreißen, um eine öffentlich-rechtliche Mauer zu bauen, die dann ein bisschen höher ist. Das mag sein, das war dann das Thema, kann man von der Straßenbahn aus noch über die Mauer hinweg gucken.

    Ansonsten die Situation, Entfernung vom zukünftigen Straßenbahnkörper zu den Häusern hin, das ist eine ganz normale Situation, wie ich sie in Magdeburg an ganz, ganz vielen Ecken habe, ohne dass jemand auf die Idee käme, da jetzt öffentlich-rechtlichen Sichtschutz zu errichten. Das hat sich für mich nicht erschlossen, dass wir da an dieser Stelle tatsächlich so verfahren.

    Insofern wäre ich tatsächlich eher bei der Drucksache gewesen, die fand ich auch ein bisschen lustig. Also, wenn man die Drucksache ablehnt, passiert genau dasselbe, wie wenn man der Drucksache zustimmt, das habe ich jetzt intellektuell nicht ganz verstanden. Aber insofern finde ich die Drucksache bemerkenswert. Aber das Ziel, dass wir jetzt da mit öffentlichen Mitteln, relativ teuer würde das sicherlich werden, dafür in zwei Punkte da so eine Mauer zu bauen, kann ich nicht nachvollziehen.



  • Kraus für den Finanzausschuss. Wir hatten die ursprüngliche Drucksache ohne den Änderungsantrag mal behandelt und es hat sich keine einzige Stimme gefunden, die dieser Drucksache zugestimmt hätte. Unter anderem nicht nur wegen des Inhalts, dass das Vertrauen in die Stadt auch in Bezug auf gegebene Versprechen eingehalten werden muss bzw. gewahrt werden muss, sondern vor allem, weil die Drucksache an sich schlecht gemacht ist.

    Herr Meister hat es gerade gesagt, ob man der Drucksache zustimmt oder nicht, ist völlig irrelevant. Der Beschluss lautet, die Stadtverwaltung wird nicht dazu verpflichtet, irgendwas zu tun. Es steht nicht drin, die Stadtverwaltung wird verpflichtet, etwas nicht zu tun oder der Stadtverwaltung wird untersagt, etwas zu tun oder die Stadtverwaltung wird von einer wie auch immer bestehenden Pflicht befreit. Das steht alles nicht drin. Daher ist eigentlich diese Drucksache an sich bereits unzulässig, weil sie nicht bestimmt ist.

    Es ist interessant, dass das durch die ganzen Prüfmechanismen in den Dezernaten und bei der OBDW einfach durchgegangen ist. Es gibt keinen Regelungsgehalt in dieser Drucksache. Der Änderungsantrag der Gartenpartei, der schafft wenigstens eine Regelungsgrundlage. Er stärkt das Vertrauen und dem sollte man noch zustimmen. Denn wie gesagt, im SWBV gab es auch keine einzige Führstimme, sondern eindeutig abgelehnt mit einer Enthaltung und im Finanzausschuss wurde es komplett abgelehnt.



  • Ich kann gerne mal wiederholen, was ich dazu ja schon noch im vergangenen Jahr hier im Rahmen der aktuellen Debatte gesagt habe, die dieses Jahr rankte, letztlich auch als Anlass, um diese schwierige Situation, über die ich auch langsam keine Lust mehr habe, noch länger reden zu müssen. Aber es waren ja viele draußen an diesem sommerlichen Freitagmorgen um zehn war es, glaube ich, ja. Und wir standen, glaube ich, da am Ende, zumindest Olaf Meister, Burkhard Moll da so in einer Reihe, was ja nichts heißen muss.

    Apropos Reihe ist Frau Scherenbergbäume. Halbseitige Allee ist da in der Nähe und da fehlte ein Baum. Da habe ich Kollegen Rehbaum noch gefragt, wann wird der ersetzt und so weiter, wollte er nachreichen. Wissen Sie das vielleicht heute? Nehmen Sie das mit, weil das wäre auch nochmal wichtig. Das haben wir ja vor Ort da. Wir sind ja nicht umsonst da. Das ist ja die allseitige, ganzheitliche Wahrnehmung dort. Und ich habe im Gegensatz, vielleicht war der Wind ungünstig, sehr gut verstanden, Olaf, dass wir nach einer fast geduldigen Stunde dann auch durch waren dort.

    Und die Oberbürgermeisterin sagte, sie will da jetzt eine Lösung haben. Sie will eine Lösung haben und zwar sicherlich nicht die, wir machen alles, aber eine Lösung, mit der man zufrieden herausgehen kann. Und ich kann mich noch erinnern an diese Heckengeschichte, die gesprochen worden war. Also auch das war so eine Auflage, Folgekosten wollte man nicht haben. Und ich kann mich erinnern, dass der Grundstückseinkauf immer gesagt hat, er will das auch gar nicht, er würde dann da was übernehmen. Nun soll es wohl der Zaun sein. Also das weiß ich noch ganz genau, weil wir beide hatten ja im Anschluss dann einen Termin, liebe Simone Boris. Da kann ich mich gut dran erinnern, diese ganze Situation.

    Und ich habe im alten Jahr schon bei der Debatte hier gefragt, wie kann es eigentlich sein, wenn die Oberbürgermeisterin, die obere Dienstherrin, also sowas dort sagt, dass in der zuständigen Beigeordneten eine Drucksache vorliegt, die dem diametral entgegensteht. Vielleicht kriege ich ja heute eine Antwort darauf. Neulich war das ja noch nicht der Fall. Das begreife ich nicht, weil dann hätten wir ja das ganze Drama hier nicht seit Monaten.

    Also kurzum, ich stimme dem zu, was die Gartenpartei hier beantragt hat. Da muss es eine Lösung geben und es gibt doch immer einen Ermessensspielraum. Herr Grube hat völlig zu Recht gesagt, nicht nur der Finanzrahmen dieser Maßnahmen, auch der Zeitrahmen ist schon lange aus den Pogen geraten. Also darauf kommt es jetzt ohnehin mehr an. Aber wenn wir zunehmend unsere eigenen EinwohnerInnen hier verprellen und selbst auch Stadträte sich auf den Weg machen zu Lokalterminen und hinterher heißt es April, April, habt ihr alle falsch verstanden, dann habe ich keine Lust mehr mitzumachen. Na, Vorsicht mit solchen...



  • Ich habe jetzt schon wieder vieles gehört, was eigentlich nicht passt. Das Erste, was ich sagen muss, das Protokoll habe ich jetzt nochmal aufgemacht und das Protokoll ist wahrheitsgemäß, was da drin steht. Da steht nichts drin, was nicht gesagt wurde oder irgendeine Lüge. Das muss ich so sagen. Genau das wurde festgelegt vor Ort. Punkt.

    Das Nächste ist, Herr Meister, ja, Sie sind ja etwas später gekommen. Ich weiß nicht, ob wir uns da vorher darüber unterhalten haben. Die Mauer wird ja gar nicht weggerissen. Es wird genau die gleiche Mauer links und rechts angestückelt und gebaut. Ja, ja, ja, ja, doch, das haben wir an dem Tag gesagt, Frau Bürgermeisterin. Das stimmt, wenn wir gern möchten, können wir den Eigentümer sogar von oben runterholen, der wird das hier bestätigen. Es ist ja das gleiche System, was er bauen möchte, was schon steht. Das steht nicht vorm Haus. Das steht genau auf der Grenze, die Mauer. Aber es ist das gleiche System, was dort gebaut worden sind und dann wurde gesagt, schicken Sie die Angebote. Die Angebote liegen alle vor unter 10.000 Euro und dann kriegen wir das hin.

    Und ich möchte nochmal klarstellen, Herr Rehbaum hat an diesem Tag auch zu Herrn Becker gesagt, die Mauer und vor die Mauer pflanzt er eine Hecke. Und die Hecke geht sogar auch mit der Mauer in Eigentum von Herrn Becker und er muss das pflegen, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Aber das können wir ja nochmal klären. Also das ist so, da gibt es ja auch noch andere Unterlagen zu, das sehe ich nicht so.

    Das Große, also ich muss mal sagen, ja, vielen Dank, Herr Grube, was Sie gesagt haben, genau so sieht es aus. Und ich verstehe nicht, wir reden hier vielleicht über 20.000, 25.000 Euro. Wir haben eine Brücke weggerissen in der Brenneckestraße für fast 50.000, da haben wir auch keine Drucksache bekommen. Da hat der Rehbaum mit Handschlag mit der Baufirma vereinbart, die Brücke wegzureißen, muss ich das so sagen. Ja, ja, das ist so, mit Handschlag, weil es unter dem Limit des Ausschreibungstitel war. Das ist so, das Thema haben wir ja schon öfter mal gesagt, das hatten wir auch dann erfahren, warum es dafür keine Ausschreibung gibt für die Brenneckestraße zum Abriss. Und hier reden wir um diese 25.000 oder 20.000 Euro und das verstehe ich nicht. Also das ist leider so. Wenn das so beraten wird, festgelegt wird, bitte schön umsetzen. Vielen Dank.



  • Marcel Guderjahn Gartenpartei

    Dass das jetzt nicht falsch verstanden wird, es war schon so gesagt, wie Herr Zander das meint, und zwar ist ja vor dem Grundstück von Herrn Becker ist ja schon eine Mauer. Und zwar so eine Mauer, da stellt man links und rechts zwei Pfeiler auf und dann wird da so Betonplatten reingestellt, also eigentlich was Günstiges.

    Und das wird angebaut an die nächstliegende Mauer, die ja neu gebaut wurde für ein paar hunderttausend Euro von der MVB. Und ganz ehrlich, und da sage ich auch nochmal, Falko Grube, genau, wir können uns doch hier jetzt nicht hinstellen und sagen, die 20.000 Euro haben wir nicht. Wir beschließen hier Millionen für kleine Sachen, große Sachen, da reden wir fünf Minuten drüber und hier machen wir jetzt schon wieder fast eine halbe Stunde draus.

    Wir reden hier über 20.000 Euro, lassen Sie uns das machen, weil wir sehen nachher Probleme, wenn wir solche Sachen weiter verfügen, wie Falko Grube auch gesagt hat. Die Bürger trauen uns nicht mehr, was wir sagen, dann brauche ich doch nicht da hinfahren. Wir haben da eine Stunde mit sämtlichen Leuten von der Verwaltung drüber geredet, wir haben zugesagt, wir machen das, und dann geht das nicht und wir haben hier alle Amnesie oder sowas, das ist nicht in Ordnung.



  • Simone Borris Oberbürgermeisterin

    Können wir das lassen hier? Können wir das nochmal lassen? Diese Mail von Herrn Rehbaum, weil das ist ja tatsächlich eine Grundlage. Also ja, wir waren vor Ort und wir haben versucht, eine Lösung zu finden. Ich habe gesagt, ich will jetzt hier eine Lösung und es ging seinerzeit um meines Erachtens 10.000 Euro, nicht um 20.000 Euro. Bei dem Gespräch, was der Herr Rehbaum mit dem anderen hinten geführt hat, war ich nicht dabei. Kann ich also nicht bestätigen.

    Ja, Sie haben recht, es ging nicht um die Frage, diese tolle Mauer, die der MVB errichtet hat, bei den Nachbarn in gleicher Art und Weise fortzusetzen, sondern die vorhandene Mauer zu ertüchtigen mit dem gleichen Material, deswegen auch die Frage, sind Sie bereit, das Material selbst zu beschaffen, weiterzubauen. Da war auch die Frage, würde das der Eigentümer selbst machen, das hat er bejaht und dadurch würden die Kosten relativ niedrig sein.

    Im Nachgang hat mir die Bauverwaltung mitgeteilt, es gibt keine Rechtsgrundlage, das ist richtig, es wäre also eine freiwillige Leistung, wir müssten so schnell es vor der Haushaltssperre beschließen und Kosten würden angeblich von 50.000 Euro entstehen. Und der dritte Punkt, weswegen ich die Drucksache bei mir passieren lassen habe, um von Ihnen ein Votum zu bekommen, wenn Sie vielleicht den Änderungsantrag bestätigen und die Drucksache ablehnen, dann ist es so, dass es möglicherweise einen Nachahmungseffekt hätte, bei allen anderen Maßnahmen Ähnliches entstehen würde. Das muss man natürlich ausschließen, dass dann jeder andere kommen kann und sagen kann, komm liebe Stadt, du musst mir jetzt hier einen Sichtschutz hinsetzen. Das muss vermieden werden.

    Das wäre das, was ich dazu sagen würde, gebe Herrn Zander insofern recht, das was hier steht, ist so besprochen worden, ich wollte einen Lösungsansatz, hier wird gesagt, keine Rechtsverpflichtung, kann ich ohne Rechtsverpflichtung was machen und als obere Dienstherrin, wenn ich dann wieder in den laufenden Prozess eingreife, habe ich Angst, dass ich dann wieder ein Disziplinarverfahren kriege, das möchte ich vielleicht auch mal sagen. Insofern kann ich der Verwaltung nicht sagen, wenn die mir aufschreiben, rechtlich darfst du das gar nicht und ihr habt das trotzdem zu machen. Das möchte ich dazu auch noch sagen.



  • Ja die Oberbürgermeisterin hat recht, wir haben immer nur über 10.000 Euro geredet über die Familie Becker. Was aber der Beigeordnete gemacht hat nach dieser Zusammenkunft, hat er sich ja den anderen Bürger genommen und hat gesagt, reich mir bitte alles ein, was du brauchst, denn er möchte einen Zaun mit Sichtschutz haben. Und das hat der andere Bürger auch gemacht.

    Und ja, sie haben recht, dass die Summe daher auf 50.000 Euro gegangen ist. Das lag aber nicht daran, was die Familie Becker gemacht hat, das lag daran, was Herr Rehbaum zwischen den anderen Privatpersonen, die auch an dem Tag dabei war, besprochen hat, weil der hat ganz andere Rechnungen eingereicht, muss ich leider mal so sagen. Diese Rechnungen liegen mir ja jetzt auch alle vor. Alles was eingereicht wurde und.

    Aber das ist nicht unser Problem, das ist das Problem des Beigeordneten. Vielen Dank.